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Autor: Möbelfertigung

Blicken gemeinsam auf die Welt des Plastiks

Eine besondere Ausstellung zu Kunststoff gibt Denkanstöße und regt zu Diskussionen an. Genau deshalb beteiligt sich die Unternehmensgruppe an der Schau „Plastik. Die Welt neu denken“ im international renommierten Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Fischer ist Hauptsponsor und zugleich in der Ausstellung präsent. Außerdem wurde das Inventar mit nachhaltigen Fischer Dübeln befestigt.

Als die Anfrage des Vitra Design Museums wegen einer möglichen Zusammenarbeit bei der Unternehmensgruppe Fischer eintraf, ging alles ganz schnell. Zu gut passten die Inhalte der Schau „Plastik. Die Welt neu denken“ zur zukunftsorientierten Aufstellung des Unternehmens. Seit vielen Jahrzehnten legt Firmeninhaber Prof. Klaus Fischer einen wesentlichen Schwerpunkt auf die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Produkte. „Die vor uns liegenden Herausforderungen sind für uns alle riesig, diese können wir nur gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik lösen“, sagt Prof. Fischer. Auch die Ausstellung leiste dazu einen wichtigen Beitrag und kläre gleichermaßen über Chancen und Risiken von Kunststoff auf.

Welche Herausforderungen dies sind, zeigt die Ausstellung eindrucksvoll, die am 25. März im Vitra Design Museum in Weil am Rhein eröffnet wird. Plastik prägt den Alltag wie kaum ein anderes Material: von der Verpackung über den Dübel bis zum Turnschuh, vom Haushaltsgerät bis zum Möbel, von Autos bis zur Architektur. Untersucht wird die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Kunststoffs – vom rasanten Aufstieg im 20. Jahrhundert über dessen Folgen für die Umwelt bis hin zu Lösungsansätzen für einen nachhaltigeren Umgang mit Plastik. Zu den Exponaten gehören Raritäten aus der Frühzeit der Kunststoffe, spektakuläre Objekte der Pop-Ära, aber auch zahlreiche aktuelle Entwürfe und Projekte, darunter pragmatische Innovationen, Projekte zur Säuberung der Weltmeere so-wie Bioplastik auf Basis von Algen oder Pilzzellen.

Fischer präsentiert in der Ausstellung Informationen zum Wunderbaum, aus dessen Samen Rizinusöl gewonnen und an-schließend Sebacinsäure hergestellt wird. Die Sebacinsäure dient als Grundstoff für die nachhaltigen Fischer „Greenline“ Dübel und für weitere grüne Fischer Produkte. Diese bestehen zu mindestens 50 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, die weder in Konkurrenz zu Nahrungs- und Futtermitteln noch zu entsprechenden Anbauflächen stehen. Gezeigt werden außer-dem Granulate als Ausgangsprodukte für die Dübelherstellung, der intelligente „Duopower“ Dübel im Mauerwerk sowie ein Film zum grünen Fischer Dübel. Nicht sichtbar, aber überall in der Ausstellung vertreten sind mehrere 1000 weitere nachhaltige Fischer Dübel, mit denen das Inventar der Ausstellung, wie etwa Tische, Vitrinen oder Bildschirme befestigt wurden.

Nach der Präsentation im Vitra Design Museum wird die Ausstellung von Oktober bis Februar 2023 im schottischen Designmuseum V&A Dundee gezeigt. Ab Frühling 2023 zieht sie um ins Maat, Lissabon, einem Museum für Kunst, Architektur und Technologie. Weitere Stationen in Europa, Asien und in den USA sind geplant. Insgesamt wird die Ausstellung weltweit mit Fischer als Hauptsponsor sowie als Teil der Ausstellung bis 2026 zu sehen sein.

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

Am 29. März wurde das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz von Bundesumweltministerin Steffi Lemke vorgestellt. Das Programm gibt u.a. Inhalte des Koalitionsvertrages wieder. Kritisch sieht die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) hier die Erweiterung von Schutzgebieten, solange diese Flächen in forstlicher Nutzung betreffen, sowie den angestrebten Einschlagsstopp in alten Buchenwäldern.

Zunächst positiv zu bewerten ist der Aktionsplan Natürlicher Klimaschutz im Hinblick auf den Wald hinsichtlich der angestrebten Waldmehrung, des Umbaus hin zu klimastabilen Wäldern und der Bestrebung, den Wald nachhaltig zu bewirtschaften. Denn die Waldbewirtschaftung bildet die Basis der nachhaltigen Holznutzung und diese ist ein wichtiger Bestandteil der in Deutschland angestrebten Bioökonomie.

Dem entgegen steht aus Sicht der AG Rohholz jedoch die angestrebte Ausweitung von Schutzgebieten, solange diese Flächen in forstlicher Nutzung betreffen, sowie der angestrebte Einschlagsstopp in alten, naturnahen Buchenwäldern im öffentlichen Besitz.

Denn durch Nutzungseinschränkungen im Wald entziehen wir der Gesellschaft den klimafreundlichen und nachwachsenden Rohstoff Holz. Die Ausweisung von Schutzgebieten sollte daher, wenn überhaupt Flächen in den Fokus nehmen, auf denen die forstliche Nutzung ohnehin eingeschränkt ist, wie etwa auf schwer zugänglichen Hängen. Zudem zeigen aktuelle Untersuchungen der letzten Dürreperiode, dass gerade alte Buchenbestände besonders anfällig für Hitze- und Trockenschäden sein können. Schutzmaßnahmen müssen deshalb im Wald immer mit Augenmaß vorgenommen werden: „Wer denkt, die Forstwirtschaft in einem Wirtschaftswald einzustellen sei pauschal eine wirkungsvolle Maßnahme für den Klimaschutz wird der Komplexität der Probleme im Wald speziell angesichts des Klimawandels nicht gerecht“, kommentiert Lukas Freise, Geschäftsführer der AGR.

Das Aktionsprogramm gibt es Download direkt HIER.

Digital zu höherer Produktivität und Klimaneutralität

Auch in der automatisierten Produktion gibt es Potenzial zu weiterer Steigerung der Produktivität. Digitalisierung ist das Schlüsselwort, intelligente Datenanalyse das Werkzeug – und die Umwelt profitiert ebenfalls. Auf der „Automatica“, die vom 21. bis 24. Juni 2022 auf dem Gelände der Messe München stattfindet, wird der Besucher beeindruckende Umsetzungsmöglichkeiten kennenlernen.

Es scheint fast zu einfach, um wahr zu sein: Man nehme eine moderne, weitgehend automatisierte Produktion, sammle Daten von diversen Robotern, Handhabungssystemen und Maschinen und werte diese Daten aus. Intelligent verknüpft lassen sich aus diesen Informationen Outputsteigerungen von 15 bis 25 Prozent realisieren, ohne einen Cent in Hardware zu investieren. Das ist keine Wunschvorstellung, sondern Realität. Entsprechende „Use Cases“ werden auf der „Automatica“ zu sehen sein. Sie veranschaulichen, was ganz konkret mit der „digitalen Transformation“ gemeint ist und welche Vorteile sie bringt.

Ein Beispiel: Ein deutscher Automobilhersteller hat in einem seiner Werke die Daten der knapp 400 Roboter im Karosserierohbau gesammelt, analysiert und mit Hilfe von Algorithmen auch mit Umfeldinformationen – bis hin zu den Wetterdaten – in Beziehung gesetzt. Die Erkenntnisse waren aufschlussreich und führten unter anderem zu Veränderungen der Schweißparameter beim Fügen von warmumgeformten Stählen.

Das Ergebnis: Der Output pro Stunde konnte von 18 auf 21 Karossen gesteigert werden. Die Perspektive: Die Daten sollen künftig für die selbstständige Optimierung der Anlagen genutzt werden oder um sich anbahnende Störungen zu erkennen. Ausfallzeiten von 2.500 Schweißrobotern reduziert Ein zweites Beispiel kommt ebenfalls aus dem Karosserierohbau eines Premium-Autoherstellers und vom „Automatica“-Aussteller Festo. Dessen Systemspezialisten haben die vorhandenen Anlagen-PCs der Roboterzelle um eine Software erweitert, die die Diagnosedaten der Schweißzange einsammelt und an einen Cloud-Eingangspunkt sendet.

In der Cloud wird eine Instandhaltungsapplikation betrieben, die nicht nur die Daten im Browser auf einem Instandhaltungs-Dashboard darstellt, sondern – mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz – auch eine Abschätzung der voraussichtlichen Lebensdauer vornimmt. Mit Hilfe dieses Predictive Maintenance-Systems konnte der Autohersteller die Ausfallzeiten der Schweißroboter um 25 Prozent reduzieren.

Was braucht man, um solche Effizienzgewinne zu erschließen? Diese Frage wird auf der „Automatica“ beantwortet. Die „Hardware“ der Automatisierung ist jedenfalls schon jetzt bereit für die Digitalisierung. Während sie zum Beispiel schweißen, picken, montieren und handhaben, sammeln sie gleichzeitig Daten und damit den „Grundstoff“ der digitalen Welt – und das in ganz erheblichem Umfang.

Peter Pühringer, Geschäftsführer von Stäubli Robotics: „Unsere Roboter stellen für KI-basierte Aufgaben und für selbstoptimierende Systeme alle dafür benötigten Daten in Echtzeit zur Verfügung. Unsere Sechsachs-Roboter können permanent rund 2.000 Daten liefern, darunter Betriebstemperaturen in jeder Achse, Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerte, Momente und vieles mehr.“

Diese Datenmenge ermöglicht es dem Anwender nicht nur, die Performance der Roboter zu überwachen und sie in digitale Predictive Maintenance-Konzepte einzubinden. Die Daten können auch an andere Maschinen weitergegeben und in übergeordnete IT-Systeme integriert werden. Das allerdings erfordert passende Schnittstellen, und die bringt ein Roboter heute mit.

Zu den gefragten Standards gehört zum Beispiel OPC UA als maschinenübergreifendes Kommunikationsprotokoll. Fanuc nutzt sowohl auf Feldbusebene als auch zu übergeordneten IT-Systemen verschiedenste Kommunikationsprotokolle wie OPC UA und MT-Connect Server. Darüber hinaus unterstützt der japanische Roboterhersteller branchenspezifische Protokolle wie zum Beispiel das in der spanenden Fertigung gebräuchliche „UMATI“, das unter anderem die direkte Verknüpfung von Werkzeugmaschinen und Robotern ermöglicht.

Offene Schnittstellen spielen auch bei der Entwicklung des neuen Roboterbetriebssystems und digitalen Ecosystems von Kuka eine Rolle. Sie bilden die Basis dafür, dass mit iiQKA jeder Zugang zur Welt der Automatisierung erhält – egal, ob Experte oder Nicht-Experte. Das Betriebssystem basiert auf einer modularen Software-Architektur. Von Benutzern für Benutzer entwickelt, wird die neue Systemsoftware den Einsatz von Robotern schneller, effizienter und für alle zugänglich und einfach anwendbar machen. Der Kernwert ist die Benutzerfreundlichkeit.

Wenn solche Konzepte Wirklichkeit werden, muss der Anwender parallel zur automatisierten Produktion auch die dafür geeignete IT-Struktur aufbauen. Konkret: Da es sich um sehr große Datenmengen handelt, muss er wohl Edge Computing und Cloud Computing nutzen. Und er wird – wie die eingangs vorgestellten „Use Cases“ zeigen – nicht umhinkönnen, Künstliche Intelligenz einsetzen, um die Daten umfassend auszuwerten.

Wer konsequent in Digitalisierung investiert, wird belohnt – zum Beispiel durch echte Effizienzsprünge. Das ist die Vision: Produkte suchen sich selbst den Weg durch die Fertigung. Maschinenkomponenten erkennen und melden selbsttätig Verschleiß und Unregelmäßigkeiten. Und Anlagen optimieren ihre Betriebsweise eigenständig. So wird, auch wieder nur als Beispiel, eine deutlich günstigere hochautomatisierte Fertigung von Kleinserien und Unikaten möglich. Eben das ist ein Kerngedanke von Industrie 4.0.

Epson Robotik-Chef Volker Spanier verweist auf einen weiteren Aspekt: „Laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom kann die Digitalisierung in der Fertigung, wenn sie denn konsequent umgesetzt würde, den CO2-Ausstoß in Deutschland im Jahr 2030 um bis zu 64 Megatonnen reduzieren – ein unglaublicher Wert auf dem Weg zur Klimaneutralität.“

Das ganze Thema könnte also spannender kaum sein und birgt immenses Potenzial in vielerlei Hinsicht. Da kommt die „Automatica“ im Juni 2022 genau zur rechten Zeit: In München erfährt der Besucher, wie die digitale Transformation in den kommenden Jahren die automatisierte Produktion verändern wird.

Positioniert sich mit neuem Claim

Die Siempelkamp-Gruppe startet mit neuem Claim ins Frühjahr 2022 und bündelt damit kommunikativ die neue strategische Ausrichtung: „Intelligent engineering for future generations“ steht für Siempelkamps Leistungsversprechen, bestehende Expertise mit neuen, visionären Inhalten zu verstärken.

Als Kernkompetenz der Siempelkamp-Gruppe gilt das Engineering, das seit vielen Jahrzehnten immer wieder neue, auf aktuelle Herausforderungen zugeschnittene Konzepte und Technologien im Markt verankert. Diese Innovationsstärke prägt Siempelkamps erstklassigen Ruf in vielen Branchen von der Holzwerkstoffindustrie über die Metallumformung bis zur Gusstechnik.

Flankiert wird diese Kernkompetenz ab jetzt im neuen Claim von zwei Merkmalen, die Siempelkamps Strategie abbilden: „Intelligent engineering“ bindet konkret Siempelkamps Expertise im Bereich der Digitalisierung in die neue Positionierung ein. So stehen in allen Unternehmensbereichen automatisierte und damit effiziente, produktivitätssteigernde Prozesse im Fokus. Der digitale Anlagenzwilling, die innovative Leittechnik „Prod-IQ“ und neue Ansätze des Machine Learning sind nur einige Beispiele für Siempelkamps Ansatz, maximale Effizienz im Bereich des Rohstoffeinsatzes und der Anlagenkonzeption zu sichern, die Produktivität zu steigern und zugleich die Produktqualität auf Top-Level zu gestalten.

„… for future generations“ – dieses Claim-Element führt den Blick auf die Verantwortung, Industrien und Gesellschaft nachhaltig, modern und langlebig zu gestalten. Zu dieser Verantwortung bekennt sich Siempelkamp als global agierendes Unternehmen in Familienhand und richtet seine unternehmerischen Aktivitäten auf die Bedarfe künftiger Generationen aus. Das Nachhaltigkeitskonzept Siempelkamps beinhaltet zum Beispiel die Forschung und Entwicklung im Bereich der alternativen Rohstoffe und des Recyclings, um die knappe Ressource Holz zu schützen. Auch unterstützt das auf Energieeffizienz ausgerichtete Produktportfolio eine nachhaltige Produktion und reduziert zugleich deren Auswirkungen auf die Umwelt.

„Unser neuer Claim ‚Intelligent engineering for future generations‘ bündelt zentrale Werte wie Verantwortung und Pioniergeist, Ehrgeiz und Nachhaltigkeit zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Diese Positionierung steht für die Energie, unsere technologische Kompetenz noch stärker an den Zukunftsthemen Digitalisierung und der Nachhaltigkeit auszurichten.“ so Dr. Martin Stark, CEO der Siempelkamp-Gruppe.

Gewinnt drei „Red Dot Design Awards“

Gleich dreimal konnte den weltweit renommierten Designpreis „Red Dot Award“ in der Kategorie „Product Design“ gewinnen. Ausgezeichnet für herausragende Designqualität wurden das Feature „AvanTech You Illumination“, das Dämpfungssystem „Push to open Silent“ für Drehtüren und die Auszugsführung „Quadro Compact FE 20“ für Weinkühlschränke.

Das Schubkastensystem „AvanTech You Illumination“ ist die Plattform für Designvielfalt. Zur freien Wahl von Farbe, Format und Material kommt mit dem frisch ausgezeichneten Produkt  noch die Emotionalisierung mit Licht hinzu. Und auch Glas-Inlays mit polierter oder geschliffener Kante präsentieren sich dank dem System im besten Licht. Die Technik funktioniert ohne zusätzliche Kabel im Möbel und lässt sich somit einfach nachrüsten.

Die Jury überzeugte ebenfalls der neu entwickelte „Push to open Silent“ für Drehtüren von Hettich. Diese Lösung schließt eine Komfortlücke beim grifflosen Design, denn einen gedämpften Selbsteinzug für ein mechanisches Öffnungssystem für Drehtüren gab es bisher nicht. Im Gehäuse befinden sich handelsübliche Batterien. Diese liefern die erforderliche Energie, um den Stößel nach dem Öffnen der grifflosen Tür wieder in die Ausgangslage zurückzubewegen.

Das prämierte Auszugssystem „Quadro Compact FE 20“ für Weinkühlschränke verbindet ebenfalls Design und Komfort auf anspruchsvolle Weise. Weinflaschen sollten erschütterungsfrei bewegt werden, um Qualität und Geschmackserlebnis nicht zu beeinträchtigen. Mit dem Quadro Compact Auszugsystem lassen sich die Auszugs-Tablare im Weinschrank schonend und rüttelfrei bedienen. Eine Hybridbekugelung sorgt für den besonders ruhigen, vibrationsarmen Lauf.

„Innovation in Vacuum Busch Award“ 2020

Ging coronabedingt verspätet an Quantafuel ASA

Busch Vacuum Solutions vergibt einmal jährlich den „Innovation in Vacuum Busch Award“. Mit dieser Auszeichnung werden Personen oder Unternehmen geehrt, die sich die Vakuumtechnik mit besonders innovativen Ideen zu Nutze machen und dadurch dem Wohl von Mensch und Umwelt dienen. Der „Innovation in Vacuum Busch Award“ wurde erstmals 2013 anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Busch Vacuum Solutions verliehen. Der Award für das Jahr 2020 wurde coronabedingt nun etwas verspätet verliehen.

Der Innovationspreis von Busch ging kürzlich an das norwegische Unternehmen Quantafuel ASA. Quantafuel entwickelte eine Technologie, die zur Lösung des globalen Abfallproblems beiträgt. In Zusammenarbeit mit engagierten Partnern kombiniert Quantafuel Kunststoffrecycling und nachhaltige Abfallwirtschaft. Busch Vacuum Solutions ist einer dieser Partner, der die Vakuumtechnologie für den Pyrolyseprozess liefert, um Kunststoffabfällen ein zweites Leben zu geben. Durch die Umwandlung fast aller Arten von Kunststoffabfällen in umweltfreundliche Brennstoffe und Chemikalien leistet Quantafuel einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Umweltverschmutzung und Emissionen.

Die beiden Unternehmen sind durch eine enge Partnerschaft verbunden. Busch unterstützt Quantafuel bei der Entwicklung des innovativen Pyrolyseverfahrens, bei dem alle Arten von gebrauchten, recycelten Kunststoffabfällen geschmolzen und anschließend aus dem Pyrolysegas Mineralöl erzeugt wird. Das Mineralöl selbst fällt im Schmelzprozess an. Zur Entgasung während des Pyrolyseprozesses werden Dolphin Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen von Busch eingesetzt. Das Gas wird dann für den weiteren Prozess mit Hilfe der Vakuumtechnik verdichtet.

Dieses innovative Verfahren macht das Recycling von Kunststoffabfällen wesentlich umweltfreundlicher. Die Lösung von Quantafuel wertet Kunststoffabfälle auf, indem sie gebrauchten Kunststoff als wertvolle Ressource behandelt und in neue Produkte umwandelt. Für diesen innovativen Einsatz von Vakuumtechnologie wurde Quantafuel mit dem „Innovation in Vacuum Busch Award 2020“ ausgezeichnet. Hans-Christian Felde von Quantafuel nahm den Preis im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Hauptsitz von Busch Vacuum Solutions in Maulburg entgegen.

Neuer Verkaufsleiter für Süddeutschland

Seit März 2022 hat Andreas Fischbacher bei Adler die Verantwortung für die Verkaufsgebiete Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz und Teile von Hessen übernommen. Gemeinsam mit seinem 14-köpfigen Team wird der neue Verkaufsleiter für beste Beratung und engagierten Service für Kunden aus dem holzverarbeitenden Gewerbe sorgen.

Andreas Fischbacher konnte nach dem Abschluss seines Studiums mit Schwerpunkt Vertrieb & Marketing vielfältige Praxiserfahrung im Außendienst sowie in der Vertriebsleitung sammeln. 2019 stieß er zum Adler-Team, wo er unter anderem als Assistent der Geschäftsleitung tätig war sowie unterschiedliche Projekte im Vertrieb verantwortete.

 „Ich freue mich sehr über diesen Karriereschritt und das Vertrauen von Adler, das darin zum Ausdruck kommt“, so Fischbacher. „Meine neue Aufgabe als Verkaufsleiter sehe ich als Chance, meine Fähigkeiten einzubringen und einen Beitrag für die positive Entwicklung von Adler zu leisten.“

Das Unternehmen konnte seine Marktposition in Deutschland in den zurückliegenden Jahren stetig ausbauen. Fischbacher erklärt: „Diesen Erfolgsweg wollen wir auch in Zukunft beschreiten, unsere bestehenden Kunden in der gewohnten Qualität unterstützen und viele neue Kunden von unseren Produkten begeistern.“

Maßnahmenpaket zu hohen Energiekosten des Bundes geht in die richtige Richtung – Nachjustierungen im Bereich Gas und Holz sind aber notwendig

Anemon Strohmeyer, Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) fordert zum geplanten Maßnahmenpaket des Bundes zum Umgang mit den hohen Energiekosten: „Der VHI begrüßt die von der Bundesregierung am 23. März 2022 vorgeschlagenen Entlastungen für die Bürger:innen, die den Preisanstieg in vielen Bereichen des Alltags abmildern sollen. Vor allem angesichts der drastisch steigenden Energiepreise benötigen aber auch die Unternehmen mehr Unterstützung, insbesondere die energieintensiven Branchen. Es muss auch verhindert werden, dass gestiegene Erzeugerpreise ungebremst auf die Endverbraucher:innen durchschlagen. Zudem muss die Liquidität von Unternehmen gesichert werden. Dazu muss die Bundesregierung Unterstützung in Form von Beihilfen und zinsgünstigen Krediten auflegen, für die von der Europäischen Kommission der Weg freigemacht wurde.“

Dr. Steffen Körner, Vorstandsmitglied für den Bereich Span- und Faserplatten des VHI, ergänzt zur aktuellen Rohstoffsituation in der Holzwerkstoffindustrie: „Der russische Krieg in der Ukraine hat die Versorgung mit Rohstoffen weiter verschärft. In der derzeitigen Krise ist die Abhängigkeit von russischem Gas nicht nur eine Energiefrage, sondern auch ein Thema der Rohstoffversorgung. So sind die in der Holzwerkstoffindustrie verwendeten Leimsysteme harnstoffbasiert, wobei Gas als Rohstoff verwendet wird. Für die industrielle Herstellung von Harnstoff wird das dafür benötigte Gas auch aus Russland bezogen. Hier muss eine Lösung gefunden werden, wie die nationale Rohstoffversorgung gesichert werden kann.“

Auch bei einem weiteren Rohstoff sieht Dr. Körner Handlungsbedarf: „Das sogenannte ,Entlastungspaket 2‘ sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Der VHI begrüßt selbstverständlich den Umstieg auf Erneuerbare Energien in allen Sektoren, um die Gasabhängigkeit zu reduzieren. Dieser beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien darf aber nicht zu vorschnellen Entscheidungen führen: Ob / in welchem Umfang also etwa ein Ausbau der Holzwärme in hocheffizienten, modernen Feuerungsanlagen erfolgen kann, muss zunächst durch die im Koalitionsvertrag angekündigte nachhaltige Biomassestrategie modelliert werden.
Der schrittweise Ausstieg aus dem Heizen mit Gas muss – bei allem Verständnis und aller Unterstützung für die Gasunabhängigkeit von Russland – mit konkreten Alternativszenarien hinterlegt werden. In Bezug auf den Wärmelieferanten Holz muss hierzu durch die Biomassestrategie erarbeitet werden, welche Hölzer in welcher Qualität und welcher Quantität perspektivisch zur Verfügung stehen. Es muss gewährleistet sein, dass ausreichender Rohstoff für die verschiedenen Verwertungswege vorhanden ist und der hochwertige nachwachsende Rohstoff Holz maximal material- und energieeffizient eingesetzt wird. Bis zum Abschluss der Biomassestrategie dürfen zur Loslösung der nationalen Energiesysteme von russischem Gas auch keine neuen zusätzlichen Förderprogramme für holzbasierte Feuerungen aufgelegt werden. Die Biomasse Holz muss effektiv und effizient eingesetzt werden: Waldmehrung, Kaskadennutzung und Kreislaufwirtschaft sind daher das Gebot der Stunde.“

Übernimmt Binar Handling

Die J. Schmalz GmbH hat mit Wirkung vom 23.03.2022 die Binar Handling AB zusammen mit ihren Tochtergesellschaften in China, der Türkei, Frankreich und Deutschland übernommen. Das Entwicklungs- und Produktionsunternehmen mit Hauptsitz im schwedischen Trollhättan gehörte vorher zur Argynnis Group AB. Die deutsche Binar Handling GmbH sitzt in Staufenberg bei Kassel und hat eine weitere Niederlassung in Untergruppenbach bei Heilbronn – an beiden Standorten werden Hebelösungen und Lastaufnahmemittel konstruiert, hergestellt und vertrieben.

„Binar Handling ergänzt mit seinen Balancern, Kranauslegern und verschiedenen Endeffektoren das Schmalz Portfolio für die manuelle Handhabung perfekt“, sagt Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH. Er ergänzt: „So bauen wir unsere weltweit führende Position in der ergonomischen Handhabungstechnik deutlich aus“. Schmalz plant, die Marke Binar Handling zu erhalten und mit ihr in den Märkten weiter zu wachsen. CEO ist und bleibt Mattias Lindh, der seit 2018 die Geschäfte von Binar Handling verantwortet. Mit der Übernahme wächst die Schmalz Gruppe auf rund 1.700 Mitarbeitende an 23 Standorten weltweit.

Binar Handling startete 1979 mit der Entwicklung und Fertigung ergonomischer Hebe- und Handhabungslösungen. Das Ziel: Hebevorgänge zugleich leicht und sicher gestalten – ganz nach dem Motto „Beyond Gravity“. Das gelingt den Schweden sowie internationalen Tochtergesellschaften unter anderem in Unternehmen der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrttechnologie und der industriellen Produktion sowie in der Lebensmittel-, Pharma- und Chemiebranche. Eine Besonderheit ist das Schienensystem, an dem die Hebegeräte motorunterstützt jeder Bewegung in X- und Y-Richtung folgen – auch über weitere Strecken.

Mit dem Erwerb der Binar Handling AB bietet Schmalz zukünftig Lösungen für das feinfühlige Balancieren und Handhaben an, zum Beispiel für Anwendungen in der Batterieproduktion oder der Logistik.