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Autor: Möbelfertigung

„Best in Intralogistics”-Zertifikate vergeben

17 nominierte Produkte und Lösungen erhalten Siegel für erfolgreiche Teilnahme am dreistufigen „Ifoy“ Audit. Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik, übergibt Auszeichnung im Rahmen der „Ifoy Test Days“ 2021 in Halle 4 der Messe Dortmund.

Am Ende der „Ifoy Test Days“ 2021 vom 22. bis zum 26. März auf dem Gelände der Messe Dortmund hat die Award-Organisation auch in diesem Jahr wieder die „Best in Intralogistics“ Zertifikate des Jahres 2021 vergeben. Vertreter von insgesamt 14 Unternehmen nahmen die Urkunden in Halle 4 entgegen. Über das Siegel freuten sich Repräsentanten von Arculus, Cargotec Engineering, Hai Robotics, Hänel, H+E Produktentwicklung, HHLA Sky, der BMW-Tochter Idealworks, Interroll Group, Nimmsta, Oppidum TIC, Still, Synaos, Volume Lagersysteme und Waku Robotics. Überreicht wurden die Zertifikate in diesem Jahr durch Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik.

Das „Best in Intralogistics“-Siegel wurde vor drei Jahren eingeführt, um den hohen Innovationsgrad der für einen „Ifoy Award“ nominierten Geräte und Lösungen, die den „Ifoy“ Test erfolgreich absolvieren, nach außen sichtbar zu dokumentieren. „Nur Innovationen mit diesem Zertifikat haben das dreiteilige „Ifoy“ Audit erfolgreich durchlaufen und sich somit dem unabhängigen Intralogistiktest gestellt“, betont die geschäftsführende Jury-Vorsitzende Anita Würmser.

Das „Ifoy“ Audit 2021, das in diesem Jahr erstmalig auf dem Gelände des neuen „Ifoy“ Partners Messe Dortmund durchgeführt wurde, dauert insgesamt fünf Tage. Es umfasst verschiedene Testreihen, deren Ergebnisse den insgesamt 26 Jurymitgliedern – renommierten Logistik-Fachjournalisten aus aller Welt – als Unterstützung bei ihrer Entscheidung über die Sieger dienen. Beim „Ifoy Award“ werden die Nominierten einer Kategorie niemals miteinander verglichen, sondern immer mit aktuell vergleichbaren Geräten, die auf dem Markt sind. Dies stellt sicher, dass die Leistungswerte und der Innovationsabstand objektiv bewertbar sind.

Der erste Teil des „Ifoy“ Audits ist der wissenschaftliche „Ifoy“ Innovation Check, der vom Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), dem Lehrstuhl für Technische Logistik an der Universität Dresden sowie dem Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik der Technische Universität München durchgeführt wird. Die Experten geben Einschätzungen über die Finalisten in Sachen Marktrelevanz, Kundennutzen, Art der Ausführung, und Innovationsgrad ab. Zudem verifizieren die Wissenschaftler die von den Herstellern angegebenen Innovationen in der Testhalle und bewerten in einem Technologienvergleich, ob es sich um innovative Weiterentwicklungen, Neukompositionen oder echte Innovationen handelt.

Der zweite Teil des „Ifoy“ Audits ist der praxisorientierte „Ifoy“ Test des niederländischen Fachjournalisten Theo Egberts. Er misst die harten Fakten und vergleicht sie mit den einschlägigen Wettbewerbsgeräten. Die Geräte durchlaufen individuell abgestimmte Fahr- oder Funktionstests, darunter das rund 80 Kriterien umfassende „Ifoy“ Testprotokoll, das unter anderem Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Ergonomie der Geräte ermittelt. Um eine Verfälschung der Testergebnisse durch äußere Einflüsse wie zum Beispiel Beleuchtung, Wetterbedingungen oder Gangbreiten zu vermeiden, schafft die Testhalle identische Umgebungsbedingungen für alle Kandidaten.

Der dritte Teil des Audits ist die Beurteilung der Finalisten durch die Juroren und ihre zugelassenen Berater. Die Jurymitglieder bilden sich aus dem „Ifoy“ Innovation Check, den „Ifoy“ Testergebnissen und ihren eigenen Testerfahrungen eine Meinung und stimmen danach ab.

Wer das Rennen 2021 macht, bleibt noch einige Wochen ein gut gehütetes Geheimnis – auch für die Hersteller. Gelüftet wird es erst während der feierlichen „Ifoy Award“ Preisverleihung, deren Ort und Zeit in Kürze bekannt gegeben werden.

VDM

Stand der Dinge im Onlinegeschäft

Der Einkauf über das Internet erfährt in der Corona-Krise einen starken Schub. Auch bei den deutschen Möbelherstellern habe das Onlinegeschäft in den vergangenen zwölf Monaten spürbar angezogen, berichtete Jan Kurth, Geschäftsführer der Möbelverbände (VDM/VHK), jüngst bei der Online-Veranstaltung „Möbel-Digit@l: Chancen im Onlinehandel nutzen“, die gemeinsam mit dem Daten Competence Center (DCC) organisiert wurde und mit knapp 100 Teilnehmern auf reges Interesse in der Möbelindustrie traf. „Das Thema Online-Möbelhandel entwickelt sich derzeit sehr dynamisch“, unterstrich DCC-Geschäftsführer Olaf Plümer.

„In der Pandemie ist die Bereitschaft der Verbraucher zum Möbelkauf ohne vorheriges Probesitzen und ohne Live-Erlebnis massiv gestiegen“, stellte Arne Stock, Vorstand von moebel.de, fest. Die Online-Plattform mit Sitz in Hamburg berichtete, dass der Umsatz seiner Handelspartner zeitweise um bis zu 90 Prozent gestiegen sei. Ausschlaggebend waren im Wesentlichen drei Treiber: die höhere Nachfrage durch die Verbraucher (plus 80 Prozent), die größeren Warenkörbe in den angeschlossenen Partnershops (plus 18 Prozent) sowie die gestiegene Kaufquote (plus 33 Prozent). Besonders häufig suchten die Besucher von moebel.de nach Sideboards, Schreibtischen und Schlafsofas. Mittlerweile beginne nahezu jeder Kaufwillige seine Möbelsuche mit einer Recherche im Internet, sagte Stock. Für die Hersteller sei daher ein intensives Online-Marketing unabdingbar, damit ihre Möbel im Netz sichtbar sind.

Für ein gelungenes Einkaufserlebnis im Internet komme es zunächst auf eine ansprechende Visualisierung der Produkte an, etwa mit 3D-Ansichten im eigenen Raum, sagte Felix Huber, der beim Onlinehändler Wayfair für die Akquise und das Onboarding neuer Lieferanten verantwortlich ist. Um die Kunden zufriedenzustellen, seien zudem Aspekte wie Sortimentsbreite, Verfügbarkeit, Auftragsabwicklung und Kundenservice entscheidend. Die amerikanische E-Commerce-Plattform Wayfair steuert von Berlin aus ihr gesamtes Europageschäft und übernimmt für ihre Partner unter anderem den Transport der Bestellungen und die Abwicklung der Retouren.

Mit einem neuartigen 3D-Online-Konfigurator will der oberfränkische Polstermöbelhersteller W. Schillig seine Kunden ansprechen und gleichzeitig seine Marke schärfen. Mit dem Konfigurator können sich die Kunden ihr individuelles Wunschsofa zusammenstellen und es sich in fotorealistischer Qualität in ihrem eigenen Wohnzimmer anzeigen lassen. Bei den Verbrauchern stoße die Funktion auf große Resonanz, berichtete Erik Stammberger, geschäftsführender Gesellschafter der W. Schillig Polstermöbelwerke GmbH & Co. KG. „Heutzutage müssen wir die Verbraucher über alle Kanäle ansprechen.“

Über die Möglichkeiten der einfachen und sicheren Zahlungsabwicklung im Onlinehandel informierte Paul Neumann vom Zahlungsdienstleister Worldline. So sei für Onlineshops ein gesunder Mix wichtiger Zahlungsmittel empfehlenswert, da ein Abbruch des Kaufvorgangs durch die Kunden drohe, sobald die bevorzugte Zahlungsart nicht akzeptiert werde. Zudem werden seiner Einschätzung nach Omnichannel- und Marktplatztechnologien weiterhin Einzug halten, um das mobile und interaktive Einkaufserlebnis zu fördern.

Guararapes kauft neue Anlage zur MDF-Produktion

Die überzeugende Gesamtperformance der Siempelkamp-Anlage Nr. 1 führt zur „Neuauflage“ des Erfolgskonzepts: Erneut gab der brasilianische Holzwerkstoffproduzent Guararapes Paineis, S/A., eine MDF-Anlage bei seinem deutschen Partner in Auftrag.

Top-Verfügbarkeit und geringe Produktionskosten – mit der Performance seiner ersten Siempelkamp-Anlage ist Guararapes, einer der bedeutendsten MDF-Produzenten Südamerikas, vollauf zufrieden. Für seinen Standort Caçador gab das Unternehmen deshalb aktuell eine fast identische Kopie seiner erfolgreich betriebenen Bestandsanlage in Auftrag. Guararapes repräsentiert damit den größten MDFStandort in Amerika.

Kernkomponente ist eine „Contiroll“ Generation 9 für MDF im Format 9‘ x 48,7 Meter. Die Tagesleistung der Anlage ist auf 1.500 Kubikmeter ausgelegt und übertrifft damit die der 2014 beauftragten und 2016 in Betrieb genommenen ersten Siempelkamp-Anlage um 400 Kubikmeter. Zum Lieferumfang für Guararapes gehören alle Komponenten von der Entrindung über die Hackerlinie bis hin zur Verpackungslinie. Ebenfalls enthalten ist das MDF-Beleimungssystem „Ecoresinator“, das mit hoher Leimeinsparung und geringen Betriebskosten überzeugt.

Das erweiterte Produktionsspektrum des 1984 gegründeten Unternehmens wird überwiegend dem heimischen Markt, aber auch Exportmärkten zugeführt. Der Montagebeginn in Caçador ist für das erste Quartal 2022 geplant.

„Die Gesamtperformance unserer ersten Siempelkamp-Anlage ist absolut überzeugend. So ist es keine Frage, dass wir die Neuinvestition wieder mit unserem deutschen Partner realisieren“, so Ricardo Pedroso, CEO von Guararapes Paineis, S/A.. Jürgen Philipps, Sprecher der Geschäftsführung der Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH, ergänzt: „Wir sind stolz darauf, unseren brasilianischen Kunden mit der Steigerung seiner Produktionskapazitäten durch eine weitere Anlage unterstützen zu dürfen, und freuen uns auf die bevorstehende Zusammenarbeit.“

Virtuelle Hausmesse „Live.Homag“ für einen Monat

Was in der momentanen Zeit am meisten fehlt, ist der persönliche Austausch. Darum hat Homag ein Konzept entwickelt, das mit Webinaren, Livevorführungen und persönlichen Gesprächen genau das ermöglicht: „Live.Homag“. Hier entscheidet der Kunde selbst, was ihn interessiert und welche der über 500 Veranstaltungen er besuchen möchte. Auf der digitalen Plattform erfahren Handwerk und Industrie vom 10. Mai bis 10. Juni dann alles über die Homag-Lösungen aus erster Hand: Maschinen, Anlagen, Produktionstechnologien, Konzepte und Software – live aus Horb und Holzbronn. Im Fokus stehen dabei drei Themen, die die Zukunft der Holzbearbeitung mitbestimmen werden: Apps und digitale Bausteine für die Werkstatt, Fertigung in Losgröße 1 und Lösungen für Massivholz.

Homag möchte Schreiner und Tischler in ihrem Alltag in der Werkstatt unterstützen. Darum wurden praktische digitale Helfer entwickelt, die den Arbeitsalltag einfacher machen: Ob Kanten- oder Plattenmaterial organisieren, Teile sortieren und für die Montage vorbereiten oder Verschnitt optimieren – Homag hat da etwas auf Lager. Bei „Live.Homag“ zeigt der Weltmarktführer in der Holzbearbeitung, dass es für jeden Arbeitsplatz in der Schreinerei eine digitale Unterstützung gibt, die Kunden ganz einfach, kostenlos und unkompliziert ausprobieren können.

Gemeinsam mit dem dänischen Systemspezialisten im Massivholzbereich System TM und dem Experten für Fertigungsanlagen für den Holzhausbau Weinmann bietet Homag durchgängige Lösungen im Bereich Massivholz. Von der Holzoptimierung bis zur fertigen Wand liefert Homag alles aus einer Hand für Betriebe, die sich auf Holzbauelemente spezialisiert haben oder spezialisieren möchten.

Gerade bei hoher Variantenvielfalt sind marktgerechte Produktionskosten durch optimale Nutzung der Ressourcen, kurze Durchlaufzeiten und niedrige Bestände entscheidend. Homag bietet hier Branchenwissen, langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how über das breiteste Produktangebot. In Horb und Holzbronn wurden modulare Konzepte aufgebaut, die live zeigen, wie einfach sich Losgröße 1 mit Homag umsetzen lässt.

„Live.Homag“ liefert also geballtes Wissen für die Werkstatt und die Produktionshalle – in verschiedenen Sprachen und selbstverständlich kostenfrei. Die Teilnahme erfolgt dabei ganz bequem, unkompliziert und sicher vom Büro, der Werkstatt oder von zu Hause aus. Der persönliche Austausch wird durch die verschiedenen Formate also wirklich leicht gemacht.

Bei „Live.Explore“ können interessierte Schreiner und Tischler die Vorteile der Homag-Lösungen für ihren Betrieb entdecken. Im Format „Live.Webinar“ erläutern Homag-Expert:innen Maschinen, Technologien und Produktionsmethoden in den verschiedenen Anwendungsgebieten live. Dabei gehen die Spezialisten auch auf die Fragen der Teilnehmenden ein. Auch im „Live.Forum“ werden Fragen beantwortet. Nämlich die nach der Zukunft der Holzbearbeitung. Dort diskutieren führende Expert:innen die neuesten Erkenntnisse, aktuellsten Trends und wichtigsten Themen. Wer mehr Wert auf ein direktes Gespräch legt, ist bei „Live.Connect“ bestens aufgehoben. In persönlichen Livevorführungen der neuesten Homag -Lösungen beantworten die Expert:innen vor Ort nämlich die individuellen Fragen der Teilnehmenden. Und falls jemand ein spannendes Format verpasst hat, ist das kein Problem: Alle vergangenen „Live.Homag“ Events stehen in der Mediathek „Live.Collection“ zum Abruf bereit – jederzeit und kostenlos.

Begrüßt Gäste nun auch mit virtuellem Showroom

„Herzlich Willkommen im Adler-Werk – treten Sie ein, schauen Sie sich um und fühlen Sie sich ganz wie zuhause!“ Zugegeben: In Zeiten wie diesen sind persönliche Besuche nicht so einfach zu bewerkstelligen. Aber der neue virtuelle Schauraum von Adler verschafft Abhilfe: Auf seiner Website lädt www.adler-lacke.com Österreichs führender Lackhersteller zum Bildschirm-Besuch ins Adler-Werk und hat ein reiches Programm für seine Gäste vorbereitet: Produktinformationen, Anwendungsvideos, anschauliche Referenzen und natürlich auch persönliche Beratung auf Mausklick.

Vom Foyer aus gelangt der User in unterschiedliche Räume, die den vielfältigen Angeboten von Adler gewidmet sind. In der Küche sind beispielsweise die stilvollen und widerstandsfähigen Oberflächen zu sehen, die sich mit Möbellacken von Adler erzielen lassen, der Nebenraum präsentiert die ganze Palette der Adler-Bautenprodukte. Im gegenüberliegenden Bereich des virtuellen Schauraums erlebt der virtuelle Besucher die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten für Holzfenster und erfährt alles über die Fassaden- und Innenlasuren von Adler. Natürlich sind auch alle Informationen zu den Oberflächen hinterlegt: In jedem der 360-Grad-Räume sind Produktbroschüren und Info-Texte, Videos und Referenzen hinterlegt, die sich mittels Mausklick öffnen lassen. Und falls am Ende doch noch eine Frage offen sein sollte: An jeder Ecke wartet ein freundlicher Adler-Mitarbeiter, an den der Showroom-Gast sich via Mail-Formular wenden kann – die Antwort kommt postwendend.

In den vergangenen Monaten hat Adler sein Online-Angebot unter www.adler-lacke.com stetig ausgebaut: Ein modernes Design, umfassende Produktinformationen und Anwendungstipps, dazu ein B2B-Shop, der alle Stücke spielt. Der neue virtuelle Schauraum ist ein weiteres wertvolles Feature im Online-Auftritt von Adler. „Multimediale Angebote und rasch zugängliche Informationen sind heute wichtiger denn je“, sagt Marketing-Leiter Christian Laucher. „Mit unserem neuen Online-Angebot wollen wir es unseren aktuellen und künftigen Kunden noch leichter machen, sich einen Überblick über das umfangreiche Produkt- und Serviceangebot von Adler zu verschaffen.“

„Interior Days OWL“

Leichte Terminverschiebung auf Ende April

Der Termin für die zunächst vom 15. bis 20. April 2021 geplanten „Interior Days OWLpowered by arcade“ – wurde noch einmal minimal angepasst: Das Hausmesse-Event, für das sich 13 Premium-Hersteller in der Region Ostwestfalen zusammengetan haben, soll nun von Samstag, 24., bis Mittwoch, 28. April 2021 stattfinden. Darauf haben sich die Teilnehmer u.a. aufgrund der Lockdown-Verlängerung bis zum 18. April sowie der parallel laufenden WK-Partnertage geeinigt.

Diese Hersteller laden während der „Interior Days OWL“ zu Vor-Ort-Präsentationen in ihre Hausausstellungen und Showrooms – oder denen von Partnern – ein:
Bielefelder Werkstätten/ip DesignCORDreieck DesignInterlübkeKFF/AscoRodamRohleder Home CollectionScholtissekSudbrockTalisViolettaWerther
WK Wohnen

Importe von Rohstoffen, Halb- und Fertigwaren im Jahr 2020 um 5,8 % gesunken

Die deutschen Im- und Exporte von Rohstoffen, Halb- und Fertigwaren haben im Corona-Krisenjahr 2020 im Vorjahresvergleich den stärksten Rückgang seit 2009 verzeichnet. Dabei sanken die Materialimporte und -exporte in ähnlichem Umfang. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen mitteilt, importierte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 mit 622 Millionen Tonnen 5,8 Prozent weniger Material als 2019. Die deutschen Materialexporte fielen um 5,6 Prozent auf 405 Millionen Tonnen. Damit überstiegen die Materialimporte die -exporte der deutschen Wirtschaft entsprechend dem langjährigen Trend weiterhin deutlich. Die Ergebnisse bilden das Gewicht aller Im- und Exporte von Rohstoffen, wie zum Beispiel fossile Energieträger oder Erze, Halbwaren wie Roheisen, sowie Fertigwaren wie Haushaltsgeräte ab.

Der Rückgang der Materialimporte im Jahr 2020 war durch einen reduzierten Handel der deutschen Wirtschaft mit allen drei Materialkategorien bedingt. Die Rohstoffimporte gingen um 5,7 Prozent zurück und die Einfuhren von Halbwaren und Fertigwaren sanken um 8,8 Prozent beziehungsweise 7,6 Prozent gegenüber 2019. Da Rohstoffe über die Hälfte der gesamten deutschen Materialeinfuhren ausmachen, fiel der Rückgang auf 339 Millionen Tonnen bei der Gesamtentwicklung der Materialimporte besonders stark ins Gewicht. Der Großteil davon ist durch den Rückgang der Importe fossiler Energieträger um 5,1 Prozent verursacht. Insbesondere die Importe von Steinkohle, die bereits seit 2015 rückläufig waren, nahmen deutlich ab und fielen auf das niedrigste Niveau in über 15 Jahren. Zudem sanken die Importe von Erzen mit 8,5 Prozent merklich. Dies ist hauptsächlich auf die geringere Einfuhr von Eisenerzen zurückzuführen. Im Gegensatz dazu waren die Importe biotischer Rohstoffe (z. B. Holz, Getreide, Obst und andere nachwachsende Rohstoffe) vergleichsweise stabil gegenüber ihrem Vorjahresniveau (-0,1%).

Da Fertigwaren den Großteil der deutschen Materialausfuhren ausmachen, wirkte sich ihr Rückgang um 7,1 Prozent im Jahr 2020 gegenüber 2019 besonders stark auf die Gesamtentwicklung der Exporte aus. Vor allem die Ausfuhren von Fertigwaren, die vorwiegend aus Erzen – insbesondere Eisenerzen – produziert wurden, waren rückläufig (-13,3 %). Hierunter fallen beispielsweise die Ausfuhren von Personenkraftwagen. Dies spiegelt den Rückgang der importierten Menge an Erzen und daraus hergestellten Waren wider, die in Deutschland für die in- und ausländische Nachfrage weiterverarbeitet werden. Neben den Exporten von Fertigwaren gingen auch die Exporte von Halbwaren zurück (-6,3 %). Bei den Rohstoffexporten war der Effekt gesunkener Ausfuhren von Gas (-16,1 %) stärker als der kräftige Anstieg der Exporte biotischer Rohstoffe (+32,0 %), sodass die Rohstoffexporte insgesamt fielen (-6,0 %).

Einsparung von Leerkilometern und Reduzierung von Emissionen entlang der Lieferkette

In Zusammenarbeit mit Unternehmen der Möbellogistik hat die Fakultät für Holztechnik und Bau der Technischen Hochschule Rosenheim ein Maßnahmenpaket entworfen, wodurch Leerkilometer eingespart und die Zahl der Direktlieferungen erhöht werden kann. Das Ergebnis: es werden die Kosten, die Zahl der Reklamationen und die Fahrzeugemissionen gesenkt. Das entwickelte Konzept soll nun im Rahmen einer Pilotphase in der Praxis erprobt werden.

Leere LKWs und nicht genutzter Laderaum tragen zu hohen Kosten bei und emittieren dabei noch Treibhausgase. Der Fachkräftemangel setzt die Auslieferlogistik zusätzlich unter Druck. Lange Touren verursachen hohe Kosten, Warenumschläge führen zu Beschädigungen der Ware und leere Rückfahrten verringern die Wertschöpfung. Heute ist eine optimierte Auslieferlogistik aus diesen Gründen wichtiger denn je. Da Logistik im Mittelstand der deutschen Möbelindustrie bisher eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie besonders davon betroffen und muss zukunftsfähige Lösungen für diese Probleme finden. Deshalb arbeitet die Fakultät für Holztechnik und Bau der Technische Hochschule Rosenheim in Zusammenarbeit mit sechs Unternehmen der Möbellogistik aktuell an der Umsetzung eines vielversprechenden Konzepts, bei dem Leerkilometer stark reduziert und bisher nicht genutzter Laderaum verfügbar gemacht werden kann. Wichtiger Teil hiervon sind Rundläufe, also die Beladung des Transportfahrzeugs auf dem Hin- und Rückweg. Das neue Konzept stellt die Zusammenarbeit von Herstellern und Spedition in ein neues Licht und sieht unter anderem vor, Umzugsunternehmen einzubeziehen.

Im Mai 2020 wurden, im Rahmen eines Studierenden-Projekts, Unternehmen aus der Möbelbranche befragt. Die Umfrage sammelte Informationen über die Probleme der Möbellogistik und richtete sich an Möbelhersteller, -händler und -speditionen. Aus den gesammelten Informationen wurden Optimierungspotenziale herausgestellt und aufgenommen. Die Bachelorarbeit des Studenten Christian Schaal unter der Betreuung der Professoren Dr. Holly Ott und Andreas Heinzmann greift die Ergebnisse auf und untersucht das neue Konzept.

Im vergangenen halben Jahr wurde nun ein Maßnahmenpaket entwickelt, wodurch Leerkilometer eingespart und die Zahl der Direktlieferungen erhöht werden kann. Neben den Kostensenkungen werden eine niedrigere Reklamationsquote und die Verringerung von Fahrzeugemissionen erwartet. Das entwickelte Konzept soll nun von Partnern aus der Industrie in einem Pilotprojekt in der Praxis erprobt werden. Durch die Kooperationen zwischen Spediteuren und Herstellern können Frachten früher und gezielter vermittelt werden. In der Auslieferregion kann von einem Partner eine Rückladung abgeholt werden, die wiederum für Kunden in der Heimatregion bestimmt ist. Gleichzeitig können durch die Einbindung von Umzugsplattformen und Paketdiensten besonders kleine Kommissionen kostengünstiger versendet werden. Es können somit Abladestellen, die Tourdauer oder gesamte Touren reduziert werden.

In Vorbereitung darauf wurden mit einem Simulationsmodell erste Prognosen über die Einsparpotenziale gemacht. Dazu wurden Tourdaten aus dem vergangenen Jahr einmal im Ist- und im Soll-Zustand verwendet. Diese beinhalten Kunden in ganz Deutschland, die beliefert werden. Über den Zeitraum von einer Woche werden Daten zu den Strecken, Touren und Stationen erhoben. Im Ist-Zustand wird der aktuelle Stand der Möbelauslieferung abgebildet. Im Soll-Modell wird die Umsetzung des Konzepts simuliert: Sind in den Anlieferregionen Partnerfabriken ansässig, wird dort eine Rückladung aufgenommen und in der Heimatregion des Herstellers ausgeliefert.

Die Simulation zeigt, dass der Anteil der Leerkilometer von 24 auf 8 Prozent reduziert werden konnte. Kosten für Leerfahrten werden damit deutlich reduziert. Mit erhöhter Auslastung der LKWs können im Simulationsbeispiel 24 Prozent der gesamten Emissionen eingespart werden. Daneben werden weitere Problemfelder adressiert: potenzieller Laderaum, der dringend benötigt wird, kann verwendet werden. Wenn für den bisher leeren Rückweg die Waren des Partners geladen werden, stehen ihm seine eigenen Fahrzeuge für weitere Touren zur Verfügung. Die wertschöpfenden Tätigkeiten der Fahrer*innen können gesteigert werden. Die Simulation zeigt, dass Touren eingespart werden könnten. Hier punktet der Sonderfall, dass Waren mit geringem Volumen gesondert abgewickelt werden: statt mit 40t-LKWs und 2-Personen-Besatzung wird als Rückladung über Umzugsunternehmen und mit Paketdiensten ausgeliefert. Die Umzugsunternehmen profitieren durch die Auslieferung der bisherigen Leerfahrt genauso wie die Hersteller, für die die Auslieferstellen ihrer Touren reduziert werden. Damit können diese Abladestellen von den Touren ausgenommen werden. Außerdem werden die Warenumschläge und die Auslieferungszeit reduziert, indem die Ware auf direktem Wege zum Händler geliefert werden soll. Durch dieses System werden die Transportschäden und Reklamationen in hohem Maße reduziert. Es werden nicht nur die erneute Produktion und Auslieferung von Einzelteilen vermieden, sondern auch eine kundenfreundliche Auftragsbearbeitung gewährleistet.

Das Konzept wird in Zukunft mit dem Einsatz moderner Informationstechnologie weiter optimiert werden. Diese soll dafür sorgen, dass die richtigen Informationen, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort sind. Das beinhaltet die Steuerung und Benachrichtigung über Live-Tracking sowie die Führung der Fahrer*in beim Erfüllen des Auftrags. Mit Echtzeitdaten ist es möglich, auf ungeplante Ereignisse schnell zu reagieren und spontane Änderungen in der Planung vorzunehmen. Schäden können direkt mit Fotografien dokumentiert und bearbeitet werden. Eine entscheidende Neuerung wird die Datendurchgängigkeit bringen: die richtigen, aktuellen Informationen stehen zur richtigen Zeit zur Verfügung. Eine Frachtverfolgung über mehrere Stationen entfällt damit.

Mit anfangs zwei Partnern begann Mitte Februar die Umsetzung des Konzepts. Bis Mitte des Jahres 2021 wird es auf alle kooperierenden Unternehmen erweitert. Bei der Umsetzung des Konzepts ist mit erheblichen Vorteilen sowohl für die Hersteller, Speditionen, Frachtführer, Umzugsunternehmen, Paketdienste und nicht zuletzt die Umwelt zu rechnen. Mit dem Pilotprojekt wird eine wichtige Veränderung für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen und für unsere Umwelt angestoßen.

Alexander Karnstädt übernimmt Werkleitung und Thomas Schwab verlässt das Unternehmen

Tomas Schwab, seit August 2019 Geschäftsführer der Hain Natur-Böden GmbH, verlässt das Unternehmen zum 31. März 2021. Hintergrund der Personalie sind umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen bei dem zur MeisterWerke Schulte GmbH gehöhrenden Parkettspezialisten aus Rott am Inn.

„Um unsere Kostenstrukturen zu optimieren, müssen wir die vorhan-denen Synergiepotentiale konsequent nutzen. Das führt dazu, dass wir Doppelfunktionen abbauen und die Administration im Rahmen eines Shared-Service-Konzeptes in Meiste bündeln“, so Guido Schulte, geschäftsführender Gesellschafter der MeisterWerke Schulte GmbH. „Ich danke Tomas Schwab insbesondere für die erfolgreich umgesetzte vertriebliche Neupositionierung der Marke Hain, die sich wieder ganz klar auf unsere Kunden aus Fachhandel und Handwerk fokussiert. Für seine berufliche und private Zukunft wünsche ich ihm nur das Beste“, so Schulte weiter.

Der Standort Rott am Inn konzentriert sich unter Verantwortung von Alexander Karnstädt als neuem Werkleiter zukünftig ausschließlich auf die Fertigung des hochwertigen Parkettsortiments. Guido Schulte: „Wir stehen zum Produktionsstandort Rott am Inn. Ich freue mich sehr, mit Alexander Karnstädt einen ausgewiesenen Produktionsfachmann an der Spitze des Werkes zu wissen, der schon lange im Unternehmen tätig ist und mit seiner Mannschaft die gewohnte Premium-Qualität aus Rott sicherstellen wird.“