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Autor: Möbelfertigung

Kreative Designs als Wettbewerbsvorteile nutzen

Egal ob Industrieunternehmen, Innenausbauer oder kreativer Handwerker: Mit den richtigen Oberflächen differenziert man sich im Wettbewerb. Aktuell noch mehr als je zuvor, da die beschichtete Platte wird immer mehr zum eigenständigen Produkt wird. Schließlich stellen die Dekordrucker längst nicht mehr „nur“ natürliche Vorbilder perfekt nach, sondern kreieren ganz neue Optiken, die im Zusammenspiel mit innovativen Oberflächen spannende Materialitäten erzeugen. Und damit echte Eyecatcher mit einem hohen Maß an Individualität. Schließlich werden auch die Losgrößen kleiner. Womit die aktuelle Dekor-Oberflächenkombinationen für neue Käuferschichten interessant werden.

Die jedoch diese spannende Branche und die vielen Möglichkeiten, die diese zu bieten hat, nicht kennen. Hier setzt „Oberflächen 2020“, die neue Studie der „möbelfertigung“ an, und beleuchtet dieses spannende Segment. Auf rund 300 Seiten bietet sie interessante und informative Einblicke zu Trends, Technologien, Materialien, möbelrelevanten Normen und vielem mehr. 

Die Studie ist zum Preis von 1.200 Euro erhältlich. Abonnenten zahlen nur 990 Euro (zzgl. MWSt und Versand). Infos unter nicole.pornhagen@holzmann.de, Tel. 040 – 63 20 18-81. 

Umsätze im Mai über 20 Prozent unter Vorjahr

Der Polstermöbelumsatz ist im Mai mit 62,39 Mio. Euro zwar wieder angezogen (April: 46,77 Mio. Euro), blieb aber um 22,41 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Aktuelle Zahlen teilte der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) unter Berufung auf die amtliche Umsatzstatistik des Statistischen Bundesamtes mit. Mit minus 22,18 Prozent im Inland und minus 22,80 Prozent im Ausland liegen die Einbußen etwa gleichauf, während die Eurozone mit minus 10,61 Prozent deutlich weniger verlor. Insgesamt wurden bis Ende Mai Polstermöbel im Wert von 351,967 Mio. Euro umgesetzt, um damit 13,18 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Betriebe mindestens 50 Beschäftigten ist seit Jahresbeginn mit 32 konstant, die Zahl der Beschäftigten – im Mai 4.149 – ging um 57 weiter zurück, im April waren es noch 4.206, im Februar 4.248.

10-Millionen-Projekt für Tischler vorgestellt

Die Holzfachschule Bad Wildungen setzt ihre Modernisierungspläne fort: Nachdem das neue Internatsgebäude im vergangenen Jahr fertiggestellt werden konnte, wurden nun die Pläne zum Neubau der Tischlerwerkstätten auf dem Areal der Schule vorgestellt. Hierzu konnte Geschäftsführer Hermann Hubing unter anderem den Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg Dr. Reinhard Kubat, Bad Wildungens Bürgermeister Ralf Gutheil, den Präsidenten des Bundesverbandes Holz und Kunststoff Thomas Radermacher sowie den Landesinnungsmeister des hessischen Tischlerhandwerks Wolfgang Kramwinkel und den Aufsichtsratsvorsitzenden der Schule Reinhard Nau begrüßen.

Für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Holzfachschule Bad Wildungen werden besonders die neuen Tischlerwerkstätten gebraucht: Da immer mehr Innungen ihre Auszubildenden zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung nach Bad Wildungen schicken und gleichzeitig auch die Teilnehmerzahlen der Vorbereitungslehrgänge zum Tischlermeister kontinuierlich steigen, stößt die Holzfachschule bereits seit einigen Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen. Darüber hinaus sind die bestehenden Gebäude, in denen die Tischlerwerkstätten untergebracht sind, zum Teil aus den 1920er und 1950er Jahren. Die Gebäudesubstanz ist demzufolge schlecht und die Energieeffizienz liegt teilweise bei gerade einmal zehn Prozent.

Das neue Werkstattgebäude muss hohen praktischen, technischen sowie didaktischen Ansprüchen genügen und darf nicht den Status quo widerspiegeln, sondern muss zukünftige Herausforderungen der Branche mit einkalkulieren – Ulrich Leber, Betriebstechnischer Berater beim Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz, und Andreas Bognanni, Dozent und stellvertretender Schulleiter der Holzfachschule Bad Wildungen, erläuterten das ambitionierte Raumkonzept des geplanten Neubaus, der sich ästhetisch zwischen dem neuen Internat und der neuen Mensa eingliedern und in zweigeschossiger Bauweise insgesamt rund 2.500 Quadratmeter Nutzfläche umfassen soll. Dabei sollen auch die neuen Werkstätten multifunktionsfähig sein und sich durch verschiebbare Trennwände je nach Bedarf vergrößern oder verkleinern lassen.

Das Investitionsvorhaben wurde von Seiten des Landkreises wie auch der Stadt Bad Wildungen ausdrücklich begrüßt, stärke es doch einerseits den Standort Bad Wildungen und sei ein bildungspolitischer Leuchtturm mit einem Einzugsbereich weit über die Region hinaus. Sowohl Landrat Dr. Reinhard Kubat als auch Bürgermeister Ralf Gutheil lobten das unternehmerische Konzept und das visionäre Handeln der Verantwortlichen in Schule und Verband, die gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein positives Zeichen setzen.

Zustimmung kam auch vom Präsidenten des Bundesverbandes Holz und Kunststoff, Thomas Radermacher, der selbst vor rund 30 Jahren seine Meisterprüfung in Bad Wildungen abgelegt hatte. Er betonte die Notwendigkeit eines stetigen Evaluierungsprozesses der Aus- und Weiterbildungsinhalte; hierzu gehörten auch leistungsfähige und zukunftsorientierte Bildungseinrichtungen. Radermacher versprach den „Bad Wildungern“ eine konstruktive Begleitung des deutschen Tischlerhandwerks auf ihrem Weg hin zu einem „Hotspot“ der Branche. 

Abschließend erläuterten der Landesinnungsmeister des hessischen Tischlerhandwerks Wolfgang Kramwinkel sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Nau die Gründe für ein zustimmendes Votum von Aufsichtsrat und Verbandsvorstand zu dem 10-Millionen-Projekt. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, so Nau, der auf den riesigen Investitionsstau bei Übernahme der Schule im Jahr 2012 hinwies. „Wir als Verband des Tischlerhandwerks bilden mit der Schule eine sinnvolle Symbiose, die auch unseren Mitgliedsbetrieben einen deutlichen Mehrwert bietet.“ Dies zeige auch der deutliche Anstieg von Auszubildenden und angehenden Meistern in den letzten Jahren. „Die Branche anerkennt die Holzfachschule als ihre Schule und wir müssen eine Bildungseinrichtung vorhalten, die sowohl im Hinblick auf die Dozenten und die Ausstattung, aber eben auch hinsichtlich der Gebäude höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird.“, so Kramwinkel.

Eingehend auf die Zeitachse äußerte sich Hermann Hubing verhalten. Er hoffe auf einen Baubeginn 2024 – Voraussetzung hierfür sei jedoch, dass auch die Zuschussgeber von Seiten des Bundes und des Landes die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des Bauvorhabens teilen und die entsprechenden Fördermittel zur Verfügung stellen.

Projektarbeit zu digitalen Möglichkeiten für die Möbellogistik

Vier Holztechnik-Studenten der Technischen Hochschule Rosenheim untersuchen derzeit die Prozesse der Möbellogistik, um der Branche Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Hersteller, Spediteure und Händler sollen durch die Teilnahme an einer anonymen Umfrage Daten für eine Ist-Analyse liefern.

Im Rahmen einer Projektarbeit des vierten Semesters im Studiengang Holztechnik der Technischen Hochschule Rosenheim stellen sich die vier Studenten der Herausforderung, ein Optimierungskonzept für die Möbellogistik auszuarbeiten. Unter der Betreuung durch Prof. Dr. Holly Ott und Prof. Andreas Heinzmann soll die noch weitgehend analoge Logistik um moderne digitale Möglichkeiten ergänzt werden. Unterstützung bieten hierbei die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel und das Deutsche Institut für Möbeltechnik.

Mit einer Ist-Analyse der Prozesse aller an der Möbellogistik beteiligten Teilnehmer (Hersteller, Spediteure und Handel) sollen Optimierungspotenziale erkannt und herausgearbeitet werden. Um den Rahmen des Projekts zu begrenzen, wird der Fokus speziell auf die logistische Prozesskette von Kastenmöbeln gesetzt.

Aus den Ergebnissen dieser Projektarbeit und der anschließenden Ausarbeitung einer Bachelorarbeit soll ein Forschungsprojekt der TH Rosenheim hervorgehen, das die gefundenen Handlungsfelder bearbeitet. Dabei könnte beispielsweise eine App entstehen, welche Fahrten vom Hersteller zum Kunden bündelt und somit hilft, Kosten und Emissionen zu mindern. „Wenn z.B. Onlinehandel und stationärer Handel die Logistik bündeln, kann mit minimalen Zwischenstationen und ohne große Lagerflächen bei den Möbelhäusern, der Endkunde direkt beliefert werden“, sagt Projektbetreuer Prof. Andreas Heinzmann.

Um an aussagekräftige Informationen über die Prozessketten zu gelangen, haben die Studenten in der ersten Phase des Projekts Fragebögen für jede Sparte entworfen. Da ein umfangreiches Bild des Ist-Zustands der Möbellogistik erstellt werden soll, ist es wichtig, eine möglichst große Menge an Umfrageteilnehmern zu generieren.

Allen Teilnehmern, die am Ende der anonymen Umfrage ihre Kontaktdaten hinterlassen, werden nach Abschluss des Projekts die Ergebnisse der Umfrage zugänglich gemacht.

 

Herstellerumfrage:

https://www.umfrageonline.com/s/Herstellerlogistikbefragung_TH_Rosenheim

Spediteursumfrage:

https://www.umfrageonline.com/s/Speditionslogistikbefragung_TH_Rosenheim

Händlerumfrage:

https://www.umfrageonline.com/s/Haendlerlogistikbefragung_TH_Rosenheim

 

Kontakt zu den Projektverantwortlichen: ProjektLogistik@web.de

Würth Gruppe

Mit Entwicklung in der Corona-Pandemie zufrieden

Die Würth-Gruppe verzeichnet im 1. Halbjahr 2020 einen Umsatz von 6,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, währungsbereinigt sind es 2,9 Prozent. Sowohl in Deutschland (-0,5 Prozent) als auch in stärkerem Umfang im Ausland (-4,9 Prozent) waren die Umsätze rückläufig. „Wir sind vor dem Hintergrund der aktuellen Situation einer weltweiten Pandemie mit dieser doch stabilen Entwicklung sehr zufrieden“, zeigt sich Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe erleichtert. „Aufgrund der Systemrelevanz des Handwerks und des bereits in den letzten Jahren erfolgten Aufbaus der digitalen Infrastruktur in unseren Bestell- und Lieferkonzepten waren wir zu jeder Zeit lieferfähig und hatten keine Engpässe.“

Die deutsche Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 2,9 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht. „Das Baugewerbe verzeichnete in den ersten Monaten 2020 noch Umsatzzuwächse. Das kam auch uns zugute“, erklärt Friedmann. „Wenngleich natürlich der Automobilsektor – hier sind wir als Zulieferer auch betroffen – nach wie vor leidet.“ Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Keimzelle und größte Einzelgesellschaft im Konzern, erwirtschaftete im 1. Halbjahr 2020 einen Umsatz von 1.061 Mio. Euro inklusive konzerninterner Umsätze (+2,5 Prozent).

Vor allem die Gesellschaften in den von COVID-19 stark betroffenen Ländern wie Italien, Frankreich und auch Spanien spürten die Adolf Würth GmbH & Co. KG Auswirkungen. Jedoch konnten trotz der gesamtwirtschaftlich rückläufigen Entwicklung beispielsweise in Frankreich auch mit komplettem Lockdown im Monat April und vielen Restriktionen im Mai großartige Erfolge im Bereich E-Business erzielt werden. Die strategische Ausrichtung auf die digitalen Kanäle wie Onlineshop, Würth App und E-Procurement führten bei Würth Frankreich im ersten Halbjahr zu einem E-Business Zuwachs von 27,8 Prozent. Der kontaktlosen Beschaffung konnte damit in vollem Umfang Rechnung getragen werden. Die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft zieht der Konzern nach wie vor aus seinen drei tragenden Säulen: Multikanalstrategie, Risikostreuung durch die internationale Aufstellung sowie der Diversifikation. Dadurch konnte das Unternehmen seinen Kunden aus Handwerk und Industrie permanent flexible Handlungsfähigkeit während der kompletten Krise garantieren.

Das Betriebsergebnis der Würth-Gruppe liegt im 1. Halbjahr 2020 mit 280 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (2019: 340 Mio. Euro). „Diesen Einschnitt müssen wir hinnehmen. Dennoch sind wir in Anbetracht der Umstände mit der Entwicklung zufrieden und setzen alle Hebel in Bewegung was Vertriebsaktivitäten und Kostenmanagement angeht, denn dann haben wir diese Krise auch als Chance genutzt“, fasst Friedmann zusammen.

Auch Hersteller des Bereichs Türen und Fenster setzen auf die Messe im Januar

Allen schlechten Nachrichten zum Trotz: Die Weltleitmesse „Bau“ steht rund ein halbes Jahr vor Messebeginn gut da. Die 18 Messehallen sind zu Drei Vierteln fest gebucht. Das entspricht dem Niveau von vor zwei Jahren. So ist die Nachfrage aus dem Ausland größer denn je. Einige Ausstellungsbereiche haben mehr unter Corona zu leiden als andere. Dazu gehört auch der Bereich für Türen und Fenster, in dem die „Bau“ Absagen prominenter Aussteller verkraften muss. Es gibt aber auch Hersteller aus diesem Segment, die an der „Bau“ festhalten und glauben, dass sich die Teilnahme auch unter Corona-Bedingungen lohnt. Deren klare Botschaft: Wir sind dabei! Wir brauchen die „Bau“!

Noch läuft es, verglichen mit anderen Branchen, einigermaßen rund am Bau. Volle Auftragsbücher aus dem Bau-Boom der vergangenen Jahre sorgen für eine gute Auslastung der Betriebe. Das könnte sich jedoch spätestens 2021 ändern, denn die Baubranche treffen wirtschaftliche Einbrüche meist zeitversetzt. Der Staat als einer der größten Auftraggeber der Bauwirtschaft wird sich angesichts seiner Schuldenlast mit Investitionen zurückhalten, ebenso wie der private Auftraggeber.

Quo vadis, Bauwirtschaft? Das jüngste ifo-Konjunkturbarometer (06/2020), rechnet bereits in den kommenden Monaten mit einem spürbaren Rückgang für das Bauhauptgewerbe. Auch für das Baugewerbe erwartet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, ZDB, dass „der pandemiebedingte Einbruch“ im zweiten Halbjahr 2020 „noch bevorsteht“. Und was den Export angeht: Der ist mit Corona in einigen Branchen komplett eingebrochen, insbesondere in stark betroffenen Ländern wie Frankreich, Spanien oder den USA.

Vor diesem Hintergrund sprechen sich zahlreiche Unternehmen, sozusagen die schweigende Mehrheit, für eine Austragung der „Bau“ 2021 aus. Die „Bau“, so der Tenor, könnte ein starkes Signal setzen und, wie so oft in den vergangenen Jahren, Aufbruchstimmung erzeugen, auch und erst recht in Corona-Zeiten. Hier einige Beispiele von Türen- und Fensterherstellern.

Frank Lange, Geschäftsführer, Verband Fenster + Fassade gibt folgendes zu Protokoll: „Gerade auch unsere Branche rund um Fenster und Fassade braucht den direkten Kontakt zum Fachhandel und zu den Endkunden. Bisher haben wir zwar noch keine großen Probleme gehabt, keine Kurzarbeit und auch keine Schließungen. Allerdings erwarten wir für 2021 tendenziell einen Abschwung für unsere Branche. Von daher ist es wichtig, dass die ,Bau‘ uns eine lebendige Bühne bietet und ein Signal des Aufbruchs gibt.“

Und so klingt es bei Francisco González, Export Department, Padilla Fire doors: „Obwohl die Corona-Krise uns Unternehmen schwer getroffen hat, bietet jedoch jede Krise neue Möglichkeiten und die ,Bau‘ 2021 sollte der Ausgangspunkt für einen Neustart sein.“

„Wir sind auf der ,Bau‘ 2021, weil ein direkter physischer Austausch mit Kunden und Experten nicht ersetzbar ist, denn dabei werden Hirn und Herz angesprochen. Gerade nach den Härten der Coronakrise brauchen wir ein positives Signal zur Lösung der wichtigen Zukunftsaufgaben rund um den Klimawandel“, erklärt Jürgen Benitz-Wildenburg, Leiter PR & Kommunikation, ift Rosenheim. „Das ift Rosenheim wird daher zum 10ten Mal gemeinsam mit innovativen Mitausstellern auch auf der ,Bau‘ 2021 eine Sonderschau für die Fenster- und Fassadenbranche veranstalten, die 2021 unter dem Motto steht ‚Green Deal Gebäudehülle – Energieeffizienz und Schutz vor Klimafolgen‘. Die ,Bau‘ ist für die Fenster, Fassaden, Tür und Torbranche so bedeutsam, weil hier alle wichtigen technischen Trends und innovativen Produkte zu sehen, zu fühlen und physisch zu begutachten sind, die für die nächsten zwei Jahre von Bedeutung sein werden. Nur auf der ,Bau‘ gibt es diesen intensiven Dialog zwischen Herstellern, Verarbeitern, Planern und Architekten. Das kann keine Videokonferenz und kein virtueller Showroom ersetzen. Das Tragen von Masken und der verantwortungsvolle Umgang mit ‚Social Distance‘ haben wir alle gelernt und deshalb wird es sicher eine ungewöhnliche BAU, aber dennoch eine erfolgreiche ,Bau‘ werden.“

Matthias Rink, Head of Sales Insulbar, Ensinger GmbH: „Die ,Bau‘ ist für uns wichtiger Dreh- und Angelpunkt, um neue Impulse aus der Branche zu gewinnen, aber auch Bühne, um selbst Zeichen zu setzen. Mit unserer Teilnahme signalisieren wir unseren Kunden, dass wir ihr verlässlicher Partner sind, der selbst in schwierigen Zeiten präsent und greifbar ist. Auch für Kunden, die physisch nicht in München anwesend sein können! Deshalb nutzen wir die Krise, um unseren Messestand über viele Berührungspunkte mit einer virtuellen Präsenz zu verschmelzen.“

Für die „Bau“ 2021 sind aktuell 80 Prozent der verfügbaren Ausstellungsfläche, das sind rund 100.000 Quadratmeter Netto, fest vergeben. Das entspricht dem Niveau wie vor zwei Jahren. Absagen insbesondere deutscher Unternehmen steht eine ausgesprochen hohe Flächennachfrage internationaler Unternehmen gegenüber. Angesichts dieser Buchungslage steht die Austragung der „Bau“ vom 11. bis 16. Januar 2021 nicht in Frage. Um die Aussteller insbesondere bei der Besucherwerbung zu unterstützen, gewährt die Messe München einen 15-prozentigen Corona-Bonus. Das Schutz- und Hygienekonzept der bayerischen Messewirtschaft, das von der bayerischen Staatsregierung am 23. Juni verabschiedet wurde, ermöglicht die Durchführung von Messe unter Einhaltung von Abstandsgebot, Hygiene und Nachverfolgbarkeit aller Teilnehmer. Mehr dazu unter www.messe-muenchen.de

Umfassendes Digitalangebot rund um Holzwerkstoffe

In den vergangenen Monaten mussten sich die Hersteller und Kunden aus der Möbel- und Einrichtungsbranche intensiver denn je mit den Möglichkeiten der virtuellen Welt auseinandersetzen. Diese gehen weit über den bloßen E-Commerce hinaus und bieten allen Beteiligten inzwischen zahlreiche Anwendungen, um Materialien, Möbel und ganze Wohnwelten zu entdecken, zu planen oder eben auch zu bestellen. Wer den Komfort von Augmented und Virtual Reality-Anwendungen, durchdachten Produkt-Konfiguratoren oder Planungstools einmal kennengelernt hat, möchte kaum mehr darauf verzichten – auch nicht nach der Krise.

Pfleiderer hat diesen Trend schon vor Jahren erkannt und inzwischen ein umfassendes Angebot an digitalen Anwendungen für seine Geschäftspartner geschaffen. Im Zentrum stehen digitale Plattformen, mit denen Möbelbauer, Planer, Architekten, Handwerker und Endkunden das umfangreiche Sortiment an Holzwerkstoffen noch besser kennenlernen, Muster bestellen und in die Planung sowie die Kalkulation und Bestellung einbringen können. Das Spektrum reicht vom einfach zu bedienenden digitalen Produktfinder, über virtuelle Experimentierräume bis hin zum professionellen Online-Planer-Tool, die den Nutzern alle einen konkreten Mehrwert in ihrem Alltag bieten.

Kreative Gestalter könnten mit „Pfleiderer Individual“ ihre eigenen Dekore für den Möbel- und Innenausbau kreieren. Die Motive lassen sich bequem über den digitalen Produktfinder von Pfleiderer mit einer großen Auswahl an Strukturen und Trägermaterialien kombinieren. Die übersichtlichen Filterfunktionen erleichtern hier die Suche und Einschränkung nach Produktgruppen, Einsatzbereichen oder Material- oder Oberflächeneigenschaften. Ist die gewünschte Lösung einmal konfiguriert, kann diese direkt über das Tool angefragt und mithilfe modernster Digitaldrucktechnologie ab Losgröße 1 bestellt werden. Der Produktfinder hilft natürlich auch bei der Auswahl weniger individueller Produkte oder Spezialanforderungen, wie feuchtebeständige oder emissionsarme Rohplatten oder Brand- und Schallschutz für besondere Einsatzbereiche in Kreuzfahrtschiffen, Arztpraxen oder Kliniken, Hotels, Shops oder auch allen öffentlichen Räumen.

Immer mehr Händler und Endkunden möchten ihre Möbel und Räume auch virtuell gestalten und mit den verschiedenen Oberflächen, Strukturen und Materialien experimentieren. Der „Room Designer“ von Pfleiderer bietet hierfür 26 exemplarische, digitale Raumkonzepte, in denen mehr als 400 Dekore nach den eigenen Vorstellungen kombiniert und geprüft werden können. Die Anwender können beispielsweise in der geplanten Küche von den Tresen-Fronten über Schränke, bis zu Korpus und Regale auf vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zurückgreifen.

Lebensechte Visualisierungen zeigen, ob die dunkle Holzreproduktion „Mountain Oak“ oder das helle „Lindberg Eiche“ besser zum neuen Küchenregal passen und welcher Verarbeitungswinkel besonders ansprechend wirkt. Zur Auswahl stehen Räume in den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Pflege, Büro, Hotel, Shop, Caravan und Yachting. Eine nützliche Orientierung im umfangreichen Dekorsortiment von Pfleiderer bieten auch hier die durchdachten Filterfunktionen, etwa für Dekorgruppen, Farben, Holz- oder Steinarten. Die erstellten Raumdesigns können gespeichert, heruntergeladen oder direkt über die Anwendung ausgedruckt werden.

Sind die digitalen Räume mit den passenden Dekoren und Trägermaterialien eingerichtet, bleibt die Frage, wie die Holzmaserungen, Steinoberflächen und kreativen Dekore bei Lichteinfall und aus verschiedenen Winkeln betrachtet wirken. Hierbei hilft der „3D Viewer“ von Pfleiderer, der die Oberflächenstrukturen in lebensechter Anmutung in 360-Grad-Darstellungen visualisiert. Ein Klick auf das entsprechende Symbol neben dem gewünschten Holzwerkstoff im Produktfinder öffnet die Anwendung. Hochwertige Darstellungen erlauben das Betrachten der Oberflächenstrukturen in verschiedenen Helligkeiten und von allen Seiten. Lichteinfall und Zoomfunktion heben die Unterschiede zwischen den Strukturen deutlich hervor.

Die jüngste digitale Applikation von Pfleiderer ist der Möbelkonfigurator „WoodPro“. Schreiner und Tischler können mithilfe der Softwarelösung – unter Beteiligung der Fachhandelspartner von Pfleiderer – ihre Möbel effizienter planen, einfacher kalkulieren und die Materialien schneller bestellen. Für die Anwendung verbindet Pfleiderer seine langjährige Erfahrung im Möbelbau mit der digitalen Expertise von OS Datensysteme, einem Softwareentwickler für holzverarbeitende Betriebe. Korpus und Elemente lassen sich mittels modernster CAD-Technik bis ins Detail entwickeln, eine integrierte Plausibilitätsprüfung ermöglicht eine fehlerfreie Darstellung der Möbel.

„WoodPro“ greift auf die Artikelstammdaten von Pfleiderer zurück, alle Produkte werden in der hochwertigen 3-D-Darstellung realitätsgetreu dargestellt. Handwerksbetriebe können ihren Kunden auf diese Weise Design und Konstruktionen realitätsgetreu präsentieren. Außerdem verfügt „WoodPro“ über eine praktische Kalkulationsfunktion zur Ermittlung von Angebotspreisen mithilfe detaillierter Stücklisten. Mittels Online-Bestellfunktion können die Fachhandwerkspartner von Pfleiderer ihre Bestellung direkt aus der Software heraus bei ihren vernetzten Händlern aufgeben und überwachen. Außerdem lässt sich der „WoodPro“-Datensatz flexibel in bestehende OSD-Benutzeroberflächen integrieren.

Die verschiedenen digitalen Applikationen von Pfleiderer stehen unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.pfleiderer.com.

Steuert erfolgreich durch die Corona-Krise

Für das vergangene erste Halbjahr 2020 zieht der Spezialist für Küchenarbeitsplatten und -rückwände Lechner positive Bilanz. Ein erfolgreiches erstes Quartal mit einem Zuwachs von 15 Prozent im Handel Inland sowie die umgehende und effektive Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Arbeitsorganisation, Materialbestand und Kundenservice als Antwort auf die Corona-Krise führten dazu, dass Lechner das erste Halbjahr erfolgreich abschließen konnte. Im Juni konnte sogar ein Plus gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.

„Nach einem sehr erfolgreichen Q1 wirkte für uns, wie für viele andere Marktteilnehmer auch, der COVID-19-Effekt entsprechend dämpfend auf den Umsatz ein. Durch die Schließung der Küchenstudios unserer Kunden war es nicht möglich, unsere Plan-Umsätze zu generieren. Als Reaktion darauf passten wir unsere Planung auf einen Corona-Case an und leiteten entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Wir sind sehr stolz auf unser Team und unsere Mitarbeiter, mit denen wir geschlossen die Krise bewältigen konnten. Tatsächlich ist unser Ist-Umsatz für die schwierigen ,Corona-Monate‘ April und Mai höher als in unserer angepassten Corona-Planung. Hinzu kommt das Plus im Juni 2020. Wir konnten diesen Monat mit einem Umsatzplus von +10 Prozent zum Vorjahr abschließen. Die Auftragseingangszahlen liegen 46 Prozent über dem Niveau von 2019. Besonders geholfen hat uns die Flexibilität in Bezug auf unseren Aufmaß- und Montage-Service. Hier konnten wir vielen Kunden dabei helfen, ihre Umsätze schnellstmöglich zu generieren. Das spiegelt sich sehr positiv in der Entwicklung unserer Steinwerkstoffe wie Naturstein, Keramik und Dekton wider“, erklärt Daniel Griehl Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Lechner die Entwicklungen des ersten Halbjahres.

Andrea Lechner-Meidel, Vorstand und Geschäftsführung von Lechner beschreibt die letzten Monate: „Wie in wahrscheinlich jedem Unternehmen haben sich unsere Prozesse durch die Corona-Krise geändert. Unser oberstes Ziel war und ist die Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Besucher. Wir haben intern sehr viele Maßnahmen ergriffen, die auch jetzt in vielen Bereichen noch aktiv sind. Es war und ist in diesem Zusammenhang unser Bestreben, dass sich für unsere Kunden und Lieferanten keine einschneidenden und limitierenden Auswirkungen ergeben. Auf der Seite der Materialbeschaffung galt und gilt es, Markt und Politik genau zu beobachten und so die Lagerbestände zu optimieren. Das ist uns zwar nicht zu 100 Prozent gelungen – viele Entscheidungen haben sich jedoch aufgrund einer sehr sensiblen Marktbeobachtung als richtig herausgestellt. So können wir von einer nahezu vollständigen Materialverfügbarkeit sprechen, wodurch wir einen durchgängigen Produktionsbetrieb aufrechterhalten haben, immer unter Berücksichtigung der Mitarbeitergesundheit. Auf der Seite der Kundenbelieferung konnten wir individuell auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen und haben je nach Beschränkungsvorgaben und Kundenwunsch unsere Waren zuverlässig geliefert.“

„Unser Krisenmanagement beinhaltet mehrere Säulen. Besonders wichtig war die Installation eines COVID-19-Radars, um schnellstmöglich Rückschlüsse für unser Geschäft ziehen zu können. In diesem Zusammenhang beleuchteten wir täglich die Veränderungen bzw. Auswirkungen in Bezug auf Mitarbeiter, Einkauf, Logistik, Vertrieb und Markt. Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Lieferfähigkeit nachhaltig aufrechterhalten konnten und unsere Kunden somit in der Lage waren, ihre Aufträge zu fakturieren. Unsere Unternehmensgröße sowie unser Lagermanagement haben sich hier als sehr vorteilhaft erwiesen“, ergänzt Griehl.

Leichter Rückgang bei Aufträgen des Verarbeitenden Gewerbe im Mai

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2020 saison- und kalenderbereinigt 0,8 Prozent niedriger als im Vormonat. Dabei gingen die offenen Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum April 2020 um 0,1 Prozent zurück. Der Bestand an Auslandsaufträgen verringerte sich um 1,2 Prozent. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragsbestand im Mai 2020 saison- und kalenderbereinigt 2,7 Prozent niedriger.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragsbestand im Mai 2020 um 1,6 Prozent niedriger als im April 2020. Bei den Herstellern von Investitionsgütern ging er um 0,8 Prozent zurück. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand 0,5 Prozent höher als im April 2020.

Die Reichweite des Auftragsbestands hat sich leicht erhöht und betrug im Mai 2020 im Verarbeitenden Gewerbe 6,0 Monate (April 2020: 5,9 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag die Reichweite des Auftragsbestands im Mai 2020 wie im Vormonat bei 2,9 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug sie 8,5 Monate (April 2020: 8,3 Monate) und im Bereich der Konsumgüter 2,4 Monate (April 2020: 2,3 Monate).

Die Reichweiten erhöhten sich im Mai 2020 insbesondere im Bereich der Investitionsgüter, weil die Umsätze zuletzt stark gesunken waren. Darüber hinaus gab es im Bereich der Industriebetriebe im Mai 2020 insgesamt keine umfangreichen Auftragsstornierungen.

Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der letzten 12 Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.