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Autor: Möbelfertigung

Mitarbeiterspende für Corona-Hilfe

Unter dem Motto „Jeder Cent zählt!“ spenden Jungheinrich-Beschäftigte jedes Jahr die Cents hinter dem Komma ihrer monatlichen Gehaltsabrechnung an das Deutsche Medikamentenhilfswerk Action Medeor e. V. Mit der diesjährigen Spende – es kam eine Summe von rund 31.000 Euro zusammen – weitet die Hilfsorganisation ihre medizinische Hilfe vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in Tansania und im Kongo aus.

Bereits seit 2012 gibt es die Rest-Cent-Aktion bei Jungheinrich, an der die Mitarbeiter freiwillig teilnehmen können. Neben Deutschland beteiligen sich Jungheinrich-Mitarbeiter aus Österreich, Spanien, Portugal und Italien. Insgesamt konnten auf diesem Wege bereits rund 200.000 Euro an Action Medeor gespendet werden. Das Geld fließt in ausgewählte Projekte, die aktuell besonderer Unterstützung bedürfen. Darüber hinaus unterstützt Jungheinrich die „Notapotheke der Welt“, wie die Hilfsorganisation auch genannt wird, seit Jahren bei diversen Hilfsprojekten durch Sach- und Geldspenden sowie mit technischem Know-how. So konnten bereits je ein Medikamentenlager in Tansania und Malawi mit Materialien ausgestattet und das Lager am Hauptsitz in Tönisvorst erweitert werden.

Mit der diesjährigen Rest-Cent-Spende wird zum einen die Kooperation von Action Medeor mit dem Partner Christian Social Service Commission (CSSC) in Tansania unterstützt, der 57 Krankenhäuser angeschlossen sind. Jedes davon erhält

Sauerstoff-Konzentratoren zur Behandlung mittelschwer erkrankter Covid-19-Patienten, die mit zusätzlichem Sauerstoff behandelt werden müssen. Darüber hinaus werden Schutzmaterialien wie Desinfektionsmittel, Masken, Schutzbrillen oder Kittel beschafft. Zum anderen arbeitet Action Medeor zusammen mit der Organisation Association des Femmes pour la Promotion et le Développement Endogène asbl (AFPDE) an der Verbesserung der Gesundheits-, Sanitär- und Trinkwasserversorgung von burundischen Geflüchteten sowie der lokalen Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dazu wurden umfangreiche Aktivitäten festgelegt, die zum Beispiel die Bereitstellung von Medikamenten, Verbrauchsmaterialien und medizinischen Hilfsgütern für Gesundheitsstationen im Projektgebiet umfassen. Zusätzlich dazu wurde das Projekt um Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus erweitert.

Vorjahresergebnis um 4,5 Prozent übertroffen

Die für innovative Schiebebeschlagsysteme bekannte Hawa Sliding Solutions AG aus der Schweiz erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 72,2 Mio. CHF und übertraf damit das Vorjahresergebnis um 4,5 Prozent. Der Exportanteil des international aktiven Unternehmens mit Stammsitz in Mettmenstetten bei Zürich ist im vergangenen Jahr um zwei auf 84 Prozent gestiegen. Ein gut laufendes internationales Geschäft hat die leichten Einbussen bei den Umsatzzahlen in den DACH-Ländern deutlich mehr als wett gemacht.

Umsatztreiber waren diesmal vor allem die Märkte in Nordamerika. Positiv entwickelten sich aber auch die beiden strategisch wichtigen Regionen mit eigenen Verkaufsniederlassungen auf der arabischen Halbinsel (Middle East) und im asiatisch pazifischen Raum (APAC). Middle East erreichte gar einen zweistelligen Umsatzzuwachs. Die Region Westeuropa setzte ihren stetigen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort.

Diese positive Entwicklung sieht die Unternehmensleitung als Bestätigung ihrer in den vergangenen Jahren vorangetriebenen Investitionsoffensive und einer konsequenten Nutzung von Synergien aus der Fusion mit dem ehemaligen Schwesterunternehmen EKU vor drei Jahren. Eine neu erarbeitete Firmenkultur hat sich 2019 im Unternehmen weiter verankert. Die Geschäftsleitung glaubt, dass die dadurch geschaffene erhöhte Markt- und Leistungsorientierung sowie eine verstärkte Agilität weitere wichtige Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Unternehmensentwicklung sind.

Investiert wurde im vergangenen Jahr auch in eine Sanierung der Unternehmenszentrale am Standort Mettmenstetten. Die neue Fassadenisolation und moderne Fenster werden sich positiv auf Energiekosten und Raumklima auswirken. Seit dem Jahresende 2019 sind dort die Arbeiten vorläufig abgeschlossen und das Stammhaus erstrahlt in neuem Glanz.

„Hawa ist mit einem soliden, organischen und nachhaltigen Wachstum auf einem guten Weg, der sich auch in einer verbesserten Ertragslage widerspiegelt“, stellt CEO Heinz Haab fest. Dank des guten Resultats kommen die 239 Mitarbeitenden (Vorjahr 236) in den Genuss einer gegenüber den Vorjahren erhöhten variablen Vergütung.

Die Zahl der Auszubildenden in Mettmenstetten ist unverändert hoch: Aktuell absolvieren 17 junge Menschen in unterschiedlichen Berufen ihre Lehre bei dem Schiebebeschlagproduzenten, sechs haben im vergangenen Jahr erfolgreich ihre Ausbildung beendet. Hawa hält damit weiterhin an der Ausbildung und Förderung des eigenen Nachwuchses fest. Dieses grosse Engagement steht auch in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen nicht zur Disposition, denn für Hawa kommt den jungen Menschen eine besondere Bedeutung in der Gesellschaft und im Kampf gegen den Fachkräftemangel zu.

Diese Haltung verdeutlicht auch der Hawa Student Award, zu dem das Unternehmen seit 2010 alle zwei bis drei Jahre Studierende der Fachrichtung Architektur aus der Schweiz, Deutschland und Österreich einlädt. Bei dem Nachwuchsförderpreis werden jeweils zukunftsweisende Lösungsvorschläge für ein aktuelles Thema prämiert.

Die Innovationskraft von Hawa Sliding Solutions wurde im Berichtsjahr mehrfach von namhaften Organisationen anerkannt. „Hawa Suono“, das Beschlagsystem für schalldämmende Schiebetüren, wurde sowohl mit dem „Interzum Award“ als auch dem „Innovationspreis“ der Messe Holz Basel ausgezeichnet.
Hawa erhielt zudem den ersten Preis beim „Asco-Economiesuisse Award“ 2019. Dieser Wettbewerb zeichnet Projekte aus, die Unternehmen „substanziellen Mehrwert“ gebracht haben. Hawa Sliding Solutions ist hierbei für den erfolgreichen Firmenzusammenschluss als Sieger in der Sparte „Beste Businesstransformation“ ausgezeichnet worden. Die Fusion von Hawa und Eku lieferte viele neue Impulse. Zahlreiche Synergieeffekte konnten clever genutzt werden. Für Kunden schafft dies Zukunftssicherheit und ganz neue Möglichkeiten im internationalen Wettbewerb.

Anfang des Jahres war das Führungsteam noch davon überzeugt, dass der 2019 gestartete Aufwärtstrend auch im laufenden Jahr anhalten würde. Mannigfaltige Investitionen in die verschiedenen Märkte, in stärkere Vertriebsmannschaften in den Niederlassungen in Asia Pacific, den USA und teilweise in Westeuropa sowie innovative Produkte, sollten ihren Beitrag zum weiteren Erfolg der Hawa Sliding Solutions leisten.

Die Corona Pandemie hat jedoch auch bei Hawa positive Aussichten für die weitere Unternehmensentwicklung in diesem Jahr zunichte gemacht. „Angesichts der weltweiten Krise und des damit einhergehenden weitgehenden Stillstands in Gesellschaft und Unternehmen sind seriöse Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg nicht mehr möglich“, sagt CEO Gregor Haab.

HPL Sortiment mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind tief in der Unternehmensphilosophie von Pfleiderer verwurzelt. Das zeigen auch die Auszeichnungen verschiedener Holzwerkstoffe des Unternehmens mit dem begehrten Umweltzeichen „Blauer Engel“. Anfang des Jahres erhielt mit dem HPL Sortiment eine weitere Produktreihe von Pfleiderer das unabhängige Umweltzeichen.

Die Auszeichnung „Blauer Engel“ fördert die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und den Einsatz von Recyclingmaterial. Zusätzlich wird bei der Vergabe des Siegels auf die verwendeten Zusatzstoffe geachtet. Die Vorgaben des unabhängigen Umweltzeichens sind dabei deutlich strenger als die gesetzlichen Vorgaben – so werden besonders emissionsarme Produkte für ein gesundes Wohnraumklima gefördert. Mit dem „Blauen Engel“ wurden nun auch die HPL- und Kompaktschichtstoffe sowie Verbundelemente von Pfleiderer ausgezeichnet.

Neben hohen Ansprüchen an die Umweltfreundlichkeit seiner Holzwerkstoffe legt Pfleiderer einen besonderen Fokus auf die Qualität der Wohnraumluft. „Die Materialeigenschaften und Herstellungsverfahren unserer Produkte entwickeln wir unter strengsten Qualitätsprüfungen kontinuierlich weiter. Dafür steht die Auszeichnung mit dem Umweltzeichen Blauer Engel, die unsere emissionsarmen HPL- und Kompaktschichtstoffe sowie Verbundelemente seit Anfang des Jahres tragen“, erklären Michael Schiebe, Vertriebsleiter für Handel und Objekt und Sebastian Heese, Vertriebsleiter Industrie. Die Auszeichnung mit dem „Blauen Engel“ umfasst die Varianten „Duropal HPL“, inklusive „HPL-Metallic“, „HPL-Individual“ und „HPL-Design-Overlay“ sowie die dementsprechenden „HPL Compact“-Varianten. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die „Duropal“ HPL-Elemente mit P2-Träger.

AMK

Das Küchengeschäft in China gestaltet sich schwierig

China ist außerhalb Europas der wichtigste Exportmarkt für die deutsche Küchenindustrie – allerdings stellt die Corona-Pandemie die Hersteller vor großen Herausforderungen bei ihren chinesischen Aktivitäten.

Im Zuge der Corona-Krise hat sich die dortige Nachfrage spürbar abgeschwächt, wie eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) unter deutschen und chinesischen Küchenanbietern ergeben hat. Die befragten Unternehmen berichten übereinstimmend von einem schwachen Auftragseingang. Knapp 30 Prozent der Anbieter geben darüber hinaus an, dass bestehende Aufträge verschoben wurden. Bei 7 Prozent wurden Bestellungen komplett storniert. Sorgen bereitet die Konsumstimmung: Wegen finanzieller Einbußen infolge der Pandemie habe die Ausgabebereitschaft der Verbraucher deutlich gelitten, sagen rund 60 Prozent der Befragten.

Doch gibt es Hoffnung auf eine baldige Erholung. Gut 70 Prozent der Unternehmen rechnen schon im vierten Quartal 2020 mit einer Belebung des chinesischen Küchenmarkts. „Die Branche ist zuversichtlich, die Krise in China relativ schnell hinter sich zu lassen“, sagt AMK-Geschäftsführer Volker Irle. Zur Ankurbelung des Geschäfts wollen knapp 70 Prozent der Hersteller neue Produkte entwickeln. Mehr als 90 Prozent planen, ihre Schulungsangebote für Händler auszuweiten. Die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten in China gelten weiterhin als intakt. „Die Küche löst dort zunehmend das Auto als Statussymbol ab“, stellt Irle fest. Bis 2030 sei in China mit einer jährlichen Nachfrage von 8 Millionen Küchen „westlichen Standards“ zu rechnen.

„Domotex“ 2021

Neues Leitthema „Cover New Ground!“

Das Team der Weltleitmesse für Bodenbeläge „Domotex“ ist optimistisch in diesen herausfordernden Zeiten und arbeitet mit Hochdruck daran, der Industrie vom 15. bis zum 18. Januar 2021 eine erstklassige und sichere Plattform sowie einen deutlich wahrnehmbaren Aufschwung für ihre Geschäfte bieten zu können. Mit dem neuen Leitthema „Cover New Ground!“ wollen die Messe-Macher dazu motivieren, bei der Gestaltung und Anwendung von Bodenbelägen über bisherige Strategien, Visionen und Erfahrungen hinauszudenken und in die Zukunft zu blicken.

„Wir brauchen neue Perspektiven. Die ,Domotex 2021′ bietet ihrer Branche die entsprechenden Anreize“, sagt Sonia Wedell-Castellano, Global Director der „Domotex“. „Die Global Flooring Alliance, der Zusammenschluss internationaler Bodenbelagsgroßhändler, berichtet von einem positiven Verlauf des ersten Quartals 2020 trotz der Corona-Krise. Einige Aussteller erzählen sogar, dass sie unerwartete Zuwächse generiert haben, da öffentliche Objekte vorgezogen worden seien. Und so sind auch wir optimistisch in diesen herausfordernden Zeiten und werden dafür sorgen, dass wir der Bodenbelagsindustrie im Januar 2021 eine erstklassige Plattform sowie einen deutlich wahrnehmbaren Aufschwung für ihre Geschäfte bieten können. Selbstverständlich gewährleisten wir auch die Sicherheit unserer Gäste, indem wir die vom Robert-Koch-Institut vorgegebenen Hygiene- und Abstandskonzepte umsetzen werden.“

Schon auf der „Domotex 2020“ führte der vertrauensvolle Austausch im Vorfeld unter den Branchenteilnehmern zu einer Veränderung der Hallenbelegung: Die verschiedenen Produktgruppen wurden – und werden auch 2021– noch systematischer zusammengeführt, um den Besuchern den bestmöglichen Marktüberblick zu verschaffen. Auf der „Domotex2021“ entstehen nun in den einzelnen Angebotsbereichen eigene Kreativspots unter dem Motto „Cover New Ground!“.

In diesen sogenannten „Flooring Parks“ erhalten die Segmente Teppichböden, Fasern & Garne in Halle 11 sowie Elastische Bodenbeläge & Designbeläge, Parkett und Laminat wie auch Anwendungs- und Verlegetechniken in Halle 12 jeweils eine eigene Bühne: Produkthighlights werden in einer konkreten Raumanwendung inszeniert und fungieren als Trendschau. Mit diesen inspirierenden Räumen soll, passend zum Leitthema der Messe, ein optimistischer, nach vorn gewandter Blickwinkel auf das Thema Bodenbelag eröffnet werden. Aussteller, die ihre Produkte gezielt in diesem Kontext zeigen möchten, können ihren Raumentwurf bei der Messe einreichen und erhalten eine kostenfreie Fläche. So werden sie als Taktgeber der Branche sichtbar.

Die „Flooring Parks“ dienen aber nicht nur als Inspirationsquelle für Raumausstatter und trendorientierte Besucher, sondern bieten auch dem Handel Anreiz für die eigene außergewöhnliche Produktausstellung. Sie sind eine aus der bisherigen Sonderschau „Framing Trends“ abgeleitete Maßnahme, die Inspiration und Businessanforderungen noch stärker zusammenführt. Inmitten der Sonderflächen bietet die „Domotex“ ihren Ausstellern exklusive Business Hubs an. In bewirteten Kommunikationszonen können sich Hersteller und Kunden in Ruhe zurückziehen und Geschäfte abschließen.

Ab sofort können sich Unternehmen mit ihren innovativen Ideen für die „Flooring Parks“ anmelden. Weitere Infos unter: www.domotex.de/de/ausstellung/leitthema/index-2

Mit der Dezentralisierung der „Framing Trends“ in die angebotsspezifischen „Flooring Parks“ in den jeweiligen Hallen rücken die südlichen Hallen Richtung Norden und die westlichen Hallen Richtung Süden auf – die Laufwege werden kürzer. Die an die Bedürfnisse angepasste Aufplanung hilft dabei, sich noch schneller und einfacher auf dem Messegelände zu orientieren.

GFK

Verbraucher erholen sich vom Corona-Schock

Nach dem Schock der Corona-Pandemie legen Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung im Mai wieder leicht zu. Das hat die GfK-Konsumklimastudie für Mai 2020 ergeben. Aus diesem Grund prognostiziert GfK für Juni 2020 einen Wert von -18,9 Punkten und damit 4,2 Punkte mehr als im Mai dieses Jahres (revidiert -23,1 Punkte). Dennoch ist der Wert der zweitniedrigste, der jemals für das GfK Konsumklima gemessen wurde.

„Die schrittweise Öffnung vieler Geschäfte hat sicherlich dazu beigetragen, dass die Konsumneigung keine weiteren Einbußen hinnehmen muss und aktuell sogar etwas zulegen kann“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Dennoch ist die Verunsicherung unter den Konsumenten groß. Sie sehen die deutsche Wirtschaft bei Weitem noch nicht über den Berg und eine schwere Rezession auf sich zukommen. Die Angst vor Jobverlust bleibt hoch und dies erweist sich neben den Einkommenseinbußen derzeit als ein wichtiges Konsumhemmnis. Darauf müssen sich Händler und Hersteller weiterhin einstellen.“

Die Konjunkturerwartung steigt im Mai nach zwei Rückgängen in Folge ebenfalls wieder etwas. Der Indikator gewinnt elf Zähler hinzu und weist nun -10,4 Punkte auf. Dennoch bleibt er deutlich unter seinem langjährigen Durchschnittswert von etwa null Punkten sowie unter seinem Vorjahreswert (-12,1 Zähler).

Ebenfalls wieder etwas zulegen kann die Einkommenserwartung, nachdem sie im Vormonat noch einen beispiellosen Rekordverlust zu verzeichnen hatte. Nach einem Plus von 13,6 Zählern weist sie nun -5,7 Punkte auf. Dennoch liegt der Indikator sicherlich aufgrund von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit noch immer gut 63 Punkte unter seinem entsprechenden Vorjahreswert.

Die verbesserten Einkommensaussichten pushen auch die Anschaffungsneigung. Der Indikator gewinnt 10,1 Zähler hinzu und klettert damit auf 5,5 Punkte. Dennoch steht im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 45 Punkten zu Buche.

Sedus Stoll Gruppe

Zufriedenstellender Jahresabschluss 2019

Mit einem Umsatz von 210,1 Millionen Euro verpasste die Sedus Stoll Gruppe den Rekordwert des Jahres 2018 (212,3 Mio. €) nur knapp. Damit lag der Büromöbelhersteller mit den Marken Sedus und Klöber zum zweiten Mal deutlich über der 200 Millionen-Marke. Das Geschäftsjahr 2019 lief erfreulich gut – trotz konjunkturdämpfender Effekte und einer ersten AE- und Umsatz Delle im November, die den Jahresüberschuss auf 7,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (9,8 Mio. €) schrumpfen ließ. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, das langwierige Tauziehen um den Brexit und nicht zuletzt negative konjunkturzyklische Effekte haben das Wachstum der Weltwirtschaft in 2019 von 3,6 Prozent auf 2,9 Prozent zurückgehen und auch den Welthandel deutlich an Dynamik verlieren lassen. Im Vergleich zu dem vom IBA (Industrieverband Büro und Arbeitswelt) ausgewiesenen Rückgang des Gesamt Marktvolumens für Büromöbel von -1,9 Prozent konnte sich die Sedus Stoll Gruppe mit einem Minus im Auftragseingang von -1,5 Prozent leicht besser behaupten und damit, wenn auch geringfügige, Marktanteile hinzugewinnen.

Im Produktbereich Sedus Seating (Bürositz-, Kommunikations- und Objektmöbel) wurde ein Auftragseingang von insgesamt 99,2 Millionen Euro (2018: 100,5 Mio. €) realisiert, im Produktbereich Sedus Systems (Büromöbel, Schreibtisch- und Schranksysteme) 84,5 Millionen Euro (85,9 Mio. EUR). Der Auftragseingangswert in Höhe von 80,9 Millionen Euro für den gesamten Exportbereich lag bei Sedus 5,0 Millionen Euro unter Vorjahr, wodurch sich die Exportquote leicht um -1,7 Prozent auf 44,0 Prozent verringerte. Bei Klöber (Bürositzmöbel, Konferenz- und Loungemöbel) konnte trotz der rückläufigen Entwicklung im Bürositzmöbelmarkt seinen Auftragseingang mit einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent auf dem Vorjahresniveau von 20,5 Millionen Euro halten. Ebenfalls auf Vorjahresniveau lag der Klöber-Exportanteil mit 27,7 Prozent.

Die Investitionen der Sedus Stoll Gruppe in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2019 13,8 Millionen Euro und lagen damit leicht unter dem Vorjahreswert von 15,8 Millionen Euro. Bei der Sedus Stoll AG wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von insgesamt 9,9 Millionen Euro getätigt. Die Schwerpunkte waren, wie im Vorjahr, verschiedene Erweiterungsbauten am Firmensitz in Dogern, wo im April 2019 auch das neue Sedus Smart Office bezogen werden konnte. Bei der Sedus Systems GmbH am Standort in Geseke (Ostwestfalen) wurden Investitionen in Höhe von 3,2 Millionen Euro getätigt. Schwerpunkt waren diverse Baumaßnahmen, von denen 1,8 Millionen Euro zur Aufstockung der 3. Etage des Verwaltungsbaus verwendet wurden. Die Mitarbeiterzahl der Sedus Stoll Gruppe erhöhte sich von 935 auf insgesamt 957 (ohne Auszubildende), wovon derzeit 548 in Dogern, 296 in Geseke und 113 bei Klöber in Owingen tätig sind.

Unter dem Motto „Keine Panik – aber Vorsicht!” wurden bereits im Februar 2020 alle Mitarbeiter der Sedus Stoll Gruppe in den drei Werken und in den Tochtergesellschaften über die zum Teil sehr strikten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie informiert. Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, wurden zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen, die zum Teil deutlich über die allgemeinen Hygieneregeln hinausgehen. Nach jüngsten Meldungen des IBA spürt die gesamte Möbelindustrie die wirtschaftlichen Auswirkungen zum Teil schon sehr deutlich.

Erste signifikante Einschnitte zeigen jedoch die Auftragseingänge in den Monaten April und Mai, die deutlich unter den Werten des Vorjahres liegen. Durch die Strategie „Made in Germany“ ist die Sedus Stoll Gruppe nicht nennenswert von Engpässen auf der Zuliefererseite betroffen, aber, bedingt durch wochenlange Schließungen ganzer Produktionsbereiche, natürlich eingeschränkt. Das heterogene Kundenportfolio der Sedus Stoll AG zeigt ganz unterschiedliche Entwicklungen. Im Kundensegment Industrie ist der Auftragseingang stark rückläufig; im Dienstleistungssegment, besonders bei den Versicherungen, ist der Rückgang moderat. Marktseitig wurden bei Sedus und Klöber Online-Kampagnen initiiert, um Einrichtungen für das Home-Office zu bewerben.

Zur Bereitstellung entsprechender Angebote wurde ein Schnelllieferprogramm definiert und vorproduziert, dass über die eigenen Online-Shops und die der Fachhandelspartner vermarktet wird. Ebenso wurden in Rekordzeit preiswerte und flexible Aerosolschutzwände entwickelt, die den Infektionsschutz am Büroarbeitsplatz deutlich verbessern und ohne großen Montageaufwand in bestehende Einrichtungen integriert werden können. Die Sedus Stoll Gruppe sieht sich im Umgang mit der Krise gut gerüstet, doch geht der Vorstand der Sedus Stoll AG davon aus, dass die Auswirkungen der Pandemie das Krisenjahr 2009 noch übertreffen können. Die angestrebten Jahresziele für das laufende Geschäftsjahr werden bereits deutlich verfehlt, weshalb auch ein Jahresverlust nicht ausgeschlossen werden kann. Eine seriöse Jahresprognose ist bei den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zurzeit nicht möglich.

Produktionsstätte für Beatmungsgeräteteile errichtet

Das deutsche Ford Forschungszentrum in Aachen (Ford Research and Innovation Center) hat an der Entwicklung eines neuen Luftreinigungs-Atemschutzgerätes (Powered Air-Purifying Respirator, PAPR) mitgearbeitet, das im Ford-Werk Vreeland in der Nähe von Flat Rock, Michigan/USA hergestellt wird. Mit dem sogenannten „Projekt Apollo“ möchte Ford dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu reduzieren. Im Rahmen dieses international angelegten Projektes stellt Ford persönliche Schutzausrüstungen her; zugleich unterstützt das Unternehmen lokale und nationale Initiativen zur Bereitstellung von Beatmungsgeräten und Schutzmasken.

Für medizinisches Fachpersonal umfasst das Luftreinigungs-Atemschutzgerät eine Haube und einen Gesichtsschutz, während ein batteriebetriebenes Beatmungsgerät sowie ein hocheffizientes Filtersystem eine Zufuhr von 99,97 Prozent gefilterter Luft für bis zu acht Stunden bieten. Die Ingenieure, die am Ford Interior Air Advanced Filtration System arbeiteten, lieferten Know-how in der Filterkonstruktion, um den im Atemschutzgerät verwendeten Filter in klinischer Qualität zu entwickeln.

Am britischen Standort in Dagenham stellt Ford Teile für Beatmungsgeräte her. Hierfür wurde in einer Rekordzeit von nur drei Wochen ein Warenlager zur Produktionsstätte umgebaut. Die Produktion erfolgt in Zusammenarbeit mit dem VentilatorChallengeUK Consortium – eine Kooperation zwischen führenden Technologieanbietern zur Lieferung von insgesamt 15.000 dringend benötigten Penlon Prima ES02-Beatmungsgeräten, die der nationale Gesundheitsdienst in Großbritannien (NHS) für die Behandlung von schwer kranken COVID-19-Patienten einsetzt.

„Es wurde Tag und Nacht hart gearbeitet. Der Einfallsreichtum und das Engagement unseres Teams waren einfach großartig. Das Ergebnis unserer Anstrengungen zeigt, wie eine Krise das Beste in uns hervorbringen kann“, sagte Graham Hoare, Chairman, Ford of Britain. „Die beteiligten Mitarbeiter haben viel Zeit geopfert, die sie sonst eher mit ihren Familien verbracht hätten. Und sie waren stets bereit, etwas Neues zu lernen, um an der Entstehung dieser lebensrettenden Geräte mitzuwirken. Es macht mich sehr stolz, ein Teil dieses Teams zu sein“.

Die Umwandlung eines Lagers auf dem Werksgelände in eine gemäß ISO 9001 zertifizierte Produktionsstätte erforderte, dass vorhandene Anlagen umfunktioniert und eine Fertigungslinie für Komponentengehäuse und 8,4-Zoll-Fernbildschirme aufgebaut wurde, die einen wichtigen Teil der später vollständig montierten Einheiten darstellen. Die beteiligten Ford-Freiwilligen, zu denen Techniker und Ingenieure aus unterschiedlichsten Abteilungen gehören, setzten 3D-Druckverfahren ein, um Schlüsselkomponenten für rund 200 Arbeitsplätze herzustellen, die den Abstands-Anforderungen entsprechen. Insgesamt werden bei voller Produktion mehr als 650 Beschäftigte in drei Schichten in der Anlage tätig sein.

Ford ist Teil eines Konsortiums, zu dem auch Unternehmen wie Airbus, McLaren, Penlon und Siemens gehören. Für die Zusammenarbeit mit Penlon im britischen Oxford nutzt das Ford-Team Virtual-Reality-Headsets (HoloLens 2), mit denen Techniker und Spezialisten in Echtzeit technische Informationen austauschen können, die den Trägern der zugehörigen VR-Brillen als Hologramme dargestellt werden.

Ein entsprechendes Video gibt es hier: https://youtu.be/IgctsQ-pbc0

Hauptversammlung erstmals virtuell durchgeführt

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurde die Hauptversammlung der Homag Group AG in diesem Jahr virtuell durchgeführt. Die Präsenz des Grundkapitals lag bei rund 85 Prozent.

Auf der Hauptversammlung wurden turnusgemäß die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat neu gewählt. Dabei wurden alle bisherigen Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt. Gewählt wurde auch das im April 2020 gerichtlich bestellte Aufsichtsratsmitglied Dietmar Heinrich, der am ersten August 2020 das Amt des Finanzvorstands der Dürr AG antritt. Die Amtszeit der heute gewählten Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2025. Zudem wurden Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit entlastet. Auch dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Homag Group AG und der im Jahr 2019 vollständig übernommenen Benz GmbH Werkzeugsysteme hat die Hauptversammlung mit großer Mehrheit zugestimmt.

Für das Geschäftsjahr 2019 zahlt die Homag Group AG ihren Aktionären eine Ausgleichszahlung in Höhe von 1,01 Euro je Aktie. Die Ausgleichszahlung resultiert aus dem mit Dürr geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Der Vorsitzende des Vorstands, Pekka Paasivaara, blickte in seiner Rede auf das Geschäftsjahr 2019 zurück, in dem es zu einer Marktberuhigung im Geschäft mit der Möbelindustrie kam. Dies spiegelte sich 2019 in einem reduzierten Auftragseingang wider. Nach einem guten Start in das laufende Jahr hat auch die Homag Group die Folgen der Corona-Pandemie seit Mitte März 2020 zu spüren bekommen. Paasivaara betonte, dass sich Homag im ersten Quartal in Anbetracht der Situation gut behauptet habe, allerdings werde das zweite Quartal angesichts des Ausmaßes der Corona-Krise herausfordernd. Ein Vorteil in der Krise sind nach Überzeugung von Pekka Paasivaara die zahlreichen digitalen Werkzeuge und Kommunikationskanäle zu den Kunden.