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Autor: Möbelfertigung

Zwischenprüfungen im Handwerk entfallen

Die baden-württembergischen Handwerksorganisationen haben angesichts der aktuellen Situation entschieden, alle Frühjahrszwischenprüfungen für Auszubildende, die bis zum 24. April 2020 geplant waren, abzusagen. Ein Ersatz ist nicht vorgesehen.

„Uns ist bewusst, dass Prüfungen auch in der beruflichen Bildung einen hohen Stellenwert haben. Angesichts der aktuellen Situation ist es jedoch nicht möglich, die Zwischenprüfungen im Handwerk noch ordnungsgemäß durchzuführen, hierfür bitten wir um Verständnis. Diese werden deshalb ersatzlos entfallen. Die Absage soll mit dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Wir werden alles dafür tun, negative Konsequenzen für die Auszubildenden zu vermeiden“, so Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold.

Von der Absage betroffen sind die Zwischenprüfungen aller Abschluss- und Gesellenprüfungen des Handwerks. Die Teil 1 Prüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die Termine hierfür werden neu festgelegt, sobald es die Situation zulässt und sich die Risikobewertung verbessert hat.“

In der Kalenderwoche 14 wird die Produktion stillgelegt

Noch bis Mitte nächster Woche wird Ruf Betten sämtliche Aufträge ausliefern, sofern die Handelspartner die Ware noch annehmen. Denn immer mehr Möbelhäuser schließen aktuell ihre Warenannahme, berichtet Ruf-Verkaufsleiter Inland, Christoph Stawinoga. Einschließlich bis Freitag, 27. März, wird produziert. Ab Mittwoch, 1. April wird die Produktion dann für zwei Wochen, Stand heute, geschlossen. Die Zentrale und auch eine Service-Mannschaft werden jedoch auch in dieser Zeit erreichbar bleiben, betont Stawinoga. Da die Vorlieferanten-Kette stabil und verlässlich sei, geht der Bettenhersteller derzeit davon aus, dass die Produktion nach den zwei Wochen wieder schnell und regulär hochgefahren werden kann, um die Handelspartner „konstant, verbindlich, zuverlässig und liefertreu“ wieder zu bedienen.

Steigende Auftragseingänge bis Dezember 2019

Der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e. V. veröffentlicht die Zahlen für die interne Auftragsstatistik bis Dezember 2019. Demnach sind die Auftragseingänge der deutschen Wohnmöbelindustrie in diesem Referenzmonat um insgesamt +4,8 Prozent gestiegen. Der Zuwachs im Ausland lag mit +3,4 Prozent unter demjenigen im Inland mit +5 ,4 Prozent. Allerdings weist der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e. V. darauf hin, dass diese Zahlen auch geprägt sind von der Anzahl von Arbeitstagen im Referenzmonat sowie die Weihnachtsfeiertage.

VDM

Deutlicher Auftragsanstieg bei Polstermöbeln im Dezember 2019

Die deutsche Polstermöbelindustrie konnte im Dezember 2019 ihre Auftragseingänge um insgesamt +18,6 Prozent steigern. Anders als in anderen Teilsparten der Möbelindustrie war der Zuwachs hier besonders hoch. Im Inland war der AE mit +19,0 Prozent deutlich höher als derjenige aus dem Ausland mit +17,4 Prozent. Hier ist ebenfalls ein Teil der Steigerung der Auftragseingänge auf statistische Faktoren zurückzuführen, wie die Anzahl von Arbeitstagen im Referenzmonat sowie die Weihnachtsfeiertage.

Hettich-Geschäftsführung: China zieht wieder an

Im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz, aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen „virtuell“ durchgeführt, gab Hettich bekannt, dass sich der chinesische Markt bereits zu stabilisieren scheint. So ist die Versorgung mit Rohmaterial sichergestellt und die Lieferketten sind wieder intakt. Die für zwei Wochen unterbrochene chinesische Produktion des Beschlagspezialisten wurde unter höchsten Vorsichtsmaßnahmen wieder aufgenommen. Zudem deutet sich ein Nachholbedarf bei den chinesischen Kunden an.

Global gesehen geht das Unternehmen allerdings nach wie vor von einem starken Nachfrageeinbruch aus. Vor allem Europa und inzwischen auch Indien sind in weiten Teilen durch das Virus quasi „lahmgelegt“. Das Bild aus den USA ist uneinheitlich.

„Dass in weiten Teilen der Welt der Möbeleinzelhandel und die Baumärkte geschlossen sind, betrifft beziehungsweise belastet Hettich natürlich ebenso wie die gesamte Möbelindustrie“, führt Dr. Andreas Hettich aus. Grundsätzlich beliefert das Unternehmen arbeitende Kunden und funktionierenden Märkte kontinuierlich weiter.

Hettich nutzt auch das Werkzeug der Kurzarbeit. „Hier haben wir Betriebsvereinbarungen getroffen, die uns flexibles Agieren ermöglichen“, so die Geschäftsführerin der Hettich Holding Jana Schönfeld. „Natürlich achten wir dabei extrem auf den Schutz unserer Mitarbeiter, zum Beispiel indem wir Schichten separieren und keine üblichen Übergaben durchführen. Selbstverständlich befinden sich auch viele Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice. Insgesamt profitieren wir dabei auch von den Erfahrungen aus unserem chinesischen Werk und dem daraus resultierenden Vorlauf, den wir damit an unseren anderen Standorten hatten.“

Hinsichtlich der Kurzarbeit trifft Hettich seine Entscheidungen quasi von „Tag zu Tag“. „Denn Prognosen jeglicher Art sind ein Blick in die Glaskugel“, bringt es Sascha Groß, ebenfalls Geschäftsführer der Hettich Holding, auf den Punkt.

Die meisten Handwerker können trotz Kontaktsperre arbeiten

Die Corona-Krise beeinträchtigt den Alltag momentan stark. Auch im Handwerk sind die Auswirkungen bereits spürbar: Aufträge werden abgesagt, Umsätze gehen zurück. Mit der bundesweiten Kontaktsperre vergrößert sich die Unsicherheit bei Handwerkern und Auftraggebern weiter. Viele wichtige Arbeiten und Reparaturen dürfen und können jedoch ganz normal weiterhin ausgeführt werden, solange von beiden Seiten im Umgang die der Situation angemessenen Regeln beachtet werden. Gerade zum Frühlingsanfang, wo traditionell viele Arbeiten am Haus und im Garten anstehen, ist das eine gute Nachricht für Verbraucher.

Die Situation für Handwerker: In den meisten Gewerken bestehen aktuell keine Einschränkungen. Handwerkliche Leistungen können ganz normal erbracht werden – sowohl innerhalb von Gebäuden als auch im Freien. Es gelten lediglich Einschränkungen für das Lebensmittel- und Gesundheitsgewerbe.

Die Kontaktsperre: Die Kontaktsperre hat keine Auswirkungen auf die Ausübung beruflicher Tätigkeiten. Handwerker und Dienstleister (ausgenommen Lebensmittel- und Gesundheitsgewerbe) können also weiterarbeiten. Angestellte sollten sich allerdings von ihrem Arbeitgeber eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass sie dienstlich im Einsatz sind.

Schutz bei der Arbeit / Hygienemaßnahmen: Besonders bei der Arbeit in geschlossenen Räumen sollten alle Beteiligten auf die von Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygienemaßnahmen achten: mindestens 1-2 m Abstand halten, auch zur Begrüßung nicht die Hand geben, Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen und in die Ellenbeuge husten oder niesen.

Versorgungslage: Baumärkte bleiben für gewerbliche Zwecke bundesweit nutzbar. In manchen Bundesländern müssen Handwerker allerdings vorher reservieren. Als Nachweis ist entweder der Gewerbeschein oder die Kundenkarte erforderlich.

Die Situation für Auftraggeber: Es ist weiterhin möglich, Handwerker sowie Gärtner zu beauftragen. Betriebe können wie gewohnt kontaktiert werden, die aktuelle Kontaktsperre hat darauf keine Auswirkungen. Einschränkungen gibt es momentan lediglich für das Lebensmittel- und Gesundheitsgewerbe.

Handwerker innerhalb des Hauses: Halten sich Handwerker für wichtige Arbeiten, wie zum Beispiel der Instandhaltung von Sanitäranlagen oder Malerarbeiten, innerhalb des Hauses auf, sollten alle Beteiligten die folgenden Hygienemaßnahmen einhalten: mindestens 1-2 Meter Abstand halten, Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen und in die Ellenbeuge husten oder niesen.

Handwerker außerhalb des Hauses: Wichtige Arbeiten außerhalb des Hauses, wie z.B. an der Fassade oder im Garten, können ohne größere Probleme durchgeführt werden. Hier entsteht wenig Kontakt zwischen Auftraggeber und Handwerker, das Risiko verringert sich dementsprechend. Trotzdem sollten alle Beteiligten darauf achten, im gesamten Zeitraum den Mindestabstand von 1-2 m zu wahren.

Verhalten bei Krankheit / Quarantäne: Fühlt sich der Auftraggeber vor dem Termin krank oder gerät in eine Quarantäne-Situation, sollte er den Handwerker kontaktieren, ihm die Situation schildern und mit ihm zusammen eine Alternative suchen.

„Wir haben in den letzten Tagen sowohl auf Handwerker- als auch auf Auftraggeberseite viele Unsicherheiten beobachtet, die oft zu Lasten der Handwerker gehen. Die Folge sind Auftragseinbrüche durch Absagen, und damit Einnahmeeinbußen. Wir wollen unseren Beitrag leisten und helfen, indem wir so viele Informationen wie möglich bereitstellen und so Unsicherheiten verringern. Wir alle sollten in dieser Zeit solidarisch zusammenstehen“, so Claudia Frese, CEO von Myhammer.

Die Informationen entsprechen dem Stand vom 24. März 2020 und können sich jederzeit ändern. Daher sollten insbesondere Handwerker und Dienstleister tagesaktuell auch das Informationsangebot der Handwerkskammern und der Industrie- und Handelskammer (IHK) nutzen. Außerdem kann es in einzelnen Gemeinden oder Kreisen im deutschen Raum zu Sonderregelungen kommen. Handwerker und Verbraucher sollten sich diesbezüglich bei ihren Gemeinden oder Kreisen informieren.

Verbreitet mit Youtube-Film gute Laune

Eines ist angesichts des Corona-Virus, das nicht nur Deutschland, sondern viele, viele Länder weltweit „in Atem hält“, extrem wichtig: Zusammenhalten und die gute Laune nicht verlieren. Von dem spanischen Maschinenbauer Barberán mit Sitz in Castelldefels bei Barcelona kommt ein fröhlicher Gruß in Form eines Films. Zu sehen sind die verschiedenen Mitarbeiter, die Teils vom Schreibtisch im Werk, vielfach aber auch aus dem Homeoffice signalisieren, dass sie präsent und „am arbeiten“ sind.

Zum Film geht es hier: https://bit.ly/3bp2l0r

VDDK

Im Dezember wurden mehr Küchenmöbel verkauft

Der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie e. V. (VdDK) informiert über die Entwicklung der Auftragseingänge in der deutschen Küchenmöbelindustrie. Im Monat Dezember 2019 ergibt sich statistisch eine deutliche überproportionale Steigerung der Auftragseingänge. Diese wurden im Dezember 2019 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um +10,5 Prozent gesteigert. Die Steigerung im Inland lag mit +9,7 Prozent leicht unter derjenigen für die Auftragseingänge aus dem Ausland mit +11,6 Prozent. Allerdings weist der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie e. V. darauf hin, dass diese Zahlen auch geprägt sind von der Anzahl von Arbeitstagen im Referenzmonat sowie die Weihnachtsfeiertage.

Continental, Egger, Raumprobe, Homag, Hueck, Hymmen, Ikea, Interprint, IOT, Lamigraf, Rehau, Sappi, Schattdecor, Sherwin-Williams, Surteco, Upco, Wemhöner, Schlosser Design und viele mehr: Oberflächenprofis treffen sich in Mainz

Seien Sie dabei, wenn am 21. und 22. September Top-Referenten die aktuellen Themen rund um dekorative Oberflächen von Holzwerkstoffen auf der ersten „Surface in Motion – Technology and Design Conference“ in Mainz vorstellen. Wählen Sie aus zwei parallelen Vortragsprogrammen – ganz nach Ihrer Präferenz „Technologie“ oder „Design“. Die Fachmagazine „möbelfertigung“ und „arcade“ sprechen mit diesem neuen Eventformat die Holzwerkstoffbranche, deren Zulieferer, Möbelproduzenten und Innenarchitekten an.

Mehr als 120 Teilnehmer von Firmen wie Continental, Egger, Homag, Hueck, Hymmen, Ikea, Interprint, IOT, Lamigraf, Rehau, Sappi, Schattdecor, Sherwin-Williams, Surteco, Upco, Wemhöner sind bereits angemeldet.

Zu den Referenten des ersten Tages zählen unter anderem Dr. Paolo Fantoni von der European Panel Federation (EPF), Martin Marxen von Hueck Rheinische und Peter Lantz von Ikea.

Der zweite Tag ist dann komplett in die beiden Sessions „Technology in Motion“ und „Design in Motion“ aufgeteilt. Im Technologie-Bereich dreht sich mit Vorträgen von unter anderem Dr. René Pankoke von Hymmen, Dr. Thomas Riedel von IOT, Ali Özyilmaz von MB Digitalprint oder Dr. Matthias Schöpps von Nolte Lacke alles um die neuesten Entwicklungen in der Bearbeitung und Herstellung von Oberflächen. Klare thematische Schwerpunkte in diesem Jahr sind der Digitaldruck, lackierte Finishs und polymere Oberflächen.

Der Design-Bereich gibt mit Vorträgen von zum Beispiel Roberto Caspani von Cleaf, Claudia Küchen von Schattdecor, dem Raumpsychologen Uwe Linke oder der Möbeldesignerin Brigitte Steffen einen Ausblick darauf, was sich Endkunden wünschen und auf das, was das Interieur von morgen prägen wird.

Architekten und Innenarchitekten aufgepasst: Die Veranstaltung wird von den Architektenkammern Rheinland-Pfalz und Hessen jeweils mit 5 Unterrichtsstunden (Innenarchitektur) anerkannt, und von der Architektenkammer in NRW mit 4 Stunden.

Hochkarätige Speaker und Teilnehmer versprechen schon heute ein Networking-Event der Oberflächen- und Holzwerkstoffindustrie sowie von Architekten und Inneneinrichtern, das Seinesgleichen sucht. Seien Sie dabei, wenn sich das Who-is-Who der Branche trifft.

Als Veranstaltungsort dient das Kulturzentrum in Mainz (KUZ): 1888 wurde das rote Backsteingebäude von der Reichswehr als Garnisonswaschanstalt erbaut. Damals befand sich auf dem Nachbargelände (heute Fort Malakoff und Hyatt Hotel) ein großes Militärlazarett. 2018 wurde das KUZ nach einer Sanierungspause in altem Glanz und neuem Charme wiedereröffnet.

Am Abend des 13. Mai laden wir alle Teilnehmer und Referenten herzlich zu einem lockeren Networking Dinner in das Restaurant „Heiliggeist“ ein, dem ältesten Bürgerspital Deutschlands.

Alle weiteren Informationen sowie Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.holzmann-events.de/surface-in-motion/

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten informiert Sie Hans-Christian Hahn, hans-christian.hahn@holzmann.de, 040 – 63 20 18 – 43.

Wir bedanken uns bei den Unternehmen Renolit, ColorGate, Ahlstrom Munksjö, Sappi, Hymmen, König & Bauer Durst, Continental, Kleiberit, Swiss Krono Group, Lamigraf, Sesa, Koelnmesse, Schoeller Technocell und IOT, die mit ihrem Sponsoring die Veranstaltung unterstützen.

Viele dieser Unternehmen begleiten die Veranstaltung mit einer Ausstellung. Eines von vielen Highlights: IOT bietet eine Live-Vorführung zur Erstellung von supermatten Oberflächen mit einer Excimer-Anlage.