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Autor: Hahn, Sebastian

Holz-Handwerk & Fensterbau Frontale
Holz-Handwerk und Fensterbau Frontale

75.000 Besucher aus 112 Ländern

Tief in neue Produkte und Technologien eintauchen, wertvolle Branchenkontakte knüpfen und Orientierung erhalten zu aktuellen Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, Schutz vor Klimaextremen, serielles Bauen und Sanieren oder Fachkräftemangel: Trotz oder gerade wegen der angespannten Lage in der Baukonjunktur erfreute sich das Messeduo aus Holz-Handwerk und Fensterbau Frontale auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit und lockte Besucherinnen und Besucher aus den Branchen Schreinerei, Tischlerei, Architektur und Fenster- und Fassadenbau aus aller Welt nach Nürnberg. Tolle Stimmung, angeregte Gespräche in den Messehallen und äußerst positives Feedback von allen Seiten lassen die Veranstalter sehr zufrieden auf vier erfolgreiche Messetage zurückblicken. Außerdem konnte in der unabhängigen Besucherbefragung auch die Qualität der Fachbesucher und die Höhe der Entscheiderquote bestätigt werden.

Auf der Holz-Handwerk zeigten 329 Aussteller die neuesten Trends und Innovationen der Holzbe- und -verarbeitungsbranche, von der Säge- und Schleifmaschine bis hin zur Holzbearbeitungsmaschine oder Absauganlage. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Holz-Handwerk trotz der konjunkturellen Rahmenbedingungen in der Baubranche so gut besucht war und wir wieder in der Lage waren, den vollständigen Betriebsbedarf des Schreiners und damit die komplette Wertschöpfungskette der Holzbe- und -verarbeitung zu präsentieren. Der Erfolg der Veranstaltung zeigt: Gerade in herausfordernden Zeiten gewinnt eine Branchenplattform wie die Holz-Handwerk nur noch mehr an Bedeutung“, so Stefan Dittrich, Veranstaltungsleiter Holz-Handwerk, NürnbergMesse.

Im Messezentrum Nürnberg trafen sich insgesamt rund 75.000 Besucher aus 112 Ländern auf 973 Aussteller aus 44 Ländern, um sich über die neuesten Trends im Fenster-, Türen- und Fassadenbau sowie der Holzbe- und -verarbeitung auszutauschen.

Spendet 4.320 Euro an den ELKI-Förderverein

Die Mindener Firma Altendorf hat dem Förderverein ELKI eine Spende über 4.320 Euro überreicht – das Geld wurde im Rahmen eines Betriebsfestes gesammelt. „Uns war sofort klar, dass wir das Geld dem ELKI-Förderverein spenden möchten, denn der Verein leistet wertvolle Arbeit und unterstützt Kinder und ihre Eltern während des Aufenthaltes im Krankenhaus“, sagt Peter Schwenk, CEO der Altendorf Group. Von dem Geld möchte der Verein spezielle Kuschelstühle für das Stillzimmer im Eltern-Kind-Zentrum des Johannes Wesling Klinikums Minden anschaffen. „Wir freuen uns sehr über diese großzügige Spende und sind wirklich dankbar, dass die Firmen aus unserer Umgebung uns unterstützen“, sagt Professor Dr. Bernhard Erdlenbruch, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Uni-Klinikum Minden.

Familiäre Atmosphäre im Krankenhaus

Für viele Mütter ist ein Rückzugsort während des Stillens wichtig, vor allem im oft doch turbulenten Krankenhaus-Alltag. Manche Mütter und Kinder verbringen oft mehrere Tage oder Wochen in der Klinik und sind froh über einen ruhigen, gemütlichen Ort außerhalb ihres Patientenzimmers. Das Stillzimmer im Eltern-Kind-Zentrum ist genau solch ein Ort und wird von den Müttern gerne genutzt. Die speziellen Kuschelstühle, die nun von der Spende angeschafft werden wollen, sollen für noch mehr Bequemlichkeit und Gemütlichkeit sorgen.

„Für uns als Verein ist es wichtig, den Eltern und ihren Kindern eine familiäre Atmosphäre im Krankenhaus zu schaffen. Dafür setzen wir uns seit dem Bau des Eltern-Kind-Zentrums ein und versuchen mit verschiedenen Projekten auf die Bedürfnisse der Familien einzugehen“, sagt Pascalle Fahrenkamp, Vorsitzende des ELKI-Förderverein.

2023 gab es 22,1 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als 2022

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) meldeten die Amtsgerichte im Jahr 2023 nach endgültigen Ergebnissen 17.814 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 22,1 Prozent mehr als 2022. Im Jahr 2022 hatte die Zahl allerdings nur leicht über dem niedrigen Niveau des von Corona-Sonderregelungen geprägten Jahres 2021 gelegen (+4,3 Prozent). Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 um 5,0 Prozent geringer. Im historischen Vergleich war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sehr niedrig. Im Jahr 2009, also während der Finanz- und Wirtschaftskrise, war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 32.687 Fällen deutlich höher (+83,5 Prozent).

Die Forderungen der Gläubiger aus den im Jahr 2023 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 26,6 Milliarden Euro. Im Jahr 2022 hatten die Forderungen bei rund 14,8 Milliarden Euro gelegen. Mit Forderungen von 25 Millionen Euro und mehr wurden im Jahr 2023 mit 138 Fällen 38,0 Prozent mehr „Großinsolvenzen“ registriert als im Jahr 2022.

Im Februar ist die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland nach vorläufigen Angaben von Destatis im Februar 2024 um 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im Januar 2024 hatte sie um 26,2 Prozent gegenüber Januar 2023 zugenommen. Seit Juni 2023 sind damit durchgängig zweistellige Zuwachsraten im Vorjahresvergleich zu beobachten, wobei die Regelinsolvenzen für diesen Zeitraum insgesamt noch leicht unter dem Niveau des Vor-Corona-Zeitraums Juni 2019 bis Januar 2020 lagen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Die Insolvenzstatistik bildet nur Geschäftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen, nicht jedoch solche aus anderen Gründen beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten. Diese und weitere Hinweise sind bei der Interpretation der Insolvenzstatistiken zu beachten.

Zumtobel Group

Legt Zahlen für die ersten neun Monate vor

Die Zumtobel Group verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023/24 einen Umsatzrückgang von 7,9 Prozent auf 840 Mio. Euro, währungsbereinigt lag der Umsatzrückgang bei 6,6 Prozent. Grund hierfür war die unverändert schwache Nachfrage im Components Segment, auch wenn sich hier im dritten Quartal langsam eine leichte Erholung abzeichnete. Das Components Segment verzeichnete einen Umsatzrückgang von –20,4 Prozent auf 222,6 Mio. Euro, hingegen reduzierte sich der Umsatz im Lighting Segment nur marginal um –2,1 Prozent auf 663,4 Mio. Euro. In der Folge sank auch das bereinigte EBIT im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,5 Prozent auf 45,9 Mio. Euro. Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 5,5 Prozent (Vorjahr: 7,5 Prozent), womit sich die Marge weiter im prognostizierten Rahmen bewegt. Der Unternehmensgewinn beläuft sich auf 21,4 Mio. Euro nach 43,4 Mio. EUR im Vorjahr.

Verbesserte Bruttoergebnismarge
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023/24 sanken die Materialkosten und Lagerabwertungen. Die Entwicklungsaufwendungen der Zumtobel Group stiegen um 2,9 Mio. Euro auf 50,2 Mio. Euro (Vorjahr: 47,2 Mio. Euro). Besonders dank des im Vorjahresvergleich höheren Umsatzes in margenstarken Regionen und geringeren Abwertungen bei den Lagerbeständen stieg die bereinigte Bruttoergebnismarge trotz des insgesamt rückläufigen Umsatzes auf 35,5 Prozent (Vorjahr: 34,5 Prozent). Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungs-kosten (inkl. Forschung) stiegen leicht um 5,2 Mio. Euro auf –252,0 Mio. EUR (Vorjahr: –246,8 Mio. Euro). Haupttreiber hierfür waren neben den gestiegenen Entwicklungsaufwendungen die kollektivvertraglichen Personalkostenerhöhungen.

In der Folge verringerte sich das bereinigte Gruppen-EBIT in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres von 68,0 Mio. EUR auf 45,9 Mio. Euro. Das Periodenergebnis sank auf 21,4 Mio. Euro (Vorjahr: 43,4 Mio. Euro). Für die Aktionäre der Zumtobel Group AG resultiert daraus ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,0 Mio. Aktien) von 0,50 Euro (Vorjahr: 1,01 Euro).

Das Unternehmen verfügt weiterhin über eine solide Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote zum 31. Januar 2024 erhöhte sich leicht auf 43,4 Prozent (30. April 2023: 42,1 Prozent). Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Bilanzstichtag 30. April 2023 von 421,7 Mio. Euro auf 427,3 Mio. Euro. Die Nettoverbindlichkeiten erhöhten sich zum 31. Januar 2024 auf 94,3 Mio. EUR (30. April 2023: 86,9 Mio. Euro).

Spoga + Gafa Messebild

Starker Ausstellerzuwachs aus Europa

Die größte Garten- und BBQ-Messe der Welt, die Spoga + Gafa, meldet für den 16. bis 18. Juni eine hohe Internationalität der Aussteller und 14 nahezu ausgebuchte Messehallen. Mit rund 96 Prozent vermieteter Ausstellungsfläche und einer hohen Wiederbuchungsrate knüpft die Spoga + Gafa an den Erfolg des Vorjahres an.

Bereits 2023 verzeichnete die Weltleitmesse mit über 1.850 Ausstellern aus 58 Ländern einen Anstieg sowohl bei den interkontinentalen Ausstellern als auch bei den ausstellenden Unternehmen aus Europa und der DACH-Region. Zahlen, die auch 2024 wieder erreicht werden. Insbesondere der Anteil europäischer und nordamerikanischer Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht: Zahlreiche nationale und internationale Unternehmen haben ihre Teilnahme bestätigt, darunter viele Big Player und renommierte Marken, aber auch Newcomer und Start-ups.

Angesichts der herausfordernden Umstände der Branche sieht Stefan Lohrberg, Director der spoga+gafa, den Buchungsstand der Gartenlifestyle-Messe als wichtiges positives Signal: „Mit diesem klaren Bekenntnis zur Spoga + Gafa senden die Unternehmen trotz der teilweise herausfordernden Marktbedingungen ein deutliches Zeichen. Die Spoga + Gafa ist der wichtigste Treffpunkt für die Branche und eröffnet neue und einmalige Geschäftsmöglichkeiten – von einer erfolgreichen Spoga + Gafa profitiert am Ende die gesamte Grüne Branche.“

Leitthema prägt das Messeprogramm
Das diesjährige Leitthema „Responsible Gardens – Verantwortungsvolle Gärten“ stößt in der Branche auf großes Interesse und spielt auch bei der Gestaltung des Messegeländes eine zentrale Rolle. Internationale Expertinnen und Experten vertiefen das Thema in Vorträgen und Talkformaten auf dem „Forum Garden Café“. Ergänzend wartet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Sonderflächen wie dem „Boulevard of Ideas“, den „POS Green Solution Islands“, der „Trendshow Outdoor Lifestyle“ sowie thematische Rundgänge auf die Besuchenden. Hier stehen die Herausforderungen der Branche sowie Lösungsansätze für die Zukunft des Handels im Mittelpunkt.

Preisanpassung für Dekorpapiere

Felix Schoeller, weltweit agierender Spezialpapierhersteller mit Sitz in Osnabrück, passt für Produktionen ab 1. April 2024 die Preise seiner Dekorpapiere an. Grund sind die zuletzt stark gestiegenen Zellstoffpreise. Über nähere Details informiert das Unternehmen seine Kunden persönlich über die Ansprechpartner im Vertrieb.

Schmidt Groupe

Konstante Geschäftszahlen und Optimismus für die Zukunft

Zwei Jahre lang gab es ordentlich Rückenwind. Da wurde verstärkt in neue Möbel und Küchen investiert. Allerdings war abzusehen, dass angesichts des überproportionalen Wachstums während der Corona-Pandemie die Zeit der Sonderkonjunktur irgendwann endet. Hin zu einer normalen konstanten Nachfragesituation. Aber durch die hinlänglich bekannten Gründe wie hohe Inflation, steigende Zinsen, allgemeine Kostensteigerungen und unsichere Energiepreise befindet sich die Möbel-Branche in einer konjunkturellen Großwetterlage, die es so lange nicht mehr gab. Doch in diesem Gewittersturm zeigt sich die Schmidt Groupe äußerst resilient und widerstandsfähig. So vermeldet der Möbelhersteller für das Wirtschaftsjahr 2023 solide Ergebnisse, die über dem Markt liegen. Mit einem Produktionsumsatz
von 668 Millionen Euro liegt man nur 0,2 Prozent unter dem Resultat aus dem Vorjahr, wo man 670 Millionen Euro erzielte. Wobei hier eine Anpassung der Umsatzzahlen erfolgte, da man im vergangenen
Jahr im Zuge der fortlaufenden strategischen Ausrichtung die Anteile am Joint Venture in China an die dortigen Geschäftspartner veräußerte, während die Markenlizenz erhalten blieb. Ebenfalls konstante Zahlen weist man beim Handelsumsatz mitsamt der über die Gruppe gelieferten Elektroeinbaugeräte vor. Hier hat das von Anne Leitzgen in dritter Generation geführte deutsch-französische Familienunternehmen 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. „Wir fühlen uns stark und gefestigt. Wir haben bewiesen, dass wir den widrigen Umständen standhalten. Und wir werden mehr als bereit sein, wenn der Markt wieder Fahrt aufnimmt“, sagt Laurent Blum, der Generaldirektor der Schmidt Groupe.

Einen richtigen Schub gab es erneut bei der Anzahl der Mono-Markenstudios, welche die Marke Schmidt sowie in Frankreich und Belgien zudem das Label „cuisinella“ vertreiben. Es gibt nun 914 exklusive Partnerhäuser, was einen Zuwachs von 58 Studios bedeutet – und gleichzeitig einen Rekord darstellt. Noch nie wurden in einem Jahr so viele neue Ladeneinheiten eröffnet. Die für 2030 anvisierte magische Marke von 1.000 Partnerhäusern wird somit schon Ende dieses Jahres in greifbarer Nähe sein, da in 2024 rund 40 Neueröffnungen geplant sind.

Die Weichen sind Richtung Zukunft gestellt
Der französische Marktführer verfolgt weiterhin eine dynamische Beschäftigungspolitik, was sich in einem stetigen Anstieg der Mitarbeiterzahl zeigt. Im Geschäftsjahr 2023 zählte der Konzern 1.937 Betriebsangehörige, die sich auf den Hauptsitz im Elsass sowie auf fünf weitere Produktionsstätten verteilten. „In Deutschland sind am Stammsitz in Türkismühle 179 Arbeitnehmer tätig“, ergänzt Wolfgang Thorwart, der Geschäftsführer der zur Gruppe gehörenden Schmidt Küchen GmbH & Co. KG. Besonders bemerkenswert ist der deutliche Anstieg um 5,5 Prozent bei der Gesamtzahl der Mitarbeiter, einschließlich der Angestellten aus den Studios. Sie markiert einen neuen Rekordwert von 8.854 Beschäftigten – ein Meilenstein in der 90-jährigen Unternehmensgeschichte. Und die forcierte Expansion wird diese Zahl weiter steigern lassen. So ist geplant, dass für das laufende Jahr etwa 190 Mitarbeiter sowie 70 Werkstudenten eingestellt werden. Ein Umstand, der auch den vorgesehenen Investitionen geschuldet ist.

So wurden im Vorjahr 50 Millionen Euro investiert und für die nächsten drei Jahre sind zusätzlich 150
Millionen einkalkuliert. Hier entfallen alleine 80 Millionen Euro auf die Fertigstellung von U3B. Dieses 18.000 Quadratmeter große Werk in Sélestat wird die Produktionskapazitäten für Wohnmöbel verdoppeln. Derzeit noch im Bau soll die Inbetriebnahme im ersten Quartal 2025 erfolgen. Auch in den deutschen Standort Türkismühle wird weiter investiert, so fließt alleine in diesem Jahr eine Million Euro in eine Roboteranlage. Thorwart: „Wir haben gesehen, dass in einem umkämpften Markt unsere Diversifizierungsstrategie Früchte trägt. Das Angebot weit über die Küche hinaus versetzte uns in die Lage, trotz der Krise unseren Umsatz nahezu zu halten. Diesen Weg werden wir kontinuierlich weitergehen.“ Und nicht nur das, er wird auch ausgebaut. Die Erweiterung des Leistungsspektrums und des Produktportfolios umfasst die Erschließung weiterer Zielgruppen. Ende 2023 präsentierte die Schmidt Groupe stolz ID Pro. Eine neue Marke, die in Frankreich das B2B-Geschäft vorantreiben soll.

Jowat Produktion in Zhejiang
Jowat

Eröffnet Klebstoffzentrum in China

Jowat hat eine neue Produktionsstätte im weltweit stärksten Klebstoffmarkt eröffnet. So wird der Klebstoffhersteller in der Provinz Zhejiang, circa 70 Kilometer von Shanghai entfernt, ab dem zweiten Quartal 2024 jährlich circa 9.000 Tonnen maßgeschneiderte Klebstoffe für den asiatischen Markt produzieren.

Dabei liegt – neben wasserbasierten Dispersionsklebstoffen – ein besonderer Schwerpunkt in neuen, speziell auf den Bereich der Unterhaltungselektronik abgestimmten Klebstofflösungen. Daher verfügt das neue Werk auf mehr als 11.000 qm nicht nur über leistungsfähige Produktions- und Lagerkapazitäten, sondern auch über ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungszentrum. „Über 80 Prozent der heute so beliebten elektronischen Accessoires werden derzeit in China produziert. Dank der geografischen Nähe zu diesem für uns sehr interessanten Wachstumsmarkt können wir unseren Kunden vor Ort ab sofort innovative Jowat Klebstoffe auf Basis kurzer Entwicklungszeiten und mit bestmöglicher Verfügbarkeit bieten“, so Dr. Ralf Schelbach, Vice President Asia Pacific der Jowat SE.

Mit dem neuen Klebstoffzentrum und dem damit zweiten asiatischen Werk baut die Jowat SE nicht nur ihre Präsenz im asiatisch-pazifischen Markt spürbar aus. Als einer der Innovationsführer der Branche setzt sie außerdem einen weiteren strategischen Eckpfeiler in der eigenen umtriebigen Forschungs- und Entwicklungslandschaft.

Tischler Schreiner Deutschland

Kämpft weiter für Rechtssicherheit im Gebäudeenergiegesetz

Seit Monaten kämpft Tischler Schreiner Deutschland für eine rechtssichere Klarstellung im GEG. „Uns geht es darum, dass unsere Betriebe auch weiterhin ihre Krisenresilienz durch energetische Unabhängigkeit bewahren, indem sie ihre Holzreste, die als Kupplungsprodukte in der Produktion entstehen, energetisch verwerten dürfen,“ erklärt TSD-Präsident Thomas Radermacher. Dies ist bislang unter strengen Auflagen an die betrieblichen Heizungsanlagen möglich und zudem auch energetisch sinnvoll. Schließlich werden die Reste dort thermisch verwertet, wo sie entstehen – ohne zusätzliche CO2-Emissionen, beispielsweise durch den Abtransport einer kommunalen Abfallentsorgung. Das GEG beschränkt nun diese Möglichkeit, indem es bestimmte Holz- und Holzwerkstoffreste, wie zum Beispiel die Spanplatte, von der energetischen Verwertung ausschließt.

„Der Gesetzgeber hatte an dieser Stelle die holzbe- und -verarbeitende Wirtschaft vermutlich schlicht und ergreifend nicht auf dem Schirm“, vermutet Radermacher. Schließlich habe man sowohl in der 1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) als auch in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die erst im Dezember erlassen wurde, entsprechende Formulierungsvorschläge von Tischler Schreiner Deutschland berücksichtigt. Im GEG sei man hingegen in erster Linie auf Wohngebäude fixiert gewesen, deren Heizungsanlagen mit denen im Tischler- und Schreinerhandwerk nicht zu vergleichen seien.

Das sagt das Bundeswirtschaftsministerium

Nach etlichen Gesprächen mit allen Regierungsparteien, mit bau- und handwerkspolitischen Sprechern, mit Abgeordneten und Fachausschüssen hat Tischler Schreiner Deutschland Mitte Februar noch einmal direkt im Bundeswirtschaftsministerium nachgefasst und folgende Kernaussagen erhalten:

  1. Es ist nicht geplant, dass die Bundesregierung das GEG in dieser Legislaturperiode noch einmal anpasst.
  2. Für Heizungsanlagen zur Verbrennung von fester Biomasse, die vor dem 1. Januar 2024 errichtet worden sind, besteht Bestandsschutz, und sie können unter den Auflagen der 1. BImSchV weiterbetrieben und repariert werden.
  3. Heizungsanlagen zur Verbrennung von fester Biomasse, die in bestehenden Gebäuden erneuert werden sollen, können noch bis zum 30. Juni 2026 ohne Einzelnachweis getauscht werden. Allerdings ist seit dem 1. Januar 2024 ein Gespräch, beispielsweise mit einem Gebäudeenergieberater, Vorschrift.
  4. Heizungsanlagen zur Verbrennung von fester Biomasse in Neubauten und solche, die nach dem 30. Juni 2026 in Bestandsgebäuden getauscht werden, dürfen nur über einen sogenannten Einzelnachweis betrieben werden. Dabei muss der Betreiber einmalig nachweisen, dass seine Brennstoffe höchstens zu 35 Prozent aus Holzwerkstoffen sowie gestrichenen und lackierten Holzresten bestehen.

Weiteres Vorgehen

„Die Aussagen des Bundeswirtschaftsministeriums verschaffen uns Zeit“, erklärt TSD-Hauptgeschäftsführerin Dr. Katharina Gamillscheg, „ändern aber nichts an der Tatsache, dass wir weiterhin eine eindeutige Klarstellung im GEG anstreben.“ Inwiefern die Bundesregierung ihre Absicht, das GEG vorerst nicht mehr zu ändern, durchhalten kann, wird sich zeigen. Denn auch vonseiten der EU-Gesetzgebung geraten die nationalen Regelungen unter Druck. Verantwortlich ist dafür die angekündigte EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie, die unter anderem in einigen Bereichen strengere Fristen vorsieht. „Für das Tischler- und Schreinerhandwerk entsteht dadurch allerdings auch eine Chance, die Regelung aus dem BEG ins GEG zu übernehmen“, sagt Gamillscheg. „Die Tischler- und Schreinerbetriebe brauchen Planungssicherheit für ihre Feuerungsanlagen.“

Hintergrund

Das novellierte Gebäudeenergiegesetz ist am 1. Januar 2024 nach einem mehr als holprigen Gesetzgebungsprozess in Kraft getreten. So war unter anderem die übliche Verbändeanhörung, also die Möglichkeit für Verbände, den Referentenentwurf des Gesetzes zu bewerten und auf Unstimmigkeiten hinzuweisen, mit lediglich 14 Tagen über Ostern 2023 denkbar knapp ausgefallen. Tischler Schreiner Deutschland hatte seinerzeit dennoch früh die Gelegenheit genutzt und auf die Widersprüche zu bestehendem Recht hingewiesen. In zahlreichen Gesprächen, die in den vergangenen zehn Monaten über alle Regierungsparteien hinweg und auf unterschiedlichsten Ebenen geführt wurden, hat die Innungsorganisation breite Zustimmung und Verständnis für ihr Anliegen erfahren – nur am Ergebnis änderte dies nichts. Nach aktuellem Stand bleiben mittel- bis langfristig allein im Tischler- und Schreinerhandwerk über 30.000 Betriebe betroffen, von denen laut Umfrage etwa 75 Prozent ihre Holzreste thermisch verwerten.