CDU-Bundestagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Dr. Carsten Linnemann informierte sich kürzlich über die wirtschaftlichen Herausforderungen der Firma Ulrich Rotte Anlagenbau & Fördertechnik aus Salzkotten in Zeiten von Corona. „Kurzarbeit, Lieferschwierigkeiten oder Auftragsrückgänge – all dies war bei uns in den letzten Monaten glücklicherweise kein Thema“, berichtete Benedikt Rotte, geschäftsführender Gesellschafter, zu Beginn des Gesprächs. Trotzdem sei die Verunsicherung im Markt, bei Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern zu spüren.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Förderung von Forschungsprojekten durch die Bundesministerien. „Bei der Bewilligung von Forschungsprojekten erleben wir seit einiger Zeit eine strukturelle Veränderung, die verstärkt zur Innovationsbremse wird. Wir versprechen uns durch das Gespräch mit Herrn Linnemann Antworten“, so der Geschäftsführer Dr. Franz-Barthold Gockel.
Forschung besitzt bei Rotte einen hohen Stellenwert. Technologien, die es so am Markt nicht zu kaufen gibt, aber für die Umsetzung von Kundenprojekten essentiell sind, werden gemeinsam mit Partner wie dem Fraunhofer Institut und Siemens entwickelt.
Eine anschließende Betriebsbesichtigung rundete den Besuch ab. Linnemann zeigte sich beeindruckt von dem hohen Innovationsgrad des Unternehmens und der Zusammenarbeit mit Weltkonzernen. „Wir freuen uns, dass Carsten Linnemann stets ein offenes Ohr für die Belange von Mittelständlern hat und darüber hinaus auch an kurzfristigen Lösungen interessiert ist“, erklärt Benedikt Rotte.
Norbert Poppenborg, von Anfang an ein Teil der Kreativ-Schmiede Ambigence, übernahm im Oktober dieses Jahres die Geschäftsführung. Ein hervorragender Anlass, um über die spannenden Projekte des Unternehmens zu sprechen. Dabei gibt Norbert Poppenborg Einblick in das Netzwerk-Konzept, Hürden in der Weiterentwicklung des Möbeldesigns und natürlich auch in laufende und zukünftige Projekte und Ideen von Ambigence. möbelfertigung: Sie regen dazu an, altgediente und erprobte Konzepte völlig neu zu denken. Wie ist die Bereitschaft seitens der Möbelindustrie dazu? Norbert Poppenborg: Grundsätzlich ist unser Denkansatz, und damit verbunden das Brechen altgedienter Konzepte, mit sehr viel Skepsis verbunden. Jede Veränderung im Prozess wird eher mit Zurückhaltung oder sogar mit Ablehnung bedacht. Das Thema Kosten in der seriellen Möbelproduktion steht über allem. Wir erhalten aber auch sehr viel Zustimmung für den Mut neue Wege zu gehen und neue Impulse zu setzen. Darum ist es für uns umso wichtiger, dass bei allem was wir tun ein Mehrwert klar zu erkennen ist. Wir müssen technologische Entwicklungen fördern, die Raum für neue Möbelkonzepte ermöglichen. Unseren Ideen gehen immer Designstudien voran – deshalb haben wir Designer in unserem Netzwerk -, danach folgt die Prüfung der technischen Machbarkeit – dafür haben wir Technologiepartner im Netzwerk. Nur so schaffen wir es der Skepsis entgegen zu wirken, indem wir begeistern. Heute können wir sogar sagen: mit Erfolg. möbelfertigung: Was würden Sie sich für die Zukunft der Industrie wünschen? Norbert Poppenborg: Ich wünsche mir den vermehrten Austausch mit uns. Generell mehr Offenheit über neue Dinge nachzudenken, um zum Beispiel gemeinsam einen Trend zu fördern. Alte Wettbewerbsbarrieren für einen Augenblick in den Hintergrund zu stellen und die Chancen einer Veränderung und nicht nur die Risiken zu betrachten. Unsere Türen stehen für alle Interessierten offen, sei uns nur zum Austausch oder zur Eruierung einer möglichen Zusammenarbeit.
Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.
Weitere Themen: Wie Grass und Häcker Küchen gemeinsam ein neues Schubkastensystem entwickelt haben, wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen und noch viel mehr.
Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.
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Seit dem ersten November 2020 hat der Einkaufsverbund Holz (EVH) mit Ulrich Pratschke einen alleinigen Geschäftsführer. Pratschke, der bereits seit Jahresbeginn 2020 gemeinsam mit Olaf Fürchtenicht die Geschäfte des EVH führte, übernimmt nun die umfassende Verantwortung. Fürchtenicht trat auf eigenen Wunsch zurück, um sich künftig einem erweiterten Aufgabenfeld beim Holzgroßhandel Becher GmbH & Co. KG zu widmen.
Olaf Fürchtenicht kann auf acht Jahre an der Spitze der Holzallianz zurückblicken. Unter seiner Führung ist der EVH auf insgesamt 13 Gesellschafter gewachsen. Mit Ulrich Pratschke übernimmt ab sofort ein erfahrener Stratege die alleinige Verantwortung des Einkaufsverbunds. „Wir sind mit bundesweit über 50 Vertriebsstandorten unserer 13 Gesellschafter ein verlässlicher Partner für die Zulieferindustrie. Durch die kontinuierliche Entwicklung gemeinsamer Sortimente, durch Synergien in der Vertriebsunterstützung und Mengenbündelungen im Einkauf, wollen wir auch künftig weiterhin zur Ertragssicherung aller unserer Gesellschafter beitragen“, sagt Pratschke.
Ulrich Pratschke bringt jahrzehntelange Erfahrung im Holzhandel mit. Seit 1981 ist er in der Branche tätig. Zu den wichtigsten Stationen seiner Karriere zählen Tätigkeiten im Holz- sowie im Sperrholzimport bei der Degginger & Hess GmbH. 1997 übernahm er den Posten des Geschäftsführenden Gesellschafters bei der BM Holz GmbH, dem heutigen Klöpfer Construction. Im Zentraleinkauf von Klöpferholz war Pratschke von 2007 bis 2019 tätig, zuletzt brachte er seine Erfahrung als Teil des Kooperationsmanagements der Klöpferholz GmbH & Co.KG ein.
„Ich freue mich sehr, dass Ulrich Pratschke sich der neuen Aufgabe und der damit verbundenen Verantwortung annimmt und bin mir sicher, dass er mit seinem Engagement die Unternehmungen des EVH auch künftig weiter erfolgreich voranbringen wird. Bei Olaf Fürchtenicht möchte ich mich für seinen Einsatz bedanken. Er hat den EVH über acht Jahre erfolgreich aufgebaut und mit über 50 Gesellschafterstandorten entscheidend vorwärtsgebracht“, so Michael Köngeter, Beiratsvorsitzender des EVH und Geschäftsführer der Becher GmbH & Co. KG.
Eine Kapazität bis zu 1.400 Sofas pro Tag, von Losgröße 1 bis zur Serienfertigung. Der italienische Polstermöbelproduzent ATL ist ein Meister des hohen Outputs trotz anspruchsvoller Qualität der Endprodukte und vielen manuellen Prozessen. Um dies zu gewährleisten, automatisiert ATL in allen Bereichen der Halbfertigerzeugnisse, erwarb erst kürzlich eine neue Winkelaufteilsäge und eine Fertigungszelle von der SCM Group. Die vielseitige und leistungsstarke Maschine hat den Arbeitsalltag bei ATL definitiv verändert und entspannt: „Während wir früher oft unter Zeitdruck kamen, läuft die Produktion in diesem Bereich jetzt sehr entspannt und trotzdem immer entsprechend der vorgegebene Ablaufplanung. Ein wichtiger Pluspunkt“, resümiert der Geschäftsführer.
Wieso der Plan so gut aufgegangen ist, lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.
Weitere Themen: Wie Grass und Häcker Küchen gemeinsam ein neues Schubkastensystem entwickelt haben, wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.
Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.
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In den vergangenen Jahren wurde Fischer mehrfach vom Rat für Formgebung ausgezeichnet: Mit dem German Design Award für verschiedene Produktneuheiten, wie die Spanplattenschraube Fischer „Power-Fast II“ und den intelligenten „Duo Power Dübel“ mit innovativer Materialkombination. Zudem erhielt das Unternehmen den German Brand Award für seine erfolgreiche Markenführung. Nun ist Fischer dem Rat, zu dem weitere namhafte deutsche Firmen gehören, als Stiftungsmitglied beigetreten.
1953 auf Initiative des Bundestags gegründet, fördert der Rat für Formgebung bis heute die Design-Kompetenz der deutschen Industrie und trägt zu deren Weiterentwicklung bei. Die Organisation gilt als wichtige Design- und Markeninstanz Deutschlands, stärkt das gesellschaftliche Bewusstsein für Gestaltung und unterstützt Unternehmen in allen Belangen ihrer Marken- und Designentwicklung. Dazu gehört auch die Aus-zeichnung herausragender Firmen oder Produkte, die weltweit über die Fachkreise hinaus viel Beachtung findet.
Zu den vom Rat für Formgebung initiierten Wettbewerben gehören der German Design Award, der German Brand Award, der German Innovation Award, die „Iconic Awards“, der „Automotive Brand Contest“ und weitere Awards. Ausgezeichnete Unternehmen erhalten über die Anerkennung ihrer Design- Kompetenzen hinaus ein wertvolles Marketinginstrument, um ihre Produkte noch erfolgreicher im Markt zu positionieren.
Nun wurde Fischer als Stiftungsmitglied in den Rat aufgenommen. Damit einher geht die Möglichkeit, die Erfolgsgeschichte der Unternehmensgruppe in der Publikationsreihe „Die großen deutschen Marken“ zu erzählen – und die Marke Fischer dadurch in einem exklusiven Umfeld zu präsentieren. Der diesjährige Band trägt den Titel #whatcounts (deutsch: was zählt) und legt den Fokus auf die Chancen und Bedingungen erfolgreicher Unternehmensführung: eine starke Marke, exzellentes Design, wegweisende Innovation.
Die Mitgliedschaft bietet darüber hinaus den Zugang zu einem exklusiven, internationalen Netzwerk von Entscheidern und Meinungsführern. Für einen Wissensaustausch und den Ausbau von Kontakten finden jährliche Stiftertreffen und Arbeitskreise statt. Mehr als 300 ausgewählte Mitglieder gehören dem Rat für Formgebung derzeit an, darunter namhafte Firmen wie Porsche, Daimler, Bosch und Siemens.
Jakob Claußen aus Altrip hat den rheinland-pfälzischen Landesentscheid „Die Gute Form“ gewonnen. Mit seinem Gesellenstück, einem Schreibtisch aus Kirschbaum, sicherte sich der Jung-Tischler den ersten Platz des Nachwuchs-Designwettbewerbs und wird das Land Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr beim Bundesentscheid vertreten. Die Siegerehrung fand coronabedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 16. November 2020 bei Leyendecker Holzland in Trier statt. Schirmherr des Wettbewerbs war der Präsident des Rheinland-Pfälzischen Landtags Hendrik Hering.
Unter dem Motto „Die Gute Form – Tischler gestalten ihr Gesellenstück“ veranstaltet der Landesinnungsverband des rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks Tischler Rheinland-Pfalz jedes Jahr einen Nachwuchs-Designwettbewerb für junge Tischlerinnen und Tischler, die ihre Gesellenprüfung erfolgreich absolviert haben. Im Fokus stehen die Gesellenstücke des Branchennachwuchses, die von einer Fachjury vor allem unter dem Gesichtspunkt der zeitgemäßen Gestaltung bewertet werden. Jede Tischler-Innung aus Rheinland-Pfalz hatte im Vorfeld die Möglichkeit, ihre besten Gesellinnen und Gesellen für den Landesentscheid „Die Gute Form“ 2020 zu nominieren – so qualifizierten sich insgesamt 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Finalrunde in Trier.
Den ersten Platz sicherte sich der Altriper Jakob Claußen (Ausbildungsbetrieb: F. Jung Möbelschreinerei GmbH, Ludwigshafen), der die Jurymitglieder mit seinem Gesellenstück überzeugen konnte: „Ein reduziertes Möbel, das seinen besonderen Charakter aus der Linienführung bezieht. Der Schreibtisch hat von jeder Seite einen anderen Charakter und ist doch immer schlüssig in der Formgebung. Von der Nutzerseite her präsentiert er sich offen und filigran, fast wie ein Freischwinger, dessen Anmutung er reflektiert. Die Rückseite wirkt durch die graue Front mit den eingeschobenen Beinen fast schon monolithisch. Durch den gelungenen Materialmix aus grauem Fenix und Kirschholz hat das Möbelstück eine gleichzeitig moderne als auch wohnliche Ausstrahlung. Das Gestaltungskonzept ist schlüssig durchgehalten und entspricht in jeder Beziehung den Kriterien des Wettbewerbs ,Die Gute Form’“, begründete die Jury ihr Urteil.
Den zweiten Platz belegte Josef Pinn aus Trier (Ausbildungsbetrieb: Norbert Brakonier Möbeltischlerei, Gusterath-Tal) mit seiner Sitzbank „Amos“, Dritter wurde Mohammad Karoom aus Trier (Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Adams GmbH, Trier) mit seinem Gesellenstück „Barschrank mit Koffertüren“. Von der Jury belobigt wurden außerdem der „Schreibtisch mit Klavierintarsien“ von Maximilian Fuchs (Ausbildungsbetrieb: Weber Innenausbau GmbH, Wittlich) sowie der „Schreibtisch“ von Marius Windhausen (Ausbildungsbetrieb: Bulbaum GmbH, Bitburg).
Alle Gewinner durften sich darüber hinaus über Preisgelder freuen: Für den ersten Platz gab es 500 Euro, für den zweiten Platz 350 Euro und für den dritten Platz 200 Euro. Die beiden Belobigungen wurden mit jeweils 50 Euro prämiert. Zusätzlich erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Finalrunde professionelle Fotos ihrer Stücke sowie das Video-Grußwort des Landtagspräsidenten Hendrik Hering auf einem USB-Stick.
Überreicht wurden Urkunden und Geldpreise am Nachmittag des 16. November 2020 vom Landesinnungsmeister des rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks Stefan Zock und dem Geschäftsführer des Landesinnungsverbands des rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks Tischler Rheinland-Pfalz Hermann Hubing.
Vor-Ort-Termine sind in Zeiten der Corona-Pandemie zur „Mangelware“ geworden. Die italienischen Prüfungsspezialisten von Catas haben aus der Not eine Tugend gemacht – und laden am 10. Dezember zur virtuellen Entdeckungstour durch die Labors in Giovanni al Natisone (Udine, Italien) und Lissone (Monza Brianza, Italien) ein. Damit Interessenten aus der holzverarbeitenden Industrie trotzdem die Möglichkeit haben, die Ausstattung der Arbeitsplätze und natürlich Prüfkammern zu erleben und vor allem zumindest über das Internet mit Technikern und Angestellten bei Catas in Kontakt zu kommen, live Fragen zu stellen und zu chatten.
„Wir sind es gewohnt, regelmäßig Besucher in unseren Labors zu empfangen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Andrea Giavon. „Unternehmensmitarbeiter und andere Gruppen kommen aus der ganzen Welt zu Catas, genauso wie Kunden und Geschäftspartner. Und normalerweise können sich alle direkt bei uns im Haus über unser Leistungsspektrum informieren. Noch eine ganze Zeit – hoffentlich nicht mehr allzu lange – ist dies nicht möglich. Darum haben wir begonnen, uns Gedanken darüber zu machen, die Türen von Catas ,online‘ zu öffnen, mit Bildern und Dialogen in englischer Sprache. Und unterstreichen im gleichen Zuge, wie gut wir ausgestattet sind. Den Titel der Veranstaltung ,Testing the experience‘ haben wir auch bewusst gewählt: Es verpflichtet uns dazu, den neusten Stand der Technik in Bezug auf Normen, Zertifizierungen, Testmethoden für die vielen Bereiche, in denen wir tätig sind, zu vermitteln.“
Los geht es um 10 Uhr MESZ. Franco Bulian, stellvertretender Direktor des Prüfungsinstituts, wird alle Online-Besucher durch die Veranstaltung begleiten. Für die kostenlose Teilnahme ist eine Anmeldung unter folgendem Link notwendig: https://catas.com/it-IT/news/catas-testing-the-experience
Die Elka-Holzwerke GmbH verzichtet dieses Jahr bewusst auf die Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden und pflanzt stattdessen Bäume im heimischen Wald. Damit unterstützen sie den Gemeindeforst Morbach, die Freiflächen wieder aufzuforsten, die durch den Befall der Bäume mit Borkenkäfer oder durch Windwurf entstanden sind.
„Der Wald steckt in einer Krise, das sehen wir bei unseren täglichen Arbeiten im Säge-/Spanplatten- und Naturholzplattenwerk und wenn wir uns die Wälder um unsere Produktionen herum ansehen“, erklärt die geschäftsführende Gesellschafterin Larissa Kuntz. Schon das dritte Jahr in Folge leidet der Wald landesweit unter Trockenstress. Die zu heißen, niederschlagsarmen Sommer gemeinsam mit den zu milden Wintern ohne Schnee haben dazu geführt, dass die Fichte als auch die Buche im Hunsrück auf großen Flächen abstirbt. Dieser fehlt die Widerstandskraft gegen den Borkenkäfer, der so leichtes Spiel hat. Hinzu kommen die sich häufenden Stürme, die oft dazu führen, dass die Bäume umfallen. „Derzeit gibt es ein Überangebot an Fichte auf dem internationalen Markt, was für unsere umfangreiche Holzproduktion zunächst vorteilhaft ist. Uns ist allerdings auch klar, dass es in einigen Jahren wohlmöglich zu einem Mangel an verfügbarem Holz kommt, weswegen wir uns dazu entschlossen haben gemeinsam mit dem Gemeindewald Morbach Bäume zu pflanzen – für die Zukunft der Region und unser Beitrag gegen den Klimawandel“, so Larissa Kuntz weiter.
Die Pflanzarbeiten beginnen am 26. November, sodass schon in der Weihnachtszeit ein Ergebnis zu sehen ist. Auf den ehemaligen Fichtenflächen werden Baumarten gepflanzt, von denen die Forstwissenschaftler ausgehen, dass sie mit den steigenden Temperaturen besser zurechtkommen, als die Fichte. Dazu zählt zum Beispiel die Weißtanne und die Traubeneiche. Allerdings benötigt das Nadelholzsägewerk elka auch in Zukunft einen adäquaten Ersatz für die Fichte, die in einigen Jahren wohl kaum noch in der Region vorkommen wird. „Das Holz der Laubbäume kann bisher einfach noch nicht so eingesetzt werden wie Nadelhölzer – wir brauchen sie als Konstruktionsvollholz“, erklärt Geschäftsführer Gerd-Michael Lersch. Deswegen werden auch Douglasien auf den Flächen gepflanzt. Mit dieser bunten Mischung sollen so knapp 2,5 ha zukunftsfähig gemacht werden, was ungefähr einer Fläche von etwa 5 Fußballfeldern entspricht. Für den Gemeindeforst ist die Kooperation eine willkommene Unterstützung, denn mit dem Überangebot auf dem Holzmarkt ist in den letzten Jahren auch der Preis für das Holz gesunken und damit fehlt das Geld für die Aufforstung der Schadflächen. Trotzdem gilt es schnell zu handeln: Die befallenen Fichten müssen geerntet werden, um den Befall von Nachbarbäumen möglichst zu vermeiden. Außerdem sollen diese Flächen möglichst schnell wieder bepflanzt werden: „Wir müssen jetzt schon an die Zukunft denken, denn die Bäume, die wir heute pflanzen brauchen noch 80 Jahre, bis sie von den nachfolgenden Generationen genutzt werden können“, erläutert Revierleiter Guido Haag.
„Der weltweit größte Möbelmarkt China findet nach der Überwindung der Folgen der Corona-Krise schnell wieder zu seiner alten Stärke zurück“, stellt Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK), fest. Nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds wird die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr um 1,9 Prozent zulegen. Damit dürfte China im Jahr 2020 die einzige große Volkswirtschaft mit positiven Wachstumsraten sein. „Das Potenzial für die deutschen Anbieter auf dem chinesischen Küchenmarkt ist enorm“, sagt Irle. „Im Zuge der Urbanisierung und des steigenden Wohlstands nimmt der Bedarf nach individuell geplanten Einbauküchen stetig zu“. Bis 2030 sei in China eine jährliche Nachfrage von 8 Millionen Küchen westlichen Standards zu erwarten. Als Wegbereiter für die deutsche Küchenindustrie in China dient die 2013 gegründete AMK Greater China. Als neuer General Manager für die hundertprozentige AMK-Tochtergesellschaft konnte jüngst John Ke Zhang gewonnen werden. „Wir freuen uns sehr, mit Herrn Zhang einen erfahrenen Manager für die AMK Greater China gewonnen zu haben, der nicht zuletzt dank seiner mehrjährigen Zusammenarbeit auch mit deutschen Firmen neben seinem Engagement vor Ort, zu einem festen Bindeglied zwischen den AMK-Mitgliedern und chinesischen Firmen werden wird.“ führt Irle aus. Der neue General Manager wird die Branchenaktivitäten vom Pekinger AMK-Büro aus unterstützen. Dank der lokalen Präsenz der AMK können Herausforderungen direkt angegangen und Netzwerke geknüpft werden. Zudem treibt das Team erfolgreich Normungsthemen voran. „Ihre Leistungsfähigkeit und Innovationskraft kann die deutsche Küchenindustrie unter anderem bei Messeauftritten in China unter Beweis stellen“, sagt der AMK-Chef. Eine Gelegenheit bietet sich auf der Appliance & Electronics World Expo (AWE), die vom 11. bis 14. März 2021 in Shanghai stattfinden soll. Den Teilnehmern eines deutschen Gemeinschaftsstands werden Hilfestellungen finanzieller wie auch logistischer Art geboten.