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Autor: Möbelfertigung

Liefert zwei MDF-Anlagen nach Vietnam

Die vietnamesische Kim Tin Group mit Hauptsitz in Ho-Chi-Minh-Stadt hat Dieffenbacher mit der Lieferung von zwei MDF-Anlagen mit einer Gesamtproduktionskapazität von einer Million Kubikmeter pro Jahr für ihre Standorte in Chon Thanh und Dau Giay in den Provinzen Binh Phuoc und Dong Nai beauftragt. Die Vertragsunterzeichnung zwischen der Kim Tin Group und Dieffenbacher fand am 5. Dezember 2021 statt.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sich die Kim Tin Group in kürzester Zeit zu einem der führenden vietnamesischen Hersteller von Schweißmaterial entwickelt und ist außerdem in den Bereichen Nichteisenmetalle, Bergbau und im Transportwesen tätig. „Wir werden insgesamt 350 Millionen US-Dollar in den Ausbau unserer MDF-Produktion investieren“, berichtet Nguyen Tien Hai, Vorstandsvorsitzender der Kim Tin Group. „Wir denken groß und haben daher beschlossen, zwei Produktionslinien gleichzeitig zu bauen. Mit Dieffenbacher an unserer Seite fühlen wir uns dieser Herausforderung mehr als gewachsen.“

Die neue digitale Plattform Evoris wird ein wesentlicher Bestandteil des Dieffenbacher-Lieferumfangs sein. „Durch den Einsatz von Evoris wird die Kim Tin Group in der Holzwerkstoffindustrie eine Vorreiterrolle in Sachen Digitalisierung einnehmen“, so Stefan Zipf, Leiter der Business Unit Wood bei Dieffenbacher. „Evoris gewährt Holzwerkstoffherstellern einen besseren Einblick in ihre Produktion, indem es Prozesse sichtbar macht, die normalerweise nicht einsehbar sind. Aufgrund seiner modularen App-Struktur ist Evoris leicht erweiter- und aktualisierbar. Alle Apps der browserbasierten und, dank moderner und intuitiver Benutzeroberfläche, einfach zu bedienenden Evoris -Plattform können von jedem mobilen oder stationären Endgerät innerhalb des Netzwerks einer Anlage sicher genutzt werden.“

„Neben unserem Vertrauen in die Menschen bei Dieffenbacher sowie ihre Maschinen und Technologien, war Evoris einer der wichtigsten Gründe, warum wir uns für Dieffenbacher als Partner für die Erweiterung unserer MDF-Produktion entschieden haben“, so Nguyen Tien Hai. „Für unsere Produktionsstätten sind wir stets auf der Such nach den modernsten Lösungen. Mit Evoris haben wir diese bei Dieffenbacher gefunden.“

Die Kim Tin Group beabsichtigt, im Mai 2023 die erste Platte auf ihrer neuen MDF-Anlage in Chon Thanh zu produzieren. Die Inbetriebnahme der Anlage in Dau Giay soll im Februar 2024 folgen. Obwohl die Tinte unter den Verträgen gerade erst trocken ist, plant das Unternehmen bereits die nächsten Expansionsschritte. Bis 2025 sollen weitere Produktionsstätten in Zentral- und Nordvietnam entstehen.

Fakten zum Außenhandel mit Russland

Trotz wachsender politischer Spannungen hat der Handel zwischen Deutschland und Russland im Jahr 2021 gegenüber dem ersten Pandemiejahr 2020 wieder deutlich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden 2021 Waren im Wert von rund 59,8 Milliarden Euro zwischen beiden Staaten gehandelt – 34,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus der Russischen Föderation wurden Waren im Wert von 33,1 Milliarden Euro importiert, dorthin gingen Exporte im Wert von gut 26,6 Milliarden Euro. Damit lag der Außenhandelsumsatz zwischen Deutschland und Russland 3,4 Prozent über dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019.

2021 legten vor allem die Importe aus Russland kräftig zu: Sie stiegen um 54,2 Prozent gegenüber 2020. Der Wert der nach Russland exportierten Waren nahm im selben Zeitraum ebenfalls zu – mit 15,4 Prozent jedoch deutlich moderater. Damit überstieg der Wert der deutschen Importe aus Russland 2021 im Gegensatz zum Vorjahr wieder den Wert der Exporte nach Russland. 2020 hatte Deutschland erstmals seit 1993 einen Exportüberschuss erzielt. Ein Grund dafür: Im ersten Corona-Jahr war vor allem der Wert der Rohöl- und Erdgasimporte deutlich gesunken.

Zwischen Russland und Deutschland werden primär Rohstoffe, Fahrzeuge und Maschinen gehandelt. Deutschland importierte 2021 vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro – das war ein Zuwachs um 49,5 Prozent und machte 59 Prozent aller Einfuhren aus Russland aus. Außerdem lieferte Russland vor allem Metalle (4,5 Milliarden Euro, +72,1 Prozent gegenüber 2020), Mineralöl- und Kokerei-erzeugnisse (2,8 Milliarden Euro, +23,0 Prozent) sowie Kohle (2,2 Milliarden Euro, +153,0 Prozent) nach Deutschland.

Dagegen exportierte Deutschland im Jahr 2021 vor allem Maschinen (5,8 Milliarden Euro, +5,7 Prozent), Kraftwagen und Kraftwagenteile (4,4 Milliarden Euro, +31,8 Prozent) sowie chemische Erzeugnisse (3,0 Milliarden Euro, +19,7 Prozent) nach Russland.

Russland zählt mit einem Anteil von 2,3 Prozent am deutschen Außenhandel insgesamt zu den 15 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands im Jahr 2021. Außerhalb der Europäischen Union war Russland 2021 für Deutschland der viertwichtigste Importpartner sowie der fünftwichtigste Abnehmer deutscher Waren. Zum Vergleich: Den größten Teil ihres Handels außerhalb der EU treibt die Bundesrepublik mit der Volksrepublik China (9,5 Prozent) gefolgt von den USA (7,5 Prozent). Die Bedeutung Russlands für den deutschen Außenhandel ist im vergangenen Jahrzehnt jedoch gesunken: Im Rekordjahr 2012, das ebenfalls durch hohe Energiepreise geprägt war, hatten die aus und nach Russland gehandelten Waren noch einen Anteil von 4,1 Prozent am deutschen Außenhandel ausgemacht.

Sedus

Nachhaltigkeit im Blick – im „Campus Germany“ bei der „Expo2020 Dubai“

Der Deutsche Pavillon auf der „Expo2020 Dubai“ steht im Themenbereich der Nachhaltigkeit. Auf der Expo ist das Motto Programm: Die Ausstellung in Dubai verfolgt das ambitionierte Ziel, eine der nachhaltigsten Expos aller Zeiten zu werden. Neben der Erzeugung und Nutzung sauberer Energie wird der Wasserverbrauch durch intelligente Systeme reduziert. Auch der Bau, der „Campus Germany“, ist unter den Gesichtspunkten von geschlossenen Kreislaufsystemen im Bauwesen entworfen und gebaut worden: Das gesamte Gebäude wird nach der Weltausstellung zurückgebaut und nach Möglichkeit recycelt und reused.

Sedus unterstützt diese wichtige Botschaft: Der deutsche Möbelhersteller stattet exklusiv von den Büros über die Konferenzräume bis hin zur Cafeteria und der VIP-Lounge alle wichtigen Meeting Points im „Campus Germany“ aus. „Bei der Auswahl des Mobiliars waren für uns nicht nur Design und Funktionalität von Belang, sondern insbesondere auch die Klimabilanz der Möbel als auch das Nachhaltigkeitskonzept der produzierenden Firma“, erklärt Christian Tschersich, Associate Partner bei Laboratory for Visionary Architecture (LAVA), der für die Architektur und das räumliche Konzept des „Campus Germany“ verantwortlich war. „Hier hat uns die Sedus Stoll AG nicht nur durch ihr ganzheitliches Denken in Design und Produkten der Möbel beeindruckt, sondern insbesondere auch durch das vielfältige und langjährige unternehmerische Engagement.“

„Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur eine Worthülse, mit der wir uns schmücken – es ist fest in unserer DNA verwurzelt,“ erklärt Ernst Holzapfel, Leiter Marketing der Sedus Stoll AG. „Es liegt nicht nur an Komfort und Ergonomie, dass die Produkte von Sedus ein gutes Gefühl vermitteln. Sondern auch an den ökologischen Grundsätzen, die unser tagtägliches Handeln maßgeblich prägen. Schon in den 1950er-Jahren, in denen es den Begriff Umweltschutz noch gar nicht gab, setzte Sedus konsequent auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen.“

Das spiegelt sich auch am Beitrag von Sedus im Rahmen der Expo-Ausstellung wider. Alle Produkte, die in Dubai zu finden sind, wurden in Deutschland unter Einhaltung der höchsten Qualitätsstandards produziert. Nach Beendung der Weltausstellung werden die Möbelstücke von Sedus wieder aufbereitet und nicht einfach entsorgt. Dadurch schließt das Unternehmen eine Lücke, in dem es den Produkten ein zweites Leben schenkt. „Wir werden unsere Möbel nach der Aufbereitung für weitere Projekte nutzen und sie auch an interessierte Kunden zu einem geringeren Preis weiterverkaufen“, erklärt Holzapfel.

Im Restaurant des „Campus Germany“ sind Modelle des Bistrotisches „Meettable“, des Designstuhls „Se:spot“, des Drehstuhls „Turnaround“ und des Bistrostuhls „Meetchair“ zu finden. In den Konferenzräumen stehen die Konferenztische „Mastermind“ mit den Drehstühlen „Crossline“ von Sedus. In der VIP-Lounge bilden die Besprechungsinseln „Sopha“, die Designstühle „Se:spot“, die Clubsessel „Onspot vero“ und die Bistrotische „Meettable“ ein gemütliches Ensemble für die Besucher der Expo. Und in den Workstations der Ausstellung stehen die höhenverstellbaren Arbeitsplätze „Se:lab e-desk“ in Kombination mit den Doppel-Arbeitsplätzen „Se:lab twin“ und den Besprechungs-und Lifttischen „Se:assist“. Ergänzt werden die drei Tischvarianten durch die Bürodrehstühle für Wechselarbeitsplätze „Se:flex“. „Auf der Expo Dubai können wir die Vielfalt von unseren Lösungen für das moderne Büro zeigen – und darauf sind wir sehr stolz“, sagt Holzapfel.

Wer mehr zur „Expo2020 Dubai“ und dem Thema des zirkulären Bauens erfahren will, der sollte das Kurzinterview mit dem Architekten des „Campus Germany“, Christian Tschersich, auf dem Sedus-Blog „What`sup“ lesen: https://whats-up.sedus.com/expo-2020-dubai-connecting-minds-creating-the-future/Sedus

Umsatz 2021 um 19 Prozent gesteigert

Ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 kann Rotpunkt Küchen verbuchen. Der Hersteller erhöhte seinen Umsatz um 19 Prozent auf 87 Millionen Euro. Neben Deutschland und den traditionell starken Beneluxländern Belgien und die Niederlande zählen Großbritannien, Skandinavien und Frankreich aktuell zu den Kernmärkten. Neu hinzugekommen sind im vergangenen Jahr als Vertriebseinheit Österreich und Südtirol. Hier realisierte Rotpunkt den Markteintritt in Zusammenarbeit mit der Handelsagentur Dietmar Walter. Laut Sven Herden (Mitte), Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, konnten auf der „Küchenwohntrends“ in Salzburg im Oktober sehr gute und tragfähige Kontakte zu Fachhändlern in diesen Regionen geschlossen werden.

Zudem konnte der Hersteller 2021 die Umsatz-Delle auf den Britischen Inseln wieder ausgleichen. Entstanden war der zwischenzeitliche Rückgang durch die Auswirkungen des Brexit-Referendums. Nun stehen die Zeichen wieder auf Stabilität und Wachstum. Mit der Teilnahme an der Heim- und Küchenmesse „kbb“ in Birmingham (6. bis 9. März) will Rotpunkt die Verbindungen zu den Vertriebspartnern vor Ort weiter stärken.

Der Exportanteil liegt stabil bei 80 Prozent. Angesichts des gleichmäßigen Umsatzwachstums über alle Kernmärkte hinweg legte Deutschland deutlich im Volumen zu. „Schon seit drei Jahren wachsen wir im Inland konstant zweistellig“, so Sven Herden.

Die Zahl der Mitarbeiter:innen liegt bei mehr als 320 an den beiden Standorten Bünde und Getmold. Die Belegschaft habe im vergangenen Jahr erneut eine enorme Leistung erbracht und die außerordentliche Umsatzsteigerung überhaupt erst ermöglicht, betonen die geschäftsführenden Gesellschafter Andreas Wagner (l.) und Heinz-Jürgen Meyer (r.). Zu den größten Herausforderungen für 2022 gehören die Aspekte Versorgungssicherheit, Logistik, Lieferzeiten sowie signifikant gestiegene Energiekosten. Zu nennenswerten Materialengpässen sei es trotz der ausgeprägten Farb- und Materialvielfalt noch nicht gekommen. Damit dies so bleibt, werden die Lagerbestände wo immer möglich erhöht. „Die Ansprüche in der Materialdisposition sind an manchen Tagen dennoch sportlich“, kommentiert Andreas Wagner die Situation. Kritisch betrachtet er die Preissteigerungen der Vorlieferanten. „Diese sind teilweise immens und nicht immer nachvollziehbar.“

Statement: „Aggression muss hart sanktioniert werden.“

Zu den Kriegshandlungen der russischen Armee in der Ukraine sagt VDMA-Präsident Karl Haeusgen:

„Der VDMA und seine Mitglieder sind fassungslos, dass Russland in Europa einen Krieg begonnen hat. Auch Russland hatte sich in der Vergangenheit zur Unverletzbarkeit der europäischen Grenzen und zum Verzicht auf Gewaltanwendung vertraglich und völkerrechtlich verpflichtet. Wir verurteilen diesen Bruch von Völkerrecht auf das Schärfste! Der VDMA unterstützt die Entscheidung, die Aggression hart zu sanktionieren. Diese Sanktionen werden auch Auswirkungen auf den Maschinen- und Anlagenbau haben, deren Umfang aktuell nicht abgeschätzt werden kann.“

Auftragsrekord in 2021 und deutliche Ergebnisverbesserung

Homag Group hat im Geschäftsjahr 2021 den mit Abstand höchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte erzielt. Auch Umsatz und Ergebnis sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Zum Erfolg trug neben der hohen Nachfrage der Möbelindustrie auch das wachsende Geschäft mit Produktionsanlagen für den Bau nachhaltiger Holzhäuser bei.

Nach vorläufigen Zahlen erhöhte sich der Auftragseingang der Homag Group im Geschäftsjahr 2021 um knapp 60 Prozent auf 1.742 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (1.093 Mio. Euro), das stark von der Corona-Pandemie beeinflusst war. „Dass wir unseren bisherigen Rekordwert beim Auftragseingang aus dem Jahr 2017 um rund 28 Prozent übertroffen haben, verdeutlicht die außergewöhnlich hohe Nachfrage im letzten Jahr“, betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. „Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, da die Rahmenbedingungen aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht einfach waren. Hier zeigt sich der große Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit.“

Der Umsatz verbesserte sich um 25 Prozent auf 1.389 Millionen Euro (Vorjahr: 1.112 Mio. Euro) und erreichte trotz der schwierigen Materialversorgung ebenfalls Rekordniveau. Die große Nachfrage führte auch zu einem deutlichen Anstieg des Auftragsbestands der zum 31. Dezember 2021 bei 1.002 Millionen Euro (31.12.2020: 581 Mio. Euro) lag. Ihr operatives EBIT konnte die Homag Group mit 92,1 Millionen Euro mehr als verdreifachen (Vorjahr: 27,0 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2021 waren 7.477 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31.12.2020: 6.942) im Unternehmen beschäftigt. Akquisitionsbedingt sind rund 110 Beschäftigte neu hinzugekommen.

„Wir haben uns 2021 in allen Regionen weltweit sehr gut entwickelt und dabei von den hohen Investitionen der Möbelindustrie profitiert“, erklärt Dr. Daniel Schmitt. „Hervorzuheben ist dabei der europäische Markt mit besonders hohen Wachstumsraten.“ Positiv ausgewirkt hat sich zudem ein sehr starkes Servicegeschäft mit einem deutlichen Umsatzplus.

Mit den Akquisitionen der dänischen Unternehmen System TM im Jahr 2020 und Kallesoe im letzten Jahr hat die Homag Group ihre Aktivitäten im Holzbau deutlich erweitert. Gemeinsam mit der im Holzhausbau tätigen Tochtergesellschaft Weinmann kann die Homag Group als Systemlieferant mehrere Technologien aus einer Hand anbieten. „Dieses Segment hat bereits einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2021 geleistet“, so der Vorstandsvorsitzende. „Klimafreundliches Bauen mit Holz erlebt gerade einen Boom und wir sind in diesem Wachstumsmarkt sehr gut positioniert.“

Für das laufende Geschäftsjahr ist Dr. Daniel Schmitt zuversichtlich. „Mit unserem hohen Auftragsbestand blicken wir optimistisch auf 2022, auch wenn wir beim Auftragseingang nach dem Ausnahmejahr 2021 wieder mit einer Normalisierung rechnen.“

Deutlich gestiegener Exportanteil

Auch bei Ballerina wächst vor allem der Export. Mit einem Zuwachs von 12,92 Prozent erreicht die Auslandsquote am Umsatz mittlerweile 41,61 Prozent. Die Küchen gehen in 28 Länder. Als neuer Markt wird nun auch die USA ins Visier genommen, wie kürzlich die Präsenz auf der „KBIS“ zeigte. Im Export gewinnen tendenziell ganzheitliche Wohnplanung immer mehr an Bedeutung (s. Foto).

Insgesamt erzielte das Unternehmen aus Rödinghausen im vergangenen Jahr 115,2 Millionen Euro, das sind 9,71 Prozent mehr als 2020. Aber auch das Inland entwickelte sich für Ballerina gut: Hier legte der Umsatz um 7,52 Prozent zu.

„Wir fertigen gut 30.000 individuelle Küchen pro Jahr mit 366 Mitarbeitern“, berichtet dazu Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer auf Anfrage. Davon sind 20 Auszubildende.

Weinig

Übernimmt Machinerie Godin und verstärkt kanadisches Vertriebsnetz

Weinig Holz-Her Canada übernimmt Machinerie Godin. Die 1989 gegründete Firma war bereits seit mehreren Jahrzehnten eine Weinig-Vertretung für Vertrieb und Service in Quebec und den Maritime-Provinzen. Mit diesem strategischen Kauf will Weinig die Kundenbetreuung in Kanada weiter stärken, indem die Zusammenarbeit nun noch enger erfolgt und die Vertriebsaktivitäten weiter ausgeweitet werden.

„Diese Akquisition stärkt uns als Partner für unsere Kunden, die sich langfristig auf uns verlassen können“, kommentiert Ken Ellston, Direktor für Vertrieb und Service bei Weinig Holz-Her Canada. „Wir freuen uns sehr darauf, nun noch enger mit den bewährten Mitarbeitern von Machinerie Godin zusammenzuarbeiten und gemeinsam Marktanteile auszubauen.“

Ähnlich äußert sich Brett Reid, Leiter der Market Unit North America der Weinig Gruppe: „Die Professionalität und das umfassende Wissen, das das Godin-Team bei Weinig Holz-Her Canada einbringt, sind außergewöhnlich und werden sich unmittelbar auf das weitere Wachstum von Weinig in Kanada auswirken.“

„Kanada ist ein wichtiger Markt für die Weinig Gruppe und die Ergänzung unseres bereits starken Teams bei Weinig Holz-Her Canada durch Machinerie C Godin spiegelt unser Engagement in Kanada und Nordamerika wider“, fügt Gregor Baumbusch, CEO der Weinig Gruppe, hinzu.

Die Übernahme ist seitdem 17. Februar 2022 wirksam. Machinerie Godin wird von ihrem bisherigen Sitz in Levis (Quebec) in die Büros von Weinig Holz-Her Canada in Laval, Quebec, umziehen.

„EU-Vorschlag zum Lieferkettengesetz ist kontraproduktiv“

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann erklärt zum Vorschlag einer Richtlinie der EU-Kommission über unternehmerische Sorgfaltspflichten im Bereich der Nachhaltigkeit: „Der Vorschlag, den die Kommission heute für die Regelung unternehmerischer Sorgfaltspflichten auf den Tisch gelegt hat, geht viel zu weit und wird von vielen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus nicht umsetzbar sein – insbesondere wenn damit auch die Kunden inkludiert wären. Das wäre weder praktikabel, noch dient es der Zielsetzung des Gesetzes. Mittelständische Betriebe haben nicht die Marktmacht, die tiefere Lieferkette oder sogar ihre Kunden zu beeinflussen – selbst Konzernen dürfte das schwer fallen. Sie müssten sich dann aus potenziell risikobehafteten Märkten zurückziehen. Ein Rückzug bedeutet aber gerade keine Verbesserung der menschenrechtlichen Situation oder der Umwelt. Im Gegenteil: Klima- und umwelteffiziente Technik aus Deutschland, die sicheres und ergonomisches Arbeiten ermöglicht, stünde in diesen Märkten nicht mehr zur Verfügung. Bezahlt würde dieser Rückzug außerdem mit Wohlfahrtsverlusten in Europa sowie massiven Einbußen bei Einkommen und Arbeitsplätzen. Die angedachte zivilrechtliche Haftung verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Der Anwendungsbereich der Richtlinie muss sich auf die Aktivitäten begrenzen, die ein Unternehmen auch kontrollieren kann, nämlich die des eigenen Unternehmens, der Tochtergesellschaften und der direkten Lieferanten. Alles andere ist realitätsfern.

Positiv bewerten wir, dass die Pflichten der Richtlinie nur auf Unternehmen mit einer bestimmten Größe – mehr als 500 Mitarbeiter für Maschinenbauunternehmen – anwendbar sind. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass die Umsetzung der Sorgfaltspflichten durch die kleinen Unternehmen illusorisch ist. Auch wenn wir uns hier eine Mitarbeiterschwelle analog zum deutschen Lieferkettengesetz gewünscht hätten.

Mit dem heute vorgestellten Entwurf der EU-Kommission liegt nun ein europaweiter Richtlinienvorschlag vor. Neben den notwendigen angesprochenen Nachbesserungen ist es zudem wichtig, auf eine einheitliche Umsetzung in den Mitgliedsstaaten zu dringen.“