Mit Entwicklung in der Corona-Pandemie zufrieden
Die Würth-Gruppe verzeichnet im 1. Halbjahr 2020 einen Umsatz von 6,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, währungsbereinigt sind es 2,9 Prozent. Sowohl in Deutschland (-0,5 Prozent) als auch in stärkerem Umfang im Ausland (-4,9 Prozent) waren die Umsätze rückläufig. „Wir sind vor dem Hintergrund der aktuellen Situation einer weltweiten Pandemie mit dieser doch stabilen Entwicklung sehr zufrieden“, zeigt sich Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe erleichtert. „Aufgrund der Systemrelevanz des Handwerks und des bereits in den letzten Jahren erfolgten Aufbaus der digitalen Infrastruktur in unseren Bestell- und Lieferkonzepten waren wir zu jeder Zeit lieferfähig und hatten keine Engpässe.“
Die deutsche Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 2,9 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht. „Das Baugewerbe verzeichnete in den ersten Monaten 2020 noch Umsatzzuwächse. Das kam auch uns zugute“, erklärt Friedmann. „Wenngleich natürlich der Automobilsektor – hier sind wir als Zulieferer auch betroffen – nach wie vor leidet.“ Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Keimzelle und größte Einzelgesellschaft im Konzern, erwirtschaftete im 1. Halbjahr 2020 einen Umsatz von 1.061 Mio. Euro inklusive konzerninterner Umsätze (+2,5 Prozent).
Vor allem die Gesellschaften in den von COVID-19 stark betroffenen Ländern wie Italien, Frankreich und auch Spanien spürten die Adolf Würth GmbH & Co. KG Auswirkungen. Jedoch konnten trotz der gesamtwirtschaftlich rückläufigen Entwicklung beispielsweise in Frankreich auch mit komplettem Lockdown im Monat April und vielen Restriktionen im Mai großartige Erfolge im Bereich E-Business erzielt werden. Die strategische Ausrichtung auf die digitalen Kanäle wie Onlineshop, Würth App und E-Procurement führten bei Würth Frankreich im ersten Halbjahr zu einem E-Business Zuwachs von 27,8 Prozent. Der kontaktlosen Beschaffung konnte damit in vollem Umfang Rechnung getragen werden. Die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft zieht der Konzern nach wie vor aus seinen drei tragenden Säulen: Multikanalstrategie, Risikostreuung durch die internationale Aufstellung sowie der Diversifikation. Dadurch konnte das Unternehmen seinen Kunden aus Handwerk und Industrie permanent flexible Handlungsfähigkeit während der kompletten Krise garantieren.
Das Betriebsergebnis der Würth-Gruppe liegt im 1. Halbjahr 2020 mit 280 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (2019: 340 Mio. Euro). „Diesen Einschnitt müssen wir hinnehmen. Dennoch sind wir in Anbetracht der Umstände mit der Entwicklung zufrieden und setzen alle Hebel in Bewegung was Vertriebsaktivitäten und Kostenmanagement angeht, denn dann haben wir diese Krise auch als Chance genutzt“, fasst Friedmann zusammen.









