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Autor: Hahn, Sebastian

Im Schnitt 405.000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden in der Bundesrepublik Deutschland seit Beginn der Baustatistik im Jahr 1950 durchschnittlich 405.000 neue Wohnungen pro Jahr fertiggestellt. Die Zahl fertiggestellter Wohnungen im Jahr 2022 lag mit 295.300 somit rund 27 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 1950 bis 2022.

Den bisher höchsten Stand erreichte der Wohnungsbau 1973 mit gut 714.200 fertiggestellten Wohnungen im früheren Bundesgebiet. Nach der deutschen Vereinigung war 1995 das Rekordjahr mit rund 602.800 neuen Wohnungen im gesamtdeutschen Bundesgebiet. Die wenigsten Wohnungen wurden im Zuge der globalen Finanzmarktkrise im Jahr 2009 fertiggestellt (159 000).

Seitdem ist der Wohnungsbau bis 2020 auf 306.400 Fertigstellungen kontinuierlich gestiegen. Nach einem Rückgang um 4,2 Prozent zum Vorjahr auf 293.400 neue Wohnungen im Jahr 2021 stieg die Zahl 2022 wieder leicht an: um 0,6 Prozent auf 295.300 Wohnungen. Darin sind sowohl die Baufertigstellungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, jährlich 400.000 neue Wohnungen in Deutschland zu schaffen. Einschließlich Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Womit sie leicht unter dem Durchschnitt bleibt.

Der anhaltende Wohnungsbau hat den Wohnungsbestand über die Jahrzehnte stetig steigen lassen. Der großen Wohnungsnot in den ersten Nachkriegsjahren begegnete man insbesondere mit staatlich gefördertem, sozialem Wohnungsbau. Insgesamt gab es im Jahr 1950 knapp 15,8 Millionen Wohnungen. Dabei wurden im früheren Bundesgebiet rund 10,7 Millionen Wohnungen gezählt, in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) waren es 5,1 Millionen Wohnungen. Seitdem hat sich der Wohnungsbestand, bezogen auf das heutige gesamtdeutsche Bundesgebiet, knapp verdreifacht (plus 173 Prozent): Zum Jahresende 2021 gab es 43,1 Millionen Wohnungen in Deutschland. Im selben Zeitraum ist die Bevölkerung auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik um 20 Prozent gewachsen – von gut 69,3 Millionen Menschen im Jahr 1950 auf rund 83,2 Millionen im Jahr 2021. 

Mit dem gesellschaftlichen Wandel und dem zunehmenden Wohlstand sind über die Jahrzehnte auch die Ansprüche gestiegen, die die Menschen hierzulande etwa an die Größe und Ausstattung ihrer eigenen oder gemieteten vier Wände haben. Allein in den drei Jahrzehnten seit der deutschen Vereinigung ist diese Entwicklung deutlich sichtbar. Rein rechnerisch hatte eine Person Ende 2021 im Schnitt 47,7 Quadratmeter Wohnfläche und 2,3 Wohnräume zur Verfügung. 1991 waren es durchschnittlich noch 34,9 Quadratmeter Wohnfläche und 1,8 Wohnräume pro Person. Das entspricht einem Anstieg der durchschnittlichen Wohnfläche pro Kopf um rund 37 Prozent binnen 30 Jahren. Die Durchschnittsgröße einer Wohnung ist in diesem Zeitraum von 82,1 Quadratmetern auf 92,1 Quadratmeter Wohnfläche gestiegen.

Mit dem Trend zu mehr Wohnraum ging auch ein gestiegener Anteil von Einfamilienhäusern am Wohnungsbestand einher, wenngleich dieser deutlich moderater zugenommen hat. Ende 2021 waren zwei von drei Wohngebäuden (66,8 Prozent) Einfamilienhäuser, also Wohngebäude mit nur einer Wohnung. 1994, als diese Daten erstmals detailliert für das gesamtdeutsche Bundesgebiet vorlagen, waren es noch 61,7 Prozent der Wohngebäude. Im selben Zeitraum sank der Anteil von Zweifamilienhäusern oder Wohngebäuden mit zwei Wohnungen von 20,4 Prozent auf 16,3 Prozent, der Anteil der Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen ging von 18,0 Prozent auf 16,8 Prozent zurück. Damit machten Ein- oder Zweifamilienhäuser zuletzt 83,1 Prozent aller Wohngebäude aus. 

DeinSchrank.de

Hat Insolvenz angemeldet

Schlechte Nachrichten von DeinSchrank.de: Das Unternehmen musste am Montag beim Amtsgericht Bonn Insolvenz anmelden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Bonner Rechtsanwalt Dr. Biner Bähr bestellt.

Im Mai 2022 hatte der Kölner Company Builder Equivia Partners die Mehrheit an der Deinschrank.de-Gruppe erworben. Mitgründerin und Geschäftsführerin Gisela Cousland hat das operative Geschäft weitergeführt.

Die DeinSchrank.de GmbH ist ein deutsches E-Commerce-Unternehmen für maßgefertigte Möbel. Im hochautomatisierten Werk in Rheinbach fertigt es nach dem Leitgedanken der Industrie 4.0. Im Online-Konfigurator mit 3D-Ansicht gestaltet der Kunde sein Möbelstück und beeinflusst mit jedem Klick den Endpreis. Zusätzlich zu einem Besuch in den Ausstellungen können die Kundinnen und Kunden eine persönliche Beratung per Chat, Mail oder Telefon in Anspruch nehmen. Seit der Gründung 2010 ist deinSchrank.de die Märkte in sieben europäischen Ländern aktiv.

Tischlerverband Rheinland-Pfalz

Kreativer Nachwuchs überzeugt im Wettbewerb

Luke Chelius aus Otterberg, Auszubildender bei Innenausbau Jacob in Enkenbach-Alsenborn, ist Sieger des Lehrlingswettbewerbs im rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerk 2023. Sein Kinderwipptisch „Ki Wipp Ti“ ist das herausragende Werkstück des Nachwuchswettbewerbs. Zweiter Sieger ist Henrik Obert aus Mainz. Er reichte einen außergewöhnlichen Mikado Spieltisch zum Wettbewerb ein. Obert wird in der Mainzer Stauder GmbH & Co. KG ausgebildet. Markus Reiter aus Rehlingen-Siersburg, Auszubildender der Möbeltischlerei Norbert Brakonier, sicherte sich den dritten Rang mit seinen drei beleuchteten „Tetes de bois“.

Alle 13 Wettbewerbsteilnehmer wurden im Kinosaal 2 des Kinopolis Koblenz durch Dr. Martin Hummrich, Ableitungsleiter „Mittelstand, Industrie und Innovation“ im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, den stellvertretenden Landesinnungsmeister Wolfram Lehnen und Hermann Hubing, Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Tischlerverbands, ausgezeichnet.

Hummrich lobte die Leistungen der Teilnehmer und hob sich in seiner Festrede überdies die Bedeutung von gut ausgebildeten Nachwuchstalenten für das Handwerk hervor. Die Aufgaben der Zukunft ließen sich nicht ohne Fachkräfte aus dem Handwerk bewältigen. Auch Lehnen und Verbandsgeschäftsführer Hubing betonten die Bedeutung des eigenständigen Gestaltens bei der Arbeit, dies sei für viele Tischler auch im späteren Berufsleben ein großer Antrieb. Die Freude an Form und Gestaltung spreche aus allen Wettbewerbsarbeiten. „Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ich Ihre Gesellenstücke im Landeswettbewerb ‚Die gute Form‘ wiedersähe“, resümierte Hubing. An den Vertreter des Wirtschaftsministeriums wandte der Verbandsgeschäftsführer sich hingegen mit der Bitte um großzügigere Förderung der Selbständigkeit im Handwerk.

Jurymitglied Frank Sprenger, Berater für Restaurierung und Denkmalpflege an der HWK Koblenz, erläuterte zudem den zahlreich anwesenden Gästen, was ihn und seinen beiden Mitjurorinnen, Tischlerin und Diplom-Produktdesignerin Karin Bille und Alexandra Birk-Märker, Oberstudiendirektorin von der Berufsbildenden Schule Mayen, bei den Siegerarbeiten besonders beeindruckt hat.

Der Lehrlingswettbewerb des rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks, der jährlich vom Landesinnungsverband unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums ausgerichtet wird, richtet sich an Auszubildende des zweiten Ausbildungsjahres, die zusätzlich zu ihrer Ausbildung im Bereich der Formgebung und Gestaltung Erfahrungen sammeln möchten. Er unterstützt die weitergehende Beschäftigung mit der Gestaltung, die einerseits Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist, andererseits aber auf die individuellen Wünsche späterer Kunden eingehen soll.

Jowat

Erhält „ISCC Plus“ Zertifizierung

Jowat SE verfügt nun über eine „ISCC Plus“ („International Sustainability and Carbon Certification“) Zertifizierung für ihre deutschen Produktionsstandorte in Detmold und Elsteraue. Darüber hinaus plant der international tätige Hersteller weitere Standorte der Gruppe zu zertifizieren. Dank dieser Zertifizierung ist es Jowat möglich, Kunden über Massenbilanzzertifikate an einem nachhaltigen Wertstrom zu beteiligen. Neben den Jowat „Green Adhesives“ bietet Jowat somit künftig auch etablierte Klebstoffe in einer nachhaltigen Variante an.

Beim Massenbilanzverfahren sind biobasierte oder recycelte Rohstoffe bereits frühzeitig Teil der Rohstoffgewinnung und werden schließlich rechnerisch den fertigen Klebstoffen zugeordnet. So lassen sich fossile Rohstoffe einsparen, gleichzeitig aber bleiben Qualität und Leistungsfähigkeit der Klebstoffe identisch. Der Vorteil für die Herstellung: Die bewährten Formulierungen, Verarbeitungsanlagen und Fertigungsprozesse können unverändert weiter genutzt werden.

„ISCC“ ist ein international anerkanntes System für die Nachhaltigkeitszertifizierung unter anderem von Biomasse und Bioenergie. Der Standard deckt alle Stufen der Wertschöpfungskette ab und ist weltweit verbreitet. Im Rahmen der „ISCC Plus“ Massenbilanzzertifizierung wird der Einsatz nachwachsender Rohstoffe bis zum verkaufsfertigen Produkt mit Nachhaltigkeitsangaben nachweisbar zurückverfolgt.

„Die erste ,ISCC Plus‘ Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt für die gesamte Jowat Gruppe und stärkt uns in unserer Strategie, das Kleben nachhaltiger zu gestalten“, erläutert Dr. Christian Terfloth, Vorstandsmitglied der Jowat SE. „Für die chemische Industrie ist der Massenbilanz-Ansatz eine große Chance. Er ermöglicht uns eine aktive und erfolgreiche Teilhabe am europäischen Green Deal.“

Im Themenfeld Nachhaltigkeit sieht sich Jowat als Innovationsführer. Mit den Jowat „Green Adhesives“ verfügt der Klebstoffexperte schon jetzt über ein umfangreiches Portfolio nachhaltiger Klebstoffe für die meisten Anwendungsbereiche. Das selbst gesteckte Ziel: Bis 2025 sollen mindestens 80 Prozent der Jowat Innovationen die strengen Nachhaltigkeitskriterien des Herstellers erfüllen.

Häfele

Stiftete Freilufthalle für Nagold

Anlässlich seines 100. Firmenjubiläums machte Häfele seiner Heimatsstadt Nagold ein nachhaltiges Geschenk: die „Häfele Arena“, die am 23. Juni eröffnet wurde.
Dabei handelt es sich um eine vielseitig nutzbare Freilufthalle, die ab sofort mitten in der Stadt allen Nagolder Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht.

Häfele ist dankbar – für die soliden Wurzeln im Schwarzwald und für die langjährige, gegenseitige Unterstützung zwischen Stadtverwaltung, Nagolder Bürgerinnen und Bürgern und dem Unternehmen. „Nagold und Häfele, das ist quasi eine Symbiose“, so Oberbürgermeister Jürgen Großmann. Mit der neuen Freilufthalle setzt Häfele ein Zeichen für Verbundenheit und Nachhaltigkeit mitten in der Stadt.

Häfele hat sich 2022 mit dem Beitritt zur „WIN!“-Charta des Landes Baden-Württemberg ganz klar dazu bekannt, ökonomisch, ökologisch und sozial Verantwortung zu übernehmen. Mit dem „WIN!“-Projekt „Häfele Arena“ füllt das Unternehmen diesen Anspruch nun mit Leben.

Im Eingangsbereich des Stadtparks Kleb unweit des Badeparks und der Nagolder Altstadt, bietet die Häfele Arena vielfältige Möglichkeiten. Sie kann ganzjährig sowohl für sportliche, als auch für zahlreiche andere Aktivitäten genutzt werden. Damit entlastet sie die bestehenden Kernstadthallen und steht Privatleuten, Schulen, Vereinen, Institutionen, Betrieben und privaten Sportgruppen zur Verfügung. Über eine spezielle App kann jeder die Halle buchen.

Die Arena unterstützt das Thema „Gesundheit & Soziales Miteinander“, das Häfele unter anderem im Rahmen der Charta als zentrale Aufgabenstellung für die Umsetzung im laufenden Jahr definiert hat. „Das individuelle Wohlbefinden wird durch das gelebte soziale Miteinander stark geprägt und durch den Faktor Gesundheit wesentlich beeinflusst. Mit unserem ,WIN!‘-Projekt möchten wir hier ansetzen und in unserem direkten Umfeld Gutes tun – für unsere Mitarbeitenden und für ihre Familien, für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nagold und Menschen aus der Umgebung, für die Entwicklung unseres Standortes und der Region“, so Sibylle Thierer, Vorsitzende des Häfele Verwaltungsrats und langjährige Unternehmensleiterin.

Die Halle mit einer Grundfläche von 13×15 Metern ist ressourcenschonend geplant und gebaut: Sie benötigt weder Heizung noch Klimaanlage oder Belüftung, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert künftig mehr Strom als für den Betrieb benötigt. Damit werden die Soundanlage, LED-Beleuchtung, Kamera- und Durchsagesystem und eine digitale Anzeigentafel betrieben. Zum Fußball-, Handball, Volleyball-, Badminton oder Hockeyspielen stehen alle notwendigen Utensilien zur Verfügung. Ebenso gibt es Bodenplatten zur Überbauung des Kunstrasens für eine anderweitige Nutzung. „Das Konzept solcher Multifunktionshallen hat sich in anderen Städten bereits bewährt. Wir sind sehr froh, mit der Freilufthalle einen Beitrag für Schul- und Freizeitsport zu leisten. Bald wird die Häfele Arena sicher nicht mehr aus Nagold wegzudenken sein!“, so Gregor Riekena, Nachfolger von Sibylle Thierer an der Spitze des Familienunternehmens.

Podcast #28

Warum Licht für den Menschen so wichtig ist

Wie wirkt Licht auf den Menschen, auf welche Weise kann es sogar der Gesundheit förderlich sein und worauf sollte bei Einsatz und Installation geachtet werden? Darüber spricht Rolf Göbel, Initiator der Plattform Lichtexperte.de, mit Stefan Müller, Redakteur der „möbelfertigung“, und zeigt interessante Aspekte zum Thema Licht auf.

HIER reinhören und überall, wo es Podcasts gibt.

Sie haben ein spannendes Thema, über das Sie gern mal mit einem Redakteur der „möbelfertigung“ im Podcast diskutieren möchten? Dann melden Sie sich bei Redakteurin Doris Bauer, doris.bauer@vincentz.net.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Produkt in einem Podcast zu bewerben. Oder auch als Premium-Sponsor bei jedem neu erscheinenden Podcast genannt zu werden. Über sämtliche zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert Sie gerne Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net.

Henkel

Feiert 100 Jahre Adhesive Technologies

Vor genau 100 Jahren begann Henkel seine ersten Klebstoffe an benachbarte Unternehmen zu verkaufen. Von der Entwicklung von Klebstoffen für Waschmittelverpackungen für den Eigenbedarf bis zu den fortschrittlichen Lösungen in mehr als 800 Industriesegmenten von heute, sind die weltweit führenden Klebstoffe, Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen des Unternehmens integraler Bestandteil unzähliger Konsum- und Industriegüter geworden.

„Mit unserem Pioniergeist und unserer Innovationskraft haben wir uns in den vergangenen 100 Jahren zum weltweit größten Hersteller von Klebstoffen, Dichtstoffen und Funktionsbeschichtungen entwickelt und damit Mehrwert für mehr als 100.000 Industriekunden sowie Millionen von Verbrauchern geschaffen. Mit der Entwicklung nachhaltiger Lösungen, die eine Kreislaufwirtschaft und die Reduzierung von CO2 ermöglichen, wollen wir die nächste Stufe der Wertschöpfung in unseren Branchen auf der ganzen Welt erreichen“, erklärt Mark Dorn, Vorstand bei Henkel für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies. „Damals wie heute arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und gemeinsam innovative Produkte und Lösungen zu entwickeln.“

Der Beginn der Erfolgsgeschichte: Nach Ende des Ersten Weltkriegs drohte infolge der Rhein- und Ruhrbesetzung ein Versorgungsengpass von Klebstoffen am Heimatstandort Düsseldorf, die zum Verschließen der eignen Produktverpackungen beispielsweise für Waschmittel notwendig waren. Henkel startete deshalb im Jahr 1922 mit der Entwicklung und Produktion von Papier-, Karton- und Paketklebstoffen für den Eigenbedarf. Mit Bau und Inbetriebnahme einer eigenen Leimfabrik startet das Unternehmen am 26. Juni 1923 auch den Verkauf von Klebstoffprodukten an benachbarte Firmen. Zu den ersten Produkten zählten der Malerleim Mala und der Tapetenkleister Tapa, beide auf Basis von Kartoffelmehl.

Henkel Adhesive Technologies hat Pionierarbeit durch patentierte Erfindungen und strategische Übernahmen geleistet. Zu den berühmten Erfindungen gehört beispielsweise der erste Pritt-Klebestift im Jahr 1969. Im Jahr 2001 erhielt Pritt das Qualitätssiegel ‚Space-Proof‘ und wurde zur Internationalen Raumstation ISS transportiert. Im Industriesektor haben die Klebstofflösungen von Henkel Produktionsprozesse und Produktdesigns in einer Vielzahl von Bereichen wie der Automobil-, Elektronik- und Verpackungsindustrie transformiert.

In den vergangenen 100 Jahren hat Henkel die Leistungsstärke seiner Lösungen immer wieder unter Beweis gestellt. So wurden beispielsweise 1987 Ceresit-Produkte bei der Renovierung der Chinesischen Mauer eingesetzt. Und 2015 entwickelte Henkel einen maßgeschneiderten Klebstoff, um den abgebrochenen Bart der berühmten Totenmaske des Tutanchamun wieder professionell zu befestigen.

Mit der Übernahme der Loctite Corporation im Jahr 1997 hat Adhesive Technologies durch die erfolgreiche Integration neuer Fähigkeiten sein Geschäft auf eine neue Stufe gehoben. Heute ist Loctite die größte Klebstoffmarke der Welt.

2022 hat Adhesive Technologies im Jahr 2022 am Heimatstandort in Düsseldorf das Inspiration Center Düsseldorf in Betrieb genommen. In dem modernen Innovationszentrum mit mehr als 30 Laboren arbeiten über 650 Henkel-Expertinnen und -Experten an Klebstoffen, Dichtstoffen und Funktionsbeschichtungen. Gleichzeitig dient das hochmoderne Gebäude als globales Kundenzentrum, in dem Adhesive Technologies sein gesamtes Technologieportfolio präsentiert und die Zusammenarbeit mit seinen Kunden aus über 800 Industriesegmenten intensiviert. Im Jahr 2023 wird der Unternehmensbereich ein weiteres globales Innovationszentrum in Shanghai schrittweise eröffnen.

Destatis

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe leicht gesunken

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2023 gegenüber März 2023 kalender- und saisonbereinigt um 1,3 Prozent gesunken.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2022 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 10,3 Prozent. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag im April 2023 mit einem Volumen von 8,0 Milliarden Euro trotz der deutlich gestiegenen Baupreise nur 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

In den ersten vier Monaten des Jahres 2023 sanken die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum kalender- und preisbereinigt (real) um 16,9 Prozent und nominal um 4,2 Prozent.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im April 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,8 Prozent zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 2,7 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro.

In den ersten vier Monaten des Jahres 2023 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 8,9 Prozent und stiegen nominal um 5,1 Prozent.

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im April 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent.

Venjakob

Erneut mit „Top 100 Innovator Siegel“ ausgezeichnet

Auszeichnung auf dem Deutschen Mittelstands-Summit: Ranga Yogeshwar gratulierte Venjakob zu ihrer Auszeichnung mit dem „Top 100-Siegel“. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Summit findet am Freitag, 23. Juni, in Augsburg für alle Mittelständler statt, die am Jahresanfang das „Top 100-Siegel“ erhalten haben. Dabei begleitet der Wissenschaftsjournalist den zum 30. Mal ausgetragenen Innovationswettbewerb als Mentor. In dem wissenschaftlichen Auswahlverfahren überzeugte Venjakob in der Größenklasse C (mehr als 200 Mitarbeiter) besonders in der Kategorie „Innovationsförderndes Top-Management“. Das Unternehmen zählt bereits zum dritten Mal zu den Top-Innovatoren.

In dem anlässlich der Auszeichnung veröffentlichten Top 100-Unternehmensporträt heißt es (Auszug):

Als Geschäftsführer von Venjakob investiert Christian Nüßer viel Zeit und Begeisterung in Zukunftsthemen, scoutet Start-ups und adaptiert Megatrends. Um die Ecke im Supermarkt entdeckte er zum Beispiel vor einiger Zeit ein neues Geschäftsfeld: „Wir standen vor dem Gemüseregal mit frisch gezüchtetem Basilikum, ausgestattet mit UV-Lämpchen und Sensorik“, erzählt er. Und sofort war klar: Für diese Art von Indoor-Farming bringt der Sondermaschinenbauer alle wichtigen Kernkompetenzen mit. Aus der ersten Idee wurde ein Experiment. Seit dieser Zeit bauen Nüßer und sein Innovationsteam nicht mehr nur innovative Maschinen, sie züchten auch Grünkohl in den eigenen Fabrikhallen – selbstverständlich mit Hilfe modernster Robotik und künstlicher Intelligenz. Parallel scannten sie den Markt für Indoor-Farming und Vertical-Farming: Wo gibt es schon gute Lösungen? Wo sind noch Lücken, die man füllen kann? „Wir stellten fest, dass es noch keine einheitlichen, intelligenten Steuerungskonzepte für Licht und Flüssigkeiten gab“, erinnert er sich. „Dabei ließen sich mit Hilfe digitaler Prozesse in der Landwirtschaft Flächen effizienter nutzen, Erträge steigern und Ressourcen einsparen.“