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Autor: Möbelfertigung

Hausmesse abgesagt

Die für den 15. und 16. Oktober 2021 geplante Hausmesse von TopaTeam und Creative Partner findet dieses Jahr nicht statt.„Der Zeitpunkt für eine Hausmesse, wie wir sie kennen und mögen, ist leider noch nicht da. So müssen wir uns alle noch in Geduld üben. Viele unserer Partner haben im Vorfeld Bedenken geäußert und auch die politische Entwicklung im Hinblick auf Veranstaltungen in der Herbst- und Wintersaison bestärkt diese Besorgnis zusätzlich“, sagt Walter Greil, Geschäftsführer der TopaTeam GmbH. Die festen Anmeldungen seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Für die Partnerbetriebe sind bereits kleinere regionale Veranstaltungen und Infotreffen geplant. Zudem organisiert TopaTeam eine virtuelle Aktionswoche, bei der sich die Partner auf Herstellerrabatte und Gewinnspiele freuen dürfen.

Schon zum fünften Mal bester Online-Shop

Zum fünften Mal in Serie ist die junge Möbeldesign-Plattform form.bar zu „Deutschlands bestem Online-Shop“ gewählt worden. Neben dem Gesamtsieg in der Kategorie „Möbel nach Maß“ liegt form.bar zusätzlich in vier von sechs Leistungsbereichen an der Spitze: Bei Kundenservice, Internetauftritt, Versand/ Rücksendung und Weiterempfehlung ist das Team um die beiden Gründer Nikolas Feth und Alessandro Quaranta das Maß der Dinge. Mit dem Titelgewinn befindet man sich damit erneut in namhafter Gesellschaft. In der Verbraucherbefragung des Nachrichtensenders ntv und des Deutschen Instituts für Service-Qualität zählen neben form.bar diesmal unter anderem auch Zalando, Hello Fresh, Hellweg und Lidl.de zu den Testsiegern.

Für form.bar ist es nach dem Gewinn des internationalen Titels „Best Furniture Designers 2021“ sowie Platz 1 in den Studien „Beste Produktqualität“ sowie „Höchste Kundenzufriedenheit“ innerhalb kürzester Zeit die vierte bedeutende Anerkennung.

Drittes Jahr in Folge klimaneutral

Häcker Küchen hat sich das dritte Jahr in Folge klimaneutral gestellt. Nach den Bilanzierungsjahren 2018 und 2019 hat der Hersteller aus Rödinghausen auch seine CO2-Bilanz für das vergangene Jahr entsprechend den Kriterien des Klimapakts für die Möbelindustrie ausgeglichen und ist dafür von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet worden.

Der Klimapakt für die Möbelindustrie wurde vor fünf Jahren von der DGM ins Leben gerufen, um beim Erreichen des 1,5-Grad-Ziels der Vereinten Nationen (UN) mitzuhelfen. Die teilnehmenden Möbelhersteller engagieren sich für die Umwelt und das Klima, indem sie ihre CO2-Emissionen bilanzieren, so weit wie möglich reduzieren und schließlich im Idealfall vollständig kompensieren. Hierfür erwerben sie Klimaschutzzertifikate von Projektbetreibern auf der ganzen Welt, die sich beispielsweise um die Verbesserung der Wasserqualität oder die Aufforstung von Wäldern kümmern. Ein Zertifikat kompensiert eine Tonne CO2 und kommt sowohl der globalen CO2-Bilanz als auch der Infrastruktur am Projektstandort zugute.

„Wir freuen uns, dass mit Häcker Küchen ein echtes Flaggschiff unserer Klimaschutzinitiative sein Engagement zum Wohle des Klimas fortführt. Die Möbelindustrie ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und kommender Generationen bewusst und möchte beim wichtigen Thema Klimaschutz weiter vorangehen, um andere Branchen, aber auch Privatpersonen zu motivieren, CO2 einzusparen oder auch zu neutralisieren – ganz so wie es Häcker Küchen jetzt wieder vorgemacht hat“, so der DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Das Engagement lohnt sich für Häcker Küchen gleich mehrfach: Neben einer besseren Umwelt und aufgedeckten Einsparpotenzialen kann das Unternehmen auch vom DGM-Label ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘ profitieren. „Hiermit kann es Endverbraucher, die auf der Suche nach dem richtigen Küchenhersteller sind, von seinem Verantwortungsbewusstsein und seinen Möbeln aus klimaneutraler Herstellung überzeugen“, schließt Winning. DGM/FT

Veränderte Kundenbedürfnisse haben Auswirkungen auf die Produktbeschaffung

Im vierten Kalenderquartal 2020 verbuchte die zu den marktführenden europäischen Online-Shops für Premium Wohndesign gehörende Connox GmbH mit rund 24 Millionen Euro eine Verdopplung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch für 2021 rechnete Connox sehr früh mit einem anhaltenden Trend. Mit über 34.000 Artikeln im Online Shop und einer sehr komplexen Sortimentsstruktur bedeutet so ein rasantes Wachstum im Möbel-Onlinehandel vor allem einen hohen Platzbedarf in der Logistik. Aber wie lassen sich hier überhaupt so schnell die Weichen stellen?

Thilo Haas, Gründer und Geschäftsführer der Connox GmbH, weiß es. Und wird in seiner Keynote am 8. November 2021 während der 13. „Internationalen Möbeltage Dresden“, einer Konferenz der „möbelfertigung“, darüber sprechen.

„möbelfertigung“: Hinter uns liegt bereits über ein Jahr Pandemie. Erst war es völliges Neuland, mittlerweile gewohnter Alltag. Waren Lockdown & co. durch die Bank ein Turbobooster für Onlinehändler?
Thilo Haas:
Als Onlinehändler haben in den vergangenen Monaten von der gestiegenen Bedeutung des Online-Shoppings profitieren können. Nichtsdestotrotz mussten wir auch eine Reihe an Herausforderungen in der Warenbeschaffung und Belieferung unserer Kunden aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie meistern. Hinzu kamen veränderte Kundenbedürfnisse, auf die wir in der Sortimentsgestaltung und Warenbeschaffung kurzfristig reagieren mussten. Darüber hinaus hatten Lockdown, Bundesnotbremse & Co. Auswirkungen auf die interne Arbeitsorganisation, auf die wir jedoch aufgrund unserer Arbeitsstrukturen und technischen Ausstattung schnell und wirkungsvoll im Sinne des Infektionsschutzes reagieren konnten.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Internationale Möbeltage Dresden“ der „möbelfertigung“ sein?
Thilo Haas:
Bereits seit Jahren gewinnt Onlineshopping auch im Möbelhandel an Bedeutung. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung deutlich beschleunigt und Onlinehändler vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Ich möchte den Kongressteilnehmern einen Blick hinter die Kulissen gewähren, wie dem führenden Online Shop für Premium Home & Living mit verändertem Kundenverhalten sowie Herausforderungen in der Beschaffung und in der Mitarbeiterführung umgegangen wurde und welche Rückschlüsse daraus für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens gezogen wurden.

Unter www.moebeltage.de können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion, Möbeldesigner, Produktentwickler und genauso Personaler, die auf der Suche nach den Mitarbeitern von morgen sind. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 08. November im Tagungszentrum der „Dreikönigskirche“ in Dresden begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Blum, IHD, Kleiberit, Leuco, OE Electrics und Priess + Horstmann. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses und die begleitende Ausstellung im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

„Imm Cologne“ 2022

Bietet großes Geschäftspotenzial für in- und ausländische Möbelhersteller

„Nach zwei Jahren Distanz steht jetzt endlich wieder die Zeit für persönliche Begegnungen an. Die ,Imm Cologne‘ 2022 wird die erste Einrichtungsmesse nach der pandemiebedingten Pause sein, auf der Unternehmen bedeutende Trends und Innovationen einem internationalen Publikum präsentieren“, so Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement. Die Bedeutung der Branchenmesse für den Markt belegen auch aktuelle Marktzahlen. Deutschland bleibt im europäischen Umfeld immer noch der umsatzstärkste Markt für Möbelproduzenten.

„Die ,Imm Cologne‘ bietet durch den Zugang zum wichtigen deutschen Möbelmarkt und durch die Kontakte zu internationalen Einkäufern ein großes Geschäftspotenzial für in- und ausländische Möbelhersteller“, sagt Jan Kurth, VDM-Hauptgeschäftsführer. Dabei wächst die Relevanz des Standorts auch über die Grenzen Europas hinaus. Deshalb lohnt es sich gerade in dieser Phase für die Unternehmen, sich im Markt zu präsentieren. „Der Präsenzmesse wird vom Fachhandel nach wie vor höchste Relevanz beigemessen. Die Branche benötigt dringend ein Stück ,Business-Normalität‘. Das Erleben der Ware, Trendscouting sowie Networking und Ordern auf der Messe vor Ort sind essenziell für den Handel und bilden die Basis für ein nachhaltiges Kundenerlebnis im Fachhandel“, betont Christian Haeser, Geschäftsführer Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM). „Der Restart der ,Imm Cologne‘ – erweitert um innovative, digitale Formate – ist hierfür das richtige Zeichen!“

Nach den Erfahrungen aus der Krise ist die „Imm Cologne“ der richtige Ort für eine Bestandsaufnahme des eigenen Unternehmens im Markt und für die Besucher zur Feinjustierung der bisherigen Partner, heißt es von der Koelnmesse. Im persönlichen Dialog werden dann die Grundlagen für zukünftige Innovationen gelegt. Deshalb kann die „Imm Cologne“ für viele Fachbesucher zur Positionsbestimmung genutzt werden: Was hat in der Pandemie gut funktioniert? Auf welche Lieferketten konnte ich mich verlassen? Welche Partner haben mir weitergeholfen, und welche neuen Partner brauche ich? Damit ist der Branchentreff sowohl für Aussteller als auch für die Besucher der Treibstoff für den zukünftigen Erfolg.

„Von dem internationalen Austausch profitieren alle“, sagt Claire Steinbrück, Director der „Imm Cologne“. Das birgt Chancen für neue und andere Handelspartner. „Wer erfolgreich sein will, muss Märkte und Akteure kennen und seine Chancen über die Grenzen hinweg nutzen. Insgesamt haben die letzten Jahre gezeigt, dass die Qualität der Besucher sich von Jahr zu Jahr gesteigert hat“, erklärt Steinbrück.

Für die „Imm Cologne“ 2022 erwartet das Team um Matthias Pollmann und Claire Steinbrück besucherseitig erneut zahlreiche nationale und internationale Top-Entscheider aus dem Handel und dem Bereich der Interior Professionals mit dem Fokus auf Europa. „Die Entscheidung zur Messe zu kommen, wird sehr viel spontaner und kurzfristiger getroffen als gewohnt. Aktuell beobachten wir aber wieder ein starkes Interesse der Fachbesucher an Messen. Der Wunsch nach persönlichem Austausch ist deutlich zu spüren“, so Pollmann. Das Interesse an Messen belegen auch die aktuellen Ausstellerzahlen der „Imm Cologne“. Mit einer belegten Fläche von mehr als 70 Prozent (Stand September 2021) wird die Messe nicht nur die erste, sondern zu diesem Zeitpunkt auch die größte Einrichtungsmesse in Europa nach dem Restart der Messebranche sein.

Stellt sich klimaneutral

Hülsta ist von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) jetzt wieder als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet worden. Bereits seit 2016 ist das Unternehmen aus Stadtlohn – als eines der ersten der Möbelbranche – Mitglied im DGM-Klimapakt und bilanziert sowie kompensiert im Zuge dessen seine CO2-Emissionen. „In den vergangenen fünf Jahren hat Hülsta seinen CO2-Fußabdruck sukzessive verkleinert und seine verbliebenen Treibhausgasemissionen jährlich durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten abgelöst. Wir freuen uns über dieses vorbildliche Engagement eines der bekanntesten Unternehmen der deutschen Möbelindustrie“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Die Herstellung von Möbeln funktioniert nicht ohne CO2-Ausstoß. Etwa bei der Bereitstellung und dem Verbrauch von Treibstoffen, Heiz- und Kühlmitteln oder auch Strom und Wasser werden Treibhausgase freigesetzt. Der DGM-Klimapakt verfolgt das Ziel, alle Emissionsherde zu identifizieren, den CO2-Ausstoß zu beziffern und ihn nach Möglichkeit im folgenden Jahr zu reduzieren. Unternehmen wie Hülsta, welche als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ die höchste Stufe der Klimaschutzinitiative erklimmen, gehen noch einen Schritt weiter und kompensieren alle verbliebenen CO2-Emissionen. „Je weniger CO2 emittiert wird, desto besser. Aber ganz ohne geht es leider nicht, daher ist der Erwerb von Klimaschutzzertifikaten geeignet, an anderer Stelle CO2 zu binden und so die unternehmerische CO2-Bilanz auszugleichen“, erklärt Winning.

Die Klimaschutzprojekte, die mit den Zertifikaten unterstützt werden, bewirken, dass die globale CO2-Bilanz, aber auch die Infrastruktur vor Ort am Projektstandort verbessert werden. Hülsta hat hierfür in Projekte für Windkraft und zur Wiederaufforstung investiert und sich damit klimaneutral gestellt. Im Gegenzug erhält das Unternehmen das DGM-Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“. „Wir von Hülsta legen viel Wert darauf, dass unsere Möbel nicht nur in Design und Qualität überzeugen. Auch der Schutz unserer Umwelt ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Markenkerns – und wir arbeiten hart daran, immer wieder neue Standards zu setzen. Dass unsere Möbel aus nachweislich klimaneutraler Produktion stammen, ist dabei ein wichtiger Baustein“, so Dr. Thomas Knecht, geschäftsführender Gesellschafter von Hülsta.

Massivholz einsparen, Furnier verwenden

Das Image von Furnier hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Früher galt dünnes Furnier vor allem bei Möbeln als minderwertig gegenüber Massivholz. Das ist heute nicht mehr so, denn die meisten Schränke, Kommoden und Modulmöbel sind aus Holzwerkstoffplatten mit Folienüberzug. Diese können zwar aussehen wie echtes Holz, sind es aber nicht. Furnier hingegen ist als echtes Holz ein Qualitätsprodukt besonderer ökologischer Güte. Furnieroberflächen werden als ökologische Alternative zu Folien von der Möbelindustrie mehr und mehr eingesetzt und als sparsamste Variante von Massivholz verwendet. Auch im Fußbodenbereich tut sich etwas. Das freut die am Klimaschutz orientierte Kundschaft.

Eiche ist momentan das absatzstärkste Furnier und toppt alle anderen Furniere. Neben Eiche behaupten sich das helle Holz des Ahorns, der mittel- bis dunkelbraune amerikanische Nussbaum und die gelblich-helle Birke. Auffällig ist eine steigende Nachfrage der internationalen Möbelindustrie nach Nadelholzfurnieren. Hier sind es Lärche, Kiefer und Tanne, die vermehrt zu Furnier verarbeitet werden. „Diese positive Nachfrage zeigt uns die steigende Sensibilität der Verbraucher:innen für ökologische Produkte. Wer heute ein Möbelstück kauft möchte die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Furnierte Möbel sparen Ressourcen, sind klimafreundlich und genauso langlebig wie ihre massiven Mitbewerber“, sagt Ursula Geismann, Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur (IFN).

Furnieroberflächen fassen sich nicht nur bei Möbeln gut an. Wer jemals barfuß über einen Holzboden gelaufen ist, kennt seine warmen Eigenschaften. Eine tolle Neuheit stellt ein ohne Lacke und chemische Oberflächenbehandlung hergestelltes Birkenrindenfurnier dar. Das sächsische Unternehmen Nevi hat daraus jetzt einen Fußbodenbelag entwickelt, der rutschfest und bakteriostatisch ist. Birkenrinde ist recht weich und am ehesten mit der Rinde der Korkeiche zu vergleichen. Sie ist zäh wie Leder, wasserabweisend wie Kunststoff und fühlt sich so warm an wie Samt. Das wasserabweisende Birkenrindenfurnier eignet sich daher als Fußboden für Nassräume und Barfußbereiche wie Badezimmer oder Saunen. Es funktioniert aber auch auf Möbeloberflächen, Arbeitsflächen oder als Bedienfläche mit Touchfunktion. Birkenrindenfurnier war in vielen alten Kulturen ein traditionelles Material und wird nun als ökologisch attraktiv wiederentdeckt. Das Herstellungsverfahren und auch das spezifische Design hat sich das Unternehmen Nevi patentieren lassen. „Mit Betula Veneer aus Birkenrinde haben wir einen uralten biologischen Baustoff wiederentdeckt und zu einer absoluten Neuheit weiterentwickelt. Das ist wichtig für unsere Verantwortung in dieser Zeit, die grüne Innovationen vorantreiben muss“, kommentiert Tim Mergelsberg, Geschäftsführer von Nevi aus Görlitz, seine Produktidee.

Übernimmt Digitalisierungsprofi Roomle

Roomle begann vor sieben Jahren mit der Vision, das Einkaufserlebnis im digitalen Vertrieb zu revolutionieren. Mit bahnbrechenden Funktionen wie dem „Rubens Configurator“, dem weltweit ersten offenen Full Logic 3D-Produktkonfigurator, und mit überwältigender 3D/AR-Darstellungsqualität ist das Unternehmen zur marktführenden Plattform für die Konfiguration, Visualisierung und Produktion komplexer Produkte aufgestiegen. Dank enormer Flexibilität und Integrationsfähigkeit liefert Roomle überzeugende Ergebnisse auf allen Systemen, Plattformen, Kanälen und Geräten und zählt heute über 6 Millionen Installationen weltweit und zehntausende Konfigurationen pro Monat.

Was Roomle bietet, ist leicht erklärt: Möbelkäufer konfigurieren ihre Wunschmöbel auf Smartphone, Tablet oder Laptop in allen Details, Farben und Materialkombinationen, betrachten das Ergebnis in 3D aus allen Blickwinkeln und können es sogar mittels Augmented Reality im tatsächlichen Raumkontext überprüfen. Eine anschließende Einklick-Onlinebestellung erzeugt automatisch eine fehlerfreie, vollständige Stückliste zur sofortigen Weiterleitung an eine Produktionsanlage oder Tischlerwerkstatt. Mit einem Wort: Roomle ist der kürzeste, einfachste Weg zum Maßmöbel.

Der Weltmarktführer für integrierte Lösungen in der Möbelproduktion hat aus naheliegenden Gründen Gefallen an diesem Konzept gefunden: Homag beabsichtigt, ihre Software-Lösungspalette um den Online-Vertrieb zu erweitern und Produktionsprozesse und -anlagen entsprechend zu optimieren.

Homag hat die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an Roomle nun vollzogen. Roomle-Gründer Albert Ortig bleibt geschäftsführender Gesellschafter und auf absehbare Zeit sind keine Änderungen an Firmensitz, Teamstruktur und Geschäftszielen geplant. Roomle agiert weiterhin unabhängig.

Roomle wurde ursprünglich in Albert Ortigs Linzer Digitalagentur Netural konzipiert, 2014 als eigenständiger Geschäftsbereich ausgegliedert und agiert seitdem als Treiber der Digitalisierung in der Möbelbranche. Ortig nimmt die Ankündigung der Anteilsübernahme zum Anlass, sich bei den bisherigen Investoren für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit zu bedanken: „Johannes Artmayr/Strasser Steine, Gabriel Grabner/Grabner Media, Dr. Hans Jörg Schelling/JGS, der aws Gründerfonds und der OÖ HightechFonds haben eine mutige Idee großartig unterstützt. Ich bin froh, dass wir ihr Vertrauen rechtfertigen konnten.“

Das Roomle-Team ist stolz auf seine Leistungen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Mehrheitseigentümer. Es hat die Online-Produktkonfigurator-Technologie zur Praxistauglichkeit geführt und bereitet sich nun darauf vor, die digitale Revolution in Richtung kundengesteuerter Möbelproduktion anzuführen. „Wir sind jetzt in einer idealen Position“, sagt Albert Ortig: „Als Teil einer perfekten Struktur ideal positioniert, um die gesamte Wertschöpfungskette vom Verbraucher bis zur Produktionshalle abzubilden.“

Zweitägiges Konferenzprogramm

Im Rahmen des neuen Online-Events „Ligna.Innovation Network“, das am kommenden bis zum Mittwoch veranstaltet wird, findet auch das „Ligna.Forum digital“ statt. Im zweitägigen Konferenzprogramm kommen anerkannte Branchenexperten zu den Fokusthemen Vorfertigungsprozesse im Holzbau (Prefab Building Processes) und Transformation der Holzbearbeitung (Woodworking Transformation) zu Wort. Die deutsch- und englischsprachigen Vorträge und Podiumsdiskussionen werden live aus dem H’Up in Halle 18 auf dem Messegelände in Hannover gestreamt.

Das „Ligna.Forum digital“ startet am 27. September im Anschluss an die offizielle Eröffnung des „Ligna.Innovation Network“, zu der Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender Deutsche Messe AG, Hannover, die Teilnehmer begrüßt.

Der Vormittag des ersten Veranstaltungstages steht ganz im Zeichen des Fokusthemas Vorfertigungsprozesse im Holzbau. Die Prozesse beinhalten die Nutzung des Baustoffes Holz sowie die jeweiligen Schritte bei der Planung, Vorfertigung und Montage von Holzbauwerken.

Dominik Wolfschütz, VDMA, startet mit einem Beitrag zum Thema „Mass Timber – Globale Märkte und Technologische Entwicklungen“. Andreas Rudolf, Minda Industrieanlagen GmbH, stellt anschließend ein Best-Practice Beispiel aus dem Bereich Anlagen- und Steuerungstechnik für flexible Brettsperrholzproduktion – Losgröße 1 vor.

Für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung sind effiziente und nachhaltige Fertigungsprozesse entscheidend. Dabei hat die Logistik und der Materialfluss wesentliche Auswirkungen auf die gesamte Produktion. Hansbert Ott, Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, zeichnet in seinem Beitrag einen durchgängigen Produktionsfluss im Holzbau auf.

Anschließend geht Jaroslav Soukup, Soukup s.r.o, in seinem Vortrag auf die Mechanisierung und Automatisierung in der Vorfertigung ein. Prof. Andreas Heinzmann, Technische Hochschule Rosenheim, beleuchtet mit dem Thema „Automatisierung im Holzbau – Robotereinsatz losgelöst von starren Materialflüssen und Fertigungstakten“ neue Ansätze für die Produktion der Zukunft.

Am Nachmittag dreht sich alles um das Fokusthema Transformation der Holzbearbeitung. Dort werden die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen der Digitalisierung aufgezeigt und ihre Chancen für die Branche – vom Handwerksbetrieb bis zum Industriekonzern – diskutiert.

Fortschritte in einer vernetzten Wirtschaft können nur gemacht werden, wenn die Akteure innerhalb der Holzbranche gemeinsam den Weg zur Digitalisierung gestalten. „Wann, wenn nicht jetzt?“, fragen Jan Essig und Julia Kasper von Tapio und zeigen den Weg zur digitalen Holzbranche auf.

Giacomo Montanelli, SCM Group, setzt das Programm mit dem Vortrag „Smart&Human – die integrierten Prozesse für Losgröße 1 entwickeln sich weiter“ fort. „Anwendung der AR-Technologie in der Schulung am Beispiel eines CNC-Bearbeitungszentrums“ steht im Mittelpunkt des Vortrags von Martin Kasselmann, Fachschule für Holztechnik Melle.

Anschließend tauschen sich Raphaël Prati, Biesse, Paolo Galli, HSD, und Marc Dorchain, Software AG, zu dem Thema „ZDMP – Plattform für Null-Fehler-Bearbeitung“ aus.

Was es damit auf sich hat, wenn sich die sieben weltweit führenden Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen zusammentun, erfährt man in der spannenden Podiumsdiskussion, bei der Raphaël Prati, Biesse, Ernst Esslinger, Homag, und Alexander Broos, Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), gemeinsam mit Michael Ober, Ikea Industry, und Luca Föhn, Borm-Informatik, darüber diskutieren, wie sie zukünftig den Kunden das Leben erleichtern wollen.

Welche Herausforderungen bringt die Losgröße 1 Produktion für KMU und industrielle Fertiger? Wie gelingt es, eine flexible Produktion mit durchgängigen Produktions- und Informationsflüssen zu gewährleisten? Und welche Antworten bieten Automatisierungslösungen? Diesen Fragen gehen Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen, sowie Elias Wagner, Schuler Consulting, Martin Schockwitz von Burger Küchen, Markus Hengst, Ulrich Rotte Anlagenbau, und Gisela Cousland von DeinSchrank.de nach und diskutieren mit Herstellern und Branchen-Experten die Chancen und Herausforderungen der auftragsbezogenen Fertigung.

Der Vormittag des zweiten Konferenztages setzt das Fokusthema „Transformation der Holzbearbeitung“ fort. Stefan Eisenkohl, Baumer Inspection, greift das Thema „Digitalisierung & KI als Beitrag zum Ressourcenmanagement“ auf.

Anja Stolte, Fachschule für Holztechnik Melle, stellt die „Fertigung eines Mustermöbels unter Anwendung der RFID-Technik“ vor. Zudem führt Joachim Grzib, 2020 Technologies GmbH, aus, wie dank durchgängiger Digitalisierung Diversifizierung erreicht werden kann. Und Marc Abel, Esterer WD GmbH, erklärt, wie sich Investitionen optimieren und sicherer planen lassen.  

Die Diskussionsrunde zum Thema „Robotik in der Holz- und Möbelindustrie“ mit Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Robotik und Automation, Martin Eigenstetter, Tischlerei Eigenstetter, Otwin Kleinschmidt, Yaskawa, und Achim Gauß, Zimmer Group, beendet das Vormittagsprogramm.

Am Nachmittag steht noch einmal das Fokusthema „Vorfertigungsprozesse im Holzbau“ auf der Agenda. Dominik Wolfschütz, VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen, Robert Falch, Minda, Dr. Otto Leible, Weinig Concept, und Christian Fild von Henkel Switzerland diskutieren, wie man mit effizienter CLT- und GLT-Produktion bei hohen Rohstoffkosten wettbewerbsfähig bleiben kann. Im Anschluss referiert Dominik Wolfschütz noch ein weiteres Mal über „Mass Timber – Globale Märkte und Technologische Entwicklungen“.

Mit der Verleihung des Deutschen Holzbaupreises 2021, ausgelobt durch Holzbau Deutschland unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, schließt das zweitägige Konferenzprogamm des „Ligna.Forum digital“. Der Preis wird bereits zum zehnten Mal im Rahmen der „Ligna“ vergeben.

Interessierte können sich noch unter www.ligna.de/ticketregistrierung  anmelden.