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Autor: Hahn, Sebastian

Dieffenbacher

Greenpanel erweitert Auftrag für MDF-Anlage

Der indische MDF-Pionier Greenpanel Industries Ltd. hat bei Dieffenbacher

eine Maier-Hackerlinie für seine neue MDF-Anlage in Routhusuramala, Andhra Pradesh, bestellt. Die MDF-Linie, die im Sommer 2024 in Betrieb gehen soll, ist bereits die dritte, die Greenpanel bei Dieffenbacher in Auftrag gegeben hat.

Highlight der Auftragserweiterung ist ein Maier-Trommelhacker mit einem Rotordurchmesser von 1600 mm. Der Auftrag umfasst zudem die Hacker-Vorstrecke, bestehend aus einem Kettenbettförderer mit Mehrfachkranaufgabe, einer Reinigungsstrecke und einem Hackervorband mit Metallsuchspule. Mit der neuen Hackerlinie wird Greenpanel bis zu 60 Tonnen (atro) pro Stunde an hochwertigen Hackschnitzeln aus Eukalyptusholz für die MDF-Produktion erzeugen.

„Innerhalb des Dieffenbacher-Gesamtanlagenportfolios decken die Maier-Maschinen und -Anlagen die Prozessschritte Holzzerkleinerung und Materialaufbereitung ab“, erklärt Alexander Hoffmann, Geschäftsführer der Dieffenbacher-Tochter B. Maier Zerkleinerungstechnik. „Eine unserer Kernkompetenzen ist die Planung, der Bau und die Lieferung kompletter Hackerlinien mit Trommelhackern bis zu einem Rotordurchmesser von 2400 mm.“

„Es ist großartig, dass wir bei Dieffenbacher unsere neue Anlage komplett aus einer Hand bekommen“, so Shobhan Mittal, Geschäftsführer und CEO von Greenpanel. „Als Teil unserer neuen Gesamtanlage wird uns der Maier-Holzplatz dabei helfen, die wachsende Nachfrage nach hochwertigem MDF in Indien zu bedienen.“

„Die neue Maier-Hackerlinie für Greenpanel ist bereits die zweite Anlage dieser Art, die wir innerhalb von nur zwei Jahren nach Indien liefern“, so Hoffmann abschließend. „Die erste wird derzeit im neuen Spanplattenwerk von Merino Industries Ltd. in Halol, Gujarat, installiert.“

Destatis

Exporte in Nicht-EU-Staaten leicht gestiegen

Im Mai 2023 sind die deutschen Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) gegenüber April 2023 kalender- und saisonbereinigt um 1,0 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, wurden im Mai 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 59,4 Milliarden Euro dorthin exportiert.

Nicht kalender- und saisonbereinigt wurden im Mai 2023 nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 59,1 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2022 gingen die Exporte um 2,3 Prozent zurück. Mengenmäßig sanken die deutschen Exporte in die Drittstaaten um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. 

Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren auch im Mai 2023 die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 12,5 Milliarden Euro exportiert. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber Mai 2022 um 7,1 Prozent. In die Volksrepublik China wurden Waren im Wert von 8,8 Milliarden Euro exportiert, das waren 4,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vorjahresvergleich um 7,5 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zu. 

Die deutschen Exporte in die Russische Föderation gingen im Mai 2023 gegenüber Mai 2022 um 36,7 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro zurück. Im Mai 2023 lag Russland damit auf Rang 16 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte außerhalb der EU. Im Februar 2022, dem Monat vor dem Angriff auf die Ukraine, hatte Russland noch Rang fünf belegt. 

Moralt

Umsatz um 15,5 Prozent gesteigert

Am 16. Juni 2023 konnte Klaus Feile, Hauptaktionär und Vorstand der Moralt AG, auf der Ordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens positive Inhalte für das Geschäftsjahr 2022 präsentieren. „Moralt hat trotz großer Herausforderungen das Jahr 2022 erfolgreich gemeistert“, betonte er.

Der Umsatz gegenüber Vorjahr konnte um 15,5 Prozent gesteigert werden, wobei auch ein deutlich positives Ergebnis ausgewiesen wurde. Die Exportquote lag im Jahr 2022 bei 68 Prozent. Dabei war eines der prestigeträchtigsten Objekte des Jahres 2022 das Mandarin-Oriental Hotel in Maskat/Oman, an der berühmten Shatti-Al-Qurum Strandpromenade.

Die Steigerung des Eigenkapitals und damit auch die Wert-steigerung der Moralt-Aktie beträgt 12,4 Prozent. Das Eigenkapital liegt bei 66 Prozent.

Bei der Wahl der Aufsichtsräte wurden die bisherigen Amtsinhaber, Harry Henningsen, Meinolf Hering und Albert Lipp von der Hauptversammlung für eine weitere Amtsperiode bestätigt. So können seit 2019 Mitarbeitende der Moralt AG Aktien zum Vorzugspreis erwerben. Durch die damit verbundenen Eigentums-, Stimm- und Vermögensrechte bindet Holzwerkstoffspezialist ihre Belegschaft immer stärker in die Unternehmensentwicklung ein. Aktuell ist Moralt in den Händen von insgesamt 15 Aktionärinnen und Aktionären, wobei der Vorstand Klaus Feile nach wie vor 80 Prozent der Anteile hält. Bis Ende Juli werden nun im Rahmen des laufenden Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes jedem Bezugsberechtigten weitere Aktienpakete angeboten.

VHI

Begrüßt Holzbauinitiative der Bundesregierung

Der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) begrüßt die Holzbauinitiative der Bundesregierung als wichtigen Schritt für das Bauen mit Holz und somit die stoffliche Holzverwendung. Zumal das Bauen mit Holz auch ein wichtiger Baustein ist, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Dies wird noch gesteigert, wenn – wie bei Bauspanplatten – recyceltes Holz eingesetzt wird – der Klimaschutzeffekt wird verlängert, Primärrohstoffe werden geschont.

Der Bund als Vorbild und Vorreiter im klima- und ressourceneffizienten Bauen ist ein wichtiges und richtiges Signal, ebenso der Ausbau von Information und Bildung zum Thema. Der vorgesehene Austausch mit den Ländern ist auch ein sinnvolles Element zur Förderung des Holzbaus, insbesondere hinsichtlich der landesspezifisch unterschiedlichen Anforderungen an den Holzbau. 

Holzbau spielt nicht nur im Neubau seine Vorteile aus, sondern gerade auch beim Bauen im Bestand, zum Beispiel bei Nachverdichtung durch Aufstockung. Leichtbauweise mit Holz steht aufgrund der Wohnraumnot und Baupreisexplosion im Fokus wie noch nie und wird auch von der Bundesregierung im Rahmen der Holzbauinitiative aufgrund des geringen Gewichts unter anderem als probates Mittel bei der Nachverdichtung im urbanen Raum durch Aufstockung gesehen. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad, serielles modulares Bauen entstehen Zeit- und Kostenvorteile, die derzeit dringend gebraucht werden. „Insbesondere die Holzwerkstoffindustrie bietet hier in Form ihrer recyclingfähigen Plattensegmente vielfältige Möglichkeiten.“, erklärt die Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI), Anemon Strohmeyer, zum Kabinettsbeschluss zur Holzbauinitiative.  „Bauen mit Holz sieht sich, wie die gesamte Bauwirtschaft, derzeit mit Hemmnissen konfrontiert, die aus dem Weg geräumt werden müssen: Hohe Zinsen, hohe Baukosten, Verunsicherung in Bezug auf Förderinstrumente hemmen den Holzbau ebenso wie jede andere Bautätigkeit.“ 

Darüber hinaus müsse auch die Rohstoffbasis in den Blick genommen werden, denn nachhaltig erzeugtes Holz ist nicht unendlich verfügbar. Derzeit würden zur Holznutzung dabei durchaus widersprüchliche Signale gesendet, die letztlich die Zielkonflikte der Gesellschaft reflektieren: Neben der Baukrise sind es die Klimakrise, die Biodiversitätskrise und die Energiekrise – dies führe zu Außernutzungsstellung von Waldflächen und dem Ausbau der Holzverbrennung (etwa im Bereich Wärmeerzeugung) und dies beim gleichzeitigen Ziel, mehr mit Holz zu bauen. Die Antwort an dieser Stelle heißt aus Sicht des VHI: Kaskadennutzung, also den wertvollen, nachhaltig erzeugten Rohstoff möglichst lange stofflich zu nutzen und erst am Ende zu verbrennen – und zwar in hocheffizienten Anlagen. Nur so lässt sich das Klimaschutzpotential von Holz vollständig nutzen.

Dr. Wieselhuber & Partner

Wie Möbelhersteller schwierige Zeiten meistern

Auch im Möbelsegment wird der Wind rauer: Die hohe Inflation drückt auf die Konsumstimmung, rückläufiges Baugeschäft oder Heizungsgesetz tun ihr Übriges. Stationär wie online gehen bei steigenden Personalkosten die Mengen zurück, die Rohstoff- und Energiepreise sind hoch. Welche Optionen haben Möbelhersteller in diesen schwierigen Zeiten? Im Digital-Event „Let´s talk Möbel“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) gaben Experten Einblicke in ihr Know-how und lieferten hilfreiche Impulse.

„Für viele Möbler heißt es jetzt: Aus eigener Kraft Performance-Maßnahmen mit Fokus auf Pricing, Produktportfolio, Kostenstrukturen und Kapitalbedarf auf den Weg bringen – oder, wenn es hart auf hart kommt: Rechtzeitig Instrumente der Restrukturierung und Sanierung einsetzen“, so einleitend W&P Managing Partner Dr. Timo Renz. Denn laut Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie gab es zwar im ersten Halbjahr noch eine gedämpfte Marktentwicklung mit stabilem Umsatz, doch ein Blick auf den Auftragseingang seit März 2023 zeigt eine negative Entwicklung, die bei vielen Möbelproduzenten auf die Ergebnisse drückt.

Dr. Klaus Wohlrabe, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik, bestätigt in seiner Bestimmung des konjunkturellen Status quo diese pessimistischen Erwartungen: So liege aktuell die Kapazitätsauslastung der Hersteller mit derzeit 83,4% zwar nur knapp unterhalb des langjährigen Durchschnitts (83,7%), aber: Die Unsicherheit sei hoch, das Jahr 2023 ist auf Grund wirtschaftlicher sowie politischer Hürden und dem entsprechenden Konsumklima schwierig für die Branche. Auf Grund der negativen Aussichten für die Baukonjunktur würde auch für das Folgejahr keine positive Entwicklung der Auftragseingänge erwartet.

Und auch wenn sich nicht jedes Unternehmen in einer Krise befindet: Die Krux ist, den Kipppunkt zu erkennen, an dem das Unternehmen nicht mehr durchfinanziert ist und aus einer eigenverantwortlichen, selbstbestimmten Restrukturierung eine gerichtlich „verordnete“ Sanierung wird. „Je früher Unternehmen leistungs- und finanzwirtschaftliche sowie strategische Handlungsoptionen zur Diskussion stellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, desto eher bleiben sie auch „Herr des Geschehens“, rät Daniel Emmrich, Partner und Leiter Operative Restrukturierung bei W&P. Eine erfolgreiche Restrukturierung gelinge dabei nur, wenn eine frühzeitige und selbstkritische Beurteilung der eigenen Situation erfolgt. Zusammen mit neutralen Spezialisten – frei von Firmen- oder Familiengeschichte – werde echte Transparenz geschaffen und der bestehende Handlungsspielraum klar identifiziert.

Die Podiumsdiskussion mit Ole Brauer, anchor Rechtsanwälte, aktuell CRO bei Willi Schillig Polstermöbelwerke, Patrick Heinen, CTO / CRO Nova Via Polstermöbel, Daniel Emmrich, Dr. Klaus Wohlrabe, und Dr. Timo Renz machte deutlich: Eine frühzeitige Reaktion ist A&O in Krisensituationen, um Handlungsoptionen und damit unternehmerischen Gestaltungsspielraum offen zu halten. Basis ist zum einen die schonungslose betriebswirtschaftliche und rechtliche Bewertung der Unternehmenssituation und zum anderen echte Transparenz in der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung – mit drastisch gerechneten Szenarien für einen Plan B und C. Die transparente Kommunikation in Richtung Stakeholder und Mitarbeiter ist eine weitere, unverzichtbare Leitplanke auf dem Weg durch die Krise.

Fazit des Abends: Gegen das Konsumklima, gegen den Markt sanieren – das funktioniert nicht. Wer aber rechtzeitig Erfolgsrezepte der Vergangenheit hinterfragt, sich auf verschiedene Szenarien einstellt, Restrukturierungsmaßnahmen konsequent umsetzt und den Kunden mitnimmt, der schafft Mehrwert durch operative Restrukturierung – und sichert damit die eigene Zukunftsfähigkeit.

Zumtobel

Erfolgreiches Nachhaltigkeitsrating

Bereits zum 15. Mal in Folge ist die Zumtobel Group im österreichischen Nachhaltigkeitsindex „Vönix“ vertreten. Erneut erhielt sie die Bewertung „AA“ der internationalen Ratingagentur Morgan Stanley Capital International (MSCI). Die Nachhaltigkeitsaktivitäten des österreichischen Lichtkonzerns sind auch im Geschäftsjahr 2022/23 weiter fortgeschritten. Der verstärkte Einzug der Kreislaufwirtschaft in die Produktentwicklung, die Zertifizierung von sieben von zehn Produktionsstandorten nach dem ISO Standard 45001 und der Beitritt zur Science Based Targets initiative sind nur einige der im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich umgesetzten Maßnahmen – Erfolge, die auf nationaler sowie internationaler Ebene durch die Nachhaltigkeitsindizes „Vönix“ und MSCI anerkannt wurden.

Als eines von 20 österreichischen, börsennotierten Unternehmen, die sich hinsichtlich ökologischer und gesellschaftlicher Aktivitäten führend zeigen, ist die Zumtobel Group auch 2023/24 in der österreichischen Nachhaltigkeits-Benchmark enthalten. Die gelisteten Unternehmen werden in einer jährlich stattfindenden Evaluierung des VBV-Österreichischen Nachhaltigkeitsindex („Vönix“) der Mag. Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung (rfu), der VBV-Vorsorgekasse und der Wiener Börse ausgewählt. Grundlage ist die Messung unternehmerischer Nachhaltigkeit auf Basis eines Modells mit ökologischen und sozialen Ausschluss- sowie Positivkriterien. Der „Vönix“ ist einer der weltweit ersten nationalen Nachhaltigkeitsindizes und wird seit Juni 2005 berechnet.

Auf internationaler Ebene wurden die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Zumtobel Group durch die Ratingagentur MSCI ausgezeichnet: der „AA“-Standard konnte durch die konsequent gute Leistung des österreichischen Lichtkonzerns in den Bereichen Environmental, Social und Governance gehalten werden. Mit der erneuten Verleihung dieses Status zählt die Unternehmensgruppe weiterhin zu den Unternehmen, die sich im Umgang mit ESG-Risiken sowie -Chancen in der Industrie führend zeigen. Der Standard berücksichtigt Aspekte wie die Bewältigung von Haftungsrisiken im Zusammenhang mit potenziellen Schadstoffemissionen und Abfällen.

Unilin/Swiss Krono

Unterzeichnen Digitaldruck-Lizenzvertrag

Unilin Technologies hat die Unterzeichnung eines Digitaldruck-Lizenzvertrags mit Swiss Krono bekannt gegeben. Die Vereinbarung gewährt Swiss Krono Zugang zum Digitaldruck-Patentportfolio von Unilin Technologies für seine bisherigen und zukünftigen Roll-to-Roll-Digitaldruckaktivitäten.

„Wir freuen uns sehr über diese Vereinbarung mit Unilin Technologies“, sot Max von Tippelskirch, Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Krono. „Sie wird es uns ermöglichen, die sich entwickelnden Anforderungen unserer Kunden unter dem sicheren Dach des starken Patentportfolios von Unilin Technologies zu erfüllen. Diese Vereinbarung gibt uns die Möglichkeit, unser Produktangebot mit fesselnden Designs und überlegenen Druckfähigkeiten weiter zu verbessern und unsere Position als Branchenführer zu stärken.“

„Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Swiss Krono zu erweitern und ihnen Zugang zu unserem umfassenden Patentportfolio für den Digitaldruck zu gewähren“, ergänzt Bart Van der Stockt, Präsident von Unilin Technologies. „Unsere Lizenzpartnerschaft mit Swiss Krono begann vor vielen Jahren und wir sind sehr froh, dass wir unseren Partnern weiterhin neue Innovationen anbieten können, die unserer Branche zugutekommen.“

ToolTime

Startet mit Investitionen von 55 Millionen Euro durch

Noch nie wurde im Handwerk eine solche Summe in ein einzelnes Jungunternehmen investiert: Die Berliner Handwerker-Software ToolTime freut sich, den erfolgreichen Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde bekanntzugeben, bei der 30 Millionen Euro aufgebracht wurden. Mit dieser jüngsten Finanzierung erreicht das Unternehmen insgesamt 55 Millionen Euro an Investitionen. Damit etabliert sich ToolTime als das am stärksten finanzierte deutsche Startup im Handwerkssektor.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von 235 Prozent. Mit mehr als 100 Mitarbeitenden revolutioniert das junge Unternehmen die Art und Weise, wie Aufträge im Handwerk abgewickelt werden.

Seit Marktstart erfreut sich ToolTime großer Beliebtheit: Allein im Jahr 2022 haben sich die Kundenzahlen mehr als verdreifacht. „Keine andere Softwarelösung kann annähernd vergleichbare Wachstumszahlen vorweisen. Das zeigt klar, dass wir mit unserer Software einen Nerv getroffen haben und den Handwerkern eine Alternative zum Papierkrieg bieten können,“, erklärt CEO und Co-Gründer Marius Stäcker. Rund 10.000 Handwerker generieren über ToolTime jährlich Umsätze in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.

Kooperationen mit renommierten Unternehmen der GC-Gruppe und Vaillant ermöglichen den Machern der Software den Zugang zu den neuesten Technologien, Produkten und Fachwissen, um den Nutzern stets erstklassige Lösungen bieten zu können. „Die erfolgreiche Finanzierungsrunde ist ein Beweis für das Vertrauen unserer Investoren in die Vision und das Potenzial von ToolTime“, sagt Marius Stäcker. „Mit den zusätzlichen Mitteln werden wir unsere Software weiterentwickeln und unsere Marktpräsenz auf dem internationalen Markt ausbauen, um noch mehr Handwerker zu erreichen.“

Aktuell bietet ToolTime seine Software in Deutschland und Österreich an. Weitere Länder sollen dieses Jahr folgen.

Das Ziel des Unternehmens: Das Ende der Zettelwirtschaft und die digitale Revolution der Branche.

https://www.tooltime.de/

Tischler Schreiner Deutschland

Mitglieder diskutierten über das Gebäudeenergiegesetz

Die Delegierten des Bundesinnungsverbandes von Tischler Schreiner Deutschland (TSD) trafen sich am 16. und 17. Juni zur turnusmäßigen Sommermitgliederversammlung in Berlin. Mit dem Sachstand zur geplanten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und dem Wechsel innerhalb der Geschäftsführung der Bundesgeschäftsstelle standen gleich zwei höchst aktuelle Themen ganz oben auf der Agenda.

Vor diesem Hintergrund waren die Ausführungen von MdB Daniel Föst (FDP) am Freitag mit Spannung erwartet worden. Denn Föst kam direkt vom Verhandlungstisch der Ampelkoalition und hatte für das Tischler- und Schreinerhandwerk einige ganz frische Informationen zum GEG im Gepäck. Unter anderem solle demnach der grundlegende „Webfehler“ des Gesetzentwurfs korrigiert werden, Dinge, die bereits in bestehenden Gesetzen abgehandelt worden sind, neu zu regeln oder unverhältnismäßig zu verschärfen.

So hatte Tischler Schreiner Deutschland bereits vor Wochen kritisiert, dass der GEG-Gesetzentwurf das bestehende Bundes-Immissionsschutzgesetz einschränke, wenn es Tischler- und Schreinerbetrieben verböte, ihre Holzreste, die typischerweise als Kuppelprodukte in der Produktion entstehen, energetisch zu verwerten. Föst stellte nun klar: „Das, was die Tischler- und Schreinerbetriebe verbrennen dürfen, wird nicht im Gebäudeenergiegesetz, sondern in anderen Gesetzen geregelt. Und so soll es auch bleiben.“

Zudem betonte der FDP-Politiker, dass das GEG grundsätzlich viel offener werden solle, wobei insbesondere Holz nicht weiter diskriminiert werden dürfe. Auch hierzu hatte sich Tischler Schreiner Deutschland positioniert und sich für eine Kaskadennutzung des Holzes eingesetzt. Demnach sollte der wertvolle Naturwerkstoff nicht sofort in den Ofen wandern, sondern erst einmal sinnvoll genutzt werden. Totholz könne hingegen die Biomasse im Wald ergänzen oder in Holzwerkstoffen weiterverarbeitet werden, die wiederum ebenso wie Massivholz im Möbelbau Verwendung fänden.

Eine TSD-Mitgliederversammlung ohne Martin Paukner habe es seit elf Jahren nicht mehr gegeben, stellte TSD-Präsident Thomas Radermacher zu Beginn des obligatorischen Berichts aus dem Präsidium fest. Und für die Kontinuität, die offene und loyale Zusammenarbeit sowie die zahlreichen Erfolge in der Verbandsarbeit wolle man dem ehemaligen TSD-Hauptgeschäftsführer herzlich danken. Gleichwohl habe man in internen Fragen zur wirtschaftlichen Ausrichtung der Tochtergesellschaft des Verbandes zuletzt nicht mehr den gewohnten Konsens gefunden, weshalb es nun an der Zeit sei, den erfolgreichen Kurs des Bundesinnungsverbandes mit frischem Wind an der Spitze fortzusetzen.

Übergangsweise wird diese Aufgabe Dieter Roxlau übernehmen, der vor seiner Pensionierung 2016 über 25 Jahre den größten Landesfachverband der Innungsorganisation leitete. „Mit Dieter Roxlau haben wir einen erfahrenen Fachmann gewonnen, der die Branche aus dem Effeff kennt. In der wichtigen Übergangsphase können nun ohne lange Einarbeitung von ihm die entscheidenden Prozesse in Gang gesetzt werden. Es gilt, die Kontinuität in der Sacharbeit sicherzustellen und zeitnah die Neubesetzung zu regeln,“ sagt TSD-Präsident Thomas Radermacher und legt den Fokus damit direkt auf das Tagesgeschäft.

So muss beispielsweise das GEG weiter fachlich begleitet werden, um sicherzustellen, dass der Ausblick von MdB Daniel Föst auch Realität wird. Zudem evaluiert eine aktuelle Umfrage die gegenwärtige Fachkräftesituation, während im Arbeitsschutz die TRGS 553 Holzstaub nachgeschärft werden muss. Außerdem steht die konzeptionelle Weiterentwicklung der TSD-Branchenmarke und der Online-Kundenkommunikation auf dem Programm.