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Autor: Möbelfertigung

Ideen und Urheberrecht müssen geschützt werden

Mit einem eindringlichen Appell richten sich die Hartmann Möbelwerke gegen die zunehmende „Kopierer-Mentalität“.

„Natürlich ist es legitim, die Augen offen zu halten, nach links und rechts zu schauen, die Konkurrenz zu betrachten und sich bei ihr inspirieren zu lassen. Schließlich kann das Rad nicht immer neu erfunden werden“, so Holger Hanhardt, Geschäftsführer der Hartmann Möbelwerke. „Wenn Inspiration zur Blaupause wird, hört für uns jedoch der Spaß auf.“

Dabei bezieht sich Hanhardt auf ein Erlebnis in einem Möbelhaus: „Fast 1:1 wurden die Inhalte unserer Nachhaltigkeitskommunikation am POS übernommen – inhaltlich, sprachlich wie visuell. Ein Zustand, den wir nicht wortlos hinnehmen wollen und mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland auch nicht hinnehmen können.“

Deshalb appelliert das Unternehmen an andere Hersteller und den Handel: „Ideen und das Urheberrecht müssen genauso geschützt werden wie die Natur. In der deutschen Wirtschaft und auch in der Möbelbranche darf keine Kopierer-Mentalität Einzug halten. Das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsversprechen ,Made in Germany‘ ist eine Verpflichtung, die es für uns alle einzuhalten gilt. Im Interesse der Endverbraucher und in unserem eigenen. Denn wenn der Schutz der Ideen in unserem Land nichts mehr wert ist, kommen Innovationen und Fortschritt zum Erliegen.“

Zwei Lehrpreise für Prof. Dr. Holly Ott

Das Studierendenparlament der Technischen Hochschule Rosenheim hat die besten Lehrenden und Tutor:innen mit dem Lehrpreis 2022 ausgezeichnet. Dieser wurde in fünf Kategorien verliehen. Die Fakultät für Holztechnik und Bau durfte sich gleich zweifach freuen.

Die Mitglieder der Fakultät für Holztechnik und Bau der TH Rosenheim hatten am Tag der Lehre doppelten Grund zu feiern: Prof. Dr. Holly Ott erhielt den Lehrpreis 2022 nicht nur in der Kategorie „Vorlesungen“, sondern auch in der Kategorie „Englischsprachige Lehrveranstaltung“. Dementsprechend groß war die Freude über den begehrten Preis der Hochschule für herausragende Lehre. „Die Auszeichnung ist eine Ehre für mich, besonders da sie direkt von den Studierenden kommt. Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Studierende durch Diskussionen, Fallstudien und Simulationen aktiv in meine Vorlesungen einzubinden. Das hilft dabei, reale Probleme aus der Industrie in den Hörsaal zu bringen“, sagte Prof. Dr. Holly Ott bei der Preisverleihung.

Prof. Dr. Eckhard Lachmann, Vizepräsident für den Bereich Studium und Lehre, beglückwünschte Prof. Ott im Namen der Hochschulleitung. „Sie leben vor, was zeitgemäße und studierendenorientierte Lehre ausmacht. Ich bedanke mich für Ihr hervorragendes Engagement“, so Lachmann. Er unterstrich zudem, dass auch die anderen Nominierten sehr stolz darauf sein könnten, von den Studierenden vorgeschlagen worden zu sein. Auch der Dekan der Fakultät für Holztechnik und Bau, Prof. Thorsten Ober zeigte sich hocherfreut: „Gleich zwei der insgesamt fünf Lehrpreise für unsere Fakultät zeigen, dass unsere umfangreichen Anstrengungen für herausragende Lehre auch von unseren Studierenden honoriert werden. Holly Ott gibt fakultätsübergreifend der Hochschule wertvolle Impulse.“

Prof. Dr. Holly Ott ist an der Fakultät für Holztechnik und Bau seit 2020 in den Lehrgebieten Produktions-, Lieferketten- und Qualitätsmanagement tätig. Sie verfügt über eine umfangreiche internationale Arbeits- und Lehrerfahrung und setzte auch schon in Vorcoronazeiten online-Werkzeuge didaktisch geschickt ein. Das zeigt auch ihr Massive Open Online Course zur Lean und Six Sigma, welcher zurzeit über 350.000 Teilnehmer:innen hat.

Pytha

Pytha in der Ausbildung – Praxisbeispiel aus der GS Ravensburg

Nicht nur in holzverarbeitenden Betrieben, sondern auch in der Ausbildung wird Pytha erfolgreich genutzt. Allein in Deutschland setzen über 300 Berufs-/Fach- und Hochschulen im Unterricht auf Pytha. Und auch international lehren immer mehr Schulen in der Schreiner-Ausbildung damit.

Seit 1996 verwendet die Gewerbliche Schule Ravensburg Pytha im Unterricht. Dort werden jährlich rund 120 Schüler als Schreiner-Geselle / Meister ausgebildet. Darüber hinaus bietet die Schule auch Weiterbildungen wie z.B. zur CAD/CNC-Fachkraft an. Pytha durfte den CAD-Lehrkräften Herrn Edelmann, Herrn Ries und Herrn Weber bei der Umsetzung verschiedener Projekte über die Schulter schauen.

Im täglichen Unterricht entwerfen und planen die Schüler selbstständig in Pytha mit Unterstützung und Anleitung durch ihre Lehrkräfte. Die Werkstücke können dann auf der hauseigenen CNC- sowie Nestingmaschine oder neuerdings auch mit der CNC-Oberfräse „Shaper Origin“ gefertigt werden.

Auch auf Social Medial ist die Schule aktiv (Instagram: bfs_holztechnik) und gibt regelmäßig Einblicke in den Schulalltag und ihre Projekte. Beim Wettbewerb „Shaper-Box Challenge“ auf Social Media reichten die drei Lehrkräfte ihr eigens kreiertes „Federkissen“ ein.  Als Inspiration für das Design des Federkissens dienten Stehaufmännchen aus der Kindheit, die durch ein Gewicht ihren eigentlichen Stand finden. Die kleine Box für Schreibutensilien steht frei beweglich auf ihren Seiten und kann mit einem Rollladen verschlossen werden. Aus der Pytha -Zeichnung wurden sämtliche Teile des Federkissens direkt an den „Shaper Origin“ exportiert und konnten anschließend problemlos gefräst werden.

Ein spannendes Unterrichtsprojekt war die Aufgabe, ein eigenes Firmenlogo zu kreieren, zu skizzieren und abschließend auch auf „Holz zu bringen“. Hier durften die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und gestalteten ihre eigenen individuellen Firmenlogos. Zu Beginn vektorisierten die Schüler ihre Handzeichnungen in Pytha. Anschließend wurden die erzeugten Kantenzüge bearbeitet und in der Pytha-Werkstatt als Fräskonturen definiert. Durch die Shaper-Exportschnittstelle in Pytha war die Übergabe der Logos an die „Shaper Origin“ ein Kinderspiel. Die Arbeit mit der handgeführten CNC-Maschine war für die Schüler das Highlight des Projektes.

Martin Vlcek kommt als CEO

Zum 15. August wird Martin Vlcek Managing Director sowie designierter CEO der Home Furniture Group GmbH (HFG) und damit auch CEO von Küchenquelle und der Software-Schmiede Island Labs. 

Martin Vlcek bringt Know-how und Führungserfahrung aus zwei Jahrzehnten ein, die er als CEO, CFO und COO in Investment-Unternehmen sowie kundenorientierten Technologie- und Einzelhandelsunternehmen wie der Penta Investment Prag (verantwortlich für Dr. Max Pharmacies und Gimborn) oder der PPF Prag (verantwortlich für Telco O2 Tschechien und Slowakei sowie für die CME Media Group) gesammelt hat. Mittelfristig tritt der 44-Jährige auch die Nachfolge von CEO Mikhail Nikitin an. 

Aus privaten Gründen hatte sich bereits Anfang Juni Geschäftsführer Christian Neusser aus dem Unternehmen zurückgezogen. Um die laufenden Prozesse reibungslos fortzusetzen, arbeitet Mikhail Nikitin in den nächsten Wochen Martin Vlcek intensiv ein. Zuvor hatte Küchenquelle-Geschäftsführer Daniel Haberkorn im März seine Aufgaben auf eigenen Wunsch niedergelegt.

Gleichzeitig erhält die mittlere Managementebene zusätzliche Kompetenzen, um Customer Journey und Prozesse weiter zu optimieren. Hierzu gehören: Gabriele Doerfert (Vertriebsentwicklung), Alexander Lieb (Finanzen), Frank H. Schad (Marketing & Kommunikation), Marcel Schönfeld (Projektabwicklung), Karsten Weise (Einkauf), und Michal Urvalek (HR & Facility).

„Homag Treff“ 2022

Seit 30 Jahren ein Highlight im Kalender

Seit inzwischen drei Jahrzehnten nutzt Homag den „Homag Treff“ als Plattform, um innovative Lösungen für erstklassiges Handwerk und hochmoderne Industrie vorzustellen: von kleinen und großen Maschinen über die voll automatisierte Werkstatt bis hin zu ganzen Produktionsanlagen. Das Gesamtkonzept lebt von Flexibilität – alles kann, nichts muss. Gleichzeitig arbeitet Homag stetig an der Beratungsleistung, dem Service, entwickelt neue digitale Assistenten und optimiert bestehende – damit die Holzbearbeitung noch effizienter wird.

Weil die besten Ideen aus der Praxis kommen, sieht Homag die größte Bereicherung im persönlichen Austausch mit den Menschen, für die die Innovationen bestimmt sind: Maschinen live und bei der Arbeit vorstellen, Digitallösungen erklären, Themen diskutieren, die die Branche derzeit am meisten beschäftigen. Zuletzt hatte HOMAG im Juli auf der „Holz-Handwerk“ 2022 in Nürnberg das Vergnügen. Und die nächste Gelegenheit lässt nicht allzu lange auf sich warten: Beim „Homag Treff“ 2022 werden in vertrauter Umgebung auf 2.000 Quadratmetern einzelne Produkte und ganze Konzepte für die innovative Holzbearbeitung präsentiert. Vom 27. September bis 01. Oktober lädt Homag dazu nach Holzbronn ein. Über fünf Tage können Interessierte das Werk besichtigen, sich bei Maschinenvorführungen inspirieren lassen und die neuesten Produkte kennenlernen. Nachfolgend finden sich einige Lösungen kurz vorgestellt, die definitiv zu den Highlights des diesjährigen Treffs zählen.

Erhielt den „Materialpreis“ in der Kategorie Design von Raumprobe

Jeder Raum prägt unsere Wahrnehmung und Stimmung. Form, Farbe und Klang verändern unser Wohlfühlen und ästhetisches Empfinden. Formfelder sind mathematisch geformte Wandpaneele aus Holz, die Design und akustische Funktion miteinander verknüpfen. Ihre Oberfläche wird durch mathematische Strukturen definiert: Algorithmen. Diese eigens entwickelten Algorithmen erzeugen Muster, die jede Oberfläche zu einem unverwechselbaren Unikat machen – eben Formfelder. Das gestalterische Prinzip vereint digitale und handwerkliche Ästhetik. Formfelder verändern den Raum und sie können noch mehr: sie elektrisieren.

In diesem Jahr wurde Formfeld mit „Formfeld 01“ mit dem Raumprobe „Materialpreis“ in der Kategorie Design ausgezeichnet. Der „Materialpreis“ von Raumprobe ist ein aktuelles Spiegelbild, bei dem Jahr für Jahr die Besten im Rampenlicht stehen. Ausgezeichnet werden die neuesten und besten Materialentwicklungen sowie der kreativste und beste Materialeinsatz. Wenn jemand etwas wagt, findet er hier seine Mitstreiter. Die Gewinner zeigen in den jeweiligen Kategorien, wer wertvolles geleistet hat.

Der Kommentar der Raumprobe-Jury zu „Formfeld 01“: „Die komplexe Herstellung des algorithmisch gestalteten Absorbers imponiert vor allem aufgrund seiner rapportfreien Endlosigkeit. Ein sehr imposantes Vollmaterial, das neben der akustischen Wirksamkeit auch einen großartigen Effekt erzielt.

Ein Algorithmus besteht ähnlich wie ein Rezept aus Zutaten und Handlungsschritten, durch welche ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll. Beim Design dieses Algorithmus geht es nicht darum, das Ergebnis, sondern den Prozess zu definieren. Hinter jedem Formfeld steht ein eigenes mathematisches Formelwerk, das bestimmte Gestaltungsprinzipien, kontextuelle Einflüsse sowie Material- und Werkzeugeigenschaften in Einklang bringt. Dabei erzeugt dieser Algorithmus immer ein eigenständiges Resultat, abhängig von den Parametern, die das System durchlaufen. Die Gemeinsamkeiten zweier Paneele, welche derselben Struktur angehören, sind unverkennbar – sie gleichen sich jedoch nie.

Die Algorithmen gehen Hand in Hand mit der Bearbeitung in der Schreinerei. Die mathematische Funktion liefert den CNC-Maschinen exakte Informationen, damit aus dem rohen Holz ein Formfeld Relief in subtraktivem Verfahren entsteht. Der letzte Schritt besteht in der händischen Veredelung der Oberflächen durch Politur und Wachsöl.

Jedes Wandpaneel ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Auf der Rückseite der Reliefoberfläche befindet sich ein umlaufender Rahmen. Dieser sorgt dafür, dass das Objekt trotz Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und Temperatur in gerader Form bleibt. Er umschließt einen Hohlraum, der Platz für akustische Dämmwolle bietet. Das Wandpaneel wird über eine rückseitig angebrachte Hängeleiste wie ein Bild aufgehängt.

Die schallstreuende Wirkung kann durch absorbierende Eigenschaften ergänzt werden. Dabei gibt es die Möglichkeit einer klassischen Lochperforation oder einer Mikroperforation. Hier wird die Oberfläche mit einer Vielzahl kleiner Löcher versehen, die aus der Ferne weitgehend unsichtbar sind. Akustische Messungen zeigen, dass der Lochabsorber vor allem im unteren Sprachbereich effektiv ist.

Formfeld Strukturen werden seit 2016 von Vorhammer Computational Design entwickelt. Die Faszination für mathematische Strukturen in der Natur und der Hintergrund von Simon Vorhammer in den Bereichen der parametrischen Architektur und digitalen Fertigung gaben den Anstoß zur Gestaltung dieser algorithmischen Oberflächen. Dabei besteht die Motivation darin, Synergien aus Gegensätzen zu schaffen: Design und Funktion, Komplexität und Minimalismus, digitale Fertigung und traditionelles Schreinerhandwerk.

Oliver Kluge übernimmt die Geschäftsbereiche Marketing & Vertrieb

Mit Wirkung zum 8.8.2022 zeichnet Oliver Kluge als CSO / CMO verantwortlich für Marketing und Vertrieb des ostwestfälischen Bodenbelagsherstellers Windmöller. Matthias Windmöller wird sich als geschäftsführender CEO auf die strategische Ausrichtung des Familienunternehmens fokussieren.

Oliver Kluge verfügt über eine mehr als 30-jährige Vita in der Bodenbelagsbranche unter der Flagge von Amtico. In seiner Funktion als geschäftsführender Director Sales und Marketing war er Mitglied des Vorstands der Amtico International GmbH und verantwortete bis Ende 2021 die Vertriebs- und Marketingaktivitäten in 26 Märkten.

Der Branchenkenner wird sein fundiertes Know-how ab sofort in die Vertriebs- und Marketingaktivitäten bei Windmöller einbringen und gemeinsam mit dem bewährten Windmöller-Team den Ausbau des Markengeschäftes in Handel und Objekt sowie des internationalen OEM Vertriebs vorantreiben.

Matthias Windmöller, der in seiner operativen Funktion als CEO bislang für Marketing und Vertrieb verantwortlich zeichnete, wird sich zukünftig auf die strategische Unternehmensausrichtung, den Aufbau neuer Geschäftsfelder sowie das Product Management konzentrieren. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Oliver Kluge einen absoluten Branchenexperten für uns gewinnen konnten, der sich sowohl auf dem internationalen Parkett Zuhause fühlt als auch in unseren Vertriebs-Kernmärkten. Sein Know-how wird für uns sowohl im weltweiten OEM-Vertrieb als auch im wineo – Markengeschäft in Handel und Objekt von großer Bedeutung sein. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm viel Spaß und Erfolg in seiner neuen Position“, so Matthias Windmöller, geschäftsführender CEO und Hauptgesellschafter der Windmöller Unternehmensgruppe.

Ruft Politik zu Maßnahmen gegen LKW-Fachkräftemangel auf

In Deutschland fehlen aktuell circa 60.000 bis 80.000 Berufskraftfahrer. Dabei ist jeder dritte Fahrer ist bereits über 55 Jahre alt und jedes Jahr gehen 30.000 Berufskraftfahrer in Rente. Demgegenüber fehlt es an neuen Berufseinsteigern. Verschärft wird die Situation aktuell zusätzlich durch den Krieg in der Ukraine, da viele Fahrer aus der Ukraine oder aus Russland kommen. Die Ausfälle können von den Unternehmern nicht kompensiert werden.

Ursachen für den LKW- Fahrermangel ergeben sich zudem aus der langen und teuren Berufsausbildung, Vorschriften und Bürokratie verschärfen sich. Hinzu kommen das Image und die geringe Wertschätzung der Berufsgruppe.

Dabei stellt der LKW – Fahrer nach wie vor eine Schlüsselfunktion für die Wirtschaft dar. Ohne schnelles Handeln führt der aktuelle Fahrermangel zu einem Versorgungskollaps.

Der GD Holz fordert daher die Politik umgehen auf, dem akuten Fahrermangel durch Maßnahmen und Lösungsansätze entgegenzuwirken. Besonders muss die Ausbildung zum Berufskraftfahrer/fahrerin vereinfach und geändert werden. „Wir brauchen eine schlanke, kurze und mit sinnvollen Inhalten ausgestaltete Ausbildung, damit sich mehr Berufseinsteiger für den Beruf des Berufskraftfahrer begeistern können“, so GD Holz Geschäftsführer Thomas Goebel. Dazu zählt eine Straffung des Qualifikationsprozesses, bei unveränderter Qualität der Ausbildung bzw. uneingeschränkter Aufrechterhaltung etablierter und bewährter Anforderungen an die Qualifikation als Berufskraftfahrer.

Durch eine Verkürzung der Ausbildung von drei auf zwei Jahren könnten mehr Berufseinsteiger gewonnen werden. Die Ausbildung muss kurz und sinnvoll die Inhalte vermitteln, die später zum Ausbauen des Berufes in der Praxis von Bedeutung sind. Denn aktuell enthält die Ausbildung, Inhalte und Prüfungsthemen, die in diesem Umfang nicht zwingend erforderlich sind. Der GD Holz fordert die Politik daher umgehen auf, die Inhalte der Ausbildung zu reformieren.

4,2 % weniger beantragte Regelinsolvenzen im Juli 2022

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2022 um 4,2 Prozent gegenüber Juni 2022 gesunken. Bereits im Juni war sie um 7,6 Prozent gegenüber Mai 2022 zurückgegangen.

Im Mai 2022 haben die deutschen Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 1.242 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 11,3 Prozent mehr als im Mai 2021.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den im Mai 2022 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Im Mai 2021 hatten sie bei rund 7,0 Milliarden Euro gelegen.
Dieser Rückgang der Forderungen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Mai 2021 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten, als im Mai 2022.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Mai 2022 im Baugewerbe mit 233 Fällen (Mai 2021: 180; +29,4 %). Es folgte der Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) mit 183 Verfahren (Mai 2021: 168; +8,9 %).

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im Mai 2022 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Die Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen ist seit Mitte 2020 im Zusammenhang mit einem Gesetz zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre zu betrachten. Die Neuregelung gilt für seit dem 1. Oktober 2020 beantragte Verbraucherinsolvenzverfahren. Sie ermöglicht den Betroffenen einen schnelleren wirtschaftlichen Neuanfang im Anschluss an ein Insolvenzverfahren. Daher ist davon auszugehen, dass viele überschuldete Privatpersonen ihren Insolvenzantrag zunächst zurückhielten, um von der Neuregelung zu profitieren. Dieser Nachholeffekt sorgte ab Anfang 2021 für einen starken Anstieg der Verbraucherinsolvenzen und scheint inzwischen beendet.