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Autor: Möbelfertigung

Deutsche Maschinenbauer wollen in den USA kräftig expandieren

Die USA sind nicht nur der größte Einzel-Exportmarkt für die Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland. Viele Unternehmen haben auch eine starke Präsenz in den Vereinigten Staaten und planen, diese zu erweitern. Eine aktuelle Umfrage, an der sich rund 350 VDMA-Mitgliedsfirmen beteiligt haben, zeigt, dass bereits heute rund ein Drittel von ihnen in den USA fertigt. Drei Viertel aller Befragten wollen die Geschäftsaktivitäten in den USA in diesem und im kommenden Jahr ausbauen. Rund zwei Drittel von ihnen wollen den eigenen Service und Vertrieb stärken, 37 Prozent planen eine Erweiterung ihrer Produktion und 18 Prozent wollen auch Konstruktion und Entwicklung in den USA ausbauen. Laut Umfrage planen zwei Drittel der Unternehmen, hierzu ihre Belegschaften vor Ort zu vergrößern. Aktuell beschäftigen deutsche Maschinenbaufirmen geschätzt mehr als 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten.

„Die Vereinigten Staaten sind seit langem ein Markt mit enorm hoher Bedeutung für Maschinenbauer aus Deutschland und Europa. Sowohl die Größe des Marktes und die Wachstumsperspektiven als auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen machen es attraktiv, direkt vor Ort vertreten zu sein“, sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen anlässlich von Gesprächen mit US-Abgeordneten und Entscheidungsträgern der Biden-Administration in Washington.

Mit den Expansionsplänen einher geht auch die Erwartung steigender Umsätze. Gut 40 Prozent der befragten Firmen erwarten für 2022 ein nominales Plus von mehr als 10 Prozent im US-Geschäft, weitere gut 40 Prozent einen Zuwachs von bis zu 10 Prozent. Ähnlich fallen die Erwartungen für das kommende Jahr aus: 37 Prozent der Firmen rechnen mit einem abermaligen nominalen Umsatzplus von mehr als 10 Prozent, 48 Prozent erwarten einen Zuwachs bis zu 10 Prozent.

Wie wichtig der Standort USA für die deutsche Industrie insgesamt ist, zeigen auch aktuelle Zahlen des U.S. Department of Commerce zu den ausländischen Direktinvestitionen. Demzufolge erreichte das gesamte deutsche Direktinvestitionsvolumen in den USA Ende 2021 die Summe von 636 Mrd. Dollar – ein Zuwachs von 21 Prozent gegenüber dem Wert Ende 2020. In der Rangliste der wichtigsten Investoren hat sich Deutschland damit an Kanada vorbei auf Platz zwei geschoben, Spitzenreiter bleibt Japan. Unternehmen aus Deutschland beschäftigen geschätzt rund eine Million Menschen in den Vereinigten Staaten.

Als wichtigster Grund für eine Expansion in den USA nennen die Maschinenbauer in der Umfrage die Marktgröße (86 Prozent). 64 Prozent der Firmen wollen in den USA investieren, weil sie dort mit einem Marktwachstum rechnen, 55 Prozent betonen die Nähe zum Kunden. Immerhin 16 Prozent wollen sogenannte „buy American“-Klauseln umgehen, also Handelshürden, die bei vom Staat geförderten Infrastrukturprojekten zum Teil eine lokale Produktion in den USA erzwingen sollen. „Die Handelshürden haben in den vergangenen Jahren auf amerikanischer Seite leider auch in Richtung Europa zugenommen. Dies schadet den Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks. Sowohl die europäischen Maschinenbauer als auch ihre US-Kunden würden davon profitieren, wenn Industriezölle gestrichen, Konformitätsbewertungen gegenseitig anerkannt und vor allem keine weiteren Handelshemmnisse errichtet würden“, betonte Haeusgen.

„Zirkularität ist nicht mit Nachhaltigkeit gleichzusetzen“

Nur weil etwas zirkulär ist, bedeutet es nicht automatisch, dass es auch nachhaltig ist. Kinnarps ist der Meinung, dass Einrichtungslösungen und Möbel produziert werden sollten, die über einen langen Zeitraum hinweg genutzt werden können. Aus diesem Grund wurde jetzt, im Vorfeld der „Orgatec“, ein Konzept für nachhaltige Kreislaufwirtschaft eingeführt.

Jedes Jahr werden in Europa mehr als 10 Millionen Tonnen Möbel weggeworfen. Die Möbelindustrie muss die Verantwortung dafür übernehmen, wie diese entworfen, hergestellt und transportiert werden, um die Voraussetzungen für eine nachhaltige Inneneinrichtung zu schaffen. Kreislaufwirtschaft wird oft mit Nachhaltigkeit gleichgesetzt, aber sie wird erst dann nachhaltig, wenn ein Produkt für eine langfristige Nutzung konzipiert ist. Indem ein Produkt aktualisiert oder erneuert wird, kann dieser Lebenszyklus noch erweitert werden. Der wichtigste Grundsatz, um die negativen Umweltauswirkungen der Möbelproduktion zu reduzieren, ist es, die Möbel so lange wie möglich zu erhalten und zu nutzen.

Nachhaltigkeit ist seit der Gründung des Familienunternehmens Kinnarps im Jahr 1942 Teil der Unternehmens-DNA. Hochwertige, langlebige und attraktive Einrichtungslösungen zu liefern, ist für die Kinnarps Gruppe nichts Neues. Jetzt geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und stellt ein Konzept vor, das die wichtigsten Parameter bei der Auswahl nachhaltiger und zirkulärer Inneneinrichtungslösungen klar benennt.
 
„Circles of Change – Sustainable Circularity“ bietet eine neue Art der Nutzung und des Denkens über nachhaltige Innenraumlösungen. Das Konzept hilft Unternehmen, Einkäufer:innen und Architekt:innen von Anfang an nachhaltige, zirkuläre und funktionale Entscheidungen zu treffen, indem die Bedürfnisse des Unternehmens analysiert werden. Das bewusste Entscheiden für flexible Lösungen und hohe Qualität führt zu einer zukunftssicheren Lösung mit niedrigen Lebenszykluskosten, die Wohlbefinden, Effizienz und Erfolg fördern – bei gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen.

Das Konzept umfasst eine Reihe von zirkulären Dienstleistungen wie Arbeitsplatzanalysen für den Büro-, Bildungs- und Pflegesektor. In Schweden bietet Kinnarps außerdem an, recycelte Möbel über E-Commerce zu erwerben. Ein einzigartiger Service-Truck, in dem alten Möbeln neues Leben eingehaucht wird, kann vor Ort beim Kunden eingesetzt werden.
 
Das Konzept „Circles of Change“ wird ein Thema des Kinnarps-Messestandes auf der Orgatec sein. Auch der Truck wird auf der Messe präsentiert.

„Nachhaltige Gestaltung betrifft sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft. Bei der Auswahl der Einrichtung berücksichtigen wir den gesamten Lebenszyklus und gehen von den Bedürfnissen des Unternehmens aus, um flexible Einrichtungslösungen zu schaffen, die die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit wirklich unterstützen. Materialien werden sorgfältig gewählt, da sie für die Erhaltung der Lebensdauer entscheidend sind und somit die Voraussetzungen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft schaffen“, so Jenny Hörberg, Global Range Director bei Kinnarps.
 
 „Wir helfen unseren Kunden, von Anfang an nachhaltige und zirkuläre Entscheidungen zu treffen, die die Voraussetzungen für zukunftssichere Arbeitsumgebungen sind. Auf der Grundlage von Bedarfsanalysen sorgen wir für maßgeschneiderte, ergonomische und flexible Lösungen, die für Menschen und ihre Aktivitäten von heute konzipiert sind, aber auch künftige Bedürfnisse berücksichtigen. Durch Möbel und Konzepte, die aktualisiert, erneuert und renoviert werden können, ermöglichen wir veränderbare und anpassungsfähige Einrichtungslösungen, die lange halten“, ergänzt Dan Molander Global Sales Director Kinnarps.

Spenden Fahrradparcour und an Ukraine-Hilfe

Der Radsportverband NRW hat von den Möbler Meilen einen hochwertigen Fahrrad-Parcours als Spende für seine Nachwuchsarbeit erhalten. Die Möbler Meilen sind das größte Sportevent der Möbelbranche. Hier treffen sich einmal im Jahr begeisterte Radsportler aus dem Möbelhandel, der Industrie und Dienstleister zu einem gemeinsamen Radsport-Wochenende. So fuhr man im Juni dieses Jahr auf dem Hochplateau des Thüringer Waldes eine Etappenfahrt aus. Die Erlöse aus dem Event werden stets für einen „guten Zweck“, insbesondere für die Nachwuchsförderung verwendet. Holger Sievers, Organisator der Möbler Meilen und NRW Talentscout und Detlef Wittenbreder übergaben in Büttgen den Parcours an den Präsidenten Thomas Peveling und Cheftrainer Markus Schellenberger.

Der Fahrrad-Parcours besteht aus 7 hochwertigen Sperrholz-Elementen (Kurve, Schuppen, Schlaglöcher, Engpass, S-Kurve, Welle und Wippe), die je nach Bedarf unterschiedlich miteinander kombiniert werden können. Er bietet Kindern und Jugendlichen somit eine optimale Gelegenheit Fahrtechnik und Sicherheit mit dem Fahrrad zu erproben und zu lernen. Der Parcours soll im Wesentlichen bei Maßnahmen im Schüler- und Jugendbereich des Radsportverbandes NRW verwendet werden.

Eine Geldspende erhielt außerdem der Herzmensch Nienburg e. V.  Sozial engagierte Frauen und Männer haben sich im Frühjahr 2022 zusammengeschlossen um nach Kriegsbeginn in der Ukraine schnell und unkompliziert und trotzdem sicher und zielgerecht Spenden bedarfsgerecht für die Menschen in der Ukraine sammeln zu können und durch Transporte in die Ukraine übermitteln zu lassen.

Ralf Zimmermann neuer Vorsitzender

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Industrieverbands Schneid- und Haushaltswaren am 16. September in Lübeck wurde Ralf Zimmermann zum neuen Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Zimmermann ist geschäftsführender Gesellschafter der Gesenkschmiede Otto Röhrig und zählt als solcher zu den wichtigsten Rohwarenlieferanten der chirurgischen Industrie und der Schneidwarenindustrie.

Die Verbandsmitglieder sehen in der Wahl des neuen Vorsitzenden auch eine Bestätigung des Selbstverständnisses des IVSH als Industrieverband.

Ralf Zimmermann lobte seinen Vorgänger Hartmut Gehring, der das Amt des Vorsitzenden fünf Jahre innehatte, und dankte ihm für seine Arbeit. Gehring habe dem IVSH in den Jahren seiner Amtszeit wichtige strategische Impulse gegeben, auf die man aufbauen könne und müsse. Allein die Gewinnung neuer Förderer wie etwa dem TÜV Rheinland und auch regulärer Mitglieder sei in schwierigen Zeiten keine Selbstverständlichkeit und spreche für sich.

Das waren die wichtigsten Themen auf „M.O.W.“, „Möbelmeile“ und Co.

Die Möbelmessen in Ostwestfalen – die „M.O.W,“ die „Möbelmeile“ sowie die vielen Hersteller in ihren Showrooms – können mehrheitlich ein positives Fazit ziehen. Auch wenn die „M.O.W.“ sehr gut gebucht war, wusste man zum Start nicht, wie die Messen laufen würden, man musste auf alles gefasst sein. Doch die Hersteller hatten sich bestens vorbereitet, präsentierten jede Menge Neuheiten und auch echte Innovationen. Händler und Verbände waren trotz der enormen Herausforderungen, die derzeit alle belasten, in Orderlaune. „M.O.W.“-Geschäftsführer Bernd Schäfermeier freute sich bereits am Messe-Dienstag über eine sehr gute Stimmung in den Hallen. Alle spürten, dass der persönliche Austausch zwischen Handel und Industrie gerade in diesen Zeiten enorm wichtig ist. Paul Rom, der mit seinem Unternehmen erstmals im Informa-Zentrum ausstellte, sagte, dass man in anspruchsvollen Zeiten die Dynamik hochhalten müsse. Das ist ganz bestimmt richtig. Wobei das im mittleren gehobenen Segment sicherlich leichter fiel als beispielsweise bei den Discountspezialisten, die am stärksten unter den steigenden Preisen leiden.
Im Folgenden nennt das Team unseres Schwestermagazines „möbel kultur“ die Top-Themen im diesjährigen Messeherbst.

Hohe Internationalität: Wer hätte gedacht, dass sich die Möbelmessen rund um Bad Salzuflen, Rietberg und Co. immer mehr auch zu einer internationalen Drehscheibe entwickeln? Bei der „M.O.W.“ kamen 60 Prozent der Aussteller aus dem Ausland. Vorn dabei: Polen, die Türkei, die Niederlande, Dänemark, Italien und Frankreich. Aber auch Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Serbien, Griechenland und die Ukraine (!) hielten die Fahne hoch. Insgesamt waren 41 Nationen in Bad Salzuflen vertreten. Dieser hohe Anteil führte vermehrt gleichfalls zu einem internationaleren Besuchermix, was in den Messehallen auch zu hören war. Ebenso in den Showrooms, u.a. bei Werther konnten verstärkt ausländische Gäste, z. B. auch aus Indien, begrüßt werden. Ein Grund hierfür war zweifellos, dass auch in diesem Jahr erneut keine „imm cologne“ stattgefunden hat.

Beschaffung gesichert: Da die Herausforderungen auf der Beschaffungsseite in den vergangenen Monaten exorbitant groß und auch die Bemühungen entsprechend umfangreich ausgefallen sind, konnten die meisten Hersteller inzwischen Entwarnung vermelden. Ausgebaute Lagerkapazitäten sowie neue Versorgungskanäle haben hier Stabilität gebracht. Allein Eiche unter den Massivhölzern für den Kastenmöbelbereich sowie Schäume bei den Polstermöbeln bereiten weiterhin Sorgen. Und auch bei den Preisen gibt es nicht wirklich Entspannung. Zumal die steigenden Energiekosten weitere Unsicherheiten mit sich bringen. Viele haben aus der Situation Konsequenzen gezogen und sich auf der Beschaffungsseite neu orientiert. Laut einer Umfrage des Verbands der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) wollen 60 Prozent der Hersteller stärker nationale oder zumindest europäische Beschaffungsmärkte nutzen. Doch nicht nur bei Polstermöbeln halten viele Ausschau nach neuen Möglichkeiten der Fertigung. So stellte MCA Furniture seine neue Linie „Arc“ vor mit Tischen und Stühlen, die in der Türkei produziert werden. Zwar räumte Geschäftsführer Benjamin Dobrott ein, dass an der Formensprache und an den Qualitäten noch gearbeitet werden müsse, doch grundsätzlich wurde die Initiative vom Handel gelobt. Wer sich bereits in der Vergangenheit um neue Märkte bemüht hat, wie z. B. Interlink in Brasilien, muss sich um das Thema Eiche keine Gedanken machen.

Die Eckpreislagen sind tot: Auf jeder Messe waren sie in der Vergangenheit ein Thema: knackige Eckpreislagen. Damit ist es nun vorbei. Die Industrie ist gezwungen, Kostensteigerungen an den Handel weiterzugeben. Da dies ein laufender Prozess ist, der auch im nächsten Jahr weiter anhalten wird, müssen sich die Verbraucher:innen zwangsläufig an andere Preisstellungen gewöhnen. Die Frage ist nur, wie weit diese dazu bereit sind angesichts kleinerer Haushaltsbudgets. Gleichwohl bleibt der Preis ein ganz heißes Thema. Zumal die Großflächenanbieter derzeit (noch) nichts an ihrer Rabattpolitik ändern. Eine Tendenz ist allerdings jetzt schon festzustellen: Die klassischen Einstiegspreislagen brechen bei den konventionellen Einrichtungshäusern weg, mit der Konsequenz, dass sich der Handel bei den Discountern bedient. Offenbar mit der Option, dass die Ware beim Kunden aufgebaut wird. Da die Konsument:innen die Vertriebskategorien der Branche ohnehin nicht immer entsprechend wahrnehmen, scheint das eine mögliche Option zu sein. Wie und wo der SB-Handel allerdings künftig seinen Preiseinstieg organisieren will, bleibt abzuwarten. Der Trend der Discounter geht ganz klar in Richtung Trading-up. „Wir werden Preislagen im SB-Bereich sehen, die es bisher so nicht gab“, prognostiziert Xonox-Geschäftsführer Jürgen Drake.

Vorteil Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit ist bereits seit mehreren Jahren ein Mega-Trend. Aufgrund der aktuellen Krisen und Preisexplosionen hat sich dieser Trend nun zu einem enormen ökonomischen Vorteil entwickelt. Merkmale wie „made in Germany“ oder „made in Europe“, regionale Rohstoffe, energiesparende Fertigungen, eigene Stromversorgung etc. sorgen bei den Unternehmen, die dies schon umgesetzt haben, jetzt für deutliche Kosteneinsparungen. So präsentierten die Hersteller ihre nachhaltigen Features als umfassende Unternehmensstrategie (z.B. bei Staud). Gleichzeitig erhöhten sie ihr Engagement in diesem Bereich weiter. Germania beispielsweise hat seine Verpackungen optimiert. Statt Styropor kommt nun Kartonage zum Einsatz. Dies erhöht die Qualität der Verpackungen und verringert damit die Reklamationen aufgrund von Transportschäden – angesichts der Logistikkosten ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Scapa wiederum hat sich mit dem „Nordic Swan“-Ecolabel zertifizieren lassen, hinter dem die Regierungen von Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark und Island stehen. Hartmann wartete wiederum mit einem eigenen Bio-Label auf. Einige Polstermöbelhersteller wie die 3C-Gruppe, Albert Ponsel und Signet wurden jüngst von der DGM als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ zertifiziert.

Neue Farben: Trendmäßig darf es bei den Polstermöbeln farbenfroh und kuschelig sein. Angelehnt an die Mode sind zunehmend Grün- und Blautöne, Kupfer- oder Messingnuancen zu sehen. Aber auch knallige Farben wie Pink oder Lila setzen beispielsweise bei Ego Italiano Akzente. Für ein behagliches Gefühl im kühlen Winter bestimmen weiche, kuschelige Bezüge aus Bouclé, Teddy, Chenille oder Cord das Angebot. Ebenso im Trend liegen modulare Lösungen, die einer mobiler werdenden Gesellschaft auch bei Umzügen gute Dienste leisten, wie das Programm „Puzzle“ von Cottas Hochwert-Marke Designwerk. Aber auch Relaxfunktionen – gern mit motorischer, akkubetriebener Bedienoption, wie u.a. Ada Premium sie anbietet, werden immer mehr nachgefragt.

Neue Kolorits gibt es auch bei den Kastenmöbeln: „Bei unserer Marke Dutch Bone ist die Trendfarbe Schwarz“, betonte Frank Kossowski, Vertriebsleiter DACH bei Zuiver. Daneben gesellen sich Anthrazit, Grau, Grünabstufungen und ein cremiges Weiß. Um eine günstigere und besser verfügbare Alternative zu Eiche anbieten zu können, tritt Esche in den Vordergrund. RMW setzte zudem auf Kristallbuche. Ebenfalls überall zu sehen war eine Lamellenoptik in den Fronten. Und um die Verbraucher:innen rundum bedienen zu können, haben viele Hersteller ihre Programme für alle Wohnbereiche kompatibel gemacht: Von der Diele über den Speisebereich bis hin zum Wohnzimmer können die Kollektionen in allen Wohnbereichen eingesetzt werden.

 

Amerikanische Delegation besuchte Küchenmöbelindustrie in Ostwestfalen

Intensive Einblicke in die ostwestfälische Küchenindustrie gewann in der vergangenen Woche eine Delegation des amerikanischen Branchenverbands NKBA (National Kitchen and Bath Association). Auf dem Programm der fünftägigen Reise standen Besuche bei den Küchenmöbelherstellern Nobilia und Poggenpohl, dem Hausgeräteproduzenten Miele und dem Beschlagespezialisten Hettich. Die rund 30 Teilnehmer:innen des NKBA, Küchen- und Badmöbelhandel sowie Innenarchitektur- und Designbüros, waren zudem bei den Möbelverbänden in Herford zu Gast.

Die Tour für die nordamerikanischen Einkäuferinnen und Einkäufer wurde von der NKBA in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) und dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) organisiert.

„Die deutschen Möbelhersteller sehen große Wachstumspotenziale auf dem amerikanischen Markt und sind sehr interessiert daran, die Zusammenarbeit weiter auszubauen“, sagte Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK), beim Empfang der amerikanischen Delegation. Die Vereinigten Staaten stellen den mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt für deutsche Möbel außerhalb Europas dar. Im ersten Halbjahr 2022 kletterten die deutschen Möbelexporte über den Atlantik im Vorjahresvergleich um knapp 26 Prozent. Nordamerika steht seit Jahren im Zentrum der Exportaktivitäten der Branche.

Echte Nachhaltigkeit in der Oberfläche geht nur mit Furnier

Furnier war lange Zeit das absolute Nonplusultra in Sachen Oberflächen. Immer bessere Technologie in der Herstellung authentisch wirkender, künstlicher Oberflächen hat dem Furnier jedoch große Marktanteile streitig gemacht. Mittlerweile fragen aber immer mehr Endkunden wieder nach „echtem“ Material und fordern vor allem Nachhaltigkeit und transparente Lieferketten.

Wie sich das für die Furnier-Branche auswirkt, welche HölzeOr besonders nachgefragt sind und ob Furnier ein echtes Comeback erlebt, klärt „möbelfertigung“-Redakteurin Doris Bauer mit Ursula Geismann, Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur und Axel Groh, Vorsitzender der Initiative Furnier + Natur.

Am besten gleich HIER reinhören!

Sie haben ein spannendes Thema, über das Sie gern mal mit einem Redakteur der „möbelfertigung“ im Podcast diskutieren möchten? Dann melden Sie sich bei Redakteurin Doris Bauer, doris.bauer@vincentz.net.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Produkt in einem Podcast zu bewerben. Oder auch als Premium-Sponsor bei jedem neu erscheinenden Podcast genannt zu werden. Über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert Sie gerne Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net.

Innovatives System vom Profikoch

Warendorf stellt zur Herbstmesse sein „Konzept 1“ vor, das anspruchsvolle Hobbyköche ansprechen soll. Bei der Entwicklung hat sich der Küchenbauer mit Koch Heiko Antoniewicz einen Profi an die Seite geholt. So wurden gemeinsam Kochprozesse analysiert und für optimale Arbeitsabläufe konzipiert. Das Küchendesign folgt den Anforderungen der für die Zielgruppe definierten Funktionen und Features.

Aus dem professionellen Blickwinkel von Heiko Antoniewicz wurden alltägliche Anforderungen definiert, die in das Küchenprojekt einflossen und in den Entwicklungsphasen sukzessive umgesetzt wurden. „Konzept 1“ ist die Küche, die ergonomisch wie logistisch die einzelnen Schritte in einen idealen Vor- und Zubereitungsablauf bringt.

Heiko Antoniewicz ist ein mehrfach ausgezeichneter Koch und Buchautor. Einige seiner Kochbücher wurden mit dem „World Cookbook Award“ ausgezeichnet. Im Rahmen der „Best of the Best Awards – Chef-Sache“ (Port Culinaire) wurde er mehrmals zum Impulsgeber der gastronomischen Szene Deutschlands gewählt.

Roboter-Installationen in China steigen um 44 Prozent

In China ist die Zahl der installierten Industrie-Roboter 2021 auf einen neuen Rekord von 243.300 Einheiten gestiegen – das ist ein Plus von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigen vorläufige Daten der International Federation of Robotics.

„China hat die konjunkturelle Erholung nach der Covid-19-Pandemie global angeführt und installierte 2021 die Hälfte aller Industrie-Roboter weltweit“, sagt Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics. „Das Wachstum ist branchenübergreifend stark, wobei die Elektro- und Elektronikindustrie mit einem Anstieg von 30 Prozent auf 81.600 Installationen der Hauptkunde war. Aber auch die Automobilindustrie verzeichnete 2021 einen starken Aufschwung mit einem Plus von 89 % auf 50.700 Installationen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Herstellung von Elektrofahrzeugen in China zurückzuführen.“

Chinesische Regierung unterstützt Roboterautomation

Die demografische Alterung der Bevölkerung führt im Reich der Mitte zu einem Mangel an Arbeitskräften und steigert damit die Nachfrage nach Roboterautomation. Die Regierung kündigte Anfang des Jahres eine fortschreitende Robotisierung der Industrie an: Der Fünfjahresplan für die Roboterindustrie, der vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) in Peking veröffentlicht wurde, konzentriert sich auf die Förderung von Innovationen und soll China zu einem weltweit führenden Land im Bereich der Robotertechnologie und des industriellen Fortschritts machen.

Neuer Beruf: „Robotik-Ingenieur“

Gleichzeitig wollen die staatlichen Behörden Beschäftigung fördern und unternehmerische Möglichkeiten für Hochschulabsolventen schaffen. Im Juni kündigte das Ministerium für Personal- und Sozialversicherungsangelegenheiten (MoHRSS) 18 neue Berufe an, darunter den des „Robotik-Ingenieurs“. Der Beruf legt seinen Fokus auf die Erforschung und Entwicklung von Steuerungsalgorithmen und Betriebssystemen für Roboter sowie auf den Einsatz digitaler Simulationstechnik.

„China hat großes Potenzial für weiteres Wachstum“, sagte Marina Bill. „Die Roboterdichte in der verarbeitenden Industrie liegt bei 246 Industrie-Robotern pro 10.000 Beschäftigte und rangierte damit 2020 weltweit an neunter Stelle. Vor zehn Jahren lag die Roboterdichte in China erst bei 15 Einheiten.“