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Autor: Möbelfertigung

„Domotex“

Global Director Sonia Wedell-Castellano zur aktuellen Planung

„Wir freuen uns übrigens sehr darüber, dass uns in letzter Zeit so viel Bestätigung von unseren Besuchern und den Ausstellern erreicht hat, die uns immer wieder spiegeln, wie relevant Fachmessen im Allgemeinen und die ,Domotex‘ im Speziellen als Handels- und Informationsplattform und Ort für Geschäfte und Networking für sie sind. Das bestärkt uns darin, die nächste ,Domotex‘ mit vollem Einsatz vorzubereiten. Um damit das Geschäft wieder anzuschieben und der Branche die besten Chancen für einen erfolgreichen Restart zu ermöglichen“, gibt Sonia Wedell-Castellano, Global Director der „Domotex“ zu Protokoll.

„Der aktuelle Vermietstatus beläuft sich auf rund 60.000 qm, das sind etwa zwei Drittel der Gesamtfläche, die die ,Domotex‘ üblicherweise erreicht. Dabei freuen wir uns vor allem über die positiven Entwicklungen in den Bereichen ,maschinell hergestellte Webteppiche‘ und ,Fasern und Garne‘. In den Hallen 11 und 12, bei den ,Teppichböden‘ sowie im Bereich ,Parkett, Holz- & Laminat‘, dürfen gern noch einige Anbieter hinzukommen. In diesen Bereichen ist man wegen Corona noch etwas verunsichert. Einige Firmen befinden sich in einer Art Warteposition und haben ihre Teilnahme nicht grundsätzlich abgesagt. Dazu kommt, dass in den ungeraden Jahren zusätzlich zur ,Domotex‘ noch eine starke Wettbewerbsveranstaltung auf dem Programm steht.“

Award für erfolgreiche Markenführung

Die Arbeitswelt befindet sich in einem umfassenden Wandel, der durch die von COVID-19 verursachte Ausnahmesituation noch weiter beschleunigt wurde. Um ein Unternehmen sicher durch diese Zeit navigieren zu können, sind das Vertrauen auf zuverlässige Werte und der Mut, Neues zu wagen, wichtig. König + Neurath positioniert sich seit seinem Marken-Relaunch im Oktober 2018 als Entdecker von Arbeitskulturen, der Architekten, Fachhändler und Unternehmen in einer Zeit der sich radikal verändernden Arbeitswelten begleitet. Mit formbewusstem Mobiliar und differenzierenden Stilwelten gestaltet das international tätige Unternehmen mit hessischen Wurzeln Prozesse ganzheitlich – und scheint damit auf dem richtigen Weg zu sein: Der Rat für Formgebung, die Design- und Markeninstanz in Deutschland, und das German Brand Institute haben König + Neurath im Juni 2020 nun zweimal mit dem „German Brand Award“ für seine erfolgreiche Markenführung ausgezeichnet.

„Wer sein Unternehmen von innen heraus versteht und weiß, was die eigene Arbeitskultur prägt, kann Veränderungen gezielt anstoßen. Mit dem digitalen Beratungstool ,K+N Work.Culture.Map‘ können die Eigenheiten einer Arbeitskultur spielerisch entdeckt oder über Mitarbeiterbefragungen quantitativ identifiziert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Profil visualisiert und zu Impulsen für die Gestaltung von Arbeitsumgebungen weiterverarbeitet“, beschreibt Viktoria König, verantwortlich für das Erscheinungsbild der Marke, die Anwendung. Und so begründet die Jury ihre Entscheidung für die höchste Auszeichnung: „Ein neues digitales Tool, das im Wettbewerb einzigartig sein dürfte, das König + Neurath als ganzheitlichen Anbieter beziehungsweise Prozessbegleiter differenziert und den Wandel hin zu einer kundenorientierten Marke im Alltag maßgeblich vorantreibt.“

Das hochkarätige Expertengremium aus Markenwirtschaft und Markenwissenschaft hat zudem in der Kategorie Excellent Brands – Office & Stationery die besten Produkt- und Unternehmensmarken einer Branche gewürdigt. König + Neurath ist als „Winner“ darunter. „Unter 1.200 Einreichungen aus 14 Ländern zu sein und eine derartige Auszeichnung zu erhalten, ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, König + Neurath zu einer starken Marke mit Wiedererkennungswert konsequent weiterzuentwickeln“, betont Michael Cappello, der neue Vorstandssprecher der König + Neurath AG. „Wir werden unsere jahrelange Erfahrung auch weiterhin in inspirierende Ideen verwandeln, mit denen wir unsere Kunden entlang des gesamten Prozesses der Bürogestaltung begleiten. Von der Analyse ihrer Arbeitskultur über die umfassende Planung bis zum nachhaltigen Service.“

Die Jury setzt sich aus unabhängigen, interdisziplinären Experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Beratung, Dienstleistung und Agenturen zusammen. Die Bewertung der Einreichungen erfolgt nach den Kriterien Eigenständigkeit und Markentypik, Markenprägnanz, Differenzierung zum Wettbewerb und Zielgruppenrelevanz. Die Markenführung sollte Aspekte wie Nachhaltigkeit, Innovationsgrad, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit berücksichtigen. Auch Faktoren wie die Gestaltungsqualität des Markenauftritts, die Homogenität des Markenerlebnisses und der ökonomische Erfolg spielen eine entscheidende Rolle im Jurierungsprozess.

Blickt mit vorsichtigem Optimismus nach vorn

Die Auftragslage verbessert sich. Das Unesco-Welterbe Fagus-Werk öffnet wieder seine Tore für Gäste aus aller Welt. Gute Nachrichten, mit denen Fagus-GreCon in dieser Woche seine weltweiten Vertriebspartner zum jährlichen Informations- und Erfahrungsaustausch begrüßte.

Bedingt durch den durch die Corona-Pandemie ausgelösten Digitalisierungsschub fand diese internationale Vertriebsveranstaltung erstmals online statt. Mit über 100 Vertriebspartnern aus 44 Ländern wurden sowohl technische Innovationen als auch Vermarktungsstrategien für den präventiven Brandschutz sowie die Messtechnik diskutiert. Während in einigen Auslandsmärkten die wirtschaftlichen Folgen von Corona weiterhin spürbar bleiben, werde aus Sicht der Teilnehmer der Aufschwung in einigen europäischen und asiatischen Ländern schrittweise zu einer weiteren Belebung der Investitionsneigung von Kunden und somit der Auftragslage bei Fagus-GreCon beitragen. Die erleichterten Reisebedingungen ermöglichen jetzt zusätzlich die zum Teil überfälligen Wartungen und Inbetriebnahmen durch die GreCon-Kundendiensttechniker.

Durch die konsequente Einhaltung des eingeführten Sicherheits- und Hygieneschutzkonzeptes konnte das Corona-Virus bisher erfolgreich vom Firmengelände ferngehalten werden. Laut Uwe Kahmann, Geschäftsführer Fagus-GreCon, wird das Unternehmen weiterhin alles dafür tun, dass dieser Erfolg trotz einiger in der letzten Woche eingeführten Lockerungen nicht leichtfertig gefährdet wird.

Aufgrund von Auftragsrückgängen im Frühjahr wurde in Abstimmung mit dem Betriebsrat Kurzarbeit je nach Auslastungsgrad eingesetzt. „Falls sich der seit ca. sechs Wochen erkennbare Anstieg im Auftragseingang weiter fortsetzt, werden wir demnächst diese Maßnahme schrittweise zurückfahren können“, so Uwe Kahmann.

Fagus-GreCon wird daher auch in diesem Jahr wie geplant neue Auszubildende einstellen, um auch durch diesen Schritt mittelfristig die Versorgung mit technischen Fachkräften sicherzustellen. Zum ersten September 2020 werden acht Auszubildende ihre Ausbildung im Unternehmen beginnen.

Seit dem ersten Juli 2020 ist auch das Unesco-Welterbe Fagus-Werk wieder für Besucher zugänglich. Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland haben seitdem bereits wieder das „lebende Denkmal“ besucht und an den erweiterten öffentlichen Führungen teilgenommen. „Wir freuen uns sehr nach der mehr als dreimonatigen Unterbrechung nun wieder Besucher begrüßen zu dürfen und endlich auch wieder zu unseren Veranstaltungen einladen zu können“ betont Fabienne Gohres, Leiterin des Unesco-Welterbes Fagus-Werk.

Aktuelle Situation pusht Investitionen in die eigenen vier Wände

Die aktuelle globale Ausnahmesituation wird Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung von Wohnwelten haben. Doch welche könnten das sein? Die „möbelfertigung“ fragte bei Claudia Küchen, Vorstand Design, Marketing, Kommunikation und Dekorentwicklung bei Schattdecor, nach.

möbelfertigung: Frau Küchen, welchen Einfluss hat die Pandemie auf Design und Gestaltung?
Claudia Küchen: Die Welt befindet sich gemeinsam in einem so bislang unbekannten Ausnahmezustand. Ich denke, diese Situation wird Einfluss auf alles haben – jeden Bereich des Wohnens, Arbeitens und Lebens. Und natürlich auch auf unsere Produkte.
Deshalb laufen Neuentwicklungen gerade auf Hochtouren. Wir müssen neuen Bedürfnissen und einem neuen Facettenreichtum gerecht werden. Keiner kann genau sagen, wohin die Reise im Moment hingeht, aber letztlich haben wir alles das gleiche Ziel: Nach der Krise muss wieder ein Aufschwung kommen. Den wollen wir mit neuen Dekoren, Designs, Konzepten, Oberflächen und Produkten bewusst breitgefächert mit anstoßen. 

möbelfertigung: Rechnen Sie damit, dass die Krise zu einem noch stärkeren Cocooning der Menschen und damit mehr Investitionen in die eigenen vier Wände fließen?
Claudia Küchen: Sicher. Das ist ein Thema, das man aktuell omnipräsent auf allen Kanälen sieht. Noch nie haben wir so viel Zeit in den eigenen vier Wänden, dem eigenen Zuhause verbracht wie aktuell. Und ja, wo wir „früher“ vielleicht eher praktisch und in puncto Nutzbarkeit ohne viel Schnickschnack gedacht haben, möchten wir es aktuell lieber gemütlich in unserem Zuhause haben. Ein Ort des Wohlfühlens und Zurückziehens – Schutz, Wärme und Vertrautheit. Und wenn ich mich im Freundeskreis und im Markt so umhöre, dann investieren die Menschen schon verstärkt in Utensilien für das eigene Heim. 

möbelfertigung: Durch die Covid-19-Krise hat das Thema Vernetzung zusätzlichen Rückenwind bekommen. Beeinflusst dies die Arbeit von Designern aus Ihrer Sicht und fließen Trends aus verschiedenen Regionen der Welt noch schneller zusammen?
Claudia Küchen: Als Gruppe arbeiten wir seit jeher extrem eng und vernetzt zusammen und haben auch vorher schon aufgrund der räumlichen Distanz auf interne digitale Tools zurückgegriffen, um einen regelmäßigen Austausch untereinander zu gewährleisten. Wir leben in einer schnelllebigen, digitalen Welt – zum Glück können wir reflektierend sagen – in der man ganz einfach per Mausklick oder Anruf sämtliche Barrieren überbrücken kann. Es kommt nicht immer nur auf die physische Nähe an, wobei diese in unserer Unternehmenskultur eine große Rolle spielt.
Vernetzung ist aber gerade in puncto Partnernetzwerk ein gutes Stichwort. Denn wir befinden uns alle gemeinsam in dieser Situation und müssen versuchen, uns gemeinsam auf eine neue Normalität einzustellen und dabei partnerschaftlich und solidarisch füreinander einstehen und weitermachen.
Die stabilen Partnerschaften und Verbünde der Vergangenheit zeigen, dass wir gemeinsam gestärkt aus einer Krise hervorgehen und dass auch währenddessen Neuentwicklungen entstehen, aus denen rasant Bestseller geworden sind.

Das komplette Interview lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint. Wenn Sie ein Abonnement besitzen, erhalten Sie die Ausgabe automatisch. Wenn Sie noch kein Abo haben, dann bekommen Sie es hier.

Außerdem in der Ausgabe: Mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet  welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

Bernd Frühwald übernahm die Leitung der Global Power Tools Marken

Die Apex Tool Group (ATG), der weltweit führende Hersteller und Anbieter von Hand- und Elektrowerkzeugen, Werkzeugaufbewahrungssystemen, Bohrfuttern, Ketten- und elektrischen Lötprodukten für industrielle, gewerbliche und anspruchsvolle Heimwerkeranwendungen, gab bekannt, dass Bernd J. Frühwald zum Senior Vice President und Leiter des Geschäftsbereichs Global Power Tools des Unternehmens ernannt wurde, zu dem unter anderem die Marken Cleco, Weller und Apex gehören.

Bernd Frühwald wurde im Juli 2014 Geschäftsführer von Weller Tools. Zuletzt als Vice President und Leiter der ATG-Geschäftsbereiche Global Power Tools und Handwerkzeuge war er für die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sowie Australien und Neuseeland (ANZ) verantwortlich.

„Bernd Frühwald hat in verschiedenen Funktionen bei ATG bewiesen, dass er Marktanteile vergrößern, erfolgreiche Geschäftsprozesse etablieren und die Effizienzsteigerungen in unserem europäischen Geschäft vorantreiben kann“, erklärte Jim Roberts, CEO. „Wir freuen uns, dass er den für uns strategisch wichtigen Geschäftsbereichs Power Tools führt.“

Vor seinem Wechsel zu ATG war er in leitenden Positionen bei der Bühler Motor GmbH tätig, einem weltweit tätigen Unternehmen in Privatbesitz, das Motion-Control-Motoren, Aktuatoren und mechatronische Antriebslösungen herstellt und vertreibt. Er verantwortete dort als Vice President die Geschäftsbereiche Industrial and Healthcare Solutions, globale Forschung und Entwicklung sowie Projektmanagement. Während seiner Zeit bei Bühler übernahm er unterschiedliche Führungsaufgaben und wurde in die Geschäftsleitung berufen.

Bernd verfügt über einen MBA der St. Gallen Business School und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt sowie über einen Abschluss als Maschinenbauingenieur der Fachhochschule Ansbach.

Ausstellerbeirat unterstützt Gesundheits- und Hygienekonzept der Messe

Mit einem überarbeiteten innovativen Messeformat, das auch umfangreiche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz sowie eine digitale Ergänzung umfasst, wird die „Formnext“ 2020 zum geplanten Zeitpunkt vom 10. Bis zum 13. November 2020 in Frankfurt stattfinden. Damit setzt die weltweite Leitmesse der additiven Fertigung und der modernen industriellen Produktion ein wichtiges Zeichen für die additive Fertigungswelt und die Messewirtschaft.

„Die additive Fertigung hat in den vergangenen Monaten beim Kampf gegen die Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag geleistet und ist nach wie vor ein treibender Faktor für Innovation, ressourceneffiziente Produktion und die technologische Bewältigung künftiger Herausforderungen.“, so Sascha F. Wenzler, Vice President „Formnext“, Mesago Messe Frankfurt GmbH. „Umso wichtiger ist es, dass wir mit der ,Formnext‘ 2020 auch in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten diese Entwicklung weiter unterstützen und voranbringen.“

Das überarbeitete Messekonzept der „Formnext“ 2020 wird auch durch den Messebeirat ausdrücklich unterstützt: „Das komplette Szenario im November ist natürlich noch nicht absehbar, aber unser Commitment steht. Für uns ist es wichtig, dass die Messe stattfindet und wir beteiligen uns gerne an der Weiterentwicklung des Konzepts“, so Dr. Christoph Schumacher, Arburg GmbH & Co. KG.

Auch Dr. Karsten Heuser, Siemens AG, unterstreicht die besondere Bedeutung von Additive Manufacturing: „Die Additive Fertigung hat sich gerade jetzt als klare Zukunftstechnologie für viele Industrien bewiesen. Eine im November stattfindende ,Formnext‘ setzt hier ein starkes Zeichen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um die Industrialisierung mit großen Schritten voran zu bringen.“

Dr. Markus Heering vom VDMA e.V. Arbeitsgemeinschaft AM, dem ideellen Träger der „Formnext“, bringt es auf den Punkt: „Das Runterfahren der Wirtschaft ging erstaunlich schnell. Umso herausfordernder ist es nun, wieder auf einen neuen Betriebszustand zu kommen. Die ,Formnext‘ ist dafür einer der ersten wichtigen Schritte.“

Mit dem umfangreichen Konzept zum Gesundheitsschutz, das zusammen mit der Messe Frankfurt GmbH erarbeitet wurde, gehen die Messeveranstalter über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und zielen auf den höchsten Schutz für Aussteller, Besucher und Mitarbeiter. Das Konzept basiert auf einem Maßnahmenpaket, bei dem Hygiene, striktere Abstandsregeln und eine höhere Frischluftzufuhr wichtige Faktoren sind.

Für Besucher ist eine Vollregistrierung sowie Tickets, die nur an bestimmten Tagen gültig sind, geplant. Durch das vollständig elektronische Registrieren und Bezahlen werden unnötige Kontakte reduziert. Eine Selbsterklärung, beispielsweise über den aktuellen Gesundheitszustand, ist zudem verpflichtend.

Auch bei der Planung der Messehallen und Stände geht die „Formnext“ buchstäblich neue Wege: So werden die Gänge zwischen den Ständen von 3 auf 6 Meter deutlich verbreitert und zusätzlich durch einen einem Meter breiten Kommunikationsstreifen an jeder Seite flankiert. Per Videotechnik und geschultem Personal in der Halle wird zudem überwacht, ob die Corona- und Abstandsregeln eingehalten werden. Insgesamt liegt dem Abstandskonzept die Berechnung zugrunde, bei der eine ausreichend große Ausstellungsfläche pro Besucher gewährleistet wird. Entsprechend werden auch die Standbaurichtlinien angepasst und Empfehlungen zum Beispiel für die Bewirtung gegeben. Darüber hinaus bietet die „Formnext“ Ausstellern schlüsselfertige Messestandpakete, die sämtliche Anforderungen bezüglich der Abstandsregeln und des Gesundheitsschutzes bereits berücksichtigen.

„Mit unserem Maßnahmenkonzept gehen wir über die gesetzlichen Sicherheitsvorgaben deutlich hinaus und ermöglichen gleichzeitig, dass sich Menschen auf einer Messe wieder begegnen, um sich auszutauschen, Innovationen voranzutreiben und Geschäfte zu machen“, so Wenzler. „Auch wenn wir digitale Arbeits- und Kommunikationsmodelle nutzen, ist doch die Begegnung von Mensch-zu-Mensch nicht zu ersetzen und ermöglicht die vielen bekannten Vorteile einer „echten‘ Messe. So werden neben den Messeständen auch Sonderschauen, Vorträge und weitere Events real erlebbar sein.“

Rainer Lotz, Vorsitzender des Ausstellerbeirats, Renishaw GmbH, unterstreicht: „In einer ungewissen Zeit muss man Projekte pragmatisch angehen. Das Konzept der ,Formnext‘ 2020 ist tragfähig und alle Mitglieder des Ausstellerbeirats unterstützen die Messe. Corona zwingt uns alle zu einem hohen Maß an Flexibilität und erfordert die Bereitschaft Dinge anzugehen und auf den Weg zu bringen.“

Dennoch wird sich die „Formnext“ 2020 auch digital stark weiterentwickeln, um unter anderem Teilnehmern, die noch nicht reisen können, die Möglichkeit einer Beteiligung zu bieten. Dazu zählen digitale Produktpräsentationen und die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern. Das ermöglicht einen schnellen und umfangreichen Austausch in der digitalen Umgebung. Das virtuelle Matchmaking bietet zudem vielseitige Möglichkeiten einer Suchfunktion und der Kommunikation, um auf Basis ähnlicher Interessen Kontakte zu knüpfen und den Austausch zu fördern. Ebenso enthalten sind die Live- und On-Demand-Übertragung zahlreicher Programmpunkte aus dem Rahmenprogramm.

Virtuelle Mitgliederversammlung mit Gastvortrag

In diesem Jahr lud der Pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. seine Mitglieder Anfang Juli 2020 zu seiner Mitgliederversammlung ein. Anders als in den Vorjahren, konnte die Mitgliederversammlung aufgrund der Corona-Pandemie nicht, wie zunächst geplant, in Zusammenhang mit dem Parlamentarischen Abend in Berlin zustande kommen.

Aus diesem Grund wurde die Pro-K Mitgliederversammlung erstmals online durchgeführt. Ein impulsgebender Vortrag von Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef und Mitglied der Hauptgeschäftsführung des DIHK, zum Thema „Handelskonflikte in Zeiten von Corona: Stehen wir vor einer neuen Zeit der Globalisierung?“, rundete die Pro-K Veranstaltung ab.

„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist es uns mit dieser ersten virtuellen Mitgliederversammlung sehr gut gelungen, unsere facettenreiche Verbandsarbeit unseren Mitgliedern zu präsentieren“, hob Klaus-Uwe Reiß, Vorstandsvorsitzender des Pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. im Fazit der Veranstaltung hervor.

Excimer-Lacke können mehr als nur matte Oberflächen

Excimer-Lacke gehören aktuell zu den Topthemen auf allen Industrie-Messen und in der Fachpresse. Diese Technologie ermöglicht tiefmatte Oberflächen mit Soft-touch, Anti-Fingerprint oder Easy-to-clean-Effekten und ist vor allem aus der Küchen- und Möbelindustrie nicht mehr wegzudenken. Die Firma Lott-Lacke aus Herford ist durch die langjährige Fortentwicklung dieser Lacksysteme einer der Kompetenzführer im Markt. Henrik Lott, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Lott-Lacke erklärt, was die Technologie alles kann.
möbelfertigung: Herr Lott, hat sich die Excimer-Technologie seit Ihrer Einführung verändert oder ist das Prozedere im Großen und Ganzen gleich geblieben?
Henrik Lott: Mit der Excimer-Technologie wurden zu Beginn hauptsächlich schmale Anwendungen realisiert, zum Beispiel Kantenbänder. Erst eine Verbesserung in der Stickstoffverteilung und die Leistungsoptimierung der Excimer-Strahler haben es ermöglicht die Technologie für eine größere Fläche einzusetzen, wie zum Beispiel für Bodenbeläge von Rolle-zu-Rolle. Anfangs lag der Fokus auf der Realisation von stumpfmatten Oberflächen, während heute der Einsatz von Vorstrahlern mittlerweile fast Standard ist, mit denen sich spezielle Haptiken und Effekte erzielen lassen.

möbelfertigung: Welche Oberflächeneigenschaften sind neben der Optik und Haptik besonders gefragt?
Henrik Lott: Eine wichtige Frage, denn weil der Fokus in der öffentlichen Wahrnehmung bei der Excimer-Technologie sehr stark auf den Anti-Fingerprint- und Matt-Effekten liegt, wird eines oft vergessen: Die Excimer-Technologie ermöglicht besonders kratz- und chemikalienbeständige Oberflächen. Durch die hohe Vernetzung der Oberfläche sind diese Eigenschaften besonders stark ausgeprägt, weshalb auch sogenannte easy-to-clean Effekte realisiert werden können. Im Zuge der gerade sehr aktuellen Entwicklung von antimikrobiellen Lacken wird die Excimer-Technologie ebenfalls zu berücksichtigen sein, da sie intensiv bei hochwertigen Oberflächen im Küchenbereich eingesetzt wird, die eine ideale Zielgruppe für antimikrobielle Lacke sind.

Das komplette Interview lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Wie Rolf Benz und Sedus von Smart Data profitieren, mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

„Lexus Design Award“ 2020

Erstmals mit virtueller Siegerkür

Der „Lexus Design Award“ 2020 biegt auf die Zielgerade ein: Aus den sechs Finalisten wird am ersten September 2020 der diesjährige Sieger gekürt. Die hochkarätig besetzte Jury aus Paola Antonelli, Jeanne Gang, John Maeda und Simon Humphries wird dafür im August virtuell zusammenkommen und die Entwürfe und Prototypen der jungen Nachwuchs-Designer aus den USA, China, Europa, Pakistan und Kenia bewerten.

Das digitale Format ersetzt die ausgefallene Ausstellung im Rahmen der Milan Design Week. „Wir wurden in diesem Jahr mit außergewöhnlichen Umständen konfrontiert, aber Lexus konzentriert sich weiterhin auf die ursprüngliche Mission des Preises: die Kreativen von morgen beim Start ihrer Karriere zu unterstützen“, erklärt Brian Bolain, General Manager Global Marketing & PR von Lexus International.

Mit 2.042 Einreichungen aus insgesamt 79 Ländern hat der bereits zum achten Mal ausgetragene „Lexus Design Award“ so viele Bewerber angezogen wie nie zuvor. Die Entwürfe wurden und werden danach beurteilt, wie sie drei der wesentlichen Grundsätze der Marke Lexus vereinen: Anticipate (Antizipieren), Innovate (Erfinden) und Captivate (Faszinieren). Das Design soll dabei zu einer besseren Zukunft beitragen.

„Große Designer wachsen in schwierigen Situationen und helfen der Gesellschaft, aber auch jedem Einzelnen, mit unerwarteten Veränderungen umzugehen“, sagt Paola Antonelli, Jurymitglied und Chefkuratorin für Architektur und Design im Museum of Modern Art (MoMA) in New York. „Die diesjährigen Finalisten haben bereits die erste wichtige Prüfung bestanden, indem sie ihre gute Arbeit trotz komplexer Umstände fortgesetzt haben. Wir bedauern, sie nicht persönlich kennenzulernen, aber wir freuen uns auf ihre Entwürfe und Ideen, die sie in die virtuelle Siegerkür einbringen werden.“

Bereits im Januar nahmen die sechs Finalisten an einem Workshop in New York teil. Bei dieser Gelegenheit trafen sie auf ihre vier Mentoren: Joe Doucet, Bethan Gray, Philippe Malouin und Shohei Shigematsu, die ihre Expertise und Erfahrung mit den Nachwuchs-Designern teilten. Als Veranstaltungsort diente dabei das Markenzentrum „Intersect by Lexus NYC“. In den folgenden Monaten halfen die Mentoren in Online-Sitzungen bei der kreativen Weiterentwicklung und Vorbereitung der Werke für den finalen Bewertungsprozess.

Die Finalisten des „Lexus Design Award“ 2020:
● Biocraft von Sutherlin Santo (USA)
● Feltscape von Théophile Peju & Salvatore Cicero (Frankreich, Italien / in Großbritannien ansässig)
● Flash Pak von Yaokun Wu (China / in den USA ansässig)
● L.I.C.K. von Irina Samoilova (Russland)
● Open Source Communities von BellTower (Kenia)
● Pursewit von Aqsa Ajmal (Pakistan)

Eine von Hideki Yoshimoto entworfene Grand Prix Trophäe wird enthüllt, wenn der Gewinner im September bekannt gegeben wird. Yoshimoto hatte den ersten „Lexus Design Award“ 2013 gewonnen; als erfolgreicher Designer mit Sitz in London arbeitet er seitdem mit verschiedenen globalen Marken zusammen. Seine Trophäe spiegelt den Ingenieurshintergrund und sein Engagement für japanische Takumi-Handwerkskunst wider und kommt bei allen zukünftigen „Lexus Design Awards“ zum Einsatz.

Die Bewerbungen für den „Lexus Design Award“ 2021 sind ab sofort bis zum 11. Oktober 2020 möglich. Die Juroren und Mentoren werden im Herbst bekanntgegeben. Weitere Informationen unter www.LexusDesignAward.com