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Autor: Hahn, Sebastian

Antonella Capelli
Lectra

Ernennt Antonella Capelli zur Leiterin der EMEA Region

Lectra gibt die Ernennung von Antonella Capelli zur Leiterin der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) mit Wirkung zum 1. Mai 2024 bekannt. Antonella Capelli, die bereits seit dem 1. Januar 2024 Mitglied des Exekutivkomitees ist, tritt die Nachfolge von Fabio Canali an, der in den Ruhestand geht.

Lectra ist derzeit in 74 Ländern der EMEA-Region mit über 500 Mitarbeitern an 17 Standorten und 4.000 Kunden tätig. Als Vorreiter der digitalen Transformation ist die EMEA-Region, die im Jahr 2023 33 Prozent des Gruppenumsatzes ausmachte, seit jeher eine treibende Kraft für Lectra, das dort kontinuierlich die Entwicklung seiner neuen Angebote im Bereich Industrie 4.0 vorantreibt.

„Im Namen aller Lectra-Teams möchte ich zunächst Fabio Canali herzlich für seinen außergewöhnlichen Einsatz danken, seit er vor zwanzig Jahren zu Lectra kam. Fabio hat unser Team in Italien, dann in Südeuropa und Nordafrika brillant geführt, wo sie gemeinsam hervorragende Leistungen erbracht haben. Seine Führungsqualitäten und sein Fachwissen waren entscheidend für den Erfolg zahlreicher Angebote, die in den letzten zehn Jahren auf den Markt gebracht wurden“, sagt Daniel Harari, Chairman und Chief Executive Officer von Lectra. „Ich freue mich besonders, dass Antonella Capelli die Entwicklung von Lectra in der EMEA-Region weiter vorantreiben wird. Seit mehr als zehn Jahren hat sie bewiesen, dass sie die Herausforderungen unserer Kunden hervorragend versteht und in der Lage ist, das Wachstum des Unternehmens in dieser Region zu beschleunigen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Antonella einen sehr positiven Beitrag zum Übergang zur Industrie 4.0 für die Unternehmen leisten wird, die uns in Europa, dem Nahen Osten und Afrika vertrauen.“

Antonella Capelli begann ihre Karriere bei IBM Global Business Services in den Bereichen IT-Projektmanagement, digitale Innovation und beratender Vertrieb für den Modemarkt. Im Jahr 2013 wechselte sie zu Lectra als Professional Services Manager für Italien. Im Jahr 2017 wechselte sie dann in den Vertrieb und übernahm nach und nach mehr Verantwortung in Italien und der Region Südeuropa und Nordafrika. Sie hat einen Master-Abschluss in Management und Produktionstechnik von der Universität Mailand-Politecnico (Italien).

„Ich fühle mich besonders geehrt und freue mich darauf, den Erfolg von Lectra in einer Region zu unterstützen, in der die Herausforderungen unserer Kunden sehr unterschiedlich sein können“, sagt Antonella Capelli. „Ich freue mich darauf, eng mit allen EMEA-Teams zusammenzuarbeiten, um Lösungen anzubieten, die es den Akteuren in der Mode-, Automobil- und Möbelindustrie ermöglichen, ihre digitale Transformation voranzutreiben. Mein Ziel ist es, unseren gemeinsamen Erfolg zu fördern.“

Fraunhofer WKI

Erforscht Wiederverwendung von Holz

Forschende des Fraunhofer WKI verfolgen das Ziel, Alternativen zur Nutzung fossiler Rohstoffe zu schaffen. Mit ihrer Arbeit legen sie wichtige Grundlagen für eine zirkuläre Bioökonomie – von den Rohstoffen über die Entwicklung innovativer Materialien und deren Einsatz bis hin zum Recycling. Im Rahmen des Förderaufrufs „Recyclinggerechte Verwendung von Holz“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist das Fraunhofer WKI an fünf von sechs Forschungsvorhaben beteiligt. Im Fokus der Projekte steht die Entwicklung branchenübergreifender Lösungen für eine ressourceneffiziente Holznutzung, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz.

Die Bauindustrie gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Insbesondere für die Herstellung von Beton und Stahl werden enorme Mengen endlicher Rohstoffe verbraucht und CO2 ausgestoßen. Für ressourcenschonende und klimafreundliche Gebäude setzt die Bauindustrie zunehmend auf Holz. Doch auch pflanzliche Rohstoffe sind nicht unendlich verfügbar oder brauchen Zeit, um nachzuwachsen. Daher werden Lösungen immer wichtiger, die es ermöglichen, Holz und andere nachwachsende Rohstoffe nach der ersten Nutzung, etwa als Baustoff in einem Gebäude, zu recyceln und wiederzuverwenden. Das ist das Ziel einer zirkulären Bioökonomie.

Die Forschenden des Fraunhofer WKI planen daher bereits bei der Entwicklung von neuen Materialien eine möglichst hochwertige Recyclingfähigkeit nach dem Gebrauch ein. Außerdem entwerfen sie passgenaue Recyclingverfahren für bestehende Produkte, die Holz oder andere pflanzliche Stoffe enthalten – zum Beispiel Holzbauteile, Altholz oder Balsaholz aus Rotorblättern von Windkraftanlagen. Ziel der Arbeiten am Fraunhofer WKI ist es, die eingesetzten Rohstoffe oder Basismaterialien mehrfach nutzbar zu machen (Kaskadennutzung) und so den Bedarf an neuen Ressourcen zu reduzieren.

Projekt „Holztafel 2.0.“:

Wie macht man Fertigbau-Holztafeln recyclingfähig?

Der Holztafelbau ist eine sehr ressourceneffiziente und technisch ausgereifte Bauweise und stellt daher die mit Abstand häufigste Bauweise im Holzbau dar. Der Materialmix aus metallischen, organischen und mineralischen Bestandteilen erschwert jedoch eine sortenreine Trennung in die einzelnen Bestandteile. Das wollen Forschenden des Fraunhofer WKI gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig, der Ruhr-Universität Bochum und vier Praxispartnern (Otto Baukmeier Holzbau-Fertigbau GmbH & Co. KG, Sto SE & Co. KGaA, Fermacell – James Hardie Europe GmbH und ALBA Braunschweig GmbH) ändern. Bis Ende 2026 möchte das Projektteam Holztafeln entwickeln, die sich deutlich einfacher sortenrein recyceln lassen. Die im Recyclingprozess zurückgewonnenen Rohstoffe können als Ausgangsmaterial für neue Produkte genutzt werden. Am Ende des Projekts sollen mehrere Demonstratoren stehen, die die Machbarkeit des »Design for Recycling« der Holztafel, der Recyclingprozesse und der Wiederverwendung der zurückgewonnenen Rohstoffe in neuen Produkten demonstrieren.

Projekt „DANSIZ“:

Wie kann Altholz besser sortiert und verarbeitet werden, um es stofflich nutzbar zu machen?

Forschende des Fraunhofer WKI und des Fraunhofer IOSB wollen gemeinsam mit der Firma Pallmann Wege finden, die stoffliche Verwertung von Altholz zu erhöhen. Bisher wird Altholz zu einem großen Teil nur thermisch verwertet, da durch falsch entsorgte Abfälle („Fehlwürfe“) kritische Störstoffe im Altholz-Abfallstrom landen. Um diese künftig zuverlässig und automatisiert aussortieren zu können, entwickelt das Projektteam ein innovatives Sortierverfahren auf Basis von Nahinfrarotsensorik (NIR). Dadurch werden große Mengen Altholz für höherwertige Anwendungen nutzbar. Durch die Entwicklung von altholzspezifischen Zerkleinerungsverfahren soll die Rohstoffqualität zusätzlich erhöht werden. Beide Verfahren sollen den Einsatz von Altholz für die Holzwerkstoffindustrie deutlich attraktiver machen. Als Anwendungsbeispiel möchte das Projektteam Spanplatten oder Wood-Plastic-Composites auf Basis von Altholz entwickeln.

Projekt „Recycling for Reuse“:

Wie lassen sich Altholzabfälle von Schadstoffen und Metallresten reinigen?

Forschende des Fraunhofer WKI wollen gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und den Industriepartnern Ing.-Holzbau Schnoor GmbH, Rinntech-Metriwerk GmbH & Co. KG und Schumann analytics herausfinden, wie Altholz so aufbereitet werden kann, dass es sich für die erneute Herstellung von Bauteilen eignet. Die Herausforderung besteht darin, dass Altholz häufig mit Schadstoffen belastet ist, zum Beispiel durch verwendete Holzschutzmittel oder Beschichtungen. Um Altholz erneut verwenden zu können, muss es daher zunächst so gereinigt werden, dass es gemäß Altholzverordnung als unbedenklich gilt. Dafür wollen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gemeinsam mit den Industriepartnern zunächst erfassen, in welchen Mengen potenziell wiederverwertbares Altholz anfällt. Außerdem entwickeln sie mechanische Verfahren, um metallische Fremdkörper (Nägel und Schrauben) und Holzschutzmittel im Altholz aufzuspüren und zu entfernen. Ziel ist es, Klassifizierungsregeln für die Wiederverwendung des Baustoffs und ein ganzheitliches Wiederverwendungskonzept in Form eines schematisierten Ablaufplans zu erarbeiten.

Projekt „AltholzAerogel“:

Eignet sich Altholz für die Herstellung von Aerogelen?

Aerogele sind hochporöse, federleichte Materialien mit außergewöhnlichen Eigenschaften: extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit, geringe Schallübertragung und hohe Adsorptionsfähigkeit für flüchtige organische Verbindungen. Sie eignen sich hervorragend sowohl für den Leichtbau als auch als Filtermaterial und gelten daher als Werkstoff der Zukunft. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und acht Industriepartnern entwickeln Forschende des Fraunhofer WKI ein Verfahren zur Herstellung von Aerogelen auf Basis von Altholz. Aus den Aerogelen stellen die Projektpartner Prototypen von Dämmstoffen und schadstoffadsorbierenden Raumluftfiltern her, die in Gebäuden und Fahrzeugen eingesetzt werden können. Darüber hinaus werden Transfermöglichkeiten zu Anwendungen in der Abgasreinigung aufgezeigt. Ein weiteres Projektziel ist die Rückgewinnung der für die Herstellung der Aerogele benötigten Rohstoffe aus den Produkten.

Projekt „ReKonFu“:

Wie können Möbel leichter recycelt werden?

Scharniere für Kastenmöbel werden derzeit überwiegend aus Metall gefertigt. Das Fraunhofer WKI entwickelt gemeinsam mit dem Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD) und dem Wirtschaftspartner Topp Textil GmbH ein verstell- und lösbares Textilscharnier für Holzmöbel auf Basis von Naturfasern. Damit soll einerseits der Verbrauch von Metallen reduziert und gleichzeitig die Recyclingfähigkeit der Möbel verbessert werden. Bisher müssen die oftmals verschraubten oder eingepressten Metallscharniere im Recyclingprozess vom Altholz getrennt werden. Diese Trennung ist aufwändig und erfordert zum Teil komplexe Anlagentechnik. Die neuen textilen Beschläge sind nicht fest mit der Holzkonstruktion verbunden und somit verstell- und abnehmbar. Diese Flexibilität ermöglicht den Einsatz auch im Bereich der Mitnahme- und Selbstbaumöbel. Darüber hinaus könnten Bauteile, insbesondere die Möbeltüren, leicht ausgetauscht werden. Das erleichtert Reparaturen oder die Anpassung der Möbel an neue Farbtrends und erhöht somit die Lebensdauer der Möbelkorpusse. Die Recyclingfähigkeit des Textilscharniers selbst soll ebenfalls im Rahmen des Projekts bewertet werden. Bei erfolgreichem Projektabschluss wird ein neuartiger Scharniertyp zur Verfügung stehen, der unter dem Gesichtspunkt des „Design for Recycling“ entwickelt wurde und eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Metallbeschlägen darstellt.

Podcast Upco
möbelfertigung. Der Podcast. #Folge 36

Upco hat die Oberfläche der Zukunft im Blick

Upco ist seit mittlerweile sechs Jahren als Tochterunternehmen von Coveme im Oberflächenmarkt tätig. Mit Anfängen, die dem eines Start-Ups gleichen, konnte Florian von Kuczkowski, COO von Upco, von Anfang an auf maximale Innovationskraft und modernste Technik setzen. Im Gespräch mit Tobias Lorenz, unserem Manager Geschäftsentwicklung erklärt er die Anfänge und frühen Herausforderungen des Unternehmens. Gesprochen haben die beiden in Heroldstatt, wo Upco mittlerweile Forschung und Entwicklung betreibt. Dort probiert das Unternehmen immer wieder neue Funktionalitäten aus und hat klar die Oberfläche der Zukunft im Blick.

HIER geht es direkt zum Podcast: https://moebelfertigungpodcast.libsyn.com/36-von-der-pet-folie-zur-funktionalen-oberflche

Surteco-Logo 2023
Surteco Group SE

Expandiert in Großbritannien

Die Surteco Group SE übernimmt über ihre Tochtergesellschaft Nenplas Ltd, Ashbourne im Rahmen eins Share Deal alle Gesellschaftsanteile an der Wand Plastic Profiles Limited, Stourbridge, der CJM Development Ltd., Stourbridge und der R&D Extrusions Ltd., Kettering, alle Großbritannien. Dazu wurde gestern ein Kaufvertrag geschlossen. Der Kaufpreis liegt im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Mit dieser Übernahme stärkt die Surteco Gruppe ihre britische Marktpräsenz im Profiles Geschäft.

„Mit der Akquisition können wir unser Wachstum mit technischen Profilen in Großbritannien ausbauen und unsere Profitabilität steigern. Diese Transaktion ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung unserer strategischen Zielsetzungen“, kommentiert Wolfgang Moyses, der Vorstandsvorsitzende der Surteco Group SE die Transaktion.

Die erworbenen Gesellschaften sind auf die Produktion und den Vertrieb von technischen Profilen aller Art auf Kunststoffbasis spezialisiert und erwirtschafteten zuletzt deutlich zweistellige Renditen. Eine besondere Expertise genießen die Gesellschaften im britischen Gebäudemarkt, wodurch neben dem Ausbau des bestehenden Geschäfts weiteres Wachstumspotenzial im Wohnungsbau gehoben
werden kann.

AUMA Logo
AUMA

In diesem Jahr waren schon mehr als 50 Messen von Streik betroffen

Mehr als 50 Messen in Deutschland waren von Anfang Januar bis Mitte März von Streiks bei der Bahn, im Personennahverkehr und an Flughäfen betroffen. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft im März unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat.

Nach Berechnungen des AUMA dürften in Relation zu den Zahlen der Vorjahre wegen der Streiks im ersten Quartal wenigstens 222.000 Besucherinnen und Besucher weniger gekommen sein – ein Minus von durchschnittlich elf Prozent. Vor allem die vier Streiks bei der Deutschen Bahn von Januar bis März haben negativ dazu beigetragen: mindestens 21 Messen waren allein davon betroffen. Von den Streiks im Personennahverkehr wurden wenigstens 16 Messen getroffen, von denen im Flugverkehr zehn. Das erste Quartal des Jahres ist das messestärkste. Insbesondere dieser März war mit 43 Messen so dicht wie kaum ein anderer Monat.

Nicht nur der Einbruch der Besucherzahlen infolge der Streiks schaden der Messebranche, zeigt die Umfrage. Auf viele der ausstellenden Unternehmen sowie der Besucherinnen und Besucher kamen höhere Kosten durch kurzfristige Umbuchungen oder Extra-Ausgaben für Shuttle-Services zu und erhöhten den Kommunikationsaufwand. Die ausstellenden Unternehmen, aber auch die Veranstalter und die Gastronomen auf der Messe erwarten zudem Umsatzverluste aufgrund der ausgefallenen Messebesuche.

Zudem tragen die Streiks nicht zum internationalen Ansehen von Messedeutschland bei. Deutschland gilt als Messeland Nummer 1 in der Welt. Das auch, weil auf Fahrpläne und Qualität beim Reisen zu den 70 Messeplätzen und mehr als 350 Messen pro Jahr – insbesondere beim ausländischen Publikum – Verlass war.

Für dieses Jahr sind 330 Messen in Deutschland geplant, wenigstens 180 davon mit herausragender nationaler oder internationaler Bedeutung. Im vergangenen Jahr fanden knapp 320 Messen statt, an denen nach ersten Schätzungen mindestens 180.000 ausstellende Unternehmen und 11,5 Millionen Besucherinnen und Besucher teilnahmen.

Gregor Wallmeier
Meisterwerke Schulte

Gregor Wallmeier wird Geschäftsführer

Gregor Wallmeier (44), seit Mai 2020 kaufmännischer Leiter der MeisterWerke Schulte GmbH in Rüthen-Meiste, ist mit Wirkung zum 1. April 2024 zum Geschäftsführer des Unternehmens berufen worden.

Vor seinem Einstieg bei den Meisterwerken war Wallmeier langjährig im Bankensektor tätig, zuletzt als Vertriebsdirektor bei der Postbank Firmenkunden AG. „Die Meisterwerke sind wie nahezu alle Unternehmen der Baubranche mit einer herausfordernden Marktsituation konfrontiert. Gregor Wallmeier hat einen entscheidenden Beitrag geleistet, dass die Meisterwerke trotz dieser widrigen Umstände weiterhin auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament stehen. Ich freue mich sehr, die unternehmerische Gesamtverantwortung nun mit ihm gemeinsam zu tragen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens zu stellen“, so Guido Schulte, geschäftsführender Gesellschafter.

Oltre Terra von Formafantasma
Iconic Awards 2024: Interior Products

So sehen Sieger aus

Der Rat für Formgebung hat die Preisträger:innen der Iconic Awards 2024: Interior Products bekannt gegeben. Die Auszeichnung würdigt international herausragende Projekte im Produkt- und Möbeldesign. Eine hochkarätig besetzte Jury aus internationalen Expert:innen der Design- und Architektur-Branche, darunter Ester Bruzkus von Ester Bruzkus Architekten und Antonio Rodriguez von Matteo Thun & Partner, haben über 300 Einreichungen evaluiert und für die Auszeichnung ausgewählt.

Mit neun Hauptkategorien und den Sonderpreisen „Brand of the Year“ und „Creator of the Year“ spiegelt der Award eine repräsentative internationale Branchenexzellenz. Die Projekte inspirieren als Katalysator für fortschrittliche Entwicklungen Designer:innen und Hersteller weltweit. Die Sonderpreisträger:innen zeichnen sich in diesem Jahr durch ihr besonderes Engagement für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Veränderungen aus.

Das von den italienischen Designern Andrea Trimarchi und Simone Farresin gegründete Designstudio Formafantasma wurde von der Jury zum „Creator of the Year“ gewählt. Die Auszeichnung würdigt das besondere Designethos von Formafantasma, welches darauf abzielt, das Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft für die natürliche Umwelt durch Design zu vertiefen. Dazu untersucht Formafantasma die gestalterische und materielle Perspektive von Räumen und Objekten und bewertet die gesellschaftliche Relevanz von Design. Ob Raum oder Produkt, kommerziell oder unabhängig – jedem Projekt liegt eine sorgfältige Recherche zugrunde, die den Ausgangspunkt für Form, Funktion und Inhalt der vielfältigen Designprojekte und Beratungsleistungen bildet. „Formafantasma mischt die Designwelt auf. Nicht durch visuelle Lautstärke, sondern – im Gegenteil – durch eine hohe Sensibilität und ein besonderes Gespür für Design, gepaart mit einer klugen Konsumkritik,“ so die Jury in ihrer Begründung der diesjährigen Auszeichnung. „Routinen durchbrechen, Gesetzmäßigkeiten hinterfragen, Diskussionen eröffnen: Damit treffen Andrea Trimarchi und Simone Farresin den widersprüchlichen Nerv der Zeit, welcher immer mehr auf Antworten für die Zukunft unseres Planeten drängt, aber bitte keinen Komfortverlust in Kauf nehmen mag. Erst denken, dann gestalten, lautet daher ihre Devise.“

Das 1987 gegründete spanische Unternehmen Vibia Lighting mit Sitz nahe Barcelona wird mit dem Sonderpreis „Brand of the Year“ ausgezeichnet. Vibia verdankt diese Anerkennung seiner herausragenden Markenführung, seinem erstklassigen Produktdesign und seinem starken Engagement für Nachhaltigkeit. Geschäftsführer und Inhaber Pere Llonch verfolgt diese unternehmerische Vision mit großer Kreativität, seine Zusammenarbeit mit renommierten Designern wie Stefan Diez, Sebastian Herkner und Arik Levy haben Vibias Positionierung als wichtige Kraft im internationalen Design deutlich gestärkt. Die Jury hebt besonders die Bemühungen des Unternehmens um Ressourceneffizienz hervor: Durch die Optimierung des Materialeinsatzes und die Entwicklung von Produkten, die sich leicht montieren und demontieren lassen, fördert Vibia Lighting die Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit der Produkte und beweist sein auf Langlebigkeit ausgerichtetes Entwicklungsbekenntnis.

Der Iconic Award: Interior Products ehrt zudem Design aus neun Interior-Bereichen von der Gebäudeausstattung bis zum Mobiliar für das Büro. Die höchste Auszeichnung „Best of Best“ wurde in diesem Jahr an 24 Projekte vergeben. Einen Überblick zu allen Projekten der Gewinner:innen gibt es in der Online-Galerie.

Erstmalig werden die Gewinner:innen dieses Jahr im Rahmen der Milan Design Week am 17. April 2024 vom Rat für Formgebung an einem neuen Veranstaltungsort im Mailänder Stadtteil Brera geehrt. Vom 16. bis 21. April sind die Best-of-Best Projekte in einer öffentlichen Ausstellung im Amy-d Arte Spazio in Brera zu sehen.

VDMA

Anhaltend niedriger Auftragseingang

Auch im Februar sind die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau prozentual zweistellig gesunken: Die Auftragseingänge blieben abermals um real 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus dem Inland kamen 11 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsorders gingen um 10 Prozent zurück. Dabei fiel der Auftragsrückgang aus den Euro-Ländern (minus 15 Prozent) kräftiger aus als der Rückgang der Orders aus den Nicht-Euro-Ländern (minus 8 Prozent).

„Aktuell überwiegen noch immer die Moll-Töne im Auftragsgeschehen. Die Konjunkturforscher setzen auf eine Trendwende im zweiten Halbjahr. Aber der Maschinenbau ist ein Spätzykliker, daher kann es noch eine Weile dauern, bis die Auftragsflaute endet“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Positiv ist, dass die Inflationsraten aktuell immer weiter sinken“, ergänzt er.    

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Dezember 2023 bis Februar 2024 sanken die die Bestellungen um real 8 Prozent zum Vorjahr. Aus dem Inland wurden 11 Prozent weniger Aufträge verbucht, aus dem Ausland kamen 7 Prozent weniger Bestellungen. Dabei gingen die Orders aus den Euro-Ländern um 15 Prozent zurück, das Minus mit den Nicht-Euro-Ländern betrug 4 Prozent.

MHK

Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet verlässt Aufsichtsrat

Mit Wirkung zum 31. März hat Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied der MHK Group AG, Dreieich, niedergelegt. Der erfahrene Manager war zum Jahresbeginn 2015 in den Aufsichtsrat der Verbundgruppe berufen worden und brachte fast zehn Jahre seine fundierte Branchenkompetenz und sein praxisorientiertes Know-how in das Aufsichtsgremium der MHK Group ein. Jetzt folgt er seinem persönlichen Wunsch, sein berufliches Engagement einzuschränken. Aufsichtsratsvorsitzender Professor Rainer Kirchdörfer bedankt sich im Namen des gesamtes Aufsichtsrats bei Dr. Gutberlet: „Wir haben die Zusammenarbeit mit Dr. Gutberlet außerordentlich geschätzt und konnten uns stets auf sein fachkundiges und sorgfältig abgewogenes Urteil verlassen. Gerade für die managementgeführte Weiterentwicklung der MHK Unternehmensgruppe war er in den zurückliegenden Jahren ein wertvoller und geschätzter Ratgeber. Wir wünschen ihm für seine neu gewonnene private Zeit alles erdenklich Gute.“

Der Aufsichtsrat umfasst in Zukunft ein sechsköpfiges Gremium: Professor Rainer Kirchdörfer (Aufsichtsratsvorsitzender), Emmerich Müller (Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Jörg Hashagen, Werner Heilos, Dr. Oliver Streit und Jutta Strothoff.