Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

HDH

Holzindustrie plädiert für branchenübergreifendes Gesamtkonzept in Sachen Konjunkturprogramm

Anlässlich des gestrigen Koalitionsausschusses wandte sich Johannes Schwörer, Präsident der Deutschen Holzindustrie (HDH), in einem Brief an die Koalitionsmitglieder und plädierte für universelle und zielgenaue Konjunkturmaßnahmen, die nicht nur einzelne Industriezweige berücksichtigen: „Klimaschutz und Konjunktur schließen sich nicht aus. Aber nur durch die Förderung nachhaltiger und langfristiger Wirtschaftsweisen wird es gelingen, Wachstumsimpulse und Klimaziele wirkungsvoll miteinander zu verzahnen”, so Schwörer.
Für Schwörer bieten insbesondere regionale Wertschöpfungsketten großes Potential für nachhaltige Investitionen, die besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen könnten. „Die Corona-Krise hat uns die Abhängigkeit globaler Lieferketten vor Augen geführt. Regionale Wertschöpfungsketten müssen ausgleichend gestärkt und auf Krisenfestigkeit geprüft werden.” Der HDH-Präsident plädiert für eine Angleichung der Lebensverhältnisse von Stadt und Land: “Insbesondere für die Ansiedlung der mittelständischen Wirtschaft weist der ländliche Raum viele Vorteile auf. Es müssen nun Voraussetzungen für eine belastbare (soziale) Infrastruktur für Unternehmen und Mitarbeiter geschaffen werden.“

Immense CO2-Einsparpotentiale sieht Schwörer im Baubereich. Angesichts des Green Deals und der nationalen Klimaziele müsse überdacht werden, wo das angestrebte Minus an CO2 herkommen soll. „Ein Instrument bietet das Bauvolumen in Deutschland. Denn lediglich rund vier Prozent des mehrgeschossigen Wohnungsbaus werden aus Holz gefertigt. Es gilt, eine digitale Verwaltungsstruktur für effiziente Baugenehmigungsverfahren zu schaffen. Der emissionsreiche Baubereich muss insgesamt durch eine technologieoffene Herangehensweise bei der Sanierung von Bestandsgebäuden und der Bereitstellung CO2-armer Bauprodukte nachhaltig weiterentwickelt werden”, schließt Schwörer.

„Interzum“ 2021

Aussteller fiebern kommenden Branchenevent entgegen

Wie ein Katalysator beschleunigt die Corona-Pandemie mit allen ihren gesellschaftlichen Auswirkungen weltweite Anpassungsprozesse und justiert manche Verhaltensmuster neu. Die kommende „Interzum“ profitiert davon gleich in mehrfacher Hinsicht: Die zuletzt vermisste persönliche Begegnung unter Geschäftspartnern wird immens wichtig, die konzentrierte Präsentation innovativer Produktentwicklungen stärkt weltweit bewährte Handelsplätze, aktuell gewordene Trends setzen neue Ausstellungsschwerpunkte und verändern tradierte Messeprofile. So registriert das Team rund um „Interzum“-Director Maik Fischer bereits jetzt, elf Monate vor Eröffnung der Leitmesse der Zulieferer für Möbelindustrie und Innenausbau, eine großartige Nachfrage und zahlreiche Buchungen – von aus Vorveranstaltungen bestens bekannten Namen über smarte Newcomer und Start-ups bis hin zu Branchengrößen, die die großartige Rolle zentraler Businessevents in beziehugnsweise nach Krisensituationen wieder schätzen. Um den Ausstellern die Anmeldung so einfach wie möglich zu machen, wurde der Early-Bird-Termin bis zum 15. Juni 2020 verlängert.

Wenige Tage vor Ablauf der ersten Early-Bird-Phase kann Maik Fischer ein sehr optimistisches Bild der nächsten „Interzum“ zeichnen: „Alle Unternehmen unserer Ausstellerklientel sehnen die kommende Veranstaltung geradezu herbei. Die soziale Abstinenz der letzten Monate nimmt darauf gewiss großen Einfluss. Aber über allem steht der Wille, sich mit seinen Produkten, Entwicklungen und Dienstleistungen als innovativer Motor und Trendsetter in einem gerade formenden, teils noch ungewissen Wettbewerbsumfeld ‚nach Corona‘ präsentieren zu wollen.“

So haben zum jetzigen Zeitpunkt alle auf der letzten Veranstaltung präsenten Branchengrößen ihre Teilnahme 2021 verbindlich zugesagt, auch viele KMU und manche Newcomer haben bereits gebucht. Besonders schön ist, dass der eine oder andere Rückkehrer den zentralen Welthandelsplatz der Zulieferer in Köln wieder favorisiert. Dazu gehört beispielsweise die im Holzwerkstoffbereich international tätige Unternehmsgruppe Finsa. Schon zwei Wochen vor Ende des ersten Early Birds ist über die Hälfte des aufgeplanten Ausstellungsgeländes fest belegt, zahlreiche Standbuchungen sind in Abstimmung und weitere Flächen veroptioniert. Nach jetzigem Stand wird die kommende Veranstaltung ein hochwertiges, von der Branche durchgehend positiv angenommenes Branchenevent werden, welches direkt an den Erfolg der „Vor-Krisen“-Messe 2019 anknüpft.

Dass die „Interzum“ das weltweite Interior Design wie in der Vergangenheit prägen wird, liegt maßgeblich am gelungenen Messekonzept. Dieses wird vom Team des Veranstalters koelnmesse immer feiner justiert. Neben dem bestens bekannten „Interzum award“ wird deshalb die nächste Veranstaltung mit „Trend Foren“ und „Trend Cases“ überraschen.

Zur Gänze ausgearbeitet ist hingegen die Sicherheits- und Hygienekonzeption für den Event; denn selbstverständlich steht das Wohlergehen aller Aussteller und Besucher im absoluten Mittelpunkt der Überlegungen der Koelnmesse. Mit einem detaillierten Maßnahmepaket das angemessene Hygiene umfasst und den Abstand der Akteure ermöglicht. Dabei profitiert die Messegesellschaft von der Größe des Messegeländes und setzt auf konsequente Vorgaben für die Prozesse an den Eingängen. In den Hallen und auf den Ständen sieht sich die Koelnmesse gut vorbereitet. „Wir setzen auf das professionelle Verhalten der Aussteller und Besucher, werden eine Vollregistrierung der Teilnehmer vornehmen und die Flexibilität und Größe unseres Geländes sowie die Möglichkeiten unserer digitalen Leitsysteme nutzen,“ so Maik Fischer zum Sicherheits- und Hygienekonzept der „Interzum“.

VDM

Das neue Label „Möbel Made in Germany“ geht an den Start

Zum 1. Juni hat der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) das neue Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ herausgebracht. „Mit dem neuen Label können Verbraucher sicher sein, dass sie Möbel aus deutscher Produktion kaufen“, sagt VDM-Geschäftsführer Jan Kurth. Die strengen Anforderungen wurden vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) festgelegt. Es handelt sich dabei um das erste von RAL anerkannte Herkunftsgewährzeichen für Möbel – sowie das erste für Gebrauchsgegenstände überhaupt.

„Für die Verbraucher haben wir einen neutral geprüften Nachweis für Qualitätsmöbel aus deutscher Herstellung geschaffen“, sagt Kurth. Bei der Kaufentscheidung spiele die Herkunft der Produkte eine immer größere Rolle. Für die heimische Möbelindustrie bietet das neue Label nach Überzeugung von Kurth die Chance, den Absatzanteil auf dem Heimatmarkt zu erhöhen. Momentan stammen zwei Drittel aller in Deutschland verkauften Möbel aus dem Ausland. „Aber auch im Export versprechen wir uns verbesserte Absatzmöglichkeiten“, sagt der VDM-Geschäftsführer. Zum Start haben sich schon 45 Unternehmen mit ihren Produkten für die Kennzeichnung angemeldet. Die ursprünglich bis Jahresende angepeilte Marke von 50 teilnehmenden Herstellern wird damit voraussichtlich übertroffen.

„,Made in Germany´ ist für viele Verbraucher sehr wichtig“, stellt auch Hans Strothoff, Präsident des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM), fest. „Die Bezeichnung gibt unserer Branche sehr viel Rückenwind, weil sie die exzellente Qualität unserer heimischen Hersteller, die Regionalität und damit den Nachhaltigkeitsgedanken unterstreicht.“ Die Anforderungen des neuen Labels sind anspruchsvoll und stehen für einen hohen Qualitätsstandard. Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung finden in Deutschland statt. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgen. Die Einhaltung der Kriterien wird im Auftrag des VDM von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) überwacht. Entwickelt und eingeführt hat das Zeichen der VDM gemeinsam mit RAL.

Neue Studie beschäftigt sich mit Marktplätzen aus Fernost

Neue Marktplätze liegen, trotz teils negativer Berichte über Wish, AliExpress und ähnliche Anbieter aus Fernost bei Konsumenten immer mehr im Trend. Das ist das Ergebnis der diesjährigen ECC-Club-Studie „Abenteuer, Nervenkitzel oder Risiko? Warum Kunden bei Wish und Co. bestellen“, für die rund 1.200 Konsumenten befragt wurden.

Mit deutlichem Vorsprung wird der Marktplatz Wish von deutschen Konsumenten am häufigsten besucht. 81 Prozent der Befragten geben an, Wish schon einmal besucht oder sogar dort bestellt zu haben, gefolgt von AliExpress (55 %) und Joom (27 %). Dennoch zeigt sich in der Studie, dass Konsumenten weniger häufig bei Wish und Co. bestellen als insbesondere bei Amazon. Über die Hälfte der Befragten (54 %) kauft seltener als einmal pro Quartal bei den neueren Marktplätzen ein. Gleichzeitig geben 44 Prozent an, mindestens einmal pro Monat bei Amazon zu bestellen. Zwar haben sich neuere Marktplätze wie Wish und Co. im Relevant Set der deutschen Konsumenten positionieren können, ihr Erfolg reicht bei weitem aber noch nicht an etablierte Marktplätze wie Amazon und Ebay heran.

Marktplätze wie Wish, AliExpress und ähnliche vertreiben zu großen Teilen Produkte aus Fernost. Die Folge sind lange Lieferzeiten, die jedoch von einem Großteil der Kunden in Kauf genommen werden. 73 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen günstige Preise häufig wichtiger sind als eine schnelle Lieferung. 68 Prozent würden sogar wochenlange Lieferzeiten in Kauf nehmen, wenn das gewünschte Produkt in Deutschland deutlich teurer ist. Eine weitaus größere Hürde stellt der Zoll dar. 80 Prozent der Nicht-Käufer vermeiden einen Einkauf außerhalb Europas, damit sie sich nicht mit dem Zoll beschäftigen müssen. Zusätzliche Gebühren hindern 83 Prozent am Kauf.

Trotz der genannten Schwierigkeiten bei Bestellungen aus Fernost nutzen immer mehr Konsumenten die genannten Marktplätze. Dabei stehen andere Nutzungsmotive als bei Amazon oder Ebay im Vordergrund. Statt Convenience überwiegen hier Exklusivität und Preis. 50 Prozent der Käufer geben an, es sei ihnen wichtig Produkte zu besitzen, die nicht jeder hat. 84 Prozent betonen zudem die Wichtigkeit von Schnäppchen beim Einkauf im Internet, 72 Prozent legen Wert auf Coupons und Rabatte. Die Schnäppchenjäger bilden somit eine große Zielgruppe von Wish und Co.

Gleichzeitig spielt die mangelnde Qualität vieler Produkte eine untergeordnete Rolle. Obwohl diese zu den Top-5 Problemen bei der Bestellung auf neuen Marktplätzen gehört (34 %), nehmen Käufer diese für günstige Preise oft bewusst in Kauf (48 %). Trotz bekannter Probleme wie mangelnde Qualität, eventuelle Zollgebühren oder lange Lieferzeiten geben 20 Prozent der unzufriedenen Käufer an, wieder bei Wish und Co. zu bestellen.

Messegeschäft startet wieder

Hierzu kommentiert Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen: „Messen sind Marketing- und Kommunikationsplattformen für Industrie und Handel. Hier kommen Vertragsabschlüsse in Höhe von vielen Milliarden Euro zustande. Hier wird Wissen ausgetauscht, und die Wirtschaft unseres Landes wird angekurbelt. Genau das ist in der aktuellen Corona-Krise erforderlich.“

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, sagt: „Unser Messegelände ist in jeder Hinsicht ein Aushängeschild für die gesamte Stadt. Und wenn hier bald wieder Veranstaltungen – wie unsere traditionelle ,Frankfurter Buchmesse‘ – stattfinden, sorgt das für Umsätze in Hotels, Gastronomie, Taxibetrieben und bei vielen anderen Unternehmen. Nicht zuletzt werden dadurch auch Steuereinnahmen generiert und vor allem viele Arbeitsplätze gesichert.“

Bei der Messe Frankfurt herrscht Zuversicht. „Wenngleich noch nicht abzusehen ist, wie sich beispielsweise Reisevorschriften und -bedingungen entwickeln, freuen wir uns sehr, dass die ,Buchmesse 2020′ stattfinden kann. Dies ist aus unserer Sicht eine Entscheidung mit richtungsweisendem Charakter für die Veranstaltungsindustrie und für die Wirtschaft im Allgemeinen“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. Sein für das Gastmessegeschäft sowie den Geländebetrieb verantwortliche Kollege in der Geschäftsführung, Uwe Behm, ergänzt: „Gemeinsam mit unserer medizinischen Fachberatung und im engen Schulterschluss mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt sowie mit der Unterstützung der Landesregierung haben wir ein ausgefeiltes Schutz- und Hygienekonzept zur Durchführung von Fachmessen und -kongressen auf dem Gelände der Messe Frankfurt entwickelt.“

Oberstes Gebot bei der Messe Frankfurt sei laut Geschäftsführung der Messe Frankfurt die Sicherheit und die Gesunderhaltung aller Mitarbeiter, Aussteller und Besucher. Das Frankfurter Messegelände biete mit seiner Gesamtfläche von rund 600.000 Quadratmetern – das entspricht 84 Fußballfeldern – ausreichend Platz für viele Menschen, bei gleichzeitiger Einhaltung von erforderlichen Sicherheitsabständen. Zum einen empfangen Messen und Kongresse verantwortungsbewusste Menschen mit geschäftlichem Interesse, zum anderen können die Besucher mit einem professionellem Crowdmanagement und einer aktiven Führung vorausschauend gesteuert werden. Hinzu kommen ein professionelles Hygienemanagement unter medizinischer Fachberatung und die Bereitstellung von großen Mengen an Frischluft in den hohen und weitläufigen Messehallen. Die gesamte Hallenluft könne bis zu fünf Mal pro Stunde durch Frischluft ausgetauscht werden.

Zu den Maßnahmen gehören auch Bereitstellung von Schutzausrüstung wie Mund- und Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel etc. und die Sicherstellung einer medizinischen Versorgung und ärztlichen Fachberatung. Weiterhin werden die Intervalle der Gebäudereinigung intensiviert und Mitarbeiter, Hostessen, Aufzugsführer, Service- und Gastronomiepersonal geschult.

Es erfolgt eine umfangreiche Vollregistrierung aller Veranstaltungsteilnehmer, die maximale Besuchermenge ist limitiert.

Tickets werden zu definierten Tagen bzw. anhand von Einlass-Zeitfenstern ausgestellt. Eine zusätzliche Belastung des ÖPNV wird vermieden durch die Anreiseempfehlung mit dem Pkw sowie großzügige Parkierung und Verkehrsangebote. Nahe Kontakte werden durch kontaktlose Zutrittskontrollen, elektronische Zutrittskarten und elektronische Bezahlung vermieden. Mit verbreiterten Gängen bzw. Einbahnstraßenregelungen in den Hallen wird das Abstandsgebot eingehalten. „Gedränge und Enge wird es mit unserem Schutzkonzept in den Frankfurter Messehallen nicht geben!“ betont Behm.

Mittels der vielfältigen Maßnahmen wird das Schutz- und Hygienekonzept der Messe Frankfurt in Anlehnung an die aktuelle Corona Schutzverordnung des Landes Hessen der gegenwärtigen Lage mehr als gerecht. Nach wie vor ist die Situation volatil und nicht verlässlich zu prognostizieren. Daher ist die Messe Frankfurt selbstverständlich auch darauf vorbereitet, in enger Abstimmung mit den Behörden bei Notwendigkeit zusätzliche Maßnahmen wie z.B. Temperaturscreening an den Eingängen zu ergreifen.

Übernahme von Geha ist erfolgt

Worten sind jetzt Taten gefolgt: Die Collection C Möbel Vertriebsgesellschaft mbH hat im Rahmen eines Asset Deals alle Vertriebs- und Vermarktungsrechte der Geha Möbelwerke Gebr. Henrichsmeyer Gmbh & Co. KG übernommen und führt nun die Bereiche Wohnen und Schlafen unter einem Unternehmensdach.

„Das Vorhaben war den Kunden beider Unternehmen bereits im Dezember 2019 angekündigt worden, nun wurde der entsprechende Vertrag von beiden Seiten rechtskräftig unterzeichnet“, heißt es in der heutigen Pressemitteilung. „Damit vollenden wir juristisch das, was de facto seit Längerem so ist. Die Gesamtverantwortung für Vermarktung und Vertrieb, der Geha- und der Collection C- Produkte wird schon seit Jahren von demselben Team, denselben Menschen wahrgenommen. Die Übernahme ist nur der logische und konsequente nächste Schritt“, so Ralf Hentschel, der die Collection C 2009 in Weimar gegründet hat.

Er selbst führt den Vertrieb der Geha Möbelwerke parallel zu seiner Verantwortung als Geschäftsführender Gesellschafter der Collection C bereits seit 2016. „Wir werden uns mit der Produktion in Hövelhof zukünftig weiter auf unser Kerngeschäft konzentrieren – als Zulieferant der Möbelindustrie mit Möbelteilen und Schubkästen“, so Rolf Henrichsmeyer, Geschäftsführer der Henrichsmeyer-Unternehmensgruppe und weiter: „Für unsere Unternehmensgruppe vollziehen wir damit wichtige Schritte, um auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für unsere Kunden zu sein.“

Bereits Ende November 2019 hat die Collection C einen langfristigen Werkvertrag mit einem sehr renommierten Unternehmen geschlossen, welches für eine außerordentlich hohe Produktqualität „Made in Germany“ steht und als zuverlässiger Hersteller bekannt ist. „Derzeit überführen wir nahezu alle Möbelprogramme der Collection C und Geha in einem eng abgestimmten Prozess zu unserem neuen Partner, ohne dass es zu Änderungen an unseren Produkten und deren Preisen kommen wird. Der Übergabeprozess wird im Herbst 2020 abgeschlossen sein“, so Ralf Hentschel weiter.

Beide Partner unterstreichen: „Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss des Asset Deals und sehen uns damit sehr gut für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt.“

„Ifmac“ 2020

Wandert vom September in den Oktober

Die „International Furniture Manufacturing Component Exhibition“ (IFMAC), eine der wichtigsten Messen für Holzbearbeitungsmaschinen 2020 in Südostasien geht in den Oktober. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um die Covid-19-Pandemie verschieben die indonesische Messegesellschaft Wakeni (PT. Wahana Kemalaniaga Makmur) und die Deutsche Messe AG aus Hannover die „Ifmac“ auf den 14. bis 17. Oktober 2020.

Damit schafft die ursprünglich für den September (23. bis 26.) geplante Veranstaltung einen etwas größeren Zeitraum für weitere Lockerungen der aktuell geltenden Pandemie-Restriktionen. Indonesien verfügt über eine international bedeutende Möbelindustrie, die eine wichtige Rolle für das Wachstum des lokalen Holzbearbeitungsmarktes spielt. Doch gerade die verarbeitende Industrie Indonesiens leidet sehr unter den Folgen der aktuellen Krise. Die indonesischen Möbelunternehmen benötigen neue Technologien, um die Qualität ihrer Produkte den gestiegenen Anforderungen anzupassen.

„Die ,Ifmac‘ 2020 ist in diesem Jahr die wichtigste Messe für Holzbearbeitungsmaschinen im südostasiatischen Raum. Mit der Verschiebung in den Oktober erweitern wir den Zeitraum für mögliche Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen und verschaffen sowohl Ausstellern als auch Besuchern mehr Planungssicherheit und etwas mehr Zeit, um sich auf die ,Ifmac‘ vorzubereiten“, betont Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking Shows bei der Deutschen Messe. „Wir werden gemeinsam mit Wakeni auf jeden Fall alles tun, die bestmögliche Plattform zu bieten, um sich über den aktuellen Stand der Holzbearbeitungstechnik zu informieren – selbstverständlich mit den dann geltenden Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen.“

Die „Ifmac“ (International Furniture Manufacturing Component Exhibition) ist eine Fachmesse für Holzbearbeitungsmaschinen und -werkzeuge, Maschinen, Materialien und Komponenten für den Innenausbau sowie Materialien und Komponenten für die Möbelproduktion. Sie wird seit 2012 jährlich im Herbst auf dem Messegelände Jakarta International Expo Kemayoran durchgeführt. Veranstalter der „Ifmac“ ist die indonesische Messegesellschaft Wakeni (PT. Wahana Kemalaniaga Makmur). Seit 2019 wird die „Ifmac“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe durchgeführt. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Industrieministerium der Republik Indonesien und mehreren lokalen und internationalen Verbänden, unter anderem vom Eumabois, dem Europäischen Verband der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen.

Wiederholte Zertifizierung für Reposa als klimaneutraler Möbelhersteller

Gelebten Umweltschutz beweist der ostwestfälische Spezialist für Indoor- und Outdoor-Polstermöbel Reposa: Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat das Unternehmen aus Borgentreich im Kreis Höxter erfolgreich als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ rezertifiziert. Damit zählt Reposa zu den Mitgliedern der ersten Stunde des 2016 gegründeten DGM-Klimapakts und kompensiert seitdem jährlich seine Kohlendioxid-Emissionen.

„Mit dem Kauf hochwertiger Umweltzertifikate hat Reposa auch das Geschäftsjahr 2019 klimaneutral gestellt und ist jetzt durch uns berechtigt, weiterhin das aussagekräftige sowie verkaufsfördernde Label ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘ zu tragen“, freut sich DGM-Geschäftsführer Jochen Winning über die Rezertifizierung.

Der DGM-Klimapakt ist ein Schulterschluss der teilnehmenden Möbelhersteller, um dem Klimawandel mitsamt seiner schon jetzt spürbaren Auswirkungen auf die Umwelt entgegenzutreten. Das gemeinsame Ziel der Teilnehmer ist die Reduzierung und Neutralisierung von klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen quer durch alle Unternehmensbereiche, bis ein möglichst kleiner, unvermeidbarer Rest übrig bleibt. „Im ersten Schritt findet eine Bilanzierung der unternehmerischen Kohlendioxid-Emissionen gemeinsam mit erfahrenen Klimaschutzberatern statt. Darauf folgen die Reduzierung, beispielsweise durch die Umstellung auf Grünstromtarife, und schließlich die Kompensation der Emissionen durch die Investition in Klimaschutzzertifikate, von denen jedes einzelne eine Tonne Kohlendioxid ablöst“, erklärt Winning.

Die erworbenen Zertifikate kommen Projekten zur Aufforstung, nachhaltigen Energiegewinnung oder auch Trinkwasserversorgung in aller Welt zugute. „Der Klimawandel lässt sich nicht leugnen und voraussichtlich lässt er sich auch nicht mehr aufhalten, aber wir wollen ihm gemeinsam die Stirn bieten und als Möbelindustrie Verantwortung übernehmen. Es dürfen und sollten nicht nur die engagierten Schüler und Studenten sein, die Zeichen für den Klimaschutz setzen möchten“, sagt Winning mit Verweis auf Greta Thunberg und Fridays for Future abschließend.

VDM

Erwartungsgemäß schwaches erstes Quartal – Küche jedoch mit Plus

Corona wirkt sich aus: Obwohl die Möbelbranche schwungvoll ins Jahr gestartet ist, verläuft die Umsatzentwicklung für die deutsche Möbelindustrie im ersten Quartal 2020 insgesamt rückläufig. Dabei liegen alle Märkte in einem außergewöhnlich engen Korridor: Umsätze im Inland minus 2,6 Prozent, im Ausland minus 2,68 Prozent sowie in der Eurozone minus 2,64 Prozent. „Dieser schwächelnde Jahresstart überzeichnet aus unserer Sicht die wirkliche Situation, denn die Auftragslage aus dem 4. Quartal 2019 sorgte für gute Auslastung in der Industrie – natürlich spartenspezifisch unterschiedlich ausgeprägt“, kommentiert Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie und der Möbelfachverbände in Herford, die Situation der deutschen Möbelindustrie im Berichtszeitraum.

Gegen den Trend hat die Küchenmöbelindustrie im ersten Quartal ihren Umsatz nochmals um 4,4 Prozent steigern können. Diese Entwicklung ist nach Kurths Angaben besonders erfreulich, denn sie setzt auf einen bereits hohen Vorjahreswert auf. Bemerkenswert ist weiterhin, dass In- und Auslandsumsätze einen annähernd gleich hohen Zuwachs mit 4,35 Prozent bzw. 4,46 Prozent ausweisen – der sonst die Statistik prägende Export folglich im 1. Quartal sukzessive an Bedeutung verlor. Besonders der März hat mit überraschend gutem Zuwachs im Inland (plus 9,78 Prozent) die Umsatzentwicklung geprägt – trotz bereits erfolgter Teilschließung der Möbelgeschäfte.

Deutlich schwächer hingegen die Auslandskonjunktur, denn die anrollende „Corona“-Welle bestimmte auch im Segment Küche den letzten Monat des Berichtszeitraums (plus 0,5 Prozent Zuwachs). Hier fällt in besonderem Maße die Eurozone auf, die für März sogar rückläufige Umsatzzahlen meldet (minus 4,1 Prozent). Mit diesem beginnenden Einbruch der Exportmärkte sank im März die üblicherweise über 40 Prozent angesiedelte Exportquote auf gut 38 Prozent. „Aber trotz des beginnenden Covid-19-Einbruchs bleiben wir gerade für die Küche grundsätzlich optimistisch“, so Jan Kurth, „denn der Anstieg der Auftragseingänge in Höhe von über 13 Prozent im ersten Quartal schafft eine solide Basis für den weiteren Verlauf des Jahres.“

Leicht rückläufig um minus 1,33 Prozent war hingegen die Umsatzentwicklung der Polstermöbelindustrie im ersten Quartal. Besonders auffällig sind hierbei die stark rückläufigen Auslandsumsätze um -12 Prozent gesamt bzw. sogar minus 15,1 Prozent in die Eurozone. Die Entwicklung der Auftragseingänge fällt ebenfalls negativ aus. Die Rückgänge zwischen minus 8,2 Prozent im Inland und minus 12,5 Prozent im Ausland sind klar auf den Corona-Lockdown zurückzuführen, der umsatzseitig im zweiten Quartal noch deutlichere Spuren hinterlassen wird. „Trotz dieses aktuellen Negativtrends stellen wir fest, dass nach der Statistik die stückbezogene Wertschöpfung bei Polstermöbeln tendenziell wächst“, freut sich Jan Kurth.

Im Wohn- und Schlafraummöbelsektor bleiben die amtlichen statistischen Zahlen unzuverlässig, denn nur rund ein Drittel der Umsatzentwicklung wird von dieser Produktgruppe geprägt. Deutlich aussagekräftiger ist jedoch die verbandseigene Erhebung der Auftragseingänge. Aber auch hier zeigen sich ähnlich dem Polstermöbelsegment Rückgänge von minus 7,25 Prozent gesamt, minus 5,9 Prozent im Inland sowie minus 10,7 Prozent im Export. Neben hohem Importdruck leidet der Auftragseingang aktuell unter Corona-bedingten Handelseinschränkungen. Zuversichtlich stimmt, dass das grundsätzliche Interesse an ‚Möbel Made in Germany‘ anzusteigen scheint, betont Jan Kurth jedoch abschließend.