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Autor: Möbelfertigung

Sicherer Datenaustausch im Industrie 4.0-Zeitalter

Vernetzte Produktionsprozesse und digitale Fabriken liefern einen wichtigen Schlüssel für die Sicherung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit am Standort Deutschland. Mit diesem Thema beschäftigt sich seit fast dreieinhalb Jahren das Leuchtturmprojekt „IC4F“ (Industrial Communication for Factories), an dem Still maßgeblich beteiligt ist. Der Hamburger Intralogistikanbieter war auch Gastgeber der Abschlussveranstaltung, bei der Ende Oktober die mit den Projektpartnern erzielten Ergebnisse präsentiert wurden.

Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 ist seit Jahren in aller Munde. Doch noch immer fehlen wichtige Werkzeuge, um den neuen Industriestandard in die Praxis umsetzen zu können. Abhilfe soll das PAiCE-Förderprogramm (Platforms, Additive Manufacturing, Imaging, Communication, Engineering) des Bundeswirtschaftsministeriums schaffen. Ein daran angeschlossenes Vorhaben ist das Leuchtturmprojekt „IC4F“ (Industrial Communications for Factories), an dem der Hamburger Intralogistiker Still maßgeblich beteiligt ist. „Die insgesamt 15 Projektpartner aus Industrie und Forschung – darunter die Robert Bosch GmbH, Siemens, die Deutsche Telekom AG und Nokia – haben während der vergangenen dreieinhalb Jahre einen Technologiebaukasten für eine vertrauenswürdige industrielle Kommunikations- und Computinginfrastruktur erarbeitet“, erläutert Ansgar Bergmann, Project Manager aus dem Bereich Technologie & Innovation, der die Projektanteile von Still verantwortet hat. Dieser Baukasten basiere auf einer offenen Architektur und erlaube modulare Erweiterungen für neue Anwendungen und Kommunikationstechnologien. „Die Ergebnisse unserer Forschung“, so Bergmann weiter, „werden es den Anwendern ermöglichen, geeignete Informations- und Kommunikationstechniken entsprechend der Anforderungen einer Industrie 4.0 sowie eines spezifischen Migrationsansatzes auszuwählen.“ Bei den sicheren, robusten und echtzeitfähigen Kommunikationslösungen für die verarbeitende Industrie kommen Schlüsseltechnologien aus den Bereichen 5G, Multi-Access-Edge-Computing (MEC), Cloud Computing, Virtualisierung sowie Industrial Monitoring und Analytics zum Einsatz.

Besonders stolz ist Ansgar Bergmann darauf, dass Still an diesem Projekt nicht nur „einfach teilgenommen hat“, sondern seine Expertise voll und ganz einbringen und die Entwicklung entscheidend mitbestimmen konnte. „Wir haben unseren großen Erfahrungsschatz, über den wir in den Bereichen industrieller Vernetzung und der Industrie 4.0 verfügen, gewinnbringend in die Waagschale geworfen. Dabei ist uns zugutegekommen, dass wir im Auftrag der Bundesregierung und des VDMA bereits in der Vergangenheit mehrere Leitfäden für die Industrie mitgestaltet haben“, so der Still Experte. Auf der anderen Seite konnte auch der Hamburger Intralogistiker Nutzen ziehen aus der Teilnahme am „IC4F“ -Projekt. Bergmann: „Zunächst haben wir uns selbst bewiesen, dass wir die erfolgreiche Vernetzung im Lager beherrschen und unsere Ansätze funktionieren. Zudem konnten wir viele neue Erkenntnisse gewinnen, die wir jetzt in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden für beide Seiten gewinnbringend einsetzen werden.“

Am 22. Oktober fanden diese Arbeiten ihren vorläufigen Abschluss. Still lud dafür Projektpartner und interne Stakeholder in den Stammsitz an der Elbe ein. Dort ist auch ein für die Projektdurchführung notwendiges Mobilfunk-Campus-Netzwerk von der Firma Nokia eigens eingerichtet worden, welches als Wegbereiter für neue Kommunikationstechnologien wie 5G dienen wird. In mehreren Livevorführungen wurden dann die wegweisenden Ergebnisse der Projektarbeit präsentiert. Eine Livevorführung („Use Case Truck-to-X Communication“), die maßgeblich von Still entwickelt wurde, beschäftigte sich beispielsweise mit der Torsteuerung in einer Fabrikhalle. Bei diesem Anwendungsfall wurden sowohl Gabelstapler als auch andere Fabrikinstallationen in eine gemeinsame Kommunikationsumgebung eingebunden. Die Indoor-Lokalisierung liefert die Positionsdaten der Stapler, welche anschließend von verschiedenen Anwendungen der an der Livevorführung beteiligten Partner weiterverarbeitet wurden. In diesem Beispiel erfolgte die Torsteuerung rein aus einer virtuellen Welt heraus. Das Tor öffnete automatisch, sobald sich ihm ein Gabelstapler näherte. Die Umsetzung dieser Torsteuerung wurde als sogenannte Verwaltungsschale implementiert. Dafür wurden vom Gabelstapler und vom Tor digitale Zwillinge erzeugt. In den Teilmodellen der Verwaltungsschale wurden dann alle physikalischen Eigenschaften von Stapler und Tor permanent zur Verfügung gestellt. Das virtuelle Modell, welches die Abläufe steuerte, war somit kontinuierlich in der Lage, diese Daten zu vergleichen und etwa das Tor nur dann zu öffnen, wenn der Stapler von seinen Dimensionen her auch wirklich durchpasst. Zusätzlich wird auf die Fahrsteuerung des Staplers zugegriffen und der Fahrer gewarnt, falls es eng wird. Torbeschädigungen wie sie heute auftreten, würden somit der Vergangenheit angehören.

Insgesamt wurden in Hamburg während der Präsenzveranstaltung einige Livevorführungen und eine Vielzahl von neuen oder erweiterten industriellen Anwendungsfällen gezeigt, beispielsweise der „Bring your Own Network“-Ansatz von Siemens zur leichteren Installation von Multi-Tenant-Netzen in Unternehmen oder das moderne „Zertifikatsmanagement über die Cloud“ der Telekom, das sowohl die Sicherheit als auch den Komfort im Bereich der industriellen Kommunikation erhöht. „Diese Proof-of-Concept-Implementierungen dienen dazu, die Methodik zu überprüfen und die Anwendungsfälle zu validieren“, so Ansgar Bergmann. Der Still Experte ist fest davon überzeugt, dass viele Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem IC4F-Projekt später auch in industrielle Anwendungen fließen und von großem Nutzen für die Kunden von Still sein werden. „Mit diesen Erfahrungen im Rücken sind wir der ideale Ansprechpartner, wenn es um Industrie-4.0-Themen oder um die Vernetzung im Lager geht“, ist sich Ansgar Bergmann sicher.

Deutsche Messe AG

Verhandlungspartner nähern sich an

Laut IG Metall sind die Gewerkschaft und der Betriebsrat unter anderem dazu bereit, 186 Stellen streichen zu lassen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Der Messe-Vorstand wollte zuletzt rund 280 Stellen abbauen. Die neuen Sparvorschläge hätten damit einen Umfang von rund 200 Millionen Euro.
Wie die Webseite www.NDR.de außerdem meldet, möchte die Gewerkschaft sicherstellen, dass auch bei den Führungskräften an Personalkosten gespart wird. Im Gegenzug sei die Gewerkschaft bereit, unter anderem flexibleren Regelungen zur Kurzarbeit für das kommende Jahr zuzustimmen.

Darüber hinaus stimmen IG Metall und Betriebsrat zu, den Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag von 2016 und Betriebsvereinbarungen zu verändern, die eigentlich erst zur Jahresmitte 2024 kündbar wären.

„Drupa“ 2021

Keine Präsenzmesse, sondern eine „virtual.drupa“

Nach enger Absprache mit Ausstellern und Partnern muss die Weltleitmesse für Drucktechnologien „Drupa“ aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie für 2021 abgesagt werden. Die nächste Veranstaltung wird turnusgemäß vom 28. Mai bis 7. Juni 2024 stattfinden. Bis dahin überbrücken die Veranstalter das Zeitfenster mit der „virtual.drupa“, einem viertätigen digitalen Event. Das Datum der „virtual.drupa“ liegt in dem ursprünglich für die „Drupa“ vorgesehenen Zeitraum: 20. bis 23. April 2021.

„Die Pandemie hat bei Ausstellern und Besuchern große Unsicherheit im Hinblick auf die Teilnahme an der ,Drupa‘ 2021 ausgelöst. Reisebeschränkungen und Budgetdruck haben die Lage in der Printbranche zunehmend verschärft“, erklärt Erhard Wienkamp, COO der Messe Düsseldorf. „Wir haben diese Entscheidung gemeinsam mit unseren Partnern getroffen, die diesen Schritt mittragen. Vorausgegangen ist ein ausführlicher Abwägungsprozess, der die aktuellen Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse der Branche berücksichtigt.“

Sabine Geldermann, Project Director Print Technologies ergänzt: „Unser vorrangiges Ziel bleibt es, die Branche mit allen Mitteln dabei zu unterstützen, auf nationaler und internationaler Ebene miteinander in Kontakt zu bleiben, ihr Netzwerk weiter zu stärken und Leads zu generieren. Zu diesem Zweck wird es vom 20. bis 23. April eine intermediäre Veranstaltung geben, die unseren Ausstellern und Besuchern einen zusätzlichen Vertriebskanal und Planungssicherheit gibt.“

Claus Bolza-Schünemann, Vorstandsvorsitzender von König und Bauer und drupa Präsident, begrüßt dieses Vorgehen: „Eine virtuelle Veranstaltung ist genau das richtige Format in diesen Zeiten. Eine Teilnahme an der „Drupa“ unter den bekannten Parametern war vielen Ausstellern vor dem Hintergrund von Export- und Umsatzrückgängen sowie erheblichen Reiseeinschränkungen – auch für Besucher – einfach zu risikobehaftet. Das neue digitale Forum, dessen verlässlicher Pfeiler eine virtuelle Plattform ist, bietet die Gelegenheit dazu, den wertvollen Austausch innerhalb der Branche bis 2024 aufrecht zu erhalten.“

Die im Oktober gelaunchte Plattform drupa preview hat bereits einen Ausblick darauf gegeben, wie die „virtual.drupa“ aussehen wird: Unternehmen werden hier die Möglichkeit haben, sich virtuell zu präsentieren und ihre Innovationen vorzuführen; über das Matchmaking können Neukontakte geknüpft und bestehende Kontakte gepflegt werden; das Konferenzprogramm der fünf „Drupa“ Hotspots wird wichtige Impulse geben und durch sein Agenda-Setting auch online für Wissenstransfer sorgen. Internationale Speaker aus vertikalen Märkten präsentieren beispielsweise im Cube erfolgreiche Brandstories zu Future Technologies und weisen mit ihren Vorträgen in die Zukunft der Branche.

„Unsere Mitglieder melden uns, dass der Bedarf an Fachmessen, die ihr Geschäft vorantreiben, in hohem Maße weiter besteht. Der Wert und die Strahlkraft der „Drupa“ sind ungebrochen. Die Entscheidung, sie in 2021 auszusetzen, ist ausschließlich der Pandemielage geschuldet“, betont der Geschäftsführer des Fachverbands Druck- und Papiertechnik des VDMA Dr. Markus Heering. „Auf lange Sicht ist es für uns alle wichtig, die „Drupa“ als internationale Plattform in Europa zu erhalten, die die Branche in ihrer Vielfalt abbildet. 200 Jahre Kompetenz liegen in Europa verwurzelt und müssen weiter fortbestehen. Als intermediäre Lösung bis 2024 begrüßen wir jedoch die Einführung der neuen digitalen Plattform.“

Die Printbranche steht weiterhin klar hinter ihrer Weltleitmesse, deren internationale Top-Reichweite ungebrochen ist. Als Plattform, die einen offenen und kompetitiven Marktvergleich fordert, ist sie Treiber für Innovationen, wovon Aussteller wie Besucher gleichermaßen profitieren. Durch den direkten Kontakt können Technologietrends und Innovationen erlebt und verglichen sowie neue Synergien entdeckt werden. Ihr Impetus, ihre Vertriebsstärke, die einzigartige Atmosphäre, der vollumfängliche Branchenaustausch und die intensive Netzwerkpflege sind Aspekte, die sich nur bedingt über Onlineformate abbilden lassen. Mit der „virtual.drupa“ sowie der jährlich in Düsseldorf stattfindenden „Print & Digital Convention“, die in Kooperation mit dem Fachverband Medienproduktion e.V. (fmp) durchgeführt wird, strebt die Messe daher an, diesen Bedarf zu decken, bis sie 2024 als Präsenzformat mit neuen, wertvollen Parametern und hybriden Angeboten zurückkehren wird.

Wienkamp betont abschließend: „Bei dem Beschluss heute, die „Drupa“ 2021 abzusagen und ein anderes Format anzubieten, handelt es sich um eine veranstaltungs- und branchenspezifische Entscheidung. Für alle weiteren Veranstaltungen der Messe Düsseldorf stehen wir in engem Kontakt mit den Behörden und Partnern der jeweiligen Messen, mit denen wir rechtzeitig die Lage bewerten und verantwortungsvoll entscheiden werden.“

Fragen und Antworten zur „Drupa“ gibt es unter www.drupa.de

Wählte Sebastian Merz zum neuen Vorstandsvorsitzenden

Der Vorstand der Fachabteilung Oberflächentechnik im VDMA hat bereits im September Sebastian Merz einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Merz gehört seit 2009 dem Vorstand als Mitglied an und übernahm dessen Vorsitz mit sofortiger Wirkung.

Im Rahmen der Vorstandssitzung dankte Merz für das in ihn gesetzte Vertrauen: „Ich freue mich darauf, die Oberflächentechnik gemeinsam mit dem Vorstand und der Unterstützung des VDMA voran zu bringen“.

Merz ist geschäftsführender Gesellschafter der B+M Surface Systems GmbH, einem technisch führenden Anbieter vollautomatischer Lackieranlagen und Lackauftragssystemen. Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren Mitglied im VDMA und bringt sich aktiv in die Gremienarbeit der VDMA Oberflächentechnik ein.

In der Fachabteilung Oberflächentechnik des VDMA sind Hersteller von Komponenten, Systemen und Anlagen der Oberflächentechnik sowie produktbegleitender Dienstleistungen organisiert. Wichtige Kundenbranchen bilden neben der Automobilindustrie mit ihren zahlreichen Zulieferern, der Maschinenbau sowie andere metallverarbeitende Industrien, die Kunststoff- und Möbelindustrie sowie das Handwerk. Durch Erfahrungsaustausch, Fachinformationen, Einzelfallberatung und Stellungnahmen, schafft die Fachabteilung Wettbewerbsvorsprung für ihre Mitglieder.

Millionen-Geschäft Online-Möbelverkauf

Werden große Handelshäuser künftig das Nachsehen haben? Davon ist Dominik Entelmann, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von „Emotion-24“, fest überzeugt. Der 36-jährige Bremer Geschäftsmann glaubt an den Online-Direktverkauf von Möbeln. Das rasante Wachstum der Emotion-Gruppe erhielt in diesem Jahr einen weiteren kräftigen Push. Und auch die Schlagzahl in der Fertigung wurde mit dem Erwerb der insolventen Niemann-Produktionsstätten noch einmal erhöht.
„Die Idee zu Emotion hatten wir auf dem eigenen Sofa. Begonnen haben wir dann mit einem Webshop für Badmöbel – und der wurde zum Selbstläufer“, erzählt Dominik Entelmann und reflektiert: „Es war und ist die richtige Entscheidung, die Produkte direkt an Endkonsumenten zu verkaufen, ohne von Händlern, Wiederverkäufern, Platzierungen und Einkaufsverbänden abhängig zu sein. Wir können unter anderem selbst kalkulieren und paketieren.

Wie das Unternehmen mit dieser einfachen Idee unglaublichen Erfolg hat und wie die Akquise von Niemann ins Bild passt, lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.

Weitere Themen: Wie Grass und Häcker Küchen gemeinsam ein neues Schubkastensystem entwickelt haben, wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.

Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.

Damit Sie auch in Zukunft keine Ausgabe der „möbelfertigung“ verpassen und Ihr Ohr stets dicht am Puls der Branche bleibt, sichern Sie sich jetzt Ihr Abo.

Hat sich eine neue Gesellschaftform gegeben

Die Muttergesellschaft der Häfele Gruppe agiert seit dem 01. Dezember 2020 als neue Gesellschaftsform. Häfele Deutschland firmiert ab sofort unter dem Namen Häfele SE & Co KG. „Mit der Rechtsform einer „Societas Europaea“ (SE) machen wir Häfele am Standort Nagold als international aktives Familienunternehmen vorausschauend fit für die Zukunft“, sagt Unternehmensleiterin Sibylle Thierer.

Zahlreiche große deutsche Familienunternehmen haben diese Veränderung hin zu einer „Europäischen Gesellschaftsform“ bereits durchgeführt oder planen entsprechend. Hintergrund: die Gesellschafter gewinnen damit mehr Flexibilität für die künftige Steuerung ihrer Unternehmen und schaffen gleichzeitig, bei Beibehaltung einer zusätzlichen KG, mehr Alternativen zur Einbeziehung der Familie.

Häfele legt damit ganz konkret den Grundstein für die Übernahme von Verantwortung durch die vierte Generation und gibt gleichzeitig ein Bekenntnis zur künftigen Unabhängigkeit als Familienunternehmen ab. „Wir wollen auch in Zukunft ein für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für internationale Führungskräfte attraktiver und moderner Arbeitgeber mit schlanken Entscheidungsstrukturen für schnelles Handeln bleiben. Mit dem Fortbestand der Personengesellschaft sorgen wir zudem auch unseren Kunden und Lieferanten gegenüber für Kontinuität und schaffen Vertrauen“, sagt Sibylle Thierer.

In der 97jährigen Unternehmensgeschichte ist Sibylle Thierer erst die vierte Geschäftsführerin an der Spitze von Häfele und sie wird die Häfele SE & Co. KG nun als Geschäftsführende Direktorin leiten. Die Änderung der Gesellschaftsform, darauf legt Sibylle Thierer besonderen Wert, wird auf die tägliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Auswirkungen haben.

Änderungen der Rechtsform hat es in der fast hunderjährigen Häfele-Geschichte mehrfach gegeben. Gegründet wurde Häfele als Einzelunternehmen am 1. Dezember 1923 von Adolf Häfele. 1949 erfolgte die Übernahme durch die zweite Generation als OHG (offene Handelsgesellschaft) mit Walther Thierer an der Spitze. 1972 wurde das Unternehmen wegen seines starken Wachstums in eine KG (Kommanditgesellschaft) und 20 Jahre später,1992, in eine GmbH & Co KG umgewandelt. Sibylle Thierer führt das Unternehmen in dritter Generation seit 2004.

Potenziale des Werkstoffs Glas konsequent ausloten

Immer wieder innovativ sein, immer wieder neue Wege gehen – bei Starglas ist das Teil der Unternehmensphilosophie. Dementsprechend gibt es kaum eine Form der Glasbearbeitung, die das in Bünde ansässige Unternehmen nicht beherrscht. Die logische Konsequenz dieser Flexibilität: Rund 90 Prozent der Produkte sind absolut individuell. Gründer und Geschäftsführer Michael Klausing gab im Gespräch mit der „möbelfertigung“ spannende Einblicke in die Be- und Verarbeitung von Glas. Bis hin zur pixelgenauen Mattierung per Laser.

Was heutzutage mit Glas alles möglich ist, lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.

Weitere Themen: Wie Grass und Häcker Küchen gemeinsam ein neues Schubkastensystem entwickelt haben, wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.

Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.

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VDM

Umsätze der Möbelindustrie im September 2020 minimal im Plus

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Umsätze der Möbelindustrie im September 2020 im Vergleich zum September 2019 leicht im Plus. Die Hersteller verzeichneten einen Umsatzplus von 0,8 Prozent. Dabei sanken die Erlöse im Ausland um 1,5 Prozent und die Inlandsumsätze stiegen um 1,9 Prozent. Im September 2019 hatte es im Vergleich zum September 2018 ein Plus von 7,5 Prozent gegeben. Die Auslandsumsätze waren damals um 10,2 Prozent und die Inlandsumsätze um 6,2 Prozent gestiegen.

Abschluss der TSD-Berufswettbewerbe 2020 erfolgt, Deutsche Meisterschaften verschoben

Ob bei den Deutschen Meisterschaften im November dieses Jahres oder beim Bundesgestaltungswettbewerb „Die Gute Form“ im Frühjahr – alles hatten die Organisatoren von Tischler Schreiner Deutschland und ihre Partner darangesetzt, um die Wettbewerbe „live und in Farbe“ durchzuführen. Zum zweiten Mal hatte die Corona-Pandemie diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Einen versöhnlichen Abschluss werden beide Wettbewerbe dennoch finden. Während der Bundesgestaltungswettbewerb „Die Gute Form 2020“ virtuell per Videokonferenz gewürdigt wurde, zeichnet sich für die Deutschen Meisterschaften ein anderes Szenario ab. Dieser Wettbewerb wurde in das zweite Quartal 2021 verschoben und soll dann an der Holzfachschule im hessischen Bad Wildungen stattfinden. Die genauen Termine folgen Anfang des Jahres.

Die Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk zeichnen jährlich die hohen praktischen Fähigkeiten der besten jungen Gesellen*innen ihres Jahrgangs aus. Während eines zwei tägigen praktischen Leistungswettbewerbs muss ein komplexes Prüfungsstück aus Vollholz hergestellt werden, welches zahlreiche klassische Verbindungen und knifflige Details beinhaltet. Anschließend bewertet eine Fachkommission die Arbeiten nach Kriterien wie Maß- und Schnittgenauigkeit, dem Passen der Verbindungen sowie dem Verhalten der Kandidaten untereinander.

Die Verschiebung des Wettbewerbs wird auch durch den Umstand ermöglicht, dass die Weltmeisterschaften (Worldskills) coronabedingt ebenfalls verschoben wurden. Sie finden damit erst 2022 statt und bieten so den deutschen Teilnehmern, die sich allesamt über die Deutschen Meisterschaften qualifizieren, die erforderliche Vorbereitungszeit.

Die Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk 2020 werden von Mitausrichter und TSD-Zukunftspartner Signal Iduna sowie den Sponsoren Festool, Spax International, Christoph & Oschmann, Pollmeier Massivholz, Leyendecker Holzland und Hees + Peters unterstützt.

23 einmalige Möbelprojekte – allesamt bereits auf Innungs- und Landesebene prämierte Gesellenstücke – zeigt der Bundesgestaltungswettbewerb. Ohne öffentliche Ausstellung, aber nicht ohne Publikum: Zwar fand die exklusive Leistungsschau coronabedingt in diesem Jahr rein digital statt, dennoch faszinieren die Abschlussarbeiten und wurden hundertfach in den sozialen Medien geteilt. Bereits Ende September tagte die Jury und gab ihr Expertenvotum ab, das im Zuge der Preisverleihung am 27. November verkündet wurde. Zudem konnte bis zum 15. November darüber abgestimmt werden, welches Gesellenstück Publikumsliebling wird.

Der Bundesentscheid „Die Gute Form 2020“ wird von Remmers (Hauptsponsor), OPO Oeschger (Mitausrichter), Festool (Hauptpreise) und dem Fachmagazin „dds“ unterstützt.