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Negative Stimmung in der Holzindustrie hält weiter an

Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie trübte sich im Februar erneut leicht ein, nachdem es für den HDH-Konjunkturindikator bereits in den vergangenen vier Monaten nach unten ging. Die Unternehmen zeigten sich etwas zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage, blickten aber pessimistischer auf das kommende halbe Jahr. Die Einschätzung zur aktuellen Lage verbesserte sich im Februar leicht auf -27 Punkte. Der Ausblick auf das kommende halbe Jahr fiel dagegen deutlich negativer aus, der aktuelle Wert liegt bei -13,2 Punkten. In der Summe gab der HDH-Konjunkturindikator im Berichtsmonat leicht auf -20,2 Punkte nach.

Im Vergleich zum gesamten Verarbeitenden Gewerbe schneidet das Geschäftsklima in der Holzindustrie derzeit schlechter ab. Der vom ifo errechnete Wert für das Verarbeitende Gewerbe stieg im Februar leicht auf -11,3 Punkte und bewegte sich damit deutlich über dem entsprechenden Wert für die Holzindustrie. Angesichts der unterschiedlichen Betroffenheit der einzelnen Segmente bleibt die Stimmung in der Holzindustrie uneinheitlich. Im Durchschnitt der vergangenen drei Monate schätzen vor allem die Unternehmen im Holzfertigbau und im Baunahen Bereich der Holzindustrie die aktuelle Geschäftslage als positiv ein, während diese in der Sägeindustrie, der Möbelindustrie und der Holzwerkstoffindustrie deutlich negativer beurteilt wurde. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr bleiben in allen Segmenten der Holzindustrie bis auf den Holzfertigbau und die Holzwerkstoffindustrie negativ.

Aussichten im Wohnungsbau machen Hoffnung

Die bessere Stimmung im Holzfertigbau und im Baunahen Bereich ist aus Sicht des HDH in erster Linie auf die wieder anziehende Nachfrage im Wohnungsbau zurückzuführen. Die Zahl der genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser stieg im Gesamtjahr 2025 kräftig um 14,6 Prozent und die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser immerhin um 8,7 Prozent. Die Möbelindustrie leidet unter den nach wie vor rückläufigen Baufertigstellungszahlen in Deutschland, profitiert jedoch von der steigenden Nachfrage in wichtigen europäischen Exportmärkten wie der Schweiz, Italien und Spanien. Die Volatilität der US-Zollpolitik hinterlässt in der deutschen Wirtschaft tiefe Spuren und drückt insbesondere auf die Stimmung in den exportorientierten Segmenten.

Im Februar verbessert sich die aktuelle Geschäftslage in der Holzindustrie gegenüber dem Vormonat leicht, während die mittelfristigen Geschäftserwartungen sich deutlich verschlechtern und wieder klar negativer ausfallen als im Januar. Die aktuelle Entwicklung hat einen leichten Rückgang des Geschäftsklimas zur Folge. Damit setzt sich die insgesamt negative Stimmung in der Holzindustrie fort.

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