Print-on-demand wird an Bedeutung gewinnen
Wie ist der aktuelle Stand beim Digitaldruck? Welche Möglichkeiten bietet er dem industriellen Anwender und wo gibt es noch Grenzen. Die „möbelfertigung“ hat bei Elrond nach Innovationen, Potenzialen und Herausforderungen gefragt.
möbelfertigung: Herr Hänsel für welche Farbsysteme bietet Elrond Digitaldruckmaschine-/Anlagen an?
Ullrich Hänsel: Wir bieten aktuell noch keine Digitalmaschinen an. Allerdings sind wir in Gesprächen mit möglichen Druckkopf-Lieferanten, die auch das direkt zugehörige Equipment mitliefern können. Dabei geht unsere Orientierung vorerst in Richtung wasserbasierend.
möbelfertigung: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Entwicklungen im Digitaldruck der letzten fünf Jahre?
Ullrich Hänsel: Der absolute Hype hat sich etwas abgeflacht und sich eine realistischere Betrachtung und Einschätzung für mögliche Anwendungen des Digitaldrucks durchgesetzt.
Die bestehenden Maschinen haben sich verbessert und sind von Ergänzungs- zu Produktionsmaschinen gereift. Allerdings sind vielen möglichen Anwendern die aktuell verfügbaren Maschinen deutlich zu teuer.
Natürlich werden die Vorteile des Digitaldrucks, vor allem bei der Dekorneuentwicklung, von den Meisten gesehen. Die hohen Preise schrecken aber viele, vor allem kleinere Unternehmen, ab. Es werden einfache, „bezahlbare“ Digitalmaschinen gesucht, die eine Breite von vier bis fünf Fuß drucken können und eine Geschwindigkeit bis circa 80 m/min erreichen. Dabei sollte der Preisrahmen maximal im Bereich einer Analog-Produktionsmaschine liegen.
möbelfertigung: Wie stark ist die Durchdringung des industriellen Digitaldrucks bei den Dekordruckern und den Holzwerkstoff-Spezialisten und wie weit wird diese nach ihrer Einschätzung in fünf Jahren sein?
Ullrich Hänsel: Die Durchdringung ist noch nicht sehr stark. Doch sobald es gelingt, preisgünstigere Digitalmaschinen in den Markt zu bringen, wird es ein gutes Wachstumspotential für den Dekor-Digitaldruck geben.
möbelfertigung: Auf welche Weise können sich Digital- und Tiefdruck ergänzen?
Ullrich Hänsel: Viele Anwender fragen nach hybriden Anlagen, also einer Ergänzung aus beiden Druckwelten. In den Diskussionen spielt aber immer der Systempreis eine große Rolle. Wobei aktuell neueste Entwicklungen bei der Druckzylindergravur dem Tiefdruck gerade eine Renaissance bescheren. Hier ist die Nachfrage nach Komplettmaschinen ungebrochen, vielfach als Kombination von Druck- und Lacktechnologie.
Das komplette Interview und auch die Antworten des Unternehmens Mimaki mit der gleichen Fragestellung lesen Sie in der Ausgabe 8/2021 der „möbelfertigung“, die diese Woche Mittwoch (15. Dezember) erscheint. Sichern Sie sich HIER ein Abo, damit Sie in Zukunft keine Ausgabe verpassen.
Weitere Themen der Ausgabe: Die Nachberichte zu den gelungenen Veranstaltungen „Surface in motion“ in Wiesbaden und „Internationale Möbeltage“ in Dresden; warum zu viel Automatisierung zu Innovationsstillstand führen kann; wodurch das neue Grass-Headquarter im Vorarlberg absolut aus der Masse heraussticht; die Stationen der diesjährigen Furnierreise des IFN in der Schweiz; was Connox zum E-Commerce-Platzhirsch in der DACH-Region macht; wie Schattdecor und Fine Decor gemeinsam PET-Innovationen und höchste Liefersicherheit bieten wollen; inwiefern Häfele in Lagerware investiert; wie die Titus Group mit langfristigen Partnerschaften auf ein weltweites, rasantes Wachstum setzt; die Zusammenfassung und Highlights der Branchenmesse „Sicam“; was es mit „Izy“ und einheitlichen Maschinenschnittstellen auf sich hat; wie Leitz innovative Prozesse beim Fügen und in der Formatbearbeitung unterstützt und wie DTS die Kälteenergie von Stickstoff optimal nutzt. Außerdem: Die große Übersicht der CAD/CAM-Anbieter für den Bereich Stoff- und Lederzuschnitt.





