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Autor: Hahn, Sebastian

„Sicam“ 2023

Online-Anmeldungen ab sofort möglich

Besucher können sich jetzt für die „Sicam“ 2023 anmelden. Eine Liste der Aussteller, die vom 17. bis 20. Oktober in Pordenone ihre Innovationen zeigen, ist auf www.exposicam.it einsehbar. Dort gibt es auch das Anmeldeformular, um den persönlichen QR-Code bequem und rechtzeitig für den Zugang zur Messe zu erhalten. Der Eintritt, der Geschäftsleuten vorbehalten ist, ist kostenlos.

Eine gute Nachricht erwartet die Aussteller und Besucher der „Sicam“ 2023: Die Halle 5 des Messegeländes wird vergrößert, mit neuen direkten Verbindungen zu den Pavillons 4 und 6 und einem weiteren Café. 3.000 m² zusätzliche Fläche für Stände und Dienstleistungen werden in der neuen Struktur zur Verfügung stehen: eine erneuerte Aufteilung der Halle, für eine andere, aber immer einfache Besuchsroute mit einem direkten Zugang vom zentralen Eingang des Messegeländes.

Weiterbildung rund um Digitaldruck

Die DIPA betrachtet sich selbst als „Zukunftswerkstätte“ für die Druck-Technologie. Ihr Ziel ist es, Interessenten und Dienstleister gemeinsam an einen Tisch zu bringen, Wissen über technologische Voraussetzungen und gestalterische Möglichkeiten zu vermitteln und das innovative Druckverfahren möglichst vielen Verarbeitern zugänglich zu machen. Neben regelmäßigen Veranstaltungen und Kongressen wurde nun als Ergänzung die DIPA Academy gegründet, die künftig zwei verschiedene Kurspakete anbietet.

Der „Compass-Course“ vermittelt in 3,5 Tagen grundlegendes Wissen rund um den digitalen Dekordruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dabei geht es nicht nur um die technologischen Grundlagen, sondern auch um Anwendungsfelder und Trends, die anhand zahlreicher Fallbeispiele geschildert werden. Damit ist der Compass-Course der ideale Einstieg in die Materie für Entscheidungsträger in Unternehmen, die sich über Möglichkeiten und Chancen der neuen Technologie informieren wollen oder bereits den Einstieg in die Welt des digitalen Dekordrucks planen. Ergänzend dazu bietet die DIPA Academy einen „Expert-Course“, eine dreimonatige berufsbegleitende Ausbildung für Entscheidungsträger und Praktiker. Der Expert-Course vermittelt umfassendes Expertenwissen vom Design und der Erstellung von Druckvorlagen über den Druck selbst bis zur Nachbearbeitung und Veredelung der Oberfläche. Beide Kurse werden künftig an zwei Terminen pro Jahr angeboten; der erste Compass-Course findet von 7. bis 10. November 2023 statt, der Expert-Course startet am 11. September 2023. Beide Ausbildungen werden teils in Online-Einheiten, teils in der Dipa-Academy in Feldkirchen / Kärnten durchgeführt.

Nähere Informationen und Anmeldung unter www.dipa-academy.com.

Hawa

Die Produktion läuft wieder

Nach einem Cyberangriff auf die IT-Systeme der Hawa Sliding Solutions AG Ende April 2023 ist der Schweizer Schiebebeschlaghersteller seit 22. Mai wieder lieferfähig. Inzwischen hat das Unternehmen die IT-Infra­struktur auf einem höheren Sicherheitslevel neu aufgebaut und seine Waren in den beiden Werken in Mettmenstetten und Sirnach vollstän­dig inventarisiert. In der Woche ab 5. Juni lief die Produktion nach fünfwöchiger Unterbrechung wieder an. Die Arbeiten, um zu den ge­wohnten Leistungskapazitäten zurückzukehren, werden aber noch die nötige Zeit in Anspruch nehmen.

„Die gründliche Überprüfung, die Bereinigung und die Wiederherstel­lung der Systeme war mit einer hohen Kraftanstrengung verbunden“, er­klärt Gianni Belotti, Manager Business Applications. Die Mühe habe sich aber gelohnt, um die Gefahr eines erneuten Angriffes zu minimieren. In­zwischen kann Hawa seinen Distributionscenter in Deutschland wieder beliefern; die gesamte Standard-Produktpalette ist verfügbar. Nur bei ausgewählten Produkten kommt es voraussichtlich noch bis Juli zu län­geren Lieferzeiten.

Der Kundenservice, der zu jeder Zeit für die Hawa-Partner erreichbar war, prüft derzeit jeden Auftrag einzeln und bespricht Liefer- und Abhol­zeiten individuell mit den Kunden. Aufträge, die vorübergehend nur ma­nuell entgegengenommen werden konnten, stehen inzwischen im ERP-System. Aktuelle Aufträge werden wieder direkt erfasst und teilautoma­tisiert weiterbearbeitet. In Absprache mit den internationalen Vertriebs­teams priorisiert Hawa Bestellungen bzw. führt sie – in Abhängigkeit von der Warenverfügbarkeit – in Teillieferungen aus.

Für die Planung von größeren Projektaufträgen sei die individuelle Ab­stimmung mit dem Vertrieb nötig, um Lieferzeiten einschätzen zu kön­nen, sagt der Leiter des Kundenservices, André Saiu: „Diese direkte Kommunikation ist uns wichtig, um unsere Kunden bestmöglich zu un­terstützen und Planungssicherheit zu bieten.“

Es sei dem Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem ständigen Dialog mit Kunden und Lieferanten zu verdanken, dass Hawa nun wieder zukunftsorientiert agieren könne, betont CEO Ezequiel Di Claudio.

https://www.hawa.com

Kati Meyer-Brühl gewinnt „Red Dot Design Award“ mit „Grace Wood“

Behutsam aus nur wenigen Materialien konstruiert, lassen sich die Sessel „Grace Wood“ mühelos transportieren und passen mit ihrer klaren, minimalistischen Form passt in jedes Umfeld. Die grazile Formensprache setzt feine, moderne Designakzente. Der hohe Sitzkomfort, beim Highback Chair mit verstellbarem Kopfteil, lädt zum Verweilen ein. Dafür erhielt „Grace Wood“ dieses Jahr den „Red Dot Design Award“.

Hettich

Gemeinde Kirchlengern widmet Anton Hettich eine Straße

Die Gemeinde Kirchlengern hat die Vahrenkampstraße in Kirchlengern in die Anton-Hettich-Straße umbenannt. Damit würdigt sie das Lebenswerk des langjährigen geschäftsführenden Gesellschafters Anton Hettich. Im April 2021 war er nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren verstorben. Durch sein Engagement und seinen Ideenreichtum entwickelte Anton Hettich die Firma zu einem international erfolgreichen Unternehmen. Am 12. Juni, dem Geburtstag von Anton Hettich, kamen rund um das Hettich Forum seine Familie und Freunde sowie Vertreter des Unternehmens Hettich und der Politik zusammen, um die Straße feierlich einzuweihen.

Unter Anton Hettichs Führung kam das Unternehmen 1966 nach Kirchlengern und wuchs zu einem der größten Arbeitgeber des Kreises Herford heran. „Wir möchten Anton Hettich für sein Wirken in unserer Gemeinde ehren“, berichtet Rüdiger Meier, Bürgermeister Gemeinde Kirchlengern. „Er hat durch sein außergewöhnliches unternehmerisches Handeln viel bewegt und sich stets für Kirchlengern und seine Menschen eingesetzt.“

Anton Hettich war Unternehmer mit Herz und Leidenschaft. Durch sein Engagement und seinen Ideenreichtum entwickelte er die Firma Hettich in dritter Generation zu einem international erfolgreichen Unternehmen. „Noch heute gibt es viele Kolleginnen und Kollegen bei Hettich, die sich gut an Anton Hettich erinnern“, berichtet Sascha Groß, Geschäftsführer der Hettich Gruppe. „Anton Hettich wurde im Unternehmen sehr geschätzt und würde die Umbenennung der Vahrenkampstraße in die Anton-Hettich-Straße gewiss als eine Ehre bezeichnen, die allen bei Hettich zu Teil wird“, ergänzt Jana Schönfeld, Geschäftsführerin der Hettich Gruppe.

Auch nach seinem Tod wirkt Anton Hettich weiter. „Soziales und ehrenamtliches Engagement lag meinem Vater sehr am Herzen“, betont Dr. Andreas Hettich, Beiratsvorsitzender der Hettich Gruppe. „Es war ihm ein wichtiges Anliegen, Bildung, Ausbildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu fördern.“ So gründete Anton Hettich 1992 die Anton Hettich-Stiftung, die beispielsweise seit vielen Jahren die Musikschulen im Kreis Herford unterstützt.

Es war nicht überraschend, dass der Vorschlag von der Gemeinde Kirchlengern, eine Straße nach Anton Hettich zu benennen, großen Zuspruch erhielt. Die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Straßen und Verkehr der Gemeinde Kirchlengern haben einstimmig für diesen Antrag gestimmt. Zuvor hat die Gemeinde mit den Anwohnern der Straße gesprochen. „Alle waren einverstanden, denn sie pflegen ein gutes Verhältnis zur Firma Hettich“, informiert Meier. „Die Hettich Gruppe ist ein ungemein bedeutendes Unternehmen für unsere Region und ein wichtiger Teil der industriellen Basis der heimischen Wirtschaft. Ich freue mich daher sehr über diese Form der Wertschätzung durch die Gemeinde Kirchlengern“, berichtet Jürgen Müller, Landrat Kreis Herford.

„Wir werden die Hettich Gruppe im Sinne meines Vaters weiterentwickeln. Deswegen freue ich mich sehr, zukünftig in die Anton-Hettich-Straße einbiegen zu dürfen, wenn ich zum Hauptsitz unseres Familienunternehmens fahre“, erzählt Dr. Hettich dankbar.

Deutsche Gütegemeinschaft Möbel

Anforderungen für Möbel im Prüflabor

Produkte, die in Deutschland auf den Markt kommen, müssen ein Mindestmaß an Qualität und Sicherheit bieten. Wem das nicht ausreicht, der sollte beim Möbelkauf auf das „Goldene M“ achten, rät die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM). „Die Güte- und Prüfbestimmungen für das ‚Goldene M‘ sind strenger und umfassender als der gesetzliche Standard. Nach mehreren Stresstests im Prüflabor und in der Klimakammer sind die ausgezeichneten Möbel gewappnet für ein langes und sicheres Produktleben“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.
 
23 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit – klingt wie Traumwetter und entspricht tatsächlich dem Durchschnittsklima in deutschen Wohnungen. Diesem Mikroklima nachempfunden sind auch die Umgebungsbedingungen im Prüflabor, wenn viele tausend Male Sofaoberflächen bei maschinellen Scheuertouren auf die Probe gestellt, Stuhlkonstruktionen und Regalböden durch die Bewegung und den Druck von Hydraulikstempeln belastet oder Schrankscharniere von einer in die andere Richtung bewegt werden. Bei Stresstests für die Möbel simulieren Maschinen die alltägliche Nutzung durch den Menschen – von der jahrelangen Belastung von Polstermöbeln und Matratzen über das Scheuern von Kleidung an Sitzflächen, Kopfstützen und Armlehnen bis hin zum Öffnen und Schließen von Schranktüren und Schubladen. „Hinzu kommen chemische Tests und Schadstoffprüfungen, mit denen selbst kleinste Mengen möglicherweise bedenklicher Inhaltsstoffe ausgeschlossen werden“, sagt Winning.
 
Viele Grenzwerte für Inhaltsstoffe und Emissionen beispielsweise von Leim und Lösemitteln, aber auch von Holzwerk- und Schaumstoffen, Textilien, Leder und Massivholz sind beim „Goldenen M“ strenger als es der Gesetzgeber fordert. „Das garantiert selbst besonders empfindlichen Menschen und kleinen Kindern die Gesundheitsverträglichkeit der Möbel und trägt oben drein zu deren guter Umweltverträglichkeit bei“, so der Möbelexperte. Doch damit nicht genug des Prüfungsstresses: In Klimakammern werden neben etwaigen Ausdünstungen bei Durchschnittsklima auch die Verarbeitung der Möbel unter Extrembedingungen auf den Prüfstand gestellt. Schließlich müssen Materialien und Verbindungen zum Teil auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie im Badezimmer oder in der Küche vorkommt, dauerhaft gesundheitsverträglich und stabil bleiben. Jochen Winning erklärt: „Das ‚Goldene M‘ basiert auf den strengen Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ-430. Diese geben sowohl allgemeine Qualitätsanforderungen als auch segment-spezifische Kriterien vor, beispielsweise für Bad-, Küchen- und Gartenmöbel oder auch für die Kinderzimmereinrichtung.“
 
An Kindermöbel stellt die DGM die strengsten Anforderungen. Die Abstände der Gitter bei Kinderbetten zum Beispiel seien nicht nur eine Frage der Qualität, sondern auch der Sicherheit. Sie müssen den strengen Maßvorgaben des „Goldenen M“ entsprechen. „Nur wenn die geprüften Möbel alle Tests bestehen, qualifizieren sie sich für das RAL-Gütezeichen und gelangen mit dessen umfassenden Qualitätsversprechen in den Möbelhandel“, so der DGM-Geschäftsführer. Dem Endkunden diene das „Goldene M“ daher als verlässlicher Wegweiser hin zu nachgewiesener Möbelqualität, die sich durch Langlebigkeit, Sicherheit und zuverlässige Funktionalität sowie nachgewiesene Gesundheits- und Umweltverträglichkeit der ausgezeichneten Möbel bezahlt macht.

Interface

Gewinner des „Deutschen Awards für Nachhaltigkeitsprojekte“ 2023

Interface möchte mit seiner Mission „Climate Take Back“ zur Umkehr der globalen Erwärmung beitragen. Denn den bereits vom Menschen an der Natur verursachten Schaden zu begrenzen, reicht nicht aus, um die Zukunft zu verändern. Daher ist das Ziel des Herstellers von modularen Bodenbelägen, als Unternehmen bis 2040 CO2-negativ zu sein. Für seine Mission und die damit verbunden Meilensteine ist Interface jetzt als Gewinner des „Deutschen Awards für Nachhaltigkeitsprojekte“ 2023 in der Kategorie „Strategie – kleine und mittlere Unternehmen“ ausgezeichnet worden. Vergeben wird der Preis vom Nachrichtensender NTV, dem DUP Unternehmer Magazin und dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ). Ruth Prinzmeier, Sustainability Manager Interface Deutschland, nahm am Dienstag, 6. Juni die Auszeichnung bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin entgegen.

„Wir verfolgen bei Interface eine stringente Nachhaltigkeitsstrategie – und das bereits seit 30 Jahren“, so Ruth Prinzmeier. „Wir haben bereits einiges geschafft, wie zum Beispiel die deutlichen Reduzierungen an CO2-Emissionen über unsere gesamte Wertschöpfungskette. Wir sind bereits ein klimaneutrales Unternehmen mit klimaneutralen Produkten über den gesamten Lebenszyklus. Das sind wichtige Meilensteine und wir haben noch einiges zu tun, um unser Ziel, ein regeneratives Unternehmen zu werden, zu erreichen. Wir freuen uns, dass unsere Strategie und Ergebnisse die Jury überzeugt haben und sie Vertrauen in uns setzt, unser selbst gestecktes Ziel zu erreichen.“

Der „Deutsche Award für Nachhaltigkeitsprojekte“ wird 2023 zum dritten Mal vergeben. Schirmherrin des Awards ist Brigitte Zypries, Bundesministerin a.D. Eine hochkarätige Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien unter Vorsitz von Yvonne Zwick, Vorsitzende von B.A.U.M. e.V., bewertete die eingegangenen Nominierungen.

Daten Competence Center

Gemeinsames Datenformat „IDM Living“ gestartet

Die Arbeitskreise des Daten Competence Center (DCC)treiben Standardisierung der Datenkommunikation voran. Im Kontext zur Arbeit der unabhängigen Branchenorganisation für Datenkommunikation und -standardisierung, dem Daten Competence Center in Herford, prägten zuletzt wichtige Themen wie der DCC Digitalindex, „moebel@digital“, Eclass oder der Digitale Produktpass das Bild in der Fachöffentlichkeit.

Parallel wird das Herzstück des gemeinsamen Datenaustauschs, das Integrierte Datenmodell „IDM“, in den entsprechenden Arbeitskreisen weiterentwickelt, angepasst oder – wie aktuell – mit einem „großen Wurf“ zusammengeführt. Denn seit 1. Mai ersetzt das neue „IDM Living 4.0.0“ die bisherigen selbständigen Spartenformate „IDM Polster“ und „IDM Wohnen“.

Damit können ab sofort Polster-, Wohn- beziehungsweise Kastenmöbel in einem Konfigurator und über ein Datenformat abgebildet und kommuniziert werden. Die zahlreichen Vorteile erstrecken sich von Arbeitserleichterungen in den IT-Abteilungen der Unternehmen sowie einer weiteren Fehlerminimierung bis hin zur Konzentration der Datenstrukturen und folglich höherer Gestaltungswirksamkeit im Markt.

Als vor rund zwölf Jahren das „IDM Polster“ an den Start ging, war dieser gewaltige Entwicklungsschritt nicht absehbar. Zu groß waren das Denken in Branchensegmenten, zu groß die Unterschiede bei der Datenkommunikation. Erst Jahre später wurde das „IDM Wohnen“ erfolgreich implementiert und bereits nach einiger Zeit stellten sich viele parallele Strukturen zwischen den beiden Formaten heraus.

Ende 2021 fiel schließlich in beiden zugeordneten Fachbeiräten die Entscheidung, beide Formate zusammenzuführen. Zehn Arbeitskreis-Sitzungen beziehungsweise 16 Monate später steht das neue Format „IDM Living“ bereit und wird sukzessive in die Unternehmen sowie Softwarehäusern überführt.

Damit kommunizieren deutlich mehr Partner auf Grundlage eines Datenformats, auch die Pflege und künftige Formatfortschreibung werden somit klarer und schneller umsetzbar. Wodurch auch die Datenqualität steigt. Und beide Branchenzweige sowie das DCC kommen mit der Formatfusion der Lösung mancher der anstehenden Herausforderungen im Online-Vertrieb – wie Fotorealismus, Detailtreue, Dreidimensionalität und Möbelvisualisierung in wechselnden Blickwinkeln in Echtzeit – einen deutlichen Schritt näher.

Effizienz-Agentur NRW/VDM

Erste Workshops zu Circular-Design-Strategien erfolgreich abgeschlossen 

Circular Economy ist ein strategischer Ansatz, um den Herausforderungen der Rohstoffabhängigkeit und des Klimawandels zu begegnen. Mit „Circo“ bietet die Effizienz-Agentur NRW (EFA) aus Duisburg ein kostenfreies Workshop-Konzept an, das Unternehmen dabei unterstützt, neue zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Gemeinsam mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) bot die Agentur im April und Mai erstmals einen „Circo“-Track für die Möbelbranche an. Insgesamt neun Unternehmen aus ganz Nordrhein-Westfalen nahmen daran teil. Am 31. Mai präsentierten die Teilnehmenden ihre erarbeiteten Ideen und Konzepte in einem Abschlussworkshop im Museum Marta in Herford.

„In der Möbelindustrie bestehen große Potenziale, Produkte länger im Nutzungskreislauf zu halten – ob durch Reparatur-Angebote, Wiederaufbereitung oder die Erschließung neuer Märkte für die Weiternutzung von Sofas, Tischen und Stühlen“, so Stefan Alscher, Ressourceneffizienz-Berater der Effizienz-Agentur NRW. „Zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle können dabei einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum leisten und ermöglichen es gleichzeitig, Ressourcen und Umwelt zu schonen.“ 

In insgesamt vier Workshops wurden die bestehenden linearen Geschäftsmodelle der Unternehmen untersucht und identifiziert, welche Potenziale für zirkuläre Lösungen bestehen..

Die Workshopreihe schlossen unter anderem Addupp, Burgbad, Nobilia, Rotpunkt Küchen, Poggenpohl, König + Neurath, Sudbrock und Rehau erfolgreich ab.

„Der durch die EFA gut organisierte ,Circo‘-Track hat aus unserer Sicht dazu beigetragen, dass sich die teilnehmenden Unternehmen aus der Möbelindustrie und der Möbelzulieferindustrie mit dem Thema Zirkularität von Produkten strukturiert auseinandergesetzt haben und mit selbst definierten Projekten gestartet sind, die sie nun in den nächsten Monaten weiterentwickeln werden“, sagt Heiner Strack, Leiter Technik, Umwelt und Normung der Verbände der Möbelindustrie.

Auch teilnehmende Unternehmen zogen ein positives Fazit: „Der offene Austausch mit den anderen Teilnehmern der Branche erweiterte die Perspektive und war für uns sehr inspirierend. Der ,Circo‘-Track war einfach eine runde Sache“, sagt Dr. Susanne Steinhauer, Head of sustainability management von Burgbad. 

„Das besondere an diesem Track war es, dass erstmals mehrere Akteure einer Branche zusammengearbeitet haben“, so Linda Dierke, Leiterin Geschäftsfeld Entwicklung & Kooperationen der Effizienz-Agentur NRW, die den Track ebenfalls begleitete. „Unser Ziel ist es, diesen Austausch über den ,Circo‘-Track hinaus zu unterstützen und gegebenenfalls auch andere wichtige Akteure wie zum Beispiel den Handel zu integrieren.“