Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Wenn Altanlagen nicht mit dem Maschinenpark mitwachsen

Natürlich ist auch an Al-Ko Therm die Lockdown-Phase nicht spürbar vorübergegangen. Für den Absaugspezialisten geht der Blick aber ganz klar in die Zukunft, zumal es vor allem im Inland gelungen ist, trotz aller Einschränkungen Projekte erfolgreich zu Ende zu führen. Nun gelten alle Bestrebungen des Herstellers aus Jeppingen-Scheppach mehr denn je wieder den Kunden, die zugeschnittene Lösungen erwarten. Holger Gurk, Teamleiter Vertrieb Absaugtechnik bei Al-Ko Therm, im Kurzinterview mit der „möbelfertigung“.

möbelfertigung: Herr Gurg, was raten Sie: gibt es Entwicklungen der jüngeren Zeit, die es besonders attraktiv machen, Altanlagen zu tauschen bzw. in Altanlagen zu investieren?
Holger Gurk:
Die stetige technische Weiterentwicklung, sowie steigende sicherheitsrelevante Voraussetzungen und Normen lassen oft nur einen Neubau zu. Die Energieeffizienz, heute mehr als je zuvor, bietet uns natürlich zusätzliche Anreize, die es dem Betreiber zu vermitteln gilt. Unterstützend dazu gibt es auch wirklich interessante EU-Förderprogramme, die auf Energieeffizienz ausgerichtet sind, und durch die es sich für den Kunden doppelt lohnen kann, in eine neue Anlage zu investieren.

möbelfertigung: Was waren im Bereich der Absaugtechnologie im Holzbearbeitungssektor wichtige Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit aus dem Hause Al-Ko Therm?
Holger Gurk:
Ein Meilenstein war natürlich die EN 16770:2018, die den Anstoß für die patentierte Großentstauberbaureihe „APU 350 – 350+“ gab und heute sehr erfolgreich im Markt läuft. Zudem sind es die scheinbar kleinen Dinge, die nach der Umstellung auf besonders sparsame „IE3“ Motoren 2017 in den letzten Jahren für unsere Kunden entwickelt wurden. Zum Beispiel unser patentiertes „Staubschott“, welches zur staubfreien Entnahme bei Entstaubern und Filteranlagen mit Abfüllbehältern dient. Auch der patentierte „ALC Füllstandssensor“, ebenfalls zur Anwendung bei Lösungen mit Abfüllbehältern, ist zu nennen, der zum Einbau in Zone 21 geeignet ist.

Sie wollen das vollständige Interview lesen? Dann freuen Sie sich auf die „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint. Wenn Sie ein Abonnement besitzen, erhalten Sie die Ausgabe automatisch. Wenn Sie noch kein Abo haben, dann bekommen Sie es hier.

Außerdem in der Ausgabe: Wie Rolf Benz und Sedus von Smart Data profitieren, mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

Bleibt trotz Corona-Krise stabil

Erfolg für Blum: Dank eines guten Starts in das Wirtschaftsjahr 2019/2020 schließt der Beschlägespezialist mit einem Gruppenumsatz von 1.906,92 Mio. Euro ab. Dies entspricht mit einem Plus von 14,90 Mio. oder +0,8 % in etwa dem Vorjahres-Niveau. 

Nach einem guten Start des Wirtschaftsjahres sorgte das Corona-Virus ab April für starke Verwerfungen in den weltweiten Märkten und führte auch bei Blum zu starken Umsatzrückgängen. Das Unternehmen konnte dennoch seine Kunden in über 120 Ländern durchgängig beliefern. Blum forciert weiter seine internationale Ausrichtung und hat mittlerweile 32 Tochtergesellschaften und Repräsentanzen weltweit. So kam im März 2020 ein Standort in Südafrika hinzu. Blum erwirtschaftet 97 Prozent des, davon 44 Prozent in der EU und 15 Prozent in den USA.

Die Zahl der bei Blum Beschäftigten liegt mit Stichtag 30.06.2020 bei 8 349 weltweit, davon 6 180 in Vorarlberg, und damit bei 262 mehr als im Vorjahr. Ab September 2020 starten 94 neue Lehrlinge in Vorarlberg im Unternehmen – davon 23 Mädchen. Somit sind ab Herbst 378 Lehrlinge bei Blum Österreich in Ausbildung, wo nun seit einem halben Jahrhundert junge Menschen zu Fachexperten ausgebildet werden. 24 Lehrlinge bildet das Tochterunternehmen Blum USA zu Fachkräften aus, bei Blum Polen sind erstmals 4 junge Menschen in der Lehre.

In Westeuropa waren Märkte wie Italien, Frankreich, England oder Spanien zum Teil wochenlang im Lockdown. Dies hat auch für Blum in dieser Region zu einem Umsatzrückgang geführt. In Osteuropa konnte das Unternehmen trotz zum Teil erheblicher wirtschaftlicher Einschränkungen ein Wachstum verzeichnen. Der Geschäftsführer Philipp Blum sagt: „Für uns bleibt die Europäische Union ein wesentlicher Stabilitätsfaktor. Das Offenhalten der Grenzen für den Güterverkehr zu jeder Zeit hat es uns ermöglicht, auch während der Krise unsere Kunden weltweit durchgehend zu beliefern.“ Der Umsatz in Nordamerika blieb auf dem Niveau des Vorjahres, in den Märkten Südamerikas musste Blum einen deutlichen Rückgang zum Vorjahresniveau hinnehmen. Im asiatisch-pazifischen Raum erzielte der Beschlägehersteller dank der weiterhin sehr positiven Entwicklung Chinas auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine Steigerung. „Allerdings ist Indien von der Krise stark betroffen“, erläutert Geschäftsführer Philipp Blum im Rahmen der Pressekonferenz. „Und bis auf China der sudostasiatische Raum. In China sprang die Wirtschaft im Verlauf des März bereits wieder an.“

Natürlich trugen zu dem Wachstum auch neue Produkte bei. Dabei konnte Blum 2019 auch 79 neue Patente (von jetzt insgesamt rund 2.100) anmelden.

Die Gesamtinvestitionen der Blum-Gruppe beliefen sich im Wirtschaftsjahr 2019/2020 auf 327 Mio. Euro. In Vorarlberg geht der Bau der Erweiterung im Werk 4 in Bregenz planmäßig voran. Hier entsteht bis Sommer 2021 eine neue Produktionshalle mit 49 000 Quadratmetern Nutzfläche und einem Hochregallager. Bei diesem Projekt setzt Blum erneut auf eine mehrgeschossige Bauweise, um die Flächenressourcen zu schonen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Werk 4 erwarb der Beschlägehersteller die Betriebsliegenschaft von Wolford. Die Gebäude sind langfristig an Wolford zurückvermietet, heute ungenutzte Flächen will Blum in absehbarer Zeit selbst nutzen. „Unsere Investitionen in der Region sind für uns ein klares Bekenntnis zum Standort Vorarlberg“, so Geschäftsführer Martin Blum. Auch international finden wichtige Investitionen statt. In China ist der Baustart des neuen Produktionsstandortes inklusive automatischem Hochregallager erfolgt, mit der Fertigstellung rechnet Blum bis Ende 2022. In den USA wird die Erweiterung des Lagers und der Produktionsflächen bis Ende des Jahres fertiggestellt. In Kanada bezieht die örtliche Tochtergesellschaft im Spätherbst 2020 ein neues Gebäude mit Lager, Büro und Schauraum.

Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2020/2021

Den Ausblick für die kommenden Monate sieht Blum mit viel Unsicherheit behaftet. Die Nachwirkungen der Gesundheitskrise werden in der Weltwirtschaft noch länger spürbar bleiben. Blum erachtet es als besonders wichtig, dass die Europäische Union einen gemeinsamen Weg zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen findet. Philipp Blum sagt: „Gerade für uns als international tätiges Unternehmen ist diese Gemeinschaft elementar.“ Auch zukünftig setzt das Traditionsunternehmen auf den stetigen Ausbau der internationalen Märkte, enge Kundenbeziehungen und laufende Innovationen im Produkt- und Servicebereich. Blum verfolge seit Anbeginn eine Strategie zum langfristigen Erhalt des Unternehmens für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so die Geschäftsführung. „Die vergangenen Monate haben uns als Unternehmen sehr gefordert und wir nehmen einiges für die Zukunft mit. Ein Dank gilt unserer Mannschaft für die Einsatzbereitschaft und den Zusammenhalt“, betont Philipp Blum.

Mit Spannung erwartet das Unternehmen die geschäftliche Entwicklung im Herbst. „In den letzten Monaten war die Nachfragesituation für uns sehr positiv“, so Philipp Blum. „Aber wir können noch nicht einschätzen, ob das vielleicht nur eine Art Nachholbedarf gewesen ist. Insofern könnte der Herbst zur Herausforderung werden.“

Treffen Vereinbarung für mehr Transfer zwischen Wissenschaft und Handwerk

Ende Juni haben die Fraunhofer-Gesellschaft und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) vereinbart, in der Zukunft enger zusammen zu arbeiten und den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Handwerk für mehr Innovationen zu stärken. Dazu haben die Fraunhofer-Gesellschaft und der ZDH eine Erklärung über angestrebte gemeinsame Aktivitäten unterzeichnet.

Handwerker können technologische Herausforderungen nicht immer mit eigenen Ressourcen angehen. Wissenschaft kann hier wertvollen Input leisten. Gleichzeitig bieten Kooperationen der Wissenschaft die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse und Erfahrungen in die praktische Anwendung zu bringen.

Prof. Ralf B. Wehrspohn, Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft, erklärt: „Das Handwerk ist eine tragende Säule der deutschen und europäischen Wirtschaft. Der engverzahnte Austausch, der Transfer von Forschungsergebnissen sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung sind daher zentrale Voraussetzungen dafür, den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen und mit Innovationen die Wirtschaftskraft des Handwerks langfristig zu sichern. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung vertiefen wir die Beziehung zwischen Wissenschaft und Handwerk und werden zum Nutzen aller noch enger zusammenarbeiten.“

Holger Schwannecke, ZDH-Generalsekretär, ergänzt: „Ein stärkerer Austausch zwischen Handwerkern und Forschern bringt nicht nur Wissenschaftlern und Handwerkern Vorteile. Letztlich profitiert auch der Endkunde, bei dem noch bessere Lösungen zum Einsatz kommen. Voraussetzung hierfür ist ein funktionierender Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Handwerk, den wir in Zukunft durch die gemeinsamen Aktivitäten stärken möchten.“

ZDH und Fraunhofer beabsichtigen eine Innovationsplattform zu schaffen mit dem Ziel, einen gegenseitigen Technologie- und Wissenstransfer zu etablieren sowie Zukunftsanwendungen (Produkte, Dienstleistungen und Prozesse) zu identifizieren und voranzutreiben. Als Auftaktveranstaltung in diesem Jahr wird ein „Fraunhofer-Tag“ im ZDH stattfinden. Viele weitere gemeinsame Aktivitäten werden folgen.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks vertritt die Interessen von rund eine Million Handwerksbetrieben in Deutschland mit mehr als 5,5 Millionen Beschäftigten und rund 368.000 Auszubildenden. Als Spitzenorganisation der Wirtschaft mit Sitz im „Haus des Deutschen Handwerks“ in Berlin bündelt der ZDH die Arbeit von 53 Handwerkskammern, 49 Fachverbänden des Handwerks auf Bundesebene sowie bedeutenden wirtschaftlichen und sonstigen Einrichtungen des Handwerks in Deutschland.

Randscharf und oversprayfrei

Der neue „EcoPaintJet“ des deutschen Lackiertechnik­herstellers Dürr sorgt für frischen Wind im Bereich der Spritzapplikation von Lacken. Das innovative Verfahren ermöglicht es, Oberflächen randscharf zu beschichten – und zwar ganz ohne Overspray. Gemeinsam mit dem österreichischen Lackhersteller Adler hat Dürr das Beschichtungssystem für die Anforderungen der Möbel- und Fensterindustrie weiterentwickelt. Herzstück des neuen Beschichtungssystems ist ein Applikationskopf, der auf jede geeignete Beschichtungsanlage wie einen Lackierroboter angebracht werden kann. Durch eine Düsenplatte wird der Lack in dutzenden gleichmäßigen Strahlen auf die Oberfläche aufgebracht. Dort verfließen die Lackbahnen und bilden einen homogenen Film mit messerscharfen Kanten. Die Neuentwicklung wurde im April dieses Jahres mit dem „Deutschen Innovationspreis“ ausgezeichnet.
Was das System leisten kann, lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Wie Rolf Benz und Sedus von Smart Data profitieren, mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

„Interzum“ 2021

Hotspot „Interzum flooring“ rückt Bodenbeläge in den Fokus – Innenausbau als Wachstumsmarkt Weltleitmesse 2021

Die Weltleitmesse „Interzum“ in Köln hat seit jeher zwei wichtige Standbeine: Zulieferprodukte für die Möbelindustrie auf der einen und für den Innenausbau auf der anderen Seite. Zu letztgenanntem zählen moderne Bodenbeläge – ein Produktsegment, das mit Funktion und Design punktet. Das Team der „Interzum“ wird zum kommenden Event 2021 die Hersteller von Bodenbelägen noch stärker in den Fokus rücken. Ein attraktiver Gemeinschaftsstand bietet deutschen und internationalen Unternehmen aus diesem Segment eine wertige Bühne zur Präsentation. „Wir sprechen damit auf Besucherseite gezielt Bodenverleger, Handwerker, Objekteure und Architekten an“, betont „Interzum“-Director Maik Fischer und fährt fort: „Denn fast ein Drittel unserer Messebesucher gehört zu diesen Berufen. Zudem bescheinigen uns unsere Aussteller eine stark wachsende Anziehungskraft für genau jene Klientel.“

Auf der „Interzum“ wurden zuletzt rund 75.000 Fachbesucher registriert. Etwa 13 Prozent davon gehörten der Zielgruppe „Innenausbau/Ladenbau“, neun Prozent dem Tischler- beziehungsweise Schreinerhandwerk und sieben Prozent den Unternehmen für Raumausstattung und Dekoration an. Die Kölner Leitmesse ist damit einer der meist nachgefragten Hotspots für Bodenverlegebetriebe und den Fußbodenfachhandel.

Diese bedeutende Position spiegelt sich auch in der Besucherstrukturanalyse 2019 wider: Drei Viertel aller Aussteller bewerten ihre geschäftlichen Erfolge auf der Messe als gut oder sehr gut, in Folge dessen würden 94 Prozent der Aussteller die „Interzum“ weiterempfehlen. Überzeugend fällt auch die Zielgruppenanalyse für Bodenbeläge aus: Sah 2017 noch jedes vierte, auf diese Besucherzielgruppe fokussierte ausstellende Unternehmen, Boden- und Parkettleger punktgenau erreicht und angesprochen, war es zuletzt 2019 schon jedes zweite.

Das „World‘s Leading Event“ „Interzum“ bildet genau den richtigen Rahmen für moderne Bodensysteme, denn auch der Markt für Bodenbeläge ist global aufgestellt. Kundenseitig werden immer höherwertigere Sortimente nachgefragt, die nach Erstausstattung oder Renovierung über viele Jahre eine „gute Figur“ machen – im gewerblich-industriellen Bereich ebenso wie im Objekt- oder Privatkundeneinsatz.

Der technische Fortschritt ermöglicht stets neue, überraschende Innovationen, die von Verlege- und Verbindungstechniken über Materialkombinationen bis hin zu neuen Einsatzgebieten reichen. Neben herausragenden Produkteigenschaften rücken zunehmend und immer deutlicher ‚weiche‘ Kriterien wie Nachhaltigkeit, sozialverträgliche Fertigung, Recycling sowie geringe Transport- und Energieaufwendungen bei Kaufentscheidungen in den Mittelpunkt.

Aktuell laufen die Vorbereitungen für 2021 mit Blick auf Bodenbeläge auf Hochtouren. Zugeordnet dem Produktsegment „Materials & Nature“ mit den Schwerpunkten Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und innovative Oberflächengestaltung, erwartet die „Interzum“ spannende Unternehmenspräsentationen mit Parkett, Massivholz- und Korkböden, elastischen Bodenbelägen sowie LVT beziehungsweise Designböden und Laminat.

Für die Sonderfläche „Interzum flooring“ können interessierte Aussteller Full-Service-Pakete zu interessanten Konditionen buchen. Inkludiert sind dann neben der Präsentationsfläche auch Standbau, Licht und Strom, Grafik, Mobiliar, ein Kommunikationspaket sowie Park- und Eintrittstickets. Für Aussteller und Besucher mit dem kommerziellen Schwerpunkt Bodenbeläge wird in Köln im Mai 2021 also der rote Teppich ausgerollt.

Luigi de Vito ist der neue Präsident

Bei der diesjährigen Hauptversammlung des italienischen Verbands Acimall standen Neuwahlen an: Luigi De Vito von der Scm Group aus Rimini wurde zum Präsidenten für die Periode 2020 bis 2023 bestimmt, zur Seite steht ihm Marianna Daschini von Greda aus Mariano Comense als Vizepräsidentin. Darüber hinaus segneten die versammelten Mitglieder den Finanzbericht eines der schwierigsten Jahre für den Acimall und die gesamte Weltwirtschaft ab.

De Vito ist Bereichsleiter Holz bei der Scm Group und verantwortlich für Produktion, Produktentwicklung, Verkauf und Kundendienst. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium an der Luiss Universität in Rom sammelte er einiges an Management-Erfahrung im Ausland. Seit 2008 ist er in der Holzverarbeitungsbranche tätig. 2012 kam er zur Scm Group.

De Vito dankte in seiner Antrittsrede dem scheidenden Präsidenten Lorenzo Primultini: Er hat es geschafft, den Verband durch eine der schwierigsten Zeiten seiner Geschichte zu führen und hat dabei trotzdem nicht die Werte, die ein solcher Verband verkörpern muss, aus den Augen verloren.“ Danach stellte der frischgebackene neue Präsident den Mitgliedern, die überwiegend digital „zugeschaltet“ waren, Vizepräsidentin Marianna Daschini vor und betonte die Bedeutung einer jungen weiblichen Führungskraft in dieser Position. Daschini feiert seit einigen Jahren als Geschäftsführerin von Greda schöne Erfolge.

Zuletzt ging De Vito auf die Themen ein, die er sich für seine Amtszeit vorgenommen hat: Die Förderung eines offenen Dialogs zwischen den Mitgliedsunternehmen und anderen Verbänden; die Konzentration der Ressourcen auf strategisch wichtige Projekte wie etwa den Zugang zu Krediten, die Geschäftsentwicklung und Lieferketteninitiativen; die Unterstützung und Entwicklung der Marken der Mitgliedsunternehmen sowie die Schaffung eines günstigen Umfelds für den Austausch hervorragender Beispiele für Marktstrategien, Verkauf und Technologietrends.

Sieben Sieger auf der digitalen Bühne

Eine hollywoodreife Preisverleihung inszenierten die Organisatoren des „International Intralogistics and Forklift Truck of the Year Award“ („Ifoy Award“) am Vorabend der „Hannover Messe Digital Days“. Ein Animationsteam kreierte den fliegenden Roboter „I-T20“, kurz für „Ifoy Transformer 2020“, der sich während der Verleihung in die Kategorien der weltgrößten Intralogistikauszeichnung verwandelte. Als der I-T20 dann die Trophäen zu den Gewinnern „beamte“, war bei der Weltpremiere der digitalen Zeremonie der Jubel groß, wie immer bei einer „Ifoy“ Verleihung.

„Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen. Und Veränderung ist der Schlüssel zum Erfolg. Die diesjährige Preisverleihung soll ein sichtbares Zeichen für die Kraft der Transformation setzen. Die ist den besten Innovationen in der Intralogistik gewidmet, und darüber hinaus den Menschen, die Logistik erst möglich machen“, sagte die Juryvorsitzende Anita Würmser bei der Verleihung.

Seinen ersten „Ifoy Award“ holte sich auf Anhieb Bosch Rexroth mit seiner „Locator-Laser Localization Software“ in der Kategorie „Intralogistics Software“. Die Lokalisierungssoftware auf Grundlage der Laserdistanzmessung bildet mit Hilfe eines Lasersensors im Gegensatz zu den am Markt verfügbaren Systemen automatisch die Umgebung ab und schafft damit eine Basis für autonomes Fahren in Intralogistik- und Produktionsumgebungen.

In der Kategorie „Warehouse Truck lowlifter“ überzeugte der kompakte und wendige „Combi-CS“ des irischen Spezialisten Combilift die Jury. Der Gabelhubwagen mit einer Tonne Tragkraft und 2500 Millimeter Hubhöhe bietet durch seine patentierten Multi-Positions-Deichsel einen deutlichen Mehrwert in Sachen Betrieb und Sicherheit in schmalen Gängen und löst damit ein weit verbreitetes Problem.

Bei den „Warehouse Truck highlifter“ machte in einer starken Konkurrenz der „ESR 1000“ des US-amerikanischen Herstellers Crown das Rennen. Der Schubmaststapler mit 1,6 Tonnen Tragkraft und einer Hubhöhe von 6840 Millimetern beeindruckte im IFOY Test mit seinem Crown-typischen Komfort, aber vor allen mit einer im Vergleich zu den Top-Staplern am Markt 25 Prozent schnelleren Absenkgeschwindigkeit und herausragenden Energierückgewinnung.

In der Kategorie „AGV & Intralogistics Robot“ entschied sich die Jury für den autonomen Routenzug „Tracteasy“ des französischen Herstellers EasyMile. Der Elektroschlepper ermöglicht eine flexible Automatisierung von Logistikprozessen sowohl im Indoor-, als auch im Outdoorbereich Mit einer Anhängelast von 25 Tonnen fährt er mit bis zu 25 km/h sicher im Mischverkehr zwischen Autos, Fußgängern und Fahrrädern und kann dank seiner Bodenfreiheit auch auf unebenem Gelände oder bei schwierigen Wetterbedingungen eingesetzt werden.

In der Kategorie „Special Vehicle“ holte sich der „SRSC45H9“ des chinesischen Herstellers Sany einen „Ifoy Award“. Der komfortable Hybrid-Vollcontainerstapler bietet Hubkapazitäten in der ersten, zweiten und dritten Reihe von 45, 31 und 15 Tonnen. Die Produktivitätssteigerungen erreichen laut einem Sany-internen Test mindestens 15 Prozent im Vergleich zum hauseigenen Standardfahrzeug sowie einen um 20 Prozent niedrigeren Kraftstoffverbrauch. Die Vorteile sind auf ein Hybridsystem zurückzuführen, das auf das Heben und Senken des Auslegers mit dem Spreader ausgerichtet ist.

Bei den Gegengewichtsstaplern sicherte sich der im Oktober 2019 vorgestellte 2,5-Tonnen E-Stapler „RX 60“ des Hamburger Herstellers Still souverän den Sieg. „Noch nie zuvor war ein Stromer im „Ifoy“ Test so produktiv und eine so ernsthafte Alternative zu Verbrennern. Mit dem ,RX 60-25‘ in der High-Performance-Variante bricht Still alle Rekorde und setzt die Messlatte für Elektrostapler in diesem Segment um einiges höher“, urteilte die Jury.

Den „Ifoy Award“ in der Kategorie „Start-up of the Year“ holte sich Wiferion – ehemals Blue Inductive – mit „Etalink 3000“. Das erste zu 100 Prozent kontaktlose Wireless-Charging-System für industrielle Elektrofahrzeuge ist voll einsatzbereit und ermöglicht eine schnelle und flexible Installation mittels Bodenplatten, die keinerlei Infrastrukturmaßnahmen mehr erfordert.

Der „International Intralogistics and Forklift Truck of the Year (Ifoy) Award“ zeichnet die besten Intralogistikprodukte und -lösungen des Jahres aus. Er hat sich als Indiz für Wirtschaftlichkeit und Innovation etabliert und gilt aufgrund seiner fachlichen Expertise als maßgeblicher Innovationspreis in der Intralogistik. Basis der Entscheidung ist das dreistufige Audit – bestehend aus dem rund 80 Kriterien umfassenden „Ifoy“ Testprotokoll, dem wissenschaftlichen „Ifoy“ Innovation Check und dem Jurytest. Entscheidend ist, dass die Nominierten nicht miteinander verglichen werden, sondern mit ihren Wettbewerbsgeräten am Markt. Anlässlich der „Ifoy Test Days“ durchliefen im Februar auf dem Messegelände Hannover insgesamt 16 Geräte und Lösungen von 15 Herstellern die „Ifoy“ Testreihen. Außerdem reisten Juroren und deren Berater-Teams aus der Wirtschaft an, um die Finalisten selbst zu begutachten, bevor sie ihr Votum abgaben. Erstmals waren im Test Camp Intralogistics auch potenzielle Käufer vor Ort.

Gewählt wird der „Ifoy Award“ jährlich von einer internationalen Fachjournalisten-Jury. Träger des „Ifoy Award“ ist der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik im VDMA. „Ifoy“ Partner ist die Hannover Messe. Palettenpartner des „Ifoy Award“ ist CHEP, Weltmarkführer im Pooling von Paletten und Behältern. Technologiepartner ist der Batterieladespezialist Fronius. Sitz der „Ifoy“ Organisation ist Ismaning bei München. Die Bewerbungsphase für den „Ifoy Award“ 2021 startet am 14. Juli 2020.

Partnerschaft als Ausdruck einer gemeinsamen Vision

Cleaf und Egger gingen im letzten Jahr eine Kooperation für den Vertrieb von 27 Cleaf-Produkten – beschichteten Platten, Schichtstoffen und Kanten – in sechs Ländern ein. Wie sich diese Kooperation entwickelt, und wie die beiden Partner davon profitieren können und natürlich auch über die aktuelle Gesamtsituation sprach die „möbelfertigung“ mit Roberto Caspani, Cleaf Sales and Marketing Director und mit Ulrich Bühler, Leitung Vertrieb und Marketing Egger Gruppe.
möbelfertigung: Herr Caspani, die Zusammenarbeit mit Egger begann mit 27 Dekoren, die als „Cleaf presented by Egger“ präsentiert wurden. Sind es immer noch die gleichen 27 Dekore und wie wurden sie ausgewählt?
Roberto Caspani: Ja, die Kollektion „Cleaf presented by Egger“ ist die gleiche wie zu Beginn: 27 Produkte, die in 10 Strukturen entwickelt wurden – erhältlich als beschichtete Platte, Laminat und ABS-Kante – was die Schaffung mehrerer stilistischer Kombinationen für verschiedene Kontexte ermöglicht.
Wir haben mehrere Monate zusammen mit dem Egger-Designteam verbracht, um die Kollektion zu definieren. Dabei berücksichtigten wir sowohl ästhetische als auch technische Aspekte, basierend auf den Bedürfnissen der Architekten. Das Ergebnis ist eine vollständige und koordinierte Kollektion, die der „Egger Kollektion Dekorativ“ einen Mehrwert verleiht.

möbelfertigung: Herr Bühler, wie wird die Kollektion „Cleaf presented by Egger“ bisher angenommen? Was zeichnet sie aus Ihrer Sicht aus?
Ulrich Bühler: Seit den ersten Einführungsveranstaltungen für unsere Kollektion Dekorativ haben wir für die „Cleaf presented by Egger“ Kollektion sehr großes Interesse erfahren. Viele Egger-Händler in den definierten sechs Märkten haben bereits Teile der oder sogar die gesamte Kollektion mit 27 Dekoren ins Lager genommen. Die Cleaf Produkte haben einen sehr hohen ästhetischen Anspruch und sind eine optimale Ergänzung zum Dekor- und Strukturspektrum der Egger Kollektion Dekorativ.

möbelfertigung: Welche Perspektiven sehen Sie für einen weiteren Ausbau der Partnerschaft?
Ulrich Bühler: Diese Partnerschaft ist Ausdruck einer gemeinsamen Vision und des gegenseitigen Respekts der beiden Familienunternehmen. Im ersten Schritt möchten wir die Erfahrungen aus der bestehenden Kooperation in den sechs Märkten dazu nutzen, um auch in anderen Regionen gemeinschaftliche Vertriebsaktivitäten zu starten. Darüber hinaus haben wir, wie bereits kommuniziert, auf mittelfristige Sicht Interesse an einer Minderheitsbeteiligung von Egger an Cleaf.

Die kompletten Interviews lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Wie Rolf Benz und Sedus von Smart Data profitieren, mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

Bonitätszertifikat für nachhaltiges Wirtschaften und gesundes Wachstum erhalten

Gute Arbeit und gute Bonität: Bereits zum siebten Mal in Folge hat die Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG das „Crefozert“ Bonitätszertifikat der Creditreform Osnabrück/Nordhorn Unger KG erhalten. Das Meller Familienunternehmen wurde damit für nachhaltiges Wirtschaften und gesundes Wachstum ausgezeichnet. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Kunden und Partner sich auch in der Corona-Krise auf unser starkes Team, die gewohnte Assmann Produktqualität und Zuverlässigkeit verlassen können“, freute sich Dirk Aßmann, geschäftsführender Gesellschafter. Mit Prokurist Thomas Große Frintrop nahm er das Zertifikat unter Einhaltung der erforderlichen Corona-Sicherheitsmaßnahmen von Armin Trojahn, Prokurist der Creditreform Osnabrück, entgegen.

„Das Meller Familienunternehmen Assmann konnte durch nachhaltiges Wirtschaften und gute Arbeit seine hervorragende Marktposition weiterentwickeln und mit einer der modernsten Büromöbelproduktionen Europas erneut seine gute Bonität nachweisen“, so Trojahn. In der Summe hat die Creditreform dem Unternehmen zum wiederholten Mal ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Mit dem uneingeschränkten Erfüllen der „Crefozert“-Kriterien gehört Assmann zu den weniger als zwei Prozent der Unternehmen in Deutschland, die für diese Zertifizierung in Frage kommen. Creditreform bestätigt, dass sich Investitionen und eine solide Unternehmensführung in sehr unruhigen wirtschaftlichen Zeiten auszahlen. Das „Crefozert“ bestätigt als unabhängige Bescheinigung, dass das geschäftliche Verhalten von Assmann einwandfrei ist und die Prognose für die Zukunft positiv.