Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Neue Kolumne in der „möbelfertigung“

Natürliche Werkstoffe sind gefragt. Das beschert auch Furnier, dem „Carpaccio des Holzes“, einen Aufschwung. Das Material, das mit den verschiedensten Maserungen und Farbstellungen begeistert, litt doch in den letzten Jahren spürbar unter den immer natürlicher wirkenden Kunststoff-Nachahmungen. Aber wie in vielen Fällen ist das Original in vielerlei Hinsicht unerreicht. In Punkto Nachhaltigkeit sowieso.
Grund genug, dass die „möbelfertigung“ dem Furnier mehr Platz widmet: In Zusammenarbeit mit der Initiative Furnier + Natur e.V. (IFN) erscheint ab sofort in jeder Ausgabe der „möbelfertigung“ zielgruppenorientiert ein Furnier-Schwerpunktthema. Den Auftakt macht in der kommenden Ausgabe Ursula Geismann, Geschäftsführerin der IFN, die den Auftritt des Zusammenschlusses auf der „Imm Cologne“ Revue passieren lässt. Und ebenfalls betont, dass Furnier auf der Möbelmesse im Januar vermehrt zu sehen war.

Verpassen Sie die erste Furnier-Kolumne nicht – lesen Sie sie in der „möbelfertigung“ 2/2020 ab dem 13. März. Sie bekommen das Heft noch nicht? Dann sichern Sie sich hier ein persönliches Abo.

Außerdem in dieser Ausgabe: Was Form.bar-Gründer Alessandro Quaranta über Zielgruppen und Vermarktung zu sagen hat, ein Überblick über die Neuheiten der Elektrowerkproduzenten, welche Chancen der Einsatz von Virtual Reality im Handwerk ermöglichen, wie Rubner-Türen auf über 3.000 Meter Höhe zum Einsatz kamen, warum Holzhandwerker ideale raumübergreifende Berater sind, wie perfekt sich die Türen von Jeld-Wen in die sanierte ehemalige „Königliche Eisenbahndirektion zu Cöln“ einfügen, wie SCM Group Deutschland-Vertriebsleiter Christopher Moore über das Interesse von Holzhandwerkern an Automatisierung denkt, die Nachlesen zu der Messen „ZOW“, „Euroshop“, Imm Cologne“, „Domotex“ und „Swissbau“ und natürlich eine umfassende Vorschau zu den Messen „Fensterbau Frontale“ und „Holz-Handwerk“.
Hierzu ein Hinweis in eigener Sache: Die Redaktion der „möbelfertigung“ ist – wie auch ihre Marktbegleiter – vor jeder bedeutenden Messe bemüht, die Hefte so früh wie möglich fertigzustellen und erscheinen zu lassen. Damit Einladungsanzeigen rechtzeitig gelesen, Erwartungen vor der Messe erhöht werden können. So war es auch bei dieser Ausgabe. Die Verschiebung des Messedoppels, auf die diese Ausgabe ausgerichtet war, erreichte uns zu einem Zeitpunkt, an dem nicht mehr viel zu bewirken war. Aber vielleicht gelingt es uns, aus der Not eine Tugend zu machen. Auch wenn die – nachvollziehbare – Verschiebung der Messen für die gesamte Branche eine Enttäuschung ist, bleibt mehr Zeit zum Lesen. Lassen Sie sich inspirieren von all den kleinen und großen Neuheiten, die Sie im Zweifel bei den Herstellern direkt erleben können. Oder beim Nachholtermin der Messen, der in Kürze bekannt gegeben werden soll. Viel Spaß beim Lesen!

Andreas Wagner übernimmt Vorsitz beider Verbände

Am 9. März fand die Mitgliederversammlung sowie Vorstandswahlen des VHK Westfalen-Lippe e.V. und des Fachverbands Serienmöbel des Handwerks e.V. am Geschäftssitz in Herford statt. Hierbei wurde einstimmig Andreas Wagner (Rotpunkt Küchen) zum neuen Vorsitzenden beider Verbände gewählt. Dem bisherigen Vorsitzenden Wilfried Niemann wurde Dank und Anerkennung für seine langjährige Arbeit im Interesse der Branche ausgesprochen.

Andreas Wagner wird im VHK Westfalen-Lippe unterstützt von seinen Stellvertretern Bernhard Hartmann (Hartmann Möbelwerke) und Dr. Daniel Böllhoff (Gebr. Nehl Holzindustrie). Neu im Kreis der Beisitzer sind Regina Danielmeyer (Fa. Danielmeyer), Oliver Hunger (M. Hunger Möbelproduktionsgesellschaft) sowie Ulrich Wiemann (Form exklusiv Design Wiemann).

Stellvertretender Vorstandvorsitzender des Fachverbands Serienmöbel ist nach einstimmigem Votum Ulrich Wiemann, Beisitzer sind Regina Danielmeyer und Oliver Hunger. Die Rechnungsprüfer Sonja Schumacher und Olaf Lücke (DHS Steuerberater) wurden im Amt bestätigt – ein Beschluss, der auch für den VHK-Westfalen-Lippe Gültigkeit entfaltet.

In der Sitzung standen weiterhin der Geschäftsbericht zur wirtschaftlichen Lage, Aktuelles aus dem Wettbewerbsrecht und der Tarifpolitik, die geplante Lehrfabrik „Holz und Möbel“ sowie Haushaltbeschlüsse auf der Tagesordnung. Im Fokus der Diskussion standen die Auswirkungen und Rechtsfolgen der „Corona-Krise“ auf Lieferprozesse.

„Euroshop“ 2020

So sieht die Zukunft des Handels aus

Die weltweit führende Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels, die „Euroshop 2020“, ist nach fünf Tagen am 20. Februar in Düsseldorf erfolgreich zu Ende gegangen: Die rund 2.300 Aussteller aus 57 Nationen berichten von sehr guten Kontakten und Geschäftsabschlüssen. Zudem ist mit einem lebhaften Nachmessegeschäft zu rechnen. 94.000 Besucher informierten sich über Produkte, Trends und Konzepte für den Handel und seine Partner.

Am Puls der Branche: „Wir sind sehr erfreut, dass die ,Euroshop‘ einmal mehr unter Beweis stellen konnte, dass sie die wichtigste Plattform für die globale Retail-Szene in Sachen Trends, Inspiration und Networking ist. Ein dickes Lob gebührt unseren Ausstellern für ihre Loyalität. Sie waren mit ihrer Innovationskraft wieder einmal der Magnet für eine ganze Branche,“ zeigt sich Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, sehr zufrieden mit dem Verlauf der „Euroshop 2020“.

Die Aussteller lobten vor allem die hohe Internationalität der Messe. Rund 70 Prozent des Publikums reiste in diesem Jahr aus dem Ausland an. Große Delegationen kamen zum Beispiel aus Brasilien, Australien und Neuseeland. Insgesamt konnte mit 142 Ländern auf Besucherseite die Anzahl der vertretenen Nationen im Vergleich zur Vorveranstaltung in 2017 noch einmal gesteigert werden.

Noch mehr über die Weltleitmesse für Shopeinrichtungen, Ladenbauer & co erfahren Sie in der „möbelfertigung“ 2/2020, die am 13. März erscheint. Sie bekommen das Heft noch nicht? Dann sichern Sie sich hier ihr persönliches Abo

Außerdem in dieser Ausgabe: Was Form.bar-Gründer Alessandro Quaranta über Zielgruppen und Vermarktung zu sagen hat, ein Überblick über die Neuheiten der Elektrowerkproduzenten, die neue Furnierkolumne der „möbelfertigung“ in Zusammenarbeit mit der Initiative für Furnier, welche Chancen der Einsatz von Virtual Reality im Handwerk ermöglichen, wie Rubner-Türen auf über 3.000 Meter Höhe zum Einsatz kamen, warum Holzhandwerker ideale raumübergreifende Berater sind, wie perfekt sich die Türen von Jeld-Wen in die sanierte ehemalige „Königliche Eisenbahndirektion zu Cöln“ einfügen, wie SCM Group Deutschland-Vertriebsleiter Christopher Moore über das Interesse von Holzhandwerkern an Automatisierung denkt, die Nachlesen zu der Messen „ZOW“, Imm Cologne“, „Domotex“ und „Swissbau“ und natürlich eine umfassende Vorschau zu den Messen „Fensterbau Frontale“ und „Holz-Handwerk“.
Hierzu ein Hinweis in eigener Sache: Die Redaktion der „möbelfertigung“ ist – wie auch ihre Marktbegleiter – vor jeder bedeutenden Messe bemüht, die Hefte so früh wie möglich fertigzustellen und erscheinen zu lassen. Damit Einladungsanzeigen rechtzeitig gelesen, Erwartungen vor der Messe erhöht werden können. So war es auch bei dieser Ausgabe. Die Verschiebung des Messedoppels, auf die diese Ausgabe ausgerichtet war, erreichte uns zu einem Zeitpunkt, an dem nicht mehr viel zu bewirken war. Aber vielleicht gelingt es uns, aus der Not eine Tugend zu machen. Auch wenn die – nachvollziehbare – Verschiebung der Messen für die gesamte Branche eine Enttäuschung ist, bleibt mehr Zeit zum Lesen. Lassen Sie sich inspirieren von all den kleinen und großen Neuheiten, die Sie im Zweifel bei den Herstellern direkt erleben können. Oder beim Nachholtermin der Messen, der in Kürze bekannt gegeben werden soll. Viel Spaß beim Lesen!

Industrieverband Büro und Arbeitswelt

Digitale Arbeitswelten treiben Investitionen

Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) meldet für das Jahr 2019 einen Gesamtumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro in der Büromöbelindustrie. Damit lagen die Umsätze nach fünf Wachstumsjahren in Folge erstmals leicht unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zu 2018 hat die Branche einen leichten Rückgang von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Grund dafür ist vor allem die Entwicklung an den Exportmärkten – dort gingen die Umsätze um 5,7 Prozent zurück. Der Anteil der ins Ausland exportierten Waren sank leicht von 27,6 Prozent auf 26,4 Prozent. „Die unsichere weltwirtschaftliche Lage und spezifische Probleme in einzelnen Wirtschaftssektoren haben im zweiten Halbjahr auch in Teilen der deutschen Wirtschaft zu einem abwartenden Investitionsverhalten geführt. Obwohl durch die Umstellung auf neue digitale Technologien und den entsprechenden Wandel in der Arbeitswelt weiterhin großer Bedarf an neuen Lösungen für das Büro besteht, ziehen sich Kaufentscheidungen deutlich länger hin als noch vor einem Jahr“, erklärt Hendrik Hund, Vorsitzender des IBA. Vor diesem Hintergrund stiegen die Inlandsumsätze der Produzenten von Schreibtischen, Drehstühlen und anderen Büromöbeln mit einem Plus von 1,3 Prozent nur leicht an. Die Beschäftigungslage blieb stabil. 2019 waren rund 14.600 Personen in der Büromöbelbranche tätig. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 1,9 Prozent.
Mit Blick auf die einzelnen Sparten der Branche waren im vergangenen Jahr unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Auf der einen Seite stiegen die Umsätze mit Tischen und Korpusmöbeln um 5,8 Prozent. „Dieser Trend ist darauf zurückzuführen, dass vor allem in großen Unternehmen multifunktionale Arbeitsplätze an Bedeutung gewinnen. Viele Arbeitgeber statten ihre Büros daher mit Sitz-Steh-Arbeitstischen aus. Außerdem spielt bei der Erstellung neuer Raumkonzepte die Akustik eine wichtige Rolle – Raumgliederungswände und Schränke werden somit auch eingesetzt, um die akustischen Bedingungen in größeren Raumeinheiten zu verbessern“, erklärt der IBA-Vorsitzende. Dass sich vor allem im zweiten Halbjahr viele Unternehmen bei neuen Investitionen abwartend verhielten, bekamen vor allem die Hersteller von Bürositzmöbeln zu spüren. Vereinzelt werden vorhandene Drehstühle weitergenutzt, um diese erst zu einem späteren Zeitpunkt auszutauschen. Infolgedessen gingen die Erlöse mit Bürositzmöbeln gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 7,5 Prozent zurück.
Auch für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. ein gebremstes Investitionsverhalten. „Derzeit nicht abschätzbar sind die Folgen des Coronavirus. Aktuell sind diese noch überschaubar, bei einer weiteren Ausbreitung rechnen wir aber sowohl mit Auswirkungen in den Lieferketten als auch bei der Nachfrage“, erklärt Hendrik Hund. Ungeachtet dessen erwartet der Branchenverband aber, dass der Wunsch der Beschäftigten nach einer zeitgemäßen Arbeitsumgebung den Investitionsdruck auf der Tagesordnung der meisten Arbeitgeber halten wird. Unternehmen, die im „war for talents“ bestehen wollen, müssten dem Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz einen hohen Stellenwert einräumen. „Auch im Hinblick auf die ergonomische Ausstattung der Büro-Arbeitsplätze zeigen unsere aktuellen Befragungen, dass Wunsch und Wirklichkeit noch weit auseinandergehen – rund 40 Prozent der Beschäftigten wünschen sich ein attraktiveres Design und eine höhere ergonomische Qualität. Wir sind daher zuversichtlich, dass sich der derzeit anbahnende Investitionsstau nicht allzu lange halten wird“, erklärt Hendrik Hund weiter.
Impulse, wie der Arbeitsplatz der Zukunft attraktiver und funktionaler gestaltet werden kann, erhalten Arbeitgeber, Raumplaner und Architekten auf der Fachmesse „Orgatec“, die in diesem Jahr vom 27. bis 31. Oktober in Köln stattfinden wird. Unter dem Messemotto „variety of work“ werden Aussteller und Veranstalter unterschiedliche Konzepte modernen Arbeitens präsentieren.

Das Jahr 2019 war ein echtes Rekordjahr

Mit der intelligenten Design-Plattform Form.bar starteten die Schulfreunde Alessandro Quaranta und Nikolas Feth 2016 von Saarbrücken aus die Digitalisierung der Möbelindustrie. Dank einer 3D-Echtzeit-Software kann auf www.form.bar jeder sein Wunschmöbel online spielerisch frei formen. Die Möbel werden danach von Meisterschreinern in Kundennähe regional und damit klimafreundlich gefertigt.

möbelfertigung: Herr Quaranta, wie viele Schreinereien sind mittlerweile Partner bei Form.bar?
Alessandro Quaranta:
Gut 100 Schreiner sind es inzwischen schon in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und einigen anderen Ländern. Bald werden wir zum Beispiel auch in Südafrika vertreten sein. Wir wollen unser Netzwerk weiter vergrößern und neue Partner finden, um die Vorteile der Regionalität und so unser nachhaltiges Prinzip voll ausspielen zu können.

möbelfertigung: Wie akquirieren Sie die Partner? Oder kommen Interessenten meist auf Sie zu?
Alessandro Quaranta:
Tatsächlich kommen die Partner überwiegend auf uns zu. Weil sie einen Bericht über uns gelesen oder im Fernsehen gesehen haben, denn unsere außergewöhnliche Herangehensweise spricht sich rum. Immer mehr Medien werden auf uns aufmerksam und wollen mehr erfahren über unsere Software, die den Menschen die Möglichkeit gibt, sich Möbel nach ganz persönlichen Wünschen zu designen und gleichzeitig bestehende Kapazitäten von Schreinerbetrieben vor Ort nutzt.
Das ist schon eine besondere Kombination, das zeigen ja auch die Preise und Auszeichnungen, die wir 2019 wieder gewinnen konnten. Daneben präsentieren wir uns aber auch ganz klassisch auf Messen und knüpfen dort Kontakte.

möbelfertigung: Wissen Sie, wie viele Kunden im Jahr 2019 den Konfigurator benutzt haben und wie viele dieser Nutzungen zu Abschlüssen geführt haben?
Alessandro Quaranta:
Es waren so viele wie nie zuvor. Mit Blick auf den Wettbewerb können wir keine Einzelheiten nennen aber das Jahr 2019 war in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr – mehr Kunden, mehr Möbel, mehr Preise, mehr Mitarbeiter, mehr Optimismus denn je. So kann es weitergehen.

Sie wollen das komplette Interview lesen? Dann freuen Sie sich auf die „möbelfertigung“ 2/2020, die am 13. März erscheint. Sie bekommen das Heft noch nicht? Dann sichern Sie sich hier ihr persönliches Abo.

Außerdem in dieser Ausgabe: Ein Überblick über die Neuheiten der Elektrowerkproduzenten, die neue Furnierkolumne der „möbelfertigung“ in Zusammenarbeit mit der Initiative für Furnier, welche Chancen der Einsatz von Virtual Reality im Handwerk ermöglichen, wie Rubner-Türen auf über 3.000 Meter Höhe zum Einsatz kamen, warum Holzhandwerker ideale raumübergreifende Berater sind, wie perfekt sich die Türen von Jeld-Wen in die sanierte ehemalige „Königliche Eisenbahndirektion zu Cöln“ einfügen, wie SCM Group Deutschland-Vertriebsleiter Christopher Moore über das Interesse von Holzhandwerkern an Automatisierung denkt, die Nachlesen zu der Messen „ZOW“, „Euroshop“, Imm Cologne“, „Domotex“ und „Swissbau“ und natürlich eine umfassende Vorschau zu den Messen „Fensterbau Frontale“ und „Holz-Handwerk“.
Hierzu ein Hinweis in eigener Sache: Die Redaktion der „möbelfertigung“ ist – wie auch ihre Marktbegleiter – vor jeder bedeutenden Messe bemüht, die Hefte so früh wie möglich fertigzustellen und erscheinen zu lassen. Damit Einladungsanzeigen rechtzeitig gelesen, Erwartungen vor der Messe erhöht werden können. So war es auch bei dieser Ausgabe. Die Verschiebung des Messedoppels, auf die diese Ausgabe ausgerichtet war, erreichte uns zu einem Zeitpunkt, an dem nicht mehr viel zu bewirken war. Aber vielleicht gelingt es uns, aus der Not eine Tugend zu machen. Auch wenn die – nachvollziehbare – Verschiebung der Messen für die gesamte Branche eine Enttäuschung ist, bleibt mehr Zeit zum Lesen. Lassen Sie sich inspirieren von all den kleinen und großen Neuheiten, die Sie im Zweifel bei den Herstellern direkt erleben können. Oder beim Nachholtermin der Messen, der in Kürze bekannt gegeben werden soll. Viel Spaß beim Lesen!

Insolvenzantrag gestellt, Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

Die Karl W. Niemann GmbH & Co. KG mit Sitz in Preußisch Oldendorf, ein renommierter Zulieferer für die Möbelindustrie, hat in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Bielefeld ordnete am 6. März 2020 das vorläufige Verfahren über das Vermögen der Gesellschaft an und bestellte den Sanierungsexperten Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Ebenfalls in einem vorläufigen Insolvenzverfahren befindet sich das Tochterunternehmen, die Niemann Formholztechnik GmbH & Co. KG. Auch für diese Gesellschaft wurde Stefan Meyer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die traditionsreiche Firma Karl W. Niemann gehört zu den führenden Herstellern von hochwertigen kunststoffbeschichteten Möbelteilen und Verbundwerkstoffen. Das familiengeführte Unternehmen fertigt Frontteile und Plattenware für namhafte große Möbelhersteller von Küchen, Schlafzimmern, Badmöbeln und Büros im In- und Ausland. Die Exportquote wurde in den vergangenen Jahren weltweit auf nahezu 50% gesteigert. Der Ursprung der Gesellschaft geht auf das Jahr 1832 zurück, als Friedrich Wilhelm Wilcke mit seiner Tischlerei begann. Die Gründung der Gesellschaft erfolgte 1954.

Die Niemann Formholztechnik GmbH wurde 2011 gegründet und ist spezialisiert auf den seriellen Möbelbau und die Fertigung von Formholzteilen, da in den vergangenen Jahren der Trend hin zur Individualität geht. Die Karl W. Niemann GmbH & Co. KG beschäftigt 92 Mitarbeiter, bei der Niemann Formholztechnik GmbH & Co. KG sind 31 Arbeitnehmer angestellt. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das sogenannte Insolvenzgeld gesichert.

Grund der Antragstellung sind Liquiditätsschwierigkeiten. Beide Unternehmen verzeichneten rückläufige Umsätze und mussten in den vergangenen beiden Jahren deutliche Verluste hinnehmen. Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters ist es, eine belastbare Restrukturierungs- und Sanierungslösung für beide Möbelzulieferer zu finden. Rechtsanwalt Stefan Meyer erklärt: „Der Geschäftsbetrieb beider Gesellschaften wird uneingeschränkt fortgeführt. Wir haben bereits die Mitarbeiter informiert, die sehr motiviert sind. Die Kunden können weiter auf die Qualität der Produkte vertrauen. Nach einer ersten Stabilisierungsphase werden wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Investor begeben.“ Meyer wird in beiden Verfahren unterstützt von den Rechtsanwälten Christoph Chrobok und Philip Konen sowie weiteren Dipl. Betriebswirten/Dipl. Kaufleuten. Das PLUTA-Team ist vor Ort und prüft die finanzielle Situation des Traditionsbetriebes. In den nächsten Tagen werden Gespräche mit den Geschäftspartnern geführt.

Der geschäftsführende Gesellschafter Wilfried Niemann sagt: „Die Lage ist herausfordernd. In den kommenden Wochen werden wir den vorläufigen Insolvenzverwalter und sein Team intensiv unterstützen. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine langfristige Lösung für unser Traditionsunternehmen erzielen werden.“

„Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“

Neuer Termin steht fest: 16. bis 19. Juni

Angesichts der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) und unter Berücksichtigung der vom Krisenstab der Bundesregierung beschlossenen Prinzipien zur Risikobewertung von Großveranstaltungen sowie der aktuellen Empfehlung des Bayerischen Staatsregierung für internationale Messen, hat die NürnbergMesse beschlossen, die „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“ auf Dienstag, 16. Juni bis Freitag, 19. Juni 2020 zu verschieben.

2022 werden die Messen wieder im März stattfinden. Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse: „Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Kunden, Partnern und Medienvertretern für das gezeigte Verständnis bezüglich unserer Entscheidung, die ,Fensterbau Frontale‘ und die „Holz-Handwerk‘ zu verschieben. Wir freuen uns über das hohe Commitment in der Branche – nach intensiven Überlegungen und zahlreichen positiven Gesprächen mit nationalen und internationalen Kunden haben wir den neuen Termin im Juni gewählt.“

Kundenindividuelles Direktgeschäft

Auslastung, Nachwuchskräfte, Nachfolge, Digitalisierung – all diese Begriffe und Anforderungen sind für Tischler und Schreiner allgegenwärtig. Wohl dem, der sie auch mit Leben füllen, beziehungsweise umsetzen kann. Auch Hermann Kasper, Inhaber und Gründer der Tischlerei Kasper aus Rhens am Mittelrhein muss sich all diesen Themen stellen. Was ihm – unter anderem – durch eine tolle Idee seiner Tochter Julia gut gelungen ist: Sie gründete Holzgepür, eine Internetplattform, über die Endkunden ihr individuelles Massivholz-Tischunikat bestellen können. Damit eröffneten sich für die Tischlerei ganz andere Perspektiven, das neue Geschäftsmodell bewirkte Veränderungen in den verschiedensten Bereichen. Und vor allem gab es dem Familienunternehmen eine Richtung, mit der in die Zukunft gegangen werden kann, immerhin steht mit Sohn Luc-Anton Kasper ein gelernter Schreiner bereit, der sich anschickt, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Lesen Sie in der „möbelfertigung“ 2/2020, die am 13. März erscheint, die komplette Geschichte der Tischlerei Kasper, von Holzgespür und der Digitalstrategie, die hinter all dem steht. Sie bekommen das Heft noch nicht? Dann sichern Sie sich hier ein persönliches Abo.

Außerdem in dieser Ausgabe: Was Form.bar-Gründer Alessandro Quaranta über Zielgruppen und Vermarktung zu sagen hat, ein Überblick über die Neuheiten der Elektrowerkproduzenten, die neue Furnierkolumne der „möbelfertigung“ in Zusammenarbeit mit der Initiative für Furnier, welche Chancen der Einsatz von Virtual Reality im Handwerk ermöglicht, warum Holzhandwerker ideale raumübergreifende Berater sind, wie Rubner-Türen auf über 3.000 Meter Höhe zum Einsatz kamen, wie SCM Group Deutschland-Vertriebsleiter Christopher Moore über das Interesse von Holzhandwerkern an Automatisierung denkt, die Nachlesen zu der Messen „ZOW“, „Euroshop“, Imm Cologne“, „Domotex“ und „Swissbau“ und natürlich eine umfassende Vorschau zu den Messen „Fensterbau Frontale“ und „Holz-Handwerk“.

Hierzu ein Hinweis in eigener Sache: Die Redaktion der „möbelfertigung“ ist – wie auch ihre Marktbegleiter – vor jeder bedeutenden Messe bemüht, die Hefte so früh wie möglich fertigzustellen und erscheinen zu lassen. Damit Einladungsanzeigen rechtzeitig gelesen, Erwartungen vor der Messe erhöht werden können. So war es auch bei dieser Ausgabe. Die Verschiebung des Messedoppels, auf die diese Ausgabe ausgerichtet war, erreichte uns zu einem Zeitpunkt, an dem nicht mehr viel zu bewirken war. Aber vielleicht gelingt es uns, aus der Not eine Tugend zu machen. Auch wenn die – nachvollziehbare – Verschiebung der Messen für die gesamte Branche eine Enttäuschung ist, bleibt mehr Zeit zum Lesen. Lassen Sie sich inspirieren von all den kleinen und großen Neuheiten, die Sie im Zweifel bei den Herstellern direkt erleben können. Oder beim Nachholtermin der Messen, der in Kürze bekannt gegeben werden soll. Viel Spaß beim Lesen!

Kesseböhmer

„SpaceFlexx“ von Kesseböhmer zur „Kücheninnovation des Jahres 2020“ gekürt

Der von Kesseböhmer gemeinsam mit Nutzern entwickelte „SpaceFlexx“ hat beim Publikumspreis „KüchenInnovation des Jahres 2020“ doppelt gepunktet: Sowohl Fachjury als auch Verbraucher kür­ten die clevere Lösung gegen das Vorratsdosen-Chaos zur „KüchenInnovation des Jahres 2020“ und verhalfen ihr darüber hinaus als bestes Produkt der Kategorie Küchenausstattung zum goldenen Siegel „Best of the Best“.

„SpaceFlexx“ versteht sich als das erste Organisationssystem, das das Vorratsdosenchaos wirklich beherrscht. Der Einsatz für den Auszug besteht aus einer Rahmenkonstruktion und flexiblem, leistungsfähigem „Nesttex“; darin lassen sich nicht nur Vorratsdo­sen unterschiedlicher Größe und Form sowie die passenden Deckel ohne aufwendiges Vorsortieren platzsparend und übersichtlich ver­stauen. Langes Suchen, Wackeln und Umkippen gehören der Vergan­genheit an.

„Produktmerkmale wie Qualität, Funktionalität und attraktives Design spielen für Verbraucher eine wichtige Rolle für die Kaufentscheidung. Empfehlungen anderer Konsumenten nehmen dabei einen zunehmend hohen Stellenwert ein. Die Auszeichnung ‚KüchenInnovation des Jahres‘, die bereits zum vierzehnten Mal verliehen wurde, gilt als direkte Kauf­empfehlung von Verbrauchern für Verbraucher“, erklärt die Initiative LifeCare, die die Auszeichnung vergibt.

„SpaceFlexx“ nutzt den Stauraum optimal aus. Das Ordnungsprinzip ist so einfach wie genial: Ein Rahmen aus verchromten Metallstreben und Kunststoffkomponenten verbindet jeweils fünf horizontal verlaufende und an den Streben verschiebbare neuartige „Nesttex“-Einteilungen. Das Staugut lässt sich – unabhängig von seiner Form und Größe – einfach da­zwischenstecken und intuitiv sortieren respektive nesten. „Nesttex“ passt sich durch seine Elastizität an jede Dosengeometrie und den Aus­zug an. So findet zwischen den flexiblen Gurtbändern alles seinen festen Platz – ganz ohne Klappern und Verrutschen. Das schafft – nicht zuletzt dank transparenter Zonen im Gewebe – Übersicht und gute Erreichbarkeit.

„SpaceFlexx“ passt als nachrüstbarer, einfach und ohne Werkzeuge zu montierender Baukasten in alle Auszüge ab 60 cm Frontbreite. „Nesttex“ verspricht als qualitativ hochwertiges und hochtechnisches Material eine hohe Leistungsfähigkeit und eine lange Lebensdauer. Es lässt sich in Nullkommanix reinigen und eignet sich sogar für die Waschmaschine.

Das Besondere an der Auszeichnung zur „Kücheninnovation des Jahres“ ist, dass es sich um einen echten Publikumspreis handelt: In der ersten Stufe erfolgt eine Vorauswahl von Produkten durch eine Expertenjury – nach den Kriterien Funktionalität, Innovation, Produktnutzen und Design. In der zweiten Stufe bewertet der Konsument die nominierten Produkte – auf Basis einer repräsentativen Befragung durch das Markt­forschungsinstitut K&A BrandResearch. In den vergangenen 14 Jahren haben insgesamt 19.800 Verbraucher 425 herausragende Produkte und Marken ausgewählt. Die Auszeichnung kommt heute in über 55 Ländern zum Einsatz.