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Autor: Möbelfertigung

„Interzum @home“

Mit den neuesten Trendthemen „on air“ – „möbelfertigung“ kuratiert Stage „Mattress Recycling“

Mit drei kuratierten digitalen Bühnen sowie der Konferenz „materials.cologne“ fokussiert die Koelnmesse die wichtigsten Entwicklungen für Möbel und Innenausbau: Was bewegt die Möbelbranche, mit welchen überraschenden Neuigkeiten warten die Zulieferunternehmen auf? Und vor allem: Was passiert als Nächstes, welche Geschäfte, welche Bedarfe, welches Umfeld erwartet die Branche in Zukunft? Diese Fragen beantwortet das digitale Eventprogramm auf der virtuellen „Interzum @home“ in den verschiedenen Stages.

Trends digital live erleben dafür steht der On-Demand-Content der 30 fachlichen Vorträge und Workshops aus 11 Ländern. Internationale Top-Referenten wie Javier G. Fernandez (Singapore University of Design & Engineering), Steffen Salinger, CEO of Artemide und Prof. Dr. Harald Kloft (Institute for Structural Design, TU Braunschweig) sorgen für interdisziplinäre Impulse. Denn bei der „Interzum @home“ hat nicht nur das Business absolute Priorität, man will auch wichtige Denkanstöße geben.

Mit zunehmender Sensibilisierung für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Carbon Footprint gewinnt auch die Wieder- und Weiterverwertung ausgedienter Matratzen an Bedeutung und steht deshalb im Fokus der Stage „Mattress Recycling“, die vom B2B-Netzwerk „möbelfertigung“ aus dem Ferdinand Holzmann Verlag kuratiert wird. Aktuell werden rund 35 Millionen Matratzen jedes Jahr allein in Europa entsorgt: auf Deponien oder in der Müllverbrennung. Das soll und muss sich ändern. Deshalb bringt das B2B-Netzwerk „möbelfertigung“ die großen Namen der Matratzenindustrie auf die digitale Bühne. Mit dabei sind Unternehmen wie Auping, Agro International, BASF oder Mattes Ammann. Unterstützt wird die Stage dabei auch von mehreren internationalen Verbänden, wie dem deutschen Matratzenverband oder der amerikanischen ISPA. Alle Zuhörer erwartet ein spannender Mix aus Vorträgen und Podiumsdiskussionen.

Von Katrin de Louw (Trendfilter) wird die „Interzum Trend Stage“ gestaltet – die Top-Plattform für alle designrelevanten Trends der nächsten fünf Jahre rund um Möbeldesign und Einrichtung. Dabei spielt die gesellschaftliche Entwicklung als Impulsgeber der Marktentwicklung eine ebenso wichtige Rolle wie neue technische Möglichkeiten. Außerdem zeigt diese virtuelle Bühne alles über Material-, Oberflächen und Farbtrends, über ökologische und nachhaltige Produkte sowie Konzepte für die Einrichtung von morgen und übermorgen.

Auf der digitalen Bühne „Green Smart Materials“ präsentiert die von Dr. Sascha Peters gegründete Zukunftsagentur Haute Innovation nachhaltige Materialinnovationen und smarte Technologien mit großen Potenzialen für die Branche – zum Beispiel Strukturfarben für Holzoberflächen, 3D-gedruckte Holzfenster oder Stadtmobiliar, das die Luft von Feinstaub befreien kann. Auch der Wandel der gegenwärtigen Produktkultur zu einer Circular Economy wird facettenreich beleuchtet. Insgesamt 32 Vorträge sind geplant, 30 Referenten aus zehn Ländern – darunter aus Finnland, Israel, Mexiko, Singapur und Vietnam – geben die neuesten Insights.

Die Plattform und Konferenz für Design und Innovation „materials.cologne“ konzentriert sich auf den Schwerpunkt Material und Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit der „Interzum @home“ will Initiator Martin Beeh mit Fachreferaten internationaler Experten zu Materialthemen und in mehreren „Master Classes“ vor allem Designer, Architekten, Innenarchitekten sowie Entscheider aus innovativen Unternehmen ansprechen. „Anlässlich der Premiere der Zuliefermesse ,Interzum‘ als rein digitales Messeformat werden wir täglich eine Kurzzusammenfassung der Vorträge und ,Master Class‘-Ergebnisse bei ,materials.cologne.TV‘ im Netz kommunizieren“, so Materialkundler und Designer Beeh zu einem neuen, zusätzlichen Feature der Konferenz.

Einen ersten Überblick über das spannende Rahmenprogramm finden Sie im Netz unter https://www.interzum.de/events-home/programm/

3D-Berufsorientierungsvideos für Tischler und Bestatter vorgestellt

Um potenziellen Nachwuchs trotz Corona für das Handwerk zu begeistern, hat die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern in Kooperation mit interessierten Verbänden Berufsorientierungsvideos für Virtual-Reality-Brillen produziert. Entstanden sind Videos zu zehn Gewerken. Die Videos zu den Berufen Tischler und Bestattungsfachkraft sind in Zusammenarbeit mit Hessentischler und Hessenbestatter entstanden und wurden bei der gemeinsamen Berufsbildungstagung der Landesinnungsverbände Hessentischler und Tischler Rheinland-Pfalz vorgestellt.

Produziert wurden die Videos, um sie im Berufsorientierungsunterricht einzusetzen. Nach der Corona-Pandemie können sie aber auch bei Ausbildungsmessen verwendet werden. Zudem können Betriebe und Innungen die Filme auf ihren Websites einbinden.

Im Berufsorientierungsvideo für das Tischlerhandwerk führt Timo Hoffmann, Auszubildender im zweiten Lehrjahr bei der Heinrich Kramwinkel GmbH in Mühlheim, die Zuschauerinnen und Zuschauer durch den Betrieb und zeigt ihnen anhand unterschiedlicher Stationen, wie moderne Tischlerbetriebe heutzutage arbeiten und was potenzielle Interessentinnen und Interessenten für den Beruf mitbringen sollten. Für das Bestatter-Video übernahm die Bestattungsfachkraft Selina Taubenheim vom Bestattungsinstitut G&S Schermert aus Limburg die erklärende Rolle.

Das Tischler-Video kann auf dem YouTube-Kanal des Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen Rheinland-Pfalz angesehen werden, das Bestatter-Video gibt es auf dem YouTube-Kanal des DIB Deutsches Institut für Bestattungskultur. Ihre volle Wirkung entfalten die Videos aber erst im Zusammenspiel mit den extra für die Videos hergestellten Cardboard-Pappbrillen. Um die VR-Videos mit diesen ansehen zu können, muss man sich die App ARGEVR kostenlos im App Store oder auf Google Play herunterladen und das Smartphone anschließend in die Brille einsetzen. Anschließend können die 360-Grad-Videos mit der Bewegung des Kopfes gesteuert werden.

Bestellt werden können die Cardboard-Pappbrillen für 4,00 EUR (zzgl. MwSt. und Versand) ab Ende März beim Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz. Kontakt: Elena Pohl, 05621/7919 74, pohl@leben-raum-gestaltung.de

Darf mit neuem Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“ auszeichnen

Mit Brief und Siegel: Die artego Küchen GmbH & Co. KG ist mit dem neuen Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“ ausgezeichnet worden, das für Qualitätsmöbel aus deutscher Produktion steht. Alle Küchen von Artego entstehen am Stammsitz in Bad Oeynhausen. „Mit dem Gütesiegel können wir unser Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland und die damit verbundene Qualität unserer Möbel noch besser betonen“, stellte artego-Geschäftsführer Markus Hillebrand bei der Urkundenübergabe durch Jan Kurth, den Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), fest. „Wir sind erfreut, dass sich mit Artego ein Spezialist für die individualisierte Serienfertigung im Herzen der deutschen Küchenmöbelindustrie für unser Label zertifiziert hat“, sagte Kurth.

Der VDM hat das Siegel „Möbel Made in Germany“ gemeinsam mit dem renommierten Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) entwickelt und zum 1. August 2020 im Markt eingeführt. Die strengen Kriterien besagen, dass Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland erfolgen. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland stattfinden. Bislang haben sich 55 Möbelhersteller für das geographische Herkunftsgewährzeichen zertifiziert. Die Einhaltung der Kriterien überwacht die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) im Auftrag des VDM.

Küchen von Artego werden im Fachhandel individuell geplant und dann in geprüfter Qualität im Werk in Bad Oeynhausen gefertigt. Seit 2019 ist Artego zudem als Mitglied der DGM mit dem „Goldenen M“ ausgezeichnet. Zu dessen Qualitätsanforderungen zählen eine nachweislich einwandfreie Funktionalität, Stabilität und Sicherheit sowie eine unbedenkliche Gesundheits- und Umweltverträglichkeit.

Schnittstelle für Fahrerlose Transportsysteme besteht Praxistest erfolgreich

Die herstellerunabhängige Vernetzung von Fahrerlosen Transportsystemen ist einen großen Schritt vorangekommen. Sechs Unternehmen erprobten gemeinsam die Schnittstelle „VDA 5050“ mit ihren Fahrzeugen beim AGV Mesh-Up. Die Veranstaltung war Teil des diesjährigen „Test Camp Intralogistics“ des „Ifoy Award“. Die Produktion unter Industrie 4.0-Bedingungen benötigt eine reibungslose Kommunikation zwischen Maschinen. Das gilt auch für fahrerlose Transportfahrzeuge von unterschiedlichen Herstellern, die im innerbetrieblichen Materialfluss eingesetzt werden. Eine einheitliche Kommunikation dieser Fahrzeuge wird durch die „VDA 5050“ deutlich vereinfacht. Die Kommunikationsschnittstelle ermöglicht es, durch eine einheitliche Datensprache verschiedene Fahrzeuge unter einem beliebigen Leitsystem zu kombinieren. Beim jetzt erfolgten ersten Live-Test in Dortmund fuhren Fahrzeuge von Arculus, DS Automation, Safelog, Siemens AG, SSI Schäfer und Still zusammen in einem Leitsystem der Kion Group. „Das war der erste große Praxistest für die Schnittstelle, um zu zeigen, wie die Übermittlung von Aufträgen und Statusdaten über die „VDA 5050“ funktioniert. Das Testszenario in Dortmund lief über vier Tage zuverlässig und die beteiligten Unternehmen konnten unterschiedliche Details für die Fahrzeuge ausprobieren. Wir denken bereits über eine Fortsetzung des AGV Mesh-Up nach“, erklärt Andreas Scherb, verantwortlich für die Fachabteilung Fahrerlose Transportsysteme im VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik.

Die „VDA 5050“ ist mit der Revisionsnummer 1.1. verfügbar und bildet den aktuellen Zwischenstand ab. Ein weiterer Versionsstand wird künftig auch die abgesicherte Kompatibilität von SPS-basierten Fahrerlosen Transportsystemen beschreiben.

Das so genannte AGV Mesh-Up des VDMA-Fachverbandes Fördertechnik und Intralogistik feierte beim „Ifoy Award“ im Rahmen des „Test Camp Intralogistics“ in Dortmund seine Weltpremiere. Der Name ist an ein Mesh-WLAN angelehnt, bei dem unterschiedliche Komponenten ineinandergreifen und als einheitliches WLAN gesehen werden. Für die Fahrzeuge bedeutet das konkret: sie fahren mit verschiedenen Navigationsarten (zum Beispiel liniengeführt oder konturbasiert), kommunizieren mit dem übergeordneten Leitsystem jedoch in einer gemeinsamen Datensprache.

Realisiert wurde das Schnittstellen-Projekt von einem Team aus FTS-Nutzern und FTS-Herstellern unter Koordination des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) und des VDMA-Fachverbandes Fördertechnik und Intralogistik. Ziel ist es, dass automatisierte Transportfahrzeuge, wie Routenzüge, AGV oder Mobile Roboter via Plug-and-play hersteller- und systemunabhängig über die Leitsteuerung miteinander agieren können.

„Interzum @home“

Mit „Speakers Corner” und „Interzum Award“

Mit der Veranstaltung im Mai 2021 wird die „Interzum @home“ erstmals zu einer vollwertig digitalen Messe. Die neue digitale Plattform ermöglicht allen Teilnehmern eine zusätzliche internationale Reichweite in Verbindung mit einem digitalen Messeerlebnis. Damit können noch mehr internationale Entscheider, Meinungsführer und Multiplikatoren weltweit erreicht werden – in diesem Jahr digital. Bereichert wird der Online-Messematrix wieder durch spannende Sonderveranstaltungen neben drei attraktiven digitalen Bühnen zu den Themen „Green Smart Materials“, „Mattress Recycling“ und der „Trend Stage“ werden zudem die Materialkonferenz „materials.cologne“, die Ausstellerbühnen der „Product Stages“ sowie die regelmäßig verliehenen „Interzum award“ für Aufmerksamkeit sorgen.

Ganz auf die Vorstellung von Innovationen und die Weitergabe von Insights zwischen Ausstellern und Fachbesuchern konzentrieren sich die digitalen Bühnen für die Aussteller, die „Product Stages“. Hier bestimmen die Zulieferer selbst, welche Themen sie in die Zielbranchen kommunizieren wollen: neue Produkte, Best Practice, F/E- oder andere wichtige Themen aus Unternehmenssicht. Die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt und durch die On-Demand-Verfügbarkeit der Stage-Präsentation können die Beiträge noch für eine längere Zeit vom interessierten Publikum angeschaut werden. Die Sitzungen bieten 20 Minuten Raum für Contentstreaming mit begleitenden, session-basierten Chats. Anschließend sind sie über Video-on-Demand abrufbar. Als Teil des offiziellen Eventprogramm der „Interzum@home“ genießt diese Präsentationsbühne ganz besondere Aufmerksamkeit.

Die Plattform und Konferenz für Design und Innovation „materials.cologne“ konzentriert sich auf den Schwerpunkt Material und Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit „Interzum @home“ will Initiator Martin Beeh mit Fachreferaten internationaler Experten zu Materialthemen und in mehreren „Master Classes“ vor allem Designer, Architekten, Innenarchitekten sowie Entscheider aus innovativen Unternehmen ansprechen. „Anlässlich der Premiere der Zuliefermesse als rein digitales Messeformat werden wir täglich eine Kurzzusammenfassung der Vorträge und Master Class-Ergebnisse bei ,materials.cologne.TV‘ im Netz kommunizieren“, so Materialkundler und Designer Beeh zu einem neuen, zusätzlichen Feature der Konferenz.

Die seit vielen Jahren hoch geschätzte Produktauszeichnung „Interzum award“ erlebt in diesem Jahr nun ebenfalls ihre virtuelle Premiere: die eingereichten Zulieferprodukte für Möbelindustrie und Innenausbau sind digital, die Jurysitzung erfolgt digital und auch die Preise werden digital verliehen – im Anschluss an die Messeeröffnung auf dem Kanal der „Interzum Trend Stage“.

Der „interzum award: intelligent material & design“ unterstreicht die Bedeutung des Wertschöpfungsfaktors Design und ist exklusiv den Teilnehmern der „Interzum @home“ vorbehalten. Seit vielen Jahren wird er von den Preisträgern als aussagekräftige Botschaft genutzt, um sich nicht nur in Marketing und Vertrieb positiv und wertig vom Wettbewerb abheben. Und damit unterstützen diese Preisverleihung ebenso wie die anderen begleitenden Events das Kernziel dieser Leitmesse: innovative Ideen der Fach-Öffentlichkeit erfolgreich zu präsentieren, die gesamte Branche im zweijährigen Rhythmus zusammenzubringen und nachhaltige, erstklassige Geschäftsbeziehungen anzubahnen!  

Stellt gemeinsam mit Homag China in Guangzhou aus

Välinge Innovation hat sich mit Homag China zusammengetan, um seine „Threespine“-Klickmöbel-Technologie auf der „Interzum Guangzhou“ 2021 zu präsentieren.

Die Zusammenarbeit ist das Ergebnis einer vertieften Partnerschaft zwischen den Unternehmen, die durch eine wachsende Nachfrage nach der revolutionären Klick-Möbeltechnologie getrieben wurde. Homag Lösungen für „Threespine“ in sein bestehendes Produktsortiment integriert hat.

„Threespine“ ermöglicht ein völliges Umdenken in der Art und Weise, wie Möbel produziert, transportiert, gelagert und verkauft werden – mit Kosten- und Platzeinsparungen bei jedem Schritt in der Lieferkette. Die Technologie eignet sich für jeden Hersteller und alle Arten von Materialien – von Flatpack über edle Möbel bis hin zu voll ausgestatteten Küchen.

„Unsere kontinuierliche und verstärkte Zusammenarbeit mit großen Maschinenherstellern weltweit ist eine weitere Bestätigung für die Relevanz, die die ,Threespine‘-Klickmöbel-Technologie für Verbraucher, Einzelhändler und Hersteller gleichermaßen hat, die sich an die veränderte Einzelhandelslandschaft anpassen“, sagt Jonas Banestig, Senior Key Account Manager Furniture Technology, Välinge Innovation. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Technologie in den Standardlösungen von Homag zum Einsatz kommt – was die Geschäftsmöglichkeiten für die Möbelindustrie weiter stärkt.“

It’s OWL

„Industrial Pioneers OWL“ startet am 19. April

Maschinelles Lernen, digitale Plattformen, zirkuläre Wertschöpfung und Arbeit 4.0: Die digitale Transformation verändert die Wirtschaft Schritt für Schritt. Neue Ansätze und Lösungen zeigen 54 Unternehmen, Forschungseinrichtung und Netzwerke aus OstWestfalenLippe vom 19. April bis 4. Mai in einer virtuellen Innovationschau „Industrial Pioneers OWL“, die von der OstWestfalenLippe GmbH und Owl Maschinenbau organisiert wird. Zu jedem Thema gibt es ab dem 20. April einen Thementag mit Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Sprechstunden. „Industrial Pioneers OWL“ wird am 19. April mit einer virtuellen Eröffnungsveranstaltung gestartet. Im Fokus steht dabei eine Bilanz der Erkenntnisse aus der „Hannover Messe“ (12. bis 16. April 2021). Spitzen von Unternehmen und Verbänden werden neue Trends und Perspektiven der Industrie in der neuen Normalität mit der Corona-Pandemie diskutieren.

Die Thementage finden an den folgenden Terminen statt:
1. Dienstag, 20. April: Maschinelles Lernen
2. Mittwoch, 21. April: Digitaler Zwilling
3. Donnerstag, 22. April: KI in der Arbeitswelt und Digitale Transformation
4. Freitag, 23. April: Smart Food Technologies
5. Montag, 26. April: Industrial APP Market Place
6. Dienstag, 27. April: Open Innovation
7. Mittwoch, 28. April: Zirkuläres Wirtschaften
8. Donnerstag, 29. April: Digitale Plattformen
9. Dienstag, 4. Mai: Zukunftstechnologien Bau

Patent „Digital Embossing“ bleibt in Kraft

Die Firma Hymmen teilte jüngst mit, dass eines der Patente aus dem Hymmen-Patentportfolio, das sich mit dem digitalen Strukturdruck beschäftigt, durch die Entscheidung der Einspruchsabteilung des Europäischen Patentamts (EPA) in München vom 10. März 2021 aufrechterhalten wurde.

Das EPA hatte in dieser Sache über die von Barbéran, Cefla und Giorgio Macor eingelegten Einsprüche gegen eines der Hymmen-Patente zu entscheiden – in diesem Fall das Patent „DLE Digital Lacquer Embossing“ mit der Patentnummer EP 3 109 056. Dieses Patent ist seit dem 14. Februar 2018 in Kraft. Der Gegenstand des Patents umfasst ein Verfahren zur Herstellung einer Struktur auf einer Oberfläche eines flachen Werkstücks sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

In der Entscheidung hat die Einspruchsabteilung des EPA das oben genannte Hymmen-Patent mit einem leicht geänderten Text aufrechterhalten, der besagt, dass es sich bei dem beanspruchten Verfahren um eine Struktur handeln muss, die synchron zu dem darunterliegenden Dekor ist. Da die überwältigende Mehrheit der bisher hergestellten digitalen Dekore und digitalen Strukturdrucke synchron ist, wird dies von Hymmen als eine geringfügige Änderung in den Patentansprüchen beurteilt und wird die Bedeutung dieses Patents auf dem Gebiet des digitalen Strukturdrucks nicht verringern.

„Wir sind sehr froh darüber, dass die Einspruchsabteilung des EPA im Wesentlichen unseren Argumenten bezüglich Neuheit, erfinderischer Tätigkeit und Anwendbarkeit der Hauptpatentansprüche gefolgt ist und das Patent mit den oben genannten Details aufrechterhalten hat. Dies ist für Hymmen besonders wichtig, da der deutsche Teil des oben erwähnten DLE-Patents EP 3 109 056 eines der beiden aktuellen Patente ist, auf deren Grundlage Hymmen Patentverletzungsklagen gegen Barberán vor dem Landgericht Düsseldorf verfolgt, die am 14. April 2020 eingereicht wurden (Landgericht Düsseldorf, Aktenzeichen 4b O 26/20)“, heißt es aus Bielefeld (siehe mf.com vom 19. Juni 2020 und 24.07.2020). Das Patentverletzungsverfahren soll wie geplant fortgesetzt werden. „Es ist uns wichtig, unser Know-how und das unserer Geschäftspartner mit unserem Hymmen-Patentportfolio zu schützen“, bekräftigt die Hymmen-Geschäftsführung.

Auch HPL-Branche von schwieriger Rohstofflage betroffen

Mit Schwung sind die Herstellenden von HPL in das Jahr 2021 gestartet. Nach einem schwierigen Jahr 2020 haben die Produzenten schnell wieder in die Spur gefunden. Dabei beweist HPL einmal mehr seine Leistungseigenschaften durch seine enorme Anwendungsbreite von dünnem HPL bis HPL-Compact. Nachdem der Messe- und Ladenbau im vergangenen Jahr deutlich an Fahrt verloren hat, ist HPL umso mehr bei Anwendungen gefragt, wo es besonders auf die hygienischen Eigenschaften der Oberflächen ankommt, wie zum Beispiel in medizinischen und klinischen Bereichen.

Sorge bereitet den Herstellenden allerdings der Blick auf die Rohstoffversorgung. Hier insbesondere bei den chemischen Vorprodukten für die Harzherstellung sowie bei Dekorpapieren. „Die angespannte Rohstoffversorgung ist damit nicht nur im Bereich der thermoplastischen Kunststoffe ein Thema, sondern auch bei den Duroplasten angekommen“, hebt Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des Pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V., zu der die Fachgruppe ProHPL gehört, hervor.

Die Absage der physischen Weltleitmesse „Interzum“ in Köln wird von der Fachgruppe sehr bedauert. Sicherheit und Schutz von Besucher:innen und Aussteller:innen ist oberstes Gebot, dennoch wird der Marktplatz „Interzum“ in diesem Jahr fehlen.