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Autor: Möbelfertigung

Der ökologische Wandel bietet Chancen

Stefan Angermüller hat fair:möbeln mit dem Ziel gegründet, die Möbelbranche für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Das Unternehmen entstand aus dem Gedanken, dass die Wirtschaft der größte Hebel ist, um die Transformation voranzubringen. Im Gespräch mit der „möbelfertigung“ erklärt Angermüller, wie das gelingen könnte.
möbelfertigung: Herr Angermüller, was ist die Idee hinter fair:möbeln?
Stefan Angermüller: fair:möbeln wurde mit der Überzeugung ins Leben gerufen, dass es höchste Zeit ist, auf den Klimawandel und seine Ursachen zu reagieren. Das gilt für jeden Einzelnen, insbesondere auch für die Wirtschaft und die produzierenden Unternehmen.
Es gilt, den Konsumenten die Möglichkeit zu geben, sich bewusst für Möbel zu entscheiden, die unseren Planeten und damit unsere Lebensgrundlagen nicht überlasten.
Um dies gewährleisten zu können, ist ein Umdenken in der Entwicklung von Möbeln notwendig und für den Konsumenten muss ein klimagerechtes Möbel leicht erkennbar sein.
In Anlehnung an die Klimaziele der Bundesregierung bis 2030 sollte die Möbelbranche sich frühzeitig darauf einstellen, die geforderten Rahmenbedingungen einzuhalten.
Möbel können und müssen spätestens 2030 fair zu unseren Lebensgrundlagen produziert werden und fair für die Menschen sein, die diese Möbel entstehen lassen.
möbelfertigung: Warum ist Ökologie auch in wirtschaftlicher Hinsicht wichtig?
Stefan Angermüller: Um die Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu reduzieren, hat das Pariser Klimaabkommen von 2015 festgelegt, den globalen Temperaturanstieg im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Aktuell haben wir bereits eine Erhöhung in Deutschland um 1,6 Grad Celsius (weltweit 1,0 Grad Celsius).
Bei den aktuellen Emissionen und einem „weiter so“ werden wir bereits 2027 so viel CO2 emittiert haben, dass wir weltweit ab 2028 kein CO2 mehr in die Atmosphäre bringen dürfen.
Jeder Einzelne, vor allem in den Industriestaaten, ist aufgefordert, jetzt zu handeln, um das Ziel noch erreichen zu können und damit unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dazu gehört auch die Wirtschaft mit unseren Arbeitsplätzen. Jetzt nicht zu handeln bedeutet, wir gefährden noch in diesem Jahrzehnt unsere Arbeitsplätze.
Schon heute merken wir die Konsequenzen der Klimaschutzpläne von EU und Bundesregierung. Grundlage für die Politik sind EU-Verordnungen (Taxonomie, CSRD, GreenDeal, Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft) und Bundesbeschlüsse („klimaneu­tralen Gebäudebestand“, „Erneuerbare Energien Gesetz“, „Lieferkettengesetz“).
Um die internationalen Klimaziele (Pariser Abkommen) zu erreichen, werden die Kosten zur Reduzierung von CO2-Emissionen an die Verursacher weiter gegeben. Wenn wir steigende Kosten kompensieren wollen, sind neue Wege notwendig, um zum Beispiel den Verbrauch zu senken und regenerative Energiequellen zu nutzen.
möbelfertigung: Wie lassen sich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit vereinbaren?
Stefan Angermüller: Der ökologische Wandel bietet Chancen am nationalen und intentionalen Markt. Wer sich früh auf die Veränderungen einstellt, kann durch Innovation, Schnelligkeit und Flexibilität die Marktvorteile nutzen, die jeder Wandel mit sich bringt.
Wer frühzeitig auf bevorstehende Maßnahmen reagiert, kann heute noch selbst seine Aktivitäten steuern und aktuelle Subventionen nutzen. Je länger wir warten, umso teurer wird es für jeden Einzelnen werden.
Firmen, die heute ihre Unternehmen und die Produkte auf die Märkte der nächsten Jahre vorbereiten, werden erfolgreich sein. Firmen, die zu spät darauf rea­gieren, werden es schwerer haben sich am Markt noch zu behaupten.

Das komplette Interview lesen Sie in der „möbelfertigung 6/2021“, die am 5. Oktober erscheint.

Darüber hinaus in der Ausgabe: Weshalb die „Sicam“ der Branche starke Impulse geben wird, wie Möbelhersteller ihren Einkauf optimieren können, warum die kommende „ZOW“ für Aussteller und Besucher so viele Potenziale hat, wie Ballerina-Küchen die Anlageneffektivität mit Inline-Scannern von Hecht-Electronic erhöht, warum eine stimmige Customer Experience so wichtig ist, wie sich Westag noch schlagkräftiger aufstellt, weshalb die Inspektionssysteme von Baumer so gefragt sind, wie Bulthaup mit Anlagen von Höcker Polytechnik die Luftqualität erhöht und Energiekosten senkt, welche strategischen Weichen Grotefeld während der Pandemie gestellt hat und, und, und…

Außerdem finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Werkstoff-Special sowie die große Übersicht der wichtigsten Dienstleister.

Surface in Motion

Jetzt anmelden! „Early Bird“ endet morgen

Bereits in fünf Wochen öffnet die „Surface in Motion“ zum zweiten Mal ihre Tore. Auch diesmal werden Top-Speaker aus der Oberflächen-, Papier-, Maschinen und Holwerkstoffindustrie sowie Design und Architektur zu aktuellen Themen rund um die dekorative Oberfläche sprechen. Den Teams der „möbelfertigung“ und „arcade“ ist es wieder gelungen ein interessantes Programm zusammen zu stellen, das DIE Themen beinhaltet, die die Branche momentan beschäftigen. Noch bis zum morgigen Donnerstag können Teilnehmer zum Early-Bird-Preis von 849 EUR buchen. Und schnell sein lohnt sich doppelt. Es sind schon mehr als 75 Prozent der verfügbaren Plätze gebucht. Damit ist schon heute klar, dass die „Surface in Motion“ 2021 in Wiesbaden Europas größte, herstellerunabhängige Konferenz im Segment der dekorativen Oberfläche von Holzwerkstoffen sein wird.

https://www.holzmann-events.de/surface-in-motion/

Das Progamm der Surface in Motion 2021 im Detail:  

Mittwoch, 03.11.2021

14.30 h: Begrüßung durch Tino Eggert,  

Objektleiter „möbelfertigung“ und „arcade“ 

14.35 h: Winfried Titze, Titze Unternehmensberatung 

Die Entwicklung des Möbelmarktes in der Covid 19 Pandemie.  

Volumen – Vertriebswege – Trends 

15.05 h: Dr. Martin Staiger, SURTECO 

Thema Nachhaltigkeit: CO2-Emissionen runter, ist das alles?  

Wie sich die SURTECO mit einem holistischen Ansatz für die Zukunft aufstellt. 

15:35 h: Kaffeepause   

16:10 h: Steffen Völker, Saueressig Surfaces 

Design.Functional.Surfaces 

16.40 h: Jürgen von Kannen, Metis 

Die wachsende Bedeutung von „3D-Daten“ für den Produkteerfolg 

17.10 h: Katrin de Louw, Trendfilter 

Eine Farbe kommt selten allein 

Designtrends und andere Potentiale für Oberflächen  

18.30 h: Networking Dinner, Restaurant Lumen

 

TECHNOLOGY IN MOTION  

Donnerstag, 04.11.2021 

9.00 h: Begrüßung durch Stefan Müller, 

Redaktionsleitung „möbelfertigung“ 

9.05 h: Robert Bierfreund, Interprint  

Ist Digitaldruck disruptiv?  

9.35 h: Dr. René Pankoke, Hymmen 

Digitaler Dekordruck – die gesamte Wertschöpfungskette vor Ort 

10.05 h: Kaffeepause 

10.40 h: Patrik Lutz, PadaLuma Ink-Jet Solutions (Palis) 

Palis Fortschrittsbericht: 4 Jahre im industriellen Digitaldruck 

11.10 h: Jens Fandrey, Kleiberit 

HotCoating – mit innovativen Schritten zum globalen Erfolg 

11.40 h: Stefan Eisenkohl, Baumer Inspection 

Management von Oberflächenvielfalt mittels Inspektion & KI 

12.10 h         Mittagspause  

13.30 h: Jasmine Geerinckx, Unilin & Marc Graindourze, Agfa 

Vorteile digital bedruckter, melaminbeschichteter Oberflächen  

14.00 h: Dr. Andrea Mühlbauer, Ahlstrom-Munksjö 

Wie die Eigenschaften von Folienrohpapier zu Oberflächenmaterialien beitragen 

14.30 h: Kaffeepause 

15.00 h: Bettina Lanz, Swiss Krono 

Antimikrobielle Möbeloberflächen – Better BE.SAFE than sorry 

15.30 h: Daniel Elfe-Degel, Rehau 

50 Jahre RAUKANTEX – mit nachhaltigen Lösungen in die Zukunft

 

DESIGN IN MOTION  

Donnerstag, 04.11.2021, 

9.00 h: Begrüßung durch Heike Gessulat und Brit Dieckvoss, 

Redaktion „arcade“ 

9.05 h: Peter Ippolito, Ippolito Fleitz Group 

Ganz entschieden dazwischen 

9.35 h: Martin Marxen, Lamigraf 

Die Rolle der Haptik im Design 

10.05 h: Kaffeepause 

10.40 h: Timo Rieke, visual haptics lab 

Die Ästhetik der Farbe.  – Colour.Surface.Design.Trend 

11.10 h: Ulrich Dahm Wachsmann, uliform 

Schöne Spuren- Verschleiß oder Mehrwert  

11.40 h: Stefanie Reschke, Materialraum 

Materialinspiration für Innenräume 

12.10 h         Mittagspause 

13.30 h: Jörg Dietz, SURTECO 

Näher an die Natur 

14.00 h: Björn Asmussen, 3deluxe 

Celebrity Flora 

14.30 h: Kaffeepause 

15.00 h: Lise LeBreton, Sesa 

Inspirierende Texturen, 2022 und darüber hinaus 

15.30 h: Clarissa Blüm, Renolit 

Colour Road Trendreport 2021|22 „In touch with colours“

 

Surface in Motion wird 2G-Veranstaltung 

Die Teams der „möbelfertigung“ und „arcade“ haben entschieden, die „Surface in Motion“ 2021 als „2G“ Veranstaltung durchzuführen. Dies bietet den Teilnehmern ein Plus an Sicherheit und führt zudem dazu, dass ein Großteil der aktuell geltenden Einschränkungen reduziert werden kann. In Wiesbaden wird dadurch ein „Stück Normalität“ einkehren, was eine angenehme Konferenz verspricht. 

Von Architektenkammern anerkannt 

Die „Surface in Motion“ ist anerkannte Fortbildungsveranstaltung der Architektenkammern Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. In Hessen werden den Teilnehmern 7 Fortbildungspunkte, in Rheinland-Pfalz 9 Unterrichtsstunden und in Nordrhein-Westfalen 4 Unterrichtsstunden anerkannt. 

Auch Online dabei sein 

Wer nicht die Möglichkeit hat vor Ort dabei zu sein, kann der „Surface in Motion“ auch per Livestream folgen. Für die Anmeldung gilt ebenfalls noch bis zum 30.09.2021 der Early-Bird-Preis. Ebenso wie bei der Live-Veranstaltung, wird auch der Liveastream simultan übersetzt in Deutsch und Englisch verfügbar sein. https://www.holzmann-events.de/surface-in-motion/

Treffen Sie die Branche 

Auf der „Surface in Motion“ kommen Sie, neben interessanten Vorträgen, mit der Branche ins Gespräch. Entweder während der Konferenz oder beim großen Networking Dinner am Mittwochabend. Schon heute haben sich Teilnehmer der folgenden Firmen angemeldet: Agfa, Ahlström-Munksjö, AVA CAD, Baumer Inspection, Bonlex Europe, Continental. Decor Druck Leipzig, dekoraPUR, DTS, Durst, Egger Holzwerkstoffe, FunderMax, Grupo Alvic, Hesse Lacke, Hymmen, Impress, Interprint, Ippolito Fleitz Group, Jagenberg Covering Solutions, Kneho-Lacke, Kleiberit, König&Bauer, Lamigraf, Likora, Lott Lacke, Melaplast, Metadynea, Metis, Nolte Lacke, Palis PadaLuma, Profol, RAL, Rehau, Renolit, Saueressig Ungricht, Schattdecor, SCM Group, SESA, SGR Unternehmensberatung, Sonae Arauco, SURTECO, Sun Chemical, Swiss Krono, TEKNOS, Titze Unternehmensberatung, Trendfilter, uliform, Unilin, Upcotec, visual haptics lab, Weilburger Coatings, Wemhöhner u.a. Sind Sie schon dabei?

Wir danken unseren Sponsoren & Partnern! 

Metis, Hymmen, Colorgate, Sesa, Upcotec, Sappi, Kleiberit, Hummingbird Covering Solutions, Saueressig Surfaces, Unilin, Surteco, Ahlström-Munksjö, Agfa, SCM Group, Continental, SwissKrono, Hesse Lignal, Koenig & Bauer, Teknos, Lott Lacke, Titze Unternehmensberatung, ZOW, Lamigraf.

https://www.holzmann-events.de/surface-in-motion/

Thomas Mademann, Geschäftsführer GMVK Procurement GmbH

Einkaufsoptimierung in der Möbelindustrie

Warum lohnt es gerade jetzt, antizyklisch zu handeln? Ganz einfach: Um weggebrochene Umsätze zu kompensieren, gehören nun Bereiche unter die Lupe, die länger nicht mehr ­analysiert wurden. Das Produktionsmaterial birgt noch erhebliches Potenzial. Ein ­Beispiel der Warengruppe „Zeichnungsgebundene Teile“ belegt, was sich kostenseitig durch den Einkauf beeinflussen lässt. Ein Gastbeitrag von Thomas Mademann, Geschäftsführer der GMVK Procurement GmbH, Essen.
Einkauf als „Manager der externen Wertschöpfungskette“ sollte antizyklisch agieren, um das ­Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. Die Beschaffungsabteilung muss die externe Fertigung „begreifen“. Welche neuen Anforderungen an Markt und Material werden morgen gestellt? Wie kann der Einkauf auf Augenhöhe mitarbeiten? Es reicht nicht, nur A-­Materialien zu ­kennen. Um die Materialkostenquote wettbewerbsfähig zu halten, sind auch B-Materialien und im Schatten stehende C-Bedarfe zu optimieren. So manche Warengruppe wird vergessen, auch weil sie als schwer adressierbar erscheint. Folge: Sind – bei einer Materialkostenquote von 50 Prozent vom Umsatz – 20 Prozent der Materialien um 20 Prozent zu teuer, werden 2 Prozent Rendite verschenkt.

Zeichnungsgebundene (werkzeugfallende) Teile werden traditionell im Vorfeld einer Serienfertigung stufenweise als Muster getestet. Das erfordert Aufmerksamkeit, Zeit und Geld. Zum Einsatz kommen meist Kunststoffspitzguss, Zink- oder Aluminiumdruckguss. In der Regel gehört die Form dem Auftraggeber bzw. Käufer. Das Werkzeug wird oft mit einem potenziellen Lieferanten entwickelt. Der setzt es später in der Serie ein. Will der Auftraggeber den Lieferanten wechseln, lassen sich viele Einkäufer durch die unerwartete Komplexität einschüchtern. Ein Beispiel zeigt, wie sich diese Warengruppe erfolgreich beeinflussen lässt.

Den kompletten Gastbeitrag lesen Sie in der „möbelfertigung 6/2021“, die am 5. Oktober erscheint.

Darüber hinaus in der Ausgabe: Weshalb die „Sicam“ der Branche starke Impulse geben wird, warum die kommende „ZOW“ für Aussteller und Besucher so viele Potenziale hat, wie Ballerina-Küchen die Anlageneffektivität mit Inline-Scannern von Hecht-Electronic erhöht, warum eine stimmige Customer Experience so wichtig ist, wie sich Westag noch schlagkräftiger aufstellt, weshalb die Inspektionssysteme von Baumer so gefragt sind, wie Bulthaup mit Anlagen von Höcker Polytechnik die Luftqualität erhöht und Energiekosten senkt, welche strategischen Weichen Grotefeld während der Pandemie gestellt hat und, und, und…

Außerdem finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Werkstoff-Special sowie die große Übersicht der wichtigsten Dienstleister.

Starke Wachstumsimpulse aus dem Ausland

Die Lage der deutschen Polstermöbelproduzenten zeigt sich positiv: Beim Blick auf die Geschäftsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf mit einem 14-prozentigen Plus und einem Volumen von 581 Millionen Euro Umsatz ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Umsatz der deutschen Polstermöbelhersteller von Januar bis Juli 2020 coronabedingt um rund sechs Prozent geschrumpft war und das Vergleichsniveau entsprechend niedrig ist.

Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 liegt die deutsche Polstermöbelindustrie von Januar bis Juli 2021 mit 6,9 Prozent im Plus.

Auf dem Heimatmarkt konnten die deutschen Polstermöbelproduzenten in den ersten sieben Monaten 2021 mit 360 Mio. Euro vier Prozent mehr umsetzen als im Vorjahr. Deutlich stärkere Impulse kamen vom Auslandsgeschäft, das um 35 Prozent auf 221 Mio. Euro Umsatz wuchs. Die Exportquote kletterte auf beachtliche 37,9 Prozent nach 32,2 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Auf nahezu allen europäischen Märkten entwickelte sich der Absatz im bisherigen Jahresverlauf positiv, wie die – für die ersten sechs Monate vorliegende – Außenhandelsstatistik zeigt. So legten die Ausfuhren in die Schweiz als wichtigstem Exportland von Januar bis Juni um knapp neun Prozent auf 87 Mio. Euro zu. In Österreich, dem zweitbedeutendsten Auslandsmarkt, gelang den deutschen Polstermöbelproduzenten eine Steigerung von gut 30 Prozent. Auch in Frankreich (plus 20,5 Prozent), den Niederlanden (plus 4,7 Prozent), Belgien (plus 43,3 Prozent), dem Vereinigten Königreich (plus 5,5 Prozent), Italien (plus 36,5 Prozent) und Polen (plus 55,7 Prozent) gab es Zuwächse. Ins Auge fällt zudem China mit einem Plus von 58 Prozent.

Vor Herausforderungen sehen sich die Polstermöbelproduzenten bei der Materialbeschaffung gestellt, wie Lübke berichtete. Schon seit mehreren Monaten sind viele Materialien infolge gestörter Lieferketten knapp und deutlich im Preis gestiegen. Die größten Engpässe bestehen laut Verbandsumfragen bei Metallteilen, Beschlägen, Funktionselementen, Polsterschäumen, elektronischen Bauteilen und Holzwerkstoffen.

Für die kommenden Monate zeigte sich Leo Lübke trotz der Schwierigkeiten auf der Beschaffungsseite und der Unsicherheiten infolge der Pandemie optimistisch: „Im Herbst rechne ich mit einer Belebung der Inlandsnachfrage.“

Für Zuversicht sorgt vor allem der Auftragseingang im Monat August, der laut verbandsinternen Erhebungen um 28,5 Prozent über dem Vorjahresniveau liegt (Inland: plus 35,6 Prozent; Ausland: plus 5,4 Prozent).

Bei der Prognose für das Gesamtjahr 2021 muss der von Nachhol- und Mehrwertsteuereffekten geprägte, starke Umsatzverlauf des zweiten Halbjahrs 2020 (plus 16 Prozent) bedacht werden. Vor diesem Hintergrund erwartet der VdDP in 2021 ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent für die deutsche Polstermöbelindustrie.

„Während der Pandemie wird das Wohnzimmer mit dem Sofa im Zentrum noch intensiver als Ort der Entspannung und als Treffpunkt der Familie genutzt“, stellte Lübke fest. Verstärkt nachgefragt werden derzeit große Sofalandschaften, kleine Ecksofas, Einzelsessel sowie Relax-Sessel, wie eine Verbandsumfrage unter den VdDP-Mitgliedsbetrieben ergeben hat. Die Nachfrage nach der klassischen Kombination aus Ein-, Zwei- und Dreisitzer ist unterdessen stabil. Für das Esszimmer sind – auch wegen der heutzutage längeren Verweildauer mit Gästen am Esstisch – gepolsterte Ess-Sessel und gepolsterte Ess-Bänke stark im Kommen.

Im Trend liegen leichte, bodenfreie Polstermöbel. Beim Design rangiert der weiche, organische Stil auf Rang eins vor dem strengen, kubischen Stil. Bei den Bezugsmaterialien sind momentan vor allem naturbelassene Leder, pigmentierte Leder sowie Synthetikfasern beliebt, gefolgt von Baumwolle, Leinen, Samt und Cord. Bei den Farben dominieren Anthrazit-, Braun- und Beige-Töne vor dezenten Pastelltönen. Aus Verbrauchersicht immer wichtiger werden die Funktionalitäten von Polstermöbeln: Am häufigsten geordert werden die Relax-Funktion, verstellbare Armlehnen sowie die Sitztiefenverstellung. Generell nimmt die Variantenvielfalt in den Kollektionen stetig zu.

„Die Messe das komplette Angebot der Zulieferindustrie“

Die Branche fiebert der „Sicam“ in Pordenone entgegen. Es ist davon auszugehen, dass die Messe starke Impulse geben wird. Denn über 500 Aussteller aus 30 Ländern werden präsent sein und ihre Innovationen vorstellen. „Wir haben auch einige interessante Erstaussteller, vor allem aus dem Oberflächen- und Werkstoff-Bereich“, führt Messemacher Carlo Giobbi im Gespräch mit der „möbelfertigung“ aus Normalerweise gibt es auf der „Sicam“ leider kaum Platz für Neu-Austeller. Aber in diesem Jahr sind einige Beschläge-­Spezialisten aus Deutschland und Österreich nicht präsent. Insofern war Ausstellungsfläche für neue Unternehmen vorhanden.“

Darüber hinaus ist Carlo Giobbi ein Aspekt sehr wichtig: „Trotz des Fernbleibens dieser Firmen bietet die ,Sicam‘ das komplette Angebot der Zulieferindustrie. So findet zum Beispiel ein Küchen­möbelhersteller auf der Messe alle Produkte, die er braucht.“

Womit das Event noch auftrumpfen wird und wo im Vorfeld besondere Herausforderungen lagen, lesen Sie in der „möbelfertigung 6/2021“, die am 5. Oktober erscheint.

Darüber hinaus in der Ausgabe: Wie Möbelhersteller ihren Einkauf optimieren können, warum die kommende „ZOW“ für Aussteller und Besucher so viele Potenziale hat, wie Ballerina-Küchen die Anlageneffektivität mit Inline-Scannern von Hecht-Electronic erhöht, warum eine stimmige Customer Experience so wichtig ist, wie sich Westag noch schlagkräftiger aufstellt, weshalb die Inspektionssysteme von Baumer so gefragt sind, wie Bulthaup mit Anlagen von Höcker Polytechnik die Luftqualität erhöht und Energiekosten senkt, welche strategischen Weichen Grotefeld während der Pandemie gestellt hat und, und, und…

Außerdem finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das Werkstoff-Special sowie die große Übersicht der wichtigsten Dienstleister.

Erhielt als 60. Hersteller das Label „Möbel Made in Germany“

„Möbel Made in Germany“ stößt als neues Herkunftslbel in der Branche auf großes Interesse. Schon 60 Möbelhersteller haben sich für das Qualitätssiegel zertifiziert, das für Qualitätsmöbel aus deutscher Fertigung steht. Als 60. Unternehmen wurde jetzt die Sachsenküchen Hans-Joachim Ebert GmbH mit „Möbel Made in Germany“ ausgezeichnet. „Wir freuen uns, dass unser Label in der deutschen Möbelindustrie auf so viel Resonanz stößt und der Wirkungskreis immer größer wird“, sagte Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), bei der Übergabe der „Möbel Made in Germany“-Urkunde an Sachsenküchen-Geschäftsführer Elko Beeg. Als erfolgreicher, innovativer Küchenmöbelproduzent sei Sachsenküchen ein prominenter Neuzugang im Kreis der Label-Inhaber.

„Individuelle Möbelgestaltung, nachhaltige Qualität, Werkstoffe aus heimischen Gegenden, edles Design und exquisite Verarbeitung ˏMade in Germanyˋ stellen die Grundlage unseres Unternehmens dar“, sagte Beeg bei der Urkundenübergabe. „Das Siegel ˏMöbel Made in Germanyˋ unterstreicht die Tatsache, dass wir am Standort Deutschland nach hohen Qualitätsmaßstäben produzieren.“ Am Stammsitz in Dippoldiswalde im Erzgebirge fertigt Sachenküchen rund 18.000 Küchen. Fast die Hälfte des Umsatzes von zuletzt 47,2 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2020) wird im Export erzielt. Das 240 Mitarbeiter zählende Traditionsunternehmen gehört zu den ältesten Küchenmöbelherstellern in Deutschland. Bereits 1908 wurde mit der Möbelfertigung begonnen. In den 1930er Jahren entwickelte sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Küchenmöbelproduzenten.

Das geographische Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ ist seit August 2020 am Markt. Initiiert und entwickelt wurde es vom VDM gemeinsam mit dem renommierten Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL). Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) überwacht die Einhaltung der strengen Kriterien im Auftrag des VDM. Für eine Zertifizierung muss nachgewiesen werden, dass die Konstruktion, die Montage und die Qualitätsprüfung des jeweiligen Möbelprogramms in Deutschland stattfinden. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgen.

Mehr Aufmerksamkeit generieren und weitere Kundengruppen erschließen

Das Ziel ist gesetzt: „Wir wollen klarer verdeutlichen, was Westag alles anbieten und leisten kann“, so Salvatore Figliuzzi, der seit Januar dieses Jahres den Bereich Marketing und Strategie als Prokurist bei Westag leitet, im Gespräch mit der Redaktion der „möbelfertigung“. „Die Westag ist ein führender Hersteller von Innentüren, wir produzieren Industrie- und Schalungsplatten. Im Bereich Innenausbau bieten wir neben unseren eigenen Marken wie ‚Getalit‘ und ‚Getacore‘ auch ‚Fenix‘ von unserem Schwesterunternehmen Arpa. Somit verfügen wir über ein einmaliges Portfolio.“

„Unser Ziel ist es, unser Alles-aus-einer­Hand-Angebot noch bekannter zu machen“, ergänzt Rainer Zumholte, Vorstandsmitglied und zuständig für den Vertrieb. „Zum Beispiel verfügen wir als einziger Mineralwerkstoffhersteller über einen Produktionsstandort in Deutschland – im Herzen Europas – mit all den damit verbundenen Vorteilen.“ Um die umfassenden Kompetenzen darzustellen hat die Westag auf ihrem Firmengelände in der „Alten Fügerei“ einen Showroom aufgebaut. Hier zeigt das Unternehmen wie es unterschiedlichste Anforderungen mit verschiedenen Materialien erfüllen kann. Gleichzeitig können sich Besucher aus Möbelindustrie, Innenausbau sowie anderen Branchen spannende Design-Impulse und vor allem Inspirationen holen. „Im Moment sind wir mit dem Relaunch unserer Marke Getalit mit allen Industriekunden bzw. Möbelherstellern im engen Austausch“, so Zumholte. „Auch unsere Vertriebsstrategie haben wir überarbeitet und nochmals die Bedeutung der Industrie- und Handelskunden für unsere zukünftigen Vertriebsplanungen gestärkt.“

Welche Strategien Westag darüber hinaus verfolgt, lesen Sie in der „möbelfertigung 6/2021“, die am 5. Oktober erscheint.

Darüber hinaus in der Ausgabe: Weshalb die „Sicam“ der Branche starke Impulse geben wird, wie Möbelhersteller ihren Einkauf optimieren können, warum die kommende „ZOW“ für Aussteller und Besucher so viele Potenziale hat, wie Ballerina-Küchen die Anlageneffektivität mit Inline-Scannern von Hecht-Electronic erhöht, warum eine stimmige Customer Experience so wichtig ist, weshalb die Inspektionssysteme von Baumer so gefragt sind, wie Bulthaup mit Anlagen von Höcker Polytechnik die Luftqualität erhöht und Energiekosten senkt, welche strategischen Weichen Grotefeld während der Pandemie gestellt hat und, und, und…

Außerdem finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das Werkstoff-Special sowie die große Übersicht der wichtigsten Dienstleister.

„Design Post Days“

Nachhaltige Material-Innovationen für Möbelbau und Interior Design

Vom 30. September bis 02. Oktober bieten die „Design Post Days“ eine Plattform für Diskussionen über Design, Produktneuheiten und den Zugang zu neuen Kollektionen sowie einen zukunftsweisenden Einblick in die Entwicklung des Designs.

Dabei soll ergründet werden, wie die Möbel- und Innenarchitekturbranche von morgen auf die neue Dynamik rund um Nachhaltigkeit, Digitalisierung und postpandemische Räume reagieren kann. Gemeinsam mit den Marken, Partnern und Experten der „Design Post“ aus verschiedenen Bereichen und Disziplinen zielt die Veranstaltung darauf ab, die Post-Pandemie-Diskussion neu zu beleben.  

In Workshops wie „Give me a Reason to go to the Office“, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr über die neuesten Materialentwicklungen bei Material.Cologne und treffen auf die Menschen hinter den Marken. Die Design Post Köln lädt Marken und Hersteller, Wissenschaftler und Designer, Architekten und Macher zu einem Gespräch über Transition ein. Die Gesprächsrunde ist Auftakt der Serie „Furniture Ecologies“. Mit Beiträgen von Charlotte van der Lancken, Emma Olbers, WeWantMore, Martin Beeh und anderen.

Zwei Vorträge werden sich mit nachhaltiger Material-Innovation im Möbelbau und Interior Design beschäftigen: Am Freitag, 1. Oktober von 13.30 bis 14.30 Uhr, wird Professor Martin Stosch vom Studiengang Holztechnik der Technischen Hochschule Ostwestfalen einen Vortrag zum Thema „Nachhaltige Materialien für die Kreislaufwirtschaft: Innovative Leichtbauwerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen“ halten. Der Schwerpunkt der Forschung und Lehre von Professor Stosch liegt auf der Leichtbaukonstruktion und der Verbindungstechnik im Möbel- und Innenausbau, insbesondere auch im mobilen Innenausbau. 2008 initiierte Professor Stosch gemeinsam mit Akteuren der Holzwirtschaft die Interessengemeinschaft Leichtbau e. V. (igeL), seit 2018 gemeinsam mit Partnern aus Industrie und öffentlicher Hand das Smart Wood Center OWL (SWC) in Lemgo. Das SWC will als Forschungs- und Entwicklungszentrum unter Nutzung der besonderen Potenziale aus Digitalisierung und Nachhaltigkeit Holz- und Holzwerkstoffe in neuen, wirtschaftlich attraktiven Anwendungsbereichen etablieren. Der Vortrag wird auch online verfügbar sein.

Am Donnerstag, 30. September und Samstag 02. Oktober, jeweils von 16.00 bis 17.00 Uhr, wird Martin Beeh, international renommierter Design- und Materialexperte, Hochschuldozent und Gründer der Materials.Cologne – die Plattform für Design und Innovation, erklären, was Nachhaltige Materialien auszeichnet, welche Gestaltungs-, Produktions- und Nutzungsprozesse Circular Design ermöglichen und welche wegweisenden Projekte und Produkte schon umgesetzt wurden. Natürlich gibt es auch vor Ort jede Menge Nachhaltige Materialien zu betrachten und zu diskutieren. Der Vortrag wird ebenfalls online verfügbar sein.

Mehr Informationen zu den Design Post Days, den Vorträgen von Martin Beeh und Professor Martin Stosch und direkt zur kostenfreien Anmeldung unter www.designpost.de

 

 

China im Fokus – wie weit sind die Möbelhersteller dort technisch?

Intelligente Vernetzung, Verarbeitung umfangreicher Datenmengen, lückenloser Datenfluss vom Auftragseingang bis zur Verladerampe – wie sieht eine effiziente Möbelproduktion heute aus und welche Facetten von Industrie 4.0 machen wirklich Sinn? Und vor allem: Wie weit sind ausländische Möbelproduzenten in diesem Bereich? Jemand, der sich vor allem in China sehr gut auskennt, ist Bernhard Lammers, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Lammers GmbH – L’Engineers. Er wird beim vierten Kongress „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ am 06. und 07. Dezember im Düsseldorfer Hotel „Intercontinental“ aufzeigen, wie weit man im „Reich der Mitte“ im Bereich Technik ist. Und welche Möglichkeiten dies deutschen Herstellern offenbart, welche Gefahren aber gleichermaßen lauern.

„möbelfertigung“: Industrie 4.0 ist kein rein deutsches Phänomen und im Ausland sind oftmals die Hemmschwellen, hochgradig zu automatisieren, geringer. Haben wir gegenüber China in der Möbelindustrie noch die Nase vorn?
Bernhard Lammers:
Das Beherrschen der Daten, Organisation, Prozesse und Qualität zur Herstellung von einem hochvarianten Produkt wird zunehmend zur Grundbedingung eines effizienten Unternehmens. Die Produzenten, bei denen dies vorhanden ist, die ihre Kennzahlen kennen, einen stabilen, gesicherten und guten Marktzugang haben und über eine solide Kapitalbasis verfügen, werden die Nase vorn haben.

„möbelfertigung“: „Made in Germany“ ist weltweit ein Synonym für ausgezeichnete Qualität. Mit zunehmender Automatisierung und gleichen Maschinenlieferanten ziehen viele ausländische Produzenten gleich. Womit werden deutsche Möbelhersteller künftig noch punkten können?
Bernhard Lammers:
Jedes Unternehmen kann punkten, indem es sich in allen Unternehmensbereichen konsequent weiterentwickelt. Dabei muss das Unternehmen offen sein, für die Herausforderungen des Marktes, die Aspekte der Digitalisierung und die technischen Weiterentwicklungen – um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Dies alles zu einem „harmonischen und innovativen Orchester“ zusammenführen, bietet Chancen.
Hierbei wird eine durchgängige Gesamt-Lösung immer mehr und noch viel konsequenter in den Vordergrund treten gegenüber Einzel-Maschinen-Lösungen.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Bernhard Lammers:
Wesentlicher Schwerpunkt des Vortrags wird die Darstellung der technischen Entwicklung der Prozesse der chinesischen Kastenmöbelindustrie sein. Ich denke, die Entwicklung des Marktes China ist weitgehend bekannt, durch den Blick auf die technischen Rahmenbedingungen können Chancen und Risiken ermittelt werden.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Am 5. November endet die Phase mit einem vergünstigten Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 06. Dezember im Düsseldorfer Hotel „Intercontinental“ begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: 2020, Biesse Group, Hettich, Homag Group, L‘Engineers, Mink Bürsten und SCM Group. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.