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Autor: Möbelfertigung

Auch die Möbelbranche könnte profitieren

„Ein ambitioniertes Programm“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das 130 Milliarden Euro teure Konjunktur- und Zukunftspaket genannt. Von dem heute Nacht verabschiedeten Programm der Bundesregierung könnte auch die Möbelbranche Vorteile ziehen. Insbesondere die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent im Zeitraum vom ersten Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent wird sicherlich seine Wirkung bei größeren Anschaffungen der privaten Haushalte zeigen.

Auch die weiteren Maßnahmen zielen darauf ab, die verfügbaren Einkommen der Endverbraucher zu erhöhen. Die FRT-Group hat die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. So soll es einen einmaligen Kinderbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind geben. Da die Ausgaben in allen Sozialversicherungen aufgrund der Pandemie steigen werden und um eine dadurch bedingte Steigerung der Lohnnebenkosten zu verhindern, werden im Rahmen einer „Sozialgarantie 2021“ die Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 Prozent stabilisiert, indem der darüber hinaus gehende Finanzbedarf aus dem Bundeshaushalt bis zum Jahr 2021 gedeckt wird.

Um für mehr Verlässlichkeit bei den staatlichen Strompreisbestandteilen zu sorgen, wird ab 2021 zusätzlich zu den Einnahmen aus dem BEHG ein weiterer Zuschuss aus Haushaltsmitteln des Bundes zur schrittweisen verlässlichen Senkung der EEG-Umlage geleistet, sodass diese im Jahr 2021 bei 6,5 ct/kwh, im Jahr 2022 bei 6,0 ct/kwh liegen wird.

Zudem wird die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des Folgemonats verschoben. Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird für Corona-bedingten Umsatzausfall außerdem ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt. Das Volumen des Programms wird auf maximal 25 Millarden Euro festgelegt. Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt.

Und auch die Automobilbranche wird profitieren: Für klima- und umweltfreundlichere Elektrofahrzeugen wird die Prämie des Bundes verdoppelt, von bisher 3.000 auf bis zu 6.000 Euro. Autos mit Verbrennungsmotoren werden also nicht gefördert.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Einstimmig wurde im Rahmen einer Gesellschafterversammlung der Holzfachschule Bad Wildungen Ende Mai Thomas Radermacher, Präsident des Bundesverbands Holz und Kunststoff, in den Aufsichtsrat der Holzfachschule berufen. Zudem wurde Horst Fularczyk, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands Modell- und Formenbau, vom Aufsichtsrat der Holzfachschule zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Reinhard Nau, Aufsichtsratsvorsitzender der Holzfachschule, und Hermann Hubing, Geschäftsführer und Schulleiter der Holzfachschule, freuten sich, mit Thomas Radermacher den aktuellen Präsidenten des Bundesverbands Holz und Kunststoff für den Aufsichtsrat der Holzfachschule Bad Wildungen gewonnen zu haben: „Mit der Berufung von Thomas Radermacher in den Aufsichtsrat der Holzfachschule verstärken wir unseren Anspruch, auch im Tischlerbereich bundesweit als hochmodernes Ausbildungszentrum präsent zu sein.“, so Hubing.

Mit seiner Wahl zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden trat Horst Fularczyk die Nachfolge von Ulrich Hermann, Präsident des Bundesverbands Modell- und Formenbau, an, der Ende 2019 aus dem Aufsichtsrat der Holzfachschule ausgeschieden und als stellvertretender Vorsitzender zurückgetreten war.

Hermann hatte dem Aufsichtsrat der Holzfachschule seit ihrer Übernahme durch den Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen im Jahr 2012 angehört und war seither auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewesen. Am 25. Mai wurde Hermann während der Gesellschafterversammlung zum ständigen Gast des Aufsichtsrats ernannt. Im Zuge der Ernennung würdigte Reinhard Nau Hermanns langjährige Aufsichtsratstätigkeit und hob besonders dessen Engagement im Zuge des Neuaufbaus der Holzfachschule nach der Insolvenz im Jahr 2012 hervor. Als ständiger Gast darf er den Sitzungen des Aufsichtsrats weiterhin beiwohnen, ohne jedoch abstimmen zu dürfen.

Das sind die beliebtesten Anbieter im Bereich Wohnen

Ein wichtiger Schlüssel beim erfolgreichen Verkauf ist das Vertrauen des Konsumenten. Doch bei welchen Marken und Produkten haben Verbraucher in ihrer häuslichen Umgebung ein besonders gutes Gefühl? Welche Unternehmen erfüllen die Ansprüche der Kunden und wer ist der beliebteste Anbieter in den verschiedenen Segmenten? Antworten auf diese Fragen liefert die aktuelle Verbraucherbefragung des Deutschen Instituts für Service-Qualität und des Nachrichtensenders „NTV“. Dafür bewerteten 41.000 Kunden insgesamt 618 Marken und Unternehmen in 41 Branchen rund um das Thema Haus und Garten. Die Besten wurden zu „Deutschlands Beliebteste Anbieter“ gekürt und mit dem „Life & Living Award“ geehrt.

„Die Verbraucher stellen den entsprechenden Branchen ein gutes Zeugnis aus – gut 81 Prozent der Befragten zeigten sich mit den bewerteten Unternehmen beziehungsweise den Marken insgesamt zufrieden. Auffallend hoch ist auch die Kundenbindung: Rund 87 Prozent würden sich nach eigener Auskunft in Zukunft erneut für den Anbieter oder die jeweilige Marke entscheiden“, erklärt Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Zu den beliebtesten Anbietern im Bereich Wohnen und Einrichten gewählt wurden im Segment Badmöbel Burgbad, Fackelmann und Pelipal. Bei den Bettenherstellern punkteten Bruno, Röwa und RUF Betten. Bei den Kindermöbeln setzten sich Geuther, Paidi und Polini-Kids an die Spitze. Den Award im Bereich Küchenmöbel sicherten sich Nobilia, Nolte Küchen und Siematic. In der Kategorie Lampen & Beleuchtung führen Lampenwelt, Osram und Paulmann das Ranking an. Die Top-Drei unter den Möbelherstellern sind Hülsta, Interlübke und Mondo. Bei den Polstermöbelherstellern führen Musterring, Rolf Benz und Stressless die Beliebtheits-Skala an. Bei den Raumtextilien vertrauen die Verbraucher laut der Befragung vor allem Ado Goldkante, Apart und Jab Anstoetz.

Hat künftig knapp 60 Mitarbeiter weniger

Wie berichtet, haben die beiden Geschäftsführer der neuen Alno GmbH Jochen Braun und Michael Spadinger im Rahmen der Restrukturierung ein Freiwilligenprogramm zum Personalabbau angestoßen. Ein Großteil der Mitarbeiter hat dieses Angebot mit Eintritt in eine Transfergesellschaft für eine erfolgreiche Qualifizierung und Weitervermittlung in neue Beschäftigungen angenommen, sodass lediglich 5 Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt werden musste. Insgesamt 54 Mitarbeiter wechseln in eine Transfergesellschaft. Damit müssten gemäß vorheriger Information noch rund 240 Mitarbeiter in Pfzullendorf beschäftigt sein.

Das Ziel der Verhandlungspartner – ein sozialverträglicher Abbau in Verbindung mit einem umfangreichen Investitionspaket – konnte damit in weiten Teilen erreicht werden. So resümieren Braun und Spadinger die Zwischenetappe. Damit werde nun die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Pfullendorf maßgeblich verbessert. Vollumfänglich unterstützt vom Investor Riverrock, sei die Neue Alno jetzt zukunftsfähig aufgestellt.

Hat sich gegen eine Teilnahme als Aussteller an der „Bau“ 2021 entschieden

Hoppe wird im Januar 2021 nicht auf der „Bau“ ausstellen. Diese Entscheidung traf das Unternehmen Ende Mai 2020 aufgrund der kaum einschätzbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Durchführung der Weltleitmesse.

„Für uns als global agierendes Unternehmen ist der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern aus der ganzen Welt auf der international ausgerichteten ,Bau‘ einer der Hauptgründe, dort seit vielen Jahren auszustellen“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. „Gerade diesen sehen wir jedoch in der derzeitigen Situation angesichts möglicher Reisebeschränkungen und strikter Auflagen für soziale Kontakte und die Durchführung von Großveranstaltungen stark gefährdet.

Der Entschluss, den wir uns nicht leicht gemacht haben, gibt Planungssicherheit und ermöglicht es uns, die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen gemeinsam mit unseren Kunden weiterhin mit oberster Priorität zu verfolgen.

Selbstverständlich wollen wir aktuellen und künftigen Hoppe-Kunden weiterhin unsere Produkte und Neuheiten vorstellen. Wir werden unser Informationsangebot hierzu vor allem in den digitalen Medien kontinuierlich ausbauen.“

Hat De Stefani gekauft

Portfolio-Erweiterung bei der Giardina Group: Der italienische Spezialist für Beschichtungstechnologien für die Holz-, Glas-, Kunststoff- und Metallindustrie sowie für die Veredelung von Verbundwerkstoffen hat den Hersteller De Stefani Valerio & C snc mit Sitz in Giussano (Italien) erworben. Damit gehören in Zukunft auch Schleif- und Kantenanleimmaschinen zum Sortiment von Giardina. De Stefani Valerio & C ist ein kleiner, wendiger Hersteller, der vor allem im Bereich der Schleiflösungen für Handwerksbetriebe seit über vierzig Jahren in der ganzen Welt agiert.

Die Vertragsunterzeichnung fiel zusammen mit der globalen Abschottung aufgrund der Covid-19-Pandemie. „Wir haben an diesem Projekt schon eine Weile gearbeitet und es trotz der Umstände zu Ende geführt“, kommentiert Stefano Mauri, dem die Giardina Group gemeinsam mit seinem Bruder Riccardo gehört. „Wir glauben, dass Unternehmen gerade in einer Zeit wie aktuell zeigen müssen, dass sie nach vorn schauen: Zum Beispiel in Form eines solchen Projektes. Es beweist, dass es genug Kraft und vor allem eine Perspektive für die Unternehmenszukunft gibt. Ohne, dass abgewartet wird, inwiefern Regierungen und Institutionen eingreifen und eventuell intervenieren oder unterstützen. Es ist heute wichtiger denn je, an die eigenen Stärken und Ideen zu glauben.“

Trotz Corona war man bei Giardina die letzten Wochen nicht untätig: Die Analyse- und Bewertungsprozesse, die dazu führen sollen, dass die Firmen möglichst harmonisch zusammenwachsen, sind bereits abgeschlossen. Es liegt ein klarer Plan vor, wie die Integration der Teams und Produkte abläuft und wie der Vertrieb synchronisiert wird. De Stefani produziert auch künftig am Hauptsitz in Giussano, die Verantwortung hierfür und Koordination mit dem Management der Giardina Group übernehmen die Kinder des Firmengründers Valerio De Stefani, Sara und Alessio De Stefani.

Die Übernahme von De Stefani ist ein weiteres, wichtiges Kapitel der Strategie „Giardina Group 2030“. Der Fokus der Planungen liegt darauf, den Abnehmermärkten mit einer möglichst breiten Produktpalette zu begegnen. Sehr wichtig dabei ist ein umfassendes Know-how für die Planung und den Bau speziell zugeschnittener Lösungen für alle Bereiche von Holz bis Glas, Kunststoff bis Automobilindustrie und Verbundwerkstoffe sowie Luft- und Raumfahrt, in denen die Gruppe tätig ist.

Erste Insolvenz-Etappe in Eigenverwaltung abgeschlossen

Planmäßig und antragsgemäß konnte das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zum 31. Mai 2020 positiv abgeschlossen werden, sodass sich das Unternehmen nun im weiteren Verfahren der Sanierung und Restrukturierung befindet. Das teilte Brigitte-Küchen gestern mit. Ein Indiz dafür, dass die Sanierungsmaßnahmen unter der Geschäftsführung des neuen Inhabers Steffen Liebich anschlagen. Erklärtes Ziel ist es, „die Wettbewerbsfähigkeit von Brigitte-Küchen nachhaltig zu sichern.“

Durch Kurzarbeit in einigen Bereichen konnten Entlassungen bisher vermieden werden. Doch „unabhängig aller Sanierungsmaßnahmen kann Brigitte-Küchen nur im Markt bestehen, wenn Sie uns auch künftig Ihr Vertrauen schenken und uns auf diesem Weg unterstützen“, so lautet der Appell an den Handel in der Unternehmensmitteilung. Bisher war das der Fall, denn es konnte seit Eröffnung des vorläufigen Verfahrens ein erhöhter Auftragseingang verzeichnen werden. In April und Mai habe das Unternehmen zusätzlich diverse Objektaufträge erhalten, die im Juli, August und Oktober ausgeliefert werden. Ohnehin habe Brigitte-Küchen alle Lieferverpflichtungen gegenüber seinen Händlern „vollumfänglich erfüllt“.

Weiter heißt es: „Um die positive Entwicklung im Verkauf für Sie und für uns auch über die Sommermonate hinaus aufrechterhalten zu können, wird es in diesem Jahr in der Produktion keinen Betriebsurlaub im Sommer geben. Darüber hinaus sind wir uns sicher, dass u. a. speziell die Fortführung der eigenen Logistik mit eigenen Fahrern unserem Selbstverständnis von persönlicher Kundenbetreuung und hoher Flexibilität entspricht.“

Eine Entscheidung darüber, ob sich Brigitte-Küchen an der Herbstmesse der Küchenmeile beteiligen wird, steht noch aus.

Hat ihre Umsatzziele 2019 übertroffen

Es dürfte hilfreich für ein weniger erfreuliches, Covid-19-geprägtes Jahr 2020 sein: Die Deutsche Messe AG aus Hannover blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. „Mit einem Umsatz von 346 Millionen Euro und einem Ergebnis von 14,5 Millionen Euro in 2019 übertreffen wir unsere ursprüngliche Planung deutlich“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe, im Rahmen der Aufsichtsratssitzung des Unternehmens am 29. Mai 2020. Das Konzernergebnis liegt damit um rund 5 Millionen Euro über dem Planwert.

Gründe für das gute Gesamtergebnis sind zum einen die positive Entwicklung der Großmessen in Hannover, die alle im Ergebnis besser gelaufen sind als geplant, zum anderen der ebenfalls überplanmäßige Erfolg der Aktivitäten im Ausland.

Auch der Start ins Geschäftsjahr 2020 war für die Deutsche Messe zunächst sehr erfolgreich. So hat etwa die Bodenbelagsmesse „Domotex“ im Januar 2020 mit einer hohen Aussteller- und Besucherzufriedenheit überzeugt. „Im Rahmen unserer Neugeschäftsoffensive standen für 2020 elf neue Messen am Standort Hannover in den Startlöchern. Im Ausland waren zwölf Messepremieren geplant“, erklärt Köckler. „Die positiven Vorzeichen wurden jedoch durch das Auftreten des Corona-Virus in Gänze aufgehoben.“ Seit Mitte März 2020 finden keine Veranstaltungen auf dem Messegelände in Hannover statt. Erst kürzlich musste die für den September geplante „IAA Nutzfahrzeuge“ vom Veranstalter VDA abgesagt werden. Die nächste Großmesse im Kalender der Deutsche Messe ist die „Euroblech“, die für den 27. bis 30. Oktober geplant ist. Köckler: „Gemeinsam mit den zuständigen Behörden erarbeiten wir ein Sicherheits- und Hygienekonzept, das es uns erlauben wird, auch in Corona-Zeiten Messen durchzuführen.“
„Wir können auf unserem Gelände für die notwendige Gesundheitssicherung sorgen, damit unsere Aussteller ihren Geschäften nachgehen können“, so Messevorstand Dr. Andreas Gruchow, der unter anderem das Geländemanagement der Deutschen Messe verantwortet. „In dieser Krise kommt es gerade jetzt auf Wirtschaftsförderung und Geschäftskontakte an.“

Geprüft wird, die Abstände zwischen den Ständen sowie die Gangbreite zu vergrößern. Gleichzeitig kann an den Eingängen geregelt werden, wann wie viele Besucher auf dem Gelände sind. Zusätzlich sollen strenge Hygieneregeln gelten: auf Abstand achten, kein Händeschütteln, Mundschutz, häufiges Waschen und Desinfizieren der Hände. Und schließlich könnten Bühnen mit Vorträgen vor versammeltem Publikum ebenso gestrichen werden wie die beliebten Standpartys. Gruchow: „In nächster Zeit müssen Messen allein auf ihre Kernfunktion reduziert werden, nämlich Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.“

„Trotz Krise müssen wir gerade jetzt auch weiter in unser Geschäft investieren, sodass wir einen Vorsprung und Alleinstellungsmerkmale in der Branche haben – beispielweise mit unserem 5G-Gelände“, erklärt Köckler. Die Deutsche Messe verfolgt das Ziel, das Messegelände in den Hallen und im Freigelände schnellstmöglich mit einer flächendeckenden 5G-Infrastruktur auszustatten. Die Investitionen dafür belaufen sich in den Jahren 2020 bis 2022 auf insgesamt 12 Millionen Euro. Die Weiterentwicklung des Messegeländes zum „Smart Venue“ bedeutet für das Unternehmen eine Erweiterung des Geschäftsmodells und ermöglicht neue Umsatzpotenziale.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung wurde Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Messe gewählt. Dabei hob er die Bedeutung der Messe als Wirtschaftsfaktor für die Stadt, Region und Land hervor: „Die Deutsche Messe AG ist eines der ganz großen Wirtschaftsunternehmen in Hannover. Die in Hannover durchgeführten internationalen Investitionsgütermessen erhöhen den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der Stadt auf internationaler Ebene. Die durch Ausstellende und Besuchende induzierte Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen sowie die Möglichkeit der örtlich vereinfachten Kontaktpflege für die regionalen Wirtschaftsunternehmen trägt zur Sicherung der führenden Position der Wirtschaftsregion Hannover im norddeutschen Raum bei. Durch die Messeaktivitäten in Hannover ergeben sich wesentliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte in der Region Hannover, was den Charakter der Deutschen Messe AG als ein Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung belegt. Gemeinsam wollen wir dafür kämpfen, dass das auch unter den bedrückenden Bedingungen so bleibt, die durch die Corona-Krise für Messe und Stadt zu erwarten sind.“

Startschuss für das Badmöbel-Programm „Nolte Spa“

Die ersten Schnupper-Beispiele ließen sich schon zur letzten Hausmesse in Löhne begutachten, die große Premiere war eigentlich zur „Eurocucina“ geplant – Nolte Küchen verkündete heute nun den offiziellen Start der Kollektion „Nolte Spa“, die nach ersten Platzierungen im Ausland auch hierzulande für neue Impulse in den Möbel- und Küchenhäusern sorgen soll.

Das umfangreiche Sortiment orientiert sich dabei an den Fronten im Küchenbereich – wie Beton, Schwarzmatt oder Platingrau lackiert – und wird durch eine Vielzahl von Typen und Besonderheiten ergänzt. Darunter eine Auswahl an Spiegelschränken mit Acryl-Lichtböden und indirektem, teils gestengesteuertem LED-Licht. Einstellbare Lichtfarben sorgen für die gewünschte Funktion und Wellness-Stimmung im Nolte Spa. Die Schränke sind in der Regel wandhängend, verfügen über integrierte Regale. Hochwertige Beschläge kennzeichnen die Auszüge mit Metallzargen und Dämpfung und bieten ggf. Kosmetikeinsätze. Maßvariablen Flächenspiegel und Steckböden erweitern den individuellen Spielraum. Mineralgußplatten mit integriertem Becken oder auch eckige Solobecken entsprechen dem modernen Styling, zu den Zulieferpartnern zählt unter anderem Keramikspezialist Villeroy & Boch.

Zu den Alleinstellungsmerkmalen gehört das auf 150mm-Raster „Matrix 150“, auch grifflos als „MatrixArt“, sowie die Dekorgleichheit innen und außen mit farblich abgestimmter Dichtkante. Produziert wird alles in Löhne auf den Küchen-Fertigungslinien.

Als langjähriger Gebietsverkaufsleiter bei Puris Bad und seit Juli 2019 Verkaufsleiter für den neuen Geschäftsbereich bei Nolte, brachte Leif Frömmichen seine Expertise ein. Sein Vertriebsteam wird noch aufgebaut. Die VK-Preise (in sechs Gruppen aufgeteilt) sollen sich im mittleren Segment auf dem Niveau der Nolte-Küchen bewegen.

Zu den Hintergrund-Motiven für Nolte Spa erklärte Geschäftsführer Eckhard Wefing: „Immer häufiger wurden wir von Kunden im Projektgeschäft gefragt, ob wir unsere Küchenmöbel auch zu Badmöbeln umbauen können. Wir haben aber festgestellt, dass diese komplett anders sind.“ Entsprechend liegt der Fokus von Nolte SPA zunächst auf dem Export und Projektkunden im Ausland, wie beispielsweise in Nordamerika, Großbritannien, Dubai und vielen asiatischen Ländern oder auch Osteuropa. Die Generalprobe auf der „kbb“ in Birmingham im März habe Nolte Spa bereits bestanden. Mittlerweile stehen rund 100 Nolte-Bäder in 15 Ländern.

Für die deutsche Klientel wird Nolte Spa nach der demnächst stattfindenden „Bretterschau“ ein Schwerpunkt der Hausmesse im September. Dazu wird es auch POS-Material und ein Mustercenter geben. Im Wettbewerb zu den etablierten Badmöbelherstellern baut Nolte auf die bekannte Kompetenz im Bereich individuell geplanter Möbel und den Stellenwert als „Deutschlands beliebteste Küchenmarke“. Im Juli werden auch bereits die bekannten Planungsprogramme die Daten von Nolte Spa enthalten, so kündigt Wefing an. Als geplantes Umsatzziel will er in fünf Jahren einen „zweistelligen Millionenbereich“ erreichen.