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Autor: Möbelfertigung

Modellneuheiten in Düsseldorf erlebbar

Die Narbutas Deutschland GmbH gehört zur Narbutas International UAB, einem litauischen Büromöbelhersteller mit Sitz in Vilnius. Seit Anfang Dezember 2020 werden im Düsseldorfer Showroom die Modellneuheiten für das Jahr 2021 präsentiert. Der Ausstellungsraum im Industriegebiet an der Monschauer Str. 1 in 40549 Düsseldorf-Heerdt ist nach Terminvereinbarung für Büro- und Objekteinrichter, Architekten und Planer geöffnet.

Der vor kurzem neu gestaltete Showroom ist in verschiedene Funktionszonen, Empfangs-, Besprechungs- und Loungebereiche aufgeteilt. Das Unternehmen stellt dort unter anderem Loungemöbel, einen Stehtisch, ein universelles, modulares Stellwandsystem, Bürostühle sowie Arbeitsplatzlösungen für Führungskräfte vor.

Nach Aussage von Bernd Seuß, Geschäftsführer der Narbutas Deutschland GmbH, ermöglicht das erweiterte Portfolio an Lounge- und Arbeitsplatzmöbeln die Schaffung angenehmer und komfortabler Tätigkeitsbereiche. Dies steigert die Motivation und das Wohlbefinden der Menschen in ihrem Arbeitsumfeld. „Das Konzept eines modernen Büros verändert sich ständig. Die Menschen sind heute mehr denn je auf der Suche nach einem produktiven, aber dennoch angenehmen und heimeligen Arbeitsplatz. Narbutas bietet mit einer Vielzahl von bestehenden Modellreihen sowie den aktuellen Modellneuheiten die Planung und Umsetzung moderner und repräsentativer Arbeitswelten und Bürobereiche.“

Das von Petras Narbutas gegründete, litauische Unternehmen startete 1991 mit einem einfachen Schreibtisch für einen Computer und erreichte 2019 einen Umsatz von 99 Mio. Euro. In über 50 Ländern zählen mehr als 750 Handelspartner zum Kundenstamm von Narbutas. Showrooms befinden sich in New York, London, Paris, Vilnius und Düsseldorf.

Bund unterstützt auch 2021 Export über Auslandsmessen

Deutsche Unternehmen können sich auch 2021 zu günstigen Konditionen an Gemeinschaftsständen auf Auslandsmessen unter dem Label „Made in Germany“ beteiligen. Diese German Pavilions des Bundeswirtschaftsministeriums bieten vor allem kleinen und mittelständischen Firmen einen direkten Zugang zu schwierigen und weit entfernten Exportmärkten. Zusätzlicher Vorteil des Programms ist die technische und organisatorische Unterstützung der Aussteller durch deutsche Durchführungsgesellschaften. Das Auslandsmesseprogramm für 2021 umfasst 316 German Pavilions in 58 Ländern, davon über 40 Prozent in Süd-, Ost- und Zentral-Asien. Für die Realisierung dieses Programms hat der Bundestag im Rahmen der Verabschiedung des Bundeshaushalts 45,1 Mio. Euro genehmigt.

Dazu der Vorsitzende des Auma-Verband der deutschen Messewirtschaft, Philip Harting: „In Ostasien kommt das Messegeschäft bereits wieder in Schwung, weitere Weltregionen werden 2021 folgen. Die Unterstützung durch das Auslandsmesseprogramm gibt vor allem den mittelständischen Unternehmen die Chance, ihre Exporte nach dem Corona-Einbruch zu stabilisieren und mittelfristig auszubauen. Denn gerade reale Messekontakte wirken nachhaltig. Der Aufbau von Vertrauen durch persönliche Gespräche ist für das Exportgeschäft essentiell.“

VDMA Software & Digitalisierung

Hat junge Maschinenbauer mit Nachwuchspreis zur Digitalisierung ausgezeichnet

Der VDMA Software und Digitalisierung zeichnet erneut gemeinsam mit der Bildungsabteilung des VDMA herausragende Abschlussarbeiten von Absolventinnen und Absolventen aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik mit dem Nachwuchspreis „Digitalisierung im Maschinenbau“ aus. Die Arbeiten sind besonders durch ihren hohen Innovationsgrad und die Praxistauglichkeit für die Branche geprägt.

Digitalisierung ist für die Wettbewerbsfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus essenziell. Deshalb setzt sich der VDMA Software und Digitalisierung verstärkt für die Würdigung von jungen Digitalisierungs-Talenten ein. Ebenso wie die VDMA Abteilung Bildung, die mit der Initiative „Maschinenhaus – Plattform für innovative Lehre“ den Nachwuchspreis unterstützt.

Professorinnen und Professoren deutscher Hochschulen nominierten ihre besten Studierenden aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik für den VDMA-Nachwuchspreis. Insgesamt 38 Absolventinnen und Absolventen von 22 Hochschulstandorten aus elf deutschen Bundesländern standen mit ihren Abschlussarbeiten aus Bachelor- Master- und Diplomstudiengängen zur Wahl. Ein neuer Teilnahmerekord.

Die Lösungsvielfalt und der hohe Innovationsgrad der Abschlussarbeiten in diesem Jahr verdeutlichen die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung des Produkt- und Dienstleistungsangebotes des Maschinenbaus. „Der Preis zielt darauf ab, dass die Notwendigkeit der Digitalisierung aus den Unternehmen in die Hochschulen hineingetragen wird“, sagt Karl Friedrich Schmidt, Vorsitzender der Jury, „deshalb würdigt der VDMA besonders gute Abschlussarbeiten.“

Dr. Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA, hebt zu dem hervor: „Wenn Hochschulen und Industrieunternehmen bei der Digitalisierung noch intensiver Kooperationen eingehen, profitieren beide Seiten in einem hohen Maße davon.“ Eine wichtige Kooperationsform sind auch studienintegrierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Unternehmen. Eine VDMA Befragung zeigt, dass die Hälfte der Studiengänge der Ingenieurwissenschaften und Informatik dies bereits eingebunden hat. „Um noch mehr Beispiele für erfolgreiche Praxiskooperationen aufzuzeigen, unterstützen wir als VDMA Bildung daher mit unserer Maschinenhaus-Initiative den Nachwuchspreis“, ergänzt Friedrich.

Unter der Leitung von Karl Friedrich Schmidt wählte die Jury folgende Preisträger für den Nachwuchspreis 2020:
Max Schemmer, Student des Economics Engineering am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wird mit dem ersten Preis für die beste Masterarbeit ausgezeichnet. Die Arbeit entstand am KIT unter der Betreuung von Prof. Dr. Gerhard Satzger und wurde in Kooperation mit der Ceratizit Austria GmbH verfasst. Schemmer entwickelt eine Lösung zur automatisierten, bildgestützten Analyse von Werkzeugverschleiß basierend auf Künstlicher Intelligenz. Die Arbeit folgt einem iterativen Design Science Research Ansatz: In engem Austausch mit Domänenexperten wurden zunächst Anwendungsfälle und Anforderungen erhoben. Mit agilen Methoden wurden dann mehrere Versionen einer Web-Applikation entwickelt und jeweils mit Experten evaluiert. Die entstandene innovative Lösung soll über neue Service-Angebote des Unternehmens dessen Geschäftsmodell ergänzen.

Stefan Kögl, Student an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, erhält den zweiten Preis in der Kategorie „Masterarbeit“. Im Rahmen seiner Masterthesis, die er an der Fakultät für Informatik bei Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wunderlich verfasste, hat er bei der Siemens AG eine Anomaliedetektion für eine Papiermaschine mit Hilfe von Machine Learning entwickelt. Die Lösung reduziert durch die schnellere und zuverlässigere Erkennung von Rissen in der Papierbahn den Wartungsaufwand und die Stillstandskosten um schätzungsweise 30.000 Euro monatlich im Vergleich zur aktuell eingesetzten Lösung. Die Ergebnisse ermöglichen ferner Potenziale für eine präventive Detektion von Bahnrissen und dadurch der Produktionsstillstände. Der generische Lösungsansatz erlaubt außerdem eine Übertragung der Anomaliedetektion auf weitere Papiermaschinen.

Samuel Bender, Maschinenbaustudent an der Technischen Universität Hamburg, wird mit dem ersten Preis in der Kategorie „Bachelorarbeit“ ausgezeichnet. Betreut wurde seine Abschlussarbeit durch Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Hintze und Jan Mehnen vom Institut für Produktionsmanagement und -technik. In seiner Arbeit beschäftigte er sich mit der Vorhersage von Prozesskräften und -parametern einer semiautomatischen Bohrvorschubeinheit der Johannes Lübbering GmbH mittels maschinellen Lernens. Weiterhin wurden mit den aus den Motorstromdaten gewonnenen Features Vorhersagen zur Prozessgüte und dem bearbeiteten Werkstoff getroffen. Die erarbeiteten Ergebnisse zeigen Möglichkeiten für die kostengünstige Überwachung von Bohrprozessen auf.

Florian Jacobs, Maschinenbaustudent an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, erhält den zweiten Preis in der Kategorie „Bachelorarbeit“. Die von ihm bei Prof. Dr.-Ing. Thomas Bergs am Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren am Werkzeugmaschinenlabor mit Unterstützung des Industrie-Arbeitskreises Feinschneiden verfasste Bachelorthesis untersuchte die Anwendbarkeit von Verfahren der datengetriebenen Zeitreihenanalyse und des maschinellen Lernens zur zerstörungsfreien Werkstoffanalyse mittels Barkhausenrauschens am Beispiel des Feinschneidens. Mit einem Unsupervised Learning Ansatz ließen sich Eigenschaftsänderungen im Werkstoff eindeutig nachweisen, was einen proaktiv regulierenden Eingriff während des Prozesses ermöglicht. Somit könnte eine bessere Werkstoffausnutzung erreicht und das Potenzial der Feinschneidtechnologie als hochwirtschaftliches Trennverfahren in der metallverarbeitenden Blechindustrie weiter ausgeschöpft werden.

Homeoffice im zweiten Lockdown – Studie zeigt Optimierungsbedarf bei der Einrichtung

Vor dem Hintergrund des zweiten bundesweiten Lockdowns und der erneuten Aufforderung an Arbeitgeber, Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen, präsentiert der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage zu den bisherigen Erfahrungen der Arbeitnehmer. Bereits im Frühjahr hatte es im Auftrag des IBA eine erste Studie zur Corona-bedingten Arbeit im Homeoffice gegeben. Im Rahmen der aktuellen, in der ersten Dezemberwoche durchgeführten Vergleichsuntersuchung wurden rund 1.000 abhängig Beschäftigte in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren befragt.
Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass deutsche Arbeitnehmer zunehmend Gefallen an der Heimarbeit finden. Zum Befragungszeitpunkt kurz vor dem erneuten Lockdown arbeiteten noch rund 40 Prozent der Beschäftigten oder 13,5 Mio. Menschen in Deutschland häufiger als sonst von zu Hause aus. Davon möchten knapp drei Viertel (73 Prozent) den häuslichen Arbeitsplatz auch über die Corona-Pandemie hinaus häufiger als früher oder sogar möglichst häufig nutzen, im April äußerten nur 60 Prozent diesen Wunsch.

Die Arbeit in der heimischen Umgebung wird dementsprechend positiv bewertet. Zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer bezeichnen ihre Erfahrungen mit der Heimarbeit als „gut“ oder sogar „sehr gut“. Dabei werden besonders die Zusammenarbeit mit Kollegen sowie die Unterstützung durch Vorgesetzte von jeweils mehr als 60 Prozent der Befragten hervorgehoben. Schlechter schneidet die Ausstattung der heimischen Arbeitsplätze ab – fast jeder Zweite (47 Prozent) sieht hier klaren Verbesserungsbedarf.

Am schwierigsten ist die Situation für Beschäftigte, die keinen festen Arbeitsplatz einrichten konnten und daher an wechselnden Orten in der Wohnung arbeiten (25 Prozent) oder ihren Arbeitsplatz täglich auf- und abbauen müssen (neun Prozent). Für diese Gruppen – überdurchschnittlich häufig Arbeitnehmer unter 30 Jahren – hat sich seit dem Frühjahr nur wenig an den Rahmenbedingungen verbessert. Nach wie vor arbeitet somit ein Drittel (34 Prozent) der Homeoffice-Nutzer regelmäßig zuhause, obwohl dort die notwendigen räumlichen Voraussetzungen fehlen.

Während die räumliche Arbeitssituation im Homeoffice weitestgehend unverändert geblieben ist, hat sich die technische Ausstattung seit dem Frühjahr vielfach erheblich verbessert. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Arbeitnehmer haben im letzten halben Jahr in die technische Ausstattung ihres Heimarbeitsplatzes investiert – die Mehrheit wurde dabei von den Arbeitgebern unterstützt. Bei 39 Prozent der Befragten wurden diese Anschaffungen komplett durch den Arbeitgeber getragen, bei weiteren sieben Prozent zum Teil.

Im Gegensatz zur technischen Ausstattung der Homeoffice-Arbeitsplätze haben die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bisher kaum bei deren Einrichtung unterstützt. Doch ist dieser Aspekt besonders wichtig, um auch langfristig für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen. Trotzdem wurden Investitionen hier hauptsächlich privat getätigt. Seit dem Frühjahr schaffte sich knapp die Hälfte der kurzfristig ins Homeoffice geschickten Arbeitnehmer (47 Prozent) einen neuen Stuhl für das Homeoffice an, 42 Prozent leisteten sich einen Tisch oder anderes Mobiliar. Sehr wenige wurden dabei vom Arbeitgeber finanziell oder durch Bereitstellung der Ausstattung unterstützt.

Auch im kommenden Jahr planen viele der Befragten ihren Heimarbeitsplatz zu erweitern – obwohl die Mehrheit auch dann nicht mit finanzieller Unterstützung durch den Arbeitgeber rechnet. Ein Viertel (25 Prozent) möchte den Heimarbeitsplatz durch Bürostühle, Schreibtische oder verbesserte Beleuchtung optimieren. Nur ein Prozent der Befragten glaubt, dass ihr Arbeitgeber die Kosten übernehmen wird, weitere 16 Prozent hoffen zumindest auf eine Teilfinanzierung.

Wie die aktuelle Studie zeigt, wollen viele Arbeitnehmer auch über die Pandemie hinaus die Option der Heimarbeit wahrnehmen. Die räumlichen Voraussetzungen unterscheiden sich allerdings stark, viele der Befragten verfügen außerdem nicht über eine ausreichend ergonomische Ausstattung. „Um das Homeoffice über die Corona-Pandemie hinaus als alternativen Arbeitsort zu etablieren, muss es adäquat ausgestattet werden“, so Barbara Schwaibold, Sprecherin des IBA. „Die Verantwortung hierfür sollte in beiderseitigem Interesse nicht allein beim Mitarbeiter liegen, denn die Arbeitsbedingungen sind auch im Homeoffice eine nicht zu unterschätzende Voraussetzung für effizientes Arbeiten.“ Dies ist besonders wichtig, da die eigens eingerichteten Homeoffice-Arbeitsplätze zwar mehrheitlich den Anforderungen an mobile Arbeit während Corona gerecht werden, für dauerhaftes Arbeiten im Homeoffice belegt die aktuelle Forsa-Umfrage aber noch deutlichen Nachholbedarf.

Wie das optimale Homeoffice aussehen kann und welche rechtlichen Anforderungen an das Arbeiten zu Hause gestellt werden, wird am 20. und 21. Januar im Rahmen des Homeoffice-Spezials mit namhaften Experten auf dem digitalen IBA Forum diskutiert.

Innovatives aus der Klebstoff-Forschung

Mit dem Jowat Klebstoff-Forschungspreis prämiert der Detmolder Klebstoffhersteller alle zwei Jahre herausragende Lösungen und Ansätze im Bereich der Klebstofftechnologie. In diesem Jahr geht der begehrte Preis an Frau Dr. Paulina Sierak. Sie konnte die Jury mit ihrer Dissertation zum Thema „Qualifizierung intelligenter Datenanalysen in der automatisierten Klebtechnik“ überzeugen.

Ziel der Forschungsarbeit von Frau Dr. Sierak war es, das Potenzial intelligenter Datenanalysemethoden bei der Anwendung in automobilen Serienprozessen zu untersuchen und zu bewerten. Dabei wurden drei Bereiche fokussiert: eine prozessbegleitende Prognose der Klebqualität sowie die mögliche Prozessoptimierung durch eine möglichst frühzeitige Identifikation von Fehlerursachen, eine Anpassung von Prozessparametern und eine prognostizierbare Instandhaltung relevanter Anlagentechnik.

Die Jury bewertete die Arbeit von Frau Dr. Sierak als substanziellen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn mit hohem Praxisbezug. Die gewonnenen Erkenntnisse zur Nutzung moderner Methoden des Machine Learnings und der künstlichen Intelligenz in klebtechnischen Fertigungs­prozessen eröffnen laut der Beurteilung der Jury neue Möglichkeiten für Prozessoptimierungen und eine nachhaltige Qualitätssicherung.

Die Preisträgerin studierte nach ihrem Abitur in Augsburg an der Technischen Hochschule München Maschinenwesen mit dem Schwerpunkt Luftfahrttechnik und Faserverbundtechnologie. An der Universität Valencia in Spanien erweiterte sie ihr Spektrum in dem Studiengang „European Industrial Management“. Sowohl ihre Diplomarbeit als auch ihre Dissertation hat Frau Dr. Sierak im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der BMW AG in München absolviert, wo sie heute als Fachteamleiterin für die Montageprozessplanung verantwortlich ist. Betreut wurde ihre Promotion vom Lehrstuhl für Werkstoff- und Fügetechnik der Universität Paderborn unter Professor Dr. Gerson Meschut sowie dem „Leiden Institute of Advanced Computer Science“ der Universität Leiden in den Niederlanden.

Die Preisverleihung des Jowat Klebstoff-Forschungspreises fand am 15. Dezember 2020 in Form einer Videokonferenz statt.

Paidi ist seit fünf Jahren „Klimaneutraler Möbelhersteller“

Paidi bleibt „Klimaneutraler Möbelhersteller“. Zum fünften Mal hat das Unternehmen aus Hafenlohr im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart jetzt seine CO2-Emissionen analysiert und durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten kompensiert. Paidi ist einer von rund 28 Teilnehmern des Klimapakts für die Möbelindustrie. „Mit ausgezeichneter Kinderzimmereinrichtung unterstreicht Paidi schon lange sein Verantwortungsbewusstsein für den Nachwuchs. Damit sich unsere Kinder und Kindeskinder aber auch an einer vielfältigen Flora und Fauna erfreuen können, ist jede Maßnahme für den Klimaschutz heute schon eine wichtige Investition in die Zukunft“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM).

Im Jahr 2016 hat die DGM den Klimapakt für die Möbelindustrie ins Leben gerufen, um gemeinschaftlich an den Klimazielen der Vereinten Nationen (UN) mitzuarbeiten und „um als wichtiger deutscher Industriezweig ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen“, so Winning. Paidi gehöre dabei zu den Unternehmen, die diesen Weg (fast) von Anfang an mitgegangen sind – und zwar direkt auf der höchsten Stufe als „Klimaneutraler Hersteller“.

„Seit fünf Jahren sind wir als erster Kindermöbelhersteller klimaneutral – darauf sind wir besonders stolz. Jeden Tag befassen wir uns aufs Neue mit dem Wohl der Kinder. Deshalb fühlen wir uns dazu verpflichtet, so schonend wie möglich mit den Ressourcen umzugehen und alle direkten und indirekten Emissionen zu kompensieren“, so Paidi-Geschäftsführer Roland Mayer.

Zum Hintergrund: Die Teilnehmer des Klimapakts verpflichten sich, ihre CO2-Emissionen zu analysieren und bilanzieren. Das allein stellt einen Beitrag zum Klimaschutz dar, denn Einsparpotenziale werden aufgedeckt. Noch größer ist der Beitrag allerdings, wenn Unternehmen ihre Emissionen nicht nur bilanzieren und reduzieren, sondern darüber hinaus auch alle unvermeidbaren CO2-Emissionen kompensieren, also durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten ausgleichen. Eine Tonne CO2 entspricht dabei einem Zertifikat, das in der Regel zwischen drei und 30 Euro kostet. So erhielten unter anderem ein Projekt zur Waldaufforstung in Uruguay, ein Wasserkraftwerk in Uganda und ein Solarprojekt in Indien Unterstützung aus Hafenlohr.

Jochen Winning erklärt: „In Summe hat Paidi ein klimapositives Ergebnis für 2020 erreicht und bereits jetzt in Klimaschutzzertifikate investiert, welche die CO2-Bilanz des Unternehmens auch in den kommenden Jahren mehr als nur ausgleichen werden.“ Als Anerkennung seines Engagements erhalte der Möbelbauer das DGM-Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“, mit dem es Branchenvertreter und Endverbraucher einfach, aber aussagekräftig von seinem wichtigen Beitrag für die Zukunft des Planeten in Kenntnis setzen kann.

Präsentiert den neuen „World Furniture Outlook 2021“

Einmal mehr hat das Centre for Industrial Studies (CSIL) die globale Welt der Möbel analysiert und als Bericht, den „World Furniture Outlook 2021“, zusammengefasst:

2020 war ein herausforderndes Jahr für die Möbelbranche, die sowohl auf der Nachfrage-, als auch auf der Angebotsseite von der Pandemie betroffen war. Die Sperrmaßnahmen und ihre Dauer variierten je nach Land, Produktionssegmenten und Einzelhandelsaktivitäten. Der weltweite Möbelkonsum wird 2020 schätzungsweise um zehn Prozent gesungen sein (in US$). Zum ersten Mal wird für alle Regionen im Jahr 2020 ein negatives Wachstum prognostiziert, wobei es Unterschiede zwischen den Ländern gibt, die die unterschiedliche Wirtschaftsstruktur (Abhängigkeit von stark betroffenen Sektoren, von externen Finanzströmen und Leistungen vor der Krise) und die Eindämmungsreaktionen angesichts der Pandemieentwicklung widerspiegeln.

Einige Trends, die in der gesamten Branche bereits vorhanden waren, haben sich im Laufe des Jahres beschleunigt und die Strategien der Unternehmen beeinflusst. Auf der Verbraucherseite nahm die Rolle des Online-Kanals mit noch nie dagewesenen Wachstumsraten zu, wobei auch führende Hersteller direkt in den Markt eintraten.

Auf der Produktseite rückten neue Aspekte stärker ins Bewusstsein der Endverbraucher, beispielsweise durch große Veränderungen in den Büroräumen, den Anstieg im Home-Office-Segment, Multifunktionalität, antibakterielle Oberflächen, zunehmenden Sinn für das Wohlbefinden etc. Diese Trends könnten Wachstumstreiber der Zukunft darstellen.

Der wichtigste Möbelproduzent ist China mit einem Anteil von 41 Prozent an der Weltmöbelproduktion. Weitere wichtige Möbelproduktionsländer sind die Vereinigten Staaten, Deutschland und Italien. Von 2011 bis 2020 stieg der Anteil der Möbelproduktion in der Region Asien und Pazifik um etwa elf Prozentpunkte. Infolgedessen wird im Jahr 2020 mehr als die Hälfte der Weltmöbelproduktion in Asien und dem Pazifikraum stattfinden.

Die führenden Importeure von Möbeln sind die Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Japan.

Bis 2018 war der Anstieg der Importe in den USA der Hauptmotor des Wachstums im internationalen Handel mit Möbeln. Der Rückgang der US-Möbelimporte im Jahr 2019 ist hauptsächlich auf Handelsbeschränkungen zurückzuführen. Aufgrund der Handelsspannungen zwischen den USA und China sank innerhalb der gesamten US-Möbelimporte aus Asien der Anteil Chinas zugunsten insbesondere der Importe aus Vietnam. Vorläufige Daten für das Jahr 2020 zeigen für alle wichtigen Länder erhebliche Rückgänge der Möbelimporte.

Das wichtigste Möbelexportland ist China, mit Abstand gefolgt von Vietnam, Polen, Deutschland und Italien. In den letzten zehn Jahren hat der internationale Handel mit Möbeln konstant etwa 1 Prozent des internationalen Handels mit Industrieerzeugnissen ausgemacht. Nach dem starken Rückgang im Jahr 2020 wird das Wachstum im Jahr 2021 wieder einsetzen und es wird erwartet, dass das Vorkrisenniveau in US$ im Jahr 2022 wieder erreicht wird.

Der CSIL-Bericht geht weiter davon aus, dass das internationale Szenario wie folgt aussehen wird: Die jährliche prozentuale Veränderung in realen Werten könnte in der Welt 5,2 Prozent für 2021 und 4,2 Prozent in 2022 betragen. Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften könnten 3,9 Prozent im nächsten Jahr und 2,9 Prozent im Jahr 2022 haben. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird es eine Veränderung von 6,1 Prozent im Jahr 2021 auf 5,1 Prozent im Jahr 2022 geben.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds kann der Rückgang des weltweiten BIP aufgrund der Pandemie im Jahr 2020 auf 4,4 Prozent geschätzt werden, wobei die fortgeschrittenen Volkswirtschaften stärker schrumpfen werden, als die Entwicklungsländer. Es wird erwartet, dass das Wachstum in den Jahren 2021 und 2022 wieder einsetzt, aber die Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Pandemie bleiben hoch, das Risiko eines weiteren Rückgangs hoch. Für das Jahr 2021 wird weltweit ein Wachstum des Möbelkonsums über das rückläufige Niveau von 2020 hinaus erwartet. China und Indien sind unter den großen Märkten (über 5 Mrd. US$ Umsatz mit Möbeln) die Länder, in denen der größte Aufschwung zu erwarten ist.

Weiterführende Informationen zum CSIL-Bericht „World Furniture Outlook 2021“ gibt es unter: csil@csilmilano.com, ein Online-Kauf und sofortiger Download aller CSIL-Berichte ist unter www.worldfurnitureonline.com möglich.

Weiterhin erfreuliche Nachfrageentwicklung

Die deutschen Polstermöbelhersteller verzeichnen weiterhin eine sehr erfreuliche Nachfrage. Auch im Herbst habe das Geschäft teils spürbar über dem Vorjahr gelegen, berichtete Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP e.V.), anlässlich einer Vorstandssitzung Mitte Dezember. Über die ersten zehn Monate hinweg konnte der Auftragseingang laut interner Verbandsstatistik um 2,5 Prozent gesteigert und damit ein gutes Polster für das kommende Jahr aufgebaut werden. Die starken Einbußen während des Lockdowns im Frühjahr sind damit wieder wettgemacht.

Auch mit Blick auf das kommende Jahr zeigt sich die Polstermöbelindustrie bei allen Corona-Unwägbarkeiten grundsätzlich positiv gestimmt. In einer aktuellen Verbandsumfrage rechnen zwei Drittel der befragten Unternehmen für 2021 mit einem stabilen oder steigenden Umsatz. Vielen Verbrauchern sei in der Pandemie der Stellenwert ihrer Wohnungseinrichtung bewusst geworden, stellte VdDP-Vorsitzender Leo Lübke fest. Von einem regelrechten „Einrichtungsboom“ nach dem Frühjahrs-Lockdown sprach Klaus Wohlrabe, Leiter Umfragen beim ifo-Institut. In seinem Vortrag zur Wirtschaftslage verwies er dabei auch auf die positiven Effekte der Mehrwertsteuersenkung.

Vor große Herausforderungen sieht sich die Branche durch die nach wie vor sehr angespannte Lage auf der Beschaffungsseite gestellt, die sich zunehmend auf Produktion und Lieferzeit auswirkt. Bis in das kommende Jahr hinein sind Engpässe vor allem bei Schaumstoffen zu erwarten. Auch die Verfügbarkeit bei Federkernen und Holzwerkstoffen bleibt eng. Darüber hinaus gilt es für die Polstermöbelhersteller, bei ihren Betriebsabläufen neben den Corona-Restriktionen vermehrt auch mit Quarantänefällen in der Belegschaft umzugehen.

Gelungene Premiere des Hybrid-Seminars „Holzfenster“ in Olsberg

20 Präsenz- und 80 Online-Teilnehmer versammelten sich im Oktober beim Hybrid-Seminar „Holzfenster“ im Zentrum HOLZ in Olsberg. Angeboten wurde es von I.D. Holz und Bundesverband ProHolzfenster e.V. (BPH) für Fensterhersteller, Planer und Architekten. Besonders erfreut zeigten sich die Veranstalter über die zahlreichen Studenten unter den Teilnehmern.

„In einer nachhaltigen Baukultur geht es darum, traditionelle Baukunst mit dem Schonen von Ressourcen zu verbinden“, sagte BPH-Vorsitzender Eduard Appelhans. Holz- und Holz-Alufenster seien wichtige Bestandteile dieser Kultur, und diese Kultur gelte es zu pflegen. „Damit Planung und Ausführung gelingen, braucht es hohe technische Qualität.“ Für die Studierenden wünsche er sich, „dass sie in diesem Seminar nicht nur Wissen vermittelt bekommen, sondern etwas von der Leidenschaft spüren, die sich mit dem einzigartigen Werkstoff Holz verbindet“.

Geballtes Fachwissen gab es dann zunächst doch von den Experten. Zu ihnen zählte auch Heinz Willi Wittmann, „Urgestein“ im Holzfensterbau und neutrale Beratungsinstanz beim BPH. „Mit Holz kann man vieles machen“, meinte er. Dennoch sei die Fachberatung mit Ausführungsempfehlungen für das jeweilige Objekt sehr wichtig, um eventuelle spätere Schäden zu vermeiden. Untersuchungen zufolge seien dafür zu 30 Prozent Planungsfehler verantwortlich, zu 60 Prozent aber Ausführungsfehler. Letzter Baustein beim richtigen Umgang mit Holz- und Holz-Alufenstern sei die Montagezarge. Darum ging es auch bei Jörg Stahlmann, der den Einbau von Fensterelementen mittels Montagezarge in Theorie und Praxis erläuterte. Unerlässlich sei dies, denn „es käme doch auch niemand auf die Idee, die Möbel schon im Rohbau aufstellen“, und hochwertige Holz- und Holz-Alufenster seien durchaus mit Möbelstücken gleichzusetzen.

Die Besonderheiten der Holz-/Holz-Alufenstermontage erläuterte Dipl.-Ing. (FH) Martin Heßler vom ift Rosenheim anhand des aktuellen RAL-Leitfadens. Insbesondere bei den Befestigungsabständen gäbe es Unterschiede zu anderen Materialien. Eine Herausforderung, die für alle Materialien gelte, sei die Entwicklung der Wandbaustoffe in Verbindung mit immer schwereren, hochdämmenden Rahmen.

Nach den kompetenten Ausführungen des Sachverständigen Jörg Jessel zum Thema Einbruchsicherung wurde es dann doch noch leidenschaftlich. Michael Arns, langjähriger Vizepräsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, dokumentierte in Bildern die ganze Fenstervielfalt, die sich mit Holz bzw. Holz-Aluminium umsetzen lässt, im Neubau wie im Denkmalschutz. Gerade bei der Altstadtsanierung gebe es leider viele Fehlentwicklungen.

Sein Plädoyer: „Wir müssen wieder zurück zum Fenster als wesentlichem Element der Fassadengestaltung. Wer die alten, mit großer Handwerkskunst gefertigten Holzfenster durch Kunststofffenster ersetzt, nimmt dem Haus den Charakter.“ Mit Holz lassen sich hingegen bei Sanierungen Fenster umsetzen, die zum Haus passen und dennoch den Anforderungen an modernen Komfort und Energieeffizienz genügen. Die Nachhaltigkeit des natürlichen Werkstoffs sei ein weiterer Vorteil von Holz- und Holz-Alufenstern, der angesichts der Klimadiskussion immer wichtiger werde.