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Autor: Möbelfertigung

Eintritt der vierten Generation in das Familienunternehmen

Es ist der Idealfall für ein Familienunternehmen, wenn es „in den eigenen Reihen“ weitergeht. Bei Ninkaplast ist dies erneut der Fall, denn der Hersteller aus Bad Salzuflen hat auf einhelligen Beschluss der Gesellschafterfamilie Wulf die planmäßige Nachfolge in der obersten Führungsebene initiiert: Dr. Johann-Peter Wulf, der Urenkel des Firmengründers August Wulf, übernimmt zum 17. August die Stabstelle „Strategische Projekte“ und wird Mitglied der Geschäftsleitung. Später ist die Bestellung als Geschäftsführer vorgesehen, was die langfristige Fortführung des Familienunternehmens sichert.

Der Gesellschafterkreis der Familie Wulf hatte sich seit langem zur Fortführung des Unternehmens in persönlicher Verantwortung bekannt. Derzeit wird Ninka von den Geschäftsführern Klaus Henning Wulf und Ralf Priefer erfolgreich geführt. Mit dem Firmeneintritt von Johann-Peter Wulf zum 17.8.2020 wird nun die Nachfolge an der Unternehmensspitze vorbereitet.

Der Sohn des Familienoberhauptes Klaus Henning Wulf wurde 1986 geboren. Er hat zwei Schwestern, die ebenfalls dem Gesellschafterkreis angehören. Nach Abschluss seines kaufmännischen Studiums an der WHU Otto Beisheim School of Management mit Sitz in Vallendar bei Koblenz und Promotion als Betriebswirt an der RWTH in Aachen war Johann-Peter Wulf zehn Jahre bei der Unternehmensberatung McKinsey verantwortlich tätig.

Mit dieser fachlichen Expertise und seiner hervorragenden Vernetzung auf regionaler und internationaler Ebene übernimmt er ab August nun die Leitungsposition „Strategische Projekte“ bei Ninka und berichtet direkt der Geschäftsführung. Zugleich ist er Mitglied der Geschäftsleitung und lernt so während der Vorbereitung auf weitergehende Führungsaufgaben alle Entscheidungsabläufe bzw. Verantwortungsträger unmittelbar kennen.

Mit diesem Vorhaben demonstriert der Ninka-Gesellschafterkreis seine feste Absicht, für das mittelständische Unternehmen mit über 60 Jahren Erfahrung in der Kunststoffformgebung sowie Oberflächenveredelung auch weiterhin die persönliche Verantwortung zu übernehmen sowie die erarbeitete marktführende Stellung des Hauses langfristig aktiv auszubauen. Derzeit beschäftigt das lippische Unternehmen rund 300 Mitarbeiter.

Befürchtet Schwächung des Fachhandels statt „Wumms“

Auch wenn bislang auf politischer Ebene wenig Kritik am Konjunkturprogramm der Bundesregierung geübt worden ist, so mehren sich jetzt doch Stimmen, die Bedenken äußern: „Obwohl es vermutlich noch weit größere Kosten verursachen wird, als die zunächst kalkulierten 130 Milliarden Euro, wird der Geldsegen dem mittelständischen Nonfood-Fachhandel nicht nur wenig nutzen, sondern seine Wettbewerbsfähigkeit gar weiter schwächen“, so Eckhard Schwarzer, Präsident des Mittelstandsverbundes. 

Wenn die Mehrwertsteuersenkung den erhofften Kaufimpuls bei den Konsumenten auslösen sollte, dürfte dies deren krisenbedingt eingeübte Präferenz für Online-Bestellungen nicht reduzieren. Währenddessen müssen die stationären Händler ihre Auspreisungen verändern und ihre Kassensysteme umstellen. Dies schafft nicht nur einen erheblichen Aufwand, sondern es entstehen auch zusätzliche Kosten, die Online-Händlern erspart bleiben. Die Wettbewerbsverzerrung setzt sich damit weiter fort, so die Befürchtungen.

Mit der Überbrückungshilfe können Kosten wie diese, aber vor allem auch Wareneinstandskosten und weitere Investitionskosten, nicht abgedeckt werden. Die Folge: Durch den weiteren Eigenkapitalverzehr, der während der akuten Krisenlage bereits gravierend war und die wachsenden Fremdkapitalbestände ist eine Überschuldung und damit eine Insolvenzwelle zu erwarten. 

„Diesem vorauszusehenden Drama muss jetzt entschlossen gegengesteuert werden“, fordert Eckhard Schwarzer. „Wenn die Politik nicht endlich reagiert, und nach wie vor mittelständische Existenzen riskiert, wird das die gesamte Volkswirtschaft schon sehr bald deutlich zu spüren bekommen. Mir ist völlig unverständlich, wieso die Bundesregierung Unternehmen bis 10 Mitarbeiter, die bereits beim KfW-Schnellkredit vorsätzlich bis heute übersehen worden sind, ebenso wie bei der Soforthilfe nur mit einer Fixkostenübernahme abspeist. Was jetzt doch Not tut, ist eine entschlossene Maßnahme gegen den nicht selbst verschuldeten Abfluss des Kapitals aus den Büchern der Unternehmen“, so Schwarzer weiter.

Schwarzer schlägt dazu ein Rekapitalisierungsprogramm vor, bei dem die betroffenen Unternehmen eine Forderung gegenüber der Bundesrepublik Deutschland erheben können, die sich an den durch die Corona-Maßnahmen der Politik bedingten Schäden orientiert. Dazu habe der Mittelstandverbund ein Konzept entwickelt, das nur den zukunftsfähigen Unternehmen zugute komme und Fehllenkungen verhindere. Hunderttausende von drohenden Insolvenzen könnten auf diese Weise abgewendet werden. Die Übernahme einer entsprechenden Forderung in die Bücher stelle sicher, dass sich Unternehmen aus eigener Kraft fortentwickeln und damit künftig nicht nur einen steuerlichen Beitrag zum Gemeinwohl leisten können, sondern auch zigtausend Arbeits- und Ausbildungsplätze jenseits der Metropolen in Deutschland gesichert werden.

Stefan Waldenmaier zu Messen in diesem Ausnahmejahr

Der Vorstandsvorsitzender bei Leicht Küchen, Stefan Waldenmaier, bleibt trotz der aktuellen Absagen an der Küchenmeile bei der Entscheidung, vom 19. bis 24. September 2020 die Architekturwerkstatt in Löhne zu öffnen. Dabei erkennt er ganz klar, dass 2020 in jeder Hinsicht ein Ausnahmejahr wird, wie er in einem Statement auf exklusive Anfrage der „möbel kultur“, Schwesternzeitschrift der „möbelfertigung“, erklärt.

„In der Regel sind wir als Unternehmen in jedem Jahr darauf bedacht, neue Rekorde zu erzielen. In diesem Jahr wird sich dieser Anspruch tendenziell schwierig gestalten. Genauso wenig, wie es uns kaum gelingen wird, in diesem Jahr Umsatzrekorde zu schreiben, wird es nicht gelingen bei den Messen und Ausstellungen neue Besucherrekorde, zu erreichen. Es ist also logisch, dass vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weniger Besucher und auch weniger Aussteller die Bereitschaft für dieses Engagement auf sich nehmen.“

Weil jedoch die Küchenmeile wichtig für die Kommunikation und Präsentation der neuen Kollektion 2021 sei, hält das Unternehmen vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen am Konzept fest. Weil es durchaus positive Beweggründe gibt: „Von vielen Handelspartnern wissen wir, dass sie die Reise nach Westfalen antreten werden. Denn trotz aller digitalen Möglichkeiten ist das reale Erleben und die Haptik des Produktes von großer Bedeutung.“

Und weiter: „Für die Aussteller der Architekturwerkstatt kann ich sagen, dass wir die Entscheidung für einen gemeinsamen Messeauftakt in Löhne zu einem Zeitpunkt getroffen haben, als uns bekannt war, dass Showrooms namhafter Unternehmen und Ausstellungszentren vollständig geschlossen bleiben. Dennoch planen wir die Eröffnung der Architekturwerkstatt parallel zur Küchenmeile unter der Voraussetzung, dass die aktuellen Rahmenbedingungen zu diesem Zeitpunkt Gültigkeit haben.“

Berät mit digitalem Live-Assistenz-System

Hochwertige Produkte + kompetente Beratung = perfekte Oberflächen: So lautet die Adler-Erfolgsformel. Mit einem neuen Assistenzsystem sorgt Adler für noch schnelleren Kundenservice: „Adler Evocall“ garantiert perfekte persönliche Beratung über ein innovatives digitales System.

Die Einstellung eines Lackierroboters, ein spezieller Beschichtungsaufbau oder eine Frage zur Spritzdüseneinstellung: Die Adler-Techniker sind immer zur Stelle, wenn es gilt, Fragen wie diese zu beantworten. Durch kompetente Hilfe und ganzheitliche Betrachtung unterstützen sie die Kunden vor Ort auf ihrem Weg zur perfekten Oberfläche. Treten technische Probleme beim Kunden auf, ist meist schnelle Hilfe gefragt. Doch nicht immer ist es möglich, dass ein Adler-Techniker rasch persönlich vor Ort ist. Abhilfe in solchen Fällen schafft das innovative Live-Assistenz-System „Evocall“ von Adler: Der Außendienstmitarbeiter oder Kunde vor Ort verbindet sich per Live-Videoschaltung mit dem Spezialisten bei Adler und holt sich so die Unterstützung, die er zur Lösung des Problems braucht. Nötig ist dafür lediglich eine Datenbrille oder, noch einfacher, eine Smartphone-App.

Die Testphase von „Evocall“ ist erfolgreich verlaufen, so wurden beispielsweise ein Spritzautomat per Video-Assistenz in Betrieb genommen oder eine Excimer-Anlage eingefahren. Ganz besonders bewährt hat sich „Evocall“ in den zurückliegenden Wochen der Corona-Krise. „Gerade in einer solchen Ausnahmesituation ist ein leistungsfähiges digitales Beratungs-System viel wert – mit ,Adler Evocall‘ können wir schnellen und kompetenten Service auch ohne direkten persönlichen Kontakt garantieren“, erklärt Matthias Stötzel, der bei Adler den technischen Service im Bereich Fenster, Holzbau und Bautenschutz leitet. Aber auch für die Zukunft hat Stötzel hohe Erwartungen an das neue System: „Ich bin mir sicher, dass ,Evocall‘ unseren Kunden-Support auf eine ähnliche Art und Weise verändern wird wie das Handy oder das E-Mail unsere Kommunikation. In der Vergangenheit nahm die Anreise zu unseren internationalen Kunden oft zwei Tage in Anspruch. Mit ,Evocall‘ benötigen wir für die Lösung eines technischen Problems nur mehr ein paar Stunden. Und die Zeit, die wir so gewinnen, kommt wiederum unseren Kunden zugute.“

„Area30“ 2020

Wird im Herbst erstmalig zur „Hybridmesse“

Wie bereits gestern angedeutet, hat Michael Rambach angesichts des drohenden Ausstellerschwunds in der „Area30“ bereits ein neues Konzept vorbereitet, das einerseits den veränderten Bedingungen in Corona-Zeiten und andererseits der „Verantwortung mit Blick auf ausstellende Unternehmen“ entspricht. Die Installation neuer Kommunikationsmöglichkeiten – neben der räumlichen Präsenz in Löhne – ist dabei ein wesentliches Thema. Die Lösung ist nun die „die digitale ,Area30‘“. Jeder hat nun die Wahl: Sie können auf der Messe vor Ort dabei sein – oder eben online von jedem Ort der Welt. Überdies ermögliche dies den zeitsparenden Zugang zu innovativen Produkten und Dienstleistungen – dank der Erweiterung des Besucherpotenzials um die diejenigen Interessenten, die bisher nicht an dieser Neuheitenshow teilnehmen konnten oder nicht teilnehmen werden. Die „Area30“ sei damit ab sofort eine „Hybridmesse“, die wie eine Klammer enge Verbindungen zwischen realer und virtueller Präsenz schafft. So der Wortlaut der Presseinfo.

Immerhin feiert die Messehalle in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Wie auch immer die Entscheidungssituation der Aussteller nun ausfallen wird: Das flexible Konzept der Temporär-Hallen mit großzügigen Flächen sowie groß dimensionierten Ein- und Ausgangsbereichen ermöglicht es, sich diesen Veränderungen anzupassen und auch Abstands- und Hygienemaßnahmen entsprechend umzusetzen.

Michael Rambach, Gründer und Gesellschafter der Trendfairs GmbH, erklärt dazu: „Als Veranstalter wissen wir um den Bedarf unserer Branche, respektieren jede unternehmensindividuelle Entscheidung. Von Unternehmen, die Ihre Absage bereits kommuniziert haben, wurden wir im Vorfeld vertrauensvoll, persönlich und mit Begründungen informiert. Dieses wertvolle Miteinander schätzen wir sehr und wir freuen uns darüber, dass von diesen Unternehmen bereits jetzt schon Zusagen zur Teilnahme an der nächsten ,Area30‘ angekommen sind. Wir sind dankbar, solche Kunden haben zu dürfen. Es spornt uns an, zukünftig all unserer Formate noch attraktiver zu gestalten, als sie ohnehin schon sind.“

Die Erkenntnisse aus der Zeit im Homeoffice auch für die Büroarbeit nutzen

Zeit für eine erste Bilanz, nachdem Arbeitnehmer nach vielen Wochen Heimarbeit schrittweise ins Büro zurückkehren: Wie haben sie die Arbeit am Heimarbeitsplatz im Vergleich zur Arbeit im Büro wahrgenommen? Und was können Unternehmen aus diesen Erfahrungen für die Arbeit im Büro mitnehmen? Im Auftrag des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) wurden insgesamt 1.000 abhängig Beschäftigte zwischen 18 und 65 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland zu ihrer Einschätzung der Heimarbeit sowie der schrittweisen Rückkehr an den Büroarbeitsplatz befragt. Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage Ende April durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa.

Die Rückkehr ins Büro ist für viele Mitarbeiter, die aktuell im Homeoffice arbeiten, ein erfreulicher Schritt. Denn oftmals kann der Heimarbeitsplatz weder bei der Ausstattung noch bei den Möglichkeiten zur Teamarbeit mit dem Büro mithalten. Allerdings hat die Corona-Krise auch viel Unsicherheit hinsichtlich der notwendigen Schutzmaßnahmen erzeugt. So äußerten 38 Prozent der Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Befragung Bedenken, an ihre regulären Arbeitsplätze zurückzukehren. Dabei sind besonders Frauen und jüngere Beschäftigte skeptisch, wie sicher eine Rückkehr ins Büro tatsächlich gestaltet werden kann. Vor allem diese Gruppen wünschen sich, neben der Möglichkeit weiterhin auch von zuhause arbeiten zu können, gezielte Maßnahmen des Arbeitgebers für ein sicheres Arbeitsumfeld. Neben den durch das Bundesarbeitsministerium festgelegten Sicherheitsstandards für die Büroarbeit sollten Arbeitgeber also auch die individuellen Bedenken und Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. So wünscht sich mehr als die Hälfte für die Rückkehr ins Büro verbesserte Hygieneregelungen und -vorrichtungen, wie beispielsweise die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln durch ihren Arbeitgeber. Weitere 36 Prozent möchten klar formulierte Abstandsregelungen und 33 Prozent geben an, sie benötigen zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern mehr Platz. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales empfiehlt hierzu, Arbeitsabläufe so zu gestalten, dass Beschäftigte möglichst wenig Kontakt zu einander haben, etwa durch Schichtpläne. Auch wenn nur jeder Fünfte (21 Prozent) eine Maskenpflicht im Büro befürworten würde, sollten den Arbeitnehmern geeignete Nase-Mund-Bedeckungen zur Verfügung gestellt werden.

Eindeutig zu kurz kam den Arbeitnehmern im Homeoffice das soziale Miteinander. Besonders den persönlichen Kontakt zu den Kollegen (80 Prozent) sowie die gemeinsame Team- und Projektarbeit (40 Prozent) vermissen die Befragten im Homeoffice. Eine wichtige Folgerung aus der Corona-Krise kann also für die Arbeitgeber auch sein, diese Aspekte im Büro mehr als bisher zu fördern. Kommunikationszonen und Teamarbeitsräume unterstützen dynamische Arbeitsweisen und den kreativen Austausch. Auch die Einrichtung von Meeting Points für informelle Treffen lohnt sich langfristig, denn der persönliche Austausch zwischen den Mitarbeitern ist für Betriebsklima und Kultur sehr wichtig und kommt gerade im Homeoffice kaum zustande. Gleichzeitig gilt es die im Homeoffice oft noch improvisierten Webkonferenzen zu professionalisieren. Etwa ein Viertel (27 Prozent) der Befragten ist auf den Geschmack gekommen und wünscht sich für die Rückkehr ins Büro verbesserte Möglichkeiten für Videokonferenzen.

Während der heimische Arbeitsplatz in vielerlei Hinsicht schlechter bewertet wird, empfinden 62 Prozent der Befragten die Ruhe zu Hause als echten Pluspunkt der Heimarbeit. Auch das dürfte ein Grund dafür sein, dass 74 Prozent aller Arbeitnehmer sich wünschen, weiterhin zeitweise im Homeoffice arbeiten zu können. Allerdings hängt die Eignung des Homeoffices für konzentrierte Einzelarbeit stark von der Lebenssituation ab. Insbesondere Eltern von Kindern unter elf Jahren hatten in den letzten Wochen kaum die Chance, zu Hause in Ruhe zu arbeiten. Daher dürfen auch bei einer Ausweitung der Arbeit zu Hause die Orte für ungestörtes Arbeiten in den Büros nicht fehlen. Vorstellbar wären hier etwa einzelne durch Glas abgetrennte „Ruhezonen“, die bei Bedarf für jeden Mitarbeiter frei zugänglich sind. Ein anderer Ansatzpunkt wäre, die kurzfristig erforderlichen Schutzwände so auszuwählen, dass sie über Corona hinaus auch als Schallschirme dienen können.

Für Hendrik Hund, Vorsitzender des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e.V., steht fest, dass die Corona-Krise die Büroarbeit verändern wird. „Unternehmen werden in den nächsten Jahren darauf angewiesen sein, ihre Produktivität deutlich zu erhöhen. Dabei hilft es, dass die Erfahrungen der letzten Wochen zu einer Beschleunigung der Digitalisierung geführt haben. Dazu gehört aber auch, die Voraussetzungen für effizientes Arbeiten im Büro und zu Hause zu verbessern. Den dafür notwendigen Planungsprozess sollten Arbeitgeber jetzt anstoßen.“

Incasa hat alle CO2-Emissionen seit 2016 kompensiert

Bereits seit 2016 trägt das Unternehmen Incasa Schlafraumsysteme aus Beverungen in Ostwestfalen das Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“. Für die Ablösung seiner CO2-Emissionen aus dem vergangenen Jahr wurde der Spezialist für Schlafzimmermöbel aus Massivholz jetzt erneut von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) ausgezeichnet. „Incasa ist von Anfang an Mitglied unseres Klimapakts für die Möbelindustrie und auch ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘. Sehr gerne würdigen wir dieses Engagement und Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt und den Menschen mit der Rezertifizierung“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Die Logik des DGM-Klimapakts basiert auf drei Stufen: erstens der Bilanzierung, zweitens der Reduzierung und drittens schließlich der Neutralisierung von CO2-Emissionen. Als klimaneutraler Hersteller steht Incasa zum nunmehr vierten Mal in Folge auf der höchsten Stufe. Voraussetzung dafür war die Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen des Unternehmens aus den Scopes 1 bis 3. Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen von Incasa, dazu gehören zum Beispiel Treibstoffe für unternehmenseigene PKW und LKW sowie Heiz- und Kühlmittel. Die indirekten Emissionen, die aus der Erzeugung der von dem Unternehmen beschafften Energie resultieren, wie etwa Strom, Fernwärme, Dampf oder Kühlungsenergie, werden im Scope 2 erhoben. Scope 3 beinhaltet schließlich alle indirekten Emissionen, die aus dem Ablauf aller täglichen Unternehmensprozesse hervorgehen – beispielsweise die Anfahrt der Mitarbeiter, Geschäftsreisen, Papier- und Wasserverbrauch. „All diese Emissionen aus 2019 hat Incasa durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate abgelöst. Ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2 und kommt beispielsweise Projekten zur Aufforstung oder Trinkwasseraufbereitung zugute“, erklärt Winning.

Das Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“ dient schließlich ähnlich wie das RAL-Gütezeichen „Goldenes M“ und das Emissionslabel der DGM nicht nur dem Hersteller für Marketingzwecke, sondern vor allem dem Endverbraucher als Entscheidungshilfe im Möbelhandel. „Klimafreundliche Produkte und Hersteller lassen sich damit umso besser erkennen und verantwortungsvolle und wohl überlegte Neuanschaffungen umso besser tätigen“, schließt Winning.

Knapp 12 Prozent mehr Umsatz im Bauhauptgewerbe im März

Im März 2020 war der Umsatz im Bauhauptgewerbe 11,8 Prozent höher als im März 2019. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im März 2020 zeigten sich daher noch keine erkennbaren Effekte der Corona-Pandemie auf Umsatz und Beschäftigung im Bauhauptgewerbe. In den ersten drei Monaten 2020 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,6 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent.

Im Hochbau stiegen die Umsätze im März 2020 gegenüber März 2019 um 8,1 Prozent und im Tiefbau um 11,4 Prozent. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes verzeichneten das Gewerk „Zimmerei und Ingenieurholzbau“ mit +25,0 Prozent sowie der Leitungstiefbau und Kläranlagenbau mit +21,1 Prozent besonders hohe Umsatzsteigerungen. Der Wirtschaftszweig „Sonstiger Tiefbau“ (zum Beispiel Wasserbau) hatte mit +6,2 Prozent den geringsten Umsatzzuwachs gegenüber März 2019.

Begrüßt Konjunkturpaket, sieht aber noch Luft nach oben bei Besteuerung

Das am 3. Juni beschlossene Konjunkturpaket der Bundesregierung hat mit 130 Mrd. Euro ein sehr hohes Volumen und soll mit seiner breiten Streuung schnell, zielgruppenorientiert und befristet für einen Anschub der Konjunktur sorgen. Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) begrüßt das umfassende Paket, da es viele Elemente enthält, welche die mittelständische Wirtschaft unterstützen. „Besonders erfreut sind wir über die Absicht der Bundesregierung, die Förderung einer modernen Holzwirtschaft einschließlich der stärkeren Nutzung von Holz als Baustoff vorzusehen, das betrachten wir auch als einen großen Erfolg der Interessenvertretung in den vergangenen Jahren“, so der GD Holz-Vorsitzende Philipp Zumsteg. Weiterhin begrüßt der GD Holz, dass die Bundesregierung 700 Mio. Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder einschließlich der Förderung der Digitalisierung in der Forstwirtschaft bereitstellen wird.

Eine Reihe weiterer betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Maßnahmen ist für die Unternehmen wichtig: So ist die „Sozialgarantie 2021“ ein wesentlicher Punkt, weil damit die Sozialversicherungsbeiträge bei 40 % gedeckelt werden. Auch die erweiterte Möglichkeit des steuerlichen Verlustrücktrages für die Jahre 2020 und 2021, zum Beispiel über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage, ist sehr sinnvoll.

Die geplante Stärkung der Kommunen ist gut, wenn sie dafür sorgt, dass Investitionen beim öffentlichen Bau dadurch stimuliert werden und dieser Sektor damit nicht mangels finanzieller Mittel in den nächsten Jahren einbricht. Die befristete Senkung der Mehrwertsteuer ist schließlich ein ganz wichtiges Signal für den Verbraucher, mehr zu konsumieren. Zudem ist die Mehrwertsteuersenkung gut für den Holzeinzelhandel, indirekt aber auch für alle anderen Vertriebswege.

Auf Sicht wünscht sich der GD Holz eine längst überfällige Unternehmenssteuerreform, die zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals führt und bei der Betriebsübergabe die mittelständische Wirtschaft wie den Holzhandel stärkt. Sie muss auch der internationalen Wettbewerbsfähigkeit dienen. Dies ist eine Forderung, die bereits seit einigen Jahren an die Politik gerichtet wird und jetzt aus gegebenem Anlass weiterverfolgt werden muss, so der GD Holz.