Zum Hauptinhalt springen
Unilin
Unilin  | 

Investiert mehr als 100 Millionen Euro in Spanplattenwerk in Belgien

Der belgische Hersteller Unilin will über 100 Millionen Euro in die Modernisierung seines Werks Unilin Panels Oostrozebeke investieren. Die Anlage produziert Spanplatten für Küchenmöbel, Möbelbau sowie Wand- und Bodenanwendungen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um eines der größten industriellen Modernisierungsprojekte der vergangenen Jahre.

Kern des Vorhabens ist die Installation einer neuen kontinuierlichen Spanplattenpresse, die zwei bestehende Anlagen ersetzen soll. Gleichzeitig sollen weitere zentrale Produktionsprozesse am Standort erneuert werden. Die Produktionskapazität soll mit rund 575.000 Kubikmetern pro Jahr auf einem ähnlichen Niveau bleiben, während der Energieverbrauch laut Unilin um etwa acht Prozent sinken soll. Zudem verspricht sich das Unternehmen eine effizientere Nutzung von Rohstoffen.

Das Werk in Oostrozebeke, das früher unter dem Namen Spano bekannt war, beschäftigt rund 370 Mitarbeiter. Die Spanplatten werden dort nach Unternehmensangaben ausschließlich aus recyceltem Altholz hergestellt, von dem mehr als 90 Prozent aus dem Post-Consumer-Bereich stammen. Zudem ist der Standort an die Abfallverwertungs- und Energieanlage A&S angebunden, die rund 95 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs deckt.

Unilin sieht die Investition als Teil seiner Strategie, den Standort zu einem Vorzeigeprojekt für kreislauforientierte und CO₂-arme Spanplattenproduktion in Europa auszubauen. Neben einer höheren Effizienz sollen auch Produktqualität und Arbeitssicherheit verbessert werden.

„Mit dieser Investition bereiten wir unser Werk in Oostrozebeke auf die kommenden Jahrzehnte vor“, erklärte Bert Vandenkendelaere, Präsident von Unilin Panels. Durch den Einsatz moderner Technologie, die Nutzung von 100 Prozent recyceltem Holz und eine klare Produktausrichtung wolle das Unternehmen seine Lieferfähigkeit stärken und die Grundlage für weitere Innovationen schaffen.

Für das Projekt erhält Unilin nach eigenen Angaben Fördermittel der flämischen Regierung in Höhe von bis zu sechs Millionen Euro. Die Hälfte entfällt auf Unterstützung für Schulungs- und Transformationsmaßnahmen, die andere Hälfte auf ökologische Investitionen.

Vorausgesetzt, die erforderlichen Genehmigungen werden erteilt, sollen die Vorbereitungs- und Planungsarbeiten im dritten Quartal 2026 beginnen. Anschließend ist die Installation der neuen Produktionsanlage vorgesehen. Nach einer Testphase soll das modernisierte Werk nach aktuellem Planungsstand im Jahr 2029 vollständig in Betrieb gehen.

Investition, Unilin