Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

pro-K

Neue Prüfkriterien belasten Bedarfsgegenstände aus Melamin massiv

Mit der 15. Änderungeverordnung zur VO (EU) 10/2011, der VO (EU) 1245/2020 wurde die Prüfkulisse für Bedarfsgegenstände massiv erweitert und verschärft. Dies führt nun dazu, dass die Hersteller von Haushaltsartikeln aus Melaminkunststoff an den Rand ihrer Existenz geführt werden. Ausgangspunkt für die Verschärfung der Regelungen waren in den Binnenmarkt eingeführte, mit Bambus bzw. Bambusmehl gefüllte Melaminprodukte, die bei Prüfungen reihenweise die bis dahin geltenden hohen Anforderungen nicht erfüllt haben. Diese in der Zwischenzeit nicht mehr zugelassenen Bambus/Melaminprodukte sind mit den in Deutschland hergestellten, mit Zellulose gefüllten und seit Jahrzehnten bewährten und zugelassen Berdarfsgegenständen aus Melaminkunststoff nicht vergleichbar. Dennoch hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beide Produktgruppen in einer Studie in einen Kontext gesetzt und damit den Weg für die jetzt erfolgte massive Verschärfung geebnet. Der Sachverhalt wiegt für die betroffenen Unternehmen umso schwerer, da die sogenannte Bambooware aufgrund nicht vorhandener Verkehrsfähigkeit überhaupt erst gar nicht im Handel hätte eingeführt werden dürfen.

„Ohne wirkliche Not werden Prüfvorschriften so geändert, dass ein etabliertes, bewährtes und bestens geprüftes Materialsystem aus dem Markt kataputiert wird“ betont Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte e. V.

Der pro-K fordert in diesem Zusammenhang nicht nur eine klar differnzierte Betrachtung dieser Materialgruppen, sondern auch eine Überprüfung der angewandten Prüfmethoden auf ihre heutige Berechtigung.

Neuformierung der Unternehmensleitung

Seit dem Jahr 2000 verantwortet Dr. Jochen Hahne als geschäftsführender Gesellschafter in der dritten Generation die Unternehmensleitung des renommierten Büromöbelherstellers aus dem niedersächsischen Bad Münder. In den vergangenen Jahren wurden von der Geschäftsleitung wesentliche Projekte zur Digitalisierung, zur Neuausrichtung der weltweiten Vermarktung und zur Modernisierung der Fertigung aufgesetzt, in denen Wilkhahn trotz herausfordernder Marktbedingungen gut vorangekommen ist. Jetzt formiert Dr. Hahne auch die Unternehmensleitung neu: Er wird zum 1. November den Vorsitz des Wilkhahn-Beirats übernehmen, mit dem sich die Geschäftsleitung eng abstimmt, um sich dort vor allem um die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens zu kümmern.

„Als mittelständisches Unternehmen mit internationaler Struktur müssen wir in der Geschäftsleitung immer wieder die Stellschrauben neu justieren, um in unserer volatilen Branche voranzukommen. Gleichzeitig geht es jetzt darum, Wilkhahn auch langfristig stabil und zukunftsfest weiterzuentwickeln. Ich freue mich darauf, diese Aufgabe jetzt im Beirat mit 100 Prozent meiner Kraft angehen zu können“, verdeutlicht der 63-jährige seine Motivation für die Neuformierung.

Als seinen Nachfolger innerhalb der Geschäftsleitung holte Hahne Mitte September Thomas Mänecke an Bord. Der 53-jährige Vater zweier erwachsener Kinder hatte nach dem Betriebswirtschaftsstudium zunächst in der Beratung und dann in leitenden Funktionen bei Premium-Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen gearbeitet, darunter bei so renommierten Marken wie Erco, Koinor und Oligo. Zuletzt war er Vorstand bei einem führenden Anbieter im Bereich Systemgastronomie, Hotellerie und Lebensmittelproduktion.

Transfergesellschaft eingerichter, Grundstücke und Markenrechte verkauft

Zumindest ein positives „Signal“ in der Abwicklung der Schwestergesellschaften Neue Alno GmbH und BBT Bodensee Bauteile GmbH: Nachdem potenzielle Investoren abgesprungen waren und am 7. September die Einstellung des Geschäftsbetriebs der Schwestergesellschaften Neue Alno GmbH und BBT Bodensee Bauteile GmbH bekannt gegeben wurde, ist jetzt eine Transfergesellschaft für alle 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Neue Alno und BBT eingerichtet worden – dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die vor wenigen Minuten in der Redaktion ankam. Weiter heißt es dort:

„Unter großem zeitlichem Druck ist es gelungen, die für eine Transfergesellschaft erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen. Die Transfergesellschaft wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den nächsten Monaten durch entsprechende Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen neue Chancen am Arbeitsmarkt eröffnen. Unter der Belegschaft findet das Angebot große Zustimmung – bereits über 95 Prozent der Belegschaft haben es angenommen und ihren Wechsel in die Transfergesellschaft erklärt.

Die Gruppe mit der eingeführten Küchenmarke Alno wurde 2018 durch den britischen Finanzinvestor Riverrock übernommen und war von Beginn an stets auf deren finanzielle Unterstützung angewiesen, und geriet durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter in Schieflage. Bereits im Vorfeld der Insolvenzverfahren wurde ein Transaktionsprozess eingeleitet und anschließend fortgesetzt. Trotz breiter Ansprache potenzieller Investoren konnte kein Investor gefunden werden, der den operativen Geschäftsbetrieb der Gesellschaften fortführt. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und hoher monatlicher Verluste hatten letztlich alle Interessenten eine Absage erteilt. Aufgrund der prognostizierten hohen Restrukturierungskosten war auch eine Fortführung im Insolvenzverfahren nicht möglich.

„Es freut mich sehr, eine Transfergesellschaft für alle Beschäftigten der Neuen Alno und BBT auf die Beine stellen zu können“, so Geschäftsführer Jochen Braun. „Das ist deshalb so wichtig, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jeder Phase der schwierigen Unternehmensentwicklung eine große Unterstützung waren“, so Braun weiter.

„In ähnlich gelagerten Fällen ist es häufig nicht möglich, eine Transfergesellschaft zu finanzieren. In diesem Fall ist es erfreulicherweise unter anderem mit Unterstützung des Gesellschafters Riverrock gelungen, kurzfristig eine Transfergesellschaft einzurichten“, so Rechtsanwalt Christoph Enkler von der Kanzlei Brinkmann & Partner aus Frankfurt, der die Geschäftsführung im Rahmen der Eigenverwaltung berät.   

„Angesichts der Verlustsituation im Unternehmen und des dadurch ausgelösten enormen Zeitdrucks bin ich froh darüber, dass für die Mitarbeiter eine sozialverträgliche Lösung gefunden werden konnte und bedanke mich bei allen Beteiligten“, so der gerichtlich bestellte Sachwalter Rechtsanwalt Dr. Holger Leichtle von der Kanzlei Görg aus Stuttgart.

Mit einem Unternehmen der Vierhaus-Group konnte ein Käufer für die Betriebsgrundstücke in Pfullendorf sowie für die Markenrechte gefunden werden.

Die Wurzeln der Neue Alno GmbH/BBT Bodensee Bauteile reichen fast 90 Jahre zurück. Die gegenwärtige Gesellschaftsstruktur ging aus der Insolvenzmasse der Alno AG im Jahr 2017 hervor. Seit März 2018 wurde am Standort Pfullendorf produziert.“

HDE

Noch keine Einigung in Tarifgesprächen

In der laufenden Tarifrunde im Einzelhandel gibt es auch nach mehr als 35 Verhandlungstagen bundesweit keine Einigung. Die Tarifparteien stehen angesichts der Corona-Pandemie und den in den einzelnen Handelsbranchen sehr unterschiedlichen Auswirkungen vor der schwierigen Aufgabe, der wirtschaftlichen Situation aller Handelsunternehmen gerecht werden zu müssen.

„Wir werden weiter gemeinsam mit ver.di nach einer Lösung am Verhandlungstisch suchen. Aktuell liegen wir aber sowohl hinsichtlich der Struktur als auch der Höhe noch auseinander. Um den Konflikt nicht auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen, haben sich bereits vor über zwei Monaten diverse namhafte Handelsunternehmen auf Empfehlung des HDE zu einer freiwilligen Entgelterhöhung entschlossen“, so HDE-Tarifgeschäftsführer Steven Haarke.

Die Auswirkungen des monatelangen Lockdowns und der Corona-Einschränkungen sind laut HDE für große Teile der Branche nach wie vor deutlich spürbar. Hinzu kommen die erheblichen Zusatzkosten im Einzelhandel für die umfassenden Hygienekonzepte. Der Teil der Branche, der besonders hart von den Auswirkungen der Pandemie betroffen war, müsse deshalb weiter vor zu hohen Kostenbelastungen geschützt werden: „Unser Ziel muss es sein, eine Lösung innerhalb des bestehenden Branchentarifvertrages zu finden. Gleichzeitig muss aber sichergestellt sein, dass der Abschluss nicht große Teile der Branche wirtschaftlich überfordert und am Ende massenhaft Arbeitsplätze in Gefahr geraten“, so Haarke weiter.

Wie fragil die wirtschaftliche Lage ist, zeigt sich auch darin, dass sich die Verbraucherstimmung wegen zuletzt wieder stark ansteigender Infektionszahlen deutlich verschlechtert. So sank das HDE-Konsumbarometer im September bereits den zweiten Monat in Folge. Während die Sparbemühungen der Verbraucher unverändert bleiben, ist ihre Anschaffungsneigung wieder vermehrt von Zurückhaltung geprägt.

Als wenig überraschend bewertet der HDE den starken Anstieg der Inflationsrate im Juli: „Das ist wegen der Mehrwertsteuerabsenkung im letzten Jahr von allen Instituten so erwartet worden und in den deutlich niedrigeren Jahresprognosen zur Inflation auch längst enthalten“, so Haarke. Zur Wahrheit gehöre eben auch, dass die Inflation im vergangenen Jahr mit 0,5 Prozent extrem niedrig gelegen habe und Aufholeffekte daher völlig normal seien. Alle tarifgebundenen Unternehmen der Branche mussten im letzten Jahr unter teils schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen zudem eine Tariferhöhung von 1,8 Prozent an die Beschäftigten weitergeben. „Damit haben die Beschäftigten im Einzelhandel im letzten Jahr trotz Corona einen erheblichen Reallohngewinn erwirtschaftet.“ Und Haarke weiter: „Hinzu kommt, dass die meisten großen Handelsketten als Anerkennung für die besonderen Umstände während der Corona-Pandemie umfassende Corona-Prämien an ihre Beschäftigten ausgezahlt haben.“

Darf mit „Möbel Made in Germany“ labeln

Der Büromöbelhersteller König + Neurath AG hat sich erfolgreich für das neue Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“ zertifiziert, das für Qualitätsmöbel aus deutscher Produktion steht. Das Familienunternehmen fertigt seine hochwertigen Büromöbel, Sitzmöbel und Raumsysteme ausschließlich am Stammsitz in Karben bei Frankfurt am Main. „Mit der Auszeichnung stellen wir einmal mehr unsere verlässliche Qualität ˏMade in Germanyˋ unter Beweis“, sagte Vorstandsvorsitzender Harmut Hagemann bei der Überreichung der „Möbel Made in Germany“-Urkunde durch Jan Kurth, den Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Mit König + Neurath stößt eine der bekanntesten deutschen Möbelmarken und ein Flaggschiff der Büromöbelbranche zum Kreis unserer Label-Unternehmen“, freute sich Kurth.

Als Spezialist für Büromobiliar und Raumlösungen begleitet König + Neurath gemeinsam mit dem Fachhandel Kunden entlang des gesamten Prozesses ihrer Büroeinrichtung – von der Analyse, Planung und Produktion hin zum nachhaltigen Service. Dabei werden maßgeschneiderte Lösungen für die jeweilige Arbeitskultur entwickelt, um effiziente, agile Prozesse zu fördern. Das 1925 gegründete Unternehmen produziert in Karben auf einem Areal von 130.000 Quadratmetern. Alle Komponenten an jeder einzelnen Montagelinie werden just in time bereitgestellt, dabei gibt die Reihenfolge in der Endmontage den Takt für den gesamten Materialfluss vor. Die Produktion bildet den Trend zur Individualisierung ab. Neben der Serienfertigung ist auch die Einzelanfertigung in den Produktionsprozess integriert. Das Unternehmen besitzt fünf Showrooms in Deutschland und ist international vertreten in Frankreich, England, Österreich, in der Schweiz und den Niederlanden.

Zusammen mit dem renommierten Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) hat der VDM im vergangenen Jahr das Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“ entwickelt, um den Verbrauchern eine verlässliche Orientierungshilfe beim Möbelkauf zu bieten. Die Kriterien besagen, dass Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung der Möbel in Deutschland erfolgen müssen. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland stattfinden. Die Einhaltung der Kriterien wird von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) im Auftrag des VDM überwacht. Mittlerweile haben sich rund 60 Möbelhersteller für das Label zertifiziert.

Europas Auftrag: Partner für Klimaschutz gewinnen

Anlässlich des Besuchs von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel bei den Vereinten Nationen sagte Thilo Brodtmann, VDMA Hauptgeschäftsführer, gestern: „Die EU setzt ein wichtiges Signal auf internationaler Bühne, indem sie ihre Pläne zur Erreichung der Treibhausgasemissionen im Rahmen der UN-Vollversammlung präsentiert. Dass mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel zwei hochrangige EU-Politiker nach New York reisen, um die internationale Gemeinschaft über Europas Klimavorhaben zu informieren, ist der richtige Weg. Denn Europa übernimmt mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 eine Vorreiterrolle. Nun geht es darum, die Vorhaben der EU und die Klimaschutz-Absichten der internationalen Partner in ein gemeinsames Handeln zu bringen. Ein internationaler Klima-Club mit ambitionierten Zielen kann dafür ein Wegweiser sein. Die EU muss jetzt alles daransetzen, die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, ihr zu folgen. Europa ist für einen effektiven Klimaschutz und für den Erhalt der europäischen Wettbewerbsfähigkeit auf die globale Zusammenarbeit angewiesen. Die EU kann starke Klimapolitik nur im globalen Kontext und im Schulterschuss mit der Industrie voranbringen. Dazu gehört, den gemeinsamen Weg zu einem einheitlichen globalen CO2-Markt zu ebnen und die Staatengemeinschaft frühzeitig von den europäischen Klimazielen und den Maßnahmen zu überzeugen und mitzunehmen.“

Unsere Wettbewerbsfähigkeit leidet durch Missachtung der digitalen Geschwindigkeit

Nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist die digitale Transformation in Deutschland ein Thema. Allerdings haben haben Unternehmen in den letzten Monaten durch staatliche Beschränkungen und Lockdown-Phase sehr deutlich zu spüren bekommen, wie wichtig digitale Geschäftsprozesse und neue Technologien sind – um auch Krisenzeiten reibungslos überstehen zu können. Doch wo steht Deutschland mittlerweile im Vergleich zu anderen Ländern? Und kommt das Land trotz aller politischen Bemühungen um einen „digitalen Wandel“ auch voran? Christian Baudis, Digital-Unternehmer, Futurist und ehemaliger Google-Deutschland-Chef, befasst sich nahezu tagtäglich mit dieser Thematik, unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung der digitalen Transformation. Und ist Keynote-Speaker des 4. Kongress „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“, der am 06. und 07. Dezember im Düsseldorfer Hotel „Intercontinental“ stattfindet.

„möbelfertigung“: Sie unterstützen mit Ihrem Unternehmen My Digital Unternehmen bei der Bewältigung der digitalen Transformation. Welches Problem begegnet Ihnen am häufigsten?
Christian Baudis:
Das Problem, welches mir immer wieder begegnet, ist der fehlende Veränderungswille des Managements. Über zu lange Zeit wurden in Unternehmen Prozesse und Marktbeziehungen gewinnoptimiert und zu wenig die digitale Geschwindigkeit beachtet, welche vor allem in Nordamerika und Asien stattfindet. Da die digitale Geschwindigkeit in Europa gering ist, wurde dieses Thema schlicht vernachlässigt, mit der Folge, dass unsere Wettbewerbsfähigkeit heute leidet.

„möbelfertigung“: Was ist aus Ihrer Sicht die sinnvollste und was die unsinnigste Errungenschaft mit Industrie 4.0 in den letzten zehn Jahren?
Christian Baudis:
Die sinnvollste Errungenschaft ist sicherlich, Geschäfts- und Produktionsprozesse über Sensorik in Echtzeit transparent zu machen und die daraus gewonnen Daten zur Optimierung zu nutzen. Die unsinnigste Errungenschaft ist meines Erachtens die Vorstellung, hochwertige Häuser im 3D-Drucker zu drucken.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Christian Baudis:
Schwerpunkt meiner Präsentation ist, die digitale Geschwindigkeit an vielen Fallbeispielen auch von deutschen Unternehmen bildlich zu machen und aufzuzeigen, dass deren Umsetzung in die Praxis gar nicht so schwer ist.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Am 5. November endet die Phase mit einem vergünstigten Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 06. Dezember im Düsseldorfer Hotel „Intercontinental“ begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: 2020, Biesse Group, Hettich, Homag Group, L‘Engineers, Mink Bürsten und SCM Group. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

Küchen wecken nach wie vor Begehrlichkeiten

Kochen steht bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Die Auswirkungen der Corona-Krise haben diesen Trend noch verstärkt: Zu Lasten von Restaurants bewirkt häufige häusliche Präsenz, Selbstgekochtes zu genießen oder mit Freunden Koch-Events zu erleben – am liebsten in miteinander verschmolzenen Einrichtungssphären von Arbeiten über Kochen bis Wohnen.

Dazu werden moderne Einbauküchen und faszinierende Elektrogeräte benötigt, was die Renovierungs- und Anschaffungsneigung beflügelt. Der Boom bei Lieferdiensten steht dieser erfreulichen Entwicklung kaum im Weg. Auch die Themen Regionalität, CO2-Fußabdruck und Nachhaltigkeit spielen uns als Branche in die Hände.

Die GfK sieht deshalb keinen Trend zu einer gestörten Konjunktur oder Anschaffungsneigung bei Küchen in Deutschland, auch wenn sie zuletzt in ihrer Analyse im August „Konjunktureuphorie vorerst gestoppt?“ titelt. Eher ist es so, dass Inflationsängste die Stimmung drücken und mit zurückkehrender Normalität wieder alternative Ausgaben – wie für Reisen – in den Fokus rücken. Vergessen werden darf jedoch nicht, dass wir erst im Juni den 10-Jahres-Peak bei der konjunkturellen Stimmungslage erreicht hatten.

Küchen aus deutscher Produktion haben weltweit, aber gerade auf dem Heimatmarkt einen erstklassigen Ruf. Und die Bereitschaft der Kunden ist ungebrochen, für gute Dinge gutes Geld auszugeben. Das beweist auch eine neue Studie zu den Pro-Kopf-Ausgaben 2020 für Küchen vom Juli dieses Jahres. Mit 401 Euro/Haushalt fließt mehr als die Hälfte (53 %) aller Möbel-Ausgaben (760 Euro/Haushalt) in die Küche inklusive aller dort vertretenen Warengruppen. Und dieser Anteil steigt kontinuierlich: 2018 kamen 360 Euro von 717 Euro/Haushalt den Küchen zugute (50 %), 2019 waren es schon 373 von 725 Euro/Haushalt (51,5 %). Überdurchschnittliche Pro-Kopf-Ausgaben kommen insbesondere aus Haushalten >1 Person und Einkommen >3.600 Euro/Monat.

So ist und bleibt ‚Top-Qualität‘ die zentrale Produktaussage deutscher Küchen – und im Fokus aller Kunden. Die hohen Qualitätsstandards der deutschen Küchenmöbelindustrie werden insbesondere mit dem RAL-Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“ und seinen strengen Prüfkriterien betont. Dieses Herkunftsgewährzeichen bietet Verbrauchern Orientierungshilfe und eröffnet den Herstellern zusätzliche Wachstumspotenziale. Seit dem Start vor gut einem Jahr haben sich mittlerweile 60 Möbelhersteller, darunter 16 Küchenmöbler, für das Siegel zertifiziert.

Bei Küchenschränken äußert sich das gestiegene Wertbewusstsein der Verbraucher in Materialwahl und Gestaltung, also dem Design. Waren noch vor Jahren vor allem Folien- und Melaminharzfronten gefragt, ist für zwei Drittel unserer Mitgliedsunternehmen Lack und Lacklaminat die heute dominierende Frontausführung. Hochglanz wird, zumindest im mittleren bis gehobenen Preisniveau, inzwischen weniger nachgefragt – für über 90 Prozent unserer Unternehmen sind matte Oberflächen en vogue – zunehmend mit der Spezifikation ‚Antifingerprint‘.

In farblicher Hinsicht dominieren Weiß und Beige, aber auch Grau, Anthrazit und Schwarz haben inzwischen größere Fan-Kreise. Natürliche Materialien, gute Stauraumlösungen und besonders die „Verschmelzung von Wohnen und Kochen“ dominieren die Kundennachfrage. Smart Home-Lösungen bzw. vernetzte Küchen sind nur für jeden zehnten von uns befragten Hersteller ein wichtiges Thema.

Einen Ausblick zu geben, so sind sich VdDK-Vorsitzender Stefan Waldenmaier und VdDK-Geschäftsführer Jan Kurth anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbands heute einig, fällt derzeit nicht leicht – zu groß sind unbeeinflussbare, teils globale Prozesse. „In der jüngsten Befragung unserer Mitglieder hat die Mehrheit der Befragten angegeben, dass sie für das gesamte Jahr 2021 mit zum Teil deutlichen Umsatzsteigerungen rechnen. Unsere Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2021 liegt somit bei bis zu 10 Prozent“, so Kurth. „Wir freuen uns, dass dieses Wachstum über alle Betriebsgrößen feststellbar ist. Demnach steht die Branche nach der Corona-Krise auf einem solideren Fundament als zuvor“!

Stefan Waldenmaier versucht dennoch eine weiterreichende Vorausschau: „Auch auf längere Sicht steht einem Fortschreiben der Erfolgsgeschichte ‚Küche‘ nichts im Weg: Im Inland wollen sich die jetzt massiv in den Ruhestand eintretenden Babyboomer nochmals gut einrichten, die akkumulierten Vermögen haben Höchststände, eine kluge Nachhaltigkeits- und Einwanderungspolitik sollte für zusätzliche Nachfrage sorgen.“

Die Corona-Pandemie war vielleicht nur Auslöser einer sich seit längerem abzeichnenden Trendumkehr: Denn so wie Regionalität vor Globalisierung an Bedeutung gewinnt, wird aus dem ‚Globetrotter‘ zunehmend ein Cocooning-Verfechter. Schutz wird verstärkt in den eigenen vier Wänden gesucht – in einer unübersichtlichen Welt, in der sich viele Verbraucher von der Digitalisierung bis hin zum Klimawandel nicht selten überfordert sehen. Das eigene Zuhause wird damit immer wichtiger. Und mit ihm die Küchenbranche, die selbst ganz besondere Träume wahr werden lässt – davon ist nicht nur Waldenmaier zutiefst überzeugt.

Umsatzplus bis zu 10 % möglich

Die Umsätze der deutschen Küchenmöbelindustrie liegen per Juli 2021 mit plus 14,7 Prozent klar über dem Niveau des Vergleichszeitraums von 2020 und auch zum Vor-Coronajahr 2019, sie stützen die Entwicklung der gesamten Möbelindustrie – so die Einschätzung von Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.) aus Herford auf der heutigen Jahreswirtschaftspressekonferenz des Branchenzweigs. Die Nachwirkungen der pandemiebedingten Krise seit Frühjahr 2020 dauern jedoch an, für eine Entwarnung sei es noch zu früh. Waldenmaier deshalb weiter: „Die Gesamtsituation bleibt angespannt – trotz guten Wachstumszahlen und hoher Nachfrage: durch Störungen bei Lieferketten, der Materialversorgung, bei logistischen Abläufen und – bei stagnierender Impfquote – möglicherweise der Arbeitskräfteverfügbarkeit.“

Trotz berechtigtem Optimismus sei deshalb bei allen Prognosen Vorsicht geboten, wie VdDK-Geschäftsführer Jan Kurth ebenfalls auf der Pressekonferenz heute betonte. Und er ergänzt: „Wir freuen uns selbstverständlich über die guten Umsatzzuwächse im ersten Halbjahr 2021, doch diese fußen auf niedrigen Basiswerten des Vorjahres. Im zweiten Halbjahr wird sich diese Entwicklung abschwächen, wenn die Effekte der Umsatzsteuersenkung ab Juli 2020 durchschlagen. Dennoch erwarten wir für die deutsche Küchenmöbelindustrie ein außerordentlich gutes Wirtschaftsjahr 2021.“

Bester Gradmesser für die Zuversicht in den Märkten sind die wieder gut frequentierten Haus- und Gemeinschaftsausstellungen der Küchenbranche in Ostwestfalen-Lippe. Im jetzigen „Küchenherbst“ gegen Ende September zeigen rund 150 Hersteller der Küchenbranche auf etwa 50.000 Quadratmeter Gesamtfläche an insgesamt zwölf Standorten ihre Neuigkeiten. Nach teilweise erzwungener ‚Corona‘-Pause, dem Ausweichen auf virtuelle oder hybride Formate war es dringend nötig, wieder in die persönliche Vertriebskommunikation und den Austausch über Innovationen ‚face-to-face‘ auf Messen treten zu können.

Die deutsche Küchenmöbelindustrie mit ihren insgesamt gut 17.300 Beschäftigten in bundesweit rund 50 Betrieben über 50 Arbeitnehmern befindet sich in einer vergleichsweise guten wirtschaftlichen Position. Die Umsatzentwicklung zeigte sich im Jahresverlauf durchgehend positiv und schließt aktuell per 7-2021 mit 14,72 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die untypisch hohen Zuwächse von April (42,2 %) bis Juni (18,6 %) – verursacht durch einen umsatzschwachen, Corona- und Lockdown-geprägten Vergleichszeitraum 2020 – beginnen sich zu normalisieren. Der Juli mit 5,15 Prozent Umsatzsteigerung ist dafür ein Beleg, bezogen auf einen sommerlichen Ferienmonat ein beachtlich positiver. Saldiert belaufen sich die Gesamtumsätze für Küchenmöbel per Juli auf über 3,29 Milliarden Euro.

Die Auftragseingänge weisen ebenfalls in eine positive Richtung und stehen stabil auf „grün“. Waren sie wertmäßig zu Jahresanfang wegen der langen Schließungszeiten des Handels im Vergleich zu 2020 noch negativ (-4,6 Prozent per 1. Quartal), so hellten sich diese mit 13,32 Prozent Zuwachs für Küchenmöbel per 2. Quartal bereits merklich auf. Die beiden Ferienmonate Juli und August tendieren traditionell schwächer und drücken mit -5,1 bzw. 7,5 Prozent Auftragseingang im Vergleich zum jeweiligen Vormonat das Saldo per August auf 9,9 Prozent.

Der Auslandumsatz per Juli trägt mit über 1,46 Milliarden Euro bereits zu 44 Prozent zu den Gesamtumsätzen bei. Damit nimmt das Geschäft jenseits der Grenzen nach den starken Marktverwerfungen 2020 wieder ordentlich Fahrt auf. Saldiert per Juli stehen beachtliche 26,7 Prozent Exportwachstum im Vergleich per 7-2020 in den Büchern. Und auch gegenüber dem Vor-Coronajahr 2019 legt das Auslandsgeschäft zu.

Die Auftragseingänge aus dem Ausland unterstreichen die nachhaltig starke Position der deutschen Küchenmöbelindustrie: Nach kontinuierlichen wertmäßigen Zuwächsen seit Juni 2020 stiegen die Auftragseingänge aus dem Ausland per erstem Quartal 2021 um 9,1 Prozent, gefolgt von 25,75 Prozent per zweitem – um diese Rallye leicht abgeschwächt per Juli mit 21,2 Prozent (-0,9 % zu 7-2020) sowie per August (10 % zu 8-2020) um 19,9 Prozent fortzusetzen.

Das Inlandsgeschäft steuerte bis Ende Juli einen Umsatz in Höhe von 1,83 Mrd. Euro zum Gesamtergebnis bei und lag damit um 6,7 Prozent über den Vorjahreswerten. Nach einem recht guten, saldierten ersten Halbjahr mit 7,56 Prozent Wachstum legt der Juli mit einem Plus von 1,1 Prozent eine kleine Verschnaufpause ein.

Das die Gesamtumsätze tragende Wachstum der Inlands-Auftragseingänge 2020 startete per erstem Quartal 2021 mit einem Rückgang (-14,5 Prozent), der auch einem starken vorpandemischen AE im 1. Quartal 2020 geschuldet ist. Im April (+54,4 % zu 4-2020) jedoch vollzog sich eine Trendwende und per zweitem Quartal schlossen die Auftragseingänge mit 4,31 Prozent Zuwachs. Die beiden Ferienmonate waren wie erwartet verhalten (-8 % zu 7-2020; 5,9 % zu 8-2020), die Auftragseingänge schlossen saldiert mit 2,2 per Juli bzw. mit 2,7 Prozent per August.

Auffällig ist seit längerem, dass die wertmäßigen Auftragseingänge im Inland – selbst in rückläufigen Phasen – meist über den AE nach Stückzahlen liegen. Dieser für die Branche bedeutende Sachverhalt spricht für steigende Durchschnittspreise und diese wiederum für die höhere Wertigkeit von Küchen und höheres Wertbewusstsein auf Verbraucherseite.

Im Außenhandel mit Küchenmöbeln ist nach 2020 wieder ‚Normalität‘ eingekehrt. Das erste Halbjahr 2021 schloss mit Umsätzen in Höhe von 1,245 Mrd. Euro. Zum Vergleichszeitraum 2020 ist dies ein Plus in Höhe von 27,4 Prozent. Entscheidender allerdings der Vergleich zum Jahr 2019, das mit 1,07 Mrd. Euro im 1. Halbjahr abgeschlossen hatte. Wir sehen hier einen signifikanten Zuwachs von 16,4 Prozent zwischen von 2021 zu 2019. Die Küchenmöbelindustrie ist somit zu alter Stärke zurückgekehrt, vor allem bei den Ausfuhren.

Länderbezogen bleiben Gewichtung und damit Reihenfolge der wichtigsten Exportländer gleich: ‚Nummer 1‘ bleibt Frankreich (1. HJ 2021 zu 2020: +46,8 %), gefolgt von den Niederlanden (+19,2 %), Österreich (+31,8 %), Belgien (+30,8 %), der Schweiz (+13,8 %), dem Vereinigten Königreich (+46,6 %), China (+9,1 %) und Spanien (+43,2 %). Erfreulich und auffällig ist, dass Italien – nach Ausfuhrrückgängen bereits seit 2019, also vor Corona – wieder Platz 9 in der Ausfuhrstatistik mit einem Wachstum von 41,8 Prozent vor den USA zurückerobern konnte. Unter einem ähnlich glücklichen Stern stehen offenbar auch die Exporte nach UK, denen der Brexit mit all seinen Herausforderungen bisher nichts anhaben konnte.

Die letzte Verbandsumfrage hinsichtlich der Exporte der deutschen Küchenmöbelindustrie weist eine Trendverstetigung aus. Durchgängig bei allen Hauptausfuhrländern sehen unsere Unternehmen weiteres Wachstum. Bezogen auf Frankreich sind das rund zwei Drittel der Befragten, bezogen auf die Niederlande und Belgien sogar drei Viertel. Zurückhaltung ist nur hinsichtlich den USA und China angesagt – und selbst dann sprechen jeweils 40 Prozent der Befragten von ‚Zuversicht‘ und ‚Konstanz‘, also für verhaltenen Optimismus.

Das Außenhandelssaldo Küche, als einziges der Möbelbranche mit Überschuss, hat sich weiter vergrößert. Nach dem pandemiebedingten ‚Dämpfer‘ im ersten Halbjahr von 2019 zu 2020 in Höhe von -9,2 Prozent stieg es jetzt von 2020 zu 2021 um 25,7 Prozent auf über 1,175 Milliarden Euro. Eine Ursache sind die im Vergleich zu den Exporten weiterhin geringen Küchenimporte nach Deutschland. Trotz der überdeutlichen Erholung im ersten Halbjahr 2021 zu 2020 in Höhe von 64,2 Prozent haben sie aktuell ein eher bescheidenes Volumen von 69,6 Millionen Euro – also nur rund ein Zwanzigstel der Exporte. Auch das starke Wachstum der Importe in Höhe von 45,7 Prozent im Vergleich 2021 zum Vor-Coronajahr 2019 ändert vom Grundsatz daran nichts.

Nach Staaten betrachtet gibt es Auffälligkeiten: So hat Polen auf Platz 1 der Importstatistik seine Dominanz ausgebaut und kommt nach 9,6 Millionen Euro Einfuhren nach Deutschland im 1. Halbjahr 2020 nun auf 16,5 Millionen Euro (plus 72,1 Prozent). Besonders interessant ist, dass selbst in der Corona-Krise Polen als eines der ganz wenigen Küchenexportländer nach Deutschland wertmäßig weiter zulegte (+16,1 % 1. HJ 2020 zu 2019). Unabhängig von unserem Nachbarland springen zudem außergewöhnliche Einfuhrsteigerungen einzelner Staaten, darunter China (+126,4 %; Platz 4), Estland (+132,1 %; Platz 9) sowie Tschechien mit unglaublichen 500 Prozent Importwachstum ins Auge.

Die geschilderte Positiventwicklung im ersten Halbjahr 2021 ist besonders hoch zu werten, da sie vor dem Hintergrund großer extern verursachter Herausforderungen geschieht: Die fragilen Netzwerke globaler Lieferketten sind gestört und viele Materialien sind kaum oder nur deutlich verteuert verfügbar. So gibt rund die Hälfte unserer Mitgliedsunternehmen an, dass sich die Materialverfügbarkeit weiter verschärft. Die jüngste Ifo-Konjunkturumfrage von August berichtet sogar über einen Anteil 86,2 Prozent der von Vorproduktknappheit betroffenen Möbelhersteller.

Die Negativliste führen beschichtete Spanplatten an, wie vier Fünftel der unserer Mitgliedsbetriebe bemängeln. Dicht darauf folgen fehlende unbeschichtete Spanplatten, HDF und MDF. Metallteile haben sich ebenfalls deutlich verknappt, wie zwei Drittel der Unternehmen bestätigen. Inzwischen reichen die Herausforderungen aber auch bis zu Verpackungsmitteln und in die Logistik hinein. Neben absoluter Nichtverfügbarkeit wird die Branche durch Preissteigerungen extrem belastet. Hierbei spielen neben Holz und Holzwerkstoffen auch Papier, Lacke, Leime oder Zusatzstoffe eine wesentliche Rolle. Ein Ende dieser angespannten Situation ist derzeit nicht absehbar. Bei begrenzten Kapazitäten bleibt die Nachfrage hoch und weitere Belastungen – wie aus dem Energiesektor – kommen hinzu.