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Autor: Möbelfertigung

„Area30“ 2020

Die Zugpferde bleiben weg

War letzte Woche noch ein Großteil der etablierten Aussteller für eine Teilnahme an der „Küchenmeile A30“, scheint die Stimmung jetzt ins Gegenteil zu kippen. So gibt es für die „Area 30“ Absagen von Unternehmern, die zu den etablierten Zugpferden des Löhner Messezentrums zählen und die auch ursprünglich zugesagt hatten, aber nun zu einer anderen Entscheidung gekommen sind. Falmec, KüchenTreff, Naber, Oranier, Schock und Systemceram: Der „harte Kern“ der Aussteller ist sich einig, in diesem Herbst doch keinen Messestand aufzubauen.

„Zu wenig Kunden“ hatte schon im Vorfeld einer der „Area 30“-Aussteller der Redaktion der „möbel kultur“ zur Begründung mitgeteilt, nachdem er selbst wie auch andere Branchenkollegen ein eher müdes oder zumindest unentschlossenes Feedback auf die Messepläne registriert hatte. „Wenn Begros und andere wichtige Vertreter aus dem Handel nicht kommen, macht dies für uns keinen Sinn mehr, zumal ja auch ein recht hoher Aufwand dahintersteht.“

„Als Unternehmer möchten wir einen Beitrag zur Eingrenzung der Pandemieentwicklung in Deutschland leisten und übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter und Kunden“, so lautet die offizielle Begründung. Stattdessen wollen die sechs Unternehmen auf anderen Wegen den intensiven Austausch mit den Handelspartnern zu ermöglichen, um so mit Rat und Tat beim wichtigen Herbstgeschäft zu unterstützen.

Für Trendfairs- Geschäftsführer Michael Rambach als Messeveranstalter ein schwerer Schlag, zumal das Team ein umfangreiches Sicherheitskonzept ausgearbeitet hatte. Wie jetzt andere angemeldete Aussteller reagieren, wird man der täglich aktualisierten Ausstellerliste entnehmen. Dem Vernehmen nach hat Rambach auch bereits ein Alternativkonzept in Vorbereitung. Entsprechendes deutet auch der Pressetext an: „Die Nichtteilnahme an der stationären ,Area30′ schließe jedoch nicht zwangsläufig die Partizipation an digitalen/virtuellen Formaten aus, die von Seiten des Messeveranstalters derzeit erarbeitet werden.“

„Wir bedauern diese Entscheidung, die alleine aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie getroffen wurde. Alle beteiligten Unternehmen stehen zu 100 Prozent hinter dem Messekonzept von Trendfairs und freuen sich gemeinsam auf ein sicheres sowie erfolgreiches Messeevent für die Küchenbranche im September 2021“, so der Ausblick auf das nächste Jahr.

Abzuwarten ist indes auch, wie sich die Situation auf Gut Böckel entwickelt, nachdem Miele und Blanco abgesagt haben, ist laut Aussage der Veranstalter der Gut Böckel GmbH auch noch unklar. Im Moment finden noch diverse Gespräche statt, sodass sich frühestens in der kommenden Woche eine Entscheidung feststeht, inwieweit die Location als Ganzes öffnet. Doch beispielsweise Warendorf hat bereits für sich entschieden, sich in diesem Herbst von der Ausstellung zurückzuziehen und stattdessen eine Hausmesse in Warendorf zu veranstalten.

Mercedes-Benz Vans

Übergibt 15 elektrisch angetriebene „Sprinter“ an Hermes Germany

Ein gutes Jahr nachdem die ersten „eVito“ aus der Serienproduktion an Hermes Germany in Hamburg übergeben wurden, sind nun die ersten, im Düsseldorfer Werk vom Band gelaufenen, „eSprinter“ Serienfahrzeuge in die Flotte des Logistikdienstleisters integriert worden. Am Standort des 2019 eröffneten Logistikcenters in Hamburg wurden die ersten 15 „eSprinter“ an Marco Schlüter, Chief Operations Officer von Hermes Germany überreicht. Sie vergrößern ab sofort die batterieelektrisch angetriebene Hermes-Flotte am Standort. Damit ist der Paketdienstleister in der Hansestadt auf fast jeder fünften Tour elektrisch unterwegs. Die „eSprinter“ fahren im Hamburger Straßenbild als sichtbarer Teil der strategischen Partnerschaft zwischen Mercedes-Benz Vans und Hermes, die bereits seit 2017 besteht.

Die Zusammenarbeit geht dabei weit über die Entwicklung und den Betrieb von batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen hinaus. Sie umfasste auch die gemeinsame Erarbeitung eines Konzepts für eine effiziente Ladeinfrastruktur in den Logistikzentren von Hermes und von IT-Diensten zur optimalen Steuerung der Elektroflotte sowie deren Einbindung in die täglichen Betriebsabläufe. Im Hamburger Logistikcenter sind aktuell 42 Ladestationen installiert. Für den Aufbau dieses Ökosystems rund um die Elektro-Transporter waren umfangreiche Erprobungsfahrten notwendig. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse flossen dann in den weiteren Ausbau des elektrischen Zustell-Netzwerkes ein.

Benjamin Kaehler, Leiter eDrive@VANs bei Mercedes-Benz Vans und dort verantwortlich für die Entwicklung der Elektrofahrzeuge: „Unsere Partnerschaft mit Hermes ist ein hervorragendes Beispiel, was wir unter dem Begriff ‚Customer Co-Creation‘ verstehen: Gemeinsam mit unseren Kunden neue, innovative und branchenspezifische Lösungen entwickeln. Deshalb freut es mich sehr, dass wir heute die ersten ,eSprinter‘ aus der Serienproduktion übergeben können, in die viele Erkenntnisse aus unserer bisherigen Zusammenarbeit hineingeflossen sind.“

„Wir sind stolz, unseren Bestand an E-Fahrzeugen in Hamburg um die ersten ,eSprinter‘ aus der Serienfertigung zu erweitern und diese nun aktiv in der Zustellung einzusetzen. Die neuen Modelle vereinen Nachhaltigkeit und Effizienz gleichermaßen auf sich. 2020 werden wir auch in anderen Regionen Deutschlands weitere elektrisch betriebene Transporter auf die Straßen bringen“, erklärt Marco Schlüter, Chief Operations Officer von Hermes Germany.

Die Fahrzeuge werden exklusiv über die Mercedes-Benz Bank über einen Zeitraum von 36 Monaten inklusive einem Servicecare Komplettservice-Paket geleast. Dieser beinhaltet alle Reparaturen und Wartungsumfänge inklusive Verschleißteile und vorbeugende Instandsetzung und ermöglicht mit dem Mercedes-Benz Vertriebs- und Servicenetz einen Rund-um-die-Uhr-Service.

Die an Hermes gelieferten „eSprinter“ werden in Düsseldorf produziert. Es sind Kastenwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm in Hochdachausführung. Ihr Elektroantrieb treibt die Vorderräder an und leistet 85 Kilowatt mit einem Drehmoment von bis zu 300 Newtonmeter. Der „eSprinter“ lässt sich gezielt nach Anwendungszweck konfigurieren – je nachdem ob eine größere Reichweite oder eine höhere Nutzlast priorisiert wird. Die an Hermes übergebenen Fahrzeuge besitzen eine nutzbare Batteriekapazität
von 47 Kilowattstunde (installiert: 55 kWh) mit einer Reichweite von 168 Kilometer und einer maximalen Zuladung von 891 Kilogramm. Für Flexibilität sorgt auch die integrierte Schnellladefunktion, dank der die Batterie innerhalb von ca. 25 Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent nachgeladen werden kann. Das Ladevolumen von 11 Kubikmetern ist uneingeschränkt nutzbar, da die Batterien im Unterboden verbaut sind.

Mit dem „eSprinter“ steht den Kunden zudem ein weiteres konnektivitätsfähiges Elektrofahrzeug zur Verfügung, da er serienmäßig über das eingebaute Konnektivitätsmodul verfügt. Somit können die Vorteile des digitalisierten „eVan“ Management auch für den „eSprinter“ genutzt werden. Der Mercedes Pro connect Dienst „Ferngesteuertes Lademanagement“ bietet beispielsweise die Möglichkeit der Vorklimatisierung, damit der Fahrzeuginnenraum bereits vor dem Start angenehm temperiert werden kann, ohne dass dies zu Lasten der Reichweite geht.

Wesentliche Unterstützung erfährt die Zusammenarbeit von Mercedes-Benz und Hermes durch Zukunft.de („Zustellverkehre kundenfreundlich, nachhaltig, flexibel und transparent. Durch Emissionsfreiheit“), ein unter der Leitung Hamburgs (Projektleitstelle hySOLUTIONS) über die drei Bundesländer Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen umgesetztes Vorhaben zur Elektrifizierung der Paketauslieferung auf der sogenannte „letzten Meile“. Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der zugrundeliegenden Förderrichtlinie wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert.

Setzt Webinar-Reihe fort

Das Logistik-Unternehmen Dematic aus Heusenstamm führt seine Webinar-Reihe fort und startet den nächsten „Dematic Virtual Showcase“. In jeweils 30- bis 45-minütigen Online-Events informieren Dematic-Experten Kunden und Journalisten aus erster Hand über intralogistische Lösungen für unterschiedlichste Industriebereiche. Im Fokus stehen gezielte Branchen- und Marktsegmentlösungen. Highlights der präsentierten Lösungen sind die neueste Version des Dematic Multishuttles, die „Dematic Micro-Fulfillment“-Lösung, das optimierte Palettenhochregallager sowie das „Automated Mixed Case Palletising“ (AMCAP)- und „Autostore“-System. Darüber hinaus gibt es einen Extra-Vortrag zu der branchenübergreifenden Automatisierungslösung Mobile Automation. Vom 15. Juni bis zum 2. Juli werden global über 40 Webevents angeboten. Die Events für Zentraleuropa finden vormittags auf Deutsch und nachmittags auf Englisch und Französisch statt. Während der Präsentationen erhalten die Teilnehmer zudem Live-Support von den Experten. Alle Interessierten können sich ab sofort kostenlos auf www.dematic.com/de/virtualshowcase anmelden.

„Nachdem die Online-Veranstaltung im März als Ersatz für die ,Logimat‘ reges Interesse und tolle Teilnehmerzahlen verzeichnen konnte, haben wir uns dazu entschlossen, weitere Automatisierungslösungen in dieser Form zu präsentieren und dies in einem globalen Kontext“, sagt Rainer Buchmann, CEO der Dematic CE. Im „Dematic Virtual Showcase“ präsentieren Experten neben der produktbezogenen und branchenübergreifenden Lösung Mobile Automation, speziell auf bestimmte Wirtschaftszweige zugeschnittene Ansätze.

Zum Auftakt der deutschsprachigen Events steht am 22. Juni die Automatisierung im – insbesondere in Zeiten von Corona – boomenden E-Commerce im Fokus. Mobile Automation wird ein extra Themenblock auf Englisch eingeräumt. Hier stehen mehrere Termine zur Auswahl. Im Anschluss an die Vorträge stehen jeweils mehrere Experten im Live-Talk zur Verfügung.

Sämtliche Termine finden Interessierte ab sofort auf www.dematic.com/de/virtualshowcase. Dort ist auch die kostenlose Registrierung möglich.

Wie Nationen weltweit in Roboter-Forschung investieren

Die Corona-Krise unterstreicht den wichtigen Beitrag, den Roboter für Industrie und Gesellschaft leisten. Öffentliche Forschungsförderung ist dafür unerlässlich: Neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Big Data und 5G treiben die Förderprogramme in Asien, Europa und Amerika an. Was genau sind die Ziele der offiziellen Forschungsförderprogramme und lässt sich daraus ableiten? Dies wurde von der International Federation of Robotics zusammengestellt und in dem neuen Kompendium „World Robotics R&D Programs“ von IFR veröffentlicht.

„Die Förderprogramme der einzelnen Länder sind sehr unterschiedlich, was auf den jeweiligen nationalen Besonderheiten und der Historie beruht“, sagt Prof. Dr. Jong-Oh Park, stellvertretender Vorsitzender des IFR-Forschungskomitees und Mitglied des Vorstandes der IFR. „Daher sehen wir, dass der strategische Fokus der Forschungsförderung in den führenden Robotiknationen sehr unterschiedlich gesetzt wird“, so Prof. Dr. Jong-Oh Park.

Der strategische Plan „Made in China 2025“ dient als Blaupause für die Modernisierung der Fertigungskapazitäten der chinesischen Industrie. Dazu gehören fortschrittliche Roboter unter den zehn wichtigsten Kernindustrien. Der Entwicklungsplan für die Roboterindustrie legt die Chinas Ziele für das Jahr 2020 wie folgt fest: (1) drei bis fünf weltweit wettbewerbsfähige Roboterhersteller etablieren, (2) die Schaffung von acht bis zehn Industrieclustern, (3) 45 Prozent Marktanteils für Chinas High-End-Roboter im Inland und (4) die Erhöhung der Roboterdichte in China auf 100 Roboter pro 10.000 Arbeiter. Das statistische Jahrbuch „World Robotics“ der IFR zeigt, dass China bereits im Jahr 2018 eine Roboterdichte von 140 Einheiten pro 10.000 Arbeiter in der verarbeitenden Industrie erreicht hat. Im Jahr 2019 investierte die chinesische Regierung 577 Millionen USD in die Entwicklung intelligenter Roboter.

Die neue Roboterstrategie in Japan ist eine Schlüsselpolitik der Wachstumsstrategie der Abenomics. Das 2019er Budget für Roboterforschung wurde auf 351 Millionen USD erhöht, mit dem Ziel, Japan zum weltweiten Innovationszentrum für Roboter zu machen. Der Aktionsplan umfasst sowohl die Industrie als auch wichtige Dienstleistungssektoren wie das Gesundheitswesen, die Landwirtschaft und die Infrastruktur. Laut dem statistischen Jahrbuch „World Robotics“ der IFR ist Japan weltweit die Nummer eins der Industrieroboterhersteller. Im Jahr 2018 betrug der Anteil 52 Prozent an den globalen Lieferungen.

Der „Intelligent Robot Development and Supply Promotion Act of Korea“ zielt darauf ab, die Roboterindustrie in Korea als Kern der vierten industriellen Revolution zu entwickeln. Der 2019 veröffentlichte „3. Basisplan für intelligente Roboter“ fördert die systematische Auswahl und Konzentration vielversprechender öffentlicher und privater Sektoren. Schwerpunkte sind: produzierendes Gewerbe, ausgewählte Bereiche der Serviceroboter (einschließlich Gesundheitswesen und Logistik), neue Schlüsselkomponenten und Robotersoftware. Das Budget für 2020 beträgt 126 Millionen USD (151 Milliarden Won). Das statistische Jahrbuch „World Robotics“ der IFR weist für 2018 für Südkorea einen Rekordbestand von rund 300.000 Industrierobotern aus (+ 10 %). Innerhalb von fünf Jahren hat das Land die Zahl der Industrieroboter in Betrieb verdoppelt. Nach Japan und China stand das Land 2018 an dritter Stelle.

Die von Horizont 2020, dem 8. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union, finanzierten Robotik-Projekte repräsentieren eine Vielzahl von Forschungs- und Innovationsthemen – von der industriellen Fertigung über den Einsatz im Handel und Gesundheitssektor bis hin zur Robotik für Transport, den Agrar- und Ernährungssektor und dem privaten Bereich. Die Europäische Kommission stellt während seiner siebenjährigen Laufzeit schätzungsweise 780 Millionen USD für Forschung und Innovation im Bereich der Robotik zur Verfügung. Das Arbeitsprogramm 2018 – 2020 fokussiert sich auf die Digitalisierung der Industrie durch Robotik, Robotikanwendungen in vielversprechenden neuen Bereichen und Robotik-Kerntechnologien wie KI und Wahrnehmung, kognitive Mechatronik, sozial kooperative Mensch-Roboter-Interaktion und modellbasierte Design- und Konfigurationswerkzeuge mit einem Gesamtbudget von 173 Millionen USD.

Deutschland unterstützt im Rahmen seiner Hightech-Strategie den Einsatz neuer digitaler Technologien in Wirtschaft und Verwaltung. Das Programm „PAiCE“ mit einem Förderbudget von 55 Millionen US-Dollar (50 Millionen Euro) über fünf Jahre legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung digitaler Industrieplattformen sowie auf die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die diese Plattformen nutzen. Die Robotik-Projekte konzentrieren sich insbesondere auf die Schaffung von Plattformen für Servicerobotik-Lösungen in den verschiedenen Anwendungsbereichen wie Service, Logistik und Fertigung. Deutschland ist der fünftgrößte Robotermarkt der Welt und Nummer eins in Europa, gefolgt von Italien und Frankreich. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der verkauften Roboter um 26 Prozent auf fast 27.000 Einheiten – ein neuer Allzeitrekord.

Die National Robotics Initiative (NRI) in den USA wurde mit Unterstützung der US-Regierung ins Leben gerufen, um Robotik-Grundlagenforschung zu fördern. Die Hauptziele sind Grundlagenwissenschaft und -technologien sowie integrierte Systeme, die nötig sind, um die Vision von allgegenwärtigen kollaborativen Robotern zu verwirklichen, die Menschen in jedem Aspekt des Lebens unterstützen. Darüber hinaus wird in NRI-2.0 die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Industrie, gemeinnützigen und anderen Organisationen gefördert. Das Budget des NRI beträgt im Jahr 2019 35 Millionen Dollar. Zusätzliche Mittel für die Robotik zur Anwendung in der Verteidigung und in der Weltraumtechnik werden durch das Verteidigungsministerium (DoD) und das Marsexplorationsprogramm bereitgestellt. Gemäß dem statistischen Jahrbuch „World Robotics“ sind die Roboterinstallationen in den Vereinigten Staaten im achten Jahr in Folge gestiegen und haben 2018 einen neuen Höchststand erreicht. Bei den jährlichen Installationen hat das Land den dritten Platz vor der Republik Korea eingenommen.

Über 25 Prozent Auftragsrückgang beim verarbeitenden Gewerbe im April

Die Neuaufträge im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland sind im April 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nochmals deutlich zurückgegangen, nachdem sie bereits im März deutlich gesunken sind. Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im April 2020 saison- und kalenderbereinigt 25,8 Prozent niedriger als im März 2020. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2019 gab es einen kalenderbereinigten Rückgang um 36,6 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt 25,1 Prozent niedriger als im Vormonat.

Die Aufträge aus dem Inland gingen im April 2020 im Vergleich zum Vormonat um 22,3 Prozent zurück, die Auslandsaufträge verringerten sich um 28,1 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 30,6 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 26,7 Prozent gegenüber März 2020.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im April 2020 um 22,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang um 30,6 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter gingen die Aufträge um 11,4 Prozent zurück.

Für März 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse insgesamt ein Rückgang um 15,0 Prozent gegenüber Februar 2020 (vorläufiger Wert: -15,6 %).

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im April 2020 saison- und kalenderbereinigt um 22,8 Prozent niedriger als im Vormonat. Für März 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 10,9 Prozent gegenüber Februar 2020 (vorläufiger Wert: -11,5 %).

Talente gesucht beim Nachwuchspreis „Digitalisierung im Maschinenbau“

VDMA Software und Digitalisierung und VDMA Bildung loben in diesem Jahr erneut den Nachwuchspreis „Digitalisierung im Maschinenbau“ aus. Mit der Auszeichnung werden herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden aus den Fachgebieten der Ingenieurwissenschaften und der Informatik gewürdigt, die praxisbezogene Lösungen für die digitale Transformation im Maschinen- und Anlagenbau aufzeigen.

Die Abschlussarbeiten sollen sich schwerpunktmäßig mit der Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau – beispielsweise in den Anwendungsfeldern Produktion, Logistik, Vertrieb – oder mit der Entwicklung von digitalisierten Produkten oder produktbegleitenden Dienstleistungen auseinandersetzen. Der Preis ist für die Branche von großer Bedeutung. „Wir brauchen praxisorientierte Nachwuchstalente mit IT- und Software-Know-how als auch Prozesswissen aus dem Maschinen- und Anlagenbau“, erklärt Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung. „Dies mit der Kompetenz in neuen Technologien zu vereinigen, ist entscheidend für die Zukunft des Maschinen- und Anlagenbaus.“

Digitalisierung ist für den Maschinen- und Anlagenbau essenziell. Deshalb setzt sich der VDMA Software und Digitalisierung verstärkt für die Würdigung von jungen Digitalisierungs-Talenten ein. Ebenso wie die VDMA Abteilung Bildung, die mit der Initiative „Maschinenhaus – Plattform für innovative Lehre“ den Nachwuchspreis unterstützt. „Informatik und Digitalisierung sind aus der Ausbildung der Ingenieurinnen und Ingenieure nicht mehr wegzudenken und werden in Zukunft ein integraler Bestandteil sein“, betont Dr. Jörg Friedrich, Abteilungsleiter VDMA Bildung. „Hierzu ist eine enge Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen gefragt. Daher legen wir in diesem Jahr den Schwerpunkt auf praxisorientierte Abschlussarbeiten, die in Kooperation mit Unternehmen aus der Branche erarbeitet wurden.“

Erstmalig können alle Professoren/innen aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik Studienarbeiten für den Nachwuchspreis nominieren, die an einer (dualen) Hochschule oder Universität in Deutschland, Österreich oder der Schweiz tätig sind. Die Auswahl der Preisträger erfolgt im Herbst 2020 durch eine Expertenjury. Der Nachwuchspreis wird in zwei Kategorien verliehen: Bachelor und Master/Diplom. Der Preis ist mit einem Preisgeld von je 500 Euro dotiert. Zusätzlich wird noch jeweils ein Sonderpreis im Wert von 300 Euro vergeben. Alle Vorschläge müssen bis zum 1. September 2020 eingereicht werden.

Alle Informationen zur Teilnahme und zu den einzureichenden Unterlagen finden Sie unter diesem Link.

Deutlich weniger Betriebsgründungen im ersten Quartal 2020

Im ersten Quartal 2020 wurden in Deutschland fast 32.200 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der Gewerbemeldungen weiter mitteilt, waren das 7,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2019.

Die Ergebnisse des ersten Quartals 2020 werden durch eine deutlich niedrigere Anzahl von Meldungen in den Gewerbeämtern im März 2020 beeinflusst. Gründe hierfür sind unter anderem Maßnahmen, die aufgrund der Corona-Pandemie getroffen wurden, wie zum Beispiel die Einstellung des Besucherverkehrs und Personalengpässe in den Gewerbeämtern, aber auch allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit.

Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen lag im ersten Quartal 2020 mit rund 40.100 unter dem Vorjahresquartal (-14,6 %). Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe ging um 1,7 Prozent auf rund 73.300 zurück. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen sank im ersten Quartal 2020 auf rund 179.200, das waren 6,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2019. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.

Rund 27.000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im ersten Quartal 2020 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 6,9 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen sank um 13,6 Prozent auf fast 49.200 und die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe um 8,9 Prozent auf rund 48.400. Damit war die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben mit rund 124.600 Betrieben 10,4 Prozent geringer als Vergleichszeitraum 2019.

Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag von Januar bis März 2020 mit rund 157.100 um 9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.

Hinweise zur Definition von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung und Kleinunternehmen: Von einer größeren wirtschaftlichen Bedeutung wird ausgegangen, wenn ein Betrieb durch eine juristische Person oder eine Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit (Personengesellschaft) gegründet beziehungsweise aufgegeben wird. Auch von natürlichen Personen gegründete beziehungsweise aufgegebene Betriebe können hierunter fallen, sofern die Person im Handelsregister eingetragen ist, Arbeitnehmerinnen beziehungsweise Arbeitnehmer beschäftigt oder bei der Gründung eine Handwerkskarte besitzt.

Ein Kleinunternehmen ist definiert als Unternehmen, dessen Hauptniederlassung durch eine Nicht-Kauffrau oder einen Nicht-Kaufmann gegründet beziehungsweise aufgegeben wird und das nicht im Handelsregister eingetragen ist. Das Unternehmen beschäftigt zudem keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und besitzt bei der Gründung keine Handwerkskarte.

Nebenerwerbsbetriebe sind Betriebe, die neben einer Haupterwerbstätigkeit im gewerblichen Bereich angemeldet werden.

Pfleiderer informiert auf der virtuellen Messe über neue Produkte – neue Domains

Die virtuelle Messe Dexpo wächst. Damit Sie leichter (insbesondere auch von mobilen Geräten) aufgerufen werden kann, können Sie sie jetzt auch unter den Adressen www.dexpo-moebelfertigung.com und www.dexpo-moebelfertigung.de aufrufen.
Der neueste Eintrag im Branchenbuch der Seite gehört der Pfleiderer GmbH. In gleich zwei umfassenden Ausstellungen präsentieren die Werkstoff-Spezialisten einerseits „FunXTional Products“, also eine Übersicht aus Neuheiten und Higlights im Sortiment. Andererseits präsentiert das Unternehmen aber auch den Möbelkonfigurator „WoodPro“. Damit stellt Pfleiderer dem Handwerk ein durchdachtes Software-Tool zur Entwicklung von Möbelelementen zur Verfügung. In einem zugehörigen Video wird die Funktionsweise näher erklärt.
„Digital Expo @ möbelfertigung“ soll für alle Interessierten einen schnellen Überblick über Neuheiten und aktuelle Trends der Branche bereithalten. So können in Zeiten ohne Messen neue Entwicklungen schnell öffentlich gemacht werden. Aber auch auf einer Messe kann „Dexpo“ ein hilfreiches Tool sein, um potenziellen Besuchern des Messestandes zu zeigen, worauf sie sich freuen können. Die Plattform ist selbstverständlich für mobile Endgeräte optimiert und kann wie eine App dem Startbildschirm hinzugefügt werden.

Wenn Sie Interesse haben, auf unserer Plattform aufzutauchen, kontaktieren Sie bitte einen unsere Media-Berater.

Hans-Christian Hahn, hans-christian.hahn@holzmann.de, 040 – 63 20 18 – 43.Beate Wulf, beate.wulf@holzmann.de, 040 – 63 20 18 -12.
Christoph Pacholski, christoph pacholski@holzmann.de, 040 – 63 20 18 – 38.Sarah Johanson, sarah.johanson@holzmann.de, 040 – 63 20 18 – 22.

Webseite mit neuem Look

Frischer Wind beim Onlineauftritt des ICDLI aisbl: Die Webseite des International Committee of the Decorative Laminates Industry erscheint in einem völlig neuen Design. Die neu gestartete Website bietet allen Besuchern und Benutzern neben einem benutzerfreundlichen Design verschiedene Informationen und Funktionen über den Verband und die HPL Branche.

Ab heute erstrahlt die Homepage des ICDLI in neuem Glanz. Die Website bietet einen schnellen und einfachen Zugriff auf wichtige Informationen und Funktionen sowie einen umfassenderen Einblick in die Vereinsarbeit und der Vorteile für Mitglieder. Zusätzlich verfügt sie über ein übersichtliches Design, verbesserte Funktionen und Inhalte, die sich auf die Ziele und Aktivitäten von ICDLI und der HPL-Branche konzentrieren.

„Wir sind stolz auf den Relaunch unserer neuen Website und die allumfassenden Informationen, die sie unseren Mitgliedern, Medien und der Öffentlichkeit bietet“, teilt Ralf Olsen, Generalsekretär des ICDLI mit. „Mit der neuen Website haben wir neben unseren technischen Merkblättern auch unsere HPL Academy und das HPL Online-Wörterbuch implementiert, mit diesem unsere Besucher marktbezogene Fachbegriffe in mehreren Sprachen suchen und übersetzen lassen können“, so Olsen weiter.

Die neue Website ist bereits online und wie gewohnt unter www.icdli.com zu finden.