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Autor: Möbelfertigung

Seit 100 Jahren nachhaltig erfolgreich

Von der Ein-Mann-Tischlerwerkstatt zum Premium-Möbelhersteller mit heute rund 110 Beschäftigten: Das Familienunternehmen Sudbrock mit Sitz im ostwestfälischen Rietberg-Bokel, in dritter Generation von Johannes (60) und Theres Sudbrock (50) geführt, feiert in diesem Jahr 100-jähriges Jubiläum.

Als ganzheitlicher Anbieter individuell planbarer Systemmöbel für die Bereiche Wohnen, Apartment, Schlafen und Büro erfreut sich Sudbrock durch kompetentes Möbelhandwerk  weltweit hoher Wertschätzung. Nachhaltigkeit gehört zur DNA. „Wir stehen für Ressourcen-schonenden Umgang mit Holz. Der ganze Baumstamm wird in unserem Werk sparsam bis zum letzten Holzspan genutzt“, versichert Johannes Sudbrock.

Der Wirtschaftsingenieur stieg 1989 ins Unternehmen ein, übernahm 2002 nach dem Rückzug seines Vaters Franz Josef die alleinige Verantwortung und fertigte fortan modernere Möbel mit klarer Formensprache. Begonnen hat alles mit seinem Großvater, der die 1922 in Wiedenbrück gegründete Tischlerwerkstatt 1928 schon um ein Möbelgeschäft erweitert hatte. Sein Vater, der ab 1948 dabei war, weitete die Produktion aus. 1957 entstand in Rietberg-Bokel – am bisherigen Standort war kein passendes Grundstück zu haben – die erste etwa 1.200 qm große Fabrikhalle. 2015 wird das Werk erneut erweitert. Allein die Produktionsfläche ist nun 13.000 qm groß

Dank der Messeauftritte in Köln – erstmals 1960 – und Mailand erreicht Sudbrock auch das internationale Publikum. Längst sind Sideboards, Schränke, Regale, Tische, Betten und Garderoben, die in Deutschland über den Fachhandel vertrieben werden, auch bei Kund:innen im Ausland beliebt. So werden die Möbel etwa nach Benelux, Österreich, in die Schweiz, nach China und andere Länder exportiert.

Johannes Sudbrocks Frau Theres, ebenfalls geschäftsführende Gesellschafterin, hat die Kreativität im Unternehmen weiter belebt, etwa neue Farben eingeführt. „Möbel als Poesie“, lautet ihr Credo und Ästhetik bis ins kleinste Detail. „Ein Sudbrock-Möbel erkennen Sie an der feinen Linienführung, an der Farbharmonie, und dass wir innen und außen in gleicher Qualität lackieren und furnieren“, sagt sie und ergänzt: „Wir bauen unsere Möbel nach Kundenwunsch und maßgefertigt für Menschen, die ein feines Gespür für diese Qualitätsmerkmale haben und die von ihrem Möbel mehr verlangen als reine Funktionalität.“

Theres und Johannes Sudbrock haben die Weichen für weitere erfolgreiche Jahre gestellt – wobei eine schwere Krankheit viele Pläne durcheinanderwirbelt. Im Februar 2018 wird bei Johannes Sudbrock ALS diagnostiziert, eine Nervenerkrankung. Seine Frau und er aber blicken nach vorn, informieren Mitarbeiter, Kunden und Händler und verstärken sich personell in der Geschäftsführung. Bis die vierte Generation das Unternehmen übernimmt, dürfte es noch einige Jahre dauern. Die Töchter Maria und Eva befinden sich noch in der beruflichen Ausbildung. Johannes Sudbrock will solange es geht im Unternehmen präsent bleiben. „Ich habe schon immer viel delegiert“, sagt er und fügt mit Blick auf die Sudbrock-Möbel hinzu: „Es ist schon eine Glückssache, wenn man Dinge verkaufen kann, die einem selbst gefallen.“

Im Sommer ist eine 100-Jahr-Feier auf dem Unternehmensgelände geplant. Einen spannenden Einblick in die „Sudbrock-Welt“ gibt das neue Imagevideo auf der Website www.sudbrock.de.

Rekordbilanz: Zuwächse in allen Bereichen

Die Corona-Pandemie stellte die Welt vor ungeahnte Herausforderungen. Auch die Küchenindustrie hatte mit Lockdowns zu kämpfen. Gleichzeitig investieren die Menschen statt in Urlaubsreisen nun in Möbel und Küchen. Sie verbrachten viel Zeit daheim und da wollten sie ihr Zuhause richtig schön machen.

Dieses Spannungsverhältnis zwischen steigender Nachfrage und Herausforderungen der Pandemie konnte die Schmidt Groupe nicht nur krisenfest meistern, sondern sie erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 sogar die besten Zahlen in der Unternehmensgeschichte. Unter dem Bilanzstrich steht in fast allen Bereichen ein Wachstum. So kann der französische Marktführer beim Produktionsumsatz einen Sprung um 27 Prozent verbuchen und erwirtschaftete erstmals in seiner Geschichte die Bestmarke von 719 Millionen Euro.

Der Handelsumsatz mitsamt der über die Gruppe gelieferten Elektroeinbaugeräte legte ebenfalls umfangreich zu. Mit einem Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Jahr davor konnte man einen Erlös von 1,91 Milliarden Euro notieren. Auch das ist ein Rekord in der fast 90-jährigen Unternehmenshistorie.

Neben dem Küchensektor hat sich das Geschäftsfeld der Wohnwelten besonders stark entwickelt. Die Steigerungsraten liegen hier jedes Jahr bei durchschnittlich rund 30 Prozent. „So existieren in Frankreich beispielsweise bereits Studios, die ausschließlich Wohnwelten führen“, weiß Wolfgang Thorwart. Und der Geschäftsführer der zur Gruppe gehörenden Schmidt Küchen GmbH & Co. KG erklärt weiter: „Das zeigt deutlich, dass wir als Ausstatter des ganzen Hauses unseren Partnern einen klaren Wettbewerbsvorteil und einen zusätzlichen Wachstumsmotor an die Hand geben können.“

So knackte das deutsch-französische Familienunternehmen bei der Anzahl der Mono-Markenstudios dann auch zum ersten Mal die 800er-Grenze. Es gibt nun 809 exklusive Partnerhäuser, welche die Marke Schmidt sowie in Frankreich und Belgien zudem noch das Label „cuisinella“ vertreiben. Vertreten ist der Konzern weiterhin in 27 Ländern rund um den Globus. In Deutschland bieten 35 exklusive Fachhändler eine individuelle Möblierung auf Maß an.

Patrick Hardy ist neuer CEO und President

Unter neuer Leitung ist die Schweizer Bauwerk Group mit den beiden Marken Bauwerk Parkett und Boen in das Jahr 2022 gestartet. Patrick Hardy (Foto) ist seit Januar CEO und President der Bauwerk Group. Trotz aktuell schwieriger Marktsituation ist für Hardy eines sicher: die Zukunft bietet mehr Chancen als Herausforderungen. Einige Bereiche erfordern zwar ein Umdenken – in puncto Verlässlichkeit und Produktqualität wird Hardy keine Abstriche machen.
Der Schweiz-Niederläner Patrick Hardy hat immer für starke Brands gearbeitet. Ende 2021 übernahm Hardy die Aufgaben von Klaus Brammertz, der die Gruppe von 2009 bis 2021 leitete und nun in den Verwaltungsrat wechselte. Die angepasste Unternehmensstrategie ist momentan in den finalen Zügen – die klare Vision, „Innovationsleader bei nachhaltigen und natürlichen Holzböden“ zu sein, wird Hardy gezielt weiterentwickeln.

Der berufliche Werdegang des gebürtigen Niederländers ist geprägt von den Premiummarken Victorinox, Bally und Swarovski, in denen er Vertriebs-, Marketing- und Geschäftsführerpositionen verantwortete. „Die Bedeutung unserer Produkte für das Wohlbefinden der Menschen war ein Hauptgrund für meine Motivation, die Bauwerk-Geschäftsführung zu übernehmen.“

Sein Wechsel zur Bauwerk Group vollzieht sich in einer Zeit des Umbruchs und globaler Herausforderungen. Hardy begreift dies als Chance und plant, die Digitalisierung stärker in den Fokus zu nehmen: „Wir werden die Prozess-Digitalisierung nutzen, um die Effizienz zu steigern, Kosten zu sparen und zügiger handeln zu können. Auch wollen wir digitale Dienstleistungen intensivieren, um den Kundennutzen zu verbessern und die Bedürfnisse der Verbraucher:innen in den Vordergrund zu rücken: Es ist essenziell, die großen Vorteile von Parkett an die verschiedenen Zielgruppen zu adressieren. Parkett soll künftig an erster Stelle stehen, wenn sich Innenarchitekt:innen, Planer:innen und Endkund:innen für einen Bodenbelag entscheiden.“ Die neue Kultur möchte Hardy zunächst auch intern verankern: „Die digitale Transformation bedeutet definitiv eine große Herausforderung – aber auch einen Schlüssel zum Erfolg.“

Zur digitalen Welt schaffen Holzböden mit ihrer besonderen Natürlichkeit den idealen Gegenpol: „Für uns als führender europäischer Hersteller von Parkettböden und zweitgrößter Marktteilnehmer im Holzbodenmarkt resultiert eine große Verantwortung, der wir und innerhalb der Bauwerk Group mit Herz und Hand verschrieben haben.“ So werden der Klimawandel und die Auswirkung auf die Verfügbarkeit und Qualität von Holz das Unternehmen ebenso beschäftigen wie das stetige Streben nach der Verringerung von Treibhausgasemissionen. Auch steigende Preise bei Rohstoffen verlangen ein Umdenken. „Unsere Kunden wissen, dass wir auch in Zeiten von stark gestiegenen Kosten und entsprechenden Preiserhöhungen keine Abstriche in der Qualität machen.“

Nachhaltigkeit in der Büromöbelproduktion von Kinnarps

Das Thema Nachhaltigkeit wird in der Büromöbelproduktion immer wichtiger – denn auch im Office und Objekt zeigt sich eine steigende Nachfrage nach hochwertiger, langlebiger Inneneinrichtung, die der Umwelt, dem Wohlergehen und der Ökonomie nicht schaden. Ein wichtiges Anliegen, das bereits seit Gründung 1942 essenzieller Bestandteil der Unternehmenspolitik und der täglichen Arbeit des Büromöbelherstellers Kinnarps ist. Wie genau dieses Nachhaltigkeits-Engagement heute aussieht, welche Bereiche es umfasst und wie dabei der „Better Effect Index“ zum Einsatz kommt, darüber spricht Dr. Jens Gebhardt, Commercial Director bei Kinnarps Deutschland, mit Tino Eggert, Chefredakteur & Objektleiter „möbelfertigung“, und Brit Dieckvoss, Redakteurin „arcade“ in der neusten Folge von Möbelfertigung. Der Podcast. Am besten gleich HIER reinhören!

Sie haben ein spannendes Thema, über das Sie gern mal mit einem Redakteur der „möbelfertigung“ im Podcast diskutieren möchten? Dann melden Sie sich bei Redakteurin Doris Bauer, doris.bauer@vincentz.net.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Produkt in einem Podcast zu bewerben. Oder auch als Premium-Sponsor bei jedem neu erscheinenden Podcast genannt zu werden. Über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert Sie gerne Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net.

Kooperiert mit New Eco-Tec Verfahrenstechnik

Büttner Energie- und Trocknungstechnik geht mit der New Eco-Tec Verfahrenstechnik neue Wege: Im Rahmen einer Vertriebskooperation bündeln beide Unternehmen ihre Trockner-Expertise zu einer gemeinsamen Zielsetzung. Der Krefelder Trockner- und Energieanlagen-Spezialist und der Bandtrockner-Lieferant aus Mühldorf am Inn, Bayern, konzentrieren sich zum Beispiel auf die Vorteile, die Bandtrockner für die Holzwerkstoffindustrie und Trommeltrockner für Landwirtschaft, Chemie und Recycling erschließen. Beide Partner kooperieren also zur beidseitigen Portfolioerweiterung.

 „Die Aufbereitung von Abfall- oder anderen Recyclingströmen und damit die Ressourceneffizienz sowie die Nutzung von Prozesswärme auf niedrigem Temperatur-Niveau genießen einen immer höheren Stellenwert. Insofern freuen wir uns, zusätzlich zu der Geschäftsfelderweiterung für Büttner auch die Gesamtanlagen-Kompetenz der Siempelkamp-Gruppe durch unsere neue Partnerschaft mit New Eco-Tec um eine wichtige Komponente zu bereichern“, so Büttner-Geschäftsführer Andreas Klug.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Biomasse, Wertstoffe und Abfälle sinnvoll zu verwerten, aufzuwerten und zu nutzen. Darum entwickeln wir nachhaltige Verfahrenstechnik ganz individuell angepasst an die Vorgaben und Wünsche unserer Kunden“, so Sebastian Bergler, Geschäftsführer von New Eco-Tec.

Knapp 2.000 Firmen auf dem Frankfurter Messegelände

„Techtextil“, „Texprocess“ und das „Heimtextil Summer Special“ öffnen vom 21. bis 24. Juni ihre Tore in Frankfurt am Main. Nach der Corona-bedingten Pause freuen sich Aussteller und Besucher:innen auf den persönlichen Austausch. Zahlreiche Innovationen und Weiterentwicklungen erwarten das globale Fachpublikum. Die parallel stattfindenden Messen bilden textile Wertschöpfungsketten von textilen Fasern über die Verarbeitung bis hin zum Endprodukt ab.

Mit der „Techtextil“, „Texprocess“ und dem „Heimtextil Summer Special“ bringt die Messe Frankfurt textile Wertschöpfungsketten auf ihrem Messegelände zusammen und ermöglicht nach zwei Jahren der Pandemie wieder neue internationale Face-to-Face-Kontakte, inspirierende Geschäftsbegegnungen und einen ganzheitlichen, gebündelten und effizienten Marktüberblick. Parallel sind in der Stadt Frankfurt das D2C Neonyt Lab (24. – 26.6.2022) der Messe Frankfurt und zahlreiche Publikumsveranstaltungen der Frankfurt Fashion Week, organisiert von der Stadt Frankfurt, geplant. Dies bietet einzigartige Synergien an einem Ort. Aussteller profitieren von Cross-Selling-Möglichkeiten und können Geschäftsbeziehungen in ganz neuen Konstellationen knüpfen.

An einem Ort finden Besucher:innen globale Trends, Produkte und Innovationen entlang textiler Wertschöpfungsketten. Das Angebot reicht von Garnen und Fasern über funktionale Textilien, textile Technologien und Finishing-Prozesse bis zu Endprodukten für textile Einrichtung, Performance-Textilien, Funktionsbekleidung und Fashion. Im Kontext des zunehmenden Bewusstseins für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft werden zudem auch moderne Recyclingverfahren vorgestellt.

In Bezug auf die aktuellen Corona-Maßnahmen können die Veranstaltungen ohne Kapazitäts- und Eintrittsbeschränkungen und damit ohne Impfnachweis stattfinden. Hygienemaßnahmen wie Online-Ticketing, Frischluftzufuhr, großzügige Hallenplanung und intensive Reinigungsprozesse werden weiterhin umgesetzt.

Als Klammer für das globale Gesamtangebot an Textilmessen der Messe Frankfurt bietet das Texpertise Network mit 58 weltweiten Messen wertvolle Informationen zu den textilen Messemarken und nimmt als Plattform für Vernetzung und Austausch stetig die aktuellsten ressourcen- und klimafreundlichen Entwicklungen der Branche in den Fokus.

„Die letzten beiden Jahre haben gezeigt: Als Weltmarktführer für Textilmessen haben wir eine große Verantwortung für die Branche. Wir haben in dieser Rolle die Textilindustrie erfolgreich durch die Krise begleitet. Durch unsere weltweiten Veranstaltungen in unsicheren Zeiten konnten wir nicht nur Orientierung und globale Geschäftsbeziehungen im Markt aufrechterhalten – sondern auch unsere Spitzenposition“, erklärt Geschäftsführer Detlef Braun auf der gemeinsamen Pressekonferenz. Zu den jüngsten globalen Messe-Highlights vor dem starken Re-Start in Frankfurt gehören die „Texworld Evolution Paris“ im Februar 2022, die „Interior Lifestyle“ in Tokio im Juni 2022 und sechs weitere Veranstaltungen der Marken „Techtextil“ und „Texprocess“ in Nordamerika und Asien.

Seit 2019 ist das Texpertise Network das Bindeglied für die Zusammenarbeit der Messe Frankfurt mit dem Conscious Fashion and Lifestyle Network und dem United Nations Office for Partnerships. Das gemeinsame Ziel: die UN Sustainable Development Goals (SDGs) auf allen Textilveranstaltungen des Texpertise Network weltweit sichtbar zu machen.

Euratex-Generaldirektor Dirk Vantyghem gab in der gemeinsamen Pressekonferenz ebenfalls einen Ausblick auf die Weiterentwicklung der Textilindustrie: „Mit der jetzt veröffentlichten EU-Textilstrategie haben wir einen klaren Fahrplan vor uns, wie sich die europäische Textilindustrie verändern muss. Das Treffen im Juni wird eine hervorragende Gelegenheit sein, diesen Fahrplan vorzustellen und den notwendigen Input von den Textilunternehmen vor Ort zu erhalten.“

Die „Heimtextil“ findet im Juni als einmaliges Summer Special mit 800 angekündigten Ausstellern und einer hohen internationalen Beteiligung aus 47 Ländern statt. Sowohl das internationale Großvolumengeschäft als auch der Einzelhandel bilden Fokusthemen der einmaligen Sommerausgabe. Einzelhändlerorientierte Anbieter können im Vorfeld über die Ausstellersuche gezielt gefunden werden. Auch Aussteller mit innovativen textilen Lösungen im Bereich der Objekttextilien zeigen im Sommer ihre Neuheiten. Beginnend am 21. Juni werden die „Interior.Architecture.Hospitality Tours“ durchgeführt – kuratiert vom Magazin AIT, dem Verband der Innenarchitekten bdia und dem Netzwerk World-Architects.

Die Heimtextil-Trends stehen im Sommer unter dem Motto „Next Horizons“ und legen im Zentrum des Messegeländes in Halle 4.0 einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Der Aufbau des Areals basiert auf dem Material Manifest: Für das Standdesign werden lokale Ressourcen, umweltfreundliche oder geliehene Materialen benutzt. Besucher:innen erwarten inspirierende Inszenierungen von Farben, Materialien, kuratierte Ausstellerexponate, Vorträge und DIY-Aktionen. In der neuesten Folge des „Heimtextil“-Podcasts beleuchtet Kuratorin Anja Bisgard Gaede die Trends zudem aus einem ganz besonderen Blickwinkel und gibt Händler:innen praktische Vorbereitungsgrundlagen für ihren Besuch der Trendfläche.

Die „Heimtextil Conference Sleep & More“ in Halle 3.0 bietet Vertreter:innen des Bettfachhandels, umweltbewussten Einzelhändler:innen und Entscheider:innen aus der Hotellerie eine erstklassige Speaker-Zusammensetzung mit unter anderen neuesten Erkenntnissen der Schlafforschung, der Tracking-Technologie und zur Nachhaltigkeit in der Hotellerie.

Ein weiteres Highlight sind die einstündigen Green Tours mit einem unabhängigen Berater zu ausgewählten Ausstellern mit Austausch zu den neuesten Entwicklungen im grünen Segment. Im Green Village in Halle 3.0. stellen Expert:innen für nachhaltige Textilzertifizierung aus, darunter der Blaue Engel oder der Grüne Knopf. Aussteller mit nachhaltigen Produkten können online über die Suche gefunden werden. Vor Ort sind ihre Stände mit einem Blatt gekennzeichnet. Gemeinsames Ziel der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern ist eine zunehmende Sichtbarkeit der SDGs auf der Heimtextil.

Vom 21. bis 24. Juni 2022 präsentieren Aussteller ihre Neuheiten im Bereich der technischen Textilien und Vliesstoffe sowie der Verarbeitung von textilen und flexiblen Materialien auf den internationalen Leitmessen „Techtextil“ und „Texprocess“. Mehr als 1.100 Aussteller aus 45 Ländern, zahlreiche Gemeinschaftsstandteilnehmende und 13 internationale Pavillons freuen sich, ihre Produkte einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. „Techtextil“ und „Texprocess“ machen Innovationen, neue Verfahren und Entwicklungen sowie progressive Ansätze unter anderem mit Blick auf Nachhaltigkeit sichtbar. Dazu gehören neue Produktionsprozesse, Materialien und Maschinen. Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung in den letzten drei Jahren versprechen hohe Innovationskraft.

Auf der „Texprocess“ zeigen internationale Hersteller die neuesten Maschinen, Anlagen, Verfahren und Technologien für die Konfektion von Bekleidung sowie textiler und flexibler Materialien – dies reicht vom Design, über den Zuschnitt, das Nähen, Stricken und Sticken bis hin zu Finishing, Veredlung, IT und Logistik.

„Aussteller und Publikum setzten hohe Erwartungen an die Leitmesse ,Texprocess‘. Nach einer Pause von drei Jahren können Aussteller ihre Entwicklungen einem internationalen Publikum präsentieren und versprechen sich Investitionen. Besucher:innen freuen sich auf innovative Lösungen für nachhaltigere, flexiblere und auch regionalere Produktionen.

Die ,Texprocess‘ treibt die Branche voran und ermöglicht endlich wieder persönlichen Austausch und das Knüpfen und Verstärken von Geschäftsbeziehungen“, berichtet Elgar Straub, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Textile Care, Fabric and Leather Technologies.

Die „Techtextil“ verspricht mit zwölf Anwendungsbereichen eine große Vielfalt und Breite des Produktangebots sowie Innovationskraft der Anbieter – ob Autobauer:innen, Modedesigner:innen, Medizintechniker:innen oder Industriespezialist:innen. Aussteller der „Techtextil“ bieten innovative Materialien für alle Anforderungen.

Erstmals wird eine Digital Extension der beiden Messen angeboten. Diese ermöglicht Besucher:innen, die nicht persönlich vor Ort sein können, die „Techtextil“ und „Texprocess“ digital zu erleben und sich im virtuellen Raum auszutauschen. Aussteller profitieren von einem zusätzlichen digitalen Auftritt neben ihrem Stand auf dem Messegelände. Rund vier Wochen, vom 13. Juni bis 8. Juli 2022, ist die „Digital Extension“ vor, während und nach den Messetagen verfügbar.

„Sustainability@Techtextil“ und „Sustainability@Texprocess“ setzen in diesem Jahr erneut einen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. Innovative und nachhaltige Materialien und ihre ökologische Verarbeitung mit minimalem Abfall, Wasserverbrauch und digitalen Lösungen werden auf den Messen präsentiert und ausgezeichnet.

Viele Highlights erwarten die Besucher:innen vor Ort und digital. Dazu gehören das „Techtextil“ und „Texprocess“ Forum, der „Techtextil“ und „Texprocess“ Innovation Award oder die Areale für internationale Start-ups. Die „Techtextil“, „Texprocess“ und das „Heimtextil Summer Special“ finden vom 21. bis 24. Juni 2022 statt.

Große Erwartungen an die „Texprocess“ und „Techtextil“

Mit großer Erwartung blickt die textilverarbeitende Industrie auf die Leitmesse „Texprocess“, die vom 21. bis zum 24. Juni 2022 endlich wieder ihre Tore in Frankfurt öffnet. „Nachdem drei Jahre seit der letzten Texprocess vergangen sind, hat die Branche einen hohen Nachholbedarf an persönlicher Kommunikation“, sagte Elgar Straub, Geschäftsführer des VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies anlässlich der internationalen Pressekonferenz zur ,Texprocess‘ in Frankfurt. „Die Austeller wollen zeigen, welche Innovationen sie in den letzten drei Jahren entwickelt haben. Sie hatten seit Beginn der Pandemie kaum Gelegenheit, diese einem größeren Publikum zu zeigen. Die Besucher suchen wiederum Lösungen für nachhaltigere, flexiblere und auch regionalere Produktionen. Dementsprechend sind die Erwartungen an die Texprocess enorm groß und mit der Hoffnung verbunden, dass viele nötige Investitionen getätigt werden. Die Pandemie hat gezeigt, dass kein virtuelles Treffen den persönlichen Austausch vor Ort ersetzen kann.“

Die deutschen Hersteller von Textile Care, Fabric and Leather Technologies konnten das Jahr 2021 mit sehr guten Zahlen beenden. Die Auftragseingänge legten 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent zu. Im Bereich der Näh- und Bekleidungstechnik konnten die deutschen Maschinenhersteller ebenso die Exporte im Jahr 2021 um sieben Prozent auf 439 Millionen Euro steigern. Der wichtigste Exportmarkt war dabei aus deutscher Sicht Polen, gefolgt von den USA und Frankreich. Auch auf europäischer Ebene haben sich die Exporte 2021 erholt. Die Exporte der gesamten EU-Länder stiegen dabei um 8,5 Prozent auf 1,356 Milliarden Euro an. Die wichtigsten Märkte für die EU-Exporte waren Deutschland, die USA und Polen. „Die Auftragsbücher der Firmen sind nach den pandemiebedingten Einbrüchen im Jahr 2020 gut gefüllt“, sagte Straub. „Jedoch stellen nach wie vor die steigenden Rohstoffpreise, die massiven Lieferverzögerungen für Vorprodukte, die teuren und schwierigen Transportbedingungen und die enorm gestiegenen Energiekosten viele Technologiehersteller vor große Herausforderungen. Hinzu kommen jetzt zusätzlich die unabsehbaren Folgen durch den Krieg in der Ukraine.“

Klimaschutz durch Waldwirtschaft statt Nutzungsverbote gefordert

Kürzlich hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz vorgestellt. Die AGDW – Die Waldeigentümer begrüßt es, dass die Klimaschutzleistung der Wälder einen Schwerpunkt bildet, und dass der Waldumbau gefördert werden solle. Allerdings sollen zwei Prozent der Landesfläche als sogenannte Wildnisgebiete aus der Nutzung genommen werden, laut EU-Biodiversitätsstrategie 2030 sollen es sogar zehn Prozent der Landesfläche sein.

Das sieht die Hauptgeschäftsführerin der AGDW, Dr. Irene Seling, kritisch: „Angesichts des Klimawandels und der Russlandkrise können wir uns derartige Nutzungsverbote von Wäldern in einer dichtbesiedelten Kulturlandschaft nicht leisten.“

Die Argumentation der ADGW: Werden Wälder stillgelegt, fehle der ökologische und einzige nachhaltige Rohstoff Holz in Zukunft u.a. für den Holzbau und die Wärmeversorgung. Andere Baustoffe wie Beton, Glas oder Stahl erzeugen hohe klimaschädliche CO2-Emissionen bei der Produktion. Oder Holz werde aus Ländern wie Brasilien importiert, die ihre Wälder ausbeuten. „Das wiederum konterkariert die Bemühungen um den globalen Klima- und Naturschutz. Nutzungsverbote führen zu zusätzlichen Emissionen“, so Seling.

„Die Politik vermittelt immer wieder den Eindruck, als wäre der Rohstoff Holz ein ‚Eh-da-Produkt‘“, sagte Seling. „Dabei gibt es den ökologischen Rohstoff Holz nur aufgrund der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und -pflege, die in Deutschland über eine lange Tradition verfügt.“

Auch werde der klimastabile Waldumbau in dem Aktionsprogramm kleingeredet, so ein weiterer Kritikpunkt des Verbandes. „Beim klimaresilienten Waldumbau haben sich die Waldbesitzenden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark engagiert und viel erreicht. Mittlerweile gelten 51 Prozent des jungen Waldes als naturnah“, führt Dr. Irene Seling aus. Hingegen spricht das Bundesumweltministerium spricht von lediglich 36 Prozent naturnaher Waldfläche.

Diesen Umbau der Wälder will das Bundesumweltministerium mit einem Anreizsystem unterstützen. Dieses müsse, so die Forderung der AGDW, auch für den Kleinprivatwald passen, dem Gros der Waldbesitzenden. „Der Kleinprivatwald steht mit seiner Vielfalt an Eigentümerinnen und Eigentümern für die größte Biodiversität in Deutschland“, sagte die Hauptgeschäftsführerin. „Ihre Stimme muss bei allen Programmen, die sie betreffen, gehört werden.“ 

Daher lautet eine der Hauptforderungen der AGDW: „Ja zum Schutz des Waldökosystems, aber nur mit den zwei Millionen Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern. Sie sind der Pfeiler und soziale Kitt im ländlichen Raum.“

Veräußert regionale Standorte

Zum 31.03.2022 wurde das Saint-Gobain-Mitglied GK Glaskontor Erfurt GmbH an die Caleoglas Gruppe veräußert. Zum selben Zeitpunkt hat die GK Glaskontor Nordhessen GmbH ihren Betrieb an die Glinicke Gruppe verkauft. 

Das Glaskontor Erfurt wird dem Unternehmen als Partner der Netzwerke „Clima plus Securit“ und „Glas nach Maß“ erhalten bleiben. Auch die Lieferbeziehung mit Saint-Gobain wird fortgeführt. Der moderne Fertigungsbetrieb in Thüringen mit seinen 60 Beschäftigten wird neues Mitglied der Caleoglas Holding GmbH mit Sitz in Potsdam.

Bereits im März 2020 gingen sieben glasverarbeitende Betriebe aus dem Saint-Gobain-Netzwerk Glassolutions in Deutschland an die heutige Caleoglas. Der Standort Erfurt ist seit mehr als 30 Jahren am Markt und hat sich im hochwertigen Innen- und Außenausbau einen Namen gemacht. Der Betrieb verfügt zudem über eine eigene Isolierglasproduktion.

Die Aktivität des Glaskontors Nordhessen in Baunatal mit 15 Beschäftigten wurde an die Glinicke Gruppe mit Sitz in Kassel veräußert.

Beide Transaktionen sind Teil der kontinuierlichen Strategie zur Optimierung des Portfolios der Saint-Gobain Gruppe und stehen im Einklang mit den Zielen des strategischen Plans „Grow & Impact“.