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Autor: Möbelfertigung

Befürworter der Sommer-Edition melden sich zu Wort

Montag kam das offizielle Ergebnis zu der in der Vorweihnachtszeit gestarteten Umfrage über eine Verschiebung des Messedoppels „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“ von Ende März auf Mitte Juli: Offensichtlich haben sich, bezogen auf die gebuchte Ausstellungsfläche, die Messekunden mehrheitlich für eine Verlegung ausgesprochen. Eine Messe im März durchzuführen bei aktuellem Pandemiegeschehen ist mittlerweile wohl auch für jeden Beteiligten nicht mehr denkbar, eine Verschiebung oder gar Absage musste die Konsequenz sein. Jetzt mehren sich Stimmen aus der Holzbearbeitungsmaschinenindustrie, die die Branche zu der Sommer-Edition der „Holz-Handwerk“ einschwören.

„Als Eumabois Präsident bedauere ich es außerordentlich, dass die ,Holz-Handwerk‘ 2022 nicht zum geplanten Termin Ende März stattfinden kann“, erklärt Jürgen Köppel, Präsident Eumabois und CEO Leitz GmbH & Co. KG. „Auch wenn der Schritt der Verschiebung auf den 12. bis zum 15. Juli 2022 kein leichter war, so ist es doch die richtige Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt. Schon heute freue ich mich auf Juli und ich bin mir sicher, dass wir dann eine Veranstaltung sehen werden, die neben Innovationen und guten Fachgesprächen auch wieder den für Nürnberg so spezifischen Spirit haben wird. Mit dem erfolgreich erprobten Hygienekonzept der Nürnbergmesse werden wir dann auch Randbedingungen vorfinden, die für ein sicheres und erfolgreiches Messe-Duo ,Holz-Handwerk‘ und ,Fensterbau Frontale‘ sorgen werden.“

Auch Oliver Kunzweiler, Leiter Zentrales Marketing der Weinig Vertrieb und Service GmbH & Co. KG bekräftigt: „Die Branche braucht ihren Treffpunkt auf der ,Holz-Handwerk‘. Wir freuen uns, dass es im Juli einen Alternativtermin geben wird, bei dem die Weinig Gruppe mit den Marken Weinig und Holz-Her selbstverständlich dabei sein wird. Die Vorbereitungen für diese ‚Sommerausgabe‘ der ,Holz-Handwerk‘ haben bei uns bereits begonnen und wir freuen uns auf ein Wiedersehen der Branche vom 12. bis zum 15. Juli 2022 in Nürnberg.“

„Wir freuen uns sehr auf den persönlichen Kontakt und den Austausch mit den Besuchern nach der langen messelosen Durststrecke“, heißt es aus der Deutschlandniederlassung von Biesse von Jacek Pigorsch, dem Geschäftsführer von Biesse Deutschland. „Die Konjunktur in unserem Bereich hat sich glücklicherweise als sehr stabil erwiesen und wir beobachten weiterhin große Investitionsbereitschaft. Dafür ist die Messe mit ihren produktiven Gesprächen und neugierigen Gästen ein wichtiges Instrument, das uns in den vergangenen beiden Jahren gefehlt hat. Wir hoffen auf reges Interesse und großen Zulauf zur ,Holz-Handwerk‘ im Juli.“

Auch Branchendickschiff Homag gehört zu denjenigen, die sich klar zu einer Messe im Juli bekennen. „Wir erwarten unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen adäquate Besucherzahlen, da wir von unseren Kunden im Handwerk vernehmen, dass ein starkes Interesse an einer Präsenzveranstaltung besteht. Unter anderem ist es nur auf einer Präsenzveranstaltung möglich, die Qualität von Werkstücken oder die Bedienbarkeit von Maschinen direkt zu beurteilen. Die ,Holz-Handwerk als Leitmesse einer Kernzielgruppe von Homag, bietet uns und den Kunden eine optimale Plattform zum Austausch zu Neuprodukten und zu Marktanforderungen. Das hilft uns, unser Portfolio für das Handwerk stetig zu optimieren“, fasst es Achim Homeier, Senior Director Global Marketing & Product Management der Homag GmbH zusammen.

Ein offizielles Statement kam heute Nachmittag auch vom VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen, dem Mitveranstalter der Messe: „Mitte Juli wäre in normalen Zeiten sicher kein Wunschtermin, aber wir müssen auf das Pandemiegeschehen Rücksicht nehmen. Dass die besucherstärksten Bundesländer dann noch keine Ferien haben, kommt uns sehr entgegen. In jedem Fall schauen wir zuversichtlich auf diese wichtige Messe; wir erwarten, dass ein Großteil der angesprochenen Besucherinnen und Besucher aus dem Schreiner- und Tischlerhandwerk sowie anderen holzverarbeitenden Gewerken wieder nach Nürnberg kommen wird. Die Zusage namhafter Marktteilnehmer ist ein klares Signal von Ausstellerseite“, so Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen. Er ist aber auch realistisch: „Klar ist aber auch, dass der neue Termin die Aussteller vor erhebliche Herausforderungen stellt: die gesamte Organisation und die Disposition aller Exponate müssen komplett neu aufgesetzt werden. Möglicherweise werden Standbaukapazitäten im Sommer wegen der Vielzahl der nachgeholten Veranstaltungen knapp. Die Unternehmen sind jedoch zuversichtlich, dass sie das schaffen. Insgesamt wird es sicherlich eine spezielle ,Holz-Handwerk‘ werden, wobei ein Sommertermin auch seinen Reiz hat. Wir hoffen auf eine entspannte, hochwertige und von Corona kaum beeinträchtige Messe.“

Es bleibt abzuwarten, wie sich ansonsten die Mehrheit der Messeteilnehmer verhält, es sich durchaus auch kritische und zweifelnde Stimmen zu vernehmen. Zumal zwar in Bayern und Baden-Württemberg Mitte Juli noch keine Sommerferien sind, durchaus aber in vielen anderen Bundesländern wie etwa Nordrhein-Westfalen, dem „Möbelland“. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie es in Sachen „Nürnberger Branchenmesse“ weitergeht.

Bedenken gegen Eintritt der Krieger-Gruppe zu Begros

Das Bundeskartellamt hat den Beitritt der Krieger/Höffner-Gruppe (KHG) zur Möbeleinkaufskooperation Begros mit Einschränkungen genehmigt. Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK), nimmt dazu wie folgt Stellung: 

„In der deutschen Möbelindustrie ruft die Entscheidung des Bundeskartellamts erhebliche Bedenken hervor. Mit dem Zusammenschluss der beiden Einheiten erhöht sich die Konzentration im Möbelhandel weiter massiv und das gemeinsame Einkaufsvolumen in Milliardenhöhe wird die Industrieseite weiter unter Druck setzen. Die deutschen Möbelhersteller leiden schon seit geraumer Zeit stark unter der großen Marktmacht des Möbelhandels. Insbesondere in jüngster Zeit hat sich das Marktumfeld aufgrund der Herausforderungen auf der Beschaffungsseite noch einmal drastisch verschärft. Die vom Kartellamt genannten Einschränkungen hinsichtlich der Eigenmarken des Begros-Mitglieds Porta und der KHG, die zukünftig nicht gemeinsam geführt werden dürfen, werden diesen Druck unserer Einschätzung nach nicht in ausreichendem Maß abmildern können. Dies schon deshalb nicht, weil der Anteil der Eigenmarken zwar bedeutsam ist, aber in Summe bei weitem nicht überwiegt. Fraglich ist zudem, ob die sogenannte „Zwei-Marken-Familie“ mit einem getrennten Einkauf gleichgestellt werden kann. Die vom Bundeskartellamt genannte Grenze von 15 Prozent Marktanteil dürfte mit dem Zusammenschluss vielfach weit überschritten sein. Auch wenn im vorliegenden Fall der Fokus des Bundeskartellamts auf den Absatzmärkten – und leider nicht auf der Lieferantenseite – lag, wird die Entscheidung mittelfristig zu einer Vereinheitlichung des Sortiments und zu einer geringeren Auswahl für die Verbraucher führen.“

Krieger-Gruppe wird wieder Mitglied

Die Erlaubnis ist da, wenn auch mit Einschränkungen. Nachdem die die Krieger/Höffner-Gruppe (KHG) bereits Anfang vergangenen Jahres der Begros beitreten wollte, hat das Bundeskartellamt jetzt grünes Licht für dieses Vorhaben gegeben. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die großen Begros-Mitglieder Porta und die KHG nicht dieselben Eigenmarken des Verbandes führen. „Einkaufskooperationen zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen sind nicht nur im Möbelbereich anerkannte Modelle. Damit können Wettbewerbsnachteile gegenüber den großen Wettbewerbern ausgeglichen werden. Im Möbelmarkt stoßen wir allerdings immer wieder an Grenzen. Der Markt ist bereits hoch konzentriert. Wir müssen daher darauf achten, dass sich eine weitere Konzentration nicht zu Lasten der Lieferanten sowie der Verbraucherinnen und Verbraucher auswirkt. Die Grenzen wären in diesem Fall nach den ursprünglichen Plänen in manchen Regionen in Ostdeutschland überschritten worden. Sowohl das Begros-Mitglied Porta als auch KHG verfügen hier mit mehreren großflächigen Einrichtungshäusern über bedeutende Marktpositionen. Eine Beschränkung des Wettbewerbs zwischen diesen beiden Anbietern hätte eine geringere Auswahl für die Kundinnen und Kunden zur Folge. Durch die Trennung der Eigenmarken der Einkaufsgemeinschaft von Porta und KHG konnten unsere Bedenken ausgeräumt werden“, erläutert Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, die Vorgabe.

Die jetzt 18 Mitgliedsunternehmen der Begros betreiben großflächige Einrichtungshäuser in ganz Deutschland und teilweise im angrenzenden Ausland sowie Discount-Märkte und Online-Shops. Ein erheblicher Teil ihres Möbelsortiments entfällt auf Eigenmarken wie Mondo oder Vito. Daneben bieten die Oberhausener ihren Mitgliedern Leistungen in den Bereichen Marketing, Warenimport, Produktentwicklung, Zentralregulierung und Delkredere.

Die KHG ist eines der führenden Möbelhandelsunternehmen im Inland mit über 30 großflächigen Einrichtungshäusern und über 20 Discount-Märkten sowie mehreren Online-Shops. Bislang gehörte sie keiner Einkaufskooperation an. 2019 wollte sie bei der Möbeleinkaufskooperation VME Union GmbH andocken, hatte das Vorhaben aber aufgrund von Bedenken des Bundeskartellamtes aufgegeben.

Laut den EU-Leitlinien über horizontale Zusammenarbeit entfalten Einkaufskooperationen wettbewerbsbeschränkende Wirkungen, wenn ihre Marktanteile auf der Beschaffungs- oder Absatzseite 15 Prozent übersteigen. Im vorliegenden Fall lag der Fokus auf den Absatzmärkten und nicht auf der Lieferantenseite. Auf mehreren regionalen Absatzmärkten in Ostdeutschland wird die Schwelle von 15 Prozent deutlich überschritten. Porta verfüge dort mit
großflächigen Einrichtungshäusern sowie dem Discounter SB-Möbel Boss über eine bedeutende Marktposition, so das Bundeskartellamt. Dasselbe gelte für die KHG mit den Einrichtungshäusern Höffner, Kraft und Mahler sowie der Discount-Vertriebslinie Sconto. Ein gemeinsamer Einkauf hätte eine Angleichung der Beschaffungskosten und der Sortimente erwarten lassen. Dadurch wären auf den ostdeutschen Absatzmärkten der Wettbewerb zwischen Porta und KHG mittelbar beschränkt und die Auswahlmöglichkeiten der Verbraucherinnen und Verbraucher verringert worden.

Für mehrere Jahre werden bestimmte Eigenmarken nun nur von Porta und andere nur von KHG geführt. Gleiches gilt für die Exklusivmodelle. Alle anderen Begros-Mitglieder dürfen alle Eigenmarken nutzen. Darüber hinaus darf die KHG nach dem Beitritt ihre bisherigen Einkaufskonditionen nicht gegenüber der Begros bzw. deren Mitgliedern offenlegen. Auf dieser Basis sieht das Bundeskartellamt davon ab, das Verfahren weiter zu führen. Gleichwohl will es die Entwicklung auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten des inländischen Möbelhandels beobachten und bei Veränderungen ein erneutes Verfahren einleiten.

Ein ausführlicherer Fallbericht zu dem Verfahren will das Bundeskartellamt zeitnah veröffentlichen.

„Wir freuen uns, dass die Krieger-Gruppe nach der intensiven Prüfung des Bundeskartellamts nun unseren Verbund verstärkt. Wir heißen die Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen“, kommentiert Patrick Neuss, Geschäftsführer der Begros die Entscheidung. „Wir haben die Prüfung des Bundeskartellamtes jederzeit sehr engagiert unterstützt und so eine verlässliche Grundlage für unsere zukünftige Verbandsarbeit und deren Weiterentwicklung geschaffen.“

Höffner war Ende 2001 aus der Begros ausgetreten. Fast 21 Jahre später werden Firmenchef Kurt Krieger & Co. jetzt also wieder Mitglied im Oberhausener Club.

Verfolgt konsequent die eigenen Klimaziele

Auf dem Weg zur Erreichung seiner Klimaziele bis 2030 konnte Ikea im Geschäftsjahr 2021 trotz Pandemie weitere wichtige Schritte unternehmen. Laut dem heute veröffentlichten, aktuellen Nachhaltigkeitsbericht verringerte sich der Klima-Fußabdruck der Schweden in absoluten Zahlen um 1,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Vergleich zum Basisjahr 2016. Das entspricht einer Verringerung um 5,8 Prozent, während die Umsätze gleichzeitig weiter stiegen. Einen Grund für diese erfolgreiche Entwicklung sieht der Konzern vor allem in einem energieeffizienteren Sortiment, mehr erneuerbare Energien in der Produktion und einen höheren Umsatzanteil von Lebensmitteln auf pflanzlicher Basis.

„Mit Blick auf 2030 sind wir auf Kurs und haben bereits ein Drittel unserer geplanten Emissionsreduzierung durch viele kurz- und mittelfristige Maßnahmen erreicht. Weiter verfolgen wir Pläne, um unsere längerfristigen Maßnahmen und die verbleibenden komplexen Herausforderungen anzugehen, wie zum Beispiel den Klima-Fußabdruck der Materialien, die in unseren Ikea Produkten zum Einsatz kommen, weiter zu reduzieren“, sagt Lena Pripp-Kovac, Chief Sustainability Officer, Inter Ikea Group. „Der Klimawandel, das Schwinden der biologischen Vielfalt und die zunehmende Ungleichheit machen uns noch entschlossener, unsere Arbeit zu beschleunigen und unser Engagement zu verstärken. Während der Klimaschutz viele großartige Möglichkeiten bietet, müssen wir auch einen fairen und gerechten Wandel sicherstellen, mit einem besonderen Fokus auf dem verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen, die entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette tätig sind.“

Weitere Highlights aus dem vergangenen Geschäftsjahr:

  • Verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien in der gesamten Ikea Wertschöpfungskette sowie den ausschließlichen Einsatz von erneuerbaren Energien in zehn weiteren Ikea Märkten, darunter Russland. Außerdem verbraucht Ikea in allen eigenen Produktionsstätten weltweit ausschließlich erneuerbare Energien. Darüber hinaus wurde ein neues Programm aufgesetzt, um den Umstieg von 1.600 Lieferanten auf erneuerbare Energien zu beschleunigen.
  • Implementierung einer neuen Wald-Agenda bis 2030, die das Ziel verfolgt, die biologische Vielfalt zu verbessern, Lebensgrundlagen zu schaffen und den Klimawandel abzuschwächen. Mehr als 99 Prozent des Holzes, das für Ikea-Produkte verwendet wird, ist FSC-zertifiziert oder recycelt.
  • Einführung eines interaktiven Online-Tools zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft.
  • In den Ikea-Produkten werden 56 Prozent erneuerbare und zu 17 Prozent recycelte Materialien eingesetzt. Insgesamt sind somit 73 Prozent der für das Sortiment verwendeten Materialien erneuerbar oder recycelt.
  • Ausbau der Möglichkeiten, den Lebenszyklus der Ikea Produkte zu verlängern. Dazu zählen Rückkaufaktionen wie der „Buyback Friday“, der Umbau der Fundgruben, viele Möglichkeiten zur Produktinstandhaltung und Weitergabe, beispielsweise über den Service „Zweite Chance“ sowie die Bereitstellung von mehr als 18 Millionen Ersatzteilen.
  • Beitritt zum „Science-based Targets for Nature Corporate Engagement Program“ und Vorbereitung der Kartierung der Auswirkungen der Ikea Wertschöpfungskette auf die Biodiversität im Geschäftsjahr 2022.
  • Einführung der nächsten Generation von „Iway“, dem Ikea-Verhaltenskodex, dem sich alle Lieferanten verpflichten und der Mindestanforderungen für die Beschäftigung der Mitarbeiter festlegt. Gleichzeitig wird auch die verantwortungsvolle Beschaffung von Produkten, Dienstleistungen, Materialien und Komponenten sichergestellt.
  • Zusage eines Aktionsversprechens zur Unterstützung der UN-Initiative, die das Jahr 2021 zum internationalen Jahr zur Abschaffung der Kinderarbeit erklärt.

Baut Möbel aus dem „Baum des Jahres“ 2022

Fagus Sylvatica: Sie kann bis zu 40 Meter hoch wachsen, trotzt schwierigen Umweltbedingungen wie Trockenheit und Dürre, verfügt über eine attraktive, individuelle Oberfläche, eine hohe Elastizität und hat gleichzeitig ein sehr festes und haltbares Holz. Gemeint ist die Rotbuche, gemeinhin als Buche bezeichnet, wurde jüngst zum zweiten Mal zum Baum des Jahres gekürt. Bereits 1990 hatte die Wodarz-Stiftung die Rotbuche mit dieser Ehrung ausgezeichnet. Die konkurrenzstarke und mit enormer Wuchskraft ausgestattete Baumart hatte lange als Hoffnungsträger für den klimastabilen Mischwald gegolten. Dass sie unter der klimabedingten Trockenheit zunehmend leidet, gab für die Stiftung den Ausschlag, die Buche erneut ins öffentliche Blickfeld zu rücken. Prominenter Botschafter der Rotbuche wird in diesem Jahr der deutsche Baumkönig Nikolaus Fröhlich sein.

Rotbuche als wichtiger Bestandteil klimastabiler Mischwälder
Seit Anfang der 80er Jahre beschäftigen sich Naturschutzorganisationen, Verbände, staatliche Institutionen und Vereine im Rahmen von Forschungsprojekten mit dem Thema „Waldsterben“. Immer wieder rücken neue Ursachen in den Fokus der Untersuchungen. So lassen sich die Reduktion von Waldflächen, eine Übernutzung und klimatische Veränderungen als Einflussfaktoren auf die Lebensbedingungen heimischer Baumarten grob kategorisieren.

Heimisch ist die Rotbuche, deren Name auf ihr im Alter rötlich eingefärbtes Kernholz verweist, in ganz Mitteleuropa. Markenzeichen sind ihr gerader, glatter Stamm mit silbriggrauer Rinde und die langen rötlich-braunen Knospen an den Zweigen. Erst nach 20 Jahren bis 40 Jahren bringt die einhäusige Baumart im Frühjahr männliche und weibliche Blütenstände hervor, aus denen sich bis zum Herbst Bucheckern entwickeln. Viele Hirten suchten mit ihren Herden Buchen, um dort mit ihren Tieren zu verweilen, was ihr schon im Mittelalter den Namen „Mastbaum“ einbrachte. Herabgefallene Früchte sorgen für eine natürliche Nachforstung der Buche. Seit geraumer Zeit und verstärkt nach den zurückliegenden Dürresommern weisen auch Bestände der zuvor als standfest, hitzetolerant und klimaresilient eingestuften Rotbuche verkahlte Kronen, Schädlingsbefall und Symptome komplexer Erkrankungen auf, die zum Absterben der Bäume führen können. Jungbäume werden mit den Gegebenheiten besser fertig, in dem sie ihren Energiebedarf anpassen und einfach aufhören zu wachsen.

Massivholzmöbel aus Buche
Die Buche ist mit einem Anteil von 16 Prozent die häufigste Laubbaumart in Deutschland. Unter optimalen Bedingungen kann sie etwa 350 Jahre alt werden. Ihr hartes, wenig elastisches Holz kommt in der Bau-, Möbel-, Parkett- und Papierindustrie zum Einsatz. Im Möbelbereich werden drei Qualitäten unterschieden. Jede von ihnen zeichnet sich durch ein individuelles Oberflächenbild aus: die „Astbuche“ ist keine eigene Buchenart, sie beschreibt lediglich das Erscheinungsbild des verwendeten Holzes. Hier wird das Kernholz der Buche verarbeitet. In dieser Qualität prägen Astlöcher und Risse die natürliche Struktur des Holzes und werden besonders hervorgehoben.

Die Buche bildet gerade, vollholzige und langschäftige Stämme mit (fast) astfreien Längen bis zu 15 Metern. In diesem Bereich zeigt die Buche eine unregelmäßige Farbkernbildung, die von einheitlicher blassgelblicher bis rötlichweißer Färbung gehen kann. Gerade in modernen Einrichtungswelten erfreut sich diese Holzqualität großer Beliebtheit. Kombiniert mit anderen Materialien, wie Metall, Glas und lackierten Oberflächen, verleiht sie dem Ambiente eine warme Erdung ohne rustikal zu wirken.

Die Rotbuche verdankt einer besonderen Eigenschaft diesen Namen, ab einem Alter von etwa 100 Jahren entwickeln die Bäume durch einen natürlichen Prozess einen rotfarbigen Kern. Die rotkernige Buche wird von Designern und Kunden sehr geschätzt, da sie durch ihr Farbspiel außergewöhnliche Unikate hervorbringt.

Auch in den aktuellen Kollektionen der Möbelwerke Decker genießt die Buche größte Wertschätzung und aus kreativer Freiheit verbunden mit handwerklicher Bearbeitung entstehen Möbelprogramme und Einzelstücke, die mit ästhetischem Selbstbewusstsein stilunabhängig bleiben. Damit bedient das Unternehmen zwei aktuelle Trends, Nachhaltigkeit und Mix und Match verschiedener Formen und Materialien. Auch der 2. Trend unterstützt ökologisches Handeln. Produkte können langlebig, in sehr verschiedenen Wohnkontexten eingesetzt werden. Produktlebenszyklen lösen sich von kurzlebigen Modezyklen.

Die Trends für das Jahr 2022

Auch Ende 2021 hielt der Trend zu Authentizität und Natürlichkeit weiter an, mit einer wachsenden Nachfrage nach einem authentischeren und nachhaltigerem Lebensstil. Die Mitglieder des Verbands European Producers of Laminate Flooring haben ihre Investitionen in neue Lösungen fortgesetzt und bieten Laminatböden an, die in der Lage sind, einer intensiven Nutzung standzuhalten, und gleichzeitig umweltschonend sind.

Warme, natürliche, eichige Farben für einen außergewöhnlichen Realismus
Authentische Designs stehen bei den Kunden nach wie vor hoch im Kurs, wobei die besten Ideen von der Natur abgeschaut und gleichzeitig Ressourcen geschont werden. Warme Farben, die an Honig erinnern, und edles Holz mit natürlichen Eigenschaften werden 2022 den Trend bestimmen. Natürliches Beige und sandige Nuancen sind ebenfalls gefragt, ebenso wie helle Grautöne. Die Kundennachfrage geht allgemein in Richtung einer Raumgestaltung im „skandinavischen“ und „Japandi“-Stil, bei der Funktionalität und rustikaler Minimalismus Hand in Hand gehen, um ein gemütliches, natürliches und schützendes Zuhause gegen die äußeren Herausforderungen des täglichen Lebens zu schaffen.

Die Fußbodenhersteller haben in diesem Sinne Laminatböden in verschiedenen Schattierungen entwickelt, um ein besonders natürliches Gefühl zu vermitteln. Neue Designs setzen auf helle und akzentuierte warme Farben, die mit traditionell anmutigen Mustern kombiniert werden. Ein Zusammenspiel von herkömmlichen mineralischen Baustoffen und Fliesen in verschiedenen Formaten.

Was die Haptik betrifft, so führen matte, schön strukturierte Oberflächen in den meisten europäischen Ländern den Trend weiter an. Bei den Mustern erfreuen sich Fischgrät- und Chevron-Muster der größten Nachfrage. In puncto Größe werden in den europäischen Ländern Standard-Dielengrößen bevorzugt, während in den nordischen Ländern längere und breitere Dielen vorgezogen werden. Auch wenn das Design ein entscheidender Aspekt der Bodenbeläge ist, achten Kunden mehr denn je auf die Qualität, Funktionalität und Sicherheit ihrer Bodenbeläge.

Nachhaltigkeit als Innovationsmotor
Da wir immer mehr Zeit zuhause verbringen und unseren Wohnraum für unterschiedlichste Aktivitäten nutzen, sind Kunden auf der Suche nach einem Bodenbelag, der praktisch und langlebig zugleich ist. Laminatböden werden nicht mehr nur für das Schlafzimmer oder das Wohnzimmer genutzt. Dank ihrer robusten Eigenschaften finden sie zunehmend Einzug in Küchen, Flure und Badezimmer.

Zusätzlich zu den feuchtigkeitsbeständigen Bodenbelägen mit wasserdichten Ober- und Unterseiten ermöglicht eine neue Technologie ein neues und genau eingepasstes Klicksystem, das die Verlegung vereinfacht und gleichzeitig das Eindringen von Wasser verhindert. So erhalten die Kunden einen Bodenbelag, der bestens gewappnet ist, um den Herausforderungen der Zeit standzuhalten.

Neben den neuen funktionalen Eigenschaften setzen sich unsere Mitglieder für Fußböden ein, die sowohl langlebig als auch nachhaltig sind. Dank regionaler Produkte mit hohem Holzanteil – einem erneuerbaren Rohstoff – können CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden. Dies gewährleistet nicht nur eine sehr gute Raumluftqualität, sondern auch einen unschlagbaren Lebenszyklus-Vorteil. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach natürlich aussehenden und ressourcenschonenden Bodenbelägen werden sich unsere Mitglieder im Jahr 2022 schwerpunktmäßig darauf konzentrieren, ihren Beitrag zum Klimaschutz durch eine umweltbewusste Produktion, nachhaltige Prozesse und zertifizierte Werkstoffe zu verbessern und gleichzeitig hochwertige Bodenbeläge bereitstellen, die natürliche Designs analog zur Natur in den Vordergrund stellen.

Rekordumsatz im Jahr 2021 mit über 900 Mio. Euro

Die Akku-Strategie geht auf: Auch 2021 erreichte die Einhell Germany AG wieder einen Rekordumsatz. Der Spezialist für do-it-yourself-Werkzeuge erzielte im vergangenen Geschäftsjahr erneut eine hohe Wachstumsrate beim Umsatz, der gegenüber 2020 um deutlich mehr als 25 Prozent auf 920 Millionen Euro zulegt.

Der Einhell-Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zum wiederholten Mal einen Rekordumsatz erzielen. Das hat das niederbayerische Unternehmen heute in einer Adhoc-Meldung an die Börsen mitgeteilt. Demnach beträgt der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2021 circa 920 Millionen Euro gegenüber 724,7 Millionen Euro im Vorjahr. Das genaue Ergebnis vor Ertragsteuern liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.

„Das erneut sehr hohe Wachstum bestätigt unsere Strategie, schon früh und konsequent auf das Thema Akku und kabellose Freiheit gesetzt zu haben“, freut sich Andreas Kroiss, CEO der Einhell Germany AG über das exzellente Ergebnis.

„Die weltweite Nachfrage nach unseren DIY-Produkten mit Akku war auch im Geschäftsjahr 2021 ungeheuer groß. Dabei profitieren wir vor allem von unserer breiten Akku-Plattform ,Power X-Change‘, über die mittlerweile mehr als 200 Produkte mit einem Akku betrieben werden können.“

Für das laufende Geschäftsjahr ist das Unternehmen sehr zuversichtlich und stellt sich optimistisch den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen. Für 2022 plant der Einhell-Konzern mit einem weiteren Umsatzanstieg von 5 Prozent bis 10 Prozent. Die geplante Rendite vor Steuern wird in etwa 8,5 Prozent betragen. Der Einhell-Konzern hat die für die Realisierung der Planung notwendigen Produktmengen zeitlich deutlich früher geordert und die Vorratshaltung in allen Vertriebsregionen deutlich erhöht. Mit diesen Maßnahmen soll eine hohe Warenverfügbarkeit trotz der allgemeinen Liefersituation sichergestellt werden.

Gleichzeitig weist Einhell-CEO Andreas Kroiss auch auf bestehende Risiken hin: „Die Corona Pandemie führt weiterhin zu Prognoseunsicherheiten. Es ist nur schwer absehbar, ob und wie sich die aktuellen und künftigen Entwicklungen auf die Vertriebskanäle in den einzelnen Regionen auswirken.“ Auch auf der Warenbeschaffungsseite könne es nach wie vor zu Lieferengpässen kommen. Die Rohstoffsituation und die Produktions- und Frachtkapazitäten seien weiterhin angespannt, was zu Lieferverzögerungen bei unseren Lieferanten führen könnte. Quarantäneverordnungen könnten diese Situation zusätzlich verschärfen.

Leitz

Gehört zu den Marken des Jahrhunderts

Mit der Bezeichnung „Leitz – Das Präzisionswerkzeug“ präsentiert sich der – nach eigenen Angaben – Weltmarkt- und Technologieführer aus Oberkochen, als stolzes Mitglied im Club der „Marken des Jahrhunderts“. Damit ist Leitz Teil in einem ausgewählten Kreis weltbekannter Marken, wie Lufthansa, Märklin, Hipp und vielen anderen, deren Namen als Inbegriff für einen ganzen Produktbereich stehen. „Marken des Jahrhunderts“ werden, im Auftrag des Zeit-Verlages aus Hamburg, von einer Fach-Jury ausgewählt. Das international anerkannte Gütezeichen wird an Unternehmen verliehen, die über Jahrzehnte hinweg als Trendsetter und Vorreiter in ihrer jeweiligen Branche aktiv sind und deren Marke bei einem breiten Publikum für Qualität, Innovation und Klasse bekannt ist.

„Wir freuen uns sehr, dass Leitz das Zertifikat ‚Marke des Jahrhunderts‘ tragen darf“, so die Gesellschafterin und Beiratsvorsitzende Frau Dr. Cornelia Brucklacher. „Für uns als Familienunternehmen, ist dies ein Zeichen der großen Wertschätzung mit Blick auf die unternehmerische Leistung aus über 140 Jahren Firmengeschichte. Es ist aber auch ein Zeichen der Anerkennung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben über Generationen hinweg täglich ihr Bestes für die Zufriedenheit und für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Kunden gegeben. Sie tragen somit wesentlich dazu bei, dass der Name Leitz als produzierender Dienstleister weltweit als Inbegriff für Qualität, Innovation, Kundenorientierung und Zuverlässigkeit im Bereich der Holz- und Kunststoffbearbeitung bekannt ist.“

„Die ‚Marken des Jahrhunderts‘ haben eine einzigartige Geschichte und das Vertrauen ihrer Kundinnen und Kunden zum Teil über Jahrzehnte erarbeitet. Diese erfolgreichen Marken zeichnen wir gerne aus und erzählen ihre Geschichten weiter“, so Kai Wutte, Geschäftsführer der Tempus Corporate GmbH, die das Markenbuch produziert hat. Die „Marken des Jahrhunderts“ feiern am 10. Februar 2022 in Berlin ihre Buchpremiere. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden über 1.000 Familienunternehmen aus ganz Deutschland bewertet und zur Veröffentlichung in diesem Buchprojekt zugelassen.

Für den Weltmarktführer aus Oberkochen ist diese Auszeichnung Ehre und Motivation zugleich. Erwiesenermaßen stehen Werte wie Zuverlässigkeit, Kundenorientierung, Partnerschaft und Innovationskraft für den Erfolg des Unternehmens und der Marke Leitz. Die Auszeichnung als „Marke des Jahrhunderts“ beweist dies eindrucksvoll und ist zugleich auch Ansporn für die Zukunft.

Starkes Umsatzwachstum

Meisterteam weiter auf Erfolgskurs: Die Verbundgruppe meldete für das Jahr 2021 einen „Umsatzsprung“. Der zentral regulierte Umsatz stieg auf 29,45 Mio. Euro. Damit setzt sich die gute Entwicklung aus dem Jahr 2020 (25,6 Mio. Euro Umsatz) überdurchschnittlich fort. Vor dem Hintergrund von deutlichen Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen blickt die Verbundgruppe sehr realistisch auf die weitere Entwicklung. „Die Umsatzsteigerung um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr istaber auf jeden Fall ein deutliches Zeichen dafür, dass die Mitgliedsbetriebe aus den Branchen Holz, Glas, Metall und Fensterbau bisher überwiegend gut durch die Pandemie gekommen sind“, betont Meisterteam-Geschäftsführer Thomas Schley.

Mehr Aufträge konnten zu einem großen Teil bei privaten Kunden generiert werden. Der Wunsch nach Komfort und Wohnqualität nimmt zu, denn besonders die „Generation 50 plus“ ist in hohem Maß bereit, individuelle handwerkliche Produkte und Leistungen zu bestellen und entsprechend zu honorieren.

Die Verbundgruppe konnte außerdem trotz erschwerender Pandemiebedingungen neue Vertragslieferanten und neue Mitgliedsbetriebe aufnehmen und integrieren.

Die Gewinnung von Fach- und Nachwuchskräften und die Digitalisierung bleiben in den Meisterteam-Betrieben auch in diesem Jahr zentrale Themen. Dies ergab sich aus Meinungen vieler Meisterteam-Partnerbetriebe bei ERFA-Gruppen-Tagungen, die ab Sommer 2021, mit abschwellender Pandemie, wieder in Präsenz durchgeführt werden konnten. Die Verbundgruppe unterstützt ihre Mitglieder dabei durch das eigene Jobportal. Zusätzlich gibt es ein breites Beratungsangebot durch im Personalmarkt spezialisierte Dienstleister und Berater.

2022 ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Ausbau des Kreises der internen Lieferanten „Mitglieder liefern an Mitglieder“, der nach aktuellem Stand 13 Mitglieder umfasst und sich in Kürze auf 15 vergrößern wird.