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Autor: Möbelfertigung

In zweite Jahreshälfte verschoben

Die „Xylexpo“ wird verschoben und nicht, wie geplant vom 26. bis 29. Mai stattfinden. Die Messe soll in der zweiten Jahreshälfte nachgeholt werden, ein genauer Termin ist bisher noch nicht festgelegt. „Wir haben so lange gewartet, wie wir konnten, in der Hoffnung, dass sich die Situation wieder normalisiert“, sagte Lorenzo Primultini, Präsident von Acimall und der Ausstellung, am Ende der Vorstandssitzung. „Wir hoffen, dass die Auswirkungen des Coronavirus bis Ende Mai klarer sein werden aber leider können wir nicht sagen, wann diese Notlage auf globaler Ebene vorbei sein wird und vor allem können wir ihre Auswirkungen auf das industrielle System und die Lieferketten der Holz- und Möbeltechnologiebranche nicht vorhersagen“.

Erste kontinuierliche Holzwerkstoffproduktionsanlage in Nordafrika

Im algerischen El Tarf entsteht die erste kontinuierliche Holzwerkstoffproduktionsanlage Nordafrikas. Die Bigstar-Tochter Panneaux d’Algérie hatte Dieffenbacher mit dem Bau der kompletten MDF-Anlage beauftragt. Aktuell gehen die Montagearbeiten in die entscheidende Phase. Die erste Platte soll im August 2020 produziert werden.

Das Gesamtanlagenprojekt umfasst alle Gewerke vom Holzplatz über die kontinuierliche Presse „CPS+“ bis zur Kurztaktpresse zur Beschichtung der fertigen Platten. Das Anlagenkonzept ist speziell auf kleinere Kapazitäten ausgelegt. Hier zeigt sich, dass die „CPS+“ auch als ideales Einstiegssystem für Newcomer im Holzwerkstoffmarkt geeignet ist und als wirtschaftliche Alternative problemlos ältere Ein- oder Mehretagenpressen in bestehenden Anlagen mit kleineren Kapazitäten ersetzen kann.

Guelai Mohamed Chiheb, CEO bei Bigstar, zeigt sich mit dem Projektablauf äußerst zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit Dieffenbacher hat von Anfang an hervorragend funktioniert. Wir wurden in unserem Vertrauen in das Unternehmen und vor allem in seine Mitarbeiter zu 100 Prozent bestätigt.“ Mit Blick auf die nächsten Monate fügt er hinzu: „Es liegt noch einiges an Arbeit vor uns, aber wir können es kaum erwarten, mit der Produktion zu beginnen. Mit unserer neuen Dieffenbacher-Anlage werden wir in der Lage sein, unseren Kunden hochwertige MDF-Platten zu fairen Preisen anzubieten.“

Mit seinen exakt auf die Bedürfnisse der afrikanischen Holzwerkstoffhersteller abgestimmten Konzepten begeisterte Dieffenbacher unter anderem auch Ghamoud, ebenfalls aus Algerien, und die ägyptische Egypt Kuwait Holding-Tochter Nile Wood. Ghamoud hat im Oktober 2019 bei Dieffenbacher eine komplette Spanplattenanlage bestellt. Realisiert wird das Projekt – anlog zu BIGSTAR/Panneaux d’Algérie – zusammen mit der chinesischen Dieffenbacher-Tochter Shanghai Wood-based Panel Machinery (SWPM). Der Auftrag von Nile Wood datiert aus dem Jahr 2018. Die MDF-Gesamtanlage wird vollständig vom Dieffenbacher-Hauptsitz in Eppingen geliefert. Als Rohmaterial wird Nile Wood zu etwa 70 Prozent Holz aus lokalem Anbau verwenden.

Um die Holzknappheit in einigen Regionen Afrikas zu umgehen, bietet Dieffenbacher verschiedene Lösungen zur Verwendung alternativer Rohstoffe in der Plattenproduktion an. Reis-, Hirse- und Weizenstroh, die ansonsten zu großen Teilen auf den Feldern verbrannt würden, gehören dazu. Mit der Verarbeitung zu Werkstoffplatten wird so auch ein großer Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet. Jute- und Baumwollstängel, Palmwedel, Bambus und Bagasse – ein Abfallprodukt des Zuckerrohrs – sind weitere gängige Substitute, für die Dieffenbacher seinen Kunden Anlagenkonzepte an die Hand gibt. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen aber auch kundenindividuelle Lösungen für andere schnellwachsende Hölzer und Einjahrespflanzen.

Über fünf Prozent mehr Aufträge beim verarbeitenden Gewerbe im Januar

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2020 saison- und kalenderbereinigt 5,5 Prozent höher als im Vormonat. Der Anstieg ist insbesondere im Luft- und Raumfahrzeugbau und im Maschinenbau auf Großaufträge zurückzuführen. Doch auch ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Januar 2020 saison- und kalenderbereinigt 2,3 Prozent höher als im Vormonat, was auf eine gute allgemeine Auftragslage in vielen Wirtschaftszweigen zurückgeht.

Die Aufträge aus dem Inland fielen im Januar 2020 im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 10,5 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 15,1 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 7,8 Prozent gegenüber Dezember 2019.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Januar 2020 um 3,5 Prozent höher als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Zuwachs von 7,1 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 2,9 Prozent.

Im Dezember 2019 lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 2,1 Prozent niedriger als im November 2019. Das vorläufige Ergebnis wurde damit bestätigt.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im Januar 2020 saison- und kalenderbereinigt um 2,0 Prozent höher als im Vormonat. Für Dezember 2019 ergab sich ein Rückgang von 0,7 Prozent (vorläufiger Wert: -1,3 %).

Termin wurde in den Oktober verschoben

Infolge der aktuellen Coronavirus-Situation verschiebt die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) ihren AMK-Branchenabend und die AMK-Vereinsmitgliederversammlung vom 23.-24. März 2020. Neuer Termin ist der 26.-27. Oktober 2020.

Die AMK-Vorstandssprecher Roland Hagenbucher und Dr. Oliver Streit: „Wir bedanken uns bei allen AMK-Mitgliedern für das sehr große Interesse am AMK-Branchenabend und der AMK-Vereinsmitgliederversammlung 2020. Die Tatsache, dass trotz der besonderen Situation infolge des Corona-Virus (COVID-19) bis zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin Anmeldungen eingehen, zeigt die starke Verbundenheit zur AMK als Verband für die gesamte Küchenbrache.
Gerade hieraus ergibt sich für uns auch eine besondere Verantwortung und wir tun unser Möglichstes, dieser gerecht zu werden.
Nach intensiven Diskussionen im AMK-Vorstand haben wir entschieden, den AMK-Branchenabend und die AMK-Vereinsmitgliederversammlung, die am 23.-24. März 2020 stattgefunden hätten, zu verschieben.“

Ein neuer Termin ist bereits gefunden und so geben AMK-Vorstand und AMK-Geschäftsführung den neuen Termin am 26.-27. Oktober 2020 in Mannheim bekannt.

Auf geht es in die nächste „Award-Runde“

Kaum sind die Gewinner gekürt, geht es auch direkt wieder los: Der Wettbewerb „Pro-K Award“ 2021 ist jetzt im März erneut gestartet. Interessierte Unternehmen können ab sofort ihre Chance nutzen und versuchen, ihrem Produkt mit einem „Pro-K Award“ noch mehr Präsent zu verleihen.

Gut für das Produkt, gut für das Image: Der „Pro-K Award“ steht bereits seit 1979 für Qualität in Kunststoff und ist der einzige Wettbewerb im Bereich Halbzeuge und Konsumprodukte. Auch in diesem Jahr bekommt jeder Teilnehmer durch den Pro-K Award“ die Chance, die Qualität seiner Einreichung durch die Expertise der Jury individuell nach den Kriterien Innovation, Design und vor allem Funktionalität bewerten und auszeichnen zu lassen.

Kunststoffe sind in allen Lebensbereichen zu finden. Darum haben Unternehmen auch die Möglichkeit, sich in elf verschiedenen Kategorien, wie zum Beispiel Bürobedarf, Medizin, Elektrogeräte, Spielwaren sowie In- und Outdoorprodukte, um eine Auszeichnung zu bewerben.

Der Vorteil: Ausgezeichnete Produkte mit dem Gewinner-Label können sich auf dem Markt klar hervorheben und profitieren von dem Qualitätsprädikat. Zudem unterstützt Pro-K den Produktauftritt in der Öffentlichkeit und gibt den Gewinnern Werbemittel zur Vermarktung an die Hand. Die feierliche Preisverleihung im Januar 2021 stellt die Gewinner ins Rampenlicht und öffnet Möglichkeiten zur Vernetzung.

Anmeldungen sind ab sofort über www.pro-k-award.de möglich. Bei Fragen gibt Susanne Krüger gerne Auskunft, entweder per Telefon unter 069/27105-32 oder E-Mail an susanne.krueger@pro-kunststoff.de. Die Gewinnerprodukte der letzten Jahre sind auf der Wettbewerbshomepage www.pro-k-award.de zu finden.

Jetzt meldet sich Axel Schramm zu Wort

Es erinnert schon fast an eine öffentliche Schlammschlacht mancher Promi-Paare – derzeit vergeht kaum ein Tag ohne Meldung zur Situation bei den Schramm Werkstätten. So auch heute, indem sich Geschäftsführer Axel Schramm über Rechtsanwalt Martin Wohlrade von Consilium Rechtskommunikation zu den aktuellen Gesellschafterauseinandersetzungen um die Schramm Werkstätten persönlich zu Wort meldet:

„Die derzeitigen Entwicklungen rund um Schramm bewegen mich. Nicht zuletzt, weil es mit dieser Art und Weise eine schallende Ohrfeige für unsere Mitarbeiter ist, auf deren Rücken dieser Konflikt ausgetragen wird. Schramm wurde mit mir als Geschäftsführer in den vergangenen Jahren federführend weiterentwickelt. Wichtig ist jetzt wieder, in einen Dialog einzutreten und eine Lösung im Sinne des Unternehmens sowie der ganzen Familie zu finden.“

Axel Schramm übernahm Ende der 1990er Jahre die Geschäftsführung des 1923 gegründeten Möbelunternehmens von seinem Vater.  Er ist Präsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Als Hersteller von Premiumschlafmöbeln gehört Schramm Werkstätten zu den Top-10 der bekanntesten deutschen Luxusmarken (Ranking Wirtschaftswoche, Ranking Ernst & Young in Kooperation mit dem Inlux Institut) und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen wie dem German Design Award 2017 bis 2020 ausgezeichnet.

Neues Job-Portal des Holzmann-Verlages ist online

Gute Mitarbeiter zu finden ist eine der größten Herausforderungen, vor der die Möbelbranche insgesamt steht. Denn ohne gutes Personal bringen die schönsten POS-Konzepte nichts, eine bestens aufgestellte Produktion läuft nicht rund und schlussendlich klappt auch die Möbelauslieferung nicht. Händeringend werden in sämtlichen Bereichen Fachkräfte gesucht. Der Ferdinand Holzmann Verlag schenkt diesem Thema deshalb ab sofort eine noch größere Aufmerksamkeit.

Unter der Domain www.karrierecenter.de versammeln sich sämtliche Netzwerke des Verlages – moebelfertigung.com, arcade-xxl.de, moebelkultur.de und derkuechenprofi.de – unter einem gemeinsamen Jobportal.

Damit bietet karrierecenter.de dann nicht nur dem Möbel- und Küchenhandel sowie der Möbelindustrie eine Plattform, sondern auch den Zulieferern, den Handwerksspezialisten, Architekten und Designern.

Mit über 110.000 Seitenaufrufen im vergangenen Jahr war das Jobportal des „möbel kultur“-Netzwerks bereits in der Vergangenheit enorm frequentiert. Mit der Fusion der vier Netzwerke, also der Bündelung sämtlicher Angebote des Ferdinand Holzmann Verlags, wird die Quantität nochmals gesteigert.

Auch die Qualität der Bewerber, die bislang schon über die „möbel kultur“ in der Branche vermitteln werden ist sehr hoch.  Das spiegeln uns die zahlreichen mit uns kooperierenden Personalberater immer wieder.

Starke Frequentierung und gute Qualität gepaart mit einem hoch performanten, nagelneu designten Jobportal der vier Netzwerke des Ferdinand Holzmann Verlags stehen der Branche zur freien Verfügung. Weitere Pluspunkte: das integrierte Selbstschaltungstool, einfache Usability und faire Preise.

Susanne Schramm übernimmt Geschäftsführung

Das Familiendrama bei der Schramm Werkstätten GmbH wurde jetzt vor Gericht geklärt, heißt es in einer Mitteilung der Brunswick Group, eine auf Krisenmanagement spezialisierte Agentur, die auch zuletzt im Namen von Susanne Schramm kommuniziert hatte. Demnach habe Miteigentümerin Susanne Schramm heute endgültig die Arbeit als Geschäftsführerin aufgenommen. „Das Landgericht Kaiserslautern hat den Eskalationen von Axel Schramm ein Ende gesetzt. Seine Abberufung als Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft Schramm GbR, der Schramm Werkstätten GmbH und der Schramm Holding GmbH war von Anfang an rechtsgültig.“

Und weiter: „Die Auseinandersetzung der vergangenen Tage war unnötig und hat dem Unternehmen geschadet. Mein Bruder hat mit seinem Verhalten deutlich gemacht, dass ein Führungswechsel und neuer Führungsstil bei Schramm unabdingbar sind. Ich möchte nun das Vertrauen in unser Unternehmen wiederherstellen und die richtigen Impulse für die erfolgreiche Weiterentwicklung von Schramm setzen“, sagt Susanne Schramm. Gemeinsam mit einem familienfremden Geschäftsführer, der zeitnah bekanntgegeben werden soll, und den Mitarbeitern will sie die Marktposition des Unternehmens in Deutschland ausbauen, die Positionierung der Produkte schärfen und die Digitalisierung im Sinne der Kunden vorantreiben.

Auch Interlübke sei und bleibe eine wichtige Aufgabe der neuen Führung. Ihre Pläne habe Susanne Schramm bereits heute im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung vorgestellt. Ob damit schon das letzte Kapitel im Familienzwist geschrieben ist, bleibt abzuwarten.

Wirtschaftsmacht Handwerk

Zur Absage der „Internationalen Handwerksmesse“

Die Absage der „IIHM“ als starker Wirtschaftsmotor hinterlässt deutliche Spuren: Besucher und Aussteller haben in diesem Jahr keine Plattform, auf der sie sich treffen, auf der sie netzwerken, auf der sie ihre Innovationen vorstellen und auf der sie handwerkspolitische Botschaften gemeinsam aus dem Handwerk für das Handwerk senden. Die Folgen sind für alle Beteiligten gravierend und reichen dabei weit in die Kapillaren der Wirtschaft hinein. Dazu Dieter Dohr, Vorsitzender der Gesellschaft für Handwerksmessen mbH als Veranstalter: „Im Durchschnitt haben in den letzten Jahren 1.000 Aussteller ihre Produkte und Marktneuheiten 110.000 Besuchern gezeigt. Dabei wurde in den letzten fünf Jahren laut des unabhängigen Messe-Marktforschungsinstituts Gelszus bei unseren Ausstellern jährlich für rund 42 Mio. Euro eingekauft beziehungsweise Aufträge erteilt. Das unterstreicht die Bedeutung der ,IHM‘ als zentrale Plattform.“

Auch verbandspolitisch ist die Absage ein Desaster. „Die ,IHM‘ ist eine Plattform, die ihresgleichen sucht und zeigt, wie modern das Handwerk ist. Wir wollten unsere Offensive zur Nachwuchsgewinnung vorstellen und haben hierfür extra eine neue Messepräsentation geplant. Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagt Lars Bubnick, Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes für das bayerische Fleischerhandwerk und Leiter der Leistungsschau des Metzgerhandwerks auf der „IHM“.

Achim Berg, Präsident des Digitalverbandes Bitkom, der 2020 erstmals Partner der Internationalen Handwerksmesse ist, sieht die Messe vor allem als wichtigen Treiber für die Zukunft: „Das Handwerk steht aktuell vor der Herkulesaufgabe, seine Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle zu digitalisieren. Wie unsere aktuelle Studie zur Digitalisierung im Handwerk zeigt, sehen 54 Prozent der Handwerksunternehmen die Digitalisierung als existenzsichernd an. Das Thema wäre erstmals Schwerpunkt der Messe gewesen. Umso bedauerlicher ist aus Bitkom-Sicht die unvermeidliche Absage.“

Umso mehr blickt der Veranstalter, die Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, nach der Absage für 2020 nach vorne und damit auf eine erfolgreiche „Internationale Handwerksmesse“ 2021. Die nächste Veranstaltung findet vom 10. bis 14. März kommenden Jahres statt.