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Autor: Möbelfertigung

Uneinheitliche Preisentwicklung bei Zulieferprodukten

Die Zulieferpreise entwickelten sich im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat uneinheitlich. Insbesondere der für die Branche wichtige Preis für Schnittholz sank um 1,8 Prozent. Auch die Preise für Holzwerkstoffe (-2,1 Prozent), für Kunststoffe (-5,3 Prozent) und der Preis für Erdgas (-10,5 Prozent) waren rückläufig. Dagegen stiegen die Preise für Schlösser und Beschläge (+1,0 Prozent) sowie für elektrischen Strom (+5,7 Prozent) an.

„Iconic Awards“ 2021

Innovative Interior: Gewinner des internationalen Wettbewerbs setzen Trends

Die „Iconic Awards: Innovative Interior“ prämieren jährlich herausragend gestaltete Produkte der Einrichtungsbranche und kommunizieren Qualität und Trends der Branche. Spitzenleistungen aus allen Produktbereichen prägen das Bild des Wettbewerbs und erhalten durch ihn eine starke Aufmerksamkeit. Somit schafft sein Auslober, der Rat für Formgebung, eine einzigartige Plattform für die Vernetzung von Innenarchitekten und Objektentwicklern mit den Entscheidungsträgern der Einrichtungsindustrie. Die Gewinner der „Iconic Awards: Innovative Interior“ 2021 stehen fest und zeigen mit vielfältigen Impulsen neue Trends auf.

New Simplicity: Die eigene Wohnwelt ist im Zuge der Corona-Pandemie in den Fokus gerückt. Der längere Aufenthalt im eigenen Zuhause weckt neue Ansprüche und dabei wird deutlich: Was vorher vor allem in der Mode galt, verlagert sich nun ins Interior – Qualität und Langlebigkeit sind gefragter denn je.  Möbel drücken ein neu etabliertes Bewusstsein für veränderte Lebensumstände und die eigene Haltung und Persönlichkeit aus.

Ecology 2.0: Weit mehr als ein Trend, vielmehr ein ethisches Leitbild ist Ecology 2.0. Die Forderungen nach einer nachhaltigen Wirtschaft und ökologisch bewussten Lebensformen führen zu einem historischen Wertewandel. Nicht nur die Generation Y fragt zunehmend nach ökologischen Herstellungsprozessen, Lieferketten und Materialien.

Living Multispaces: Wohn- und Arbeitswelten verschmelzen spätestens seit der Corona-Pandemie. Das Homeoffice entwickelt sich im Rahmen einer flexiblen Arbeitswelt zum New Normal mit neuer Wertschätzung: Als Bereich des Activity Based Working, in dem man je nach Aktivität den dafür geeigneten Raum aufsucht, soll das Homeoffice als Ort des konzentrierten Arbeitens und der beruflichen Basistätigkeiten dienen.

Fingerschutztür erhält „Heinze Architects’ Darling in Gold“

Der traditionsreiche Hersteller von Türen und Zargen aus Aluminium wurde in der Kategorie „Beste Bemusterung“ für seine Fingerschutztüren mit dem „Heinze Architects’ Darling in Gold“ geehrt. Jan Mathias Fischer von AllesWirdGut Architektur verlieh die renommierte Auszeichnung im Rahmen einer mehrstündigen virtuellen Veranstaltung am 16. November 2020.

Die Preisverleihung fand nicht – wie sonst üblich – während der Gala der „Celler Werktage“ statt, sondern wurde aus einem Online-Studio übertragen. Der Laudator Jan Mathias Fischer hob in seiner Rede hervor, dass die Präsentation der Küffner-Fingerschutztür die größten Emotionen bei der Jury ausgelöst hätte. Ein Produkt müsse nicht nur dem Architekten gefallen, sondern gleichzeitig auch Bauherren überzeugen können. Die wertige 1:1 Bemusterung der Tür mit integrierter Fingerschutzfunktion, ausgesuchten Materialien und Oberflächen sowie die aussagefähigen Informationen und Referenzen sorgten, nach seinen Worten, für die klare Entscheidung der Juroren zugunsten von Küffner.

„Die Sicherheit von Kinderhänden ist auch für Planer von Kindertagesstätten eine Herzenssache“, so Peter Bischoff, Geschäftsführender Gesellschafter von Küffner und Erfinder der patentierten Lösung. „Wir freuen uns sehr, dass Küffner als kompetenter Ansprechpartner für Architekten und Bauherren zu den ausgezeichneten Herstellern zählt. Herzlichen Dank für das Vertrauen – nicht nur an die Jury, sondern an alle Planer und Entscheider.“

Gastgeber für die Übergabe des Architects` Darling war das Architekturbüro Stuffler in Ettlingen. Daniel Sigwarth von Heinze überreichte Küffner den goldenen Phönix stilecht während der Bemusterung von Fingerschutztüren und -zargen für ein weiteres Kindergartenprojekt. Günther Stuffler und Annette Jagsch freuen sich gemeinsam mit dem Küffner-Team über die besondere Auszeichnung. Sie hatten bereits im Jahr 2013, unmittelbar nach Markteinführung, der neuen Kindergartentür ihr Vertrauen geschenkt.

Zwei Imprägnierkanäle und ein Harzreaktor für Brasilien

Schattdecor investiert in zwei zusätzliche Imprägnierkanäle am brasilianischen Standort São José dos Pinhais. Damit erweitert der Oberflächenspezialist seine Kapazitäten im Bereich der Imprägnierung vor Ort auf fünf Maschinen. Ein Kanal befindet sich aktuell bereits in Aufbau, Corona-bedingt verspätet, die Investition wurde bereits in 2019 getätigt, und wird ab der Inbetriebnahme auf einer Breite von acht Fuß produzieren. Mit der Fertigstellung rechnet das Unternehmen im ersten Quartal 2021. Aufgrund des vielversprechenden Marktpotenzials soll sogar noch ein weiterer Kanal folgen.
Roland Heeger, Vorstand Technik: „Ein fünfter Imprägnierkanal ist bereits bestellt und voraussichtlich im ersten Quartal 2022 produktionsbereit. Bei der zusätzlichen Maschine handelt es sich ebenfalls um einen Acht-Fuß Kanal. Damit erhöhen wir angepasst an Markt und Bedarf unsere Imprägnierkapazitäten vor Ort.“

Flavio Lufchitz, Geschäftsführer Schattdecor do Brasil: „Wir verfügen derzeit über eine Produktionskapazität von 160 Millionen Quadratmeter pro Jahr, planen ein nachhaltiges Wachstum und haben immer den besten Service für unsere Kunden im Blick. Im Rahmen der neuen Investitionen erhöht sich unsere Produktionskapazität auf mehr als 220 Millionen Quadratmeter pro Jahr. Mit dem zweiten Harzreaktor können wir den Bedarf an Melamin durch die eigene Herstellung vollständig abdecken.“

Der zweite Harzreaktor wurde 2020 in Auftrag gegeben und soll noch vor Inbetriebnahme des zweiten neuen Imprägnierkanals installiert werden.

Wird eingestellt und durch andere Kommunikationsmittel ersetzt

Der aktuelle Ikea-Katalog für die Saison 2020/21 wird der Letzte sein. Wie der schwedische Konzern soeben mitteilte, soll das Kompendium nach 70 Jahren nicht mehr aufgelegt werden. Dieser hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem echten Klassiker und einem wichtigen Erfolgsfaktor für das Unternehmen entwickelt. Denn er erreicht viele Menschen auf der ganzen Welt und inspiriert seit jeher mit erschwinglichen Einrichtungslösungen sowie Tipps und Ideen für ein besseres Zuhause. Allerdings ist Ikea in der Zwischenzeit digitaler geworden und hat neue Wege gefunden, um die Menschen zu erreichen, heißt es in der Pressemitteilung.

„Sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden ist der Katalog mit unzähligen tollen Erinnerungen und Emotionen verbunden. Seit 70 Jahren gehört er zu unseren bekanntesten und beliebtesten Produkten und hat Milliarden Menschen weltweit inspiriert. Die Entscheidung, das Kapitel „Ikea Katalog“ zu beenden, ist eine Folge des veränderten Medienkonsums und Verbraucherverhaltens. Wir werden die vielen Menschen künftig über neue Wege erreichen, mit ihnen interagieren und sie mit unseren Einrichtungslösungen inspirieren“, sagt Konrad Grüss, Managing Director Inter Ikea Systems B.V.

Die Entscheidung, den Katalog nicht weiterzuführen, fiel im Zuge der derzeit laufenden Transformation, durch die Ikea digitaler und besser erreichbar werden soll. So ist im vergangenen Jahr der Onlinehandel des Konzerns weltweit um 45 Prozent gewachsen, die Webseite Ikea.com verzeichnete mehr als vier Milliarden Besucher. Gleichzeitig wurde der Bereich digitaler Services ausgebaut und neue Apps entwickelt, um den Kunden ein noch besseres Erlebnis zu bieten – wann und wo immer sie es wünschen.

Die großartige Geschichte des Katalogs möchte Ikea gebührend wertschätzen und feiern. Im Herbst 2021 soll ein Buch mit einer Fülle von Einrichtungswissen und Inspirationen erscheinen.

VDM

Außenhandel mit Möbeln leidet unter Pandemie

Beim Außenhandel mit Möbeln haben sich in den ersten neun Monaten 2020 die Folgen der Corona-Pandemie bemerkbar gemacht. Im Vorjahresvergleich sanken die deutschen Möbelexporte um 7,3 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro, wie die amtliche Statistik zeigt. Zweistellige Einbußen wurden unter anderem in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Spanien und Polen verzeichnet. Dagegen legten die Ausfuhren in die Schweiz (plus 4,3 Prozent) und nach China (plus 7,7 Prozent) zu. „Während sich die Inlandsnachfrage nach der Wiederöffnung des Möbelhandels im Frühling erfreulich entwickelte, machten sich im Außenhandel die Lockdown-Maßnahmen in verschiedenen Ländern, die internationalen Reisebeschränkungen und die negativen Auswirkungen des Brexits bemerkbar“, berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie und der Herforder Möbelverbände, zu den ersten drei Quartalen 2020.

Von den Möbelsparten verzeichnete die deutsche Küchenmöbelindustrie mit einem Minus von 2,2 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro den moderatesten Rückgang bei den Exporten. Rückläufig entwickelten sich unter anderem die Ausfuhren auf den wichtigsten Exportmarkt Frankreich wie auch nach Belgien, in die Schweiz, nach Großbritannien, Spanien und in die Vereinigten Staaten. Positiv sticht China auf Rang 7 mit einem Wachstum von knapp 37 Prozent heraus, was die rasche wirtschaftliche Erholung des Landes nach der Corona-Krise belegt. Ein Plus gelang auch beim Export in die Niederlande (plus 7,7 Prozent). Der Import von Küchenmöbeln gab um 6,3 Prozent auf 67 Mio. Euro nach.

Bei den Produzenten von Polstermöbeln lagen die Exportumsätze mit 489 Mio. Euro um knapp 7 Prozent unter dem Vorjahr. Die Ausfuhren in das Hauptabnahmeland Schweiz konnten annähernd stabil gehalten werden (minus 0,4 Prozent). Zuwächse gelangen in Frankreich und Italien. Der Import zog um knapp 1 Prozent an, wobei die Hauptlieferländer Polen (plus 0,5 Prozent) und China (plus 4 Prozent) ihre Positionen ausbauen konnten, während das auf Platz 3 rangierende Ungarn 5,3 Prozent einbüßte.

Bei Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbeln zeigt die statistische Auswertung einen Umsatzrückgang im Export von 6,8 Prozent. Ins Auge fällt der kräftige Zuwachs von 11,3 Prozent in der Schweiz, dem wichtigsten Abnehmerland. Das Importvolumen fiel um knapp 3 Prozent niedriger aus. Dabei verlor Polen als mit Abstand größtes Lieferland 8,3 Prozent, während China als Nummer zwei um rund 17 Prozent zulegen konnte. Erwähnenswert ist zudem das Plus von 89 Prozent bei den Importen aus Rumänien. Das Außenhandelsdefizit dieser Sparte vergrößerte sich auf 568 Mio. Euro (plus 2,2 Prozent).

Corona-Bonus für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Rahmen der globalen Covid-19-Pandemie wurde auch as 6.700-köpfige Hettich-Team vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Während in China das Virus bereits im Griff zu sein scheint, leiden die Menschen in einigen Ländern, in denen Hettich vertreten ist, wie zum Beispiel Indien und USA, weiterhin besonders stark unter Corona. Das ganze Hettich-Team weltweit steht solidarisch eng zusammen und unterstützt sich gegenseitig beim Überwinden der besondern Situation.

„Unser weltweites Managementteam ist sehr dankbar für das Engagement aller Kolleginnen und Kollegen in den letzten Monaten. Sie haben einen bestmöglichen Service für unsere Kunden realisiert und waren dabei ebenso füreinander und für unsere Unternehmensgruppe da“, erklären André Eckholt (Tschechien), Daniel Giesselmann (Indien) und Benjamin Pawelzik (USA) stellvertretend für alle Managementteamkolleginnen und -kollegen weltweit. Sie haben gemeinsam mit einem interdisziplinären und internationalen Projektteam das Konzept für einen weltweiten Corona-Bonus entwickelt: Jede Hettich-Kollegin und jeder Hettich-Kollege weltweit erhält 1.000 Euro pro Kopf als Wertschätzung und Anerkennung für den hohen persönlichen Einsatz in diesem besonderen Jahr 2020.

„Als weltweites Hettich-Team sind wir in 2020 alle miteinander weiter gewachsen. Das wissen wir sehr zu schätzen und schauen gemeinsam zuversichtlich in die Zukunft“, resümieren Jana Schönfeld und Sascha Groß, beide Geschäftsführer der Hettich Holding. 

 

Setzt Corona-Luftfilter im Unterrichts-Raum ein

In einem Klassenraum der Holzfachschule Bad Wildungen wurde Ende November ein Luftreinigungsgerät installiert, das die Frischluftversorgung sicherstellt und zugleich Aerosole und somit Viren aus der Luft filtert. Entwickelt wurde das Gerät vom Allendorfer Familienunternehmen Viessmann und ist eine Spende der Viessmann Stiftung in Verbindung mit der Viessmann Gruppe.

Damit gehört Holzfachschule zu den insgesamt 50 glücklichen Einrichtungen, denen das Luftreinigungsgerät „Vitovent 200-P“ zur Verfügung gestellt wurde.

Für die Bildungseinrichtung liegen die Vorteile schon kurz nach Inbetriebnahme auf der Hand: Im Klassenraum entfällt einerseits das alle 20 Minuten fällige Stoßlüften, andererseits entfernt der eingebaute Filter 99,9 Prozent aller Viren aus der Luft. Durch den kontinuierlich stattfindenden Luftaustausch verbessert sich darüber hinaus auch das Raumklima.

„Den Betrieb des Geräts nimmt man eigentlich kaum wahr – als ich das erste Mal nach der Installation in dem Klassenraum unterrichtet habe, dachte ich zunächst, dass das Gerät nicht eingeschaltet ist“, freut sich Andreas Bognanni, Dozent und stellvertretender Schulleiter der Holzfachschule. „Was wir aber gemerkt haben, ist, dass sich die Luftqualität seither deutlich verbessert hat.“

 „Wir versuchen natürlich alles Mögliche, um die Situation für unsere Schülerinnen und Schüler während der Corona-Pandemie zu verbessern“, ergänzt Schulleiter Hermann Hubing. „Für sie wie auch für unsere Dozenten bedeutet das Luftreinigungsgerät ein Mehr an Sicherheit, wofür ich mich im Namen der Schule bei der Firma Viessmann bedanken möchte.“

Ulrich Rotte Anlagenbau & Fördertechnik

Vernetzte Insellösungen statt starr verketteter Anlagen

Sondermaschinenbau kann ausgezeichnet funktionieren – ein positives Beispiel hierfür ist das Unternehmen Ulrich Rotte Anlagenbau und Fördertechnik aus Salzkotten. Denn der Spezialist besitzt viel Know-how im Bereich Automatisierung und Robotik, das immer häufiger auch in neue Lösungen für die Möbelindustrie einfließt. Die „möbelfertigung“ hat Geschäftsführer Dr. Franz-Barthold Gockel, Vertriebsleiter Markus Hengst und Jens Berg, der für Rotte verstärkt als Vertriebsmitarbeiter im Bereich Möbel tätig ist, besucht.
möbelfertigung: Was sind Anfragen, mit denen Möbelproduzenten zu Ihnen kommen?
Markus Hengst: Sehr häufig geht es um die automatische Beschickung und Abstapelung von CNC Bearbeitungszentren. Oft um bestehende Systeme in den Produktionen zu optimieren. Nicht immer einfach, weil bei älteren Anlagen etwaige Schnittstellen nicht vorgesehen sind, zudem muss schon hinsichtlich der CE Kennzeichnung der Anlage der Maschinenhersteller mit an Bord genommen werden.
Auch die Abstapelung hinter Kantenanleimmaschinen wird nachgefragt, oftmals verbunden mit dem Wunsch, gleichzeitig passend für die Weiterverarbeitung zu sortieren.. Puffer- und Kommissionierzellen sind ebenfalls wiederholt gewünscht in unterschiedlichsten Varianten.
Jens Berg: Viele Anfragen zielen darauf ab, den Mitarbeiter in der Produktion zu entlasten. Indem zum Beispiel schwere Teile nicht mehr händisch, sondern automatisch verbracht werden. Weil Unternehmen schlicht und ergreifend keine Mitarbeiter mehr finden, die so etwas machen wollen und sich auch keinen hohen Krankenstand  erlauben können.
möbelfertigung: An welchen Stellen gibt es, aus Ihrer Sicht, in der Möbelproduktion noch ungenutztes Potenzial in der Automatisierung?
Markus Hengst: Viele Hersteller haben sehr gute Insellösungen in der Produktion stehen – oftmals krankt es allerdings an der Vernetzung dieser Maschinen, um einen gleichbleibend hohen Produktionsfluss zu erzeugen.
Zudem sehen wir noch einen spürbaren Gap in der Qualitätssicherung beziehungsweise Qualitätsprüfung. Wenn wir über eine vollautomatische Produktion sprechen, dann entfallen geschulte Mitarbeiter an Schlüsselstellen, um die Oberflächenqualität zu kontrollieren. Und es fehlt an bezahlbaren Lösungen, die komplette Qualitätsprüfungssysteme abbilden.
Dr. Franz-Barthold Gockel: Und wenn ich nicht auf eine Qualitätsprüfung bauen kann, die inline zu 100 Prozent funktioniert, dann stoße ich mit der Automatisierung an Grenzen. In diesem Bereich wäre mehr Forschungseinsatz wünschenswert. Vielleicht bringt uns das Zusammenspiel aus Kameraeinsätzen und künstlicher Intelligenz künftig zu solchen Ergebnissen.
Ich bin überzeugt davon, dass wir schon viel weiter sein könnten, denken wir an die automatische Schildererkennung beim Auto. Technisch ist bereits einiges machbar, wenn genug Marktmacht dahintersteht.
möbelfertigung: Und wo gibt es seitens der Hersteller Hemmschwellen?
Markus Hengst: Ich glaube, dass einige Hemmungen haben, durch die hochgradige Automatisierung ihre Flexibilität zu verlieren. Und auf der anderen Seite dann eine gewisse Angst hinsichtlich der Abhängigkeit von den Automatisierern – was passiert, wenn beispielsweise der Roboter steht?

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.

Weitere Themen: Wie Grass und Häcker Küchen gemeinsam ein neues Schubkastensystem entwickelt haben, wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.

Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.

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