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Autor: Möbelfertigung

Positives Resümee vom ersten „Digital Foam Summit“

Vom 30. November bis 1. Dezember öffnete Bäumer seine digitalen Tore. Rund 200 Gäste waren der Online-Messe live zugeschaltet. Das Feedback der Teilnehmenden zeigte die Wichtigkeit und den Erfolg der Veranstaltung auf.

Automatisierte Produktionsabläufe und die Verarbeitung von Maschinendaten. Die digitale Transformation ist längst zu einem unumstrittenen Teil des Tagesgeschäfts der Schaumstoffindustrie geworden. Die Albrecht Bäumer GmbH & Co. KG, Hersteller von Maschinen, Anlagen und Software zur Schaumstoffverarbeitung, lud Kunden und Interessierte zum zweitägigen Live-Stream zu diesem Thema ein – Innovationen aus der Industrie und aus Freudenberg inklusive. Das waren die Top-Themen des „Digital Foam Summit“ (DFS).
„Wenn wir um 6 Uhr morgens unseren roten Knopf drücken, dann muss alles funktionieren.“ Diese Anforderung formulierte Francisco Pineda, COO der spanischen Pikolin Group, gegenüber Bäumer vor Start des Großprojekts der Bebauung eines Greenfields. Was er damit meinte: Jeder Auftrag muss der richtigen Maschine zugewiesen, jede Information in die Produktionsplanung des jeweiligen Tages integriert werden. Und all das automatisch auf Knopfdruck. Gemeinsam mit Bäumers Sales Director Stephan Hohenadl berichtete er von der spannende Entwicklung der vollautomatischen Lösung.

Der Bau der neuen Produktionsstätte in Zaragoza, Spanien, erforderte 40 Lastwagenladungen, sechs Jahre der Planung und zwei Jahre der Implementierung. Und es hat sich gelohnt. Pineda sprach von einer state-of-the-art Matratzen Produktion: „Unsere vollautomatische Anlage verknüpft das Lang- und Kurzblocklager intelligent mit der Verarbeitung. Alle benötigten Daten speisen wir direkt aus dem hauseigenen ERP ein.“

In der Gesprächsrunde warfen die Experten auch die Frage nach der Nachhaltigkeit der Industrie auf. Ist „grün“ bloße Modefarbe oder schlafen unsere Kunden in 10 Jahren auf alternativen Materialien an Stelle von Polyurethan? Die Abstimmung der Gäste und Zuschauer über diese Frage fiel unentschieden aus. Pineda stellte jedoch fest: „Wir müssen uns Gedanken über die Müllentsorgung der Zukunft machen. Wohin sollen verbrauchte Matratzen?“ Immerhin entsprechen diese einer Anzahl von 40 Millionen pro Jahr – allein in Europa.

Bäumer nutzte den DFS zur Präsentation einer Neuerung im Langspalt-Sektor. Die „Infinity“, Nachfolger der BSV-E Maschine, arbeitet nun mit einem modularen System. Je nach Anforderungen können Elemente der Comfort- und Premium-Version individuell kombiniert werden. Die Looper-Maschine sichert minimale Schneidtoleranzen und bietet die Möglichkeit des Schneidens von sehr weichen Materialien. „Mich als Maschinenkonstrukteurin begeisterte der neue Looper am meisten. Sehr eindrucksvoll!“, schilderte eine Zuschauerin.

Auch Besitzer von im Lebenszyklus fortgeschrittenen Maschinen kamen beim ersten DFS auf ihre Kosten. Stephan Christ, Head of Hotline and Retrofit solutions bei Bäumer, hielt für nahezu jede Maschine den passenden mechanischen oder elektrischen Umbau als Retrofit bereit: „Statt eine neue Maschine anzuschaffen wird die bestehende Anlage auf den neusten Stand der Technik gebracht. Das schont finanzielle Ressourcen und trägt auch zur Nachhaltigkeit der Produktion bei, was Wiederherstellung der Ersatzteilverfügbarkeit und Minimierung von Maschinenstillstandzeiten bedeutet.“

Auch neu entwickelte Maschinenteile wurden als Retrofit vorgestellt. So wie der Automatische Schleifapparat, der die Verantwortung für das Schneidergebnis vom Bediener auf das intelligente Programm überträgt, um die Qualität des Schnitts und die Standzeit des Messers nachhaltig zu verbessern.

Insider Tipps aus der Schaumstoffverarbeitung und neue Lösungen aus den Bereichen Spaltens und Sägens: Der erste „Digital Foam Summit“ gab nicht nur praktische Ratschläge, sondern auch einen Ausblick in die aufregende Zukunft der Schaumstoffindustrie. Bäumer hofft viele der Teilnehmenden zu einem weiteren Summit begrüßen zu dürfen, wenn es wieder heißt: „Next level foam cutting“. In der Zwischenzeit können einzelne Vorträge des Summit online angeschaut werden unter www.baeumer.com.

Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2021: -0,5 Prozent zum Vorjahresmonat

Ende Oktober 2021 waren knapp 5,5 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, ging die Zahl der Beschäftigten gegenüber Oktober 2020 um 30.000 oder 0,5 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vormonat September 2021 sank die Zahl der Beschäftigten leicht um 8.000 oder 0,1 Prozent. Die Beschäftigtenzahl war auch in diesem Monat weiterhin deutlich niedriger als vor der Corona-Krise: Im Oktober 2021 waren im Verarbeitenden Gewerbe 195.000 oder 3,4 Prozent weniger Personen beschäftigt als im Oktober des Vorkrisenjahres 2019.

Die Zahl der Beschäftigten nahm im Oktober 2021 im Vergleich zum Oktober 2020 in vielen Wirtschaftsbereichen des Verarbeitenden Gewerbes ab. Am stärksten sank die Beschäftigtenzahl in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit jeweils -2,4 Prozent. Deutlich zurückgegangen sind die Beschäftigtenzahlen auch in der Herstellung von Metallerzeugnissen und im Maschinenbau mit jeweils -2,0 Prozent.

Deutlich um 4,6 Prozent gestiegen ist die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorjahresmonat in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln. Dies ist unter anderem darin begründet, dass für Beschäftigte von Schlachthöfen ab dem Berichtsmonat Januar 2021 viele Leiharbeitsverträge in Festverträge umgewandelt wurden und diese Beschäftigten seitdem in dieser Statistik erfasst werden. Zuvor waren sie dem Dienstleistungsbereich zugeordnet.

Die im Oktober 2021 geleisteten Arbeitsstunden nahmen im Vergleich zum Oktober 2020 um 2,9 Prozent auf 679 Millionen Stunden ab –dabei hatte der Oktober 2021 allerdings einen Arbeitstag weniger als der Vorjahresmonat.

Die Entgelte für die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe lagen im Oktober 2021 bei rund 23,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das ein Anstieg um 1,3 Prozent.

Umsatz im Bauhauptgewerbe im September über 6 % gestiegen

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im September 2021 um 6,1 Prozent gegenüber September 2020 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent. In den ersten neun Monaten 2021 lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe um 0,9 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,6 Prozent.

Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des Bauhauptgewerbes stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat in der Zimmerei mit +13,1 Prozent sowie bei den „Sonstigen spezialisierten Bautätigkeiten anderweitig nicht genannt“ (dazu zählen unter anderem Betonarbeiten) mit +14,3 Prozent besonders stark an, während es beim Rohrleitungstiefbau und Kläranlagenbau einen Umsatzrückgang von 2,1 Prozent gab.

Greenply gibt eine MDF/HDF-Anlage in Auftrag

M/s Baahu Panel Pvt Ltd, die hundertprozentige Tochtergesellschaft von Greenply Industries Limited (GIL), gibt eine Anlage zur Produktion von MDF und HDF bei Siempelkamp in Auftrag. Greenply Industries Limited ist Indiens größter Anbieter für Innenausstattungen. Damit setzt das Unternehmen am Standort Vadodara im Bundesstaat Gujarat im westlichen Indien auf die Verarbeitung von Eukalyptusvorkommen für die Plattenproduktion.

Das Unternehmen, das seine ersten Meilensteine ab 1984 mit einer Sägemühle setzte, hat sich auf die Produktion von Sperrholz, Türen und Zierfurnieren spezialisiert. „To reach the top“ ist das erklärte Ziel Greenplys, dessen Stammsitz in Kolkata liegt. Greenply entschied sich für eine Siempelkamp-„Contiroll“-Presse zur Produktion von MDF und HDF, deren Plattendickenvarianz 1,5 mm bis 35 mm umfassen wird.

Eukalyptus, eine der häufigsten Plantagenbaumarten in Indien, wird zur Herstellung von MDF/HDFPlatten genutzt. Das Holz eignet sich unter anderem für den Fußbodenbau, den Möbel- und den dekorativen Innenausbau. Insbesondere im indischen Markt genießen Siempelkamps Anlagen zur Verarbeitung der regional hochverfügbaren Eukalyptusvorkommen einen erstklassigen Ruf.

„Wir bedanken uns bei Greenply für das Vertrauen in unsere Kompetenz, exzellente Anlagen für die Holzwerkstoffproduktion zu liefern, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, so Samiron Mondal, Geschäftsführer Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH.

Gelingt die Übernahme bis Ende Januar?

„Die Auftragsbücher sind voll.“ „Kunden und Lieferanten können sich weiterhin auf den Warenzufluss, die Produktion, Termin- und Liefertreue verlassen.“ So lautete die Ankündigung von Lechner parallel zur Insolvenz, die am 26. November öffentlich wurde.

Das Versprechen kann offenbar weiterhin eingehalten werden. Wie die Nachfrage von moebelkultur.de ergab, variieren die Lieferzeiten zwar je nach Produkt und Dekor, doch insgesamt wirke sich der Insolvenzprozess nicht auf die Lieferzeit der Produkte aus. „Alle wichtigen Lieferanten und Dienstleister halten Lechner die Treue und der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter“, so heißt es aus dem Unternehmen.

Lediglich bei einzelnen Dekoren komme es zu Versorgungsengpässen bei Vorlieferanten wegen der allgemein bekannten weltweiten Materialknappheit und Störungen der internationalen Lieferketten. Dazu seien die persönlichen Ansprechpartner im Innendienst von Lechner mit den Kunden stets im Austausch.

Auch mit dem Sanierungskonzept liege Lechner mit maßgeblicher Beteiligung von Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl (Dr. Beck & Partner) im Zeitplan. Derzeit werden die Unternehmensprozesse ganzheitlich betrachtet mit dem Ziel, Lechner langfristig profitabler und attraktiver zu machen. Die möglichen Maßnahmen werden dann gemeinsam mit einem Investor in den kommenden Monaten bewertet. Der Insolvenzantrag vereinfache diesen Investorenprozess und habe das Interesse weiterer potenzieller Investoren geweckt.

Ziel ist die übertragende Sanierung des Unternehmens. Hierzu werden weiterhin intensive und sehr aussichtsreiche Gespräche geführt, die voraussichtlich bis Ende Januar erfolgreich abgeschlossen sein werden. So lautet die optimistische Aussicht, die moebelkultur.de auf Anfrage erhielt.

Topateam

Zweistelliges Umsatzplus in 2021

Lieferengpässe bei Holz und anderen Baumaterialien sowie die anhaltende Corona-Pandemie haben die Branche auch 2021 in Atem gehalten. Dennoch erzielte die Topateam GmbH ein gutes Ergebnis. Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2020 konnte der Umsatz 2021 im zweistelligen Prozentbereich weiter ausgebaut werden.

Topateam startet mit einem starken Wachstumsplus in das neue Geschäftsjahr. Die Materialengpässe vor allem bei Holz sowie Halbleitern haben Topateam sowie die Partner vor große Herausforderungen gestellt. Die Topateam-Partner mussten teilweise große Geduld aufbringen, wenn es zum Beispiel um Bestellungen von elektronischen Küchengeräten ging. „Unsere Partnerbetriebe haben diese Situationen vorbildlich gemeistert und so maßgeblich zu unserem gemeinsamen Erfolg beigetragen“, so Walter Greil, Geschäftsführer der Topateam GmbH.

Die Nachfrage nach hochwertigen Möbeln und Küchen sei durch die Corona-Pandemie noch gesteigert worden. Die Topateam-Schreiner und -Tischler konnten sich im vergangenen Jahr auch wieder über volle Auftragsbücher freuen. Im Wellness-Bereich, speziell Saunen und Infrarotkabinen, verzeichnete Topateam ein Umsatzplus. Die Bereiche im Einrichtungssektor florierten. Die Menschen haben sich durch die Pandemie wieder mehr auf die Gestaltung der eigenen vier Wände fokussiert. Viele, die aufgrund der Pandemie nicht in den Urlaub fahren konnten, investierten das Geld in die Verschönerung des Wohnraums. Unsere Auftragszahlen zeigen ein großes Interesse an individuellen, langlebigen und hochwertigen Möbeln.

So hat die Topateam GmbH auch 2021 ihr Angebot für die Partnerbetriebe ausgeweitet. Dank der Kooperation mit der Voit GmbH und der Nutzung von „myschrank.de“ haben Topateam-Schreiner und -Tischler nun noch mehr Möglichkeiten, Möbel individuell zu planen und umsetzen zu lassen.

Neu im Topateam-Lieferanten-Portfolio ist zudem seit März der deutsche Hersteller von hochwertigen Massivholzmöbeln Trend Natur. Im Küchensegment ist bei Topateam seit dem Sommer der Hersteller Hansgrohe mit Küchenspülen und Armaturen gelistet.

Im vergangenen Jahr musste die Topateam-Hausmesse aufgrund der pandemischen Lage verschoben werden. Von der als Ersatz organisierten virtuellen Aktionswoche im Oktober mit zahlreichen Hersteller- und Rabatt-Aktionen profitierten sehr viele Partnerbetriebe.

Unter verschärften Corona-Auflagen fanden im Herbst Regionaltagungen in unterschiedlichen Topateam-Gebieten statt. Die Verbundgruppe legt sehr viel Wert auf den persönlichen und direkten Kontakt zu den Partnern. Bei den Treffen im kleineren Kreis sei die Stimmung unter den Partnern trotz Corona und Lieferengengpässen sehr gut gewesen. Auch im kommenden Jahr werde Topateam den persönlichen Austausch weiter verstärken. Walter Greil: „Wir gehen zuversichtlich und voller Energie in das Jahr 2022.“

Zehnte Anlage für Wanhua

Die enge Zusammenarbeit zwischen Wanhua Ecoboard, einem Tochterunternehmen des chinesischen MDI-Leimherstellers Wanhua Industrial Group, und Dieffenbacher begann im Jahr 2015 als Wanhua Ecoboard den ersten Liefervertrag für eine Stroh-Spanplattenanlage unterzeichnete. Was folgte, ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte, die nun mit der Vergabe der Aufträge Nummer neun und zehn von Wanhua an Dieffenbacher ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Nachdem die Zusammenarbeit zunächst sechs Stroh-Spanplattenanlagen umfasste, weitete Wanhua seine Produktion in den Jahren 2019 und 2020 mit zwei weiteren Dieffenbacher-Anlagen auf MDF und Fine-Surface-OSB mit Strohanteilen aus. Mit den beiden neuen Aufträgen wird Wanhua nun auch in die Herstellung von sogenanntem Super Particleboard, kurz Super PB, einsteigen. Durch die konstante Anreicherung von Standardspänen mit schlanken Spänen können Super PB-Platten mit bis zu 30 kg/m³ geringerer Dichte im Vergleich zu herkömmlichen Spanplatten gefertigt werden. So lassen sich beträchtliche Mengen an Stroh, Holz, Leim und Energie einsparen, ohne die Plattenqualität zu beeinträchtigen.

„In der heutigen schnelllebigen Welt ist eine so lange, ununterbrochene und auf gegenseitigem Vertrauen basierende Zusammenarbeit eher selten“, so der Geschäftsführer von Wanhua Ecoboard, Shouheng Zhang. „Als einer unserer wichtigsten Partner hat Dieffenbacher jedoch immer wieder bewiesen, wie sehr es sich lohnt, weiter in diese Partnerschaft zu investieren. Dass wir nun bereits die zehnte Produktionslinie gemeinsam bauen werden, ist ein schönes und weithin sichtbares Zeichen für unsere außerordentlich gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Wanhua wird die neuen Anlagen an den Standorten in Chenzhou, Hunan und Leshan, Sichuan errichten. Die Lieferung des Dieffenbacher-Equipments für die Anlage Nummer neun soll im September 2022 beginnen. Anlage Nummer zehn folgt einen Monat später. Die Inbetriebnahme der beiden Linien ist für das zweite Quartal 2023 geplant. Sobald die neuen Anlagen in Betrieb sind, wird Wanhua mit seinen zehn Dieffenbacher-Anlagen eine Gesamtproduktionskapazität von mehr als 2,5 Millionen Kubikmetern pro Jahr erreichen.

Geschwindigkeit ist der Maßstab für die neue Regierung

Die „Regierung des Fortschritts“, die Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigt hat, kann auf die Unterstützung des industriellen Mittelstandes zählen, betont VDMA-Präsident Karl Haeusgen, anlässlich der ersten Regierungserklärung. „Das von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufene Jahrzehnt für Zukunftsinvestitionen wird im Schulterschluss zwischen Politik und Industrie gelingen. Daher nehmen wir die Einladung zum Fortschrittsdialog an. Klar ist: Geschwindigkeit ist der Maßstab für die neue Regierung!“

Wenn die Bundesregierung nach klugem Fortschritt und Innovationen ruft, bietet der Maschinen- und Anlagenbau dafür die technischen Lösungen. „Die Technik steht, Politik und Verwaltung müssen jetzt den Weg frei machen“, sagt Haeusgen. Deshalb unterstützen der VDMA und seine Mitglieder das Ziel, bereits im ersten Regierungsjahr ein umfangreiches Paket zur Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung auf den Weg zu bringen. Ebenso unterstützen die Maschinen- und Anlagenbauer das angekündigte umfassende Klimaschutz-Reformprogramm der ersten zwölf Monate.

Grundlagen der Transformation müssen marktbasierte Instrumente sein. Die Superabschreibungen für Klima- und Digitalinvestitionen können Umfang und Geschwindigkeit der Investitionen erhöhen. Der Zeitraum ist zu kurz gewählt. Das Gleiche trifft auch für den Zeitraum des Verlustrücktrags zu – hier können Verluste mit verlustreichen Jahren verrechnet werden. Das wird nur wenigen Unternehmen aus dem industriellen Mittelstand weiterhelfen.

Der neue Ton in der Politik gegenüber China decke sich mit Forderungen des VDMA, erklärt Haeusgen: „Dass die neue Bundesregierung China einen fairen Wettbewerb anbieten und die Stärke des EU-Binnenmarktes für die Verhandlungen in die Waagschale werfen möchte, atmet den Geist eines neues Selbstbewusstseins von Kanzleramt und Auswärtigem Amt. Wir hoffen, dass dies auch von den anderen EU-Staaten getragen wird.“ Der wieder engere Schulterschluss mit den Amerikanern, den Bundeskanzler Scholz anstrebt, dürfe aber nicht zur Frage nach einem „entweder – oder“ für die Maschinenbauer werden, mahnt Haeusgen.

Baugenehmigungen für Wohnungen gingen im Oktober leicht zurück

Im Oktober 2021 wurde in Deutschland der Bau von 29.597 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das saison- und kalenderbereinigt 3,2 Prozent weniger als im September 2021.

Die Zahl der Baugenehmigungen von Wohnungen in neuen Ein- und Zweifamilienhäusern stieg im Oktober 2021 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,4 Prozent beziehungsweise 2,5 Prozent. Bei den Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern war hingegen ein Rückgang um 6,7 Prozent zu verzeichnen. Auch die Zahl der Genehmigungen für Wohnungen, die durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen, hat sich um 5,6 Prozent verringert.

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2021 wurden insgesamt 4,2 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Dieses Plus betrifft den Neubau fast aller Gebäudearten (Einfamilienhäuser: +3,4 %, Zweifamilienhäuser: +26,3 %, Mehrfamilienhäuser: +2,4 %, Wohnheime: -24,0 %).