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Autor: Möbelfertigung

Hymmen/i4F

USA und China erteilen weitere Digitaldruck-Patente

i4F und Hymmen gaben heute bekannt, dass neue Hymmen-Patente für digitale Strukturierung in den Vereinigten Staaten und China erteilt wurden. Das US-Patent „11141759 B2“ und das chinesische Patent „CN110267813B“ betreffen Verfahren zur digitalen Prägung von Plattenoberflächen mit unterschiedlichen Glanzgraden. Beide neuen Patente sind exklusiv über eine i4F-Lizenz erhältlich. Diese frisch erteilten chinesischen und US-amerikanischen Patente bieten weiteren Schutz für die hochmodernen digitalen Prägetechnologien von Hymmen auf allen Arten von Plattenmaterial.

Mit sofortiger Wirkung werden beide Patente dem Digital Printing Technologies Cluster von i4F hinzugefügt, das die nach eigenen Angaben weltweit fortschrittlichsten Digitaldruck- und Digitalprägetechnologien anbietet. Das Patentportfolio von i4F deckt alle weltweit relevanten Gerichtsbarkeiten ab – einschließlich der USA, Europa und China – und ist eines der umfassendsten, wenn nicht sogar das umfassendste Digitaldruck-Patentportfolio für Bodenbeläge, das derzeit angeboten wird.

Die strategische Partnerschaft mit Hymmen gibt I4F exklusive Lizensierungsrechte für alle Digitaldruckpatente und -Technologien für die Fußbodenproduktion. Dies schließt Hymmens mit mehreren Innovationspreisen ausgezeichente „Digital Lacquer Embossing“ (DLE und DLEplus) Technologie mit ein. Zusätzlich zu den exklusiven Lizenzrechten arbeitet i4F eng mit Hymmen zusammen, um neue Möglichkeiten des Digitaldrucks in der Bodenbelagsindustrie zu fördern und vertritt Hymmen in Fragen des Patentschutzes.

Dr. René Pankoke, geschäftsführender Gesellschafter von Hymmen, sagt: „In der Vergangenheit hat Hymmen eine starke Position im Bereich des geistigen Eigentums innegehabt, und die Erteilung dieser beiden neuen Patente unterstreicht dies noch weiter. Der Digitaldruck ist weiterhin auf dem Vormarsch, da er in der Zukunft der modularen Bodenbeläge eine entscheidende Rolle spielen wird. Diese neuen Technologien bieten den Herstellern eine unbegrenzte Design- und Prägeflexibilität auf einer breiten Palette von Materialien.“

John Rietveldt, CEO von i4F, fügt hinzu: „Diese jüngsten Patente in den USA und China bestätigen erneut die Stärke des lizenzierbaren Portfolios mit digitalen Druck- und Strukturierungspatenten. Der Zugang zu diesen Technologien ist nur über eine i4F-Lizenz möglich, die einen soliden Patentschutz in allen wichtigen Regionen bietet.“

Rechnet 2022 mit kräftigem Wachstum

Die deutsche Robotik- und Automationsbranche rechnet für 2022 mit einem Branchenwachstum von 10 Prozent. „Die Auftragsbücher der Robotik und Automation sind aktuell gut gefüllt und wir sehen ein positives Investitionsklima in unseren wichtigen Kundenbranchen. Bei unserer bestehenden Prognose für 2021 von +11 Prozent liegen wir auf der Zielgeraden. Damit stehen die Chancen gut, dass wir 2022 mit einem Branchenumsatz von 14,7 Milliarden Euro wieder exakt unser Vorkrisenniveau von 2019 erreichen. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die aktuellen Disruptionen bei den Lieferketten nicht deutlich verstärken“, sagt Frank Konrad, Vorsitzender des VDMA Fachverbands Robotik + Automation und CEO der Hahn Automation GmbH in Rheinböllen.

Herzlichen Glückwunsch Wolf-Gerd Dieffenbacher

Heute feierte Wolf-Gerd Dieffenbacher seinen siebzigsten Geburtstag. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Tagesgeschäft am 1. Juli 2019 war der Unternehmer über 40 Jahre lang für das Eppinger Familienunternehmen Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau aktiv, dem er seit 1985 in vierter Generation als Geschäftsführer vorstand. Als Mitglied des Beirats und in verschiedenen weiteren Funktionen ist Wolf-Gerd Dieffenbacher dem Unternehmen weiterhin eng verbunden.

Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Saarbrücken sammelte Wolf-Gerd Dieffenbacher erste Berufserfahrung beim Maschinen-Hersteller Pathex in Toronto, Kanada. Im Jahr 1979 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm zunächst die kaufmännische Leitung des Familienunternehmens, das zu dieser Zeit von seinem Vater Gerhard Dieffenbacher sowie dessen Vetter Albert Dieffenbacher geführt wurde. Sechs Jahre später schließlich löste Wolf-Gerd Dieffenbacher seinen Vater in der Geschäftsführung ab.

„Eine wegweisende Entscheidung, mit der Wolf-Gerd Dieffenbacher das Unternehmen geprägt hat und ohne die es Dieffenbacher, wie wir es heute kennen, sicher nicht gegeben hätte, war die Entwicklung der kontinuierlichen Holzwerkstoffpresse im Jahr 1989“, erinnert sich CFO Volker Kitzelmann, der 2016 gemeinsam mit Wolf-Gerd Dieffenbachers Sohn Christian in die Dieffenbacher-Geschäftsführung berufen wurde.

Internationalisierung und die Stärkung der Gesamtanlagenkompetenz sind die Stichworte, die Wolf-Gerd Dieffenbachers Wirken am treffendsten beschreiben. Während er auf der einen Seite den internen Kompetenzaufbau vorantrieb (z. B. durch den Aufbau des Geschäftsbereichs Automation und die Gründung eines externen Beirats), sorgten auf der anderen Seite die zahlreichen Gründungen neuer Auslandsniederlassungen (z. B. in den USA, Malaysia, Indien, Russland und China) und Produktionsstandorte (in Kanada, Tschechien und China) sowie die Übernahme und Integration einiger Marktbegleiter entlang der Wertschöpfungskette (z.B. Schenkmann-Piel, Schenck, Maier, Metso und SWPM) für den rasanten Wandel des Unternehmens vom eher national ausgerichteten Maschinen- zum global führenden Anlagenbauer.

Auch die Diversifizierung des Unternehmens trägt Wolf-Gerd Dieffenbachers Handschrift. Die Dieffenbacher Business Unit Forming entwickelt und vertreibt seit Mitte der Fünfzigerjahre Pressen und Gesamtanlagen für die Metallumformung. In den Achtzigerjahren wurde das Portfolio um Anlagen zur Herstellung von glas- und carbonfaserverstärkten Kunststoffbauteilen erweitert. Seit 2016 trieb Wolf-Gerd Dieffenbacher zudem den Ausbau des neuen Geschäftsbereichs Recycling voran, der seit 2019 auch offiziell als eigene Business Unit zum dritten Standbein des Unternehmens geworden ist. So bietet Dieffenbacher zum Beispiel Altholzaufbereitungsanlagen für die Holzwerkstoffindustrie, aber auch Lösungen zur Produktion alternativer Brennstoffe wie Biogas oder Pellets an.

„Jenseits all dieser Meilensteine und seines unternehmerischen Talents, hat mich vor allem Wolf-Gerd Dieffenbachers Führungsgeschick immer beeindruckt. Seine Art und Weise, Menschen zu führen, sie mitzunehmen, zu motivieren und zu begeistern, habe ich mir zum Vorbild genommen“, so Kitzelmann. „Mit der Ausbildung junger Menschen seiner gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden, liegt Wolf-Gerd Dieffenbacher dabei ebenso sehr am Herzen wie das Wohl seiner Familie, seiner Mitarbeitenden und des Unternehmens selbst.“

In einer Zeit großer Veränderungen ist es Wolf-Gerd Dieffenbacher gelungen, das Unternehmen Dieffenbacher vom reinen Pressenhersteller zu einem international führenden Gesamtanlagenanbieter für die Holzwerkstoff-, die Composites- und Metall- sowie die Recyclingindustrie zu entwickeln. In diesem Zeitraum konnte der Unternehmensumsatz von 36 Millionen auf über 400 Millionen Euro gesteigert werden.

Für sich selbst wünschte sich Wolf-Gerd Dieffenbacher zum siebzigsten Geburtstag vor allem Gesundheit und dass er seinem Unternehmen noch möglichst lange als wichtiger strategischer Berater zur Verfügung stehen könne und dürfe. Dem Unternehmen viel Erfolg zu wünschen, sei für ihn eine Herzensangelegenheit, so Wolf-Gerd Dieffenbacher, auch wenn das eigentlich nicht nötig sei, denn er wisse ja, dass es bei seinem Sohn Christian Dieffenbacher als CEO sowie dessen Geschäftsführer-Kollegen CFO Volker Kitzelmann und CTO Lothar Fischer in den besten Händen sei.

Handwerk: 3,6 Prozent mehr Umsatz im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2021 sind die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland gegenüber dem dritten Quartal 2020 um 3,6 Prozent gestiegen. Nach einer deutlichen Erholung (+11,4 %) im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal setzt sich die positive Entwicklung damit fort. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren Ende September 2021 im zulassungspflichtigen Handwerk jedoch 1,2 Prozent weniger Personen tätig als Ende September 2020. Damit hält der Beschäftigtenrückgang an. Bereits Ende Juni 2021 waren 1,0 Prozent weniger Personen im zulassungspflichtigen Handwerk tätig gewesen als ein Jahr zuvor.

In fünf der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks wurden im dritten Quartal 2021 höhere Umsätze als im Vorjahresquartal erwirtschaftet.

Den stärksten Umsatzzuwachs verzeichneten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (+12,8 %). Hierzu trugen besonders die beiden größten Gewerbezweige dieser Gruppe – Feinwerkmechaniker (+17,0 %) und Metallbauer (+12,5 %) – bei. Es ist davon auszugehen, dass die hohen Preissteigerungen bei Vorleistungsgütern, speziell bei Metallen, und die erhöhte Nachfrage im Industriezweig „Maschinenbau“ zu den Umsatzsteigerungen beigetragen haben. Auch das Ausbaugewerbe (+8,4 %) erwirtschaftete deutlich mehr Umsatz. Treibende Kraft waren dabei die Umsatzsteigerungen bei den Elektrotechnikern (+13,4 %).

Im Gesundheitsgewerbe (+4,3 %), Bauhauptgewerbe (+2,8 %) und Lebensmittelgewerbe (+1,5 %) gab es ebenfalls Umsatzsteigerungen, die aber deutlich moderater ausfielen.

Umsatzverluste verzeichneten zwei Gewerbegruppen: das Kraftfahrzeuggewerbe (-6,3 %) und die Handwerke für den privaten Bedarf (-3,3 %). Im Kraftfahrzeuggewerbe kam es sowohl bei den Kraftfahrzeugtechnikern (-6,6 %) als auch bei den Zweiradmechanikern (-4,5 %) zu Umsatzrückgängen. Ursache für die Umsatzrückgänge im Kraftfahrzeuggewerbe dürften Materialengpässe, beispielsweise im Bereich Mikrochips, sein.

In fünf von sieben Gewerbegruppen waren Ende September 2021 weniger Personen tätig als Ende September 2020. Die Beschäftigung nahm in den Handwerken für den privaten Bedarf (-9,0 %) am stärksten ab. Hauptgrund für diese Entwicklung ist der anhaltende Rückgang bei den Friseurunternehmen (-11,0 %). So waren bereits Ende Juni 2021 weniger Personen in Friseurunternehmen (-9,9 %) beschäftigt gewesen als noch ein Jahr zuvor.

Award für die Edelmatt Kollektion

Nachdem die Division Furniture Solutions beim diesjährigen „German Design Award“ gleich drei Preise erhielt, kommt kurz vor Jahresende die nächste Auszeichnung: Die Edelmatt Kollektion überzeugte auch die Jury der „Iconic Awards: Innovative Interior“, die ebenfalls vom Rat für Formgebung ins Leben gerufen wurden – und die mit Schwerpunkt auf architektonischen Lösungen einen weiteren Aspekt exzellenten Designs beleuchten.

Die „Iconic Awards: Innovative Interior“ gelten als Trendbarometer der Einrichtungsbranche. Zielsetzung des Preises, mit dem laut Selbstbeschreibung „nur die Besten der Besten aus Einrichtungsbranche und Interior Design“ ausgezeichnet werden, ist es, eine Plattform für die Vernetzung von Architekten, Produktdesignern und Objektentwicklern mit der Einrichtungsindustrie zu entwickeln. Wer sich hier gegen die hochkarätige Konkurrenz durchsetzt, hat damit den Nachweis für die außergewöhnliche Qualität seiner Produkte.

Das gilt laut Juryurteil in diesem Jahr für die Rehau Edelmatt Kollektion, der in der Kategorie „Produktdesign/Möbel“ die Auszeichnung „Best of Best“ verliehen wurde. Mit der Edelmatt Kollektion, die konsequent den Trend zu matten Möbeln aufgreift, können Schreiner, Designer und Industriepartner Möbel und Räume aus einem Guss schaffen. Ermöglicht wird dies dadurch, dass Oberfläche, Kante und Stauraum im Designverbund erhältlich sind. Die ansprechende Optik wird begleitet von einer angenehmen, samtweichen Haptik mit Soft Touch und Anti-Fingerprint.

„Das ist ein toller Abschluss für ein herausforderndes Jahr 2021 und ein schönes symbolisches Weihnachtsgeschenk für das gesamte Team“, sagt Hans Peter Mehnert, Head of Product Management Furniture Systems and Components. „Mich freut daran besonders, dass wir Bestätigung für den Weg bekommen, den wir eingeschlagen haben. Nämlich: Produkte von der Kollektion aus zu denken.“

Jörg Kipper ist neuer Vorsitzender

Jörg Kipper, Geschäftsführer der Festo Vertrieb GmbH & Co. KG, wurde zum neuen Vorsitzenden der VDMA-Fachabteilung Integrated Assembly Solutions (VDMA IAS) ernannt. Er folgt damit auf Johannes Linden von der PIA Holding GmbH, der aufgrund personeller Veränderungen satzungsgemäß aus dem Vorstand von VDMA IAS ausschied und somit auch den Vorsitz der IAS niederlegte. Sein Nachfolger Thomas Ernst, neuer CEO der PIA Holding GmbH, wurde in den IAS-Vorstand berufen.

Der Vorstand von VDMA Integrated Assembly Solutions bedankt sich bei Johannes Linden für sein aktives Engagement in den letzten Jahren und freut sich auf eine produktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Thomas Ernst.

Kipper freut sich, die Arbeit als neuer Vorsitzender der IAS aufzunehmen und bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen: „Die Integrated Assembly Solutions trägt entscheidend zu einer wettbewerbsfähigen Produktion am deutschen und europäischen Standort bei. Durch einen hohen Automatisierungsgrad in der Montage und Handhabung können wir dem demographischen Wandel in der nächsten Dekade entgegenwirken. Hierfür ist es entscheidend, dass sich die Branche stärker mit den Chancen der Digitalisierung befasst. Der VDMA muss dabei wichtige Rahmenbedingungen schaffen, damit eine erfolgreiche Umsetzung gelingt. Als neuer Vorsitzender der VDMA Integrated Assembly Solutions möchte ich dabei aktiv unterstützen“, so Jörg Kipper.

Jetzt geht es los mit dem Verkauf

Wie bereits gestern auf moebelfertigung.com gemeldet, stehen die Chancen für eine Übernahme von Lechner gut. Nun wurde bekannt gegeben, dass der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl gemeinsam mit der international agierenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) den Verkaufsprozess gestartet hat. Dafür wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog definiert, um Lechner in die Profitabilität zurückzuführen.

Zum Verkauf stehen der operative Geschäftsbetrieb in Rothenburg o.d.T. einschließlich der nicht von der Insolvenz betroffenen Tochtergesellschaften in Schweden und Ungarn sowie die Betriebsimmobilie am Standort in Rothenburg ob der Tauber.

In diesem Zusammenhang wird noch einmal die Attraktivität des in Europa führenden Arbeitsplatten- und Rückwandkonfektionärs hervorgehoben: In den letzten Jahren konnte Lechner innovative Produkte erfolgreich in den Markt einführen und den Umsatz mit bestehenden und neuen Kunden nennenswert ausbauen, so heißt es. In Zahlen bedeutet dies für das Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von ca. 78 Millionen Euro (2019 waren es 74 Mio. Euro). Aufgrund der guten Auftragslage wird für das Geschäftsjahr 2021 ein Umsatz in Höhe von ca. 85 Millionen Euro erwartet. Trotz der Lieferverzögerungen bei Vorlieferanten, die im vierten Quartal zu einem Auftragsstau geführt haben.

Die Auftragsbücher sind weiterhin voll und ein erstes Feedback der Kunden und Partner zeige, dass diese zu Lechner stehen und der Marktführer im Premiumsegment für Arbeitsplatten eine hohe Reputation am Markt genießt.

In den letzten Tagen haben bereits mehrere Parteien Interesse an Lechner bekundet. „Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, für Lechner eine zukunftsfähige Investorenlösung zu finden“, sieht Dr. Hubert Ampferl bereits ersten Gesprächen entgegen. Ziel ist nun, den Verkaufsprozess bis Ende Februar 2022 abzuschließen. Ansprechpartner bei PwC sind Timo Klees (Partner) und Julia Jaumann (Manager).

Erwartet steigende Umsätze und treibt Nachhaltigkeit und Digitalisierung voran

Das Jahr 2021 war, besonders am Anfang und nun in aller Deutlichkeit noch einmal am Jahresende, stärker von der COVID-19-Pandemie geprägt, als erhofft. Weitere Lockdowns in verschiedenen Teilen der Welt und neue Virusvarianten haben auch Dieffenbacher vor einige Herausforderungen gestellt. „Dass wir es geschafft haben, unsere Kunden trotz vieler Einschränkungen genauso gut zu betreuen wie in den Zeiten vor der Pandemie, macht mich besonders stolz auf unser Team“, so CEO Christian Dieffenbacher. Und nicht nur das: Aus allen drei Business Units – Wood, Forming und Recycling – gibt es viel Positives zu berichten.

Die Business Unit Wood verzeichnet im Neuanlagengeschäft eine hohe Nachfrage aus nahezu allen Kontinenten der Welt. In Europa werden verstärkt Anlagen für Spezialprodukte wie Holzfaserdämmplatten und Anlagen mit speziellen Umwelttechniklösungen für mehr Nachhaltigkeit bestellt. „Unsere Kunden entscheiden sich immer häufiger für Gesamtanlagen – alles aus einer Hand und möglichst wenig Schnittstellen“, stellt Christian Dieffenbacher fest. Ein Auftrag für eine besondere Gesamtanlage kam zum Beispiel von der Homanit Gruppe für ihren neuen Standort in Pagirai, Litauen. Neueste Umwelttechniklösungen werden dort im Zusammenspiel mit dem Fasertrockner und einer 50-MW-Energieanlage dafür sorgen, dass die Anlagenemissionen minimiert werden. Außerdem erhielt Dieffenbacher vier Aufträge für Anlagen zur Produktion von Holzfaserdämmplatten, die zur ökologischen und klimafreundlichen Dämmung im Hausbau verwendet werden.

Die Diversifizierung der Business Unit Forming (ehemals Business Unit Composites), die Dieffenbacher Ende 2020 mit dem Wiedereintritt in die Metallindustrie vorangetrieben hatte, hat sich als richtiger Schritt für das Unternehmen erwiesen. Sowohl bei Neuanlagen als auch in den Bereichen Service, Ersatzteile und Modernisierungen sorgt vor allem das Metallgeschäft dafür, dass der Auftragseingang die Erwartungen deutlich übertroffen hat. Begünstigt wurde diese erfolgreiche Entwicklung zudem durch die Erholung der Märkte in Europa und Nordamerika. So bestellte zum Beispiel Continental Structural Plastics (CSP), einer der weltweit größten Hersteller von Composite-Bauteilen, zur Erweiterung seines Werks in Sarepta im US-Bundesstaat Louisiana eine LFT-D-Anlage inklusive 2.500-Tonnen-Presse bei Dieffenbacher.

Die Business Unit Recycling überzeugt ihre Kunden durch nachhaltige Lösungen in den Bereichen Altholzrecycling, alternative Brennstoffe und „Waste2Product“. Sie konstruiert und liefert zum Beispiel Altholzaufbereitungsanlagen für die Spanplattenherstellung – mit Reinheitsgraden von bis zu 99,5 Prozent durch modernste Sortiertechnik – und Anlagen zur Produktion von Paletten aus 100 Prozent recyceltem Altplastik. In diesem Jahr kam unter anderem ein Auftrag für ein innovatives Anlagenkonzept zur Herstellung von Dämmplatten aus PU-(Polyurethan-) Abfällen hinzu.

Als Teil des neuen Smart-Plant-Konzeptes „Cebro“, hat Dieffenbacher im September die digitale Plattform „Evoris“ vorgestellt und dafür ein überwältigend positives Feedback erhalten. „Evoris“ gewährt Herstellern einen tiefen Einblick in ihre Produktion, indem es Prozesse sichtbar macht, die normalerweise nicht einsehbar sind. Mithilfe künstlicher Intelligenz ermöglicht „Evoris“ umfassende Analysen von Live-Daten, die Anlagenbetreibern dabei helfen, ihre Anlagen besser zu verstehen und wichtige Entscheidungen schneller zu treffen. Neben „Evoris“ umfasst „Cebro“ außerdem fortschrittliche Lösungen zur Energierückgewinnung und Förderung der Nachhaltigkeit sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Operational Excellence. Zunächst für die Business Unit Wood entwickelt, werden „Cebro“ und „Evoris“ im Jahr 2022 sukzessive auch für Dieffenbacher Forming- und Recycling-Kunden verfügbar sein.

„Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden für uns auch in den kommenden Jahren im Fokus stehen“, erklärt Christian Dieffenbacher. „Der Trend zum klimafreundlichen Bauen mit Holz und Holzwerkstoffen sowie deren Recyclingfähigkeit kommt uns sehr entgegen, ebenso die allgemein gute Baukonjunktur.“

Für das Jahr 2021 erwartet Dieffenbacher einen Umsatz von knapp 400 Millionen Euro. „Diesen wollen wir in den nächsten Jahren schrittweise auf über 500 Millionen Euro ausbauen“, so Christian Dieffenbacher. „Die Grundlage dafür bilden unsere im Markt überzeugenden, innovativen Produkte sowie unsere qualifizierten und engagierten Mitarbeitenden. An unserem Stammsitz in Eppingen werden wir einen zweistelligen Millionenbetrag investieren und damit die Weichen für unsere Wachstumsziele stellen.“

Mit 16 Produktions-, Service- und Vertriebsstandorten weltweit stellt Dieffenbacher nicht nur die Nähe zu seinen Kunden sicher, sondern kann auch auf ein globales Produktions- und Beschaffungsnetzwerk zurückgreifen. „Das ist besonders wichtig, gerade in der aktuellen Zeit. Auf unterbrochene Lieferketten oder mangelnde Verfügbarkeit von wichtigen Ressourcen können wir daher besser reagieren. Unsere Kunden können sich sicher sein, dass wir sie stets bestens versorgen können“, so Christian Dieffenbacher.

„Wir sind mit unseren fortschrittlichen Lösungen in allen relevanten Märkten weltweit vertreten und haben unser Profil als Gesamtanlagenlieferant noch einmal deutlich geschärft“, fasst er abschließend zusammen. „Das macht mich optimistisch, dass wir im Jahr 2022 ein Umsatzvolumen von ca. 450 Millionen Euro erreichen können.“

Barberan tritt der Partnerschaft mit Zeetree im Bereich Digitaldruck und Texturierung für Dekorplatten bei

Barberan schließt sich der Partnerschaft zwischen Unilin Technologies und Zeetree im Bereich Digitaldruck und Texturierung für dekorative Platten an. Auf dem heutigen hart umkämpften globalen Markt hat die Notwendigkeit, die Lagerkosten zu senken, eine Just-in-Time-Fertigung einzuführen, die Anforderungen der Verbraucher zu erfüllen und viele andere Herausforderungen zu bewältigen, zur Entwicklung neuer digitaler Lösungen geführt. Die fortschrittlichen Digitaldruck- und Texturierungslinien von Barberan in Kombination mit dem starken Patentportfolio von Unilin Technologies in diesem Bereich bieten nun die ideale, umfassende technische Lösung für Hersteller von dekorativen Hartpappen.

„Wir glauben, dass die Zeit reif war, unsere Kräfte mit Unilin Technologies zu vereinen. Ihre frühe und kontinuierliche Forschung in dieser Technologie führte zu den ersten und wichtigsten Patenten im Bereich des Digitaldrucks und der Texturierung. Unilin ist ein starker Verbündeter und daher ideal positioniert, um diese Technologie für den Markt der Dekorplatten zu lizenzieren“, sagt Eladio Lerga von Barberan.

Jasmine Geerinckx, Business Development Director bei Unilin Technologies, erklärte: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Barberan, einem führenden Anbieter innovativer industrieller Lösungen für die Oberflächenveredelung und spezialisierter Single-Pass-Druck- und Texturierungslinien für die Produktion von dekorativen Hartpappen.“ Sie fügte hinzu: „Es ist auch gut zu sehen, dass die erfolgreiche Implementierung der Texturierungstechnologien unseres Partners Zeetree unsere Zusammenarbeit mit Barberan weiter verbessert, und wir freuen uns darauf, weitere Unternehmen mit relevantem geistigem Eigentum und Technologie in unserem kooperativen Partnerschaftsmodell willkommen zu heißen.“