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Autor: Hahn, Sebastian

Deutsche Küchen in Mailand

Vom 16. bis 21. April ist es wieder soweit: Zusammen mit dem Salone del Mobile lädt gemäß Zwei-Jahres-Turnus die Eurocucina nach Mailand ein, um auf der internationalen Messeplattform die neuesten Trends rund um die Küche zu zeigen. Gerade in schwierigen Zeiten verspricht das Event mit globaler Ausstrahlung wichtige Impulse für das Design und neue Anstöße für die Vermarktung. Neu ist unter anderem, dass die Küchen inklusive des Gerätebereichs FTK – Technology For the Kitchen in den vorderen Hallen 2 und 4 (zuvor 22/24) gleich neben dem Haupteingang angesiedelt sind.

Aus Deutschland stehen auf der Ausstellerliste wie in der Vergangenheit auch Häcker, Leicht, Schüller/next125, Nobilia und Nolte. Nicht dabei ist diesmal die Baumann Group, dafür feiert Eggersmann auf der Eurocucina Premiere. Im Bereich FKT präsentiert sich u.a. die BSH mit Bosch, Siemens und Neff sowie Bora. Ebenso wird sich Schock zum Thema Spülen präsentieren.

Neben der klassischen Ausstellung vor allem italienischer Protagonisten lockt die Messe mit besonderen Installationen, Talks und Workshops, um die Diskussion zwischen Business und Designkultur anzuregen. Außerhalb des Messegeländes in Rho öffnen wiederum die Showrooms, u.a. Siematic mit seinem Exklusivstudio Monte Santo im Rahmen der Milano Design Week oder auch V-Zug, wie beim letzten Mal in einem exklusiv ausgestatteten Apartment im Designviertel Brera, das dann zugleich zu einem dauerhaften Standort für die Schweizer Premiummarke wird.

Holzhandel erzielt im Jahr 2023 deutlich weniger Umsatz

Das schwierige wirtschaftliche Umfeld verbunden mit einer sehr schwachen Baukonjunktur sorgten beim deutschen Holzhandel 2023 insgesamt für einen Umsatzrückgang von 15 Prozent. Teilweise ist dieser Umsatzrückgang aber auch weiter nachgebenden Preisen geschuldet.

Die Jahresauswertung des monatlichen GD Holz Betriebsvergleiches zeigt deutlich, dass die schwachen Absatzmärkte im vergangenen Jahr voll auf die Umsatzentwicklung der Branche durchgeschlagen haben.

Alle wichtigen Sortimente im Holzhandel sind von diesem Umsatzrückgang betroffen, am stärksten Schnittholz mit einem Umsatzrückgang von 24 Prozent, am wenigsten Bauelemente (Innentüren) mit einem Umsatzrückgang von nur gut 5 Prozent. Einzig der Bereich Dienstleistungen konnte um 9 Prozent zulegen.

Einzelhandel und Großhandel sind von der rückläufigen Entwicklung 2023 gleichermaßen betroffen. Wichtige Ursache ist die allgemein schwache Nachfrage im Bausektor, insbesondere die viel zu geringen Baufertigstellungen, auch der Absatz mit dem Endverbraucher ist sehr unbefriedigend. Erschwerend kommt für die Branche hinzu, dass viele Kosten inflationsbedingt stark angestiegen sind aber auch der drastische Anstieg der LKW-Maut sowie die CO2-Steuer.

Die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich erwarten für die kommenden Monate keine durchgreifende Änderung. Die Mehrzahl der Teilnehmer erwartet sogar weiter rückläufige Umsätze, etwa 1/3 geht von gleichbleibenden Umsätzen aus. Das Marktumfeld für den Holzhandel wird also auch 2024 als sehr schwierig eingeschätzt – das gilt zumindest für das erste Halbjahr.

Der GD Holz fordert, wie andere baunahe Wirtschaftsverbände seit Monaten eine Stimulation der Bauwirtschaft durch die Politik, damit neue Wachstumsimpulse gesetzt werden können.

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Erwartet für 2024 Produktionsrückgang um zwei Prozent

„2023 ist für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie insgesamt recht ordentlich gewesen“, bilanziert ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel das vergangene Jahr im Rahmen der ZVEI-Jahresauftaktpressekonferenz. „Zum dritten Mal in Folge konnte die reale, preisbereinigte Produktion gesteigert werden – auf Basis der Zahlen bis einschließlich November um 1,4 Prozent.“ Damit habe sich die Branche in einem schwierigen Umfeld als robust erwiesen. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Unternehmen noch historisch hohe Auftragsbestände abarbeiten konnten, als die Neubestellungen spätestens ab dem zweiten Quartal bereits zurückgingen.“ Die nominalen Erlöse der Branche erreichten im vergangenen Jahr mit 242 Milliarden Euro erneut eine Rekordmarke (plus 8 Prozent).

Abermals hat sich die in ihrer Zusammensetzung heterogene Branche uneinheitlich entwickelt. Den stärksten Produktionszuwachs verzeichneten Batterien (plus sieben Prozent), gefolgt von elektronischen Bauelementen (plus sechs Prozent), Energietechnik (plus vier Prozent) und Automation (plus drei Prozent). Die Gebrauchsgüter dagegen verzeichneten einen deutlichen Rückgang (minus 13 Prozent). „Erfreulich ist, dass bei der Beschäftigung nochmals zugelegt werden konnte“, sagt Kegel. Allein in Deutschland beschäftigte die Branche zuletzt 910.000 Menschen (plus 12.000 gegenüber 2022).

Auch 2023 konnten die Ausfuhren (einschließlich der Re-Exporte) nochmals gesteigert werden, und zwar um vier Prozent auf 256 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte – 133 Milliarden Euro – verblieb in der Europäischen Union. „Angesichts wachsender geopolitscher Spannungen wird der europäische Binnenmarkt immer wichtiger“, erklärt der ZVEI-Präsident. „Will die EU zwischen den USA und China weiterhin eine eigenständige Rolle einnehmen, muss sie den Binnenmarkt konsequenter auf Wachstum ausrichten und von industriefremder Regulierung wie dem EU-Lieferkettengesetz ablassen.“ Die nächste EU-Kommission müsse den Regulierungstsunami und eine in Teilen nahezu entfesselte Bürokratie stoppen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwäche. „Wir brauchen jetzt eine Europäische Union, die industrielle Wertschöpfung in den Fokus stellt“, fordert Kegel. Einem „Dexit“ erteilt der ZVEI-Präsident eine klare Absage: „Wer meint, dass Deutschland auf sich allein gestellt besser fahren könnte, offenbart gefährliche wirtschaftspolitische Ahnungslosigkeit.“

Angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit Inflation, vergleichsweise noch hohen Zinsen und hohen Energiepreisen zeigt sich der ZVEI für 2024 zurückhaltend. „Die Branche steht vor einer Wachstumsdelle“, so Dr. Kegel. „Auf Jahressicht erwarten wir, dass die reale Produktion um zwei Prozent nachgeben wird.“

Dass die Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie weiterhin fest zum Industriestandort Deutschland und Europa stehen, zeigt eine aktuelle ZVEI-Mitgliederbefragung. Vier von fünf Unternehmen geben an, vorzugsweise im eigenen Land investieren zu wollen. Für mehr als die Hälfte ist Europa, aber – gleichauf – auch China ein attraktiver Investitionsstandort. Insgesamt wollen 60 Prozent der Unternehmen ihre Investitionstätigkeit weltweit erhöhen, obwohl alle Firmen die aktuelle geopolitische und politische Lage als unsicher bewerten. „Die Unternehmen wollen weiter die Chancen nutzen, die sich in dieser Phase der industriellen Transformation ergeben“, erklärt Kegel und verweist darauf, dass die Megatrends Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung weiterhin intakt seien. „Als einzige große Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist die reale Produktion bei uns heute höher als vor Corona.“

Auch die Aufwendungen der Elektro- und Digitalindustrie für Forschung und Entwicklung (22,1 Mrd. Euro) und Investitionen (9 Mrd. Euro) sind auf Rekordniveau und oberhalb des Vor-Corona-Niveaus. Viele von den jährlich angemeldeten mehr als 13.000 Patenten zahlen auf die drei Megatrends ein. „Unsere Branche ist bei Patenten für grüne Technologien gut aufgestellt, sieht sich aber immer stärkerer Konkurrenz aus China ausgesetzt“, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Industriepolitisch genießt ‚Green Tech‘ in China höchste Wertschätzung und wird vom Staat stark gefördert.“

In einer immer stärker von geopolitischen Erwägungen geprägten Welt müssten sich Europa und Deutschland auf ein raueres wirtschaftspolitisches Klima einstellen. Von der EU fordert der ZVEI mehr Mut und eine insgesamt deutlich innovationsoffenere Haltung. „Unser Eindruck ist, dass die EU aktuell beim Einsatz von künstlicher Intelligenz vor allem regulatorisch vorprescht und dabei viel zu wenig präzise ist. Die vorliegende KI-Verordnung droht so zu einer massiven Innovationsbremse zu werden, die mit unnötigen bürokratischen Kosten und einem hohen Maß an Rechtsunsicherheit für die Industrie einhergeht.“ Positiv bewertet der Verband, dass die EU zur Stärkung ihrer technologischen Souveränität die strategische Bedeutung von Schlüsseltechnologien herausstellt. Es sei wichtig, stärker in Ökosystemen zu handeln. „Eine leistungsstarke Chipindustrie etwa braucht Verbindungstechnik und Elektronikfertigung“, so Weber. Der Weltmarktanteil dieser Technologien ist seit 2000 stark zurückgegangen und beträgt bei der Verbindungstechnik nur noch drei Prozent. „Es bestehen mittlerweile zu große Abhängigkeiten. Die Produktion solcher Komponenten muss als förderfähig unter dem ‚Net-Zero Industry Act‘ eingestuft werden.“

Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie tritt für Demokratie und eine liberale, offene Gesellschaft ein. Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, jede Facette rechter Ideologie lehnt der ZVEI entschieden ab. In rechtsextremen Strömungen erkennt er die größte Gefahr für die demokratische Grundordnung, die Freiheit und das Ansehen Deutschlands in der Welt. Kegel: „Rechtsextremistische Parteien schaden dem Wirtschaftsstandort und damit dem Wohlstand. Dies gilt auch für die AFD.“

Es ist gut, dass sich die gesellschaftliche Mitte gegen den Rechtsextremismus stellt. Die politischen Parteien müssen daran anschließen und schnell überzeugende politische Lösungen für jene Herausforderungen vorlegen, die zum Erstarken des Rechtsextremismus geführt haben. An die Bürgerinnen und Bürger appelliert der ZVEI, dem Rechtsextremismus durch die Stimmabgabe bei Wahlen entgegenzutreten. Der ZVEI wird mit einer eigenen Kampagne zur Teilnahme an der Europawahl motivieren.

Die Themenvielfalt im Überblick

Der internationale Treffpunkt für Hersteller aus den Bereichen Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie vernetzte Sicherheitstechnik ist die Light + Building vom 3. bis 8. März 2024. Im Mittelpunkt stehen Lösungen für eine nachhaltige, sichere und komfortable Nutzung von Häusern und Gebäuden. Zum Erlebnis wird der Messebesuch auch durch das riesige Angebot an Talkrunden, Fachvorträgen, Präsentationen und Preisverleihungen. Detaillierte Informationen bietet der Event-Kalender der Light + Building unter: www.light-building.com/events

Ein Überblick über die Themenvielfalt im Licht- wie im Gebäudebereich:

Design Plaza, Halle 3.1, Stand B50

Designerin Annetta Palmisano vom Stilbüro bora.herke.palmisano stellt täglich die Trends 2024/25 für das Design von Leuchten vor. Das Team inszeniert die drei Themen zusätzlich in einer Trendpräsentation in Halle 3.1 Stand F81.

Am 3. März steht die Bühne im Zeichen von World Architects. Auf dem Programm stehen Talks + Tours mit Sophia Klees und Prof. Andreas Schulz. Am Nachmittag um 13:30 Uhr findet die Preisverleihung der Designplus Awards by Light + Building statt. In Zusammenarbeit mit Stylepark, Magazin & Plattform für Architektur und Design, verleiht die Messe Frankfurt die Auszeichnungen. Alle prämierten Produkte sind über den gesamten Messezeitraum in einer Sonderschau im Übergang des Foyers Halle 5.1 zu sehen. Mit ausgewählten Gewinnern der Designplus Awards tauscht sich Stylepark am 4. März auf der Bühne aus. Eine weitere Preisverleihung auf der Design Plaza ist am Montag, den 4. März die Auszeichnung des „Händler des Jahres“ von der EK Service Group.

Architonic Chefredakteur Simon Keane-Cowell von der DAAily-Plattformgruppe erkundet am Dienstag, den 5. März, in einer Reihe von unterhaltsamen Interviews die Herausforderungen und Chancen sowie die neuesten Entwicklungen der Welt des Lichtdesigns und der Lichtplanung. Mit dabei sind einige der besten internationalen A&D-Praktiker. Herausragende Werke aus dem Bereich Lichtdesign zeichnet der Deutsche Lichtdesign-Preis aus. Zur Light + Building 2024 werden die Nominierten für 2024 vorgestellt. „Bühne frei“ heißt es an diesem Tag auch für die italienische Tochtergesellschaft der Messe Frankfurt mit dem Thema „Right to housing“.

Ganz im Zeichen von Licht- und Beleuchtungsthemen steht die Design Plaza, wenn der Fachverband Licht des Zentralverbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI e.V.) die Bühne am Mittwoch, den 6. März bespielt. Dieser versammelt Lichtexperten zu Gesprächsrunden rund um die Themen Nachhaltigkeit, Effizienz und Digitalisierung.

Erstmals ist am 7. März auch die IALD – International Association of Lighting Designers auf der Bühne zu Gast und sorgt für einen Tag mit hochwertigem Content.

Am Internationalen Frauentag, dem 8. März, feiert das Projekt „Women in Lighting“ das 5-jährige Bestehen auf der Light + Building. Der Leitfaden für das Bühnenprogramm am Vormittag lautet „Inspire Inclusion“. Mittags folgt dann eine Networking-Session.

Führungen mit Treffpunkt Design Plaza, Halle 3.1, Stand B50

Geführte Touren von World Architects finden am 4. und 5. März 2024 zu thematischen Highlights in deutscher und englischer Sprache statt. Die Touren übernehmen Prof. Clemens Tropp, Michael Burghaus, Jan Nielsen, Reinhard Germer, Sabine De Schutter und Ulrike Brandi. Auch der Bauverlag bietet Rundgänge zu den Schwerpunkten Design- und Dekorative Leuchten an. Die deutschsprachigen Touren beginnen am 4. und 5. März jeweils um 10:30 und 14 Uhr. Die Führungen des Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten e.V. finden am 4. und 5. März ab 11:30 Uhr statt. Die LiTG, Deutsche Gesellschaft für LichtTechnik und LichtGestaltung e.V. bieten ebenfalls Rundgänge in deutscher Sprache an. Sie finden vom 4. bis 7. März jeweils von 14:30 bis 16:30 Uhr statt und richten sich an Studierende. Die Themen umfassen Architectural Lighting Design, Lichtgestaltung im Außenraum, Cradle2Cradle- Kreislaufwirtschaft sowie Smart City + Tunnelbeleuchtung.

GFK

Konsumklima verschlechtert sich wieder

Laut jüngstem GfK-Konsumklima-Index startet das Jahr 2024 sehr enttäuschend: Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung zeigen spürbare Einbußen. Das Konsumklima, das seit Oktober 2023 gemeinsam von GfK und vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelt wird, sinkt in der Prognose für Februar 2024 auf -29,7 Punkte – das ist ein Rückgang um 4,3 Punkte im Vergleich zum Vormonat (revidiert -25,4 Punkte).

„Die Verbesserung des Konsumklimas im Vormonat war offenbar nur ein kurzes Aufflackern vor Weihnachten. Falls es Hoffnungen gab, dass sich die Stimmung nachhaltig erholen kann, so wurden diese im Januar wieder zunichte gemacht. Das Konsumklima hat zu Jahresbeginn einen herben Rückschlag hinnehmen müssen“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Dazu trägt neben dem Rückgang der Einkommenserwartung und der Anschaffungsneigung auch maßgeblich die Sparneigung der Konsumenten bei, die sich derzeit im Höhenflug befindet. Sie ist im Januar 2024 um 6,7 Punkte auf 14 Punkte angestiegen, dem höchsten Wert seit August 2008.“

Mit diesen Ergebnissen müssen die Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung des Konsumklimas weiter in die Zukunft verschoben werden. Krisen und Kriege sowie eine anhaltend hohe Inflation verunsichern die Verbraucher und verhindern damit eine Verbesserung der Konsumstimmung. So setzen die Einkommenserwartungen ihren Abwärtstrend wieder fort: Nach einem Minus von 13,1 Punkten stürzt der Indikator auf -20 Punkte ab. Ein Grund für den Einkommenspessimismus dürfte sicherlich darin liegen, dass sich die Inflation zuletzt wieder etwas verstärkt hat (im Dezember auf 3,7 Prozent). Auch die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent in der Gastronomie zu Jahresbeginn 2024 sowie die Erhöhung der CO2-Abgabe für Energie wird vermutlich den Preisauftrieb fördern und die Einkommenserwartung weiter schwächen, so lautet die Interpretation von GfK und NIM.

Entsprechend niedrig liegt auch die Anschaffungsneigung: Der Indikator verliert 6 Punkte und sinkt von -8,8 auf -14,8 Zähler und ist damit wieder fast auf dem Niveau von November 2023 (-15,0). Hintergrund ist auch hier die Inflation: Wenn für Güter des täglichen Bedarfs mehr Geld ausgegeben werden muss, fehlen bei vielen die finanziellen Mittel für andere Käufe, wie z.B. für Einrichtungsgegenstände oder elektronische Geräte.

Die Bedeutung hoher Preise für die schwache Konsumneigung belegt auch eine kürzlich vom NIM vorgenommene Analyse der Gründe für das rückläufige Ausgabeverhalten. Etwa 60 Prozent der befragten Konsument:innen sagten, dass hohe und noch steigende Preise sie zu diesem negativen Urteil veranlassen.

Der Konjunkturaussichten für die nächsten 12 Monate werden zu Jahresbeginn ebenfalls pessimistischer beurteilt. Der Indikator Konjunkturerwartung verliert 6,2 Punkte und sinkt damit auf -6,6 Punkte. Schon 2023 schloss mit einem kleinen Minus beim Wirtschaftswachstum ab (BIP: -0,3%). Für 2024 geht zum Beispiel das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seiner Konjunkturprognose ebenfalls von einer leichten Rezession aus (BIP: -0,5 Prozent).

Maison & Objet

Fast 100.000 Besucher kamen zur Jubiläumsausgabe

Positive Bilanz in Paris: Die eisige Kälte konnte die gute Stimmung, die die Jubiläumsausgabe der Maison & Objet prägte, nicht trüben. Am Ende der Januar-Ausgabe zum 30. Geburtstag verzeichnete die Messe sowohl auf Seiten der Besucher als auch auf Seiten der Aussteller einen guten Zuwachs. Auf Ausstellerseite stieg mit 2.516 Unternehmen (darunter 60 % international) die Gesamtzahl um 9 % im Vergleich zum Januar 2023. 648 davon stellten erstmals in Paris auf der Januar-Ausgabe der Maison & Objet aus.
Als Antwort auf das verbesserte und attraktive Angebot stieg auch die Zahl der Besucher um 5 % auf 99.803. Während die Resonanz der französischen Besucher im September 2023 bescheidener ausfiel, waren die Bemühungen, diese wichtige Zielgruppe zurückzugewinnen, im Januar erfolgreich. Der Zuwachs bei dieser Veranstaltung ist vor allem auf die Besucher aus Frankreich (+9%) und den wichtigen Exportmärkten (+25%) zurückzuführen. Wobei die Vereinigten Staaten um 8% und Asien um 83% zugelegt haben – vor allem durch Japan (+52%), Indien (+18%) und die Rückkehr von China. Europa hingegen, das einen Rückgang von 9 % verzeichnete, leidet unter einer komplexen wirtschaftlichen Situation, die zum Teil auf die Inflation zurückzuführen ist. Am Ende der Messe war das Verhältnis zwischen französischen und internationalen Besuchern fast ausgeglichen (58 % aus Frankreich, 42 % aus dem Ausland). Die Veranstalter verzeichneten außerdem, dass die drei wichtigsten Besucherprofile, die Innenarchitekten – die mit +8% das stärkste Wachstum verzeichneten -,  Fachbesucher aus dem Hotel- und Gastgewerbe (+2%) und Einzelhändler (+1%) auf der Suche nach Lösungen, Inspiration und Neuheiten waren. Auch wenn letztere unter dem durchwachsenen Jahresende gelitten haben, suchten sie nach Produkten und Lösungen, die innovativ, begehrenswert und nachhaltig sind.

Im Anstieg der Besucherzahlen, insbesondere bei den Planern, sahen die Messeveranstalter ein Zeichen für den gehobenen Charakter des Messeangebots, das in klare, kohärente Kategorien umstrukturiert wurde – darunter „Was ist neu?“ im Decor-Bereich; „What’s new“ im Retail-Segment und Hospitality Lab. Diese habe den Besuchern einen besseren Überblick über das gesamte Angebots-Spektrum verschafft. Die starke Beteiligung von Innenarchitekten und Dekorateuren unterstreiche somit die gestiegene Attraktivität der Maison&Objet und ermöglicht es der Messe, die wesentliche Dimension dieser internationalen Veranstaltung für alle Fachleute aus den Bereichen Dekoration, Design und Lifestyle zu bekräftigen.

Mélanie Leroy, Geschäftsführerin von Maison&Objet, fasst zusammen: „Seit meiner Ankunft vor zehn Monaten haben wir mit allen Teams besonders darauf geachtet, unseren Kunden, sowohl Ausstellern als auch Besuchern, zuzuhören, um Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen aller gerecht werden. Unsere Bemühungen konzentrierten sich auf die ‚Premiumisierung‘ des Angebots, indem wir viel Neues einbrachten, auf Inspiration durch die Aufwertung vielversprechender Märkte und noch nie dagewesener Inszenierungen und auf das Angebot nützlicher und anwendbarer Lösungen, um sie bei ihren Projekten zu unterstützen. Die ersten positiven Ergebnisse ermutigen uns, in dieser Richtung weiterzumachen! Als internationale Referenzmesse seit 30 Jahren verankern wir uns heute mehr denn je in der Zukunft mit der ultimativen Mission, der Verstärker für Kreativität und Geschäft für Fachleute in den Bereichen Dekoration, Design und Lifestyle weltweit zu sein. Das Begehrenswerte mit dem Geschäftlichen in Einklang zu bringen, das ist die Maison&Objet!“

Vom 5. bis 9. September 2024 kehrt die Maison&Objet zurück, um ihr dreißigjähriges Bestehen mit einer zweiten, ebenso dynamischen Ausgabe zu feiern, die das Wachstum von Dekoration, Gastgewerbe und Einzelhandel fördern soll. In der Stadt wird die Paris Design Week die Maison&Objet In The City ablösen und alle Designliebhaber dazu einladen, außergewöhnliche Installationen zu entdecken. In der Zwischenzeit geht das Business online auf der digitalen Plattform MOM weiter, die es den Fachleuten nun ermöglicht, direkt bei den Marken zu bestellen.

Einnahmen um 5,4 Prozent gesteigert

Die Ingka Gruppe, die mit Ikea Einzelhandelsgeschäften in 31 Märkten für etwa 90 Prozent des Ikea Einzelhandelsumsatzes steht, hat ihre Einnahmen im Geschäftsjahr 2023, das am 31. August endete, um 5,4 Prozent auf 44,3 Mrd. Euro gesteigert. Gleichzeitig wurde das Betriebsergebnis mit 2,0 Mrd. Euro stabil gehalten (GJ22: 2,0 Mrd. Euro). Der Steuersatz beträgt 28 Prozent, was 700 Mio. Euro entspricht. Die Gesamtsteuerlast einschließlich Grundsteuer und anderer Steuern belief sich auf 1,2 Mrd. Euro.

Mit 85 Prozent wurde ein Großteil des Nettogewinns in das Unternehmen reinvestiert. Die verbleibenden 15 Prozent erhielt der alleinige Eigentümer der Ingka Gruppe, die Stichting Ingka Foundation, als Dividende, um die Ikea Stiftung zu finanzieren. 

Bei den Eröffnugen standen bei der Ingka Gruppe im Geschäftsjahr 2023 drei neue Einrichtungshäuser, 10 City-Stores und 47 neuen Planungsstudios sowie zwei neuen Ingka Center auf der Agenda. Bei der Anzahl der Kund:innen konnten 3,2 Mrd. Online-Besuche und 697 Mio. Besuche in den Einrichtungshäusern und Kundentreffpunkten gezählt werden.

Mehr als 650.000 Menschen haben ein Ikea Online-Planungstools genutzt. Heute werden 26 Prozent des Umsatzes über digitale Touchpoints generiert – Tendenz steigend. Den Rückkauf-Service nutzten mehr als 211.600 Kund:innen (GJ22: 105.000) und den Ersatzteilservice 2,2 Mio. Verbraucher:innen. Mehr als 45,1 Mio. Produkte erhielten ein zweites Leben (GJ22: 42,6 Millionen).

In Sachen Klimaschutz konnte die Klimabilanz der Gruppe im Vergleich zum Basisjahr 2016 um 24,3 Prozent verbessert werden. Diese Verringerung ist in erster Linie auf die Umsetzung von Maßnahmen zur Co2-Einsparung zurückzuführen, wie z. B. der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen und mehr Energieeffizienz. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 u.a. 75,9 Prozent des betrieblichen Abfalls recycelt, gegenüber 75,7 Prozent im Vorjahr.

Mit sozialen Programmen wurden nicht zuletzt mehr als 100.000 Menschen unterstützt.

Sicam

Ausstellerliste online

Das Ausstellerverzeichnis der Sicam ist bereits zehn Monate vor der Eröffnung der Veranstaltung online: ein Klick genügt, um alle Unternehmen zu finden, die an der fünfzehnten Ausgabe der Internationalen Messe für Komponenten, Zubehör und Halbfertigprodukte für die Möbelindustrie teilnehmen werden. Die Liste wird ständig mit den neuesten Unternehmen aktualisiert wird, die auf dem überfüllten Messegelände von Pordenone, wo die Messe vom 15. bis 18. Oktober stattfindet, ausstellen.

„Wir freuen uns sehr, das diesjährige Ausstellerverzeichnis wie gewohnt frühzeitig veröffentlichen zu können“, bestätigt Carolina Giobbi, Leiterin Marketing und Kommunikation. „Auch im kommenden Oktober wird die Sicam ausverkauft sein, dank einer Nachfrage, die sich in diesem Jahr als besonders lebendig erwiesen hat. Mit multinationalen Unternehmen und Nischenunternehmen, die die Sicam als den geeignetsten Ort gewählt haben, um sich einem internationalen Markt zu präsentieren und konkrete Geschäftsmöglichkeiten zu suchen.“

FVSB

Neue Vorstandsmitglieder im Fachverband

Im Vorstand des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie e.V. (FVSB) gibt es seit dem 23. Januar 2024 zwei neue Vorstandsmitglieder: Einstimmig von den Mitgliedern des Vorstandes hinzugewählt wurden Torsten Stolte (46), Geschäftsführer von dormakaba Deutschland GmbH, sowie Dr. Frank Völker (51), Geschäftsführer von CES C.Ed. Schulte GmbH Zylinderschlossfabrik.

Torsten Stolte löst im Verbandsvorstand den bisherigen Geschäftsführer von dormakaba Deutschland Michael Hensel (60) ab, der neue Aufgaben bei der dormakaba Holding AG übernimmt. Dr. Frank Völker tritt die Nachfolge von Richard Rackl (63) an, der nach fast zehn Jahren Vorstandarbeit aus dem aktiven Arbeitsleben ausscheidet und in den wohlverdienten Ruhestand wechselt.

Der Fachverbandsvorstand besteht somit aus zehn Mitgliedern. Noch offen ist die Nachfolge für den Ende des Jahres 2023 überraschend verstorbenen Julius von Resch, welcher 35 Jahre im Vorstand tätig war. Der Vorstand hat seine Sitzung mit einer Gedenkminute begonnen.