Aussteller sollen über Verschiebung in den Juli entscheiden – Umfrage bis 14. Januar
Corona lässt keine langfristigen Planungen zu – nachdem in Deutschland und Europa alle gehofft haben, dass uns das Virus nie wieder so fest im Griff haben wird, wie 2020, spitzt sich die Lage erneut zu. Eine Branche, die direkt massiv betroffen ist, dabei wurde gerade im kleinen Rahmen wieder „Fahrt aufgenommen“, ist der Veranstaltungs- und Messebereich. Nachdem mit der „Imm Cologne“ die Koelnmesse eine ihrer bedeutendsten Messen in 2022 gekippt hat, machen sich jetzt offensichtlich auch die Nürnberger Gedanken um ihr Messedoppel „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau-Frontale“. Zumindest ist dies aus einer E-Mail herauszulesen, die heute am späten Nachmittag an alle angemeldeten Aussteller ging.
Aufgrund der momentan sehr dynamischen Situation hat der Messeveranstalter kurzfristig das „Nürnberger Modell“ erarbeitet, welches Kundenwünsche, Planungssicherheit und rechtliche Verbindlichkeit in Zeiten der Pandemie bestmöglich vereinen soll – und so eine Messeteilnahme optimal unterstützt.
Die NürnbergMesse muss derzeit den Spagat zwischen dem rechtlichen Rahmen für Messen, aber dem unberechenbaren Pandemieverlauf schaffen. Entsprechend der Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und des neuen Infektionsschutzgesetzes sind Messen und Kongresse Stand heute gesetzlich zulässig. Und wurden auch auf Basis eines Hygienekonzepts, das gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung entstand, in Nürnberg erfolgreich durchgeführt. Auf der anderen Seite muss auch die NürnbergMesse aufgrund des aktuell dynamischen Infektionsgeschehens mit kurzfristigen Anpassungen beziehungsweise Verschärfungen der Gesetzgebung auf Bundes- und Landesebene rechnen.
Laut Ausstellerinformation ist eine zunehmende Verunsicherung unter den Ausstellern des Messedoppels „Holz-Handwerk“/„Fensterbau-Frontale“ spürbar. „Viele Aussteller sind auf uns zugegangen und haben um die Prüfung eines Verschiebungstermins gebeten, um sich in der derzeitigen Lage mit dynamischen Infektionsgeschehen zeitlich etwas Luft zu verschaffen. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen. Unter gemeinsamer Prüfung aller Aspekte und des vollen Messekalenders würde sich eine Verschiebung auf 12. bis 15. Juli 2022 ergeben. Mit diesem Termin verbinden wir auch die Erwartung, dass mit Zugang zum Frühjahr hin die Situation immer stabiler werden wird“, heißt es in der Aussendung.
Darum gibt es mit dem „Nürnberger Modell“ nun bis zum 14. Januar 2022 eine Umfrage unter den angemeldeten Ausstellern. Eine Verschiebung in den Juli könnte Zustande kommen, wenn dieser Verschiebung mindestens eine Anzahl von Ausstellern zustimmt, die zusammen 65 Prozent der gebuchten Nettoausstellungsfläche repräsentiert. Ob eine Veranstaltung coronabedingt verschoben wird oder nicht, liegt – solange noch kein Veranstaltungsverbot gilt – im Ermessen des Veranstalters. Und die Nürnberger wählen einen Weg, an dieser Stelle gemeinsam mit ihren Kunden „zu entscheiden“. Dabei werden „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau-Frontale“ als eine gemeinsame Veranstaltung gewertet, also nur gemeinsam verschoben. Eine entsprechende Vertragsänderung für diesen Fall einer Verschiebung ging jedem Aussteller jetzt zu.













