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Autor: Möbelfertigung

Verarbeitungsempfehlungen für HPL überarbeitet

Die herausragenden Materialeigenschaften und seine vielseitige Einsetzbarkeit im Möbel-, Objekt- und Fassadenbau haben HPL bereits seit Jahrzehnten zu einem bewährten Oberflächenmaterial gemacht. Eine fundierte Wissensbasis zur Herstellung, Verarbeitung und Anwendung von HPL ist hierfür unabdingbar. Die Fachgruppe proHPL hat seine Allgemeinen Verarbeitungsempfehlungen vollständig neu überarbeitet.

Als duroplastischer Kunststoff ist HPL als Oberflächenmaterial extrem vielseitig einsetzbar. Um die Chancen und Möglichkeiten des Einsatzes von HPL optimal nutzen zu können, ist eine breite Informationsbasis zur Herstellung, Verarbeitung und Anwendung von großem Vorteil. Neben dem HPL-Kompendium bilden die Allgemeinen Verarbeitungsempfehlungen hierbei eine wichtige Informationsquelle. In dem Merkblatt wird insbesondere auf die Bearbeitung von HPL eingegangen.

Der Anwendungstechnische Ausschuss der pro-K Fachgruppe proHPL hat das Merkblatt jetzt vollständig neu überarbeitet und aktualsiert. Wie die anderen rund 30 Merkblätter und Informationen, kann auch das Technische Merkblatt „Allgemeine Verarbeitungsempfehlungen von HPL“ bequem von unserer Website heruntergeladen werden unter: www.pro-hpl.org/merkblaetter-hpl.html.

„Pure Talent Contest“ der „imm cologne“

Qualität und Optimismus

Über 539 Einreichungen aus 52 Ländern: Doch es ist nicht nur die hohe Teilnehmerzahl, sondern vor allem die Qualität der eingereichten Arbeiten für den 19. „Pure Talent Contest“, die den Veranstaltern Recht gibt, den Wettbewerb trotz Absage der „imm cologne“ 2022 stattfinden zu lassen. Denn die von der Fachjury nominierten Entwürfe zeigen großes Marktpotenzial und überzeugen sowohl ästhetisch als auch handwerklich. Vor allen Dingen aber sucht die nächste Design-Generation eines: nachhaltige Produktkonzepte

„Es ist beeindruckend, wie viele Entwürfe von großer Qualität dieses Jahr wieder eingereicht wurden – trotz der schwierigen Umstände der letzten Monate“, kommentiert Designer und Jurymitglied Sebastian Herkner das Ergebnis des aktuellen Wettbewerbs. „Viele der Designer hatten nicht einmal Zugang zu Werkstätten, um ein Modell zu bauen, weil selbst die Hochschulen geschlossen waren. Dennoch haben es viele irgendwie – vielleicht zuhause – geschafft, sehr professionelle Renderings zu machen. Daran gemessen ist die Beteiligung wirklich sehr positiv, mit Beiträgen von großer Qualität zu Themen wie Nachhaltigkeit, neue Materialien usw., die in den letzten Jahren wachsende Bedeutung erlangt haben.“

Zauberhafte Lichtspiele und dekorative Entwürfe für ein modernes Interior Design sind unter den für die Präsentation auf der nächsten „imm cologne“ nominierten Produktideen genauso zu finden wie handwerklich gut gemachte Konstruktionen und spannende Materialstudien. Der Trend des „Pure Talent Contest“ für die „imm cologne“: Design zum Anfassen – pragmatisch, interaktiv, sinnlich.

Das ursprüngliche Ideal des Designs, Ästhetik und Funktionalität zu vereinen, wird von der jungen Generation um den zentralen Aspekt der Nachhaltigkeit erweitert. Dabei heißt nachhaltig nicht nur natürlich oder regenerativ, sondern oft auch performativ, transportabel, modular, recyclingfähig und langlebig. Auch bei den nominierten Beiträgen ist dieser „idealistische Pragmatismus“ fast durchgängig zu spüren.
„Die Realitäten des Marktes und der künftigen Herausforderungen“, so schließt „imm cologne“-Direktorin Claire Steinbrück, „erlauben jungen Designerinnen und Designern anscheinend weniger Spielraum für ein Design, das die Grenzen zur Kunst erkundet. Dafür zeigen die jungen Kreativen erstaunlich weit entwickelte Produktideen, die von dem Willen zur Problemlösung und von Optimismus zeugen. Das ist wirklich ermutigend und bestätigt uns in der Überzeugung, dass die Förderung jungen Designs durch unseren Wettbewerb wichtig ist.“

Der „Pure Talent Contest“ gehört international zu den anerkanntesten Designwettbewerben für junge Designer:innen, die noch im Studium sind oder erst vor Kurzem eines abgeschlossen haben und sich als Start-ups in der Einrichtungsbranche zu etablieren suchen. Ausgerichtet von einer der größten Einrichtungsmessen weltweit bietet der Wettbewerb aufstrebenden Talenten eine Bühne für ihre Produkte und eine einmalige Gelegenheit, sich innerhalb der Branche und der Designszene zu vernetzen. Auch in diesem Jahr findet die Präsentation der Siegerbeiträge der „Pure Talent Contest“-Ausgaben 2021 und 2022 über die „imm cologne“-Online-Kanäle statt.

Virtuelles Event für Möbelhersteller und holzverarbeitende Unternehmen am 24.02.2022

Am 24. Februar veranstaltet 2020 mit dem „Operational Excellence Day“, das seit Beginn der Pandemie bereits dritte virtuelle Großevent für Möbelhersteller und holzverarbeitende Unternehmen.

„In den letzten 24 Monaten haben wir einige informative und qualitativ-hochwertige virtuelle Veranstaltungen für unsere Zielgruppe auf die Beine gestellt und hierfür viel positives Feedback erhalten. Mit dem ,Operational Excellence Day‘ bieten wir den Teilnehmern nun ein Format mit neuen, einzigartigen Eventelementen, die die Teilnahme zu einem echten Erlebnis machen“, so Peter Kläne, Verantwortlicher für das 2020 Marketing in EMEA.

Zentrales Highlight der Veranstaltung „Operational Excellence Day“ ist die digitale Fabrik der Zukunft, die 2020 in den letzten zwölf Monaten gebaut hat, um Kunden und Interesssenten virtuell in 3D die Vorteile einer End-to-End Lösung und eines integrierten MES erklären und erleben zu lassen. Neben den End-to-End Touren für Möbelhersteller werden auch MES Touren durch die 10.000 Quadratmeter große Fabrikhalle und durch die 400 Quadratmeter große Verwaltungsfläche angeboten.

Am Nachmittag geht es mit Vorträgen zum Themenschwerpunkt Chancen durch Digitalisierung weiter, in denen Teilnehmern anhand von realen Referenz-Beispielen gezeigt wird, wie Prozesse in der Praxis optimal umgesetzt werden und welche Opportunitäten, Kostenersparnisse und sonstige Vorteile sich hierdurch ergeben können.

Über dem gesamten Tag bietet 2020 individuelle Prozessberatung durch 2020 Experten an, bei denen jeder einzelne Experte mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Implementierung von Prozessen und Software in der Möbelindustrie besitzt. Dabei handelt es sich um gratis Einzelberatungstermine, indem die Experten in 20 Minuten Terminen Tipps zu individuellen Herausforderungen geben. Aus organisatorischen Gründen muss man sich für die Termine bis spätestens fünf Tage vor dem Event samt einiger prozessrelevanter Angaben anmelden. Die Termine werden nach dem First-come, First Serve Prinzip verteilt.

Die Teilnahme am Event inklusive der individuellen Termine ist kostenlos. Auf der 2020 Webseite finden Interessierte weitere Informationen und können sich anmelden.

Teaser-Trailer zur Online-Woche im Februar – jetzt anmelden!

Teaser-Trailer zur Digitalwoche auf Youtube ansehen: https://youtu.be/MP8jAHBA87M 

Aus der beliebten Konferenz „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ ist statt einer 1,5-tägigen Präsenzveranstaltung in Düsseldorf, kurzerhand eine Online-Woche geworden. Kompakt und über vier Tage verteilt machen wir die bereits angekündigten Inhalte vom 1. bis zum 4. Februar täglich von 11 bis 13 Uhr online erlebbar. Viele der Top-Referenten wurden mit ihrem individuellen Vortrag bereits professionell gefilmt, werden ihren Beitrag darüber hinaus am Präsentationstag Anfang Februar live begleiten und natürlich auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Mit dabei sind unter anderem Christian Baudis, Digital-Unternehmer, Futurist und ehemaliger Google-Deutschlandchef. Er hat mehrere europäische Start-Ups erfolgreich gegründet und über 20 Jahre in führenden CEO-Funktionen der europäischen Medien- & Internetindustrie gearbeitet. Ebenfalls mit von der Partie: Raphael Gielgen, Trendscout Future of Work Life & Learn bei Vitra. Eine Präsentation am Puls der Zeit – oder vielmehr eine wahrscheinlich kritische Betrachtung des Ist-Zustandes der Möbelindustrie – ist von Prof. Dr.-Ing. Frank Prekwinkel, CEO der Imos AG, zu erwarten. Das komplette Programm und alle Referenten der Online-Woche finden Sie hier: https://bit.ly/3r3mmDw

Das Online-Kongressticket für alle vier Tage kostet 399 Euro inklusive Zugang zum digitalen Tagungsband und allen Handouts. Direkt zur Anmeldung geht es hier.

Wir danken unseren Sponsoren 2020, Biesse, Homag, Imos, Interzum, L’Engineers, Mink Bürsten, Scm und Välinge.

Hier geht es zum Trailer: https://youtu.be/MP8jAHBA87M

Erstes Vorgehensmodell für KI-Engineering veröffentlicht

Projekte, in denen Künstliche Intelligenz (KI) ein- oder umgesetzt werden soll, sind meist komplex, erfordern heterogene Teams und bergen ein hohes Risiko zu scheitern. Wie schafft man es als Unternehmen, KI-Projekte auch in anspruchsvollen Anwendungsdomänen wie Mobilität oder industrieller Produktion dennoch zum Erfolg zu führen? Forschende im Karlsruher Kompetenzzentrum für KI-Engineering, kurz „CC-King“, haben dafür in enger Kooperation mit den Unternehmen im CC-King Innovationsbeirat ein systematisches Vorgehensmodell namens „Paise“ entwickelt, das ab sofort als Whitepaper zum Download zur Verfügung steht.

„Paise“, das „Process Model for AI Systems Engineering“, ist speziell für die Entwicklung und den Betrieb von KI-basierten Systemen gedacht. Es kombiniert Vorgehensweisen aus der Informatik und datengetriebenen Modellbildung mit denen klassischer Ingenieurdisziplinen, um die Herausforderungen zu überwinden. AI Systems Engineering, übersetzt KI-Engineering, nennen die Wissenschaftler:innen den interdisziplinären Ansatz, an dem sie seit Mitte 2020 arbeiten. „Mit KI-Engineering wollen wir die Entwicklung und den Betrieb von KI-basierten Lösungen systematisieren. Nur wenn KI-Methoden aus ingenieurtechnischer Sicht verlässlich eingesetzt werden können, bietet sich die Chance, das hohe Wertschöpfungspotenzial zu heben“, sagt Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Beyerer, Leiter des Fraunhofer IOSB und des wissenschaftlichen Direktoriums in „CC-King“. „Mit ,Paise‘ haben wir ein Instrumentarium geschaffen, das insbesondere auch kleinen und mittleren Unternehmen einen praktischen Leitfaden an die Hand gibt, um dieses Ziel zu erreichen.“

In der Entwicklung kann es schwierig sein, die Performanz eines cyber-physischen Gesamtsystems mit KI-Anteilen vorab abzuschätzen. „Damit können auch zu einem späten Zeitpunkt noch Änderungen am High-Level Design des Gesamtsystems notwendig werden“, sagt Constanze Hasterok, Wissenschaftlerin am Fraunhofer IOSB und Editorin des ,Paise‘ Modells. „Dieser Effekt tritt unter anderem dann ein, wenn die finalen ML-Modelle mit Daten aus dem echten Betrieb trainiert werden. Bei Neuentwicklungen stehen qualitativ hochwertige Daten aus dem Betrieb aber typischerweise erst spät zur Verfügung.“ Für den Betrieb sei ein Überwachen und idealerweise automatisches Anpassen von ML-Modellen notwendig, wenn sich Systeme und ihre Umgebungsbedingungen über die Zeit verändern können.

„Indem wir systematische Methoden zur Verfügung stellen, wollen wir Betriebe und Entwickler:innen dazu ermutigen, KI-Projekte anzugehen. ,Paise‘ ist dabei ein großer Schritt nach vorne. Es bildet den gesamten Prozess von der Konzeption über die Datenbeschaffung bis hin zu Betrieb und Wartung ab und adressiert alle Schwierigkeiten, die sich aus technischer Sicht bei der Umsetzung eines KI-Projekts stellen können“, erläutert Dr.-Ing. Thomas Usländer, Abteilungsleiter am Fraunhofer IOSB und Projektleiter von „CC-King“.

Das Whitepaper steht unter www.ki-engineering.eu/paise zum Download zur Verfügung. Im Rahmen der Eröffnung der Karlsruher Forschungsfabrik Ende März 2022 wird ein Workshop zu KI-Engineering und „Paise“ stattfinden. Interessierte an einer Schulung können sich schon vorher melden, per E-Mail an kompetenzzentrum@ki-engineering.eu

Einmalige Sommerausgabe im Juni parallel zum Messedoppel „Techtextil“ und Texprocess“

Klares Votum seitens Aussteller und Branchenpartner:innen: Die „Heimtextil“, internationale Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien, wird vom 21. bis 24. Juni als einmaliges Summer Special durchgeführt – zeitgleich zur „Techtextil“ und zur „Texprocess“, den jeweiligen Leitmessen für technische Textilien und Vliesstoffen und für die Verarbeitung von textilen und flexiblen Materialien.

„Es ist großartig zu sehen, welches hohe Vertrauen unsere Aussteller uns auch nach über zwei Jahren der Pandemie entgegenbringen. Die Ergebnisse des Votums und erste Teilnahmezusage zeigen: Das Bedürfnis, noch in diesem Jahr endlich wieder zu persönlichen Business-Begegnungen und globalen Neukontakten im Face-to-Face-Austausch zurückzukehren, ist ungebrochen groß – auch wenn das Wiedersehen in diesem Jahr noch in einem anderen Rahmen als gewohnt erfolgen wird“, zeigt sich Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies, erfreut über die positive Resonanz.

Erste Hersteller haben ihre Teilnahme bereits bestätigt – darunter langjährige Aussteller der „Heimtextil“ wie die Jover Group, die Lenzing Group und die Weberei Hohmann:

„Es ist aus unserer Sicht eine gute Entscheidung, die Heimtextil in diesem Jahr auf den Sommer zu verlegen. Wir brauchen eine Plattform, um unsere neuen Produkte dem Markt zu präsentieren. Die Branche muss sich wieder sehen, eine persönliche Beziehung ist wichtig. Wir hoffen, dass die Situation im Sommer es ermöglicht, dass Aussteller und Besucher frei reisen können und dass die Messe den Beginn einer Rückkehr zur Normalität markiert“, sagt Francisco Jover Pastor, Geschäftsführer der Jover Group.

„Es bedeutet uns sehr viel, dass an der Heimtextil 2022 im Rahmen des Summer Special festgehalten wird. Im Juni können wir endlich wieder an einem zentralen Ort persönlich mit dem weltweiten Handel in Verbindung treten und live zeigen, was mit Tencel Lyocell- und Modalfasern für den Interior-Bereich möglich ist. Gerade für Heimtextilien ist es sehr wichtig, die Produkte zu sehen und anfassen zu können. Wir freuen uns im Rahmen der Heimtextil 2022 diesen Sommer auf viele neue Kontakte und auf das Wiedersehen mit langjährigen Kunden und Wegbegleitern“, so Ebru Bayramoğlu, Head of Global Business Development der Lenzing Group.

„Wir stehen dem Sommertermin positiv gegenüber und werden mit der gleichen Standplanung für Juni teilnehmen, die auch für die Januarveranstaltung vorgesehen war“, kündigt Martin Buchta, Geschäftsführer der Weberei Hohmann an.

Dank der Parallelität der drei Messen können nationale und internationale Einkäufer:innen erstmals globale Trends und Neuheiten entlang großer Teile der textilen Wertschöpfungskette gebündelt an einem Ort erleben – angefangen bei Fasern und Garnen über funktionale Textilien, textile Technologien sowie Produktions- und Veredelungsprozesse bis hin zum Endprodukt für die textile Innenausstattung und zum Recycling. „Die räumliche Nähe zur ,Techtextil‘ und ,Texprocess‘ ermöglicht Einkäufer:innen der ,Heimtextil‘ spannende neue Perspektiven auf innovative Funktionalitäten technischer Textilien oder auch Vliesstoffe sowie Verarbeitungstechnologien für die Heimtextilindustrie. Durch diese Synergien schaffen wir zusätzliche Anreize, nationale wie internationale Einkäufer:innen im Sommer für den Re-Start der ,Heimtextil‘ zu gewinnen“, erklärt Schmidt.

Durch die zeitgleiche Präsenz von Händler:innen, Einrichter:innen, Textilingenieur:innen, Architekt:innen, Designer:innen, Materialexpert:innen aus Forschung und Entwicklung sowie Maschinen- und Technologiespezialist:innen erhalten Aussteller aller drei Messen im Cross-Networking zudem die einmalige Gelegenheit, Geschäftsverbindungen in völlig neuen Konstellationen aufzubauen.

Das „Heimtextil“ Summer Special, die „Techtextil“ und die „Texprocess“ finden vom 21. bis 24.06.2022 statt.

Voll im Plan

Die Vorzeichen für die „Automatica“ 2022, die von 21. bis 24. Juni auf dem Messegelände in München stattfindet, sind sehr positiv. Bereits ein halbes Jahr vor der Veranstaltung haben sich alle Branchengrößen angemeldet.

So werden aus dem Bereich Robotik unter anderem ABB, Denso, Doosan Robotics, Epson, Fanuc, Hanwha, Igus, Kawasaki, Kuka, Omron, Stäubli, Universal Robots, Yamaha sowie Yaskawa dabei sein. In der Montage-/Handhabungstechnik haben Asys, ATS, Bosch Rexroth, Deprag, Festo, Hahn Group, Manz, Mikron Automation, PIA Automation, Rhein-Nadel-Automation, Schaeffler, Schunk, Stiwa, Teamtechnik Maschinen und Anlagen, Weber Schraubautomaten, Weiss, Zeltwanger, ZVB, Zimmer und viele weitere angemeldet. In der industriellen Bildverarbeitung werden unter anderem Asentics, Basler, Carl Zeiss, Euclid Labs, IDS, Inxpect, Isra Vision, MVTec, Visual Components und VMT in München ausstellen. Ebenso repräsentativ mit Ausstellern wie Balluff, Beckhoff, Cenit, DLR, Euchner, Fraunhofer, Hiwin, Keyence, Leantechnik, Leoni, Maxon, Nabtesco, Neugart, Sick, Siemens, Sumitomo, Unimotion oder Wenglor Sensoric werden die Bereiche Sensorik, Steuerungstechnik und Industrielle Kommunikation, Software und Cloud Computing, Sicherheitstechnik, Positioniersysteme, Antriebstechnik, Versorgungstechnik sowie Forschung und Technologie vertreten sein.

Neben den genannten etablierten Branchengrößen nutzen aber auch zahlreiche Newcomer, wie zum Beispiel Agile Robots, Apera, ExoIQ, Franka Emika, fruitcore robotics, incubedIT, Isochronic, Kassow, Mech-Minds, Micropsi Industries, Neura Robotics, Robotiq, Rethink, robominds, Techman Robot, Wandelbots, Yuanda Robotics oder Xitaso, die „Automatica“ 2022, um sich der Branche zu präsentieren.

Im Fokus stehen dabei für Aussteller wie für Besucher Innovationen und Produkte rund um die bekannten Trendthemen „Digitale Transformation“, „Künstliche Intelligenz“ und „Mensch und Maschine“. Dieses Cluster wurde nun ergänzt um „Nachhaltige Produktion“. Hintergrund ist unter anderem das Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dies wird nur mit zügigen Veränderungen in der Automation zu realisieren sein – eine große Herausforderung für die gesamte Branche, die auf der „Automatica“ für die vielfältigen Ansätze die optimale Plattform findet.

Gewohnte Hallenbelegung, spannende Parallelveranstaltungen Diese wird sich 2022 in gewohnter Belegung mit den Hallen A4 bis A6 und B4 bis B6 präsentieren, gleichzeitig aber auch eine Neuerung bieten: Parallel zur „Automatica“ 2022 finden sowohl die „Analytica“, Internationale Fachmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, als auch die „Ceramitec“, Internationale Leitmesse der Keramikindustrie, statt. Zwei zusätzliche Branchen, ein großer Vorteil: Es gibt deutliche Schnittmengen, um messeübergreifend Synergien nutzen zu können.

Und es gibt weitere Highlights für die Teilnehmer der „Automatica“. Nach der digitalen, erfolgreichen Premiere 2021 wird die KI- und Robotik-Plattform „Munich_i“ mit den Bausteinen „Hightech-Summit“ am Mittwoch, den 22. Juni 2022, einem digitalen Robothon und der Sonderschau „AI.Society“ in diesem Jahr als Präsenzformat stattfinden. Darüber hinaus bietet die Messe erneut das bewährte „Automatica“ Forum, ergänzt um hybride Elemente. Zusätzlich ist eine Testzone geplant, in der Robotik- und Automations-Anwendungen vor Ort ausprobiert werden können. Weitere Highlights und Neuheiten im Rahmenprogramm gibt es auch online unter https://automatica-munich.com/de/rahmenprogramm/uebersicht/.

Ganz generell kommt die „Automatica“ zum bestmöglichen Zeitpunkt, befindet sich die Branche doch weiterhin auf Wachstumskurs, wie Frank Konrad, CEO der Hahn Automation GmbH, bestätigt: „Unsere Branche befindet sich im Aufwind: Pandemiebedingt haben Unternehmen Investitionen in Robotik und Automation verschoben und jetzt immensen Nachholbedarf. Parallel wird das Neugeschäft durch die Themen Klimaneutralität und nachhaltige Nutzung von Ressourcen angeschoben.“

Der VDMA Fachverband Robotik und Automation, ideeller Träger der „Automatica“, rechnet für das laufende Jahr mit einem kräftigem Branchenwachstum von zehn Prozent, wie der Verband im Dezember 2021 in einer Pressemitteilung bekannt gab. So rechne man für 2022 mit einem Branchenumsatz von 14,7 Milliarden Euro, also exakt dem Vorkrisenniveau von 2019.

China strebt globale Führung in der Robotik an

China hat einen neuen Fünfjahresplan für die Robotik-Industrie veröffentlicht: Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) in Peking plant, Innovationen gezielt zu fördern und das Reich der Mitte zu einem weltweit führenden Standort für Roboter-Technologie und industriellen Fortschritt zu machen. Wie sich Unternehmen aus dem In- und Ausland auf dem weltweit größten Markt der Branche engagieren, berichtet die Statistikabteilung der International Federation of Robotics.

„China ist der mit Abstand größte Robotermarkt weltweit. Das zeigt sich am jährlichen Absatz ebenso wie am operativen Bestand“, sagt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics (IFR). „Einen nützlichen Indikator, die dynamische Entwicklung Chinas nachzuvollziehen, liefert zudem die IFR-Statistik zur Roboterdichte. Gemessen an der Anzahl von Industrie-Robotern pro 10.000 Beschäftigte liegt Chinas Roboterdichte in der verarbeitenden Industrie derzeit weltweit auf Platz 9 (246 Einheiten) – verglichen mit Platz 25 (49 Einheiten), den das Land noch vor fünf Jahren innehatte.“

Mit einem Marktanteil von zusammen 73 Prozent basiert die rasante Automation der chinesischen Industrie heute hauptsächlich auf den Lieferungen ausländischer Roboterhersteller. Diese Quote ist in den vergangenen 8 Jahren mit leichter Volatilität konstant geblieben. Die Installationen von ausländischen Robotern – hauptsächlich aus Japan, Korea und Europa – stiegen 2020 um 24 Prozent auf 123.030 Einheiten stark an. Diese Zahl umfasst auch Einheiten, die in China von nicht-chinesischen Anbietern produziert werden. Chinesische Roboterhersteller liefern hauptsächlich an den heimischen Markt, wo sie im Jahr 2020 mit 45.347 Einheiten einen Marktanteil von 27 Prozent erzielten.

„China hat im Rahmen des 14. Fünfjahresplans seinen zweiten Entwicklungsplan für die Roboter-Industrie vorgelegt“, sagt Song Xiaogang, Executive Director und Generalsekretär der China Robot Industry Alliance (CRIA). „Der Plan hat als Leitlinie große Bedeutung für die Förderung und Entwicklung einer qualitativ hochwertigen chinesischen Robotik – die Schlüsseltechnologie der modernen Industrie. Der neue Fünfjahresplan ist für die digitale Entwicklung und intelligente Modernisierung in China wegweisend und trägt ebenfalls dazu bei, den weltweiten Fortschritt der Roboter-Technologie zu fördern.“

Umfrage der „möbelfertigung“ zu Lieferketten und Preisentwicklungen

Keine Entspannung in Sicht

Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, doch Lieferengpässe bremsen Firmenkonjunkturen empfindlich aus. Gleichzeitig kennen die Preise seit mindestens eineinhalb Jahren nur noch die Richtung nach oben. Die „möbelfertigung“ hat in der Branche nachgefragt, wie die Unternehmen aktuell agieren und welche Prognose sie für dieses Jahr haben.

„Die Versorgungslage ist seit anderthalb Jahren angespannt. Wir stehen vor einer enormen Herausforderung, um der außerordentlichen Auftragssituation unter den gegebenen Umständen der Materialversorgung und der Kostenexplosion gerecht zu werden“, erläutert Burkhard Schreiber, Geschäftsführer von Kesseböhmer. „Bis dato haben wir es geschafft, von größeren Versorgungsengpässen an Vormaterialien verschont zu bleiben.“ Recht kritisch äußert sich Schreiber zu den Aussichten für dieses Jahr: „Wir glauben nicht, dass sich die Lage vor Ablauf des nächsten Jahres stabilisiert, eine Einschätzung ist aber kaum möglich. Wir spüren zwar eine minimale Entspannung bei den auf höchstem Niveau liegenden Stahlpreisen. Ob sie aber nachhaltig ist, hängt von vielen Faktoren ab: Aufhebung der US-amerikanischen Strafzölle gegenüber Europa, nicht aber gegenüber Asien, Verlängerung europäischer Strafzölle für asiatische Stahlimporte usw. Wohin wird die europäische Stahlindustrie ihre Mengen verkaufen? Kann 2022 der Mangel an Halbleiterchips beseitigt werden? Wird die Nachfrage nach Investitionsgütern auch 2022 sehr hoch sein?“

Ähnlich bewertet auch Thomas Kracht, Bereichsleitung Produktentwicklung bei Palmberg, die Aussichten: „Die mehr als angespannte Lage der Materialverfügbarkeit, zum Beispiel bei Stahl, Elektronik, Holz oder Kunststoffen, sowie die steigenden Rohstoff- und Energiepreise werden uns auch im Jahr 2022 weiterhin begleiten. Wir rechnen also auch für das Jahr 2022 weiterhin mit verlängerten Vorlaufzeiten und Materialknappheit in der Beschaffung. Dabei zeichnet sich aktuell bei den genannten Materialien eine preisliche Seitwärtsbewegung ab, mit einer eher leicht steigenden Tendenz für das nächste Jahr. Eine Entspannung für das Jahr 2022 zeichnet sich somit aus unserer Sicht eher nicht ab.“

Auf die Situation haben sich einige Unternehmen, im Rahmen der Möglichkeiten, eingestellt: „Um der Situation entgegenzuwirken haben wir innerhalb der Homag Gruppe die Verbindlichkeiten ausgeweitet, das heißt langfristige Bestellungen zum Teil bis Ende 2022 getätigt“, erklärt Achim Homeier, Senior Director Global Marketing & Product Management von Homag. „Zur weiteren Absicherung stehen wir im engen Kontakt mit unseren aktuellen Lieferanten und Partnern, suchen gemeinsam mit der Entwicklung alternative Komponenten / Lieferanten und nutzen unsere Lagerkapazitäten aus, um Material über das Normalmaß hinaus zu lagern. Um der mittel- bis langfristigen Marktentwicklung gerecht zu werden, investiert Homag in die Logistik an zentralen Standorten und baut hier sowohl die statischen als auch dynamischen Kapazitäten aus.“

„2022 wird einfach ganz klar eine Herausforderung und sicherlich auch nachhaltige Änderungen in Bezug auf aktuelle Lieferketten haben, wie etwa statt Single Sourcing mehr regionales und europäisches Sourcing“, ergänzt Michael Stiehl, Geschäftsführender Gesellschafter der Rauch Möbelwerke.

Die komplette Umfrage, inklusive der vollständigen Antworten der hier zitierten Branchenspezialisten, lesen Sie in der möbelfertigung 1/2022, die am 9. Februar erscheint.
Freuen Sie sich in der Ausgabe außerdem (unter anderem) auf Interviews mit Leicht Küchen-Geschäftsführer Stefan Waldenmaier und Pfleiderer-CE Dr. Boris Gorella sowie unser großes Trendpanel.