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Autor: Möbelfertigung

Rüstet zwei Finsa-Produktionslinien mit Leimeinsparsystemen nach

Im Januar 2021 haben Finsa aus Santiago de Compostela, Spanien, und der deutsche Maschinen- und Anlagenbauer Dieffenbacher die Verträge über die Lieferung von insgesamt vier Leimeinsparsystemen für die beiden Produktionslinien am Finsa-Standort in Nelas, Portugal, unterzeichnet.

Zwei „Projet“ werden zur Reduzierung des Leimverbrauchs in der MDF-Produktion eingesetzt, während ein weiterer „Projet“ und ein „Evojet P“ in einer ganz speziellen Anlage für Leimeinsparungen sorgen sollen: Finsa produziert Platten mit einer Span-Mittelschicht, die auf beiden Seiten von MDF-Deckschichten umgeben ist. Der „Projet“ ist für die Deckschicht-, der „Evojet P“ für die Mittelschichtbeleimung vorgesehen.

„Wir sind überzeugt davon, mit den Dieffenbacher-Beleimungssystemen hohe Leimeinsparungen in beiden Anlagen erzielen zu können, sodass sich unsere Investition sehr schnell amortisieren wird“, so Sérgio Filipe, Technischer Leiter bei Finsa. „Unsere bisherigen gemeinsamen Projekte und die produktiven Online-Meetings in der Vorbereitung des aktuellen Projekts haben gezeigt, dass Dieffenbacher ein echtes Interesse daran hat, uns voranzubringen. Deshalb haben wir Dieffenbacher als Partner für dieses umfangreiche Nachrüstungsprojekt in Nelas ausgewählt“, fügt er hinzu.

Der „Projet“ ist ein MDF-Blow-Line-Beleimungssystem, das im Vergleich zur herkömmlichen Blow-Line-Beleimung Leimeinsparungen von bis zu 15 Prozent möglich macht. Er ist sowohl mit UF- als auch mit MUF-Leim verwendbar. Der „Projet“ hilft MDF-Herstellern, Leimflecken auf der Plattenoberfläche zu reduzieren und so die Plattenqualität zu erhöhen.

Für Leimeinsparungen bei der Produktion von Spanplatten ist der „Evojet P“ die richtige Wahl. Spezielle Zweikomponentendüsen atomisieren den Leim in feinste Tröpfchen und sorgen so für eine homogene Verteilung des Leims auf den Spänen. Mit dem „Evojet P“ erreichen Spanplattenhersteller eine Leimersparnis in der Mittelschicht von bis zu 15 Prozent.

Schon im zweiten Halbjahr 2021 wird Finsa von den Vorteilen der vier Dieffenbacher-Leimeinsparsysteme profitieren können. Die Montage und Inbetriebnahme ist für den Spätsommer geplant.

ZDH

Breite Resonanz auf Selbstverpflichtungs-Appell zu Testungen

Zum Thema Testen in Betrieben erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer: „Das Handwerk will, dass alle gesund sind und bleiben – Betriebe, Beschäftigte, Auszubildende, Kunden. Daher steht das Handwerk ausdrücklich zu seiner Selbstverpflichtung, den Beschäftigten und Auszubildenden regelmäßig Corona-Tests zur Verfügung zu stellen. Nur mit einer gesunden und leistungsstarken Belegschaft kann schließlich ein Betrieb ohne Produktionsausfälle funktionieren und unseren Kunden sichere Dienstleistungen anbieten. Die Betriebe nehmen ihre Verantwortung in dieser besonderen Situation sehr ernst und bieten Tests und auch Homeoffice im Rahmen dessen an, was ihnen möglich ist. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass Testungen derzeit nicht selten daran scheitern, dass Test-Kits nicht zur Verfügung stehen. Das darf dann nicht zu Lasten der Betriebe gehen. Die breite Resonanz auf den Selbstverpflichtungs-Appell zu Testungen und die stetig steigende Zahl von mitmachenden Betrieben zeigt, dass es keine gesetzliche Verpflichtung zu Testungen braucht. Politik ist vielmehr gefordert, eine schnelle Beschaffung von Selbst- und Schnelltests in ausreichender Menge zu vertretbaren Preisen zu ermöglichen. Staatliche Verantwortung darf nicht durch zwingende Vorgaben zu verpflichtenden Corona-Tests durch Arbeitgeber und Betriebe ersetzt werden. Die Leistungsfähigkeit der Betriebe ist bereits stark gefordert und darf nicht überreizt werden. Viele unserer Betriebe sind durch die pandemiebedingten Einschränkungen ohnehin an ihrer Belastungsgrenze, zeigen gleichwohl großen Einsatz durch die Anwendung der geltenden Hygienebestimmungen und das breite Angebot zu Homeoffice, soweit das bei handwerklichen Produkten und Dienstleistungen möglich ist.“

Ist weiterhin klimaneutraler Möbelproduzent

Der Möbelhersteller Burgbad bleibt beim Thema Klimaschutz am Ball: Das Unternehmen aus Schmallenberg-Bad Fredeburg hat bereits das fünfte Jahr in Folge seine Treibhausgas-Emissionen auf Grundlage des „Klimapaktes für die Möbelindustrie“ bilanziert und durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate vollständig kompensiert. „Dieses vorbildliche Engagement würdigen wir sehr gerne mit der Auszeichnung als ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Dabei verzeichnete Burgbad erneut weniger Emissionen als im Vorjahr.

Seit 2016 setzen sich deutschlandweit Möbelhersteller im Rahmen des von der DGM initiierten Klimapaktes dafür ein, CO2-Emissionen in ihren Unternehmen so weit wie möglich zu reduzieren und schließlich vollständig zu neutralisieren. Die Grundlage hierfür ist eine jährliche Bilanzierung und Bewertung der Emissionen. Diese hat der Hersteller Burgbad jetzt gemeinsam mit der oberbayerischen Klimaschutzberatung „Fokus Zukunft“ vorgenommen und seine errechneten Emissionen bereits vorzeitig bis zum Jahr 2022 kompensiert. Hierfür erwarb das Unternehmen 10.000 Klimaschutzzertifikate aus dem Projekt „GS Biomasse Indien“. DGM-Geschäftsführer Jochen Winning erklärt: „Die Zertifikate haben immer das Ziel, ein Projekt zu unterstützen, das einerseits die globale CO2-Bilanz aufbessert, und das andererseits auch die Infrastruktur vor Ort stärkt. Ein Zertifikat kompensiert dabei eine Tonne CO2.“ Über Biomasse- oder Biostromprojekte hinaus werden beispielsweise auch Maßnahmen zur Aufforstung oder Trinkwasseraufbereitung in Südamerika oder Afrika durch Teilnehmer des Klimapakts für die Möbelindustrie unterstützt. Doch profitieren die teilnehmenden Unternehmen nicht nur von einer gesünderen Umwelt und möglicherweise aufgedeckten Einsparpotenzialen, sondern auch von der öffentlichen Auszeichnung als „Klimaneutraler Möbelhersteller“. „Endverbraucher nehmen das Klimalabel sehr positiv wahr und entscheiden sich im Möbelhandel bevorzugt für Produkte von verantwortungsbewussten Möbelherstellern, die dieses Label tragen“, ist Winning überzeugt.

Die Folgen der Corona-Pandemie in 10 Zahlen

Die Corona-Pandemie wirkt sich seit ihrem Ausbruch im März 2020 massiv auf sämtliche Bereiche des täglichen Lebens in Deutschland aus. Sie hat innerhalb eines Jahres in Wirtschaft und Gesellschaft, im Staatshaushalt und in der Bildung, im Verkehr sowie bei den Bevölkerungszahlen zu außergewöhnlichen Entwicklungen geführt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) gibt einen Überblick über besonders einschneidende Veränderungen im Corona-Jahr 2020 und zu Beginn des Jahres 2021.

-4,9% beim Bruttoinlandsprodukt: Wirtschaftsleistung bricht im Jahr 2020 deutlich ein
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2020 nach zehn Jahren des Wachstums in eine tiefe Rezession geraten: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 4,9 Prozent gegenüber 2019 zurück. Im zweiten Quartal 2020 hatte die Wirtschaftsleistung einen historischen Einbruch erlitten. Das Minus von 9,7 Prozent (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem ersten Quartal 2020 war der mit Abstand stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Auf den Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal folgte eine rasche Erholung im dritten Quartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt +8,5%). Die zweite Corona-Welle und der zweite harte Lockdown zum Jahresende stoppten diese annähernd V-förmige Entwicklung. Zwar stieg das BIP im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt) leicht um 0,3 Prozent. Das preis- und kalenderbereinigte BIP war im Schlussquartal des Jahres 2020 aber noch 3,7 Prozent niedriger als im letzten Vorkrisen-Quartal, dem vierten Quartal 2019.

4,2% Defizitquote: Zweithöchstes Staatsdefizit seit der deutschen Vereinigung
Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen zu einem Finanzierungsdefizit des Staates in Höhe von 139,6 Milliarden Euro geführt (Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010). Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden. Gemessen am BIP in jeweiligen Preisen errechnet sich für 2020 eine Defizitquote von 4,2 Prozent. Der Referenzwert des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3 Prozent wurde damit deutlich verfehlt. Seine Anwendung wurde jedoch für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt.

74,5% weniger Fluggäste – niedrigster Wert seit der deutschen Vereinigung
Der Luftverkehr musste 2020 die größten Einbrüche seit Jahrzehnten verkraften: Rund 57,8 Millionen Fluggäste starteten oder landeten auf den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland – das waren 74,5 Prozent weniger als im Jahr 2019. Insbesondere der Flugverkehr mit den wichtigen Zielländern USA (-80%) und China (-88%) nahm deutlich ab. Der starke Rückgang von Urlaubs- und Geschäftsreisen führte zum geringsten Wert seit der deutschen Vereinigung (1991: rund 63 Millionen Fluggäste).
Dass die Reisenden ausblieben, bescherte auch der Tourismusbranche in Deutschland heftige Einbußen: Allein die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland fiel im Jahr 2020 mit 32 Millionen knapp zwei Drittel (-64,4%) geringer aus als 2019.
Der Umsatz im Gastgewerbe insgesamt – dazu gehört neben der Beherbergung auch die Gastronomie – brach mit dem Ausbruch der Pandemie um fast die Hälfte ein. Im Zeitraum von März 2020 bis Januar 2021 lag er real (preisbereinigt) um 47,1 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums.

4,6% weniger Konsumausgaben der privaten Haushalte – stärkster Rückgang seit Jahrzehnten
Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland hat sich aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stark verändert. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland gingen nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent in jeweiligen Preisen und um 5,0 Prozent preisbereinigt zurück. Dies war der stärkste Rückgang seit Jahrzehnten. Weniger ausgegeben wurde coronabedingt für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (-33,2 % gegenüber 2019 in jeweiligen Preisen) oder für Verkehr (-11,7 %). Mehr gaben die privaten Haushalte entgegen dem allgemeinen Trend für Nahrungsmittel und Getränke aus (+6,3 %).
Dass die Nachfrage nach bestimmten Hygieneartikeln sowie Produkten des täglichen Bedarfs in der Corona-Pandemie zeitweise deutlich anstieg, spiegelte sich auch in der inländischen Produktion von bestimmten Gütern im Jahr 2020 wider. Ein Beispiel: Mit 110.000 Tonnen Wirkstoffgewicht produzierten die Unternehmen in Deutschland mit 50 und mehr Beschäftigten gut 75 Prozent mehr Desinfektionsmittel als im Jahr 2019. Auch bei den Nudeln – ein beliebtes Lebensmittel zur Bevorratung oder für die schnelle Zubereitung einer Mahlzeit – wurde die Produktion ausgeweitet. Im Jahr 2020 wurden mit 294.000 Tonnen 20 Prozent mehr Nudeln produziert als im Vorjahr.

27,8% Umsatzplus im Onlinehandel seit Ausbruch der Pandemie
Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben die Pandemiezeit von März 2020 bis Ende Januar 2021 insgesamt noch positiv abgeschlossen. In diesem Zeitraum lagen die realen Umsätze 3,2 Prozent über denen desselben Zeitraums im Vorjahr. Zwischen den einzelnen Branchen gab es jedoch deutliche Unterschiede. Der Versand- und Internethandel ist klarer Gewinner der Corona-Krise: Im Zeitraum März 2020 bis Januar 2021 verbuchten die Onlinehändler ein Umsatzplus von real 27,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während des Winter-Lockdowns konnte der Online-Handel seine realen Umsätze im Dezember 2020 um 32,3 Prozent und im Januar um 31,8 Prozent überdurchschnittlich steigern, da viele Geschäfte erneut für Wochen schließen mussten oder seltener besucht wurden.
Diese Umsatzsteigerungen des Onlinehandels gehen unter anderem zu Lasten der Kaufhäuser: Die realen Umsätze der Warenhäuser lagen von März 2020 bis Januar 2021 um 17,6 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Die Umsatzverluste fielen dabei wegen der Geschäftsschließungen in den Lockdown-Monaten März (real -31,7%) und April 2020 (real -45,2%) sowie Dezember 2020 (real -28,1%) und Januar 2021 (real -42,9%) besonders hoch aus. Der Umsatzzuwachs des Onlinehandels erreichte im Betrachtungszeitraum eine ähnliche Größenordnung wie die Verluste des Einzelhandels mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (real -30,7%). Viele Verbraucherinnen und Verbraucher beziehen eben diese Produkte schon seit Jahren immer häufiger über das Internet – durch die Pandemie wurde diese Entwicklung noch verstärkt. Im Januar 2021 war der Umsatzverlust bei den Mode- und Schuhgeschäften mit real -78,9 Prozent im gesamten Betrachtungszeitraum am höchsten.

0% Bevölkerungswachstum in Deutschland – erstmals seit 2011
Im Jahr 2020 ist die Bevölkerung Deutschlands zum ersten Mal seit 2011 nicht weiter gewachsen. Bevölkerungszahl verharrte nach einer ersten Schätzung bei 83,2 Millionen Menschen. Die Gründe: Die Zahl der Geburten hat 2020 gegenüber 2019 nach letzten Schätzungen leicht abgenommen und die Zahl der Sterbefälle ist spürbar gestiegen. Zudem war die Nettozuwanderung, also der Saldo aus Zu- und Fortzügen, deutlich niedriger als im Vorkrisenjahr. Insbesondere Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen der Krise dürften sich eindämmend auf die Zu- und Abwanderung ausgewirkt haben. 

21% weniger ausländische Studienanfänger und -anfängerinnen im Studienjahr 2020
Die coronabedingten Reisebeschränkungen wirkten sich auf den Hochschulalltag in Deutschland im Studienjahr 2020 (Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/2021) aus: Nach vorläufigen Ergebnissen nahm gut ein Fünftel (21%) weniger ausländische Studierende ein Studium an einer deutschen Hochschule auf. Zwar nahm die Zahl der deutschen Studienanfängerinnen und -anfänger geringfügig zu: um 2 Prozent auf 389.200. Das Wegbleiben der ausländischen Studierenden sorgte jedoch dafür, dass sich mit 488.600 Studierenden insgesamt 4 Prozent weniger neu immatrikulierten als im Studienjahr 2019. Das ist der stärkste Rückgang seit 2012.

-1,1% bei Reallöhnen – stärkster Rückgang seit Beginn der Erhebung
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland mussten im Corona-Jahr 2020 anders als zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 Verdiensteinbußen hinnehmen: Die Reallöhne gingen um durchschnittlich 1,1 Prozent gegenüber 2019 zurück. Die Corona-Krise und der daraus resultierende vermehrte Einsatz von Kurzarbeit führte erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 zu einem nominalen Verdienstrückgang: Der Nominallohnindex ging nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung im Jahresdurchschnitt 2020 um gut 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um knapp 0,5 Prozent.
Die Zahl der Erwerbstätigen liegt seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 unter Vorkrisenniveau. So waren im Januar 2021 saisonbereinigt 1,6 Prozent oder 726.000 Personen weniger erwerbstätig als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

10,7% weniger Verkehrstote – niedrigster Stand seit fast 70 Jahren
Durch Reiseeinschränkungen, Kontaktverbote und weitere Maßnahmen zur Senkung der Ansteckungsgefahr ist die Mobilität in der Corona-Pandemie zurückgegangen – auch im Straßenverkehr. Dies führte unter anderem zu deutlich weniger Verkehrsunfällen im Jahr 2020. Insgesamt hat die Polizei rund 2,3 Millionen Unfälle aufgenommen; das waren 16,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Verkehrstoten ging um 10,7 Prozent auf 2.719 Menschen zurück – das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor fast 70 Jahren. Den zeitweise erheblichen Mobilitätsrückgang zeigen auch unsere Sonderauswertung von Mobilfunkdaten. Diese haben derzeit noch experimentellen Charakter. Deutschlandweit finden seit Anfang November 2020 im Fernverkehr knapp ein Viertel weniger Autofahrten statt als vor der Corona-Krise. Die Zahl der Bahnreisen ging sehr viel stärker, nämlich um knapp zwei Drittel zurück. In Jahresverlauf und regional variiert die Mobilität jedoch zum Teil deutlich. So ging die Mobilität im ersten Lockdown im März/April schlagartig um zeitweise 40 Prozent im Wochendurchschnitt zurück. Im Sommer ließ sich in einigen Regionen hingegen eine deutliche Zunahme der Mobilität beobachten, was auf ein verändertes Urlaubsverhalten der Bevölkerung hindeutet. Im zweiten „harten Lockdown“ ab Mitte Dezember sank die Mobilität wieder, allerdings weniger abrupt als im Frühjahr um bis zu etwa 30 Prozent.

47% Strom aus erneuerbaren Energien – ein Rekordhoch
Im Pandemie-Jahr 2020 stammt fast die Hälfte (47%) des in Deutschland erzeugten und eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien – ein neuer Höchststand. Nach vorläufigen Ergebnissen hatte mit der Windkraft erstmals ein erneuerbarer Energieträger den höchsten Anteil (25,6%) an der in einem Jahr eingespeisten Strommenge und löste damit Kohle als wichtigsten Energieträger ab. Insgesamt wurden in Deutschland 502,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist – 5,9 Prozent weniger als im Jahr 2019. Die niedrigere Gesamtstromerzeugung sowie der gestiegene Anteil der erneuerbaren Energien hängen teilweise mit dem Lockdown im Frühjahr 2020 zusammen: Der vergleichsweise geringe Strombedarf in dieser Zeit konnte zu einem großen Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dafür wurden viele konventionelle Kraftwerke zurückgefahren.

Mit neuer Website als ganzheitlicher Anbieter positioniert

Die Aichinger Gruppe präsentiert sich in neuer Dimension. Einer der führenden Shopeinrichter und Hersteller von Kühltheken und -möbeln „Made in Germany“ ist mit der neuen Website www.aichinger.de online. Der Auftritt unterstreicht die Positionierung als ganzheitlicher Anbieter von Shopeinrichtungen für das Frische-Handwerk, den Lebensmitteleinzelhandel, allen Formen von Fresh-Food-Erlebniswelten und als Hersteller von Produkten für die Präsentation von frischen Lebensmitteln.

Die Aichinger Gruppe ist mit Lichtdesign und -konzepten von we-shoplight, digitalen Lösungen für PoS-Marketing und Filialmanagement von Shop-IQ und maßgeschneiderten Edelstahl-Möbeln von Birkenstahl der führende Multispezialist bei Shopeinrichtungen. Diese Kompetenzen werden nun erstmals auf der neuen Website gebündelt dargestellt.

„Ziel der neuen Website ist es, dem Besucher noch mehr Erlebnis zu bieten und die Verknüpfung von führender Technik und individuellem Design in unseren Referenzen maximal erlebbar zu machen. Zudem unterstreicht unsere neue Website die Positionierung als Konzeptanbieter und Produkthersteller und bildet die Brücke zu allen Unternehmen der Aichinger Gruppe“, erklärt Sebastian Holzberger, Leiter Marketing bei Aichinger.

Die Website ist in die Bereiche Ladenbau und Produkte strukturiert. Die Aichinger Referenzen präsentieren sich mit großformatigen Fotos als visuelles Erlebnis. In die Fotos sind Informationen zu den dargestellten Produkten von Aichinger integriert. Die Funktionen und die Vorteile der Aichinger-Produkte für Fresh-Food-Erlebniswelten werden sehr anschaulich mit Animationen, Illustrationen, technischen Daten und Zeichnungen dargestellt. Bei Kühltheken und Kühlmöbeln wird entsprechend der neuen EU-Richtlinie die Energieeffizienzklasse angegeben.

Alexander Wurst geht – Christian Pfeiffer übernimmt

Alexander Wurst (52) verlässt die Deutsche Messe AG zum 30. September 2021. Er war insgesamt 19 Jahre bei der Deutschen Messe beschäftigt – seit dem Jahr 2008 verantwortete er den Geschäftsbereich „Internationale Fachmessen“ mit der „Domotex“, „Ligna“, „Interschutz“, „Labvolution“ und „Didacta“.

„Alexander Wurst hat in seiner nahezu 20-jährigen Karriere bei der Deutschen Messe als engagierter Bereichsleiter die Entwicklungen unseres Unternehmens und seines Geschäftsbereichs ‚Internationale Fachmessen‘ entscheidend geprägt. In dieser Rolle hat er – in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit unseren Kunden – die Messemarken in seinem Portfolio im In- und Ausland erfolgreich weiterentwickelt. Wir haben uns mit Herrn Wurst im besten Einvernehmen über eine Auflösung seines Vertrags bei der Deutschen Messe AG verständigt“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe. „Ich bedanke mich bei Herrn Wurst für seine vielen Impulse, seine Kreativität und seine Macher-Mentalität in den fast 20 Jahren seiner Unternehmenszugehörigkeit. Das gesamte Team ‚Deutsche Messe‘ wünscht Herrn Wurst alles Gute für seinen weiteren beruflichen Werdegang.“

Bereits ab dem 1. April 2021 wird Christian Pfeiffer (44 Jahre) den Geschäftsbereich „Internationale Fachmessen“ interimistisch leiten und damit allen Kunden aller Messen im Geschäftsbereichs-Portfolio als direkter Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Herr Pfeiffer übernimmt diese Aufgabe zusätzlich zu seiner Verantwortung als Abteilungsleiter der „Ligna“.

Köckler: „Christian Pfeiffer hat in seiner Rolle als Abteilungsleiter der ,Ligna‘ in den vergangenen Jahren die positive Entwicklung der führenden Messe für die Holzverarbeitungsbranche entscheidend vorangetrieben und verfügt über exzellente Branchen- und Vertriebskenntnisse sowie über ein hohes Maß an Führungskompetenz.“

Startschuss fällt zur „Interzum@home“

Mit der „Interzum@home“ am 04. Mai 2021 beginnen auch die „Häfele Discoveries“, eine Kombination aus digitaler Plattform und lokalem Veranstaltungskonzept. Dabei stehen viele neue Häfele Services und die teils schon bekannten Themenwelten sowie ein Feuerwerk an Produktneuheiten, die erstmalig vom 4.-7. Mai 2021 rund um die Uhr virtuell vorgestellt werden, im Mittelpunkt.

So findet hier in Abstimmung mit der „Interzum@home 2021“ viel von dem statt, was auch in Köln am realen Messestand „über die Bühne“ wäre. Das gilt für die persönliche Begegnung über den intensiven, digitalen Dialog bis hin zum Erlebnis einer Häfele Welt in neuen Dimensionen. Von der Live Stage, dem zentralen Häfele Marktplatz aus können fünfzehn Themen- und Produktwelten im „Discoveries“ Universum besucht werden.

Auf die Besucher warten Inhalte rund um die Themen Funktionalität, Licht, Akustik und Vernetzung sowie Sortimentsneuheiten im Möbel- und Baubeschlag-Sortiment. Darüber hinaus gibt es viel Inspiration für intelligente Raumlösungen in den Erlebniswelten. Besucht werden können innovative Kücheninszenierungen, smarte Wohn- und Büroräume sowie komfortable Caravans mit cleveren Lösungen im Innenausbau, um nur einige Beispiele zu nennen. Häfeles Zukunftsvisionen sind zudem in aufwendig inszenierten Micro Living Apartments und im Hotel erlebbar. Dies gelingt höchst komfortabel rund um die Uhr vom Schreibtisch oder vom Wohnzimmer aus.

„Die digitale ,Häfele Discoveries‘ Plattform erinnert dabei mehr an ein Computerspiel als an einen virtuellen Showroom. Der Besuch begeistert und macht Spaß. Dabei vergisst man alles um sich herum. Man navigiert einfach durch ein planetares Universum und lässt sich inspirieren“, berichtet ein erster Testnutzer. Die virtuelle Erlebniswelt wird ab dem 04. Mai über discoveries.hafele.com erreichbar sein.

Wer die Neuheiten zusätzlich live erleben möchte, kann sich einen der Standorte der „Häfele Discoveries“ Roadshow aussuchen. Dabei stellen Produkt- und Serviceexperten live vor Ort in den zahlreichen Niederlassungen und Verkaufsbüros auf der ganzen Welt die Häfele Highlights für 2021 vor. Das alles findet jeweils angepasst an das lokale Pandemiegeschehen unter Einhaltung aller notwendigen Abstands- und Hygienemaßnahmen statt.

Und wer es Anfang Mai nicht schafft: „Häfele Discoveries“ ist weiterhin im Internet bis Ende des Jahres bequem von Zuhause erreichbar.

Erweitertes Produktportfolio an Wasserlacken

Der Verarbeitung von wasserbasierten Lacksystemen gehört die Zukunft, auch im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit unserer Umwelt. In Sachen Leistungsfähigkeit stehen sie den traditionellen, lösemittelhaltigen Produkten in nichts nach. Als echte Alternative zu lösemittelhaltigen Lacksystemen im Innenausbau bieten sich deshalb die wasserbasierten Produkte aus der Aqualine von Jordan Lacke an.

In der neuen Broschüre stellt Jordan Lacke sein erweitertes Produktportfolio vor. Einsetzbar sind die verschiedenen Produktvarianten sowohl im klassischen Möbelbau, ebenso wie für Treppen und Treppenbauteile, als auch für den professionellen Innenausbau.

Je nach Anwendungsart können diverse Wasserlacke sowohl ein- als auch zweikomponentig verarbeitet werden, um die Beständigkeiten nochmals deutlich zu erhöhen. Neben Füller, Farb- und Klarlacken werden in der neuen Broschüre auch Produkte für Natureffekt oder besonderen UV-Lichtschutz vorgestellt. Des Weiteren findet sich darin ein speziell auf Wasserlacke konzipiertes Reinigungskonzentrat.

Erhältlich ist die neue Wasserlackbroschüre bei den Jordan Lacke Fachberatern, bei den Jordan Lacke Fachhändlern und auch als Download auf der Internetseite jordanlacke.de im Bereich „Service“ unter „Downloads“.

Rohstoffpreise und -Verfügbarkeit werden zur wachsenden Herausforderung

Die österreichische Möbelindustrie ist trotz Lockdown und Corona vergleichsweise gut durch das letzte Jahr und das erste Quartal 2021 gekommen. Allerdings gibt die Lage auf den Beschaffungsmärkten Anlass zur Sorge. Bereits im vergangenen Jahr zeichnete sich eine Verknappung bei wichtigen Rohstoff-Lieferanten ab. Obwohl viele Hersteller der österreichischen Möbelindustrie ihre Zukaufprodukte aus der Region und von europäischen Zulieferbetrieben beziehen, wirkt sich der Engpass spürbar auf die Wertschöpfungsketten aus.

Darüber hinaus erhöhten bereits viele Lieferanten die Preise massiv. Hinzu kommen steigende Transportkosten. Waren vor Corona die Lieferketten in einer engmaschig vernetzten Globalisierung aufeinander abgestimmt und optimal getaktet, sieht es jetzt anders aus. Grenz- und Werksschließungen sowie Kurzarbeit und weitere Beschaffungsschwierigkeiten haben dazu geführt, dass wichtige Komponenten nicht mehr zur Verfügung stehen, verspätet geliefert werden oder einer neuen Beschaffungsquelle bedürfen.

Da beim Aufwärtstrend der Rohstoffpreise aktuell keinerlei Aussicht auf Entspannung zu erkennen ist – im Gegenteil, weitere Preissteigerungen wurden bereits prognostiziert – sehen sich immer mehr Betriebe gezwungen mit einem zeitlich begrenztem Rohstoffzuschlag gegenzusteuern. Oberste Priorität der Unternehmen aus Österreich aber bleibt, ihre Produkte, trotz der Herausforderungen des Materialengpasses, auch weiterhin nachhaltig, pünktlich und zuverlässig zu liefern.