Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Verzeichnet großen Zulauf

Bei der „Bau“, die von 9. Bis 14. Januar 2023 in München stattfindet, zeichnet sich schon jetzt eine hohe Nachfrage ab. Mehr als 1.200 Unternehmen haben sich mittlerweile für die Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme angemeldet. 44 Prozent der bisher eingegangenen Anmeldungen stammen aus dem Ausland. Die „Bau“ 2023 wird alle 19 Hallen der Messe München belegen.

Dr. Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, ist sehr zufrieden, „dass die ,Bau‘ bereits zu so einem frühen Zeitpunkt so einen hohen Anmeldestand verzeichnen kann. Nachdem die letzte Veranstaltung coronabedingt leider abgesagt werden musste, fiebert die Branche natürlich der nächsten Ausgabe entgegen.“

Eine Aussage, die Martin J. Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann Gruppe, nur bestätigen kann: „Nach der pandemiebedingten Absage in 2021 freue ich mich schon sehr auf die ,Bau‘ 2023. Auch wenn die digitalen Konzepte gut funktionieren, glauben wir doch an die direkte Kommunikation und den persönlichen Austausch.

Das internationale Fachpublikum kann sich vor Ort unsere zahlreichen Produktinnovationen ansehen und wir können mit ihm ins Gespräch kommen.

Das ist immer eine ganz besondere Atmosphäre.“ Dieter Schäfer, Vorsitzender des Fachbeirates der „Bau“ und Vorstand der Deutschen Steinzeug, betont: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die ,Bau als Präsenzmesse im Jahr 2023 und natürlich darüber hinaus für die Branche – wie auch in der Vergangenheit – eine wichtige Rolle spielen wird. Sie ist nach wie vor die Plattform, um alle zwei Jahre vor Ort die neuesten Innovationen der Industrie zu sehen und zu erleben.

Natürlich wird auch die „Bau“ künftig ergänzt durch digitale Produkte, was den Teilnehmern noch mehr Möglichkeiten bietet, sich auszutauschen. Aber unabhängig davon freue ich mich schon heute, im Jahr 2023 in München persönlich dabei zu sein“

Neben der besonderen Stimmung wird die „Bau“ 2023 aber auch mit einer Neuerung aufwarten. Erstmals wird das Thema „modulares Bauen bzw. bauen mit vorgefertigten Raumsystemen“ bei der der Messe mehr in den Fokus gerückt. Eine gute Entscheidung, wie Jan Ackerstaff, Leitung Marketing bei Kleusberg, bestätigt: „Modulares Bauen etabliert sich zunehmend als echte Alternative zum konventionellen Bauen. Wir finden, dass es dennoch sehr wichtig ist, allen am Bau Beteiligten – Architekten und Planern, Bauherren und Investoren aber auch Handwerkern bzw. Fachkräften – zu veranschaulichen, welche spezifischen Vorzüge diese moderne Bauart insbesondere in puncto Nachhaltigkeit aber auch Bauprozessoptimierung bietet. Das geht am besten, indem man mit den Zielgruppen persönlich und unmittelbar ins Gespräch kommt. Die ,Bau‘ bietet für diesen wichtigen Austausch eine sehr gute Plattform.“

Neben dem modularen Bauen behandelt die „Bau“ 2023 mit „Herausforderung Klimawandel“, „Bezahlbares Wohnen“, „Ressourcen und Recycling“ sowie „Digitale Transformation“ vier hoch aktuelle Leitthemen, die sich bei den Ausstellern, aber selbstverständlich auch im Konferenzprogramm thematisch wiederfinden werden.

Die Branche kann sich aber schon vorher auf ein Treffen freuen: Vom 31. Mai bis zum 2. Juni findet in Köln die „Digitalbau“ statt – die Veranstaltung wurde aus dem Februar nach hinten verschoben.

Glänzt mit positiven Bilanzen

In den letzten zwei Jahren der weltweiten Corona-Krise hat sich die Österreichische Möbelindustrie sehr gut bewährt und ihre Stärken unter Beweis gestellt. Mit hoher Flexibilität, bemerkenswerter Resilienz und smarter Kreativität meisterten die Betriebe zahlreiche Herausforderungen und fanden innovative Lösungen. So konnte die Branche überwiegend ohne große Zeitverzögerungen liefern und sich als zuverlässiger Partner beweisen. Trotz etlicher Schwierigkeiten auf den Rohstoff- und Beschaffungsmärkten waren die heimischen Möbelhersteller in der Lage, die Geschäfte aufrechtzuerhalten und sogar noch zu steigern. So schloss die Österreichische Möbelindustrie die ersten drei Quartale des Jahres 2021 mit einem Zuwachs von 16 Prozent ab und erwirtschaftete Produktionswerte von 1.847,3 Millionen Euro.

Damit gelang es, den Schwung aus dem ersten Halbjahr mitzunehmen und die positive Entwicklung fortzuführen. „Allein im dritten Quartal wuchs die Produktion noch einmal um elf Prozent“, unterstreicht Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. Die wichtigsten Gewinner der ersten drei Quartale 2021 sind Küchenmöbel (+21,9%) und sonstige Möbel (+20%). Diese beinhalten Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel (+12%), Badezimmermöbel (+12,4%) und Gartenmöbel (-3,1%). Aber auch Büromöbel (+14,6%), Sitzmöbel und Teile dafür (+12,8%) sowie Ladenbaumöbel (+4,4%) erwirtschafteten Zuwächse. „Die heimischen Hersteller verzeichnen aktuell eine gute Auslastung. Was belegt, dass die Branche in der Pandemie ihre Stärken ausspielen konnten. Die Betriebe punkten mit einem hohen Maß an Liefertreue und Zuverlässigkeit. Auch international.“ Funktionierende Produktionen und Lieferketten, aber auch bewährte Kontakte untermauerten die hohe Stabilität der Österreichischen Möbelindustrie. Diese gewachsenen Strukturen schaffen Sicherheit in der Versorgung sowie Vertrauen bei den Geschäftspartnern.

Auch im Ausland legte die Österreichische Möbelindustrie in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 erfreuliche Ergebnisse vor. Bis Ende September bilanzierten die Betriebe Ausfuhren im Wert von 835,2 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 6,4 Prozent. „Wir konnten in allen Segmenten gute Zuwächse erwirtschaften“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger. Dabei rangieren Küchenmöbel mit 22,3 Prozent plus ganz oben auf der Exportbilanz der ersten drei Quartale 2021. Gefolgt von „Teile von Möbeln“ mit Steigerungen von 9,9 Prozent und Sitzmöbeln mit 8,4 Prozent. Aber auch Matratzen (+7,9%) und Büromöbel (+6,7%) werden auf den internationalen Märkten immer stärker nachgefragt. Spitzenreiter im Export-Ranking bleibt Deutschland. Mit rund 375,6 Millionen Euro führt das Nachbarland die Ausfuhr-Bilanz an. Den zweiten Platz belegt die Schweiz mit 102,8 Millionen Euro (+6,2%). Gefolgt von Polen (44,4 Mio. Euro) und Italien (34,6 Mio. Euro).

Gleichzeitig stiegen aber auch die Einfuhren von Möbeln an. Am Ende des dritten Quartals lagen sie mit einem Plus von 17,9 Prozent bei 1,77 Mrd. Euro. Nach Segmenten betrachtet, werden anteilig überwiegend Sitzmöbel (35%) und Wohnmöbel (30%) nach Österreich importiert. Auch bei den Einfuhren liegt Deutschland (+13,8%) mit 746,5 Millionen Euro weit vorn. An zweiter Stelle folgt Polen (+25,2%) mit knapp 209,3 Millionen Euro. Gemeinsam mit Slowenien, Tschechien und der Slowakei bilanzierten die Lieferanten aus den osteuropäischen Ländern in den ersten neun Monaten 2021 Möbellieferungen von rund 355,7 Mio. Euro. Ins Gewicht fallen auch Möbel aus Italien im Wert von 128,2 Millionen Euro (+14,4%). Ein weiteres entscheidendes Import-Land ist nach wie vor China. Es belegt den dritten Platz mit einem Plus von 26,6 Prozent und 177,2 Millionen Euro.

„Wachsende Export-Werte und ein deutliches Produktionsplus – 2021 war ein gutes Möbeljahr“, zieht Dr. Georg Emprechtinger Bilanz. Das Zuhause erfuhr in den letzten Monaten eine große Wertschätzung. Vor allem regionale Produkte, die mit Qualität, Handwerk, Service und nachhaltigen Argumenten überzeugen, werden immer stärker nachgefragt. Auch die Herkunftsfrage entscheidet zunehmend über einen Kauf. Wichtig für den Standort Österreich ist es deshalb, die Konsumenten für heimische Möbel und deren Werthaltigkeit zu sensibilisieren. So kennzeichnet zum Beispiel das „Austria Gütezeichen Möbel“ Produkte mit überdurchschnittlicher Qualität. „Das Siegel gibt eine verbriefte Garantie darauf, dass die Möbel auf einem Niveau gefertigt werden, das über den gesetzlichen Anforderungen liegt, und die jeweiligen Herstellerbetriebe über 50 Prozent Wertschöpfung in Österreich generieren“, so der Vorsitzende der Österreichischen Möbelindustrie. Zudem gewinnt der ökologische Fußabdruck für Produkte und Hersteller an Bedeutung. „Klimaschutz ist zentral für den wirtschaftlichen Erfolg – in diesem Bereich haben wir in Österreich einen großen Vorsprung“, ist Dr. Georg Emprechtinger überzeugt. „Die Bewertung der Betriebe in puncto Nachhaltigkeit und Ökologie ist ein stetig wachsender Wettbewerbsfaktor, der uns in die Karten spielt.“ Denn Möbel made in Austria verbinden Regionalität und traditionelles Handwerk auf einzigartige Weise mit exklusivem Design und Authentizität.

Produktion in Elektro- und Digitalindustrie gewachsen

Insgesamt ist das Jahr 2021 für die Elektro- und Digitalindustrie sehr erfolgreich gewesen. „Als eine von wenigen Branchen ist es gelungen, die Verluste aus dem Vorjahr mehr als nur wettzumachen“, bewertet ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel die positive Entwicklung. „Die Zahlen sind umso beachtlicher, weil auch das zurückliegende Jahr von der Corona-Pandemie und Lieferengpässen bestimmt war.“ 
So stieg die Produktion zwischen Januar und November 2021 um gut neun Prozent, die nominalen Erlöse legten im gleichen Zeitraum um knapp zehn Prozent zu. Auf das gesamte vergangene Jahr hochgerechnet hat der Umsatz erstmals knapp die 200-Milliarden-Euro-Marke erreicht. Nahezu alle Teilbranchen zeigten eine positive Entwicklung. Die Beschäftigtenzahl legte um mehr als 5.000 auf 877.000 zu, während die Kurzarbeit deutlich auf 15.000 zurückging. 

„Es ist der Branche im vergangenen Jahr sehr gut gelungen, die Pandemie-Situation zu managen. Die von den Unternehmen getroffenen Sicherheitsmaßnahmen haben gegriffen“, so Dr. Kegel weiter. „Wichtig ist, dass das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben weiter aufrechterhalten bleibt, auch wenn uns neue Virusvarianten vor neue Herausforderungen stellen.“

Allerdings leidet die Branche unter der anhaltenden Materialknappheit. Ohne die vorhandenen Lieferengpässe hätte der Umsatz 2021 deutlich höher ausfallen und die 200-Milliarden-Euro Marke geknackt werden können. Der Verband erwartet frühestens ab Jahresmitte eine Besserung der Lage.

Mit Blick auf die unter Druck stehenden globalen Lieferketten und die Vernetzung der Branche mahnt der ZVEI, die technologische Souveränität und Resilienz Europas dringend zu stärken. „Europa kann nur aus einer starken Position heraus seine Wirtschaftsinteressen gegenüber China und den USA selbstbewusst vertreten. Hierfür darf es keine einseitigen Abhängigkeiten geben, weder bei Spitzentechnologien wie Halbleiter noch in der Spitzenforschung“, so Dr. Kegler. Europa müsse mit eigenen Kompetenzen stark und souverän agieren können, ohne protektionistisch zu sein. Dazu müsse beispielsweise die EU das zweite IPCEI für Mikroelektronik jetzt schnell auf den Weg bringen. Dr. Kegel: „Wenn anderswo Milliarden-Förderungen erfolgen, darf Europa nicht zurückstehen.“

Auch für das Jahr 2022 ist der Verband zuversichtlich, weist aber auf große Unsicherheiten bei der diesjährigen Prognose hin. „Stand heute gehen wir von einem Produktionsplus von 4 Prozent aus“, so der ZVEI-Präsident.

Die wachstumsfördernden Megatrends Elektrifizierung und Digitalisierung sind unmittelbar mit der Elektro- und Digitalindustrie verbunden und durch die Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung nochmals verstärkt worden. Beispiel Klimaschutz: „Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, muss die Elektrifizierung mit durchgängiger Kopplung der klimarelevanten Sektoren Energie, Industrie, Gebäude und Mobilität jetzt entschlossen angegangen werden“, so Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Bei intelligenter Verbindung und direkter Nutzung könne erneuerbarer Strom nicht nur eine zunehmend CO2-freie Energieversorgung ermöglichen, sondern auch hohe Energieeffizienzpotenziale generieren. „Durch Elektrifizierung kann der Primärenergiebedarf bis 2045, dem Zieljahr für Klimaneutralität, um mehr als 40 Prozent gesenkt werden“, betont Weber.

Die Technologien hierfür seien vorhanden, blieben aber weiterhin viel zu häufig ungenutzt. Ein großer Schwachpunkt: Der seit Jahren vernachlässigte Netzausbau.

„Ohne ein leistungsstarkes, digitalisiertes Stromnetz kann die Energiewende nicht gelingen“, so Weber.

Aber auch an anderen Stellen sieht der Verband große Handlungsbedarfe. „Die Infrastruktur in Deutschland insgesamt braucht eine Verjüngungskur. Der Großteil der Gebäude ist nicht Energiewende-fähig, die Sanierungsquote zu gering und die Elektroinstallationen sind häufig museumsreif.“

Es sei dringend geboten, tatsächlich „mehr Fortschritt zu wagen“. Der ZVEI fordert die Ampel-Koalition auf, schnell Maßnahmen zu ergreifen, die die Entwicklung zur All-Electric-Society unterstützen. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Strompreis ein. Weber: „Um erneuerbaren Strom als vorrangigen Energieträger attraktiv zu machen, muss der Strompreis rascher gesenkt werden – für alle.“ Die Abschaffung der EEG-Umlage allein reiche nicht. Auch die Stromsteuer müsse abgesenkt und für erneuerbaren Strom vollständig reduziert werden.

Steffen Orth wird Project Management Officer

ColorGATE, ein führender Anbieter leistungsfähiger Software, Dienstleistungen und Tools für farbkritische Digitaldruck-Anwendungen, verstärkt sein Führungsteam: Steffen Orth ist neuer Project Management Officer (PMO). Zusätzlich steht er ColorGate-Kunden beratend zur Seite, um mit diesen neue Wertangebote und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

In der neu geschaffenen Stabsfunktion sorgt Orth für die Strukturierung und angemessene Priorisierung sämtlicher Projekte. Seine Kernaufgabe ist sicherzustellen, dass die vorhandenen Ressourcen so eingesetzt werden, dass sie den größtmöglichen Kundennutzen erzeugen. Daneben wird Orth ein neues Angebot für ColorGate-Kunden begründen: im Rahmen der „Digital Print Adoption Services“ wird er existierende und künftige ColorGate-Kunden bei der Entwicklung neuer Wertangebote und Geschäftsmodelle unterstützen. Orth berichtet direkt an Thomas Kirschner, Gründer und CEO der ColorGate.

Steffen Orth ist ein branchenbekannter Experte für Drucktechnologien und -prozesse sowie die dazugehörigen Einführungsprojekte und Geschäftsmodelle. Er schloss ein Studium der Druck- und Medientechnologie an der Hochschule der Medien Stuttgart als Diplom-Ingenieur ab und arbeitete danach für namhafte Unternehmen wie Amcor, Cimpress (Vistaprint) und Hapa. Orth befasste sich in seiner fast 20-jährigen Karriere vielfach mit der Einführung neuer Drucktechnologien, Prozess-Entwicklung und -automatisierung, Qualitätsmanagement und der Geschäftsfeldentwicklung. Er hat außerdem auf zahlreichen Veranstaltungen moderiert und Fachvorträge gehalten, zuletzt auf dem DIPA Symposium in Hannover.

Thomas Kirschner kommentiert: „ColorGate wächst kontinuierlich in allen Anwendungsfeldern des Digitaldrucks, in denen wir tätig sind. Dies führt zu einer stark steigenden Anzahl von Kundenprojekten mit teils komplexen Anforderungen und ambitionierten Terminvorgaben. Wir freuen uns, mit Steffen Orth einen ausgewiesenen Branchenexperten mit umfassendem Projektmanagement-Know-How an Bord zu haben. Indem wir die Position des PMO etablieren, setzen wir wichtige Elemente unserer Unternehmensstrategie weiter konsequent um: Maximierung des Kundennutzens, objektive, datenbasierte Entscheidungsfindung sowie eine enge Verzahnung mit Markt und Anwendern.“

Steffen Orth betont: „Als Anwender habe ich die Entwicklung des Digitaldrucks mit seinen vielen Chancen und neuen Geschäftsmodellen über Jahre verfolgt. Ich freue mich, das Thema jetzt aus der Perspektive des Technologieanbieters voranzutreiben und den ColorGate-Anwendern dabei zu helfen, zeitgemäße Technologie nutzbringend einzusetzen. Die Anschaffung digitaler Drucktechnologie kann kein Selbstzweck sein, sondern muss in ein funktionierendes Geschäftsmodell eingebettet sein. Ich möchte unseren Anwendern dabei helfen, führende Technologie, sei es Hard- oder Software, gewinnbringend einzusetzen.“

Schiele & Unilin Technologies

Partnerschaft zur Einführung der „Unicoat“-Technologie für wasserdichte Bodenbeläge

Schiele Maschinenbau und Unilin Technologies haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit bei der Unicoat-Technologie zu formalisieren. Mit dieser Partnerschaft wird Schiele offizieller Händler des Unicoat-Beschichtungsmaterials und der Maschinen, die für die Anwendung der patentierten Technologie erforderlich sind, und bildet damit eine zentrale Anlaufstelle für alle Hersteller, die eine neue wasserfeste Kantenbeschichtung integrieren möchten.

„Diese Partnerschaft ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der weiteren Einführung von wasserfesten Bodenbelägen“, erklärt Bart Van Der Stockt, Präsident von Unilin Technologies. „Jetzt gibt es eine Komplettlösung für alles, was Hersteller benötigen, um diese bahnbrechende patentierte Technologie in ihren Produktionsprozess zu integrieren.“

„Schiele Maschinenbau ist dank seiner umfassenden Kenntnisse und Erfahrungen mit Beschichtungen und Anwendungssystemen in der Fußbodenindustrie die perfekte Wahl für dieses Projekt. Sie sind bestens gerüstet für die Einführung von Unicoat in großem Maßstab, von denen bereits mehrere für das Jahr 2022 geplant sind.“

Stefan Schiele, CEO von Schiele Maschinenbau, kommentiert: „Wir freuen uns, an diesem großartigen Projekt mit Unilin Technologies teilzunehmen. Nach einer gründlichen Analyse der Patentsituation und dem Testen vieler verschiedener Lösungen, um Bodenbeläge wasserdicht zu machen, sind wir überzeugt, dass die Unicoat-Lösung die beste verfügbare Technologie ist.“

Die wasserabweisende Unicoat-Kantenbeschichtung für Bodenbeläge verhindert das Eindringen von Flüssigkeiten in die Fugen eines Bodens und schützt den Boden vor dauerhaften Wasserschäden. Die Beschichtung bildet den ultimativen Schutz gegen Wasserlecks und verhindert Schäden und Beeinträchtigungen, die bei Böden auftreten, die über einen längeren Zeitraum übermäßigen Wassermengen ausgesetzt waren.

Diskussionsbedarf beim Verordnungsentwurf für „entwaldungsfreie Lieferketten der EU-Kommission“

Mitte November 2021 hat die EU-Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten angenommen. Der Verordnungsentwurf soll die Entwaldung in globalen Lieferketten über Auflagen für Risikoprodukte, deren Erzeugung Wälder weltweit gefährden könnten, eindämmen. Dazu gehören unter anderem Rindfleisch, Soja, Palmöl sowie auch Holz.

Der Europäische Holzhandelsverband (ETTF) sowie der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) haben in den letzten Wochen an verschiedenen Anhörungen zum Verordnungsentwurf teilgenommen und ihre Bedenken zur Umsetzung geäußert. Die Verordnung wird die aktuell gültige Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) ersetzen, die Sorgfaltspflicht zum Import von Holz wird in die neue Verordnung integriert.

Aus Sicht des Europäischen Holzhandelsverbandes ändert sich für die Sorgfaltspflicht der Importeure nichts Grundsätzliches, dennoch sind einige weitere Kriterien zur Sorgfaltspflicht und zur Dokumentation aufgenommen, die einer näheren Definition bedürfen. So befürchtet ETTF, dass die konkrete Definition des Einschlagsortes (geo-localisation) in vielen Fällen nicht umsetzbar ist. Bei der Dokumentation innerhalb der Sorgfaltspflicht sollte bei gleichen Lieferanten die Dokumentation nur einmal im Jahr erfolgen. Ein besonders wichtiger Punkt ist, dass die Sorgfaltspflicht nicht auf größere Händler ausgedehnt werden sollte, sondern beim Erstinverkehrbringer, also beim Importeur wie gehabt, verbleiben sollte.

Ein weiterer aus Sicht von GD Holz und ETTF wichtiger Punkt ist die Definition von „deforestation“ und „degradation“. Die Verordnung muss sicherstellen, dass eine geordnete Forstwirtschaft nach den Landesgesetzen die Grundlage für einen legalen Holzeinschlag ist. Nachhaltige Forstwirtschaft in den Lieferländern darf nicht als „deforestation“ oder „degradation“ angesehen werden. Nach Auskunft der EU-Kommission soll der „Forest Law Enforcement, Governance and Trade“ (FLEGT)-Prozess in der aktuellen Form nicht weiter fortgesetzt werden. Noch offen ist, wie Partnerschaftsabkommen mit FLEGT-Partnern beziehungsweise Verhandlungen mit FLEGT-Kandidaten gehandhabt werden sollen. Hier setzen sich die Verbände dafür ein, auf jeden Fall den Prozess fortzusetzen, da dieser in den Lieferländern für mehr Dokumentensicherheit und mehr Bewusstsein für Legalität und Nachhaltigkeit sorgt. Darüber hinaus setzen sich die Verbände dafür ein, dass der Produktbereich im Thema Holz auch auf Gartenstühle, Holzkohle sowie Werkzeugen oder Spielzeugen aus importiertem Holz erweitert werden sollte, damit es für Importeure aller Holzprodukte gleiche Wettbewerbsbedingungen gibt.

Im Grundsatz begrüßen GD Holz und ETTF den neuen Verordnungsentwurf, weil er die erfolgreiche Gesetzgebung der EU-Holzhandelsverordnung fortsetzt und mit Soja, Palmöl und mit anderen Produkten wichtige Produktbereiche integriert. Die Verordnung darf allerdings nicht dazu führen, dass gerade mittelständige Unternehmen mit noch mehr Bürokratie und Kosten belastet werden.

Der Verordnungsentwurf der EU-Kommission geht nun in den kommenden Monaten in die Beratung der 27 Mitgliedsländer, bevor es zu einer Entscheidung und konkreten Ausformulierung kommt.

„EU muss Grenzen des Mittelstands berücksichtigen“

Das Europaparlament diskutiert über die künftige Gesetzgebung zur nachhaltigen Unternehmensführung. Dazu sagt VDMA-Präsident Karl Haeusgen:

„Ein EU-Lieferkettengesetz, wie es die EU-Kommission derzeit erarbeitet, muss unbedingt für die mittelständischen und häufig familiengeführten Unternehmen handhabbar und umsetzbar sein. Daher ist es wichtig, dass EU-Parlament und  EU-Kommission über die Auswirkungen eines europäischen Lieferkettengesetzes auf den internationalen Handel debattieren. Die Maschinen- und Anlagenbauer achten die Menschenrechte. Zugleich könnten unrealistische Anforderungen an Sorgfaltspflichten in der Lieferkette gerade international vernetzte Mittelständler zum Rückzug aus bestimmten Märkten bewegen, um Risiken zu vermeiden. Damit würde man der globalen Durchsetzung von Menschenrechten keinen Dienst erweisen – im Gegenteil. Darüber hinaus wäre auch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gefährdet.

Einheitliche Regeln zur nachhaltigen Unternehmensführung in Europa sind sinnvoll, um einen Flickenteppich von unterschiedlichen nationalen Vorgaben zu verhindern. Die Sorgfaltspflicht muss sich auf das beschränken, was die Unternehmen kontrollieren können und wo es ein offensichtliches Risiko in der Lieferkette gibt. Eine Begrenzung der Sorgfaltspflicht auf die erste Stufe der Lieferkette wäre eine denkbare Lösung, um die gesetzlichen Anforderungen für Mittelständler handhabbarer zu machen. Nur so kann die Industrie etwas bewirken und ihren Beitrag zu nachhaltiger Unternehmensführung weiter steigern.“

7,1 Prozent weniger Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im November 2021

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2021 kalender- und saisonbereinigt 7,1 Prozent niedriger als im Oktober 2021. Im Vergleich zum November 2020 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im November 2021 ebenfalls um 7,1 Prozent niedriger. In den ersten elf Monaten 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im November 2021 rund 7,2 Milliarden Euro. Wegen der sehr stark gestiegenen Baupreise waren das nominal (nicht preisbereinigt) 4,7 Prozent mehr als im November 2020. In den ersten elf Monaten 2021 stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 7,7 Prozent.

Azubis der Haworth GmbH können Ausbildung bei Wini Büromöbel fortsetzen

Der Büromöbelhersteller Haworth GmbH verlagert seine Produktion von Bad Münder ins Ausland. Bis vor kurzem waren durch die Schließung des Produktionsstandorts auch Ausbildungsplätze gefährdet. Jetzt wurde zusammen mit Wini Büromöbel eine Lösung gefunden: Alle Auszubildenden setzen Ihre Ausbildung im naheliegendem Coppenbrügge fort.

Nach ihren Aufhebungsverträgen mit Haworth haben sie ihre neuen Ausbildungsverträge nun am 18. Januar bei Wini unterschrieben. Das Gute daran: Sie müssen nicht von vorne anfangen, sondern ihre bisherige Lehrzeit wird komplett angerechnet. Die anderen vier Azubis befinden sich im 3. Lehrjahr. Somit bleiben alle Azubis der Produktion zusammen, sie werden nicht auf unterschiedliche Betriebe oder Orte verteilt. Die erste „Amtshandlung“ der neun Azubis war ein Rundgang durch die Produktion von Wini.

Nachdem die „neuen“ Wini Azubis Ihre Verträge unterschrieben hatten und die beiden Geschäftsführungen allen vertraglichen Details geregelt haben, steht der Fortführung der Ausbildung nichts mehr im Weg. „Mit dieser Lösung sind unsere Auszubildenden nun in besten Händen“, sagt Maik Hänel, einer der beiden Geschäftsführer der Haworth GmbH. „Wir freuen uns sehr, dass alle ihre Ausbildung bei Wini fortsetzen.“ Nicht nur die Auszubildenden wechseln ihren Standort. Aufgrund der nun hohen Azubi-Anzahl bei Wini ziehen auch einige Haworth-Maschinen, die für die Ausbildung eingesetzt worden sind, mit um. Außerdem stellt Haworth den bisherigen Ausbildungsverantwortlichen zur Unterstützung ab um einen besseren Übergang und ein optimales Ausbildungsende für die Auszubildenden im 3. Lehrjahr zu gewährleisten.

Die Neuzugänge aus Bad Münder bedeuten für alle Beteiligten eine Chance. „Die Verantwortlichen bei Haworth haben sich sehr für ihre Azubis eingesetzt. Und mit ihrem Wechsel zu Wini haben die Holzmechaniker noch mal eine neue Möglichkeit, sich in einem weiteren Betrieb und anderen Arbeitsweisen zu erproben“, sagt Jan Hendrik Karsch, Geschäftsführer von Wini Büromöbel. „Ich freue mich sehr, sie jetzt alle näher kennenzulernen und mit einem schlagkräftigen Team durchzustarten.“