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Autor: Möbelfertigung

Konkrete Neubaupläne

Um mehr als 30 Prozent ist der Umsatz von Systemceram allein in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Bis Ende des Jahres werden voraussichtlich 45 Mio. Euro erzielt. Vorbehaltlich nicht kalkulierbarer weltpolitischer Verwerfungen, so heißt es, rechnet der Keramik-Spezialist aus dem Westerwald damit, dass die Nachfrage nach Küchen- und Laborkeramik auch in Zukunft wächst oder zumindest stabil bleibt. Anlass für weitere Investitionen. In Vorbereitung sind ein neues Verwaltungsgebäude, die Neuaufstellung und Erweiterung der Logistik sowie die Modernisierung und Erweiterung der Produktion. Bis 2025 schrittweise fließen rund 30 Mio. Euro in die Zukunftssicherung.

Mit dem ersten Spatenstich für den Neubau des Verwaltungsgebäudes am Standort Berggarten in Siershahn werden die Pläne jetzt konkret.

Besonders in der Küche ist der Zuspruch nach den Produkten aus Siershahn groß. Robust und pflegeleicht, dabei pure Natur, erfüllen die Keradomo-Spülen höchste Qualitätsanforderungen, sind zu 100 % kreislauffähig, und der Grundwerkstoff Ton stammt zum Großteil aus Abbaugebieten, die nicht einmal 10 Kilometer vom Firmenstandort entfernt sind.

Voraussichtlich Ende 2023 soll das neue fünfgeschossige Verwaltungsgebäude mit 2.200 qm Nutzfläche fertig sein. Im 1. Obergeschoss sind 200 qm Fläche für Ausstellung und Schulungen inklusive einer Funktionsküche geplant. Pro Jahr schult Systemceram bereits jetzt 300 bis 400 Personen aus dem Fachhandel zu Produkt- und Montagethemen. Außerdem bietet die Fläche Platz für die wachsende Belegschaft mit aktuell 250 Beschäftigten.

Mit der Neuaufstellung der Logistik samt Erweiterung der Lagerkapazitäten soll sichergestellt werden, dass die Lieferzuverlässigkeit auch bei weiterem Wachstum so hoch bleibt wie vom Unternehmen gewohnt. In die Wege geleitet wurde dieser Investitionsschritt bereits im April 2022: mit der Übernahme des Betriebsgeländes mit Immobilienbestand der Firma Ritz in Wirges. Der Standort ist fast in Sichtweite der Zentrale in Siershahn und nur zwei Kilometer entfernt. Übernommen wurde ein 16.000 qm großes Grundstück mit 8.000 qm bebauter Fläche. Der Standort wird voraussichtlich ab Ende 2023 als Logistikzentrum genutzt sowie zusätzlich für die Veredlung von Produkten.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums in Wirges ab Ende 2023 startet der dritte Schritt der umfangreichen Investitionspläne: der Ausbau sowie die Modernisierung der Produktion in Siershahn. Das Projekt sieht den Abriss eines Teils der bestehenden und dann nicht mehr genutzten Lagerhallen (6.000 qm) vor und den Bau einer neuen Produktionshalle mit ca. 8.000 qm Nutzfläche. Damit verbunden sind Investitionen in den Maschinenpark, u.a. in eine neue Formgebungsanlage für Spülen und Arbeitsplatten, neue Glasieranlagen sowie einen neuen Ofen.

Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im September gesunken

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im September 2022 gegenüber August 2022 saison- und kalenderbereinigt um 4,0 Prozent gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich ein Rückgang von 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2021 lag der Auftragseingang im September 2022 kalenderbereinigt 10,8 Prozent niedriger. Allerdings war das Auftragseingangsvolumen im September 2021 durch Corona-Nachholeffekte bei gleichzeitig starker Knappheit an Vorprodukten außergewöhnlich hoch gewesen.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im September 2022 saison- und kalenderbereinigt 0,2 Prozent höher als im Vormonat. Für August 2022 ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg um 1,2 Prozent gegenüber Juli 2022 (vorläufiger Wert: plus 1,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2021 lag der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im September 2022 kalenderbereinigt 7,7 Prozent höher.

Erstmals seit Mai 2020 war im September 2022 die Summe der nominalen Umsätze höher als die Summe der nominalen Auftragseingänge, es wurden also mehr Aufträge abgearbeitet als neue hinzugekommen sind. Seit Juli 2022 sank der Auftragseingang kontinuierlich, sodass er im September 2022 saison- und kalenderbereinigt 6,0 Prozent niedriger lag als im Juli 2022, während der Umsatz im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent stieg.

Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltender Verwerfungen durch die Corona-Krise führen allerdings nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge. Laut dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung klagten 65,8 Prozent der befragten Industrieunternehmen im September 2022 über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen.

Für August 2022 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang des Auftragseingangs gegenüber Juli 2022 von 2,0 Prozent (vorläufiger Wert: minus 2,4 Prozent). 

Während die Aufträge aus dem Inland im September 2022 im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,5 Prozent stiegen, verringerten sich die Auslandsaufträge um 7,0 Prozent. Dabei sanken die Auslandsauftragseingänge aus der Eurozone um 8,0 Prozent und aus dem restlichen Ausland um 6,3 Prozent.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern sank der Auftragseingang im September 2022 um 6,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern fiel er um 3,4 Prozent. Dagegen stieg der Auftragseingang im Bereich der Konsumgüter um 7,2 Prozent.

Bosch

„Bude smart“ – ein Volltreffer

Auch die zweite große Markenkampagne, jetzt unter dem Claim „Lebe fantastisch #LikeABosch“, verspricht ein absoluter Volltreffer zu werden. Nach zwei Monaten (Premiere war auf der IFA) hat der Spot mit den Fantastischen Vier allein auf Youtube inzwischen über 4,5 Mio. Aufrufe kassiert. Dabei hat schon die erste, mit über 30 Awards ausgezeichnete Rap-Kampagne Maßstäbe gesetzt. Diesmal war die Hip-Hop-Gruppe ein echter Glücksgriff. Obwohl das Video inklusive fünf Themenvariationen nur auf das deutschsprachige Publikum ausgerichtet ist, begeistert es fast alle Altersgruppen. Ein Statement unter vielen Youtube-Usern: „Ich hasse ja normalerweise die Werbung auf YouTube, aber das habe ich mir tatsächlich freiwillig angesehen und nicht bereut!“

Und auch Fanta 4 hatte offensichtlich viel Spaß bei der Arbeit, wie das zugehörige Making-of-Video zeigt. Ob beim Einsatz des „Ixo“-Schraubers, an der Waschmaschine und Dampfgarers oder beim Interview mit dem Fisch.

Die Kampagne wird noch weit bis ins nächste Jahr im TV, auf YouTube und Social Media fortgesetzt. (Das Making-of finden Sie aktuell als „Video des Monats auf der Website von www.kuechenprofi.de)

Jetzt einen Platz beim Intensiv-Workshop mit Lignum Consulting sichern

15 Jahre Erfahrung in Führungspositionen bei einem internationalen Büromöbelproduzenten, sechs Jahre war er Geschäftsführer bei einem großen Innenausbauer und Objekteinrichter – Malte Hasenpusch ist mittlerweile Senior Manager bei Lignum Consulting und bringt sein umfangreiches Wissen am 23. November in den Intensiv-Workshop ein, den er gemeinsam mit seinem Kollegen Marcel Hinger vor dem Start der Konferenz „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ veranstaltet. Im Workshop dreht sich alles um die Frage, wann eine Produktion effizient ist. Hierzu wird unter anderem ein reales Praxisbeispiel entlang einer eingekürzten Wertschöpfungskette analysiert, Optimierungpotenziale gemeinsam erarbeitet. Eine kleine Gruppengröße (Teilnehmerzahl beschränkt!) sichert eine konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Thema, Problemstellungen aus den eigenen Unternehmen können ebenfalls beleuchtet werden.

Der Intensiv-Workshop startet am 23. November um 10:30 Uhr im Kongresshotel „Kö59“ in Düsseldorf und geht bis 15:00 Uhr. Er kann wahlweise auch ohne Teilnahme an der Konferenz „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ gebucht werden, die am gleichen Tag um 16 Uhr startet. Die Anmeldung zum Workshop erfolgt über die Microsite https://www.moebel-events.de/effiziente-moebelfertigung/. Dort gibt es die Möglichkeit, entweder die Workshop- und Kongress-Teilnahme als Paket zu buchen oder beide Bausteine jeweils für sich allein.

Gewinnt einen Catas „Green Award“ für Möbellack

Der „Catas Quality Award“ gilt als wichtigstes Qualitätssiegel für Produkte für das holzverarbeitende Gewerbe und die Industrie in Italien. Nun hat das italienische Institut dem Quality Award ein neues Nachhaltigkeits-Zertifikat an die Seite gestellt: Der „Catas Green Award“ garantiert neben ausgezeichneter Qualität und Produktsicherheit auch hervorragende Umwelteigenschaften. Das erste Produkt, das mit dem begehrten Award ausgezeichnet wurde, ist der nachhaltige Möbellack „Bluefin Terra-Diamond“ des österreichischen Lackherstellers Adler.

Der Verleihung des „Catas Green Award“ ging eine umfassende Zertifizierung des wasserbasierten Möbellacks im Labor von Catas voraus. Geprüft wurden dabei nicht nur die Umwelteigenschaften, sondern auch die Unbedenklichkeit für Sicherheit und Gesundheit in der Verarbeitung sowie die Qualität und Leistungsfähigkeit des Produkts. „Ähnlich wie unser eigenes Adler green-Label deckt auch der ,Catas Green Award‘ das gesamte Spektrum der Nachhaltigkeit ab“, erklärt F&E-Geschäftsleiter Dr. Albert Rössler. So ist Bluefin Terra-Diamond ohne Zusatz von Weichmachern, Formaldehyden und Schwermetallen formuliert und weist dank des Einsatzes biobasierter Bindemittel einen Anteil natürlicher Rohstoffe von rund 85 Prozent sowie einen extrem niedrigen VOC-Gehalt von unter 6 Prozent auf. Darüber hinaus überzeugt der transparente Möbellack auch durch seine hervorragende Produktqualität: „Durch seine effiziente Verarbeitung und die langlebige und widerstandsfähige Oberfläche trägt ,Bluefin Terra-Diamond‘ ebenfalls zur Nachhaltigkeit bei“, so Dr. Rössler.

„Auf allen europäischen Märkten beobachten wir einen starken Trend zu nachhaltigen Produkten“, betont Daniel Pesserer, Spartenleiter für die Möbelindustrie bei Adler. Mit wasserbasierten, umwelt- und gesundheitsfreundlichen Lacksystemen profitieren Verarbeiter gleich mehrfach: Sie ermöglichen eine sichere Anwendung ohne unangenehmen Lösemittelgeruch, sie bieten echten Mehrwert für umweltbewusste Kunden, und sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Natur und Klima. Daniel Pesserer erklärt: „Ich bin überzeugt davon, dass nachhaltige Lacksysteme die Zukunft der Oberflächenveredelung darstellen. Mit dem ersten „Catas Green“-zertifizierten Möbellack ,Bluefin Terra-Diamond‘ und den hochwertigen Produkten unseres Adler green-Sortiments bieten wir dafür die optimalen Lösungen.“

Gehört jetzt zur Flex Bedding Group

Die Flex Bedding Group (Flex), die führende spanische Bettwarengruppe mit einer mehr als 110-jährigen Geschichte, gibt die Übernahme von Schramm, Deutschlands führendem Hersteller von Luxusmatratzen und -betten, bekannt. Die Transaktion umfasst auch den Hauptsitz des Unternehmens in Winnweiler, Rheinland-Pfalz. „Schramm ist mit 185 Mitarbeitern der in Deutschland, Österreich und der Schweiz führende Hersteller im Segment von Luxusbetten und Matratzen, die weitestgehend aus natürlichen Materialien in Handarbeit gefertigt werden. Bei einem Umsatz von 30 Millionen Euro arbeitet das Unternehmen mit einer EBITDA Rendite von knapp 30 Prozent überdurchschnittlich profitabel“, heißt es in einer Veröffentlichung von Oaklins International, deren Büros in Madrid und Hamburg die Transaktion initiiert und begleitet haben.

Mit der spanischen Flex Group habe Schramm eine ideale strategische Heimat gefunden. Flex sei ebenfalls ein Familienunternehmen mit einer über 110-jährigen Geschichte und mit seinen Marken Kluft (USA) und Vispring (UK) Weltmarktführer im Premiumsegment. 2019 hatte die Gruppe auch Marshall Matratzen aus Kanada akquiriert.

„Die Akquisition von Schramm ergänzt in idealer Weise unsere Wachstumsstrategie und verstärkt unsere globale Spitzenposition im Premium Segment. Schramm wird zu 50 Prozent unseres Umsatzes in diesem Teilmarkt beitragen. Darüber hinaus zeichnet Schramm neben seiner Profitabilität seine Wachstums- und Innovationspotentiale aus“, kommentiert Rafael Gonzalez, CEO der Flex Group die Transaktion.

Martin Kaus, Geschäftsführer der Schramm Werkstätten GmbH, ergänzt: „Mit Flex haben wir einen Partner an unserer Seite, der die Positionierung von Schramm als deutsche Premiummarke stärkt und die Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreibt. Die Eigenständigkeit der Marke und der Fokus auf unsere Kernprodukte bleibt dabei erhalten.“

Derzeit mache Flex 40 Prozent seines Umsatzes im Premium Geschäftsbereich, zu dem weltweit bekannte Marken wie ES Kluft in den USA und Vispring in Großbritannien gehören. Dieser Geschäftsbereich sei für die Gruppe nicht nur wegen seiner Rentabilität von strategischer Bedeutung, sondern auch, weil der Luxusmarkt derjenige mit dem größten Wachstumspotenzial und der größten Widerstandsfähigkeit gegenüber konjunkturellen Höhen und Tiefen ist“, heißt es von Seiten Schramms.

Erst im August hatte die Familie Schramm die Anteile an Interlübke an Domovari veräußert.

FSC Deutschland/Österreich

Webinar „Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit in der Möbelbranche“

Die Möbel-Branche befindet sich derzeit im Spannungsfeld zwischen Inflation, Materialknappheit und Nachhaltigkeitsanforderungen. Mit einem Webinar am 21. November möchte FSC Deutschland/Österreich einen kleinen Beitrag dazu leisten, in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen, mit wichtigen Einblicken und Erfahrungsberichten voneinander zu lernen und der gemeinsamen Mission „Wälder Für Immer Für Alle“ nachzukommen.

FSC lädt darum ein zum kostenlosen Webinar: „Beschaffung – Verarbeitung – Kommunikation: Vom Wald in die Wohnzimmer“ am 21. November 2022 von 10 bis 12 Uhr. Mit dabei: Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer beim Verband der deutschen Möbelindustrie e.V., der über die Möbelindustrie 2022, Herausforderungen und Chancen spricht und Anastasiia Kraskovksa, Value Chain Development Officer FSC International (in englischer Sprache). Ihr Thema ist „FSC Supply Chains in a new world“. Johannes Heydler, Geschäftsführer Trend Einrichtungs Möbel, erläutert die unternehmenseigene FSC-Strategie mit allen Erfahrungen, Stolpersteinen und Erfolgen. Hilde Dorninger, QS Spezialist EU-Holzhandelsverordnung sowie QC Specialist EU-Timber Regulation, XXXLutz Group möchte erklären, warum FSC ein wichtiges Tool in der Beschaffung aus herausfordernden Märkten ist und zusätzlich über die Zusammenarbeit mit der Ukraine – trotz oder gerade wegen der Invasion sprechen. Zeit für Diskussion ist in dem Webinar ebenfalls eingeplant.

Kontakt und Anmeldung: Julia Köberl, FSC-Marktservice Österreich, Tel.: +43 (0) 1 36 91 264, Mobil: +43 (0) 699 111 00 593 und E-Mail: julia.koeberl@at.fsc.org

Colorgate

Guido Häussler und Marius Schostok verstärken das Vertriebsteam

Colorgate, ein führender Anbieter leistungsfähiger Software, Dienstleistungen und Tools für farbkritische Digitaldruck-Anwendungen, verstärkt sein Vertriebsteam: Guido Häussler und Marius Schostok werden die Geschäftsbereiche Verpackung und Textil weiter ausbauen.

Colorgate ist als Anbieter von Software für Farbmanagement und Druckdatenerzeugung seit über 25 Jahren aktiv und bietet seit zehn Jahren Lösungen speziell für industrielle Anwendungen an. Das Hauptprodukt, Productionserver, wird in speziellen Varianten für das Bedrucken von Dekoroberflächen, Textilien, Keramik und Verpackungen angeboten.Colorgate hat sich in diesen Anwendungsbereichen nicht nur technologisches Know-how aufgebaut, sondern auch sein Team mit Experten aus den verschiedenen Bereichen verstärkt. Die Neueinstellungen runden das Profil des Vertriebsteams mit speziellen Kenntnissen ab.

Guido Häussler ist ausgewiesener Digitaldruck-Experte mit über 30-jähriger Branchenerfahrung und einem fachlichen Schwerpunkt auf Wide-Format-Printing und Verpackungsdruck. In seiner Laufbahn hatte er vielfältige Positionen in Vertrieb und Marketing inne. Insbesondere in seinen 22 Jahren bei HP Inc. hat Guido zahlreichen Kunden dabei geholfen, Digitaldruckprojekte erfolgreich umzusetzen. Diese Erfahrungen will er nun einsetzen, um Colorgates Neu- und Bestandskunden in der Verpackungsbranche Wege zu mehr Effizienz und Wachstum aufzuzeigen. Im Fokus wird dabei der Packaging Productionserver stehen. Diese Softwarelösung verfügt über speziell entwickelte Treiber für die Drucksysteme namhafter Hersteller in den Segmenten Wellpappe, Direct-to-Object, Flexible Verpackungen und Faltschachteln. Dazu kommen nützliche Funktionen für das Farb-, Datei- und Workflowmanagement, insbesondere im PDF- und Sonderfarbenhandling. Darüber hinaus berät Colorgate seine Kunden zur Technologieauswahl und erbringt Dienstleistungen zur Bedarfsanalyse, Installation, Konfiguration und Training.

Marius Schostok verfügt über langjährige Praxiserfahrung und Expertise im digitalen Textildruck, insbesondere im Segment Direct-to-Garment sowie der dazugehörigen Workflow-Lösungen. Auch Marius hat viele Kundenprojekte durch die bestmögliche Auswahl und Integration von Lösungskomponenten zum Erfolg geführt. Seine berufliche Laufbahn umfasst Stationen bei der Gabler Druck- und Werbetechnikbedarf GmbH, der Lockamp Vertriebs GmbH sowie zuletzt der Smake IT GmbH. Marius wird sich bei ColorGATE auf den Textile Productionserver konzentrieren, der exzellente Farb- und Druckqualität auf praktische allen relevanten DTG-Systemen ermöglicht und dabei auch die automatische Weißunterlegung für brillante Farben auf dunklen Textilien beherrscht und zahlreiche Möglichkeiten für die Anbindung an Produktions- und eCommerce-Workflows bietet. Marius blickt dabei über den Tellerrand hinaus und kann flankierend verschiedene Workflow- und Farbmesstechnologien sowie Verbrauchsmaterialien anbieten, auch für den Digital-Transfer-Druck (DTF). Colorgate-Kunden erhalten dadurch individuell konzipierte Komplettlösungen für die digitale Textilproduktion.

Roger Albert, Chief Sales Officer von Colorgate, freut sich über die Neuzugänge: „Uns ist es wichtig, mit unseren aktuellen und künftigen Kunden auf Augenhöhe sprechen zu können. Dazu gehört, dass wir die Herausforderungen verstehen, denen sich unsere Kunden in der Produktion gegenübersehen. Guido und Marius verfügen über umfangreiches Wissen, der eine im Verpackungs- und der andere im Textildruck, und dieses Wissen rundet das Profil unseres Vertriebsteams hervorragend ab.“

Preissteigerungen bremsen nachhaltigen Konsum aus

Fast die Hälfte der Konsument:innen in Deutschland achtet auf nachhaltige Produkte. Aber: Nachhaltigkeit kostet. Preissteigerungen bremsen daher aktuell den Trend zu mehr Nachhaltigkeit. Wobei sich die Kontroverse zwischen Preis und nachhaltigem Bewusstsein insbesondere bei jungen Konsument:innen zeigt. Zu dem Ergebnis kommt die neue Studie „Nachhaltiger Konsum – In guten wie in schlechten Zeiten?“ des ECC Köln.

Untersucht wurde, welchen Einfluss Inflation und Preissteigerungen auf ein nachhaltiges Konsumverhalten haben. Wobei Nachhaltigkeit viele Facetten hat, ob lokale Herkunft, Bio-Siegel, faire Produktionsbedingungen oder Kreislaufwirtschaft. Und insbesondere bei jungen Konsument:innen zwischen 18 und 29 Jahren werden Wertvorstellungen rund um einen nachhaltigen Lebensstil von einer Trendbewegung immer mehr zum Lebensstil. Das Fazit der Studie, dass sich Konsumverzicht und Sparverhalten auch auf Nachhaltigkeit auswirken, überrascht ebenso wenig wie die Tatsache, dass insbesondere in Sachen Lebensmittel Discounter profitieren.

58 Prozent der Konsument:innen gaben an, dass eine nachhaltige Lebensweise im Angesicht aktueller Preiserhöhungen nur schwer mit einem hohen Lebensstandard vereinbar sei. In der Folge wurde und wird vermehrt auf den Kauf nachhaltiger Produkte verzichtet (30 %). Besonders ausgeprägt ist diese Umorientierung bei den jungen Konsument:innen, die oft weniger Haushaltsbudget zur Verfügung haben. Aber: Rund jede:r Zweite der 18- bis 29-Jährigen gab an, wieder mehr zu nachhaltigen Produkten zu greifen, wenn die Preissteigerungen sich wieder zurückbewegen.

Eine nachhaltige Lebensweise steht nicht immer in Konkurrenz zu Preisaspekten. Das zeigt sich vor allem bei den Trends Second-Hand-Shopping und Up-Cycling, aber auch im bewussteren Umgang mit Lebensmitteln: So passiert der Griff zu nicht-tierischen Produkten öfter aufgrund von Nachhaltigkeit (37 %), als aufgrund von Preisargumenten (18 %). Beim Thema Energiesparen ist die Intention ambivalent: Während generelles Energiesparen meist ein Kostengrund ist (59 % vs. 31 % aufgrund von Nachhaltigkeit); ist der initiale Kauf von energiesparenden Alternativen häufiger eine Nachhaltigkeits- (30 %) als Preisentscheidung (22 %).

Fragt man Konsument:innen, wer für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft verantwortlich ist, belegt der Sektor Hersteller und Industrie Platz 1 (Mittelwert von 8,0). Dicht gefolgt von Politik (7,9) und Handel (7,6). Eine Wahrnehmung, die durchaus Kaufentscheidungen und Markenimage steuert und verschiedene Handlungsmöglichkeiten mit sich bringt. So können Händler und Hersteller beispielsweise durch die Vermeidung von Plastikverpackungen sowie transparente Informationen zu Material, Herkunft und Inhaltsstoffen klare Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit setzen.

„Händler kommen nicht mehr umhin, Nachhaltigkeit in ihrem Geschäftsmodell aktiv mitzudenken – wer jetzt nicht dabei bleibt, verliert die Konsument:innen der Zukunft. Denn für die jungen Menschen ist Nachhaltigkeit nicht nur die Art und Weise des Konsumierens, sondern eine Lebenseinstellung. Und zwar auf allen Ebenen: ökologisch, ökonomisch und bei sozialen Fragen“, so Julia Frings, Projektmanagerin am ECC Köln.

Bild – Quelle: ECC KÖLN: Nachhaltiger Konsum, 2022.