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Autor: Möbelfertigung

Pusht Expansion dank 25 Mio. Euro-Invest

Reform Küchen hat weiter ambitionierte Wachstumspläne und jetzt auch den finanziellen Rückhalt, um die Expansion zu stemmen. Denn gestern konnte eine Finanzierungsrunde mit Experienced Capital (ECP) abgeschlossen werden. „Der in Paris ansässige Wachstumsfonds Experienced Capital, spezialisiert auf Lifestyle-Marken im Premium-Segment, investiert 25 Millionen Euro in Reform, um das globale Wachstum des dänischen Unternehmens und Küchen-Direktvermarkters zu unterstützen und erwirbt damit eine bedeutende Minderheitsbeteiligung“, teilte Reform mit.#

Ende 2020 stand Reform für die Expansion durch die Finanzpartnerschaft mit Vækstfonden, The Danish Growth Fund, bereits schon einmal zehn Mio. Euro zur Verfügung.

Das 2014 gegründete Unternehmen Reform arbeitet mit weltweit renommierten Architekt:innen und Designer:innen, wie Jean Nouvel, Muller Van Severen oder Norm Architects zusammen, um die traditionelle Küchenbranche herauszufordern und Küchendesign heute neu zu definieren. Mit aktuell elf Showrooms in Dänemark, Deutschland und den USA verfolgt Reform ambitionierte Wachstumspläne. Bis Ende 2022 sollen fünf weitere Showrooms in den Fokusmärkten Deutschland und den USA eröffnet werden – Anfang Juni wird bereits eine neue Reform-Präsenz in Frankfurt am Main ihre Türen öffnen.

Vorbilder für die Bauwende gesucht!

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Erneut suchen die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. und die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Vorbilder der Nachhaltigkeit im Bausektor.

„Der Gebäudesektor rückt sehr viel stärker in den öffentlichen Fokus – endlich, wenn wir uns dessen außerordentliche Rolle für den Klima- und Ressourcenschutz, die Klimaanpassung unserer Städte und die Nachhaltigkeit ganz allgemein vor Augen führen“, sagt DGNB-Präsident Prof. Amandus Samsøe Sattler. „Insbesondere der verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Umgang mit dem Gebäudebestand nimmt dabei mehr denn je eine Schlüsselfunktion ein.“

Beispiele, die zeigen, was heute schon möglich ist, prämiert der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur. Die nominierten und ausgezeichneten Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie Innovation, Nachhaltigkeit und eine hohe architektonische Qualität vereinen. Sie geben Antworten, wie der Bausektor den großen Herausforderungen unserer Zeit wirksam begegnen kann. „Wir suchen Vorbilder, die die längst überfällige Bauwende aktiv mitgestalten und zum Nachahmen animieren“, so Samsøe Sattler, der auch in diesem Jahr den Juryvorsitz übernimmt. 

In der Jury engagieren sich im Jubiläumsjahr des Wettbewerbs neben Prof. Amandus Samsøe Sattler noch Prof. Thomas Auer (Technische Universität München), Sabine Djahanschah (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), Andrea Gebhard (Bundesarchitektenkammer), Martin Haas (haascookzemmrich – Studio2050), Architektin Angelika Hinterbrandner, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner (Stadt Karlsruhe), Markus Lehrmann (Architektenkammer Nordrhein-Westfalen), Reiner Nagel (Bundesstiftung Baukultur), Marika Schmidt (mrschmidt Architekten) und Prof. Dr. Guido Spars (Bundesstiftung Bauakademie).

Auch 2022 zeichnet der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur Projekte aus, die in besonderem Maße für die Transformation im Bauwesen stehen und gleichzeitig gestalterisch herausragend sind. Gesucht wird die Nachfolge des Projekts „Einfach Bauen“ in Bad Aibling, das sich im letzten Jahr erfolgreich durchsetzen konnte. Bauherr:innen, Architekt:innen sowie Nutzer:innen können online bis zum 24. Juni ihre Projekte einreichen. Gesucht sind sowohl Neubauten als auch Bestandsbauten oder umfassende Umbaumaßnahmen, die den Ansprüchen nachhaltiger Architektur gerecht werden. Das Siegerprojekt wird im Rahmen der Verleihung des 15. Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 2. Dezember 2022 in Düsseldorf bekanntgegeben und ausgezeichnet.

Neben der DGNB und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis wird der Preis unterstützt durch die Bundesarchitektenkammer, den Bund Deutscher Architekten und die Bundesstiftung Baukultur sowie Caparol.

Weitere Informationen unter www.nachhaltigkeitspreis.de/architektur und www.dgnb.de.

Ertragreichstes Jahr der Firmengeschichte

Erfolgreiches Jahr für Surteco: Der Umsatz des Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2021 um 21 Prozent auf 757,1 Mio. Euro (2020: 627,0 Mio. Euro). Damit wurde auch das Niveau vor der Covid-19 Pandemie deutlich übertroffen. Trotz kontinuierlich gestiegener Materialkosten, die nur zum Teil und mit zeitlicher Verzögerung weitergegeben werden konnten, erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2021 ein EBIT von 72,5 Mio. Euro (plus 57 Prozent). Der Konzerngewinn kletterte um 42 Prozent auf den historischen Höchststand von 47,8 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung der Surteco Group am 7. Juni 2022 – die wieder als virtuelle Versammlung abgehalten werden wird – eine Ausschüttung von 1,00 Prozent je Aktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote vom Konzerngewinn von rund 32 Prozent.

„Das Geschäftsjahr 2021 war das ertragreichste Jahr der Firmengeschichte von Surteco. Angesichts des schweren Konflikts in Europa und enormer Preissteigerungen bei den Rohstoffen wird es jedoch unwahrscheinlich, diesen Erfolg im Jahr 2022 zu wiederholen“, so der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Moyses.

Bei einer leicht gesunkenen Bilanzsumme von 795,1 Mio. Euro (Vorjahr: 798,8 Mio. Euro) wurde das Eigenkapital um 11 Prozent auf 413,7 Mio. Euro (Vorjahr: 373,3 Mio. Euro) gesteigert. Surteco weist zum 31. Dezember 2021 eine Eigenkapitalquote von 52,0 Prozent (Vorjahr: 46,7 Prozent) aus. Die Nettofinanzverschuldung stieg leicht auf 152,6 Mio. Euro (Vorjahr: 144,7 Mio. Euro) während der Verschuldungsgrad von 38,8 Prozent auf 36,9 Prozent abnahm. Aufgrund der hohen Rohstoffkosten sowie der Vorratshaltung zur Sicherung der Produktion stieg das Working Capital von 99,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 151,8 Mio. Euro zum Jahresende 2021. Surteco konnte im 1. Quartal 2022 nach vorläufigen Zahlen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr erheblich steigern. So legte der Konzernumsatz um 13 Prozent auf ca. 213 Mio. € (2021: 188,5 Mio. Euro €) zu. Wegen der deutlich erhöhten Materialkosten liegt das vorläufige EBIT mit etwa 20 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 21,5 Mio. Euro. Aufgrund des dramatischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine ist die Prognosefähigkeit für die Zukunft erheblich eingeschränkt. Die Gesellschaft rechnet derzeit für das Gesamtjahr 2022 mit einem Umsatz von 730 bis 750 Mio. Euro. Das Konzern-EBIT wird im Bereich zwischen 55 und 65 Mio. Euro erwartet.

Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001

Nachhaltigkeit ist dem Unternehmen Venjakob Maschinenbau von Bedeutung. Neben dem Qualitäts- und Umweltmanagementsystem des Herstellers für Komplette Beschichtungslinien und Abluftreinigungsanlagen mit Sitz in Rheda, wurde jetzt erstmalig auch das Energiemanagementsystem zertifiziert.

Im Rahmen der Re-Zertifizierung der Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme ISO 9001 sowie ISO 14001 überreichte der Auditor Moritz Nückel von der Zertifizierungsgesellschaft AGQS die entsprechenden Zertifikate. In diesem Rahmen hat Venjakob ebenfalls ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 implementiert. Diese international anerkannte Norm soll Unternehmen beim Aufbau eines nachhaltigen Energiemanagements helfen.

Mit der ISO 50001 möchte Venjakob seine energiebezogene Leistung kontinuierlich verbessern und dadurch die Energieeffizienz bei gleichzeitiger Optimierung der Energienutzung erhöhen.

Zu den Zielsetzungen der Norm zählen insbesondere die Erfassung der Energieflüsse sowie ihr künftiges Management. Weitere Ziele sind dabei die Erschließung von neuen Energieeffizienzpotentialen, Einsparung von Energiekosten, Verringerung der CO2 Emissionen und damit verbundener Reduzierung weiterer Umweltbelastungen.

Venjakob wurde bei der Erfassung der aktuellen Energieverbräuche bereits jetzt bestätigt, dass diese Verbräuche bereits unter dem Branchendurchschnitt liegen. Die Geschäftsführung sagt hierzu: „Die Einführung des Energiemanagementsystems ISO 50001 ist die konsequente Weiterentwicklung unseres seit mehr als 20 Jahren bestehenden Umweltmanagementsystems. Es dient uns als wichtige Grundlage für unsere Zielsetzung die Nachhaltigkeit des Unternehmens ständig zu verbessern.“ Die Umsetzung der Norm Iso 50001 ist freiwillig und wird von Venjakob aufgrund des hohen Stellenwertes der Umweltziele eingeführt.

Feiert 30-jähriges Jubiläum

Von der Gründung bis ins aktuelle Jubiläumsjahr ist Vieles passiert: Die einst überschaubare Gruppe um Werner Eckert wuchs zu einem immer noch familiengeführten, heute jedoch 170-köpfigen Kompetenz-Team rund um Entwicklung, Produktion und Holzbau heran. Pro Jahr werden im Südschwarzwald rund 250.000 Quadratmeter Elementfläche von Akustikpaneel bis zur tragenden Geschossdecke mit großer Spannweite produziert und an verarbeitende Unternehmen aus Holzbau und Ausbau in ganz Europa geliefert.

Lignotrend steht für Erfindergeist, hohe Qualität und die individuelle Konfiguration seiner Produkte. Mit ihrer Vielseitigkeit decken sie alle Anforderungen ab, die heute an gestalterisch hochwertige, sichere Holzbauten gestellt werden. 

Beste bauphysikalische Eigenschaften wie Raumakustik und Schallschutz stehen bei der Produktentwicklung im Fokus. Selbst herausfordernde Themen der Statik und des Brandschutzes bei größeren Bauaufgaben hat das Team mit Holz gelöst. Damit eröffnen Ligno-Produkte der Holzbau-Architektur kontinuierlich neue Qualitäten und Gestaltungsmöglichkeiten.

CMO Tamara Felder über Sichtbarkeit auf Social Media

Die Felder Group ist zuletzt deutlich gewachsen. Sowohl aus eigener Kraft als auch durch die Übernahme der Otto Mayer Maschinenfabrik. Wer sich zuletzt im Kreis des Unternehmens auf Social Media bewegte, stieß aber vor allem auf die unkonventionelle Marken­kommunikation von Tamara Felder, CMO der Gruppe. Wie und ­warum das funktioniert und wie das Social-Media-Marketing in das Selbstverständnis des Unternehmens passt, erklärt Frau Felder der „möbelfertigung“.

möbelfertigung: Sie sind persönlich auf verschiedenen Social-Media-Kanälen sehr aktiv. Vieles dreht sich dabei natürlich um die Felder Group. Was ist Ihre Botschaft?
Tamara Felder: Durch meine persönliche Präsenz auf diversen Social-Media-Kanälen lasse ich die jeweilige Community noch ein wenig mehr hinter die Kulissen der Felder Group schauen. Ich teile jedoch auch persönliche Themen, die branchen- oder tagesaktuell sind sowie Insights zu Themenbereichen, die meiner Ansicht nach mehr Beachtung finden sollten. Diese stehen jedoch meist in Verbindung zur Felder Group.
Das Wichtigste dabei ist für mich, mir selbst treu zu bleiben und authentisch zu sein. Seien wir aber mal ehrlich: Social Media verkörpert und verstärkt den gesellschaftlichen Wandel weg von der Exklusivität und hin zur Gruppe und dieser Prozess unterstützt auch Firmen dabei, effektiv nach außen zu kommunizieren.
möbelfertigung: Die Felder Group glänzt ja selbst mit Aktionen wie der #felderchallenge. Wie ergänzt Ihr persönlicher Auftritt den der Firma?
Tamara Felder: Die von Ihnen angesprochene #felderchallenge ist nur eines unserer vielen Social-Media-Projekte. Die Challenge wurde von uns ins Leben gerufen, um der sekundären Holzbearbeitungsbranche mehr Beachtung zu schenken und dies unabhängig davon, ob die Teilnehmer mit Produkten aus unserem Haus arbeiten. Wir schaffen damit einmal jährlich eine Plattform für grenzenlose Kreativität, abseits der Voreingenommenheit.
Ich persönlich unterstütze dies, indem ich seit letztem Jahr im Rahmen jeder #felderchallenge gemeinsam mit unserem Anwendungsteam ebenso an einem Projekt arbeite, das jedoch außer Konkurrenz steht. Bis zum Schluss gebe ich nicht preis, worum es sich handelt, nehme die Follower aber Schritt für Schritt mit. Letztes Jahr ging es dabei um ein DJ-Pult – denn gute Musik, Form und Holz gehen für mich Hand in Hand.
möbelfertigung: Ist es möglich, Holzbearbeitungsmaschinen emotional aufzuladen??
Tamara Felder: Sie bringen mich ein wenig zum Schmunzeln! Mein Team würde sagen: Wenn es nach mir geht, dann ja. Gerne darf ich Ihnen auch erläutern, warum: Ein guter Freund von mir hat es einmal sehr treffend zusammengefasst. Thomas Meyer (CEO des Büros für Interaktion) vertritt die Ansicht, dass „Menschen von Menschen kaufen und nicht von Maschinen“. Ich stimme ihm voll und ganz zu und ergänze, dass gerade in unserer Branche sehr viel Emotion mitschwingt, wenn es um den Rohstoff Holz geht. Denn: Individualität, Kreativität und Schaffenskraft werden bei der Arbeit mit Holz miteinander kombiniert.
Es gibt wohl nichts Persönlicheres als das Einrichten einer eigenen Wohnung oder eines Hauses. Hier werden Persönlichkeiten visuell dargestellt. Natürlich laden wir daher auch Holzbearbeitungsmaschinen emotional auf – dies ist eine „State-of-the-Art“-Herangehensweise.
möbelfertigung: Sie verbinden die Marke online sehr mit Ihrer Person. Vertrauen Kunden Marken oder Menschen?
Tamara Felder: Hier muss ich teils widersprechen. Die Felder Group ist eine eigenständige und äußerst erfolgreiche globale Marke, die bestens ohne mich zurechtkommen würde.
In meiner Funktion als eine von zwei CMOs der Felder Group – diese Rolle teile ich mir mit meinem Bruder Alexander Felder – gehört es zu meinen Aufgaben, authentisch und ehrlich mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Partnern, Lieferanten sowie potenziellen Neukunden zu sein und auf Augenhöhe zu agieren. Dies können wir nur erreichen, wenn wir auch visuell sichtbar, nahbar und ansprechbar sind. Am Ende des Tages werden Kunden eine „Love Brand“ haben, jedoch sind es die Menschen hinter der Marke, denen sie vertrauen und von denen sie kaufen, unabhängig von deren Position innerhalb eines Unternehmens.
möbelfertigung: Sie geben auch Einblicke in Ihre Gedanken und Ihr Privatleben. Kostet das manchmal Überwindung?
Tamara Felder: Das ist die sprichwörtliche Achillesferse, wenn es um die „richtige“ Kommunikation auf Social Media geht. Ich habe mit mir selbst über Monate hinweg gerungen, bevor ich auf diversen Kanälen aktiv wurde. Was kann ich teilen, was soll ich teilen, wann werde ich angreifbar, wann missverstanden und hat die Welt tatsächlich auf meinen Input gewartet? Schlaflose Nächte und viele Gespräche später gebe ich gerne zu: Ich wäge sehr genau ab, was ich mitteile. Hinter allem, was ich preisgebe, stehen aber stets meine Gedanken zum gegebenen Zeitpunkt, zu denen ich mich auch bekenne.
Mein Privatleben bleibt hier komplett außen vor und hat auch keine Berührungspunkte mit meiner beruflichen Karriere. Wenn ich mich jedoch privat mit Firmen- und Branchenthemen beschäftige, dann sind diese selbstverständlich auf Social Media wiederzufinden. Ich betone es an dieser Stelle nochmals: „Authenticity is the key.“ Ob private Themen besser funktionieren? Selbstverständlich, ja. Im übertragenen Sinne bedeutet dies – finden Sie die Balance, Ihre Nische und Ihre eigene Stimme und, wie man so schön im Englischen sagt, „Your vibe attracts your tribe“.
möbelfertigung: Haben Sie Vorbilder bei ­Ihrer Art der Kommunikation auf Social-Media-­Kanälen?
Tamara Felder: Nein, da ich Authentizität ­bevorzuge.
möbelfertigung: Sie haben Erfahrung mit ­verschiedenen Plattformen gemacht. Welche Inhalte funktionieren wo?
Tamara Felder: Natürlich gibt es die gängigen, ungeschriebenen Regeln, die vorgeben, was auf welchen Plattformen rein theoretisch besser funktioniert. Diese Regeln sind aber nicht in Stein gemeißelt und adaptieren sich ständig.
Lassen Sie uns also einen gemeinsamen Blick auf die gängigsten Plattformen werfen: LinkedIn ist ein Business-Netzwerk, dadurch muss hier auch unser Mindset businessorientiert sein. Facebook besitzt eine breite Zielgruppe, die Strategie muss hier jedoch auf die unterschiedlichen Usergruppen zugeschnitten werden. Auf Instagram zählt noch immer vorwiegend das „pretty perfect picture“, aber auch hier erleben wir Weiterentwicklungen im Bereich Videocontent: Die jüngeren User wollen nämlich eben nicht mehr nur Perfektion sehen, sondern vor allem auch mehr „Echtheit“ und Glaubwürdigkeit. TikTok ist eine Videoplattform. Sagen wir mal so: Zu ernst darf man sich hier nicht nehmen! Wichtig ist aber auf jeden Fall, den Trends zu folgen.
Letztlich haben all diese Plattformen eines gemeinsam, und zwar das Thema Community-Management: Denn was wirklich zählt, ist, dass wir als Unternehmen mit den Usern interagieren und für sie erreichbar sind.
möbelfertigung: Ihr neuester Vorstoß ging in Richtung TikTok, eine Plattform, die hauptsächlich von Teenagern genutzt wird. Was ist die Idee?
Tamara Felder: Das ist tatsächlich ein gängiges Missverständnis, wenn man über TikTok spricht. Dieses entbehrt aber jeglicher Grundlage. Nehmen wir das Beispiel Österreich: Hierzulande verzeichnet TikTok laut Statistik Austria derzeit etwa 1,2 Mio. User. Global sind laut der kanadischen Social-Media-Management-Plattform Hootsuite 32 Prozent der Nutzer zwischen 25 und 34 Jahre alt, 3,4 Prozent sogar über 55. Eine andere Statistik: Ampere Analysis zufolge waren im 1. Quartal 2021 36 Prozent der User weltweit zwischen 35 und 54.
Gehen wir aber einmal davon aus, Ihre Annahme würde stimmen und TikTok würde tatsächlich überwiegend von Jugendlichen genutzt werden. In diesem Fall wäre meine Antwort: Ich interagiere sehr gerne mit unseren Kunden von morgen und möchte auch auf globaler Ebene sichtbar für das Holzbearbeitungsklientel sein!
möbelfertigung: Sie sind die nächste und vor allem junge Generation in einem Traditionsunternehmen. Wo sehen Sie Ihre Rolle und vielleicht auch die größte Herausforderung?
Tamara Felder: Ich gehöre zusammen mit drei sehr ambitionierten und herausragenden Persönlichkeiten zur dritten Generation der Felder Group. Weder meine Cousins Daniel und Patrick Felder, noch mein Bruder Alexander oder ich legen Wert auf Generationenunterschiede – schematische Denkweisen liegen uns fern. Wir vertreten vielmehr die Meinung: Egal welcher Altersgruppe, welchem Gender und Geschlecht oder welcher Ethnie man angehört, eine transparente Kommunikation und ein Wissensaustausch sind die Basis für die Zukunft. Was zählt, ist der Mut, anderes zu wagen und eine „Scheiterkultur“ zuzulassen.
Was die Herausforderungen betrifft: Es kann helfen, manchmal über den eigenen Schatten zu springen, wirklich zuzuhören und Meinungen anzunehmen auch wenn man diese vielleicht nicht unbedingt teilt. Das sind in meinen Augen Tugenden, die etabliert gehören.
möbelfertigung: Die Felder Group ist zuletzt auch durch Markenzukäufe gewachsen. Wie verlief die Integration der Otto Mayer Maschinenfabrik?
Tamara Felder: Eine Integration ist ein Prozess, denn neben den Hard-Facts müssen auch Soft-Skills wie die Zusammenführung der Firmenkulturen, Verständnisfragen und gemeinsame Ziele umgesetzt, neu definiert und ausgerichtet werden. Wir sehen dies als einen allgegenwärtigen Prozess, der zu jeder Zeit vorangetrieben wird, und nicht als ein Projekt, das ein Abschlussdatum hat.
möbelfertigung: Gibt es weitere Bereiche, in denen Sie als Gruppe wahlweise aus eigener Kraft oder erneut durch Zukäufe wachsen wollen?
Tamara Felder: Die Felder Group sieht sich als Komplettanbieter in der sekundären Holzbearbeitungsbranche und unser Bestreben besteht darin, ein Partner für unsere Kunden zu sein. Wir wachsen mit den Herausforderungen unserer Kunden und bieten Lösungen. Die Zukunft wird zeigen, welche weiteren Ausrichtungen für die Felder Group interessant und machbar sind.
möbelfertigung: Wie sehen Sie sich als Gruppe gegenüber Marktbegleitern aufgestellt?
Tamara Felder: Wir vergleichen uns nicht mit Marktbegleitern. Unser klarer Fokus liegt darauf, die Felder Group unseren Kunden auf der ganzen Welt zugänglich zu machen. Dies birgt Herausforderungen, aber auch viele Chancen. Wir sind ein Unternehmen, das sich dem Ziel verschrieben hat, auf Augenhöhe zu agieren, verlässlich zu sein und den Mut zu haben, Neues zu wagen.
Wir glauben daran, dass dies dem Zeitgeist entspricht und haben auch keine Angst, dies immer wieder neu zu überdenken und uns zu hinterfragen, um bestmöglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren.
Sebastian Hahn
Das Interview erscheint in gedruckter Form in der „möbelfertigung 3/2022“

900.000 Euro für die Menschen in der Ukraine gesammelt

Einfach Herz zeigen: Weil der Ukraine-Krieg in erster Linie eine menschliche Tragödie und eine humanitäre Katastrophe ist, haben der Armaturen- und Brausenhersteller Hansgrohe und seine Mitarbeitenden für die Menschen in der Ukraine Spenden gesammelt: Schlussendlich standen so, laut Presseinformation, 900.000 Euro zur Unterstützung der betroffenen Menschen zur Verfügung. Rund die Hälfte der Geldsumme haben die Mitarbeitenden durch gespendete Arbeitsstunden und Urlaubstage erbracht, das Unternehmen hat diesen Betrag dann aufgestockt. Die Verwendung dieser Mittel wurde seitens des Unternehmens sorgfältig geprüft. Das Geld geht mehrheitlich an große Hilfsorganisationen, die durch ihre Strukturen auch in der Lage sind, den Betroffenen vor Ort direkt zu helfen. Hansgrohe CEO Hans Jürgen Kalmbach (Foto) sagt: „Wir freuen uns, dass wir mit unseren Geldern den Menschen helfen können. Gleichzeitig ist unser Vorstandsteam stolz auf die Solidarität, die Hansgrohe Mitarbeitende mit ihren Spenden gezeigt haben und sagen danke dafür.“

„Business as usual“ gibt es für die Hansgrohe Group und ihre Mitarbeitenden auf der ganzen Welt seit dem 24. Februar nicht mehr. „Wir bei Hansgrohe verurteilen das völkerrechtswidrige Vorgehen des russischen Präsidenten. Unser Mitgefühl gilt allen Menschen, die durch die jetzige Situation sehr viel Leid erfahren“, so Hansgrohe CEO, Hans Jürgen Kalmbach. „Wir prüfen Tag für Tag aufs Neue, wie wir den Menschen in dem Kriegsgebiet helfen können.“ Aus Solidarität mit der Ukraine hat das Unternehmen bis auf Weiteres sämtliche Aktivitäten mit Russland unterbrochen. Es werden vorerst keine weiteren Produkte nach Russland geliefert und keine neuen Bestellungen angenommen. Bereits im Vorfeld der monetären Unterstützung leistete Hansgrohe und seine Belegschaft humanitäre Hilfe. So stellte unter anderem Hansgrohe Polen Medikamente und Hilfsgüter für das Kriegsgebiet zur Verfügung. Vom Stammsitz in Schiltach aus brachten außerdem Hansgrohe Kolleginnen und Kollegen wiederholt mit mehreren Fahrzeugen gesammelte Hilfsgüter zur polnisch-ukrainischen Grenze.

Wird Teil einer großen Software-Unternehmensgruppe für das Handwerk

Die Unternehmensgruppe um Taifun, M-Soft und PinnCalc, die führende deutsche Software-Hersteller für das Handwerk unter ihrem Dach vereint, übernimmt die Extragroup GmbH – einen CAD- und ERP-Anbieter für Schreiner, Tischler, Messe- und Ladenbauer.

Mit „Interiorcad“ (basierend auf Vectorworks) und „Profacto“ vereint Extragroup Kompetenzen im Bereich Design und kaufmännischer Prozesse. Kunden von PinnCalc kennen und schätzen bereits die Integration externer CAD-Systeme in die Branchenlösung „Corpora“. Durch die Akquisition der Extragroup wird diese Integration von Planung, Kalkulation, Fertigung und Verwaltung nun noch weiter digital vertieft. Mit den neuen Kompetenzen rückt die Vision einer vollständig digitalen Schreinerei ein großes Stück näher. Handwerker profitieren dabei von der tiefen Integration zwischen technischen und kaufmännischen Anwendungen aus einer Hand.

Die Unternehmensgruppe baut aktuell die führende Handwerkerplattform im deutschsprachigen Raum auf. Neben den Investitionen in bestehende Produkte wird auch parallel eine neue Cloud Plattform geschaffen. Die Holding hinter den Unternehmen steht dabei für nachhaltiges Investment und Lösungen, die Traditionen des Handwerks und technologische Innovation stets mit Blick auf den Kundenbedarf kombinieren.

„In der Gruppe, hinter der ein finanzkräftiger Investor mit starkem Marktverständnis steht, sind wir bestens für weiteres Wachstum aufgestellt. Wir freuen uns auf den Zusammenschluss und den weiteren gemeinsamen Weg“, kommentiert Stephan Mönninghoff, Gesellschafter der extragroup GmbH. „Wir kennen das Potenzial unserer Produkte und können gemeinsam mit dem PinnCalc-Team nun noch mehr Kunden erreichen.“

„Mit den Kollegen der Extragroup gewinnen wir weitere kompetente und hochmotivierte Teammitglieder für unsere Gruppe, die sich nicht weniger zum Ziel gesetzt hat, als die digitale Transformation des Handwerks zu ermöglichen“, so Dominik Hartmann, CEO der Gruppe. „Außerdem freue ich mich auf die Designkompetenzen der neuen Kollegen. Wir werden unter anderem unsere Kompetenzen aus dem Bereich mobiler Apps einbringen, um zusammen neue Chancen und Möglichkeiten am Markt zu nutzen, und damit Mehrwerte für unsere Kunden zu schaffen.“

„Materials.Cologne“

Materialien und Konzepte rücken in den Fokus

Ein voller Erfolg war die „Materials.Cologne“, die am 24. und 25. März als Hybridveranstaltung stattgefunden hat. So waren sowohl die Veranstaltung in der Design Post Köln als auch der Online-Part bestens besucht. Organisiert wurde das Event vom Konferenz-Team um Martin Beeh gemeinsam mit der Design Post Köln und dem Landes-Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW (NMWP.NRW). Sponsor war die Köln Business Wirtschaftsförderungs-GmbH.

Die Vorträge machten live wie virtuell in lebhaften Diskussionen deutlich, wie nachhaltig Schlüsseltechnologien unsere Zukunft gestalten werden. Auch beim Future Materials Talk am Abend des ersten Veranstaltungstages zeigte sich deutlich, dass neben Entwicklungen im Bereich neuer Materialien und entsprechender, innovativer Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren die Zirkularität von Produktzyklen hin zu Cradle-to-Cradle-Konzepten und die Ressourceneffizienz immer stärker in das Bewusstsein der Kreativen, aber auch der Verbraucherinnen und Verbraucher rücken. Es reicht heute nicht mehr, dass Industriedesign und Architektur einem hohen ästhetischen Anspruch folgen – das Produkt und die zugehörigen Prozesse müssen nachhaltig sein.

„Es hat sich gezeigt, dass Live-Veranstaltungen wieder möglich sind, dass die Notwendigkeit, sich direkt vor Ort zu besprechen und auch die eine oder andere ,schräge Idee‘ zu entwickeln, genau die Grundlage für das ist, was Sprung-Innovation und Exzellenz ausmacht. Aber auch der Online-Part war sehr gut besucht und es wurde eifrig diskutiert. Die globale Reichweite, die die ,Materials.­Cologne‘ gerade auch in Zeiten der Coronakrise erreicht hat, bestätigt uns darin, dass Innovation am besten über Fach-, Branchen- oder Ländergrenzen hinweg und global funktioniert“, unterstreicht Martin Beeh, der mit seinem Team bereits Follow-up-Aktivitäten plant.