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Autor: Möbelfertigung

Knapp 15 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen von Januar bis September

Von Januar bis September 2021 haben die deutschen Amtsgerichte 10.682 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 14,5 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum 2020 und 25,7 Prozent weniger als 2019. Der rückläufige Trend der vergangenen Monate setzte sich somit auch nach Auslaufen vieler Sonderregelungen, wie der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen, bis September 2021 fort.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich von Januar bis September 2021 auf rund 45,5 Milliarden Euro. Im entsprechenden Zeitraum 2020 hatten sie noch bei etwa 39,3 Milliarden Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass von Januar bis September 2021 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als in den ersten neun Monaten 2020.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es von Januar bis September 2021 im Baugewerbe mit 1.821 Fällen (Januar bis September 2020: 1.988; -8,4 %). Im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) waren es 1.593 Verfahren (Januar bis September 2020: 2.020; -21,1 %). Im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Reisebüros und Reiseveranstalter, Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien, Reinigung von Gebäuden, Straßen und Verkehrsmitteln, sowie Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter) wurden 1.141 Insolvenzen gemeldet (Januar bis September 2020: 1.347; -15,3 %).

Deutschland Nr.1 in Europa: Roboterdichte steigt auf Rekord

Deutschland ist die automatisierteste Volkswirtschaft in Europa: Die Roboterdichte – also die Zahl der Industrie-Roboter pro 10.000 Mitarbeiter – steigt auf einen neuen Rekord von 371 Einheiten (2020). Mit insgesamt 230.600 Einheiten hat Deutschland einen Anteil von 38 Prozent am gesamten operativen Industrie-Roboter-Bestand in Europa. Das sind Ergebnisse aus dem World Robotics 2021 Report, der von der International Federation of Robotics (IFR) herausgegeben wird.

„Die Roboterdichte ist eine sehr wichtige Kennzahl, um die Unterschiede im Automationsgrad verschiedener Volkswirtschaften nachzuvollziehen“, sagt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics. Weltweit hat sich die durchschnittliche Roboterdichte innerhalb der vergangenen fünf Jahre fast verdoppelt und stieg 2020 auf 126 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter (2015: 66 Einheiten).

Aufgeschlüsselt nach Regionen beträgt die durchschnittliche Roboterdichte in Westeuropa 242 Einheiten, in Nordamerika 167 und in Asien/Australien 134. Die 5 weltweit automatisiertesten Länder sind: Südkorea, Singapur, Japan, Deutschland und Schweden.

Frankreich hat eine Roboterdichte von 194 Einheiten (Platz 16 weltweit). Damit liegen die deutschen Nachbarn deutlich über dem globalen Durchschnitt von 126 Robotern und sind ähnlich aufgestellt wie andere EU-Länder, beispielsweise Spanien (203 Einheiten), Österreich (205 Einheiten) oder die Niederlande (209 Einheiten). EU-Mitglieder wie Schweden (289 Einheiten), Dänemark (246 Einheiten) oder Italien (224 Einheiten) erreichen dagegen durch den Einsatz von Industrie-Robotern noch einen deutlich höheren Automatisierungsgrad.

Großbritannien liegt als einziges G7-Land mit einer Roboterdichte von 101 Einheiten unter dem Weltdurchschnitt (126 Einheiten) und belegt damit Platz 24. Der Trend zeigt aber auch hier nach oben: Vor fünf Jahren lag die Roboterdichte im Vereinigten Königreich noch bei 71 Einheiten. Die Abwanderung ausländischer Arbeitskräfte nach dem Brexit hat die Nachfrage nach Robotern im Jahr 2020 erhöht. Diese Entwicklung dürfte sich in naher Zukunft fortsetzen. Die Modernisierung des verarbeitenden Gewerbes wird von der Regierung durch einen massiven Steueranreiz, die „Super Deduction“, gefördert: Von April 2021 bis März 2023 können Unternehmen 130 Prozent Kapitalfreibetrag als Steuererleichterung für Investitionen in Anlagen und Maschinen geltend machen.

Weltweit gesehen entwickelt sich China am dynamischsten: Aufgrund der sehr starken Installationszahlen stieg die Roboterdichte von 49 Einheiten im Jahr 2015 auf 246 im Jahr 2020. Damit rangiert China heute weltweit auf Platz 9 – ein großer Sprung im Vergleich zu Platz 25, den das Reich der Mitte noch vor fünf Jahren innehatte.

Asien ist zudem die Heimat des Landes mit der weltweit höchsten Roboterdichte: Südkorea hält diese Position seit 2010. Das Land übertrifft den globalen Durchschnitt mit 932 Einheiten um das Siebenfache. Seit 2015 stieg die Roboterdichte jedes Jahr um durchschnittlich 10 Prozent. Mit seiner international erfolgreichen Elektronikindustrie und der starken Automobilindustrie hat die koreanische Wirtschaft zwei Branchen, die zu den größten Abnehmern für Industrie-Roboter zählen.

Japan liegt vor Singapur (605 Einheiten) weltweit an dritter Stelle: Im Jahr 2020 wurden in der verarbeitenden Industrie 390 Roboter pro 10.000 Beschäftigte installiert. Nippon ist der weltweit führende Hersteller von Industrie-Robotern: Die Produktionskapazität der japanischen Zulieferer erreichte im Jahr 2020 174.000 Einheiten. Die japanischen Hersteller liefern heute 45 Prozent des weltweiten Angebots.

Die Roboterdichte in den USA stieg von 176 Einheiten im Jahr 2015 auf 255 Einheiten im Jahr 2020. Das Land liegt damit weltweit an siebter Stelle – noch vor Taiwan (248 Einheiten) und China (246 Einheiten). Die Modernisierung der heimischen Produktionsanlagen hat den Roboterabsatz in den Vereinigten Staaten angekurbelt. Der Einsatz von Industrie-Robotern trägt wesentlich zur Erreichung von Dekarbonisierungszielen bei, beispielsweise in der kosteneffizienten Produktion von Solarzellen und beim weiteren Übergang zu Elektrofahrzeugen. Mehrere Automobilhersteller kündigten bereits Investitionen an, um ihre Fabriken für neue Fahrzeugmodelle mit Elektroantrieb auszurüsten oder die Kapazitäten für die Batterieproduktion zu erhöhen. Diese Großprojekte werden in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Industrie-Robotern steigern.

E-Commerce-Platzhirsch in der DACH-Region

Die Zeiten, in denen die Aussage galt, dass sich Möbel online nicht verkaufen lassen, sind vorbei. Dazu hat auch Connox beigetragen. Dabei übersehen viele, dass einige Steps erforderlich waren, bis sich das Unternehmen zum erfolgreichen E-Commerce-Player mit 30.000 Produkten entwickeln konnte. Unter anderem wurde dafür kräftig in ein Warehouse sowie eigene Software investiert, wie Gründer und Geschäftsführer Thilo Haas im Gespräch mit der „möbelfertigung“ betont.

möbelfertigung: Herr Haas, der Online-Handel gilt als einer der großen Gewinner der Pandemie. Gleichzeitig war es für die Unternehmen eine große Herausforderung in den letzten eineinhalb Jahren effizient und kundenorientiert zu agieren. Wie verlief diese besondere Zeit bislang für Connox?
Thilo Haas:
Mit einer solchen Situation war natürlich überhaupt nicht zu rechnen. Doch wir steckten nicht die Köpfe in den Sand sondern verhielten uns proaktiv und schickten schon kurz vor dem offiziellen Lockdown alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Hause.
Schließlich ist das ortsunabhängige Arbeiten für ein Digitalunternehmen wie Connox kein Problem.
Das galt und gilt natürlich nicht für unser Warehouse, also unser Lager. Hier lagen für uns große Herausforderungen. Zum einen wollten wir eine gewisse Fairness unter den Mitarbeitern bewahren, zum anderen die Sicherheit der Leute, die im Lager tätig sind, gewährleisten. Schließlich nehmen wir unsere Fürsorgepflicht sehr ernst. In logischer Konsequenz wurden strenge Hygienestandards und sofort die Maskenpflicht eingeführt. Auch wurde der Zutritt Fremder zum Lager unterbunden und für die LKW-Fahrer Schleusen eingerichtet.
Darüber gab es Absprachen mit der örtlichen Busgesellschaft, damit sie mehr Busse einsetzen, um überfüllte Fahrzeuge zu vermeiden. Wir haben uns also mit sehr vielen Themen beschäftigt.

möbelfertigung: Und dann kam es auch enorm schnell zu einem Nachfrage-Boom bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen?
Thilo Haas:
Richtig. Denn die Menschen saßen plötzlich zu Hause, konnten nicht mehr reisen, nicht ins Kino oder in Konzerte gehen. Und da fiel ihnen auf, dass es in den eigenen vier Wänden viel zu verschönern gibt. In Folge rollte eine riesige Nachfragewelle auf uns zu.
Und wenn sich der Umsatz innerhalb von zwei Wochen verdoppelt, dann verdoppelt sich alles: Umsätze, Pakete, Kundenanfragen, Retouren und so weiter. Aber natürlich konnten wir nicht plötzlich unser Personal duplizieren, auch wenn wir versucht haben Personal aufzustocken, zum Teil über Zeitarbeitsfirmen. Doch gerade im Service und in der Beratung kann man ­angesichts der komplexen Produkte nicht einfach mit Zeitarbeitern agieren. Das war eine sehr große Herausforderung.
In Folge war unser Kundenservice „verstopft“. Also wurde in einem Zeitfenster nur telefoniert, in einem anderen wurden nur Mails beant­wortet.
Darüber hinaus haben wir proaktiv Lieferinformationen rausgegeben. Zum Beispiel, wenn ein Hersteller wegen der Pandemie gerade Lieferprobleme hatte. Dabei kam unser Werben um Geduld und Vertrauen sehr gut an, was zeigt, wie wertvoll eine offene Kommunikation ist.

möbelfertigung: Wie sieht die Nachfrage aktuell aus?
Thilo Haas:
Immer noch sehr gut, aber der extreme Boom ist nicht mehr da. Trotzdem konnte der Anteil des Online-Handels am Möbelgeschäft steigen und das wird nachhaltig sein. Das merken wir nach wie vor.

möbelfertigung: Aktuell leidet die gesamte Branche unter Materialknappheit. Wie sieht das bei Connox aus?
Thilo Haas:
Natürlich gibt es längere Lieferzeiten. Das versuchen wir mit unserem Lager, also einer größeren Bevorratung, abzupuffern.
Darüber hinaus ist auch unser Unternehmen mit Preissteigerungen, zum Beispiel für Container oder Rohstoffe, stark konfrontiert.

Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe 8/2021 der „möbelfertigung, die morgen (15. Dezember) erscheint. Sichern Sie sich HIER ein Abo, damit Sie in Zukunft keine Ausgabe verpassen.

Weitere Themen der Ausgabe: Die Nachberichte zu den gelungenen Veranstaltungen „Surface in motion“ in Wiesbaden und „Internationale Möbeltage“ in Dresden; warum zu viel Automatisierung zu Innovationsstillstand führen kann; wodurch das neue Grass-Headquarter im Vorarlberg absolut aus der Masse heraussticht; die Stationen der diesjährigen Furnierreise des IFN in der Schweiz; inwiefern Häfele in Lagerware investiert; wie Schattdecor und Fine Decor gemeinsam PET-Innovationen und höchste Liefersicherheit bieten wollen; was die Unternehmen Mimaki und Elrond zum „Status Quo“ bei Digitaldruck sagen; wie die Titus Group mit langfristigen Partnerschaften auf ein weltweites, rasantes Wachstum setzt; die Zusammenfassung und Highlights der Branchenmesse „Sicam“; was es mit „Izy“ und einheitlichen Maschinenschnittstellen auf sich hat; wie Leitz innovative Prozesse beim Fügen und in der Formatbearbeitung unterstützt und wie DTS die Kälteenergie von Stickstoff optimal nutzt. Außerdem: Die große Übersicht der CAD/CAM-Anbieter für den Bereich Stoff- und Lederzuschnitt.

Unternehmensentwicklung spiegelt sich im neuen Headquarter wider

Im Kleinen angefangen zu planen – und bei einem Headquarter der Superklasse gelandet. So kann man auf den Punkt bringen, was bei Grass in Hohenems in den letzten Monaten und Jahren passiert ist. Die ersten Überlegungen waren eine reine Notwendigkeit: „Bei uns ist die gesamte Logistik über Jahrzehnte gewachsen. Wir haben zuletzt drei große Läger gehabt, aus denen wir unsere Kunden beliefert haben“, erklärt Jürgen Moritsch, Leitung Werkslogistik bei Grass. „Das ist natürlich wenig effizient. Darum fiel die Entscheidung, ein neues Hochregallager zu bauen, indem alle Produkte bewegt werden, die im Vorarlberg entstehen.“ Und in der Planungsphase wurde das Hochregallager dann kurzerhand erweitert um einen Verwaltungstrakt, der auch Schulungsräume und verschiedene Showrooms beherbergt. Und voilà: Fertig ist das neue Headquarter von Grass.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 70 Millionen Euro, der Bezug des Gebäudes erfolgte im ersten Quartal in 2020. Die Grundstückfläche beträgt 51.850 Quadratmeter, überbaute Fläche sind es etwa 11.150 Quadratmeter und insgesamt fast 20.000 Quadratmeter Nutzfläche insgesamt. Grass spricht von 5.000 Tonnen verbautem Stahl, davon 1.800 für das Hochregal. Und Platz für zukünftige Ideen bleibt trotz allem: Auf einer 21.000 Quadratmeter großen Erweiterungsfläche.

Das Headquarter setzt definitiv Maßstäbe, ist von weitem an der Autobahn sichtbar. Die längste Fassade misst 180 Meter. Und vor allem ist es das bislang höchste Gebäude weit und breit. Das Bauvorhaben von Grass führt nämlich auf lokalpolitischer Ebene für Grundsatzentscheidungen, denn mit dem neuen Headquarter durfte erstmals deutlich weiter in die Höhe gebaut werden, um den nur begrenzt vorhandenen, industriell nutzbaren Raum in der Region besser zu nutzen.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der Ausgabe 8/2021 der „möbelfertigung“, die morgen (15. Dezember) erscheint. Sichern Sie sich HIER ein Abo, damit Sie in Zukunft keine Ausgabe verpassen.

Weitere Themen der Ausgabe: Die Nachberichte zu den gelungenen Veranstaltungen „Surface in motion“ in Wiesbaden und „Internationale Möbeltage“ in Dresden; warum zu viel Automatisierung zu Innovationsstillstand führen kann; inwiefern Häfele in Lagerware investiert; die Stationen der diesjährigen Furnierreise des IFN in der Schweiz; was Connox zum E-Commerce-Platzhirsch in der DACH-Region macht; wie Schattdecor und Fine Decor gemeinsam PET-Innovationen und höchste Liefersicherheit bieten wollen; was die Unternehmen Mimaki und Elrond zum „Status Quo“ bei Digitaldruck sagen; wie die Titus Group mit langfristigen Partnerschaften auf ein weltweites, rasantes Wachstum setzt; die Zusammenfassung und Highlights der Branchenmesse „Sicam“; was es mit „Izy“ und einheitlichen Maschinenschnittstellen auf sich hat; wie Leitz innovative Prozesse beim Fügen und in der Formatbearbeitung unterstützt und wie DTS die Kälteenergie von Stickstoff optimal nutzt. Außerdem: Die große Übersicht der CAD/CAM-Anbieter für den Bereich Stoff- und Lederzuschnitt.

Seit 30 Jahren Händler von Jordan Lacke

Ein Jubiläum der besonderen Art konnte die Möbelwerkstatt Motz aus dem oberbayerischen Fridolfing begehen. Seit 30 Jahren ist sie Vertriebspartner von Jordan Lacke. Verkauft werden unter anderem diverse Lacke, Beizen und Öle.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde war Peter Gratzer, Fachberater Jordan Lacke, vor Ort, um die Glückwünsche des Unternehmens zu überbringen und seinen Dank für 30 Jahre als Fachhändler von Jordan Lacke und die damit verbundene Lieferantentreue auszusprechen.

Firmeninhaber Ludwig Motz konnte sich neben den Glückwünschen über eine Urkunde und einen Präsentkorb, der mit verschiedensten Köstlichkeiten gefüllt war, freuen.

Optimale Abläufe dank digitaler Infrastruktur

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Die steigende Komplexität von Investitionsvorhaben und die damit einhergehende ­Innovationsgeschwindigkeit ­sowie verkürzte Projektzeiten rücken innerhalb des ­Planungsprozesses immer weiter in den Fokus. Der Einsatz von digitalen Werkzeugen bei Konzeption und Projektmanagement hilft, diesen Anforderungen zu ­begegnen. Den Anspruch, die Prozesse und Abläufe der Kunden zu optimieren, legt L’Engineers auch an sich selbst. Eine große Herausforderung innerhalb ­eines Planungsprozesses ist das zeitnahe ­Bereitstellen von aktuellen Planungsdaten sowie der Zuweisung Aufgaben und deren Nachhalten zwischen den Projektbeteiligten. L’Engineers begegnet dieser Anforderung durch den Aufbau einer digitalen Projektinfrastruktur, auf Basis von cloud-basierten Lösungen. Der allen Projektbeteiligten zugänglichen, mit Lese- und Schreibrechten administrierte Datenraum ermöglicht einen schnellen und eindeutigen Informationstransfer. Diese digitale Projekt­infrastruktur bietet weiterhin die Implementierung einer Versionsverwaltung. Dadurch wird eine Nachverfolgung von Änderungen möglich sowie fehleranfällige redundante Datenhaltung vermieden. Auch das Projektmanagement in den einzelnen Planungsphasen lässt sich transparent und nachhaltig fördern. So können beispielsweise Aufgaben innerhalb einer Projektstruktur organisationsübergreifend zugeordnet und deren Bearbeitungsstand erfasst werden.

Jedoch ist die Infrastruktur nur ein Teil­as­pekt der durch die Digitalisierung der ­Planung geschaffenen Möglichkeiten. Besondere Beachtung findet dabei die Visualisierung der Planung im 3-dimensionalen Raum. Die Erfahrung zeigt, dass dadurch schon in frühen Planungs­phasen ein globales Systemverständnis gefördert wird. So lassen sich auf der einen Seite Interpretationsspielräume reduzieren. Auf der anderen Seite werden Problemstellungen ­fokussiert und Lösungswege sichtbar. Neben der ­reinen Visualisierung lassen sich diese Modelle als Grundlage für Lean Development nutzen. Zum Beispiel Virtual Cardboard Engineering, die Detail­planung von Arbeitsplätzen mithilfe von Virtual Reality Technologie.

Für die Beurteilung und Validierung von Konzeptvarianten überführt L’Engineers die Objekte eines Planungsstandes in ein virtuelles Verhaltensmodell. Durch das Simulieren mit realen Produktionsdaten können unterschiedliche Lösungsansätze beurteilt werden. Durch das gezielte Experimentieren mit den Modellen werden Schwachstellen in der Projektierung ­aufgedeckt. Neben dem Fokus auf den Material­fluss und dessen Leistungsfähigkeit stehen zur Bewertung weitreichende Analysefunktionen zur Verfügung. So gewinnt beispielsweise die Fragestellung des tatsächlichen Energieverbrauchs eines Investitionsvorhabens immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig können in einer frühen Phase Maßnahmen zur Einsparung von Energie untersucht werden. Dazu nutzt L’Engineers eines der mächtigsten Werkzeuge in diesem Bereich.

Mehr Infos: www.lengineers.de

Delphi-Studie „Das Zuhause 2030“

60 ausgewiesene Expertinnen und Experten für das Zuhause aus unterschiedlichsten Bereichen – von Architekten und Journalisten über Inhaber und Manager von Baumärkten sowie Medienschaffenden bis zu Werkzeugherstellern und namhaften Wissenschaftlern – haben ihre Sicht der Dinge in die Einhell Delphi-Studie eingebracht und Szenarien für die Bedeutung des eigenen Zuhauses im Jahr 2030 entwickelt. Anders als bei Umfrage-basierten Studien diskutieren bei einer Delphi-Studie ausgewählte Experten über vorformulierte Zukunftsprojektionen und deren Eintrittswahrscheinlichkeit.

„Für die Ergebnisse der Studie war es wichtig, Experten aus vielfältigen Gesellschaftsschichten und Branchen zu finden, um eine möglichst umfassende Perspektive auf das Thema zu bekommen“, betont der Studienleiter Professor Dr. Sascha L. Schmidt, Leiter des Center for Sports and Management der WHU Otto Beisheim School of Management. „Im Rahmen der Einhell Delphi-Studie gaben die Experten jeweils ihr Urteil ab, sahen aber gleichzeitig, wie sie im Vergleich zu den anderen Teilnehmern stehen und konnten gegebenenfalls ihre Sicht der Dinge anpassen. Dadurch fand mit der Zeit eine gewisse Konsensbildung statt.“

„Als führender Hersteller von Heimwerker- und Gartengeräten ist es für uns überaus spannend, einen Blick in die mögliche Zukunft des Zuhauses zu werfen. Die Welt verändert sich derzeit rasend schnell. Da ist es wichtiger denn je, einmal innezuhalten und zu schauen in welche Richtung sich der Kurs in Bezug auf unseren Kernmarkt entwickeln könnte. Nicht zuletzt, um abzuschätzen, ob wir uns mit unserem Produktportfolio auch auf der Höhe künftiger Entwicklungen und daraus resultierenden Kundenbedürfnissen bewegen“, begründet Julian Bohry, Marketing-Verantwortlicher der Einhell Germany AG, den Hintergrund der Zukunftsstudie.

Die Welt entwickelt sich nicht linear und zahlreiche Einflussfaktoren können sich auf die Entwicklung von Märkten unterschiedlich auswirken. Daher werden in Delphi-Studien verschiedene Szenarien entwickelt, die sich im Spannungsfeld zwischen Eintrittswahrscheinlichkeit und gesellschaftlicher Wünschbarkeit bewegen. Das hochrangige Expertengremium der Einhell-Zukunftsstudie spitzte diese Szenarien in Bezug auf das „Zuhause 2030“ auf fünf zentrale Erkenntnisse zu: „Im Jahr 2030 wird das Zuhause das primäre Statussymbol sein“, „In 2030 ist das Zuhause ein Ort des permanenten Wandels“, „Do-it-Yourself gehört in 2030 zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten“, „In 2030 teilen sich Männer und Frauen die Heimarbeit gleichberechtigt auf“ und „Kabellose Freiheit wird bei Heimwerker- und Gartengeräten die Zukunft bestimmen“.

Abgeleitet sind diese Erkenntnisse aus drei Zukunftsszenarien. Das wahrscheinlichste Szenario beschreibt das Zuhause eben als einen Ort der ständigen Veränderung. Demnach dreht sich der bisherige Trend der Urbanisierung hin zur Stadtflucht: Es werden vermehrt Menschen von der Stadt aufs Land ziehen und dort Selbstverwirklichung suchen. Zudem werden die Bewohner signifikant mehr in die Modernisierung der eigenen vier Wände investieren und überwiegend in smarten Wohnungen leben. Bei den genutzten Elektrowerkzeugen und Gartengeräten werden sie von kabelgebundenen und benzinbetriebenen Tools zu akkubetriebenen Geräten wechseln. „Dieses Szenario hat nicht nur die höchste Eintritts-Wahrscheinlichkeit, sondern auch die höchste Wünschbarkeit – nicht zuletzt wohl, weil damit auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität einhergeht“, erklärt Professor Dr. Sascha L. Schmidt das Ergebnis.

Das zweite Szenario beschreibt das Zuhause als Ort der gleichberechtigten Selbstverwirklichung: Zum einen gehört Do-it-yourself 2030 zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten und zum anderen teilen sich Mann und Frau die Heimarbeit gleich auf. Nicht zuletzt wird das Zuhause das primäre Statussymbol – man zeigt seinem Umfeld gerne, was man mit den eigenen Händen daraus gemacht hat. Laut dem dritten Szenario wird das Zuhause 2030 ein Ort des systematischen Rückzugs. Das heißt, die Menschen verbringen den größten Teil ihrer Zeit Zuhause. „Dieses Szenario kommt zum einen durch die Entwicklung rund um das Home-Office zustande, beruht aber auch auf dem Wunsch, der zunehmenden Digitalisierung mit mehr Privatsphäre zu begegnen“, so Professor Dr. Sascha L. Schmidt.

Mehr Informationen zur Einhell Delphi-Studie: https://www.einhell.de/de-de/einhell-delphi-studie.html

Hartmut Weigelt wird Vertriebsleiter Massivholz

Zum Jahresende gibt es Veränderungen im Holzwerk Obermeier, nach eigenen Angaben einem der führenden Massivholzplatten- und Friesehersteller in Deutschland. Nach über 47 aktiven Jahren im Obermeier-Team geht Erwin Killinger, Prokurist und Vertriebsleiter, in den wohlverdienten Ruhestand. Wer Obermeier kennt, kennt auf alle Fälle auch ihn, Erwin Killinger – seine Karriere bei Obermeier beginnt mit dem besten Ausbildungs- und nur wenige Jahre später auch Meisterzeugnis seiner Jahrgänge. Jeder schätzt seine jahrzehntelange Praxiserfahrung und Kompetenz. Zeugnis davon geben nicht nur die große Beliebtheit und Nähe am Kunden sondern last but not least – seine einzigartige langjährige Führungsposition mit Prokura.

Sein Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen. „Mit Hartmut Weigelt haben wir bereits vor drei Jahren die Nachfolge eingeleitet“, so Ingrid Obermeier-Osl, die geschäftsführende Gesellschafterin. „Uns war wichtig, dass wir den Übergabeprozess – entsprechend unserer Firmenphilosophie der Nachhaltigkeit – rechtzeitig und reibungslos vollziehen, um unser inhabergeführtes Holzwerk bestens für die Zukunft aufzustellen“. Seit Anfang 2019 ist Hartmut Weigelt als Marketingleiter bei Obermeier und hat bereits federführend den neuen Markenauftritt der Franz Obermeier GmbH sowie die Einführung der Produktmarke „Innotree“ verantwortet. Hartmut Weigelt ist bewährter Vertriebs- und Marketingprofi und freut sich auf seine zusätzlichen Aufgaben und seine neue Verantwortung.

Print-on-demand wird an Bedeutung gewinnen

Wie ist der aktuelle Stand beim Digitaldruck? Welche Möglichkeiten bietet er dem industriellen Anwender und wo gibt es noch Grenzen. Die „möbelfertigung“ hat bei Elrond nach Innovationen, Potenzialen und Herausforderungen gefragt.

möbelfertigung: Herr Hänsel für welche Farbsysteme bietet Elrond Digitaldruckmaschine-/Anlagen an?
Ullrich Hänsel:
Wir bieten aktuell noch keine Digitalmaschinen an. Allerdings sind wir  in Gesprächen mit möglichen Druckkopf-Lieferanten, die auch das direkt zugehörige Equipment mitliefern können. Dabei geht unsere Orientierung vorerst in Richtung wasserbasierend.

möbelfertigung: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Entwicklungen im Digitaldruck der letzten fünf Jahre?
Ullrich Hänsel: Der absolute Hype hat sich etwas abgeflacht und sich eine realistischere Betrachtung und Einschätzung für mögliche Anwendungen des Digitaldrucks durchgesetzt.
Die bestehenden Maschinen haben sich verbessert und sind von Ergänzungs- zu Produktionsmaschinen gereift. Allerdings sind vielen möglichen Anwendern die aktuell verfügbaren Maschinen deutlich zu teuer.
Natürlich werden die Vorteile des Digitaldrucks, vor allem bei der Dekorneuentwicklung, von den Meisten gesehen. Die hohen Preise schrecken aber viele, vor allem kleinere Unternehmen, ab. Es werden einfache, „bezahlbare“ Digitalmaschinen gesucht, die eine Breite von vier bis fünf Fuß drucken können und eine Geschwindigkeit bis circa 80 m/min erreichen. Dabei sollte der Preisrahmen maximal im Bereich einer Analog-Produktionsmaschine liegen.

möbelfertigung: Wie stark ist die Durchdringung des industriellen Digitaldrucks bei den Dekordruckern und den Holzwerkstoff-Spezialisten und wie weit wird diese nach ihrer Einschätzung in fünf Jahren sein?
Ullrich Hänsel: Die Durchdringung ist noch nicht sehr stark. Doch sobald es gelingt, preisgünstigere Digitalmaschinen in den Markt zu bringen, wird es ein gutes Wachstumspotential für den Dekor-Digitaldruck geben.

möbelfertigung: Auf welche Weise können sich Digital- und Tiefdruck ergänzen?
Ullrich Hänsel: Viele Anwender fragen nach hybriden Anlagen, also einer Ergänzung aus beiden Druckwelten. In den Diskussionen spielt aber immer der Systempreis eine große Rolle. Wobei aktuell neueste Entwicklungen bei der Druckzylindergravur dem Tiefdruck gerade eine Renaissance bescheren. Hier ist die Nachfrage nach Komplettmaschinen ungebrochen, vielfach als Kombination von Druck- und Lacktechnologie.

Das komplette Interview und auch die Antworten des Unternehmens Mimaki mit der gleichen Fragestellung lesen Sie in der Ausgabe 8/2021 der „möbelfertigung“, die diese Woche Mittwoch (15. Dezember) erscheint. Sichern Sie sich HIER ein Abo, damit Sie in Zukunft keine Ausgabe verpassen.

Weitere Themen der Ausgabe: Die Nachberichte zu den gelungenen Veranstaltungen „Surface in motion“ in Wiesbaden und „Internationale Möbeltage“ in Dresden; warum zu viel Automatisierung zu Innovationsstillstand führen kann; wodurch das neue Grass-Headquarter im Vorarlberg absolut aus der Masse heraussticht; die Stationen der diesjährigen Furnierreise des IFN in der Schweiz; was Connox zum E-Commerce-Platzhirsch in der DACH-Region macht; wie Schattdecor und Fine Decor gemeinsam PET-Innovationen und höchste Liefersicherheit bieten wollen; inwiefern Häfele in Lagerware investiert; wie die Titus Group mit langfristigen Partnerschaften auf ein weltweites, rasantes Wachstum setzt; die Zusammenfassung und Highlights der Branchenmesse „Sicam“; was es mit „Izy“ und einheitlichen Maschinenschnittstellen auf sich hat; wie Leitz innovative Prozesse beim Fügen und in der Formatbearbeitung unterstützt und wie DTS die Kälteenergie von Stickstoff optimal nutzt. Außerdem: Die große Übersicht der CAD/CAM-Anbieter für den Bereich Stoff- und Lederzuschnitt.