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Autor: Möbelfertigung

Neuer Lehrgang zur „Geprüften Montagefachkraft“ ist gestartet

Am 12. März 2021 startete in den Räumlichkeiten der Holzfachschule Bad Wildungen die neue Aufstiegsfortbildung zur geprüften Montagefachkraft, die von den Landesinnungsverbänden Hessentischler und Tischlerrheinland-pfalz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Montagetechnik angeboten wird. Ziel der Fortbildung ist es, Tischlergesellinnen und -gesellen in die Lage zu versetzen, Montagearbeiten gewinnbringend abzuwickeln.

Ulrich Leber, Betriebstechnischer Berater bei Hessentischler, zeigte sich zufrieden mit der hohen Teilnehmerzahl und der allgemeinen Nachfrage nach der neuen Fortbildung: „Es ist erfreulich, dass unsere Betriebe erkannt haben, dass Montage ein wichtiges Element ist, um einerseits die Koordination auf der Baustelle optimal und kostendeckend zu gestalten und um andererseits durch gute Kommunikation und professionelles Auftreten Kundenzufriedenheit herzustellen.“

Nachdem die 16 Teilnehmer von Hermann Hubing, Geschäftsführer von Hessentischler und Tischlerrheinland-pfalz, und Ulrich Leber begrüßt wurden, begann das erste Modul der Aufstiegsfortbildung „Organisation und Abläufe auf der Baustelle“, das von Stefan Tomann von der SIAM Gesellschaft für Arbeitsschutz mbH geleitet wird. Darin lernen die Teilnehmer, wie sie die Ablauforganisation auf der Baustelle, die Zusammenarbeit mit Architekten und anderen Gewerken sowie die Kundenzufriedenheit verbessern.

Insgesamt erfolgt die Qualifizierung zur Geprüften Montagefachkraft in vier Pflicht- und vier Wahlmodulen. Weitere Module sind „Die sichere Baustelle“, „Technische Problemlösungen für den Monteur vor Ort“ und „Umgang mit Kunden“. Als Wahlmodule stehen die Themen „Trockenbau“, „Nachrüstung von verdeckt liegendem Einbruchschutz“ (Aufbauschulung Errichter-Unternehmen der LKA-Liste), „Montage von Funktionstüren“, „Montage von Fenstern und Türen in der Praxis“ sowie „Wasseranschlüsse in Küche und Bad“ (SHK-Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Tischler) und „Oberflächeninstandsetzung“ (Geprüfter Oberflächeninstandsetzer im Tischlerhandwerk) zur Auswahl, von denen insgesamt vier absolviert werden müssen.

Aufgrund der hohen Nachfrage soll es im Herbst 2021 weitere Kurs-Termine geben. Diese werden zeitnah bekanntgegeben. Bei Fragen zum Lehrgang, wenden Sie sich bitte an Ulrich Leber, E-Mail: leber@leben-raum-gestaltung.de.

Havarierter Frachter im Suezkanal könnte Rohstoffsituation weiter verschlechtern

Anlagenstillstände in Europa und den USA sowie stark begrenzte See- und Landfrachtkapazitäten beeinträchtigen derzeit die Verfügbarkeit von Rohstoffen für die deutsche Klebstoffindustrie stark. Die Havarie des Frachters „Ever Given“ im Suezkanal könnte die bereits angespannte Situation weiter verschlechtern.

Bei aktuell guter Nachfrage nach Klebstoffen sieht sich die deutsche Klebstoffindustrie mit Lieferengpässen bei Schlüsselrohstoffen sowie bei der Spezialchemie konfrontiert. Auslöser dafür ist die Kombination einer aktuell gestiegenen weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen mit gleichzeitigen Ungleichgewichten und Verzögerungen in der globalen Liefer- und Logistikkette sowie Anlagestillstände bei einigen europäischen und US-amerikanischen Chemieherstellern. Bereits vor den Anlagenstillständen war die Verfügbarkeit von Schlüsselrohstoffen eingeschränkt. Der Wintereinbruch in den südlichen Bundesstaaten der USA verschärfte die Lage, da dieser zum Ausfall eines großen Teils der US-amerikanischen Raffineriekapazität sowie der dortigen Chemieproduktion geführt hat. Die Lage könnte nun durch die Havarie des Frachters „Ever Given“ im Suezkanal weiter verschärft werden. Der Suezkanal hat für den Welthandel eine hohe Bedeutung. Rund 12 Prozent der Welthandelsgüter werden durch den Kanal verschifft.

In Folge der Ereignisse sind auch die Lieferketten der deutschen Klebstoffindustrie bei guter Auftragslage in Mitleidenschaft gezogen. Nach Einschätzung des Industrieverbands Klebstoffe (IVK) wird es Wochen bis Monate dauern, bis die Lieferketten wieder stabilisiert und entstandene Lieferverzögerungen ausgeglichen sind.

Bündelt Kompetenzen für funktionales Drucken unter einem Dach in Freiburg

Das Technologieunternehmen Continental bündelt am Standort Freiburg seine Kompetenzen rund um den funktionalen Druck in einem Technologiecenter mit modernstem Maschinenpark. Herzstück ist eine speziell für funktionalen Druck entwickelte Maschine. Sie ermöglicht die Anwendung zahlreicher Druckverfahren und verarbeitet die unterschiedlichsten Materialien – von Kunstleder bis Metall, von Papier bis Gummi. Dafür hat das Unternehmen bislang rund 2,5 Mio Euro in seinen baden-württembergischen Standort investiert.

Beim funktionalen Drucken werden unterschiedliche Anwendungen per Druckverfahren hergestellt. In dem Zentrum für funktionale Drucktechnologien entstehen Prototypen intelligenter Produkte. Durch die Integration von Funktionen und damit verbundenen Services eröffnen sie neue Potenziale und ebnen den Weg für Technologien der Zukunft. „Sie erlauben vorausschauende Wartungskonzepte bis hin zu automatischen Bestellabläufen für Ersatzteile in der Industrie 4.0. Sie sind aber auch Basis für neuartige Fahrzeuginnenräume“, erklärt Dr. Erhard Barho, der bei Continental den Bereich für funktionale Oberflächenlösungen leitet.

Druck- und Verfahrensspezialisten sowie Experten im Schaltungsdesign entwickeln und testen in Freiburg gemeinsam Verfahren, um diese Funktionen in Produkte beispielsweise für die Druck- und Verpackungsbranche sowie für die Automobilindustrie zu integrieren. „Wir konzentrieren alle Druckverfahren, alle Materialien und alle Veredelungstechniken an einem Ort“, betont der Leiter des Zentrums, Armin Senne. „Bislang mussten sich Kunden verschiedene Partner für die einzelnen Aufgabenstellungen suchen und diese koordinieren. Wir bieten nun alles aus einer Hand, was im Hinblick auf die Zukunft der Druckindustrie möglich ist.“

„Ausgangspunkt der Entwicklung neuer technischer Anwendungen ist für uns der Kundennutzen“, sagt Barho. Dabei helfen namhafte Kooperationspartner: So ist das Zentrum in unmittelbarer Nähe zum Fraunhofer-Institut angesiedelt. Auch die langjährige Zusammenarbeit mit Druckformspezialisten wie Janoschka und Flex-Punkt wird hier fortgesetzt und ausgebaut. Dabei stehen Themen rund um die Zukunft der Verpackung im Mittelpunkt, beispielsweise smarte Verpackungen mit Touchdisplay und Biosensorik. Denkbar sind auch Lebensmittelverpackungen, die den Zeitpunkt des ersten Öffnens speichern.

Nach neuen Lösungen und Anwendungen suchen die Spezialisten, Ingenieure und Softwareentwickler in Freiburg vor allem auf den Gebieten Heizung, Antennendruck sowie Druck- und Temperatursensorik. Ein weiteres Beispiel ist das Thema „Lichtleitung“, das bereits in vielen Bereichen eine wichtige Rolle spielt. In Zukunft könnten Optiken im Mikrometer-Bereich Hologramme erzeugen, die mit Sicherheit angeben, ob es sich bei einem Produkt um ein Original oder eine Kopie handelt. Beispiele für vorausschauende Wartungskonzepte in der Industrie 4.0 sind in Fördergurte eingebettete Dehnungssensoren, die frühzeitig einen notwendigen Austausch erkennen, Sensoren und Antennen in Schläuchen, die den inneren Abrieb messen, und Sensorluftfedern, die den Druck anzeigen. Darüber hinaus nutzen konzern-interne Start-ups das Druckzentrum zur Technologie- und Produktentwicklung.

Im Auto gibt es schon jetzt immer mehr Sensoren und Antennen, die Signale empfangen und verarbeiten. „Dieser Trend wird sich fortsetzen“, ist Barho überzeugt. Ziel seines Teams sei es, die Sensoren zu bündeln und zusammen auszulesen. So ließen sich Kabelstränge im Auto durch elektrisch leitfähige Pasten als Leiterbahnen auf den Oberflächen ersetzen. Das würde deutlich Gewicht einsparen.

Selbst für Endkundenprodukte sind Anwendungen denkbar. So kann durch das Anlegen einer Spannung an eine Fensterfolie ein Wechsel zwischen hell und dunkel oder durchsichtig und blickgeschützt erreicht werden. Ebenso ist es möglich, in eine Dekorfolie mit der Optik eines Holzpaneels eine Heizfunktion zu integrieren. In beiden Fällen wird die Folie mit einer leit- und streichfähigen Polymermischung bedruckt. Die gedruckten Heizlösungen stellen die Wärme ohne Vorlaufzeit binnen weniger Sekunden zur Verfügung.

Die Nähe des funktionalen Druckzentrums zum Continental-Standort Herbolzheim fördert zudem eine enge Zusammenarbeit mit den dort ansässigen Oberflächenspezialisten. So kommt in deren geplantem neuen Konzeptfahrzeug eine beheizbare Lehne im rückwärtsgewandten Loungesitz zum Einsatz. „Wir sitzen wie die Spinne im Netz im Zentrum aller Aktivitäten“, bringt Barho die Funktion des Druckzentrums auf den Punkt. „Durch unser Netzwerk bringen wir die richtigen Leute zusammen und wirken wie ein firmeninterner Inkubator. So schaffen wir für unsere Kunden einen noch nie da gewesenen Möglichkeitsraum, in dem wir in enger Zusammenarbeit mit ihnen an neuen Konzepten und Zukunftsthemen arbeiten können.“

Neuer Showroom in Berlin bezogen

Etwa 30 Minuten vom bisherigen Berliner Standort entfernt hat jetzt Cosentino in Blankenfelde-Mahlow seinen neuen Showroom bezogen. Verkehrsgünstiger gelegen und mit großen Lagerflächen und eigener Logistik kommen hier 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Einsatz und betreuen Kunden in einem Gebiet, das von Sylt über Hamburg und Berlin bis nach Leipzig und Polen reicht. Die Geschäftsführung vor Ort übernimmt Danny Hundt, der bereits seit 2016 die Kunden in Norddeutschland betreut hat und zuvor 15 Jahre lang im Küchen- und Möbelhandel tätig war.

Vom ultrakompakten „Dekton“, über die Quarzoberfläche „Silestone“ bis zum versiegelten Naturstein „Sensa“ ist Hundt von der Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten überzeugt: „Es macht wirklich Spaß“, sagt Danny Hundt „Wir sind hier eine große, wachsende Familie und teilen die Vision, gemeinsam mit den Kunden inspirierende und nachhaltige Lösungen für die Küchenbranche, Interior Design und die Welt der Architektur zu entwickeln und umzusetzen. Wir arbeiten derzeit an einigen Leuchtturmprojekten. Und ich freue mich schon sehr darauf, sie hoffentlich bald in unserem Showroom zu präsentieren.“

Wurde als Top-Arbeitgeber rezertifiziert

Zum dritten Mal in Folge wird Fagus-Grecon mit dem begehrten „Topas“-Siegel ausgezeichnet. „Topas“ steht für TOP-Arbeitgeber Südniedersachsen und hilft den damit ausgezeichneten Unternehmen, sich im Wettbewerb um die besten Fachkräfte zu positionieren. Das Siegel wird alle zwei Jahre durch die Südniedersachsen-Stiftung in Zusammenarbeit mit der IHK-Geschäftsstelle Göttingen verliehen.

Wer das Siegel trägt, dokumentiert dadurch seine Qualität als Arbeitgeber. Tragen darf das „Topas“-Label nur, wer in intensiven Auditgesprächen – in diesem Jahr nicht wie sonst üblich vor Ort, sondern Corona-bedingt als Online-Konferenz – nachweisen kann, dass die zuvor individuell vereinbarten Ziele zu den Themen Mitarbeiterbindung und -integration sowie Mitarbeitersuche durch konkrete Zielerreichungsmaßnahmen unterlegt und nachhaltig im Unternehmen etabliert wurden.

Auf die Frage nach der wichtigsten Stärke als TOP-Arbeitgeber antwortet Hendrik Howind, Personalreferent bei Fagus-Grecon, mit einem Zitat des Firmengründers Carl Benscheidt: „Unser Reichtum sind nicht unsere Maschinen, noch unser Bankkonto, sondern das Wissen, das Können und die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter“. „Dieser Leitsatz unseres Firmengründers prägt seit mehr als 100 Jahren unseren Umgang im Unternehmen“, so Hendrik Howind weiter. Das Unternehmen versucht, der individuellen Lebenssituation, der jeweiligen Motivations- und Bedürfnisstruktur des Mitarbeitenden durch differenzierte Angebote gerecht zu werden. Die Vielzahl der im Unternehmen praktizierten individuellen Arbeitszeitmodelle ist hier nur ein Beispiel. Im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende ist genau diese Unternehmenskultur, in der Vielfalt als Chance gesehen wird, zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil geworden. Somit ist die Rezertifizierung laut Uwe Kahmann, Geschäftsführer Fagus-Grecon, „für uns Bestätigung und Motivation zugleich, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, um auch zukünftig als attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte bestehen zu können.“

Neue Technologie für nachhaltige Klebelösungen ohne Lösemittel

Ein deutlich reduzierter CO2-Fußabdruck und ein weiterer großer Schritt in Richtung nachhaltigen Klebens: Die „Bonding Pioneers“ der Firma Lohmann starten ins Jahr 2021 mit ihrer neuen Technologie „Twinmelt“.

Auf einer weltweit einzigartigen, teilweise patentierten, Anlage, die mit verschiedenen Technologiepartnern für Lohmann entwickelt wurde, werden die bewährten High-Tech Klebebänder des fast 170 Jahre alten Neuwieder Traditionsunternehmens auf ein neues Level gebracht. Und das in einem smarten Prozess, der sogar die Kombination unterschiedlicher Werkstoffe, Funktionen und Eigenschaften ermöglicht. Neue Trägermaterialien, lösemittelfreie Acrylat- und Kautschuksysteme kommen für individuelle Kundenanforderungen und Lohnfertigungen in jeder Branche zum Einsatz; von Automotive, Graphics, Home Appliance & Electronics, Industrial bis hin zu Medical. Und das 100 Prozent lösemittelfrei.

Verzicht auf Lösemittel ohne Kompromisse: Lohmann schafft mit „Twinmelt“ eine Verbindungstechnologie, die gleichzeitig die Bedürfnisse des Marktes erfüllt und die Umwelt schützt. Sie ermöglicht eine Emissionseinsparung von bis zu 3.500 t CO2 jährlich – ein Wert, der einer CO2-Speicherung von 7.000 Bäumen entspricht. Zukunftsweisende Materialen und Klebstoffsysteme sowie eine energiesparende Prozessführung sind die Hauptfaktoren in dieser optimierten Wertschöpfungskette.

„Mit ,Twinmelt‘ in Richtung Zukunft & Beyond: Wir denken Lohmann Beyond! Gemeinsam mit unseren Kunden. Unsere Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt nehmen wir nicht nur ernst, sondern persönlich“, so Dr. Carsten Herzhoff, Technischer Geschäftsführer bei Lohmann.

Doch keine „Frühjahrstage“ im April

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen fallen die ursprünglich vom 26. bis 28. April 2021 geplanten Frühjahrstagen Oberfranken aus. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz insbesondere im Bezirk Oberfranken deutlich über dem Grenzwert, den die Ministerpräsidenten für mögliche Lockerungen des Lockdowns vorsehen. Zudem ist die Tendenz bundesweit wieder steigend. Aus diesem Grund haben sich die teilnehmenden Polstermöbelhersteller dazu entschlossen, von Einladungen an Geschäftspartner abzusehen.

„Die Gesundheit aller steht für uns an erster Stelle. Vor dem Hintergrund der wieder steigenden Inzidenzwerte wollen wir es trotz eines durchdachten Hygienekonzepts vermeiden, Geschäftspartner über weite Strecken anreisen zu lassen und die Anzahl der Kontakte aller Beteiligten zu erhöhen. Die Frühjahrstage waren als kleiner Lichtblick angesichts all der im Zuge der Pandemie abgesagten Veranstaltungen gedacht. Sie waren nicht als klassische Messe konzipiert, sondern sollten lediglich als eine Plattform für einen konzentrierten Termin mit unseren Partnern dienen“, erklärt Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen e.V. „Wir hoffen nun darauf, dass die Durchimpfung der Bevölkerung zügig voranschreitet und wir im Herbst wie gewohnt zu den Hausmessen Oberfranken vom 27. bis 29. September einladen können.“

Angst, dass der Deutsche Wald als Folge des Klimawandels stirbt

83 Prozent der Bundesbürger sind besorgt, dass der deutsche Wald infolge des Klimawandels vertrocknet und stirbt. Gleichzeitig berichten 57 Prozent, dass sie zwar klimafreundlich handeln wollen – im konkreten Fall aber nicht konsequent sind. Das sind Ergebnisse aus dem Energie-Trendmonitor 2021: Dafür wurden 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ von einem Marktforschungsinstitut im Auftrag von Stiebel Eltron befragt.

„Im vergangenen Jahr starben in Deutschland laut Waldzustandsbericht der Bundesregierung so viele Bäume wie noch nie seit Beginn der Erhebungen vor 37 Jahren“, sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer von Stiebel Eltron. „Damit ist eine Fläche der Größe von rund 200.000 Fußballfeldern Wald verloren gegangen.“ Wie der jüngste Energie-Trendmonitor 2021 zeigt, sind zwar 74 Prozent der Bevölkerung bereit, künftig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig berichtet jedoch rund jeder Zweite, zu wenig darüber zu wissen, wie der persönliche Einfluss den Klimawandel verringern hilft.

Für private Haushalte liegt eine der wichtigsten Stellschrauben für Klimaschutz im Heizungskeller: Die Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser setzt nach dem Straßenverkehr die meisten klimaschädlichen Emissionen frei. Bei der Entscheidungsfindung für den Umstieg auf ein neues umweltfreundliches Heizsystem bewerten 84 Prozent der Befragten die staatlichen Förderprogramme als wichtige bis sehr wichtige Informationsquelle.

Die staatliche Förderung setzt den Hebel beim Abwracken von Erdöl- oder Gasheizungen an und ist inzwischen so großzügig ausgestattet wie niemals zuvor: Wenn ein Ölkessel durch eine effiziente Wärmepumpenheizung ersetzt wird, greift die öffentliche Hand mit 45 Prozent der gesamten Kosten unter die Arme. Wer einen Gaskessel gegen eine Wärmepumpenheizung tauscht, bekommt 35 Prozent erstattet.

„Die Menschen in Deutschland können wirklich konkret etwas gegen das Waldsterben tun, wenn das Verbrennen fossiler Energien wie Erdöl, Gas und Kohle endlich aufhört“, sagt Dr. Nicholas Matten. „Eine Wärmepumpenheizung wandelt erneuerbare Energie aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder aus der Umgebungsluft in Wärme um. Das Prinzip kennt man vom Kühlschrank. Damit ist die Wärmepumpe die umweltfreundlichste Heizung der Gegenwart – und in Zukunft.“

„Andauernder Schlingerkurs schadet der Wirtschaft“

Die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels vom Montag und die aktuell gezogenen Konsequenzen zeigen eindringlich die mangelnde Fähigkeit, die Risiken der Corona-Pandemie in ihrer Vielschichtigkeit effektiv zu managen. Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes zu der aktuellen Situation: „Es ist ein Déjà-vu. Der politische Umgang mit der Corona-Pandemie versetzt Deutschland seit über einem Jahr in ein künstliches Wachkoma. Vor einem Jahr mag die Unsicherheit im Umgang mit der Pandemie und fehlender Alternativen eine massive Intervention noch gerechtfertigt haben. Aber heute haben Bürger, Unternehmen und kulturelle Institutionen Erfahrungen gesammelt mit Durchführung von Testungen, Hygienekonzepten und Vorsichtsmaßnahmen sich und andere zu schützen und die Situation zu meistern. Jetzt ist es fünf nach Zwölf, um mit einer für alle klaren und konsequenten Strategie die Risiken der Corona-Pandemie auch politisch effektiv zu managen. Das ist nach einem Jahr des Vertrauensvorschusses und vieler persönlicher Opfer das Mindeste, was die Bürger, die Wirtschaft und unsere Gesellschaft erwarten dürfen!

Bereits Ende Februar hatten viele Verbände, so auch der Markenverband, der Bundesregierung realistische Vorschläge dazu unterbreitet wie sich perspektivisch die Freiheit unserer Gesellschaft und ihre Vitalität er-halten lassen. Von diesen war in den Beratungen des „Bund-Länder-Gipfels“ genauso wenig zu vernehmen, wie ein klares Verständnis von Wertschöpfungsketten, bis auf die selektive Wahrnehmung einzelner Stufen, erkennbar war. Ebenso fehlte die Konkretisierung, wann die nationale Impfanstrengung endlich umfassend zur Umsetzung kommt. Das politische Desaster der Korrektur eines noch kurz zuvor als unausweichlich erklärten erweiterten Oster-Lockdown hätte vermieden werden können. Das Wissen von Verbänden und gesellschaftlichen Institutionen um die praktischen Konsequenzen von staatlichen Maßnahmen muss ernst genommen und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Aus Sicht des Markenverbandes kann das Ziel die Bevölkerung sowohl vor gesundheitlichen Gefahren, als auch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen und Spätfolgen der Pandemie zu schützen nur mit schnellstmöglicher Umsetzung einer Impfkampagne in Verbindung mit einer offen nachvollziehbaren Strategie der Regierung erreicht werden. Daher muss dringend alles dem Ziel untergeordnet werden eine Impfkampagne voranzutreiben. Die Erwartung ist, dass sie ohne ,Wenn und Aber‘ bis zum Erreichen der Herdenimmunität im Takt 24/7 durchgeführt wird.“