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Autor: Möbelfertigung

„Domotex“

Hybride Messe fällt aus – Nur als „Digital Day“ am 20. Mai

Das weltweite Corona-Infektionsgeschehen lässt keine hybride „Domotex“ zu, wie sie vom 18. bis 20. Mai in Hannover geplant war. Deshalb findet die Leitmesse für Teppiche und Bodenbeläge in diesem Jahr erstmals am 20. Mai als „Domotex Digital Day“ statt. Das teilte die Deutsche Messe AG mit. Neuartige Digitalformate – zentrales Element ist eine Digitalkonferenz – werden die Themen aufgreifen, die die internationalen Bodenbelagsbranche beschäftigen, verspricht die „Domotex“.

„Messen wie die ,Domotex‘, die von großer Internationalität auf Aussteller- wie Besucherseite geprägt sind, haben einen langen Planungsvorlauf. Nachdem in jüngster Zeit das weltweite Infektionsgeschehen wieder stark angestiegen ist und mit erneuten Lockdowns, weltweiten Reisewarnungen und -einschränkungen sowie Quarantäneauflagen einhergeht, mussten wir jetzt eine Entscheidung treffen. Leider werden wir die ,Domotex‘ in 2021 erstmalig in ihrer 32-jährigen Geschichte nicht als physische Messe am Standort Hannover durchführen können“,  so Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Selbst eine hybride ,Domotex‘ ist in der Form und zum jetzigen Zeitpunkt nicht denkbar, da das einen gewissen Anteil physischer Aussteller und Besucher voraussetzen würde, verbunden mit Anreisen aus allen Teilen der Welt. Wir haben uns deshalb entschieden, die ,Domotex‘ als reines Digitalevent durchzuführen, um unseren Kunden ab sofort die notwendige Planungssicherheit zu geben.“

Und Sonia Wedell-Castellano, Global Director „Domotex“ ergänzt: „Die ,Domotex‘ lebt vom Liveerlebnis. Die ausgestellten Produkte müssen hinsichtlich ihrer Haptik live vor Ort erlebt werden. Solange uns die weltweite Pandemie derartig fest im Griff hat und eine ausreichende Impfquote weltweit nicht garantiert werden kann, können wir nicht sicher mit einer physischen Veranstaltung in die Zukunft planen. Märkte leben vom Austausch. Unsere Kunden suchen dringend nach Beteiligungsformaten, um wiederum mit ihren Kunden in den Dialog zu kommen und ihre Produkte und Themen trotz Kontaktbeschränkungen zu präsentieren. Unsere Antwort darauf ist der ,Domotex Digital Day‘. Ein Konferenzformat, in dem wir am 20. Mai 2021 mit Top-Vertretern der Branche aktuelle Themen aufgreifen und den Teilnehmern eine interaktive Businessplattform zur Verfügung stellen. Im Rahmen der Konferenz können Aussteller ihre Produkte und Innovationen vorstellen und mit ihren Kunden in direkten Kontakt treten. Die konkreten Beteiligungsmöglichkeiten werden schon in Kürze in unserem Shop zu finden sein.“

Die Covid-19 Pandemie zwingt Messeveranstalter zum Umdenken. Zahlreiche Messen finden aktuell rein digital statt, um dem Wunsch der Marktteilnehmer nach ergänzenden digitalen Angeboten gerecht zu werden. Mit dem „Domotex Digital Day“ trägt die Deutsche Messe der Bedeutung der rapide zunehmenden Online-Kanäle auch in der Bodenbelagsbranche Rechnung. Das Digitalevent wird deshalb auch einen Schwerpunkt auf das Thema Digitalisierung legen. Doch die „Domotex“ 2021 soll einmalig bleiben, ein vorsichtiges „Zurück“ ist geplant: Die nächste hybride „Domotex“ ist vom 13. bis 16. Januar 2022 auf dem Messegelände in Hannover vorgesehen.

Erste „Saturn Digital Printing Line“ für Dekorpapier im Technikum in Betrieb genommen

Mitte Dezember war es in Westfalen so weit: Der Digitaldriuckanlagenhersteller Hymmen aus Bielefeld hat in seinem Technikum die erste „Saturn Digital Printing Line“ erfolgreich installiert. Sie ist nun produktionsbereit.

„Saturn“ ist eine industrielle Digitaldrucklinie mit wasserbasierten Tinten, die in die bestehenden Produktionsprozesse der Kunden integriert werden kann. Sie ist eine Standardmaschine, die Hightech-Komponenten zu einem finanzierbaren Preis bietet und effiziente dezentralisierte Produktion auf dem gewünschten Qualitätsniveau garantiert. Laut Hymmen ist es „…ein Durchbruch in der Produktion von digital bedrucktem Dekorpapier.“ Für die Entwicklung hat Hymmen eng mit Ricoh zusammengearbeitet.

„Saturn“ wurde dafür konzipiert, den Druckprozess näher ans Ende der Wertschöpfungskette zu rücken. Anders als viele andere Anwendungen ist die Maschine auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Produktionsstätte ausgerichtet. Mit der benötigten Kapazität erschließt die Anlage alle Vorteile des Digitaldrucks. Niedrigerer Energieverbrauch, einfachere Papiertrocknung und höhere Zuverlässigkeit aufgrund reduzierter Komplexität sind die positiven Nebeneffekte.

Diese Nachrichten wurden am häufigsten gelesen – Teil 3

Bad news are good News. So heißt es im Allgemeinen. Trifft das auch auf die holzbe- und verarbeitende Industrie zu? Die Redaktion der „möbelfertigung“ hat zusammengetragen, was im Laufe des Jahres 2020 die Meldungen waren, die unsere Leser am meisten interessiert haben, also Nachrichten mit den höchsten Klickzahlen. Heute: Teil 3 von Juli bis September.

Die Küchenmöbelindustrie schafft Kapazitäten. Die Nolte Group mittendrin. Zum zehnten Betriebsjubiläum der noch relativ jungen Express Küchen durch die „möbelfertigung“ über ein Invest von rund 8 Millionen Euro in Melle /Bruchmühlen berichten.

Nach dem ersten Schockmoment im März/April wird jetzt klar: Es läuft in der deutschen Möbelindustrie, da viel in die Verschönerung der eigenen vier Wände investiert wird. Statt Fernreise. Als einer der ersten Zulieferer unterstreicht Blum im Juli, dass die Nachfrage stabil, in Teilen sogar sehr erfreulich ist. Ein schönes Signal in die Branche.

Ein positives Signal hätte auch die „Interzum Guangzhou“ sein können. Denn immerhin konnte die Messe mit 800 Ausstellern und 100.000 Besuchern in China stattfinden. Doch das Erfolgsmodell ließ sich durch die zweite Corona-Welle leider nicht auf Deutschland und Europa übertragen.

Der Abschluss des Geschäftsjahres der Egger Gruppe zum 30. April 2020 fiel in eine besonders herausfordernde Zeit. Trotzdem berichtet der Holzwerkstoffhersteller im August über elf erfolgreiche Monate und damit eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung: Der Umsatz und der Ertrag der Gruppe liegen auf Vorjahresniveau. Wiederum hat Egger eine Rekordsumme von 531,4 Millionen Euro in bestehende und neue Werke investiert.

Wir können nicht nur Online und Print, News und Magazine. Wir können mehr. Im August erschien die neue Studie „Oberflächen 2020“ der „möbelfertigung“. Bei der entsprechenden Ankündigung haben viele Leser gerne mal reingeklickt, um sich darüber zu informieren, was sie denn von dem Werk zu erwarten haben.

Impress gibt bekannt, was in Aschaffenburg passiert. Ganz verabschiedete sich das Unternehmen doch nicht von dem Standort, das Dekormanagement blieb in gruppenweiter Verantwortung von Sascha Kostros dort erhalten. Der Laborandruck Dekorpapier wurde in Spanien gebündelt, das Kompetenzzentrum Finish Folie in Polen ausgebaut.

Weiter geht es für die Niemann Möbelteile und Karl W. Niemann GmbH & Co. KG mit Sitz in Preußisch Oldendorf, die im März Insolvenz anmelden mussten. Die Emotion-Gruppe aus Bremen übernimmt beide Unternehmen und integriert sie mit unterschiedlichen Ausrichtungen und großen Plänen. Details dazu lesen Sie in einer exklusiven Reportage in der Ausgabe „möbelfertigung“ 8/2020.

Ende August bestätigt der VDM, dass die Corona-Pandemie zwar Spuren in der deutschen Möbelindustrie hinterlassen hat, aber die Einbußen insgesamt überschaubar geblieben sind. Nach einem drastischen Umsatzeinbruch infolge des Shutdowns konnte der Negativtrend mit Beginn des Monats Juni gestoppt werden, so der Verband.

Mit der Ima Schelling Group entscheidet sich einer der ganz großen Maschinenbauer gegen eine Teilnahme an der „Ligna“ 2021. Stattdessen will die deutsch-österreichische Gruppe auf digitale Services und eine „Open House“-Veranstaltung an den Standorten setzen. Glücklicherweise wird damit nicht „eine Lawine losgetreten“, sondern das Commitment der Branche insgesamt für die Weltleitmesse in Hannover bleibt unverändert hoch.

Viele Magazine hatten ein Interview geführt, auf „möbelfertigung.com“ war das Erste Mitte September zu lesen: Dagmar Daxenberger und ihr neuer Geschäftsführerkollege Peter Schulte an der Spitze von Ostermann berichten, wo strategisch bei dem Unternehmen die Reise hingehen soll.

Corona führt an vielen Stellen zu besonderen Angeboten. Auch die Koelnmesse hat nachgedacht und bietet ihren Kunden die Möglichkeit, die Messeanmeldung zur „Interzum“ noch bis Ende Januar kostenfrei zu stornieren. Und die Flexibilität geht noch weiter. Darüber hinaus können Unternehmen aus bestimmten Gründen, wie zum Beispiel plötzlich auftretenden Reisebeschränkungen, bis zum ersten Messetag von der Messepräsenz zurücktreten.

Eine tolle Resonanz hatte die „möbelfertigung“ nicht nur live beim ersten Oberflächenkongress „Surface in Motion“ am 21. und 22. September in Mainz. Große Beachtung bekam auch der Livestream, bei dem sowohl die vier Key-Notes am ersten Tag, als auch die beiden Stränge „Technik“ und „Design“ am zweiten Veranstaltungstag digital mitverfolgt werden konnten.

Ist beim Bündnis für Klimaschutz im Bausektor dabei

Der Deutsche Kork-Verband e.V. (DKV) setzt sich über seine Fachgruppen Boden und Technischer Kork seit langem für aktiven Klimaschutz im Bausektor ein. In einem breiten Bündnis von über 60 Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis fordert der Verband gemeinsam mit Umweltorganisationen und Unternehmen beziehungsweise Körperschaften wie dem Dämmstoffverband „vdnr“ oder Öko-plus nun die Bundesregierung auf, den gesamten Lebenszyklus beim Bauen als entscheidenden Maßstab zu fokussieren.

Bisher wird bei der staatlichen Förderung von Gebäuden und im Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) ausschließlich die Nutzungsphase von Gebäuden betrachtet. Vorgaben und eine Betrachtung zur Klimawirksamkeit von Baustoffen und der Errichtung und Entsorgung von Gebäuden fehlen gänzlich – und das, obwohl der Bausektor mit seinen vor- und nachgelagerten Prozessen mit circa acht Prozent zu den deutschen Treibhausgas-Emissionen beiträgt.

Die Unterzeichner des Aufrufs weisen darauf hin, dass nach über 30 Jahren Forschung und mehr als einem Jahrzehnt praktischer Erprobung etablierte Verfahren für eine am Lebenszyklus von Gebäuden orientierte Bewertung vorliegen. Die Bundesregierung muss mit der zum Jahresbeginn startenden „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ nachhaltiges Bauen in die Breite tragen.

Auch ist das Gebäude-Energie-Gesetz so zu überarbeiten, dass es Anforderungen an Gebäude formuliert, die sich auf die Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus beziehen. So können nicht nur enorme Einsparpotenziale beim Bauen und Entsorgen zielgerecht genutzt werden, sondern auch aktiv der Carbon Footprint gemindert werden.

Entscheidend für die Dekarbonisierung im Bauwesen ist die Verwendung von klimafreundlichen und ressourcenschonenden Baustoffen. Hierzu gehören insbesondere Produkte aus beziehungsweise mit Kork – im Innenausbau, der Gebäudedämmung oder der Fassadengestaltung. Mit Blick auf Technologieoffenheit und Baustoffneutralität als Motor von Wettbewerb und Innovation müssen daher nachwachsenden Rohstoffen Zukunftsmärkte geöffnet und alle Bau- und Bauhilfsstoffe im Bauordnungsrecht gleichbehandelt werden, so der DKV mit seiner an den gemeinsamen Aufruf geknüpften Forderung an die Politik.

Wechsel in der Geschäftsführung

Franco Bulian – 1960 in Udine geboren, verheiratet und Vater von zwei Söhnen – ist neuer Direktor von Catas, einem der wichtigsten europäischen Prüflabors für die Holz- und Möbelindustrie, das in den Standorten in San Giovanni al Natisone (Udine) und Lissone (Monza Brianza) jährlich über 50.000 Prüfungen durchführt.

Bulian trat 1987 in die chemische Abteilung von Catas ein und übernahm einige Jahre später die Rolle des stellvertretenden Direktors sowie die des Marketingdirektors. Er ist außerdem Vertragsprofessor im Studiengang „Materialien und Technologien der Möbelindustrie“ an der Universität Triest und Autor zahlreicher Bücher und technischer Publikationen. Durch sein langes Engagement bei Catas ist er aktiver Teil der Gesamtaktivitäten des Unternehmens und wichtiger Protagonist der positiven Entwicklung.

„Ich bin wirklich stolz darauf, meinen Weg in Catas mit dieser neuen und prestigeträchtigen Herausforderung abzuschließen“, kommentierte er. „Ich möchte dem Vorstand und der Präsidentin Lucia Cristina Piu für ihr Vertrauen danken und bin sicher, dass wir zusammen mit all den hervorragenden Mitarbeitern von Catas, ihrem Enthusiasmus, ihrer Leidenschaft und ihren Fähigkeiten in der Lage sein werden, neue und ehrgeizige Ziele zu erreichen, mit dem erneuten Ziel, zur Verbesserung der Sicherheit und Leistung der Produkte dieses wichtigen Industriesektors beizutragen.“

Bulian nimmt damit den Platz von Andrea Giavon ein, der das Institut verlässt, um einen neuen Lebensabschnitt zu genießen. Giavon erhielt den Dank des Vorstands und aller Angestellten und Mitarbeiter des Instituts für den enormen Beitrag, den er zum Wachstum von Catas geleistet hat, wo er 1984 sehr jung eingetreten ist. Zur Begrüßung von Giavon sammelten die Angestellten und Mitarbeiter von Catas eine Summe, die auf Wunsch des scheidenden Direktors, an das Krankenhaus Santa Maria della Misericordia in Udine für „Covid-19“ Notfälle gespendet wurde.

20-jähriges Dienstjubiläum von Dr. Olaf Plümer

Dr.-Ing. Olaf Plümer ist seit 1. Januar 2001 Geschäftsführer des Daten Competence Centers e.V. (DCC) in Herford. In den 20 Jahren Verbandsleitung prägte er die gemeinsame Kommunikations- und Standardisierungsplattform für den Datenaustausch von Möbelindustrie und -handel maßgeblich. Wachstum und Marktdurchdringung des DCC, welches seit 2016 auch die Brancheninitiative Zimlog verantwortet, ist Plümers engagierter Arbeit in den vielfältigen Gremien und dem engen Schulterschluss mit dem DCC-Vorstand zu danken.

DCC-Vorstandsvorsitzender Peter Jürgens (Polipol-Group) dazu: „Vor 20 Jahren hat sich niemand vorstellen können, welche Bedeutung die Arbeit des DCC für die gesamte Möbelbranche hat. Dr. Plümers Fachwissen, sein Herzblut und langjähriges Engagement haben dazu entscheidend beigetragen. Deshalb im Namen des gesamten Vereins ein anerkennendes ‚Dankeschön‘ für die vielen Jahre hervorragender Arbeit und: Weiter so!“

Dr. Plümer – geboren 1969 in Gütersloh, verheiratet und Vater zweier Kinder – studierte an der Universität Paderborn Maschinenbau mit Schwerpunkt Fertigungstechnik. Nach Erlangung des ersten akademischen Grads 1995 wurde er im Oktober 2000 promoviert mit dem Thema „Methodik zur Verbesserung der Bereitstellung von gestalt- und funktionsbezogenen Informationen für den Produktentwicklungsprozess“.

In der Promotionsphase war er wissenschaftlicher Angestellter im Fachgebiet Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung. Besonders hier wurde unter Betreuung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch die fachliche Basis für seine spätere Arbeit im DCC gelegt. Erste praktische Projekterfahrungen sammelte Dr. Plümer zwischen 1999 und 2000 in der Reentsma Group.

Vor 20 Jahren erfolgte zum 1. Januar 2001 der Wechsel nach Herford zu dem mit den Verbänden der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen verbundenen DCC e.V., wo er zum Geschäftsführer bestellt wurde. Im Interesse der Möbelbranche baute er diese Körperschaft mit den heute bekannten Strukturen und über 100 Mitgliedern auf.

Der Integration der Datenkommunikation in Möbelindustrie und Handel soll als nächste großartige Herausforderung die Anbindung der Zulieferindustrien erfolgen. Mit dem Zusammengehen der Herforder Möbelverbände und dem VDM e.V. übernahm Dr. Plümer weitere IT-Projekte und Mandate des deutschen Dachverbands der Möbelindustrie.

Schneller bestellen mit den Ostermann „eServices“

Mit dem Jahreswechsel kommt immer auch die Zeit, aufzuräumen und bestehende Prozesse kritisch zu durchleuchten, um den Betrieb für die Zukunft noch besser aufzustellen. Was viele nicht wissen: Schon mit kleinen Änderungen im Bestellvorgang lässt sich wertvolle Zeit und damit Geld sparen. Ein Beispiel sind die Ostermann „eServices“.

Preisinformationen einholen, Angebote schreiben, Bestellungen aufgeben, Lieferscheine verwalten und den entsprechenden Aufträgen zuordnen – alltägliche Abläufe im Betrieb lassen sich mit den Ostermann „eServices“ zwar nicht vollständig ersetzen, aber vereinfachen. Vor allem, wenn im Betrieb mit einem „ERP-System“ gearbeitet wird, lohnt es sich, über eine Anbindung an die Schnittstelle „Ostermann Connect“ nachzudenken.

Mit der direkten Anbindung ausgewählter ERP-Systeme an den Ostermann Online-Shop wird ein durchgehender Kalkulations- und Bestellprozess unterstützt. Alle aktuellen Artikelinformationen sind direkt aus der eigenen Branchensoftware abrufbar. Eine Datenbasis, zum Beispiel im Datanorm-Format, schafft eine ideale Datengrundlage für den Ostermann-Artikelstamm. Das spart manuelles Abtippen und damit auch Zeit. Und es reduziert Fehler. Preisanfragen sind auf Knopfdruck abrufbar und berücksichtigen gleich die entsprechenden Staffelpreise für eine genaue Kalkulation. Ist der Auftrag durch den Kunden erteilt, bestellt man das Material mit Ostermann Connect über das angebundene ERP-System auf Knopfdruck – ohne doppelte Positionserfassung.

Nutzer des ERP-Branchenprogramms von OS Datensysteme können zudem ab sofort die passende Kante zum Plattendekor direkt in der Kalkulation aufrufen. Mit der Kantensuche wählt man nur noch die gewünschte Kante aus dem Ostermann-Sortiment aus. Schon ist diese in die Stückliste und in den Materialstamm übernommen.

Mit der Ostermann-App hat man auch unterwegs Zugriff auf das gesamte Ostermann-Sortiment sowie auf den persönlichen „MyOstermann-Bereich“. So lassen sich die aktuellen Bestellungen auch von der Baustelle aus verfolgen oder wertvolle Artikelinformationen vor Ort abrufen. Mit dem praktischen QR-Code-Scanner kann man Nachbestellungen für das eigene Lager ganz ohne Artikelsuche erledigen. Einfach den QR-Code zum Artikel einscannen, gewünschte Menge eintragen und den Warenkorb absenden.

In der Konfiguratorwelt auf www.ostermann.eu lassen sich zahlreiche Möbelelemente wie Schiebetüren, Möbelfronten oder Holzschubkästen einfach und individuell gestalten. Neu sind hier die Konfiguratoren für LED-Leuchtenkanäle, Hettich- und Grass-Schubkästen sowie für Möbelrollläden. Die Warenkorbfunktion ermöglicht die genaue Preiskalkulation der konfigurierten Produkte sowie das direkte Bestellen. Die konfigurierten Möbelelemente werden durch erfahrene Spezialisten konfektioniert und einbaufertig geliefert. So spart man umständliche Einzelbestellungen von Zubehörteilen sowie Verschnitt und Restmengen.

Von Schreinern – für Schreiner. Das ist einer der wichtigsten Grundsätze bei Ostermann. Denn nur, wer in der Praxis schon mal mit Holz gearbeitet und Möbel gebaut hat, kann auch bei komplexen fachlichen Fragen kompetente Lösungen anbieten. Und weil Bilder immer mehr sagen als Worte, gibt es die persönliche Beratung durch den Ostermann-Außendienst nicht nur am Telefon, sondern auch im Video-Chat.

Diese Nachrichten wurden am häufigsten gelesen – Teil 2

Bad news are good News. So heißt es im Allgemeinen. Trifft das auch auf die holzbe- und verarbeitende Industrie zu? Die Redaktion der „möbelfertigung“ hat zusammengetragen, was im Laufe des Jahres 2020 die Meldungen waren, die unsere Leser am meisten interessiert haben, also Nachrichten mit den höchsten Klickzahlen. Heute: Teil 2 von April bis Juni.

Enorme Klickzahlen erhielt in den Monaten April und Mai der Beitrag „Hersteller-/Zulieferer-Update – wer produziert? Wer liefert aus?“. Erstmals erschienen war dieser Sonderservice der Redaktion bei der Schwesternzeitschrift „möbel kultur“, schnell hatte sich die „möbelfertigung“ hier eingeklinkt und die Auflistung um Zulieferer erweitert. Die erreichten Zahlen machten das Ganze bis dato zu einer der am häufigsten geklickten Meldung seit „möbelfertigung online“ überhaupt Nachrichten über die Homepage veröffentlicht. Und unterstreicht, wie hoch der Informationsbedarf der Branche zu diesem Zeitpunkt der ersten Shutdowns war. Wir freuen uns, dass wir in einer auch für uns schwierigen Zeit ohne Begegnungen auf Branchenevents nicht „verstummt“ sind, sondern der Branche mit einem Sonderservice wie diesem zur Seite stehen konnten.

Pünktlich zum ersten April musste Brigitte Küchen vermelden, dass Insolvenz beantragt wurde. Anfang Juni war die erste Etappe der Insolvenz in Eigenverwaltung bereits abgeschlossen.

Heute Lack, morgen Desinfektionsmittel: Die Remmers-Gruppe gab bekannt, dass man sich aufgrund der Corona-Pandemie und dem zunehmenden Engpass in Deutschland an Desinfektionsmitteln vorerst zur Aufnahme einer solchen Produktion entschieden hat.

Bundesweiter Shutdown – und dann? Die Branche interessierte sich sehr dafür, was der HDH zum Weg der Bundespolitik nach dem ersten Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens meint.

Sorgte Mitte April natürlich noch einmal für hohe Klickzahlen: Die vollständige Absage der „Holz-Handwerk“. Diesen Entschluss hatten Nürnbergmesse und der VDMA Holzbearbeitungmaschinen in Abstimmung mit dem Referat für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg gefasst. Die nächste „Holz-Handwerk“ im Verbund mit der „Fensterbau Frontale“ steht damit erst im März 2022 an.

Immer mal wieder unter den Top-Klicks: Meldungen der neuen Alno GmbH. Beispielsweise mit der Nachricht, dass der neu eingeschlagene Weg noch einmal Stellenstreichungen zur Folge haben werden. Die Corona-Krise hatte damit erst einmal nichts zu tun.

Die „möbelfertigung“ launcht einen neuen Service für Bestandskunden und solche, die es noch werden wollen: „Digital Expo @ möbelfertigung“ soll für alle Interessierten einen schnellen Überblick über Neuheiten und aktuelle Trends der Branche bereithalten. So können in Zeiten ohne Messen neue Entwicklungen schnell öffentlich gemacht werden. Aber auch auf einer Messe kann „Dexpo“ ein hilfreiches Tool sein, um potenziellen Besuchern des Messestandes zu zeigen, worauf sie sich freuen können. Die Plattform ist selbstverständlich für mobile Endgeräte optimiert und kann wie eine App dem Startbildschirm hinzugefügt werden. Vielleicht noch kein durchschlagender Riesenerfolg, aber ein hilfreiches Tool für Unternehmen, die nicht selber einen „virtuellen Showroom“ aus dem Boden stampfen wollen.

Ein prominenter Name und das erste große „Corona-Opfer“ war Poggenpohl. Der führende deutsche Hersteller von Premiumküchen verzeichnete seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie einen erheblichen Auftrags- und Umsatzrückgang. Die daraus resultierenden Liquiditätsengpässe können trotz kurzfristig ergriffener Maßnahmen wie Kurzarbeit und Anpassung der Produktionskapazitäten nicht mehr kompensiert werden. Glücklicherweise konnte bis zum August bereits ein neuer strategischer Investor gefunden werden.

7,6 Prozent Umsatzsteigerung in 2019 – die Häfele Gruppe blickte Anfang Mai noch einmal sehr zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück. Die Leser interessierte das gute Abschneiden des Beschlägespezialisten auf jeden Fall.

Und wieder ist es ein Service der Redaktion der „möbelfertigung“, der gern gelesen wird. Mit einem ständig aktualisierten Überblick über Messeverschiebungen und -ausfälle von Branchenveranstaltungen weltweit stehen informieren wir unsere Leser. Damals immer noch mit der Hoffnung, dass sich die Situation im Laufe des Jahres 2020 normalisiert. Im Nachhinein ist es fast ein Aufwand, den wir uns hätten sparen können, denn außer in China sind alle Messen weltweit aus den Terminkalendern radiert.

Einen Rekordumsatz von 14,3 Milliarden Euro vermeldete die Würth-Gruppe für 2019 im Mai, zudem legte das E-Business im ersten Quartal um 9,5 Prozent zu. Letzteres natürlich getrieben durch Corona, denn nicht überall lagen die Tätigkeiten brach. Im Gegenteil. Baubereiche – und später auch der Möbelbau – konnten durchaus von Corona profitieren… Auch wenn der VDM für April erst einmal alarmierende Zahlen bestätigte.

Auch die Ima Schelling Group schaut wohlwollend auf 2019. Zwar wurde ein Ergebnis mit 300 Millionen Euro knapp verpasst, dennoch erfreut ein Umsatzplus um rund zehn Prozent alle Beteiligten.

Nolte Holzwerkstoff ist seit dem 10. Juni „Rheinspan“. Dies ist die Konsequenz aus der Übernahme durch Saviola am Jahresauftakt. Die Leser der „möbelfertigung“ klicken sich gerne in die entsprechende Meldung hinein, um nachzulesen, was in Germersheim los ist.

Wie sehen die Österreicher die Wohntrends in der Möbelindustrie nach Corona? Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender vom Verband der Österreichischen Möbelindustrie, hat sich im Rahmen seiner Verbandstätigkeit Gedanken darum gemacht, inwiefern die Auswirkungen der Corona-Krise die Welt verändert haben. Und trifft damit durchaus einen Nerv.

Impress zieht sich aus Aschaffenburg zurück. Zumindest hat das Unternehmen Ende Juni den Beschluss veröffentlicht, noch im dritten Quartal 2020 dort die Tore für immer zu schließen.

Digital statt analog. Als zunehmende Reaktion auf ausfallende Messen versuchen Unternehmen mit virtuellen Events ihre Kunden zu erreichen. Dementsprechend mehren sich derartige Meldungen, allerdings dann auch mit sinkendem Interesse aus der Branche. Digitale Showrooms, Seminare, Chats: An vielen Stellen wird geschraubt. Die Anzahl derartiger Veranstaltungen werden im Laufe des Jahres immer mehr. Gezwungenermaßen. Riesenerfolge kann aber letztlich kein Unternehmen mit derartigen Tools verzeichnen. Es ist eine neue Form der Bestandskundenpflege, neue Kunden werden nur selten erreicht, der menschliche Kontakt ist darüber hinaus unerlässlich. Zudem fehlt oftmals der unabhängige Multiplikator, um Digitalveranstaltungen wirklich in die Breite bekannt zu machen, wenn überwiegend auf die eigenen Kanäle gesetzt wird.

Digitale Weihnachtsfeier kam gut an

Viele Unternehmen standen in diesem Jahr vor der Frage, wie eine Weihnachtsfeier in Zeiten von Corona aussehen kann. Bei Vauth-Sagel fand man darauf eine kreative Antwort, die am Samstag, dem 19. Dezember die Mitarbeiter begeisterte: ein abwechslungsreiches Digitalkonzept, das aus der Not eine Tugend machte.

Für das Unternehmen stand schon früh fest, dass die Tradition eines gemeinsamen Jahresabschlusses unbedingt aufrecht erhalten bleiben sollte. „Es war klar, dass in diesem Jahr keine normale Weihnachtsfeier stattfinden kann“, so Claus Sagel, Geschäftsführer von Vauth-Sagel. „Also haben wir nach einem Format gesucht, mit dem wir unter Einhaltung der Corona-Regeln trotzdem zusammenkommen konnten. Das hat schließlich Tradition bei uns.“

Das Format für die Weihnachtsfeier 2.0 war schnell gefunden – schließlich hält Vauth-Sagel seit Monaten erfolgreich digitale Kundentermine ab. Im Showroom des Unternehmens in Erkeln ist die erforderliche Technik vorhanden – und so stand der Produktion einer Online-Live-Variante der Weihnachtsfeier nichts im Wege. Als analoge Komponente erhielten alle Mitarbeiter im Vorfeld eine Foodbox mit einem von Vauth-Sagel Stammkoch Frederic Löseke zubereitetem Wildgericht, das zu Hause nur noch aufgewärmt werden musste. Auf den kulinarischen Genuss musste also nicht verzichtet werden.

Das Event selbst war als abwechslungsreiches Programm konzipiert, das zum Mitmachen einlud: Ein virtueller Vauth-Sagel-Adventskalender mit 10 Türen für jeden Buchstaben aus dem Unternehmensnamen. Jede Tür leitete einen neuen Programmpunkt ein. Durch den Abend führte TV-Moderatorin Anna Fleischhauer, die den Abend mit dem typischen Corona-Paradox einstimmte: „Jetzt sind wir alle verteilt, und doch kommen wir hier zusammen, im Showroom von Vauth-Sagel.“

Das virtuelle Zusammenkommen hatte eine Vielzahl an Highlights: Neben Gewinnspielen gab es einen Live-Auftritt von „The Voice of Germany“-Star Giulia Wahn, die mit ihrer Version von „Let it snow“ für Weihnachtsstimmung sorgte. Auch unternehmensinterne Themen kamen nicht zu kurz: Heinrich Sagel übernahm die Ehrung der diesjährigen Jubilare an den Standorten Paderborn, Beverungen und Erkeln. Und die Geschäftsführer und Eigentümer Claus Sagel, Thomas Sagel und Heinz-Otto Sagel blickten gemeinsam mit Christof Ulrich, Technischer Leiter, auf das Jahr 2020 zurück und gaben einen Ausblick auf das kommende Jahr: Mit dem Launch der Vauth-Sagel-Produktpalette bei Würth in den USA wurde 2020 ein Meilenstein erreicht. Und auch die Durchführung von Live-Trainings und Webinaren aus dem Showroom wird in Zukunft sicherlich weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

„Wie viele Unternehmen hat uns dieses Jahr dazu gebracht, neue Strukturen einzuführen und den Weg der Digitalisierung konsequent weiterzuführen“, so Claus Sagel. „Dabei, und das ist uns sehr wichtig, stehen aber die Mitarbeiter im Vordergrund. Die Weihnachtsfeier war auch Ausdruck unserer Wertschätzung für die außerordentliche Leistung, die unsere Mitarbeiter in dieser besonderen Situation gezeigt haben.“

Eine Stunde dauerte das Live-Programm – und am Ende waren die Zuschauer begeistert: Für Hans-Bernd Wiesener, Head of International Sales, war es „eine der besten Weihnachtsfeiern, die wir je hatten.“ Und auch der Betriebsrat äußerte sich angetan: „Es war eine sehr abwechslungsreiche, kreative und spannende digitale Weihnachtsfeier 2020.“ Für die Vauth-Sagel-Geschäftsführung ist trotz des Lobes eins klar: „Wir hoffen, dass wir uns im nächsten Jahr wieder wirklich in einem Raum treffen können“, so Claus Sagel.