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Autor: Möbelfertigung

Deutliches Wachstum trotz zunehmender Markturbulenzen erwartet

Die deutsche Küchenmöbelindustrie konnte sich im bisherigen Jahresverlauf mit einem Umsatzanstieg per Juli 2022 von mehr als zehn Prozent auch im langjährigen Vergleich auf sehr hohem Niveau behaupten. Während das gute Auftragspolster die positive Entwicklung bis zum Jahresende stützen wird, sieht sich die Branche einer aktuell zunehmenden Verunsicherung der Konsumenten gegenüber, so die Einschätzung von Stefan Waldenmaier, Vorsitzender des Vorstands des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK), Herford, auf der heutigen Jahreswirtschaftspressekonferenz.

Die weitere konjunkturelle Entwicklung der deutschen Küchenmöbelindustrie müsse deshalb künftig noch stärker durch den Export unterstützt werden, denn hier könne man mit „Küchen Made in Germany“ sehr gut punkten, so Waldenmaier weiter. Angesichts unverändert hoher und oftmals kaum kalkulierbarer Kostenbelastungen – insbesondere im Material- und Energiesektor – sei es für die Unternehmen existenziell, diese Belastungen sehr schnell in der Kette weiterzugeben, stellt VdDK-Geschäftsführer Jan Kurth ergänzend heraus.

Während sich Lieferketten und die Nachwirkungen der Pandemie langsam einschwingen, stellt die durch Russland hervorgerufene energiebasierte Inflation die Branche vor neue und deutlich größere Herausforderungen. Allerdings federn eine global hohe Nachfrage, ein gutes Auftragspolster sowie die hohe Wertigkeit der Produkte die Auswirkungen zumindest teilweise ab. Insofern befindet sich der Branchenzweig in einer grundsätzlich robusten Situation, wie aktuelle Statistiken bestätigen.

„Obwohl die guten Umsatzzuwächse im ersten Halbjahr 2022 zu einem Teil preisgetrieben waren, sehen wir aufbauend auf einem schon hohen Vorjahresniveau eine weitere erfreuliche Mengensteigerung“, unterstreicht Verbandsvorsitzender Waldenmaier. Auch die Auftragseingangsstatistik zeigt nach Stückzahlen durchgängig ordentliche Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr – sowohl für das In-, als auch für das Ausland.

„Nach Menge hat die Küchenmöbelindustrie per August insgesamt um 5,1 Prozent beziehungsweise im Inland um 6,1 Prozent und im Ausland um 3,9 Prozent zugelegt“, ergänzt VdDK-Geschäftsführer Kurth. Wertmäßig war der AE-Zuwachs sogar durchweg zweistellig. Besonders das erste Halbjahr mit Quoten zwischen 28,7 Prozent (Februar) im Maximum und 19,3 Prozent (Juni) im Minimum unterstreichen die außergewöhnlich gute Situation.

Die deutsche Küchenmöbelindustrie mit ihren knapp 18.200 Beschäftigten (+5 Prozent zu 2021) in bundesweit rund 50 Betrieben über 50 Arbeitnehmern befindet sich in einer vergleichsweise guten Position und prägt die wirtschaftliche Lage der deutschen Möbelindustrie maßgeblich. Saldiert belaufen sich die Gesamtumsätze für Küchenmöbel per Juli auf über 3,62 Mrd. Euro. Im Detail zeigt sich die Umsatzentwicklung bis Mai durchgehend positiv mit meist zweistelligem Wachstum und schließt aktuell per Juli 2022 mit 10,11 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Monate Juni beziehungsweise Juli mit Umsatzrückgängen von -0,05 beziehungsweise -5,45 Prozent deuten jedoch auf ein Abflachen der Konjunktur – insbesondere im Inland, aber auch in Teilen Europas. Ursächlich hierfür dürfte weniger ein abnehmendes Vertrauen der Verbraucher in unsere Produkte, sondern eher – wie auch die GfK feststellt – eine sprunghaft gestiegenen Sparneigung der Bevölkerung sein, um sich gegen die aktuell dramatischen inflationären Tendenzen bei Energie und Lebensmitteln abzusichern.

Denn grundsätzlich stehen Küchen bei den deutschen Verbrauchern sehr hoch im Kurs, wie eine aktuelle Studie zu den Pro-Kopf-Ausgaben nach Warengruppen bei Möbeln ausweist. Demnach stiegen die durchschnittlichen Ausgaben pro deutschem Haushalt für „Küche“ allein in den letzten drei Jahren von 373 Euro (2019) und 411 Euro (2020) auf 431 Euro im letzten Jahr. Unser Branchenzweig zieht damit weit mehr als die Hälfte aller privaten Konsumausgaben für Möbel und Einrichten auf sich – in Verbindung mit den Begleiterzeugnissen Haushaltgeräte, Spülen usw.

Der Auslandumsatz per Juli trägt mit über 1,63 Mrd. Euro zu 44 Prozent zu den Gesamtumsätzen bei. Damit nimmt das Geschäft jenseits der Grenzen nach den starken Marktverwerfungen 2020 weiterhin an Fahrt auf. Saldiert per Juli stehen 11,21 Prozent Exportwachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat in den Büchern. Die Exportquote steigt damit seit Jahresbeginn ohne Unterbrechung auf zuletzt 44,84 Prozent (Juli) an, was eine zunehmende Bedeutung der Auslandsgeschäfte belegt.

Die Auftragseingänge aus dem Ausland bekräftigen die starke Position der deutschen Küchenmöbelindustrie: So stiegen die Auftragseingänge aus dem Ausland erneut per 1. Quartal 2022 um 13,84 Prozent, gefolgt von 16,26 Prozent per zweitem – um diese Rallye leicht abgeschwächt per Juli sowie per August mit jeweils 13 Prozent fortzusetzen, wobei hier auch ferienbedingte Veränderungen berücksichtigt werden müssen.

Das Inlandsgeschäft steuerte bis Ende Juli einen Umsatz in Höhe von 2 Mrd. Euro zum Gesamtergebnis bei und lag saldiert damit um 9,23 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach einem recht guten, saldierten 1. Halbjahr mit 11,8 Prozent Wachstum kühlt der Inlandsmarkt im Juli mit einem Minus von 7,81 Prozent zum Vorjahresmonat erkennbar ab.

Dass die Gesamtumsätze tragende Wachstum der Inlands-Auftragseingänge startete per 1. Quartal 2021 fulminant (35,92 Prozent), was natürlich auch den leicht negativen AE im 1. Quartal 2021 als Vergleichswert geschuldet ist. Per 2. Quartal schlossen die Auftragseingänge mehr als zufriedenstellend mit 21,98 Prozent Zuwachs beziehungsweise mit 17,6 per Juli beziehungsweise mit 15,5 Prozent per August 2022 im Vorjahresvergleich.

Wie festzustellen ist, liegen die wertmäßigen Auftragseingänge im In- und Ausland – selbst in rückläufigen Phasen – fast immer über den AE nach Stückzahlen. Dieser für den Branchenzweig bedeutende Sachverhalt steht zwar grundsätzlich für steigende Durchschnittspreise und zunehmende Wertigkeit der Küchen, gründet sich jedoch aktuell auf von den Herstellern an den Handel zwangsweise weitergereichte Kosten durch explodierende Einkaufspreise für Material und Energie.

Bezogen auf den Exportumsatz bleiben Gewichtung und damit Reihenfolge der wichtigsten Exportländer gleich: ‚Nummer 1‘ bleibt Frankreich (2022-7 zu 2021-7 bzw. zu 2020-7: +4,1 bzw. 45 %), gefolgt von den Niederlanden (+23,3 bzw. 48,9 %), Österreich (+20 bzw. 54,7 %), Belgien (+6,9 bzw. 39,2 %), der Schweiz (+0,6 bzw. 11,7 %), dem Vereinigten Königreich (+15,4 bzw. 68,9 %) und Spanien (+21,5 bzw. 65 %). Lediglich China, jetzt auf Platz 8 des Export-Umsatzrankings, bricht aus dieser Phalanx aus und weist Exportrückgänge in Höhe von -24 Prozent zu 2021-7 aus – was bei der restriktiven Corona-Politik des Landes nicht überrascht.

Das Außenhandelssaldo Küche, als einziges der Möbelbranche mit Überschuss, hat sich weiter vergrößert. Nach dem pandemiebedingten ‚Dämpfer‘ im 1. Halbjahr von 2019 zu 2020 in Höhe von -9,2 Prozent stieg es danach von 2020 zu 2021 um 25,7 Prozent. Aktuell von 2021-7 zu 2022-7 wächst der Saldo um 11,9 Prozent auf nunmehr über 1,5 Mrd. Euro.

Eine Ursache sind die im Vergleich zu den Exporten weiterhin geringen Küchenimporte nach Deutschland. Dazu ein Beispiel: Die beiden führenden Einfuhrländer Italien und Polen mit Steigerungsraten von 2020-7 zu 2022-7 in Höhe von 154 Prozent(!) bzw. 80,8 Prozent weisen summiert Umsätze beim Küchenimport nach Deutschland vergleichbar den deutschen Ausfuhren nach Spanien aus.

Die geschilderte Positiventwicklung der deutschen Küchenmöbelindustrie im bisherigen Jahresverlauf ist angesichts der externen Rahmenbedingungen besonders hoch zu bewerten. Die kaum beeinflussbaren Probleme sind bekannt: galoppierende Inflationsraten, Vervielfachung der Energiepreise, gestörte Liefer- und Logistikketten, anhaltende Verteuerung von Vormaterialien, Unwägbarkeiten hinsichtlich der kommenden pandemischen Gesamtlage, verhagelte Verbraucherstimmung und Konsumzurückhaltung flaute durch erhöhte Sparneigung etc.

Eine interne Umfrage im Juli unter den Unternehmen des Verbands zeigt, dass die Sorgen um Materialkosten und die Lieferfähigkeit von Vormaterialien für über 90 Prozent der Unternehmen die größten Risikofaktoren darstellen. Danach folgen das Personal Recruiting, Energiekosten beziehungsweise -versorgung sowie Nachfrageeinbrüche durch Inflation und den Russland-Ukraine-Krieg.

Aus diesem Grund fordert der VdDK gemeinsam mit der gesamten deutschen Möbelindustrie eine aktive Unterstützung seitens der Politik ein. Auch als „nicht-energieintensive“ Branche muss der Wirtschaftszweig von Kompensationsmaßnahmen im Energiesektor profitieren können, da die Kostenentwicklung auch für Küchenmöbler eine existenzielle Bedrohung darstellt. Dies habe der Verband zuletzt sowohl gegenüber der Fraktionsvorsitzenden Bündnis 90/Die Grünen, Britta Haßelmann, sowie dem Bundeswirtschaftsministerium adressiert.

Hinsichtlich der Versorgung mit Vorprodukten planen zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen, durch Diversifikation in der Beschaffung und/oder verstärkten Einkauf von Produkten aus heimischer bzw. regionaler Produktion gegenzusteuern. Das hat gute Gründe, denn ebenfalls zwei Drittel der Befragten beziehungsweise gut die Hälfte geben an, besondere Herausforderungen auf Beschaffungsseite bezüglich der Lieferregionen Asien beziehungsweise Osteuropa meistern zu müssen.

Daraus resultieren neben veränderten betriebswirtschaftlichen Kennziffern verlängerte Lieferzeiten, bis die bestellten Küchen an die Kunden ausgeliefert werden können. Fast die Hälfte der Unternehmen kalkuliert hier inzwischen mit über zehn Wochen, die übrigen gehen von Lieferzeiten bis zu acht Wochen aus. Nur ein gutes Fünftel ist innerhalb von vier Wochen lieferfähig.

Die aktuell sehr schwierige Situation auf Seiten der Küchenmöbelindustrie – trotz guter Umsatzzahlen in diesem Jahr, die jedoch kaum mit guten Erträgen korrespondieren – erzwingt eine schnelle Weitergabe steigender Kosten in der Kette, um die Substanz der Unternehmen nicht zu gefährden.

Einen Ausblick zu geben fällt derzeit noch schwerer als in den Jahren zuvor – die vielzitierte „Zeitenwende“ betrifft auch die deutsche Küchenmöbelindustrie. „Kurzfristig, also für 2022, rechnen wir mit soliden Umsatzsteigerungen. Für den gesamten Branchenzweig erwarten wir daher – allen gegenwärtigen Widrigkeiten zum Trotz – ein Wachstum für das Gesamtjahr 2022 bis 10 Prozent“, so Kurth. „Das Fundament, auf dem unsere Branche steht, ist stark belastbar. Jedoch gibt es Grenzen der Belastbarkeit, bei deren Überschreiten wir als Mittelständler öffentlich Gehör und Akzeptanz finden müssen.“

Eine weitergehende Vorausschau wagt Stefan Waldenmaier dennoch: „Die Jahre 2023 und 2024 werden anspruchsvoll und anstrengend. Unser Wohlergehen als Branchenzweig hängt dabei nicht nur von der reinen Kostenseite und von der Entwicklung volkswirtschaftlicher Kennziffern ab. Maßgeblich wird die mentale Wahrnehmung beim Verbraucher werden: Vermitteln Politik und Medien positive Signale, wird er Mut schöpfen, was der Nachfrage und damit uns zugute kommt. Unabhängig davon wird in den nächsten Jahren der Export in Schlüsselmärkte wie den USA einen wichtigen Beitrag für unseren Erfolg leisten. Und ein starker Dollar macht uns zudem auch preislich attraktiver. Deshalb bin ich für die deutsche Küchenmöbelindustrie rundum optimistisch und zuversichtlich.“

Insolvenz beantragt – Beschädigte IT-Server und erheblicher Datenverlust

Die Rational Einbauküchen Solutions GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen gestellt. Das Amtsgericht Osnabrück ordnete am 16. September 2022 das vorläufige Verfahren an und bestellte Rechtsanwalt Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

In einer heutigen Pressemitteilung von Pluta heißt es weiter: Die Küchenproduktion ruht derzeit aufgrund eines Totalausfalls entscheidender Teile der Serversysteme, mit der Planung und Produktion der Küchen und wesentliche weitere Unternehmensprozesse gesteuert werden. Der Vorfall ereignete sich um den Monatswechsel nach einem Stromausfall in der Region, der zu einer erheblichen Beschädigung der IT-Server und einem irreparablen Datenverlust geführt hat, nachdem auch die Notstromversorgung aufgrund technischer Defekte zeitgleich ausgefallen ist. Das Unternehmen kann daher aktuell keine Aufträge bearbeiten und keine Daten zu existierenden Aufträgen an die Produktion weiterleiten. Nach intensiver Prüfung durch die IT-Abteilung und externe Fachfirmen ist eine Wiederherstellung der Daten jedenfalls kurzfristig technisch unmöglich. Dies bedeutet, dass zurzeit keine genaue Aussage möglich ist, ab wann die Produktion der Küchen wieder aufgenommen werden kann. Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung wegen des unvermeidbaren Umsatzausfalls und damit einhergehender drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Osnabrück die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Das Unternehmen beschäftigt 64 Mitarbeiter, die noch am Freitag vor Ort von den Verantwortlichen über den aktuellen Stand informiert wurden. Lohn- und Gehaltsrückstände bestehen nicht. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind bis einschließlich August 2022 bezahlt. In den kommenden Tagen wird zunächst alles daran zu setzen sein, den Beteiligten die Situation umfassend und transparent zu erläutern und bestmögliche Lösungen für sämtliche Bestandsaufträge zu finden, die aufgrund der irreparablen Datenverluste von Rational Einbauküchen derzeit nicht ausgeführt werden können. Daneben wird der vorläufige Insolvenzverwalter die Zustimmung zur Insolvenzgeldvorfinanzierung bei der Agentur für Arbeit beantragen. Denn es ist in jedem Fall geplant, trotz der aktuell sehr kritischen Lage für alle Verfahrensbeteiligten das Unternehmen zu erhalten, eine Liquidation zu vermeiden und schnellstmöglich eine Fortführungslösung für Rational zu finden. Hierzu wird der vorläufige Insolvenzverwalter auch einen offenen Investorenprozess (M&A-Prozess) einleiten, bei dem neben den aktuellen Gesellschaftern auch alle in Frage kommenden in- und ausländischen strategischen Investoren sowie auch interessierte Finanzinvestoren motiviert werden sollen, Rational Küchen trotz des sehr schwierigen Momentums gleichwohl zu übernehmen und in eine gute und stabile Zukunft zu führen.

„Wir waren am Freitag unmittelbar nach der Beschlussfassung des Insolvenzgerichts vor Ort, verschaffen uns derzeit einen umfassenden Überblick über die sehr schwierige Situation und arbeiten mit aller Kraft an einer Stabilisierung der Lage, was aufgrund der sehr außergewöhnlichen Umstände eine enorme Herausforderung darstellt. Zudem werden wir gemeinsam mit der Geschäftsführung und der sehr guten und hochqualifizierten Belegschaft schnellstmöglich nach Lösungen suchen, damit für das Traditionsunternehmen nach der unumgänglichen Unterbrechung von Vertrieb, Planung, Produktion und Verkauf eine Zukunftslösung gefunden werden kann“, so der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von Pluta, der im Verfahren unter anderem von Rechtsanwalt Dr. André Wehner unterstützt wird. Zudem fügt Meyer hinzu: „In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung mussten wir uns leider auch dazu entschließen, die Teilnahme an der Küchenmesse abzusagen, weil es wenig Sinn macht, Kunden und Geschäftspartner zu empfangen, denen aktuell nicht belastbar aufgezeigt werden kann, wann es mit Rational operativ weitergeht und der Geschäftsbetrieb wiederaufgenommen werden kann.“

Mano Bakhtiari, Geschäftsführer der Rational Einbauküchen Solutions GmbH, sagt: „In den vergangenen 14 Tagen haben wir alles versucht, um die IT-Probleme zu lösen. Dies ist kurzfristig leider technisch nicht möglich. Der Antrag war daher unumgänglich. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere die Kunden und Mitarbeiter, extrem belastend. Aber wir werden alles daran setzen, um gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Lösungen für unser Unternehmen zu finden. Wir sind in Kontakt mit unseren Kunden und werden diese laufend über die Entwicklungen informieren.“

Der im Jahr 1963 gegründete Küchenhersteller bietet hochwertige Küchen in verschiedenen Designs und technischen Ausstattungen. Die Produktion der Küchen erfolgt durch ein extern beauftragtes Unternehmen, so dass sich die Geschäftstätigkeit auf die Entwicklung, den Vertrieb, die Planung und den Verkauf von exklusiven Küchen konzentriert. Gesellschafter der Rational Einbauküchen Solutions GmbH ist heute die asiatische Bravat-Gruppe, die Rational im Jahr 2021 von der italienischen Snaidero-Gruppe übernommen hat. Der Anspruch des Traditionsunternehmens rational ist es, Funktionalität und Design auf höchstem qualitativem Niveau zu vereinen. Die Auszeichnung mit dem international hoch angesehenen Prüfsiegel, dem „Goldenen M“, der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel bestätigt dies. Zudem wurde das Unternehmen erst kürzlich mit dem „German Brand Award“ ausgezeichnet. Der Vertrieb der Küchen erfolgt sowohl bundesweit als auch international in rund 50 Ländern. Im internationalen Projektgeschäft schätzen Kunden und Partner die Erfahrung und Kompetenz, insbesondere bei außergewöhnlichen Projekten, wie „The Palm Jumeirah“ in Dubai oder „Doha Oasis“ in Katar.

Stefan Meyer und sein Team verfügen über langjährige Erfahrung in der Sanierung von Unternehmen, speziell auch in der Bearbeitung von Insolvenzverfahren aus der Küchenbranche. Meyer erreichte mit seinem Pluta-Team zuletzt in einem anspruchsvollen Umfeld für den Küchenhersteller Warendorf eine Investorenlösung, heute bekannt unter Warendorf Küchenfabrik GmbH.

Polstermöbel werden klimaneutral gefertigt

Das Unternehmen Albert Ponsel aus Weidhausen bei Coburg wird von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) als einer der ersten oberfränkischen Polstermöbelhersteller zum „Klimaneutralen Möbelhersteller“ zertifiziert. Seit 1994 ist der Hersteller Mitglied in der DGM und erfüllt die strengen Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430. Jetzt hat das Unternehmen auch alle Voraussetzungen für das RAL Gütezeichen „Möbelfertigung Klimaneutral“ erfolgreich nachgewiesen.

„Polstermöbel ‚Made in Germany‘ von Albert Ponsel erfüllen seit Jahren höchste Qualitätsanforderungen. Im Zuge der Zertifizierung als klimaneutraler Möbelhersteller wurde außerdem das Verantwortungsbewusstsein des Unternehmens mit Blick auf den Klimaschutz auf die Probe gestellt – mit Erfolg“, freut sich DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. Mit professioneller Unterstützung einer Klimaschutzberatung hat Albert Ponsel seine CO2-Emissionen bilanziert, um den Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) des Unternehmens zu ermitteln. Darauf aufbauend möchte der Polstermöbelhersteller seine Emissionen nun stetig reduzieren. Alle angefallenen Emissionen im Bilanzierungsjahr 2021 wurden durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate im Jahr 2022 abgelöst.

Im Jahr 2016 hat die DGM den „Klimapakt für die Möbelindustrie“ ins Leben gerufen, um in einem Schulterschluss der Möbelindustrie Verantwortung für das Klima und das 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen zu übernehmen. Der Klimapakt fußt auf drei Grundprinzipien: Erstens der Bilanzierung, zweitens der Reduzierung und drittens der Neutralisierung von CO2-Emissionen. Zur Belohnung ihres Engagements für den Klimaschutz profitieren die teilnehmenden Möbelhersteller nicht nur von einer besseren Umwelt, sondern erhalten auch ein aussagekräftiges DGM-Klimalabel. Klimaneutrale Möbelhersteller werden seit diesem Jahr außerdem mit dem neuen RAL Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ ausgezeichnet – dem ersten Gütezeichen für den Klimaschutz im Qualitätssicherungssystem von RAL überhaupt. Hiermit können die Unternehmen offensiv für sich und ihre Produkte werben und Endverbraucher auf ihr vorbildliches Engagement als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ aufmerksam machen.

Supermatt trifft Struktur: Neuheit „Duropal XTreme Touch“ von Pfleiderer

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Mit „Duropal XTreme Touch“ kombiniert Pfleiderer erstmals zwei Trends in einem Produkt: matte und robuste Oberflächen einerseits, natürliche Strukturierungen andererseits. Die supermatte HPL-Platte verfügt über die Produktvorteile der bekannten „FunXTional“ Products von Pfleiderer.

Die Produktneuheit „Duropal XTreme Touch“ ist reflektionsarm, mit Anti-Fingerprint-Effekt versehen, weist deutlich verbesserte Reinigungseigenschaften gegenüber klassischen ­Mattstrukturen auf – und ist sowohl für die vertikale als auch für die horizontale Anwendung ausgelegt. Gleichzeitig ist die Oberfläche äußerst kratzfest und chemikalienbeständig. „XTreme Touch“ ist in zwei Strukturen erhältlich: der ­Steinoberfläche „Volcano“ und der Holzstruktur „Rustic Wood“. Zudem bietet Pfleiderer eine große Dekorvielfalt: Für „XTreme Touch“ sind alle Uni- und Druckdekore, mit Ausnahme vollflächiger Perlmuttdekore und Echtmetalle, verfügbar. Die Postformingfähigkeit der HPL-Oberfläche ist ein weiterer Vorteil für die Verarbeiter in Schreinerei oder Industrie.
Dass Pfleiderer mit „Duropal XTreme Touch“ ein besonderes Produkt entwickelt hat, wurde durch zwei Designauszeichnungen bestätigt: Beim „German Innovation Award 2022“ ging „Duropal XTreme Touch“ als „Winner“ hervor und erhielt zudem den „Red Dot Design Award 2022“ in der Kategorie Materials & Surfaces. „Wir schaffen mit unserer Produktneuheit ein ganz neues haptisches Erlebnis, das auch optisch eine Sensation ist“, so Christian Stiefermann, Leiter Produktmanagement HPL, Elemente, Lackplatten bei Pfleiderer. „Und ,Duropal XTreme Touch‘ passt perfekt in unsere Nachhaltigkeitsstrategie: Der Werkstoff ist frei von Nanopartikeln und mit dem Blauen Engel zertifiziert.“
Mehr Infos: www.pfleiderer.com

Modernisiert und erweitert den Produktionsstandort in Voitsberg mit großem Invest

Die Holz-Her Maschinenbau GmbH in Voitsberg, Konzerntochter der Weinig Gruppe, informierte am Mittwoch vor Ort in Österreich umfassend über das zweistufige Investitionsprogramm mit einer Gesamtsumme von 15 Millionen Euro, welches für den Fertigungsstandort geplant ist. Bei der Veranstaltung wurde der symbolische Spatenstich pandemiebedingt mit Verspätung nachgeholt – denn die Bagger rückten bereits im Juli an, um einige ältere Gebäude zu entfernen, der Stahlbetonbau erhält in Kürze bereits sein Dach.

Diese erste Ausbaustufe, eine neue Montagehalle mit 1.700 Quadratmetern, wird bereits Anfang Dezember dieses Jahres in Betrieb genommen. Auf der Fläche sollen künftig alle Sägen entstehen, die Holz-Her im Portfolio hat.

Ausbaustufe zwei, eine neue Lagerhalle mit hohem Automatisierungsgrad, startet im Frühjahr 2023. In diesem Zug wird der Showroom zum „Expocenter“ ausgebaut und die gesamte Büro-Infrastruktur modernisiert.

Begrüßt wurden die Gäste von Weinig-Technikvorstand Dr. Georg Hanrath, Harald Steiner, Geschäftsführer der Holz-Her Maschinenbau GmbH in Voitsberg, Frank Epple, Geschäftsführer der Holz-Her GmbH in Nürtingen sowie dem Voitsberger Bürgermeister Mag. Bernd Osprian, mitfeiern durften natürlich auch die rund 380 Mitarbeiter des österreichischen Standorts.

Dr. Georg Hanrath konnte die Entscheidung für die umfangreichen Investitionen mit wenigen Worten erklären: „Die hervorragende Entwicklung von Holz-Her führte dazu, dass die Produktion in Voitsberg seit 2019 ständig an Kapazitätsgrenzen stieß. Mit dem Ausbau erhöhen wir nicht nur die Produktionskapazitäten, sondern schaffen auch Raum, um das Produktportfolio zu erweitern. Wir haben hier aus der Überzeugung heraus investiert, dass der Standort eine große Zukunft hat.“

Harald Steiner ergänzte in seiner Rede: „Bis zum Jahresende 2022 werden über 2.000 Maschinen in Voitsberg gefertigt und von dort ausgeliefert. Die Erweiterung der Montagefläche um 60 Prozent sehen wir als Zeichen der Anerkennung für unseren Standort und sind uns gleichzeitig der Herausforderungen bewusst, die an uns gestellt werden.“

Beim Werksrundgang informierte Steiner seine Gäste auch über den eigenen Stahlbau, der im Rahmen der Investitionen um eine vollautomatisierte Laserschneidanlage ergänzt wird. Die vollständige Inbetriebnahme ist für die Kalenderwoche 6 im Jahr 2023 anvisiert.

In der zweiten Ausbaustufe wird das gesamte Logistikkonzept neu gedacht. Schließlich ist eine effektive, zeitnahe Teile- und Materialversorgung heute wichtiger denn je. Das neue automatisierte Lager spart viel Platz und sorgt vor allem dafür, dass in der bestehenden Produktion Flächen mit über 3.000 Quadratmetern frei werden. Damit lassen sich die Maschinen künftig mit deutlich effizienterem Fluss fertigen. Der geplante Ausbau des Showrooms soll vor allem für lokale Kunden und Interessenten aus aller Welt einen Besuch bei Holz-Her in Voitsberg noch attraktiver machen. Bisher steht hier nur ein kleiner Ausstellungsraum zur Verfügung, in dem wenig gezeigt werden kann.

Frank Epple aus dem Nürtinger Headquarter betonte: „Holz-Her hat sich eine starke Position als Vorreiter und kompetenter Partner erarbeitet, wenn es um innovative Kundenlösungen zu den aktuellen Themen standardisierte Holzbearbeitungsmaschinen, Automatisierung, digitale Serviceleistungen und vernetzte Produktion geht. Deshalb schätzen wir die enge, professionelle Verzahnung mit unserem Produktionsstandort sehr. Die zusätzlichen Kapazitäten werden uns helfen, unsere Kunden noch schneller bedienen zu können.“

Für die Stadt Voitsberg mit ihren knapp 10.000 Einwohnern und die Region ist Holz-Her ein wichtiger Arbeitgeber. Den rund 400 Beschäftigten bietet das Unternehmen qualifizierte und sichere Arbeitsplätze. Bürgermeister Mag. Bernd Osprian hob besonders die 22 Azubis hervor, die aktuell bei Holz-Her ihren Beruf erlernen. „Denn nur eigene Aus- und Weiterbildungsprogramme machen ein Unternehmen zukunftssicher. Und daran ist uns als Stadt natürlich besonders gelegen.“

Carola Lenkewitz ist neues Mitglied im „Ligna“-Ausstellerbeirat

Der Ausstellerbeirat der „Ligna“ begrüßt Carola Lenkewitz, Head of Marketing & Communications bei Siempelkamp, als neues Mitglied. Die Marketing- und Kommunikationsspezialistin bringt ihre Expertise für die Holzwerkstoffindustrie und das Thema Live-Kommunikation in eines der wichtigsten Branchengremien ein. Der Ausstellerbeirat hat maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung der Messe. Vertreter aus der Industrie und aus Verbänden treffen hier zusammen, um ihre Impulse für die künftige Ausrichtung der Messe zu diskutieren und Innovationen auf den Weg zu bringen.

„Der VDMA und die Deutsche Messe als Veranstalter der ,Ligna‘ freuen sich sehr, mit Carola Lenkewitz und ihrer Expertise wertvolle Verstärkung im Beirat begrüßen zu dürfen. Die seit 1975 – dem Beginn der ,Ligna‘ – bestehende Zusammenarbeit mit der Firma Siempelkamp wird dadurch auch in diesem Gremium erfolgreich weitergeführt“, so Stephanie Wagner, Projektleiterin der „Ligna“.

„Teil dieses bedeutsamen Gremiums zu werden, ist für mich ein großes Kompliment und eine Verantwortung zugleich“, ergänzt Carola Lenkewitz, die seit 2019 die Siempelkamp-Präsenz auf der Leitmesse weiterentwickelt hat. „Die ,Ligna‘ neu zu denken, ihre Rolle zu stärken und für alle Beteiligten neue Trends auf den Weg zu bringen, nehme ich als Beiratsmitglied gerne an und freue mich auf den Austausch mit den anderen Mitgliedern!“

Am 06. Oktober gibt es für diesen Austausch einen festen Termin, denn dann tagt der Ausstellerbereit in Hannover und startet gemeinsam in die Vorbereitung der „Ligna 2023“, die vom 15. bis 19. Mai ebenfalls nach Hannover einlädt.

Wird zu „nmedia.hub“

„nmedia.hub“ (ehemals „Nextrade“) verbindet künftig Online-Bestellungen der Order- und Contentplattform mit der Welt der EDI-Bestellungen der nmedia. So müssen Händler:innen und Marken nicht mehr zwischen zwei Plattformen differenzieren und können so noch einfacher viele ihrer täglichen Aufgaben zentral im „nmedia.hub“ managen. Unabhängig von der technischen Infrastruktur der Handelspartner:innen.

Durch den Zusammenschluss entsteht für die Home & Living-Branche ein Powerhouse aus 400 Topmarken, 20.000 Händler:innen und über 1 Mrd.  Euro Umsatzvolumen pro Jahr. Das Unternehmen nmedia wird gleichzeitig zur Dachmarke und stärkt mit diesem Schritt seine Position als führender Partner für die Topmarken und Händler:innen der Branche.

„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“, sagt Nicolaus Gedat, Geschäftsführer von Nmedia. „Unser Unternehmen und der Name ,nmedia‘ genießen seit über 20 Jahren ein hohes Vertrauen in der Home & Living-Branche. Gleichzeitig sind die Services und Produkte von Nextrade und nmedia in den letzten beiden Jahren mehr und mehr zusammengewachsen. Für uns als gemeinsames nmedia-Team sowie für die Messe Frankfurt und die EK/Servicesgroup, war daher klar: Der nächste logische Schritt ist es, sämtliche Angebote auf der Plattform noch stärker zu bündeln und damit den Händler:innen und Marken den Einstieg in digitale Geschäftsprozesse unter einem Dach zu erleichtern.“

„Es ist uns wichtig, dass unsere Kund:innen wissen, dass wir das standardisierte digitale Order- und Contentmanagement wie bisher mit allen bekannten Funktionen und Lösungen über „nmedia.hub“ (ehemals „Nextrade“) anbieten“, sagt Philipp Ferger, Geschäftsführer der nmedia GmbH und Bereichsleiter Consumer Goods Fairs der Messe Frankfurt. „Denn in diesem hub laufen auch künftig, an einem zentralen Ort die Geschäftsverbindungen von Marken und Händler:innen digital zusammen. So setzen wir unsere gemeinsame Entwicklung weiter fort und wollen zusammen mit unseren Kund:innen neue Impulse setzen und innovative Produkte für die Branche und deren Zukunft entwickeln“, so Ferger.

Treten nun gemeinsam unter dem Namen Cyncly auf

Compusoft + 2020 hat heute die Umbenennung ihres kürzlich fusionierten Unternehmens verkündet, das ab sofort als Cyncly am Markt agieren wird. Der Name Cyncly basiert auf den Begriffen „Synchronisation“ und „Einfachheit“.  

Der neue Firmenname unterstreicht die Mission des Unternehmens. Cyncly bietet mit den branchenspezifischen End-to-End Lösungen eine ultimative Plattform für die Zusammenarbeit von Designern, Einzelhändlern, Herstellern, Bauunternehmen und Endkunden an. Die Plattform ermöglicht die Erschaffung von außergewöhnlichen Räumen. 

Vom Anfang bis zum Ende, von der Inspiration bis zur Installation, ob ein ganzer Raum oder nur ein Teil davon, Cyncly stattet Kunden mit der Software aus, mit der sie Visionen schnell, flexibel und effizient in die Realität umsetzen können. 

„Unsere neue Marke Cyncly vereint uns und steht für unsere Leidenschaft, Innovationen voranzutreiben, um unseren Kunden zu helfen, noch erfolgreicher zu sein. Wir verändern die Art und Weise, wie unsere Kunden ihre Geschäfte abwickeln, indem wir sie in die Lage versetzen, die Komplexität zu vereinfachen, den Umsatz zu steigern, die Effizienz zu erhöhen und Innovationen voranzutreiben“, erklärt Jörg Jung, CEO von Cyncly. „Indem wir die branchenweit besten Lösungen all unserer Marken zusammenbringen, hilft Cyncly jedem in der Wertschöpfungskette, seine Arbeit und die Ergebnisse für seine Kunden zu verbessern.“ 

Cyncly bündelt über 30 Jahre Erfahrung und bietet branchenspezifische Lösungen in den Bereichen Küche, Bad, Möbel, Bodenbeläge, Objekt- und Ladenbau sowie Fenster, Türen und Glas. Mit dem weltweit größten Pool von Katalogen und Lösungen für jeden Prozessschritt, einschließlich Online-Raumplanung, CAD-Konstruktionsanwendungen, CPQ-Lösungen, Geschäftsprozessmanagement, Manufacturing Execution Systems (MES) und Enterprise Resource Planning (ERP), bietet Cyncly die ultimative vernetzte Plattform, um zu inspirieren und einen nahtlosen Informationsfluss zur Unterstützung von Vertrieb und Produktion zu schaffen.   

Auf der Küchenfachmesse area30, welche bereits in wenigen Tagen startet, wird das Unternehmen das letzte Mal unter dem Namen Compusoft + 2020 in der DACH-Region auftreten und damit sicherstellen, dass Kunden und Interessenten das Unternehmen am Stand A23 auf der Messe in Löhne weiterhin finden.

Baugenehmigungen erneut gesunken

Im Juli 2022 wurde in Deutschland der Bau von 30.653 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 2,2 Prozent oder 681 Baugenehmigungen weniger als im Juli 2021. Von Januar bis Juli 2022 wurden damit insgesamt 216.425 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt – dies waren 2,1 Prozent oder 4.690 weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Juli 2021: 221.115). In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Juli 2022 insgesamt 187.561 Wohnungen genehmigt. Das waren 2,0 Prozent oder 3.807 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 16,1 % (minus 9.343) auf 48.613 zurück. Hier ist allerdings der Basiseffekt infolge des Auslaufens des Baukindergeldes im Vorjahr zu berücksichtigen. So konnten Familien mit Kindern die staatliche Fördermaßnahme beantragen, wenn sie bis Ende März 2021 eine Baugenehmigung für selbst genutztes Wohneigentum vorliegen hatten. Das Baukindergeld trug dazu bei, dass im Zeitraum von Januar bis März 2021 fast 7.400 Einfamilienhäuser mehr genehmigt worden waren als in den ersten drei Monaten des Jahres 2022. Bei den Zweifamilienhäusern blieb die Zahl genehmigter Wohnungen von Januar bis Juli 2022 hingegen mit 19 100 fast unverändert gegenüber den Vorjahreszeitraum (minus zwei Wohnungen). Bei den Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 7,1 Prozent (plus 7.662) auf 116.096.