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Autor: Möbelfertigung

Führungsteam ergänzt

Zum ersten März werden Waldemar Bauer und André Boy-Nieder das Hülsta-Führungsteam verstärken. Waldemar Bauer übernimmt künftig die Leitung der gesamten Leistungserstellung am Standort Stadtlohn. Er war zuletzt für Femira und Loddenkemper als Geschäftsführer tätig. Für Hülsta wird der Branchenkenner die Gesamtverantwortung für die Planung, Steuerung und Integration von Unternehmensaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette übernehmen und diese auf die Zukunft ausrichten. Dazu gehören neben der Technik unter anderem die Bereiche Einkauf, IT, Prozesse und Qualitätsmanagement. „Hülstas Pläne für die Zukunft haben mich überzeugt. Den Traditionshersteller künftig zu verstärken und wichtige Weichen für die Zukunft der bekannten Möbelmarke stellen zu können ist eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“, betont Waldemar Bauer.

André Boy-Nieder übernimmt die vertriebliche Leitung der DACH-Region für die Hülsta-Serienprodukte. Mit einer Tischler-Ausbildung und einem anschließenden Studium der Holzwirtschaft ist er der Möbelindustrie seit vielen Jahren treu: so unterstreichen Stationen als Vertriebsleiter bei Roba und Geuther sein Know-how. Er wechselt von der Actona Gruppe, bei der er als Head of Sales tätig war. „Hülsta ist der Markenhersteller der Branche. Ich freue mich sehr auf die anstehenden Aufgaben und eine intensive Zusammenarbeit mit dem Hülsta-Team und den Hülsta-Handelspartnern“, so André Boy-Nieder.

Hülsta-Geschäftsführer Dr. Thomas Knecht ergänzt: „Bereits 2022 haben wir zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, die 2023 intensiviert werden und unsere Marken fit für die Zukunft machen. Wir sind in diesem Transformationsprozess auf einem guten Weg. Die Erweiterung der Hülsta-Geschäftsführung um Waldemar Bauer und André Boy-Niedersind konsequente Schritte zur weiteren, zukunftsfähigen Ausrichtung der Marke. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir unsere neuen Kollegen bald in unserem Team begrüßen dürfen.“

Hülsta hatte erst Mitte Januar bekanntgegeben, dass die Sanierung nicht ohne Arbeitsplatzverluste vonstatten gehen wird.

Leichter Umsatzrückgang

Obwohl es Anfang 2022 nicht gut lief, konnte die Bega-Gruppe das vergangene Jahr noch mit einem Umsatz in Höhe von 609 Millionen Euro und damit nur um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert (622 Mio. Euro) abschließen.

Vor allem der Ukraine-Krieg machte dem Konzern zu schaffen. Produktionsstätten wurde zerstört, weitere ukrainische Lieferanten waren nur eingeschränkt lieferfähig. Die Sanktionen der EU gegen Russland und Weißrussland führten zu zusätzlichen erheblichen Lieferausfällen. Die Energiekrise, die Inflation, Corona und die allgemeine Verunsicherung ließen zudem die Auftragseingänge einbrechen. Doch ab dem vierten Quartal verbesserte sich die Situation deutlich. Die positive Entwicklung hat sich Anfang 2023 fortgesetzt, weshalb das Unternehmen für das laufende Jahr nun mit einem moderaten Wachstum rechnet.

Für gute Stimmung sorgten auch die Einkaufstage, die die Bega-Gruppe vom 19. bis 27. Januar in seinem 12.000 Quadratmeter großen Showroom in Lügde durchgeführt hat. „Die Neuheiten wurden von den Kunden sehr gut beurteilt und führten zu unerwartet umfangreichen Messeaufträgen“, heißt es von Seiten der Geschäftsführung mit Thorsten Hilpert, Niko Johns und Rüdiger Schliekmann.

Auftragseingang beim Verarbeitenden Gewerbe ist im Dezember gestiegen

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2022 gegenüber November 2022 saison- und kalenderbereinigt um 3,2 Prozent gestiegen. Damit wurde der deutliche Rückgang im November 2022 (-4,4 %) zum großen Teil wieder kompensiert. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich im Dezember 2022 allerdings ein Rückgang von 0,6 Prozent.

Der aktuelle Zuwachs des Auftragseingangs ist somit maßgeblich auf Großaufträge zurückzuführen. Ausschlaggebend waren dabei vor allem hohe Auftragsvolumen in den Branchen „Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und schalteinrichtungen“, „Herstellung von Verbrennungsmotoren“ und „Luft- und Raumfahrzeugbau“.

Über das Jahr 2022 hinweg sank der Auftragseingang bis auf wenige Ausnahmen kontinuierlich und erreichte im Dezember 2022 einen um 10,1 Prozent kalenderbereinigt niedrigeren Stand als im Dezember 2021. Das vergangene Jahr steht damit im Kontrast zum Jahr 2021, in dem der Auftragseingang aufgrund von Corona-Nachholeffekten stark angestiegen war. In der Summe befindet sich der Auftragseingang aktuell damit leicht über dem Vor-Corona-Niveau: Im kalenderbereinigten Vergleich lag der Auftragseingang im Dezember 2022 um 1,2 Prozent höher als im Dezember 2019.

Besonders stark war der aktuelle Anstieg mit 5,7 Prozent bei den Inlandsaufträgen. Die Auslandsaufträge erhöhten sich um 1,2 Prozent. Dabei nahmen Auftragseingänge aus der Eurozone um 9,8 Prozent zu, während Aufträge aus dem restlichen Ausland um 3,8 Prozent abnahmen.

Während der Auftragseingang im Bereich der Investitionsgüter unverändert blieb, stieg er in der Hauptgruppe der Vorleistungsgüter um 9,7 Prozent an. Hierfür können ebenfalls die bereits genannten Großaufträge im Bereich der Elektrizitätsverteilungs- und schalteinrichtungen ausschlaggebend sein. Im Bereich der Konsumgüter sank der Auftragseingang gleichzeitig um 3,3 Prozent.

Für November 2022 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang des Auftragseingangs gegenüber Oktober 2022 von 4,4 Prozent (vorläufiger Wert: -5,3 %).

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Dezember 2022 saison- und kalenderbereinigt 1,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Für November 2022 ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber Oktober 2022 (vorläufiger Wert: +2,1 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2021 lag der Umsatz im Dezember 2022 kalenderbereinigt 1,9 Prozent höher.

Villeroy & Boch

Feiert 275. Geburtstag

Happy Birthday! Villeroy & Boch feiert sein 275-jähriges Bestehen. 1748 als Handwerksbetrieb gegründet, der mit Töpfen, Schüsseln und Kannen Gebrauchsgegenstände für den Haushalt entwickelte, hat sich das Unternehmen zu einem internationalen Lifestyle-Anbieter entwickelt, der mit seinem vielfältigen Angebot ganzheitlich Räume und Stilwelten gestalten kann. Heute ist Villeroy & Boch in 125 Ländern vertreten. 6.400 Mitarbeiter:innen aus 81 Ländern arbeiten weltweit für den Konzern.

„Innovativ und bedarfsgerecht, sowohl offline als auch online ist Villeroy & Boch als Marke mit seinen Produkten und Services heute überall dort vertreten, wo unsere Kund:innen es sind“, sagt Frank Göring, der seit 2007 als CEO die global agierende Aktiengesellschaft führt. „275 Jahre Villeroy & Boch, das ist Erbe und Zukunftsauftrag zugleich. Wir sind stolz auf dieses besondere Firmenjubiläum und freuen uns, es gemeinsam mit unseren Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Partnern weltweit zu feiern und unsere Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.“

Im Jubiläumsjahr präsentieren beide Unternehmensbereiche verschiedene Produkthighlights. Das Geschäftsfeld Küche startet im Januar mit einem Spülstein aus der Feder der Designerin Gesa. Weitere Produkte werden in den kommenden Monaten folgen.

Einen Einblick in 275 Jahre Firmengeschichte von Villeroy & Boch erhalten Sie in unserer Bilderstrecke. Einfach auf das Startbild klicken.

Die vierte Generation steigt ein

Die Firma Wilhelm Renz GmbH + Co. KG hat den Generationsübergang eingeleitet und will mit Mathias Renz die Zukunft gestalten. Bereits im Sommer 2022 ist der 28-jährige als vierte Generation ins Familienunternehmen eingetreten. Er übernimmt Verantwortung in den Bereichen Produktentwicklung und Vertrieb und verstärkt die Geschäftsleitung.

Nach seinem Studium in Stuttgart, Lissabon und Tel Aviv sammelte Mathias Renz Branchenerfahrung bei Wilkhahn in Bad Münder und bei Gärtner Büro und Wohnen GmbH in Hamburg.

„Ich freue mich sehr, dass Mathias nun im Unternehmen ist“ sagt Eckart Renz und fügt hinzu „seine fundierte Ausbildung, sein Verständnis relevanter Zukunftsthemen und seine Praxiseinblicke sind für uns sehr wichtig, um Renz für das kommende Jahrzehnt gut aufzustellen.“

Farbenbranche erzielt in der Krise bessere Ergebnisse als gedacht, aber Marge unter Druck

In Deutschland wurden 2022 1.53 Millionen Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft – ein Minus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr ist ein weiterer Rückgang um 2-3 Prozent auf 1.5 Millionen Tonnen zu erwarten, berichtet Präsident Peter Jansen auf der Jahreswirtschaftskonferenz des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). Der Umsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben stieg 2022 inflationsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Auch im laufenden Jahr erwartet der VdL einen weiteren leichten Anstieg um gut 2 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Mehrere Entwicklungen drücken die Ergebnisse der Farbenhersteller: Die Rohstoffpreise verharren auf hohem Niveau, eine Entlastung ist auch aufgrund der Inflation nicht zu erwarten. Die Energiekrise führt langfristig zu höheren Kosten bei Gas und Strom. Steigende Bürokratiekosten setzen vor allem dem Mittelstand zu.

Bei den Bautenfarben gab es 2022 einen Rückgang um 7 Prozent in der Menge. Sowohl das DIY-Segment aber auch der Profibereich liefen aufgrund der schwachen Entwicklung der Bauindustrie schlecht. Für 2023 prognostiziert der VdL in der Menge einen weiteren Rückgang um 4 Prozent auf 770.000 Tonnen. Der Umsatz wird bei 1,8 Milliarden Euro stagnieren.

Bei den Industrielacken kam es zu einem leichten Anstieg des Verbrauchs um 1 Prozent in der Menge, der Wert stieg preisbedingt um 11 Prozent. Während sich Autoserienlacke, Autoreparaturlacke, sonstiger Fahrzeugbau und Elektroindustrie recht erfreulich entwickelten, ging der Verbrauch von Lacken in der Holz- und Möbelindustrie sowie bei Metallerzeugnissen zurück. 2023 wird es bei den Industrielacken zu einem Minus von rund 1 Prozent kommen, da vor allem in der Holz- und Möbelindustrie aber auch im Maschinenbau vorübergehend ein deutlicher Nachfragerückgang zu erwarten ist. Der Umsatz insgesamt wird im laufenden Jahr preisbedingt wieder um 4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro steigen.

Der Absatz von Druckfarben ist 2022 weiter zurückgegangen – es wurden 211.000 Tonnen in Deutschland verbraucht, ein Minus von 8 Prozent, zum ersten Mal macht dabei der Verpackungsdruck mehr als 50 Prozent aus. Insgesamt wurden Druckfarben für Publikationen und Verpackungen im Wert von 925 Millionen Euro umgesetzt. Die Aussichten für das laufende Jahr sind nach wie vor negativ – die Menge der eingesetzten Druckfarben wird um 4 Prozent zurückgehen, der Umsatz wird inflationsbedingt leicht steigen.

Der Export stieg 2022 inflationsbedingt um knapp 5,8 Prozent auf 4 Milliarden Euro. Importiert wurde für 1.4 Milliarden Euro (+11,7 %). 2023 wird sich der Außenhandel wertmäßig weiterhin positiv entwickeln und voraussichtlich um rund 5 Prozent steigen.

Inflationsgefahr und die akute weltpolitische Lage machen eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung extrem schwierig. Ohne wesentliche weitere Störungen erwartet der VdL einen Rückgang in der Produktion der deutschen Farbenhersteller um rund 2 Prozent. Die Inlandsnachfrage wird in ähnlicher Weise zurückgehen. Wertmäßig wird noch eine leichte Steigerung der Inlandsnachfrage von 2 Prozent erwartet. „Die Branche kann mit diesen Zahlen nicht zu-frieden sein, doch wir kämpfen mit den Widrigkeiten unserer Zeit“, kommentiert Präsident Peter Jansen. „Unser Appell richtet sich an den Gesetzgeber, die Unternehmen in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nicht noch zusätzlich zu belasten.“

Einen Erfolg hat die Farbenbranche 2022 beim Thema Titandioxid vermeldet. Das Weißpigment kann nach dem Urteil des Europäischen Gerichts weiter uneingeschränkt und sicher in Lacken und Farben verwendet werden. Möglich gemacht haben dies insbesondere VdL-Mitglieder, die mit Unterstützung des Verbands gegen die Einstufung als „vermutlich karzinogen beim Einatmen“ geklagt hatten. Zwar ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig, aber die Luxemburger Richter bescheinigten der EU-Kommission entscheidende Rechtsverstöße, die im Urteil zu einer Rechtswidrigkeit der Kennzeichnungspflicht für den Stoff sowie für pulver-förmige, feste und flüssige Gemische führten.

Die politische Arbeit des Verbands sei nach wie vor durch den Europäischen Green Deal geprägt, erläutert Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Kanert. Zwar habe Brüssel der Wirtschaft bei der REACH-Revision zeitlich ein wenig Luft verschafft, nach wie vor fordere der VdL aber bei der Umsetzung des Green Deals Augenmaß und eine ganzheitliche Sicht auf Nachhaltigkeit. Denn insbesondere die anstehenden Vorhaben zu Ökodesign sowie Verpackungen und Verpackungsabfällen seien Herausforderungen, die die Mitgliedsunternehmen bewältigen müssen und so zur grünen Transformation beitragen. „Darüber hinaus bietet die ‚Farm to Fork‘-Strategie des Green Deals die Basis, dass bedruckte Lebensmittelkontaktmaterialien dringend zeitnah europäisch geregelt werden müssen.“

Ticketshop geöffnet, Kombitickets auch in Verbindung mit der „Interzum“

Ab sofort ist der Ticketshop der Weltleitmesse der holzbe- und -verarbeitenden Industrie „Ligna“, die vom 15. bis 19. Mai in Hannover stattfindet, geöffnet. Interessierte können über den Webshop Eintrittskarten für die Veranstaltung erwerben. Dabei können sie zwischen Tages- oder Dauertickets (39€/56€), ermäßigten Karten (bis 15€) und einem Kombiticket (76€), das ebenfalls zur Teilnahme an einer „Guided Tour“ berechtigt, wählen. Außerdem können Besucher, die mit einem Ticketcode eingeladen wurden, über den Ticketshop ihr „Ligna“-Ticket registrieren und freischalten.

Die zeitnahe Veröffentlichung des „Ligna“-Ticketshops in diesem Jahr ist auch in der schwierigen Visasituation einiger Besucherländer begründet. So hoffen die Veranstalter Deutsche Messe AG und VDMA Holzbearbeitungsmaschinen, dass ein früher Ticketkauf und entsprechende Planungszeit eine Visagenehmigung begünstigt. Das „Ligna“-Team unterstützt Besucher, die ein offizielles Einladungsschreiben für ihren Visaantrag benötigen gerne.

Nach der regulären Registrierung der Tickets oder Ausstellerausweise steht allen Teilnehmern der „Ligna“ ab März das Networking zur Verfügung. Dafür schalten Besucher und Aussteller nach Login auf der „Ligna“-Webseite über das persönliche Dashboard diesen Service frei. Im Profil lassen sich die Verfügbarkeiten und individuelle Zeitslots einstellen und in den eigenen Kalender importieren. Teilnehmer können ihr eigenes Profil mit Bildern, Kontaktdaten und Geschäftsinteressen vervollständigen. Um neue Business Matches zu erhalten, schalten Teilnehmer zusätzlich ihre Sichtbarkeit für das Matchmaking über das Profil ein. Nach der Freischaltung bekommen Besucher und Aussteller an Hand der angegebenen Interessen passende Profile vorgeschlagen und haben die Möglichkeit, nach Schlagworten potentielle Business Matches zu suchen. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung können Teilnehmer so miteinander in Kontakt treten, Termine während der Messe vereinbaren und den Besuch oder die Ausstellung auf der „Ligna“ optimal vorbereiten.

Auch in diesem Jahr profitieren Besucher der „Ligna“ wieder davon, dass der Ticketkauf auch den Zugang zur „Interzum“ (9.-12.5.2023) in Köln beinhaltet. Besucher der „Ligna“ können also mit ihrem „Ligna“-Ticket auch die „Interzum“, das Event für die Möbelfertigungs- und Innenausbauindustrie, besuchen – und umgekehrt. So erhalten Besucher einen allumfassenden Überblick über die Branche.

Produktion im Dezember 2022: -3,1 % zum Vormonat

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2022 gegenüber November 2022 saison- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent gesunken, nachdem sie im November 2022 gegenüber dem Vormonat noch um 0,4 Prozent gestiegen war (vorläufiger Wert: +0,2 %). Im gesamten Jahr 2022 lag die Produktion kalenderbereinigt um 0,6 Prozent niedriger als im Jahr 2021 und um 5,0 Prozent niedriger als im Vorkrisenjahr 2019.

Der Produktionsindex entwickelte sich im Jahr 2022 durchwachsen. Nach einem starken Rückgang im März 2022, dem ersten Monat nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine (-4,2 % im Vergleich zum Vormonat) erholte sich die Produktion über das Jahr hinweg und fiel nun zum Jahresende noch einmal ab. Im Ergebnis lag die Produktion im Dezember 2022 kalenderbereinigt um 3,9 Prozent niedriger als im Dezember 2021.

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) nahm im Dezember 2022 gegenüber November 2022 saison- und kalenderbereinigt um 2,1 Prozent ab. Gegenüber Dezember 2021 sank die industrielle Produktion kalenderbereinigt um 2,2 Prozent.

Innerhalb der Industrie stieg die Produktion von Konsumgütern im Dezember 2022 im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Die Produktion von Investitionsgütern blieb gegenüber dem Vormonat unverändert, während die Produktion von Vorleistungsgütern um 5,8 Prozent abnahm. Der Produktionsrückgang war dabei über die Teilbereiche der Vorleistungsgüter hinweg weit verbreitet. Besonders stark sank die Produktion von Vorleistungsgütern im Bereich der Chemischen Industrie mit -11,2 Prozent.

Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung im Dezember 2022 um 2,3 Prozent und die Bauproduktion um 8,0 Prozent niedriger als im Vormonat. Das Bauhauptgewerbe dürfte dabei auch durch die hohe Anzahl an Frosttagen im Dezember beeinträchtigt gewesen sein.

In den energieintensiven Industriezweigen, die von den nach wie vor hohen Energiepreisen besonders betroffen sind, ist die Produktion im Dezember 2022 gegenüber November 2022 um 6,1 Prozent zurückgegangen. Hierzu trug auch die bereits hervorgehobene negative Entwicklung im Bereich der Chemischen Industrie bei. Über das Jahr 2022 hinweg sank die Produktion in den energieintensiven Industrien bis auf wenige Ausnahmen kontinuierlich. Im Dezember 2022 lag sie um 19,6 Prozent niedriger als im Dezember 2021. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Mitarbeiter spenden über 2.200 Euro

Im Rahmen aus einer firmeninternen Nikolaus-Aktion am Hettich-Standort Kirchlengern/Bünde sammelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Spenden. Diese gehen nun zu gleichen Teilen an die Herforder Tafel e.V. und die Meller Tafel e.V.

Exakt jeweils 1.119,81 Euro erhalten die beiden lokalen Tafeln Herford e.V. mit den Versorgungsstellen Herford, Hiddenhausen, Kirchlengern, Enger und Spenge sowie Melle e.V. mit den Versorgungsstellen Melle, Bünde und Bad Essen. Zusätzlich erhielt die Herforder Tafel Lebensmittel im Wert von ca. 2.900 Euro und die Meller Tafel im Wert von 1.800 Euro.

Viele Hettich-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben auch 2022 auf ihre „ Nikolauspäckchen“ verzichtet, die Hettich über die Betriebsräte am Standort Kirchlengern/Bünde seit vielen Jahren verteilt. Die so erzielte Spendensumme wird zusätzlich durch Geldspenden der Kollegen ergänzt. „Im Vorfeld der Aktion haben sich die Betriebsräte am Standort Kirchlengern/Bünde darauf verständigt, welche Institutionen mit der Spende unterstützt werden“, erklärt der Paul Hettich-Betriebsratsvorsitzende Karsten Zimmermann das Vorgehen. „Wichtig war uns, dass wir regional unterstützen und wir sahen großen Bedarf bei der Tafel.“

„Wir bedanken uns ganz herzlich für diese Spende“, sagt Barbara Beckmann, Vorsitzende der Herforder Tafel. „Die gespendeten Lebensmittel konnten noch vor Weihnachten ausgegeben werden und haben unsere Kunden sehr erfreut.“ Auch Wolfgang Koch, 2. Vorsitzender der Meller Tafel freut sich über die Spende und bedankt sich im Namen der Tafel von ganzem Herzen: „Gerade in dieser Zeit mit Pandemie, Flucht, Vertreibung und steigender Inflation sind wir mehr denn je auf Spenden von Geld, Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern angewiesen.“