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Autor: Möbelfertigung

Außendienstwechsel im südlichen Bayern

Michael Zebhauser wird zum 1. Januar 2023 das Außendienst-Gebiet von Systemceram im südlichen Bayern übernehmen. Der 33-Jährige ist bereits jetzt aus dem Küchenhandel zum Spezialisten für Keramikspülen aus Feinsteinzeug gewechselt. Zebhauser löst dann Gerd Haase ab, der das Vertriebsgebiet seit 2003 betreute und sich nun aus privaten Gründen zurückzieht. „Wir danken Gerd Haase sehr für seinen Einsatz für unser Unternehmen in all den Jahren“, würdigen Kevin Göbel und Felix Engel, geschäftsführende Gesellschafter von Systemceram, sowie Vertriebsleiter Christoph Erll das Engagement von Haase. „Die lange konstruktive und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Gerd Haase hat uns viel Freude bereitet. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm alles Gute.“

Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe leicht gestiegen

Ende Juli 2022 waren 5,5 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber Juli 2021 um 42.200 oder 0,8 Prozent. Damit wuchs die Beschäftigtenzahl zum siebten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Juni 2022 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um knapp 4.600 oder 0,1 Prozent.

Die im Juli 2022 im Verarbeitenden Gewerbe geleisteten Arbeitsstunden sanken trotz der höheren Beschäftigtenzahl gegenüber Juli 2021 um 3,2 Prozent auf 655 Millionen Stunden. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Juli 2022 einen Arbeitstag weniger hatte als der Vorjahresmonat.

Die Entgelte für die Beschäftigten lagen im Juli 2022 bei rund 25,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das ein Anstieg um nominal (nicht preisbereinigt) 7,1 Prozent.

Fachgruppe Möbel und Küche empfiehlt, montags die Geschäfte zu schließen

Die enormen Preissteigerungen im Energiesektor erfordern außergewöhnliche Lösungen. Die Fachgruppe Möbel und Küche des Mittelstandsverbunds hat sich nun für einen „Green Monday“ ausgesprochen. Das bedeutet, dass die im ZGV befindlichen 15 Verbundgruppen mit rund 12.000 Möbel- und Küchenhändlern, empfehlen, darüber nachzudenken, die Geschäfte in der Zeit von November 2022 bis März 2023 montags zu schließen. Das Ziel: Durch ein Herunterfahren der Heiz- und Stromsysteme im stationären Handel von Samstagabend bis Dienstagmorgen sollen entsprechende Einsparpotentiale gehoben werden.

„Während einige Konzerne von der Gas-Umlage profitieren, fühlen sich viele Mittelständler benachteiligt, weil sie beim Entlastungspaket zu den Energiepreisen nicht berücksichtigt wurden. Klar ist: Gerade auch der Möbel- und Küchenfachhandel muss auf die explodierenden Energiekosten reagieren“, weiß Dr. Marc Zgaga, Geschäftsführer des Mittelstandsverbunds und Sprecher der Fachgruppe Möbel und Küche.

Hintergrund: Nicht nur die Möbelvollsortimenter mit entsprechender Verkaufsfläche – allein über 180 Möbelhäuser mit mehr als 25.000 qm in Deutschland – sind besonders betroffen und haben über diesen Weg probate Möglichkeiten zur Verbrauchssenkung. Ähnliches gilt für kleinere Flächen oder Küchenstudios.

Und selbstverständlich hat der Möbelhandel schon längst Gespräche mit den Energieanbietern aufgenommen und mögliche Szenarien durchgerechnet. Aber: Die auch politisch gewünschten Einsparungen in Höhe von 15 bis 20 Prozent sind bei vielen Möbelhandelsunternehmen schlicht nicht zu realisieren, da bereits in den Vorjahren entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden. „Denn die beste Energie ist die, die man gar nicht erst verbraucht.“, so Zgaga.

Energieeffizienz lohnt sich also gerade jetzt. Zum verbesserten Umgang mit Energie und Ressourcen hat der Mittelstandsverbund im Rahmen des Projektes „Klimaverbund Mittelstand“ für die mittelständischen Unternehmen ein ambitioniertes Beratungsprogramm entwickelt. Dem liegt ein selbst konzipiertes Schulungskonzept zugrunde, das Menschen zu „Klimaprofis“ qualifiziert, die mit ihrer Expertise Anschlusshäuser gezielt fachkundig beraten können. Im Winterhalbjahr 2021 und Frühjahr 2022 konnten so bereits 33 Klimaprofis aus rund 25 Verbundgruppen heraus qualifiziert werden.

Das Programm ist online

Ein echtes Feuerwerk an „Technologie-Vorträgen“ wird die fünfte Auflage des Branchentreffs „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ des Netzwerks „möbelfertigung“ in Düsseldorf am 23. und 24. November 2022. Wie gewohnt gibt es aber auch den berühmten „Blick über den Tellerrand“ sowie einige Einblicke in erfolgreich effizient produzierende Möbelhersteller am Markt.

Das komplette Programm lässt sich hier einsehen: https://www.moebel-events.de/effiziente-moebelfertigung/

Auf der Microsite der Veranstaltung finden sich auch Fotos und Videos der Vorjahre, sowie bereits jetzt die Möglichkeit zur Anmeldung. Bis zum 14. Oktober gilt der Frühbuchervorteil.

Wir freuen uns, dass folgende Sponsoren die Konferenz unterstützen: Baumer Inspection, Biesse, Fives, Hecht Electronic, Hettich, L’Engineers, die SCM Group und Välinge.

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net

Jetzt schon digital informieren – dann vor Ort erleben

Die Interior Days OWL – powered bei arcade – gehen in die nächste Runde. Mittlerweile darf von einer kleinen Tradition gesprochen werden, denn seit der gelungenen Premiere im April 2021 findet die Produkt-Schau der renommierten Möbelhersteller vorrangig aus der Region Ostwestfalen-Lippe nun bereits zum vierten Mal statt. Vom 18. bis 22. September laden sie ihre Kund:innen erneut zu Besuchen in Showrooms und Hausausstellungen ein.

Einen kleinen Blick auf einige ihrer Neuheiten für die aktuelle und kommende Saison gewähren die Unternehmen bereits im Vorfeld dieses Hausmesse-Events in einer digitalen Broschüre, die Sie hier durchblättern können.

Bei den zurückliegenden Veranstaltungen hat sich das Konzept der Neuheiten-Schau in Vor-Ort-Präsentationen bewährt, sodass sich die Unternehmen nun ein weiteres Mal auf zahlreiche Besucher:innen einstellen, um ihnen eine anspruchsvolle Mischung aus kreativen Möbelideen und modernen Einrichtungskonzepten zu präsentieren.

Ob hochwertige Polster- oder Massivholzmöbel, Betten, Schränke, Sideboards, Sitzmöbel oder Tische – aus allen Produktbereichen zeigen die Hersteller ihrem Fachpublikum zahlreiche Neuheiten und geben Anregungen zur individuellen Raumgestaltung.

Diese zehn Top-Produzenten sind bei der vierten Auflage der Interior Days OWL – powered by arcade – dabei: 

Bielefelder Werkstätten/ip Design 
Cor
KFF/Asco 
Rodam 
Scholtissek 
Sudbrock 
Violetta 
Werther 
WK Wohnen 
Yomei

Bosch, Fein & Rothenberger

Gründen Akku-Allianz AmpShare – powered by Bosch

AmpShare ‒ powered by Bosch: So heißt die neue, herstellerübergreifende globale Akku-Allianz, die die Gründungsunternehmen Bosch, Fein und Rothenberger ins Leben gerufen haben. Mit AmpShare untermauern Gründer und Mitglieder ihre gemeinsame Vision, professionellen Verwendern das beste und breiteste 18 Volt-System zu bieten, das über zahlreiche Marken, Anwendungen und Länder hinweg kompatibel ist. Bereits heute können Profis mehr als 200 Werkzeuge der Marken Bosch, Brennenstuhl, Cox, Fein, Klauke, Ledlenser, Lena Lightning, Ramset, Sonlux und Wagner mit ein und demselben 18 Volt-Akku betreiben. Mit Gründung der AmpShare-Allianz wächst das herstellerübergreifende Akku-System auf mehr als 25 Marken. Es bietet Profis aller Gewerke ein breiteres Anwendungsspektrum als je zuvor und deckt nahezu jede Anwendung mit einem AmpShare-Akku ab. Verwender sparen dadurch Geld, Platz und Zeit ‒ und tragen darüber hinaus auch zu mehr Nachhaltigkeit bei, denn in Summe benötigen sie weniger Akkus und Ladegeräte.

„Dank AmpShare wird die kabellose Baustelle für den Profi zur Realität. Die Arbeit wird einfacher, flexibler und effizienter“, erklärt Henk Becker, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Power Tools. „Wir bündeln in dieser Hersteller-Allianz unsere Leistungsstärke ‒ Ampere kurz Amp ‒ und treiben unsere Vision einer universellen Akku-Plattform durch das ‚Sharing‘ eines Akkus und eines Logos über alle Marken hinweg noch stärker voran.“

Für Dr. Christoph Weiß, Geschäftsführer von Fein, ist die Gründung der Allianz ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit mit Bosch: „Wir haben 2016 gemeinsam mit Bosch das Starlock-System als Werkzeugaufnahme für Multitools entwickelt. Mit Gründung der AmpShare-Allianz verleihen wir der Vision und der Entscheidung Nachdruck, Werkzeuge künftig herstellerübergreifend mit nur einem Akku und Ladegerät betreiben zu können. Wir werden neben unseren Multimastern das gesamte 18 Volt-Portfolio bei Fein auf die AmpShare-Schnittstelle umstellen, um unseren Kunden die tägliche Arbeit zu erleichtern.“

Rothenberger bringt seine Expertise und Kompetenz bei Werkzeuglösungen zur Verbindung, Installation und Wartung von Rohren in die AmpShare-Allianz ein. Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Heine: „Wir glauben an System-Lösungen genauso wie an die kabellose Baustelle. Ein herstellerübergreifendes Akku-System mit großer Reichweite verbindet beides. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, alle unsere Akku-Werkzeuge künftig mit AmpShare-Schnittstelle auf den Markt zu bringen.“

Einsatz für den Klimaschutz

Insgesamt fünf Unternehmen der Wiemann-Familie ermittelten jetzt, als Teilnehmer am DGM-Klimapakt, ihren CO2-Fußabdruck sowie Potenziale zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen. Hierbei handelt es sich um Oeseder Möbel-Industrie Mathias Wiemann und Wimex Wohnbedarf Import Export Handelsgesellschaft, beide aus Georgsmarienhütte, sowie um Horst Otten aus Lippstadt, Femira Bettensysteme aus Herzebrock-Clarholz und Loddenkemper Raumsysteme aus Oelde.

„Durch den Beitritt der Unternehmen der Wiemann-Familie erfährt unsere Klimaschutzinitiative weiteren Aufwind“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. „Besonders freut es uns, dass die Hersteller bereits mit den Vorbereitungen begonnen haben, klimaneutral zu werden.“ 

Der Klimapakt basiert auf einer dreistufigen Logik. Im ersten Schritt ermitteln die teilnehmenden Möbelhersteller gemeinsam mit einer professionellen Klimaschutzberatung ihre CO2-Bilanz: Wie groß ist der CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint)? Wo liegen Einsparpotenziale? Welche Emissionen sind vermeidbar? Und welche sind unvermeidbar? Zweitens werden die CO2-Emissionen in der Praxis so weit wie möglich reduziert, und drittens im Idealfall schließlich vollständig abgelöst. „Reduktion steht vor Kompensation, aber ganz ohne CO2-Emissionen kommt die Möbelfertigung heute nicht aus. Durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate werden die unvermeidbaren Emissionen neutralisiert, dadurch die globale CO2-Bilanz verbessert und die Infrastruktur vor Ort bei den unterstützten Klimaschutzprojekten aufgewertet“, erklärt Winning. Ein Zertifikat, beispielsweise im Gold-Standard von WWF (Worldwide Fund for Nature), gleicht dabei eine Tonne emittierten Kohlendioxids aus.

Die am DGM-Klimapakt teilnehmenden Unternehmen profitieren aber nicht nur von einer gesünderen Umwelt und etwaig aufgedeckten Einsparpotenzialen, sondern dürfen außerdem ihre Produkte mit einem aussagekräftigen DGM-Klimalabel kennzeichnen.

Klaus Grohe fürs Lebenswerk geehrt

Gestern ging im ZDF-Hauptstadtbüro die Jubiläumsausgabe des Deutschen Gründerpreises von „Stern“, Sparkassen, ZDF und Porsche über die Bühne. Bereits zum 20. Mal wurde die renommierten Wirtschaftsauszeichnung vergeben, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt wird. Die Gründerinnen von Traceless Materials aus Hamburg nahmen den Preis in der Kategorie „StartUp“ für die Entwicklung eines Bio-Granulats aus Getreideabfall entgegen, das Kunststoff ersetzen kann. Osapiens aus Mannheim wurden als „Aufsteiger“ für ihre B2B-Softwarelösungen ausgezeichnet, die eine digitale Grundlage für nachhaltigere Lieferketten schaffen. Den seltenen Sonderpreis erhielt Tatjana Kiel mit ihrer Initiative #WeAreAllUkrainians. Für sein Lebenswerk wurde Badezimmer-Visionär Klaus Grohe geehrt. „Sie sind immer konsequent den anderen Weg gegangen und haben als Unternehmer Verantwortung gelebt, als das Wort Nachhaltigkeit noch kaum einer kannte“, so die Jury in ihrer Begründung. Stellvertretend für ihn nahm Sohn Richard die Auszeichnung gestern in Berlin entgegen (Foto).

Klaus Grohe (85) brennt fürs Armaturen- und Brausengewerbe – und das schon von Kindesbeinen an, obwohl Vater und Firmengründer Hans Grohe verfügte, dass Klaus erst mit 25 Jahren ins Unternehmen eintreten darf. „Ich habe immer gerne getüftelt und als junger Mann sogar eine technische Lehre gemacht. So habe ich ein gutes Vorstellungsvermögen entwickelt dafür, was machbar ist. Darüber hinaus hat mich gutes Produktdesign von Anfang an fasziniert. Daher habe ich als einer der ersten in der Branche mit Designern, insbesondere Produktdesignern, zusammengearbeitet.“ Dem geht eine internationale Bildung voran – mit Studium in der Schweiz sowie Trainingsprogrammen und Praktika in aller Welt. In Schiltach wird er zunächst Organisationsleiter, später Marketingchef, leitet dann als Prokurist den Vertrieb. Früh zeichnet sich ab: Der zupackende und unkonventionelle Firmenchef hat das Zeug zum weitsichtigen Entrepreneur. Er übertrifft alle Erwartungen und macht aus dem süddeutschen Mittelständler einen Global Player der Sanitär-Industrie.

Seit den 1980er Jahren macht Klaus Grohe umweltbewusstes Denken und Handeln zur Maxime in der Produktentwicklung und -fertigung. Mit einem Öko-Pionier am Steuer versteht sich das Schwarzwälder Sanitärunternehmen als „Anwalt des Wassers“. Was aus Heimatliebe entsteht, wird zum „grünen“ Maßstab in der Branche. Vor dem Offenburger Werk steht fortan ein Solarturm, und auf dem Fabrikdach wird 1990 das zu seiner Zeit größte Solarkraftwerk Europas installiert. In der Hansgrohe-Aquademie diskutieren Expert:innen aus aller Welt bei den dort abgehaltenen Wassersymposien.

Umsatzrückgang im Ausbaugewerbe

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) hat das Ausbaugewerbe im 2. Quartal 2022 real (preisbereinigt) 5,2 Prozent weniger Umsatz erzielt als im 2. Quartal 2021. Nominal lag der Umsatz aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 10,4 Prozent höher. Wie das Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten im 2. Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozent. Im gesamten 1. Halbjahr 2022 sank der Umsatz im Ausbaugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 2,6 Prozent, während er nominal um 12,4 Prozent stieg. Die Beschäftigtenzahl wuchs im gleichen Zeitraum um 0,8 Prozent.

Im 2. Quartal 2022 verbuchten alle Wirtschaftszweige des Ausbaugewerbes reale Umsatzrückgänge. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen verzeichnete die Elektroinstallation mit minus 1,5 Prozent (nominal: plus 14,5 Prozent) die geringsten Einbußen, während die Umsätze in der Bautischlerei und -schlosserei mit minus 8,3 Prozent (nominal: plus 10,2 Prozent) am stärksten zurückgingen.